Sieben kurze Lektionen über moderne Psychologie - Rainer Eggebrecht - E-Book

Sieben kurze Lektionen über moderne Psychologie E-Book

Rainer Eggebrecht

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Beschreibung

Klar strukturiert und für den interessierten Laien verständlich legt der Autor hier so etwas wie die Quintessenz seiner über dreißigjährigen therapeutischen Erfahrung und Forschungstätigkeit dar. Ein spannendes Kompendium über die Stärken - aber auch Grenzen - wissenschaftlich-psychologischer Erkenntnis, wobei sich psychologische Schulen, kulturwissenschaftliche und spirituelle Anschauungen zu einer ganzheitlich-integrativen Sichtweise verdichten. Als informativer "Bonus-Track" werden im letzten Kapitel aktuelle sozialstatistische Daten beigefügt. Rainer Eggebrecht vereint in diesem Buch unterschiedliche Spezialdisziplinen - auf das Wesentliche konzentriert - und zeigt Möglichkeiten auf, wie wir auch in Zeiten permanenten gesellschaftlichen Wandels und medialer Überinformation unser Leben mit schöpferischer Energie und Lebensfreude bewältigen können.

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Inhalt

Vorbemerkung

Persönliche Einleitung

ERSTE LEKTION

Humanistische (personzentrierte) Psychologie

ZWEITE LEKTION

Die Frage nach dem Sinn (Logotherapie)

DRITTE LEKTION

Systemische Psychologie: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

VIERTE LEKTION

Das Entwicklungsmodell von Spiral Dynamics

LEKTION FÜNF

Kommunikationspsychologie Vom polaren Denken zum integralen Bewusstsein

LEKTION SECHS

Spirituelle Psychologie

LEKTION SIEBEN

Integraler Ausblick

STATISTISCHER BONUS-TRACK 1

Aktuelle Daten zur psychosozialen Lage

BONUS-TRACK 2

Prognosen führender Zukunftsforscher (2017)

Register

Original, fahr hin in deiner Pracht!

Wie würde dich die Einsicht kränken:

Wer kann was Dummes, wer was Kluges denken,

das nicht die Vorwelt schon gedacht!

Johann Wolfgang von Goethe

Vorbemerkung

Diese Lektionen wurden für Leser geschrieben, die wichtige und faszinierende psychologische Sichtweisen allgemein verständlich, kurz und auf das Wesentliche konzentriert kennenlernen möchten. Dabei blicken wir über den Tellerrand klassisch psychologischer Forschungsmethoden hinaus – denn nur eine interdisziplinär-humanwissenschaftliche Gesamtschau wird uns befähigen, unsere Zukunft und die der gesamten Biosphäre lebenswürdig gestalten zu können.

Die erste Lektion zeigt die Grundhaltungen einer humanistischen Psychologie und gibt wahrnehmungspräzisierende Hilfestellungen anhand der Focusing-Methode.

Die zweite Lektion formuliert die Frage nach dem Sinn, in der dritten werden Anregungen zum systemischen Denken und Handeln gegeben.

Die vierte Lektion wendet sich der Entwicklungsspirale allen Lebens zu und gibt Empfehlungen, was wir aus vergangenen Zeiten heute neu und fruchtbar wieder beleben sollten.

In der fünften Lektion erfahren Sie ein Kommunikationsmodell, das seit den 80er-Jahren immer weitere Verbreitung fand.

In der sechsten Lektion wenden wir uns spirituellen Aspekten zu und in der siebten Lektion vernetzen wir all diese Sichtweisen zu einer integralen Psychologie.

Im Anhang – als statistisch-intellektuellen »Bonus-Track« – erfahren Sie kurz und verdichtet psychosoziologische Fakten zur derzeitigen Lage in Deutschland sowie wichtige Erkenntnisse führender Zukunftsforscher.

Persönliche Einleitung

Als junger Max-Planck-Stipendiat wurde ich in den 80er-Jahren eingeladen, an einem naturwissenschaftlichen Kongress in Bad Homburg teilzunehmen. Nach einigen Vorträgen betrat Hans-Peter Dürr, der berühmte Quantenphysiker und alternative Friedensnobelpreisträger, das Podium. Er stellte Einsteins Relativitätstheorie dar – einfach und verständlich! Selbst seine physikalischen Fachkollegen applaudierten heftig. Und mir – als naturwissenschaftlichem Laien – wurde klar: Das ist wahre Kompetenz: schwierige Sachverhalte ohne qualitative Einbußen einfach und verständlich darzustellen! Seitdem habe ich mit Hans-Peter Dürr in Arbeitskreisen und öffentlichen Diskussionsforen immer wieder diskutiert. Er betonte den »Mut zur Unexaktheit«, denn: »Die Wirklichkeit ist noch unendlich viel offener als jede wissenschaftliche Erklärung – selbst als jede quantenphysikalische Erkenntnis.« Und: »Mit jedem Gedanken wird das Universum größer.«

2014 fiel mir bei einer Italienreise ein Buch von Carlo Rovelli in die Hände: »Sette brevi lezioni di fisica« (Sieben kurze Lektionen über Physik). Wieder Quantenphysik! Und wieder staunte ich: Ein weltweit anerkannter italienischer Physiker schrieb über Quantenphysik – neunzig Seiten –, klar verstehbar und – adrenalinico! – ungemein aufregend und spannend!

Da reifte in mir der Entschluss, im Bereich Psychologie ebenfalls etwas Ähnliches zu versuchen: komplexe Erkenntnisse, Fachtermini und (oft einseitige) Sichtweisen präzise und klar verstehbar darzustellen. Als Therapeut, Ausbilder in Gesprächs- und Focusingtherapie und als Focusing-Koordinator für Deutschland habe ich dafür inzwischen langjährige praktische und theoretische Erfahrungen sammeln können.

Nochmals Hans-Peter Dürr: Er bestätigte mir bei einer Podiumsdiskussion in Schloss Nymphenburg öffentlich, dass der von mir vertretene integral-offene Psychologieansatz durchaus den Forschungsergebnissen der Quantenphysik entspricht: Denn physikalisch gesehen sind die wahren Bausteine des Universums nicht Materie, sondern Energie und Information.

Und die wahren Bausteine der Wahrnehmung sind nicht unbewusste, irgendwie verdrängte feststehende Inhalte, sondern vorbewusste, oft diffuse Befindlichkeiten, welche durch achtsames Wahrnehmen in einem kreativen Akt als Gefühle, Bilder, Gedanken und Körperempfindungen neu im Bewusstsein entstehen.

Und so wie elektronenmikroskopische Untersuchungen das zu untersuchende Objekt verändern, so beeinflusst auch die Art und Weise der psychologischen Wahrnehmung immer schon das Ergebnis.

Ich wünsche Ihnen eine interessante anregende Lektüre!

Rainer Eggebrecht, im Frühjahr 2017

ERSTE LEKTION

Humanistische (personzentrierte) Psychologie

In einem berühmt gewordenen Diskurs aus den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts standen sich zwei Auffassungen vom Menschen unversöhnlich gegenüber: Skinner (der Begründer der Verhaltenstherapie) behauptete, dass der Mensch manipulierbar und damit »machbar« sei. Rogers (der Begründer der klientenzentrierten Therapie) hingegen sagte, der Mensch sei frei und autonom.

Der Spannungspol zwischen Freiheit und Notwendigkeit ist aus heutiger Sicht kein wirklicher Gegensatz mehr. Denn statt zu fragen, welcher Ansatz richtig oder falsch ist, können wir heute erkennen, dass jeder Ansatz wahr – aber nicht vollständig ist. Wir können herausfinden, wie Teilwahrheiten zusammenpassen und wie man sie integrieren kann, statt sich für eine zu entscheiden und die andere zu verwerfen. Wir kritisieren also nicht ihre Wahrheiten, sondern nur ihre Unvollständigkeit!

Der Begründer der personzentrierten Therapie – Carl Rogers – betont, dass seelische Gesundheit eng mit einem Zustand der Kongruenz (Echtheit) verbunden ist. Wenn das Selbstkonzept nicht mit der Erfahrung von Wirklichkeit übereinstimmt, führt dies zu Inkongruenz und Spannungen. Die personzentrierte Therapie versucht daher, die Grundhaltungen der Echtheit (Kongruenz), Einfühlung (Empathie) und Wertschätzung (Akzeptanz) in möglichst hohem Maße zu verwirklichen.

In den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts erlebte die personzentrierte Therapie (auch klientenzentrierte oder humanistische Therapie genannt) einen Boom in Europa.

Zu Beginn wurde besonders die Nicht-Direktivität betont: Dabei unterließ man sämtliche direktiven, kontrollierenden, lenkenden und manipulativen Aktivitäten.

In den 80er-Jahren entwickelte sich daraus die erfahrungsorientierte Focusing-Methode, welche besonders die Konzentration auf den Wahrnehmungsprozess anregt. Diese achtsame Haltung zu uns selbst ermöglicht es, problematische Themen einfühlend zu bearbeiten.

Grundhaltungen der personzentrierten Psychologie: Unsere Gefühle

Wie können wir mehr Klarheit und Verständnis in das oft schwer zu durchschauende Knäuel unserer Gefühle, Gedanken und Wünsche bringen?

Und wie können wir mit unseren Enttäuschungen und Verletztheiten besser klarkommen? Dazu benötigen wir in der Selbstwahrnehmung einen gewissen Abstand oder Freiraum, um unsere Gedanken und Gefühle präziser fokussierter und wertfrei wahrzunehmen und um in eine gute Resonanz zu unserem wirklichen Befinden zu kommen. Bei emotionalen Reaktionen können wir fühlen, wie unser Körper reagiert – zumindest, wenn wir unsere Wahrnehmung darauf richten. Die Verbindung von Emotionen und Körperreaktionen zeigt sich auch in unserem Sprachgebrauch: Wenn wir verliebt sind, haben wir »Schmetterlinge im Bauch«, oder uns geht etwas »auf die Nerven«, die Angst »sitzt uns im Nacken« und eine schlechte Nachricht »schlägt uns auf den Magen«. Körperliche Reaktionen sind ein notwendiger Bestandteil jeder Emotion. Daher können wir durch Schulung der Körperwahrnehmung, durch Atem- und Entspannungsübungen ein tieferes Feingefühl entwickeln. Im Focusing treten wir aus einer kleinen inneren Distanz in Beziehung zu der gefühlten Bedeutung einer Situation und warten geduldig, was sich aus diesem zuerst oft vagen und diffusen Erleben »entfaltet«.

Gefühle als Ausdruck der Persönlichkeit

Gefühle sind Ausdruck unseres einmaligen inneren Erlebens, eng verbunden mit unseren inneren Werten und Überzeugungen, unserem (idealisierten?) Selbstbild, unserem individuellen Abgrenzungsverhalten, unseren Persönlichkeitsstrukturen und auch unserem kulturell erwünschten bzw. tabuisierten Zeigen von Gefühlen.

Emotional reagieren wir zudem nur dann, wenn uns etwas wertvoll oder wichtig erscheint. So steckt hinter jedem Ärger eine Gefährdung eines für uns wichtigen positiven Wertes: Wenn ich mich über mein zunehmendes Körpergewicht ärgere, dann deswegen, weil es ein positiver Wert für mich ist, ein bestimmtes Idealgewicht zu haben und zu halten.

Wenn ich eifersüchtig werde, dann oft deswegen, weil mir eine Beziehung sehr wichtig und wertvoll ist (dahinter kann allerdings auch mein verletzter Stolz und mein egozentrisches Besitzen-Wollen verborgen sein).

So wie wir über Körperwahrnehmung unsere emotionalen Reaktionen beeinflussen können, können wir auch durch Nachdenken über unsere Werte und Einstellungen auf unsere Gefühle Einfluss nehmen. Wie wir schon gesehen haben, kann hinter unangenehmen Emotionen durch achtsames Fokussieren ein dahinter verborgener positiver Wert erkannt werden.

Wir bemerken dann, warum wir so reagieren, wie wir reagieren – zum Beispiel durch Kindheitserfahrungen mit den Eltern und all die anderen »Schatten«-Bereiche, die unser Verhalten mehr oder weniger stark beeinflussen. Emotionen sind also immer auch mit spürbaren Körpersensationen verbunden und hängen von unseren Werten, unserer Persönlichkeit und unserem familiären, systemischen und kulturellen Kontext ab.

Wenn wir uns dessen wenig bewusst sind, können Emotionen auch »irren«: Dann nehmen wir unerwünschte Eigenschaften an uns nicht mehr wahr, wir projizieren sie auf andere.

Wenn ich zum Beispiel ein geschöntes Selbstbild habe, das keinerlei Neid zulässt, dann erlebe ich stattdessen Ärger über andere und kritisiere meinen Nachbarn, der in die Karibik verreist (was ich auch gerne tun würde, es mir aber nicht leisten kann), weil er mit der langen Flugreise das Klima unnötig schädige.

Mitgefühl und Empathie

Empathie ist die Fähigkeit, zu verstehen, was in uns und in anderen vor sich geht. Empathie verlangt eine gewisse Bereitschaft, sich in andere und uns selbst mitfühlend hineinzuversetzen. Mitgefühl weist ein wichtiges Element auf: das Nicht-Werten. Das bedeutet, dass wir uns auf die eigenen Emotionen und auf die anderer Menschen einlassen, ohne gleich zu urteilen oder zu werten. Das heißt nicht, dass wir keine Präferenzen haben oder alles akzeptieren sollten. Wir sollten nur offen bleiben für korrigierende, heilsame neue Erfahrungen und nicht unreflektiert verurteilen. Mitgefühl ist immer verbunden mit Akzeptanz – damit, was unser Gegenüber braucht, um seine »Schatten« zu erkennen. Und was ihm hilft, den für ihn nächsten wichtigen Schritt in seinem Leben zu finden.

Ein etwas sarkastischer Witz über unechte Empathie und »rücksichtslose« Akzeptanz:

Klientin zum Therapeuten: »Ich bin manisch-depressiv. Mein Mann macht mich melancholisch, mein Sohn macht mich wütend und meine Tochter macht mich eifersüchtig. Ich bin am Ende!« Darauf der Therapeut: »Ist es nicht auch etwas Schönes, so stark empfinden zu können?«

Nun aber eine wirklich schöne Story über authentische Weisheit:

Eines Tages ging ein alter Häuptling mit seinem Enkel den Fluss entlang und erzählte ihm, dass unser Geist wie der Fluss ist: immer fließend. Aber im Wasser gibt es verschiedene Strömungen, und so ist es auch in unserem Geist. In seinem Inneren, sagte der alte Häuptling, könne er manchmal zwei Wölfe spüren: Einer ist sanft und freundlich und ist ein Sucher des Friedens, während der andere voll Wut und aggressiv ist. Der Enkel schaute den alten Mann staunend an und fragte: »Aber wer wird denn gewinnen, Großvater?« Der alte Häuptling antwortete: »Immer der, den ich füttere.«

Achtsamkeit und Authentizität

Aufmerksam im gegenwärtigen Moment zu sein, ohne zu werten oder zu urteilen, führt zu einem wachen, authentischen Bewusstsein. Man ist dann einfach im Fluss des Moments.

Wie Therapeuten und Meditationslehrer immer wieder betonen, existieren wir immer exakt nur in diesem einen Moment, im »Jetzt«. Freiraum-Schaffen ist dabei der erste Schritt.

Er hilft uns, bewusster und vertrauter mit unserem Körper, unserem Geist und unserer Seele umzugehen. Wir treten innerlich zurück und beobachten, was jetzt gerade in uns vor sich geht.

Es ist aber nicht ganz leicht, in der Präsenz nur Beobachter zu sein – denn dies kann zum einen faszinierend sein, bringt uns oftmals aber auch mit Themen in Kontakt, die wir bisher »gut« weggeschoben haben. Authentizität erfordert Mut, hemmende Selbstwertprobleme zu erkennen und einfühlend zu fokussieren.

Focusing – Basics integraler Wahrnehmungsschulung

Focusing ist die Kunst, unsere Aufmerksamkeit immer wieder von konkreten Gedanken, von der Imagination zum Erleben des Ganzen ins Hier und Jetzt zu führen und von dort neue Schritte zu erwarten. Wenn wir ein gerade anstehendes Thema unmittelbar erleben, können sich, wenn wir freundlich, wertfrei und einfühlend dabei verweilen, Bedeutungen sprachlich, bildhaft oder körperlich mitteilen, wodurch ein unmittelbar ganzheitliches Gefühl von »Stimmigkeit« entsteht. Man tritt dabei als sein eigener innerer Beobachter aus einer kleinen inneren Distanz in Beziehung zu der noch nicht »entfalteten« gefühlten Bedeutung und wartet geduldig, was in die Wahrnehmung kommt. Dies fördert eine offene Selbstwahrnehmung, deren Form und Richtung in hohem Maße vom Klienten selbst bestimmt wird. Die Autonomie und Freiheit eines jeden Individuums wird hierbei aus einem tief humanistischen Verständnis heraus stark betont. In schöpferischem Selbsterkunden werden Sprache, bildhaftes Erleben, Denken, Fühlen und Handeln im unmittelbaren Erleben aufeinander bezogen. Dabei wird achtsam Bezug genommen auf ein tiefes, auch körperlich spürbares Bedeutungsempfinden.

Dann stellt man wahrnehmungsorientierte Fragen, die nicht mit Ja oder Nein beantwortet werden können – man muss erst nachdenken und nachspüren (fokussieren). Focusing als Wahrnehmungsmethode bringt Sie in Berührung mit dem, was Sie hinter all Ihren Konzepten in Ihrem Inneren fühlen.

Die folgende Aufgliederung in vier Schritte stellt nur einen Versuch dar, intuitive Wahrnehmung über Worte kognitiv mitzuteilen. In jedem Schritt kann immer schon alles andere enthalten sein – die richtige Frage bewirkt manchmal bereits ein tieferes Erkennen und Wahrnehmen eines Problems.

Focusingschritte im Überblick

Die Schritte der Focusing-Methode in Kurzform

(eine konkrete Übungsanleitung folgt

nach dieser Kurzdarstellung)

Freiraum schaffen: Hierzu benötigt man etwas Zeit und eine entspannte Umgebung.

Versuchen Sie, einen guten Abstand zum inneren Erleben zu finden und Raum zu schaffen für das Thema, auf das Sie fokussieren möchten. Sie können ein Thema bewusst auswählen – oder einfach abwarten, was auftaucht.

Bezug nehmen: Spüren Sie in den Brust- und Bauchraum hinein und nehmen Sie die innere Stimmung wahr. Diese ist oft zuerst diffus und vage – verweilen Sie einfach dabei und warten Sie ab, was sich aus diesem vagen Spüren als Nächstes deutlicher herausdifferenziert.

Entfalten: Im Laufe dieses Wahrnehmungsprozesses werden sich Bilder, Gefühle, Gedanken oder Körperempfindungen aus dem diffusen Spüren (= Felt Sense) deutlicher »entfalten«.