Skizzen aus der großen Zeit - Anna Schikowski - E-Book

Skizzen aus der großen Zeit E-Book

Anna Schikowski

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Beschreibung

Es geht um den Werdegang einer verarmten Studentin, die eine Ofenwohnung mit Außenklo und kaltem Wasser im Berlin der 80er-Jahre bewohnte, zur heimlichen Sexarbeiterin nachts auf der "Straße des 17. Juni" und die dann als arbeitslose Germanistin in einem Berliner Sexkino und diversen Modellwohnungen in ganz Deutschland Erfahrungen sammelte. Ständiges Thema sind auch die Streitigkeiten mit ihrem arabischen Ehemann, die Geschlechterverhältnisse im allgemeinen, sowie vielerlei politsche und philosophische Gespräche, die sie unter anderem mit ihren Kunden führte. Die sexuellen Handlungen werden dabei in einer sehr sinnlichen, deftigen Sprache detailliert beschrieben, sowie die Gratwanderung zwischen Anna´s eigener Lust, die sie beruflich reichlich befriedigt und der Notwendigkeit der Distanz als Geschäftsfrau. Die Autorin schneidet auch ein sehr heikles Thema an, einen 20-jährigen Mißbrauch durch ihren Großvater, der ihrer Tätigkeit als Hure vorausging. Sie beschreibt dabei widerum sehr sinnlich die Oszillation zwischen ihrer Lust und der Hilflosigkeit im patriarchalischen Verhältnis gehorchen zu müssen, Verbunden durch eine Bestechung mit Geld, der sie als arme Schülerin / Studentin nicht widerstehen konnte. Am Schluss gewährt uns die Autorin noch einige theoretische Aufsätze zu aktuellen Themen, wie Rassismus und die Diskussion um den Menschenhandel, den sie kritisch als Entmündigungskomplott bezeichnet.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Anna Schikowski

Skizzen aus der großen Zeit

Tagebuch einer marxistischen Hure, die auch Philosophin war

für meinen lieben Bruder Hermann theoretisch gilt mein besonderer Dank meinem Lehrer Wolfgang Fritz Haug und Frigga HaugBookRix GmbH & Co. KG81371 München

Liebeserklärung an Martinho Ballade an den Tod

(die Nacht in der Kneipe, nachdem er von seiner unheilbaren Infektion erfahren hatte)

 

Er erzählte, sein Vater sei Pastor gewesen und dass er an Gott glaube. Ich wurde wütend und dachte, du hörst dich an, wie ein Arschloch. An Feuerbach und Nietzsche und dass Gott für die chritstlichen Bettlaken-Wichser seine letzten Possen vor 2000 Jahren gerissen hat.

Der Friedhof in Berlin Wedding war nicht weit. Ich würde weiter auf der Straße anschaffen gehen und in Alkohol- und Shit-schwangerer Luft stinkigen Wichsern und durchgeknallten Hippies mit viel Handarbeit einen blasen und mich mit verrencktem Rückrad am Beifahrersitz ficken lassen, während Spannner an der Scheibe klebten.

Kindergesicht in der Hölle.Er sah mich mit seinen schwarzen Kulleraugen voll Liebe und Hoffnungslosigkeit an Er hatte gewonnen. Er hat die Welt mit seiner Liebe, seinem Lachen, seinem verrückten Tanzen nachts in den Kneipen, mit dem er auch den letzten Spießer in seine Leidenschaft mitriß, ein Stück besser gemacht. Er nahm den Menschen die dunklen Wolken von der Seele und klarte den Himmel auf.

Wenn du betrunken warst, bist du explodiert und hast die Mauern der Einsamkeit und Verlorenheit, die deine Seele erdrückten, in einem kalten Land, in dem du immer ein Fremder warst, eingerissen. Du hast extatisch getanzt, mit ausgebreiteten Armen, wildfremde Menschen von ihren Barhockern gezerrt und zum Mittanzen gebracht. Dabei hast du aggressiv mit deinen dick besohlten Schuhen getrampelt, um endlich gehört zu werden.

 

Er weinte und weinte, die Worte blieben mir in einem Gemisch aus Bier, Schnaps und Zigaretten im Hals stecken. Er kritzelte mir mit kalten, zitternden Händen ein Gedicht auf einen Bierdeckel. Es war düster. Ich hielt ihn im Arm, wie der Erlkönig, während seine Pisse seine Hose verdunkelte und langsam eine Pfütze unter dem Tisch bildete.

 

Die Sommervögel waren schwer in dieser Nacht, sie trugen Stierherzen, die eben von einerm Torrero durchbohrt worden waren und ihr Blut schoß wie aus Gartenschläuchen und taute gefrorene Knabenärsche auf. 

Er würde mich verlassen und viele Totengräber würden auf sein Verschwinden warten. Er würde genauso alleine sterben, wie er gelebt hat

Liebe fand er an ungewöhnlichen Orten, bei mir, einem Straßenmädchen, in meinem oder seinem eiskalten Studentenbett, innig aneinandergekuschelt, wie die verliebtesten Geschwister.

Sex war nicht viel im Spiel. Wenn wir das fünfte Bier intus hatten, tanzten wir in den Kneipen eng und schmusten ein wenig. Die Anerkennung. Und die Männer, die Männer, die Männer und sein Untergang. Seine Gier nach Altmännerfleisch.

 Besonders die Vaterfiguren, 20 Jahre älter, autoritär, von sich überzeugt, oft arrogant, möglichst mit Geld, damit er sich nicht schuldig fühlen mußte, was er dann doch in den Kneipen mit den Blutsaugern versoff.

 Ich bin betrunken, um ein Uhr nachts und schreibe dieses Gedicht, bevor ich morgen, Freitag, übers Wochenende in einer Modell-Wohnung Sexy-Hexy spielen muß und mit überschwenglicher Stimme jedem Anrufer erklären muß, wie charmant seine Stimme doch sei und daß wir unser Lebensglück verpassen, wenn wir uns an diesem einzigen Wochenende, das ich zur Verfügung stehe, nicht kennenlernen würden.

Er schickt mir Kasetten, von melodischem und politischen Wert. Ich verstehe leider kein portugiesisch, ich verstehe nur, die sich vom Amerikanismus abgrenzende Musikkultur. ″Napoleon und seine 60 Soldaten“ hat mich zum Lachen gebracht. Sie waren alle schwul.

 

Gott ist tot, sagen sie. Wenn ich an die 1000 Stunden und 7 Jahre sinnlos vergeudetes Lebensblut denke, das ich in Martinhios Doktorarbeit investiert habe, haben sie recht. Ich wußte nicht die Regeln des Transkribierens und habe damit mit meiner Lebenskraft seine Arbeit nur wertlos gemacht. Nicht so mit der Liebe in seinem Herzen. Ich bin in meinen 26 Jahren Studenten- und Nuttenzeit in Berlin von niemandem so geliebt worden, wie von diesem Gott-verlassenen- Gottes Ebenbild gleichen- Jungen. Hätte ich seine Anmut und Grazie, würde ich im Puff ein Vermögen verdienen.

Fast die ganze Bevölkerung wartet auf Blitzer, Geschwindigkeitseinhaltungen oder -übertretungen, der Mief der Toten liegt in der Luft. Nicht so Arim. Ich fahre nachts um 12 mit meinem Rad nach Hause, er kann nicht aufhören zu saufen, er sieht früh um 4 einen kleinen Libanesenjungen in einem Kneipeneingang stehen, fragt ihn torkelnd und volltrunken, ob er denn keine Freundin habe. Als dieser antwortet: ″Was kann man machen mit einer Frau?“ taumelt er im Liebesrausch mit ihm in die Toilette. Er würde für seine Liebe sterben müssen.

 

Unsere Zigaretten sind noch nass vom verschütteten Bier und dem Rotz und den Tränen, die wir in einem Strom zusammenfließen lassen ins tote Meer und wir reden darüber, wer unsere verschissenen Unterhosen wegschmeisst.

 

Geliebter Martinho, dieses ist eine Liebeserklärung an dich. Ich bin ein altes Mädchen, mit fast 50, meine Titten hängen, ich bin fett, habe 90 Kilo und einen weißen, mit Zellulitis überzogenen Arsch. Die Rückseiten meiner Schenkel sind mit blauen Krampfadern überzogen. Meine Augen werden schlecht, ich muss meinen Bukowski 70 cm weghalten. Ich hole mit Schwimmtraining, Diät und Solarium das letzte heraus aus meinem modernden Kadaver.

 

Ich sitze im Puff und möchte weinen, weil ich dich nicht mehr sehen kann. Die Wichstüte, die neben meinem Bett steht, mit den jeweils 2 Blatt Küchenrolle, mit denen sich die Gäste die Schwänze abwischen und den gefüllten Gummis, rot, mit Erdbeergeschmack (damit sie nicht merken, wenn ich meine Tage kriege) sticht mir in die Nase. Ich werde nie diese gottverdammten 1000 $ für diesen gottverdammten Flug zusammengefickt kriegen, um mit dir an deinem weißen Strand in den Himmel zu tanzen.

 

Du warst nicht bescheuert genug, um eine Frau zu werden und das beste von dir kam aus deinem einzigen Ei, das die Geheimpolizei in deiner diktatorischen Zeit, in der du im Untergrung Brasiliens gearbeitet hast, nicht zerquetscht hat. Du schreibst den ″kleinen Mulatten“ in deinem Land, wie du dich ausdrückst und die du so liebst, mit deiner Feder jetzt was in den Arsch.

 

Wir werden nie wieder so zärtlich verbunden sein, wie es früher einmal war. Du hast mir nicht einmal einen Abschiedskuß gegeben. Warum müssen uns die Menschen, die wir am meisten lieben und die uns am meisten zu sagen haben, genommen werden?  Ich nehme es hin und finde mich damit ab. Auf Wiedersehen, meine Liebe. Ich trinke heute abend eine extra Flasche Schnaps auf dich und alle schwulen Alkoholiker. Au revoir, mon amour. Tu étais mon ange. Dieu t´a laissée tombée du ciel pour moi, parce que j´étais un peu bonne pendant ma vie.

Früh im Puff

Ich wache verkatert auf, die Augen zugeschwollen und die herunterhängenden Tränensäcke mit dem Grauschleier verwichster Wimperntusche überzogen. Der Wodka-Schiss stinkt so elend, dass ich beim Scheißhaus-Putzen und Zähneputzen würgen muss. - Der erste Anrufer, kommt immer, wenn ich beim Scheissen bin, ich renne mit dreckigem Arsch zum Telefon und sage: "Ja, hallo?" Eine kühle, jüngere Stimme fragt: "Wie alt bist du?" Ich sage: "39," er sagt "tschüss" und legt auf. - Mein einziges Rotlicht, ein rotes Herz an der Wand explodiert beim Anknipsen. Der Deckenstrahler ist zu hell für mein Alter (48) und meinen dicken Bauch, Schenkel und Arsch. Ich werfe meinen Lieblingspulli drauf, aber der fängt an, zu schmoren, es raucht und stinkt nach verbranntem Plastik. Mit dem verschmorten Nicki, dessen Reißverschluß jetzt nicht mehr zugeht, fahre ich im Lift hinunter, um im Supermarkt nebenan einen Wodka und ein six-pack Bier zu kaufen. Die besten Puffs sind die neben Supermärkten, damit für den Suff-Nachschub gesorgt ist. -  Der nächste Anrufer: Fragt, wie üblich, zuerst nach der Adresse (damit die Mädels glauben, er möchte wirklich kommen und bereitwilliger Auskunft geben, über ihr Aussehen), dann nach meinem Aussehen.

Ich spule meinen Standardspruch herunter: "Ich bin groß, 1,80 m..." "Oh"..."Lange, blonde Haare, so ´ne richtige naturblonde (Lüge: schon lange gefärbt) Löwenmähne..." "Ja?" "Sportlicher Typ, braungebrannt (Solarium), etwas athletisch, also ein bisschen breite Hüften, kräftige Schenkel, aber nicht dick, eher so wie die Schwimmerinnen..." Dann kommt das Aus, seine Frage: "Und die Oberweite?" Da habe ich eher unterdurchschnittlich was zu bieten, außerdem ist schon gehörig Schwerkraft drin. Ich sage: "Das ist ganz normal, 85B, normale Größe!" "Danke" und legt auf. -  Der folgende Anrufer: "Kann ich auf dir abspritzen?" Ich druckse herum und sage: "Nicht so gern, wenn du sehr aufpaßt, daß nichts daneben geht," er sagt kalt "danke" und legt auf. Wieder eine Chance vertan. -  Die Schüchternen, Verlorenen, denen man ansieht, warum sie auf andere Weise an keine Frau kommen, erweichen immer mein Herz. - Manfred kommt herein, zaghaft, sich scheu umschauend. Ich lasse ihn auf dem Gästestuhl Platz nehmen, setze mich weit genug weg, gegenüber, auf mein Bett, lächle ihn an und sage: "Keine Angst, ich bin sehr nett!" "Das sieht man, manche sind so frech, das kann ich gar nicht haben." "Ich weiß, die Profis, die das immer machen, werden manchmal kalt und grob, vielleicht machen sie schlechte Erfahrungen." - Seine Gesichtszüge entkrampfen sich langsam, er lächelt dankbar zurück.

Manfred ist klein und untersetzt, unauffälliges Gesicht, kurze, braune Haare, weißer Schmerbauch mit einer hübschen Behaarung, ein feiner dunkler Flaumstreifen in der Mitte über dem Bauch und um die Brustwarzen. Er sei 2 mal verheiratet gewesen, die erste hat ihm Haus und Geld abgenommen, die zweite, eine von seinem Bruder vermittelte "Negerin" wollte nur ihre Aufenthaltspapiere. Sex hat´s kaum mal gegeben. Ich sage, "das müsste dir doch klar sein, wenn du ohne Liebe eine Ausländerin wegen ihren Papieren heiratest, wird sie dich wieder verlassen, wenn sie ihr Ziel erreicht hat." "Das passiert mir auch nicht mehr." Im Bett sagt er verlegen: "Mein Schwanz ist halt ein bisschen klein." Er ist wirklich ein bisschen dünn, wie ein Waschmaschinenanschluß. Ich sage beschwichtigend: "Neeeein....der ist ganz normal." Er fickt mich von oben, mit schnellen, kurzen Stößen, ich stoße ihm ein paarmal mit meinem Becken entgegen, dann kommt er auch schnell. -  Anrufer: "Machst du auch Faustfick?" "Ich glaube, eher nicht, ich bin eng gebaut, keine Kinder..." "Danke!" Legt auf.

 

 Konradstr. Nürnberg, bei Sommer

 

Gemüliche, ältere Bayernstimme am Telefon: "Ja, hallooo! Hier ist der Hermann, bin ich hier richtig bei der Anna?" "Ja, hier ist die Anna!" "Wie schaust du denn aus?" Das übliche..."Wie alt bist du?" "39" "O.K.schau ich mal vorbei." Keine Chance, wenn sie nicht extra betonen, dass das Klasse ist, mal eine erfahrene Dame anzutreffen, habe ich bei dem, wegen des Alters, keinen Marktwert. -  Christian am Telefon: "Kannst du die Strümpfe anlassen, beim Ficken, das macht mich wahnsinnig geil..." "Ich hab´ leider nur Strumpfhosen, weil ich so lange Beine hab´, die Strümpfe sitzen bei mir am Knie und `plopp, plopp` platzen die Strumpfhalter weg." Lacht, "das macht nichts, wenn ich ein Loch in deine Strumpfhose machen dürfte?" "Ja, kann man drüber r"den, wenn du mir das Geld für die Hose gibst." "Das ist kein Problem... du könntest mir die Hose ja verkaufen." ″Ja, klar!" "Wär´s dir um 13 Uhr recht?" "Ja, ich freu mich , bis nachher." "Bis nachher." "Bis nachher." Das könnte was werden.

 

"Chineeesise Massagedienst!"

 

"Danke, ich hab´ kein Interesse!" Diese chinesischen und anderen Massagedienste sind penetrant organisiert, wie die Ratten. Einer der ersten Anrufer in jedem Puff, wenn ich gerade 1 Stunde drin bin, ist eine meist männliche Stimme, häufig asiatisch, die mir mein sauer erficktes Geld mit seinen Massagen wieder aus der Nase leiern will. -  Halb eins: Ich lege die Nagelschere bereit, falls der Idiot mit dem Loch in der Strumpfhose doch kommt. Es wird arschkalt, in meiner Küche, obwohl alle Heizungen in allen Zimmern an sind. Ich ziehe meinen schwarzen BH in Größe 90B, mit Bügel unter den Titten, damit sie ein bißchen nach mehr aussehen, aus und ein silbernes Pallettenoberteil an. Es ist ein Spagettiträgertop aus Stretchstoff, mit ganz vielen Palletten außen dran. Stretch muss sein, damit meine mühsam erhungerte und erschwommene Taille, sowie meine eher kleinen Titten betont werden. - Außerdem ist gerade ein Gast in der Tür abgehauen, das ist für viele Nutten ein Grund, was anderes anzuziehen. Es war ein jüngerer, schwarzhaariger Ausländer, er fragt: "Ist noch andere Dame da?" Ich sage:" Nein, nur ich." "Ich wollte schwarzhaarige Dame." "O.K., tschüß!" Das wollte er bestimmt nicht, da Südländer fast immer auf Blondinen stehen und in meinem Schummerlicht sieht er ja auch nicht gleich, dass ich gefärbt bin. Manche sagen´s eben charmant, wenn man ihnen nicht gefällt. -  Ich habe eine gute 2-Zimmer-Wohnung diesmal.

Ein Bumszimmer und ein Zimmer für mich, mit je einem Doppelbett. Für das Bumszimmer nehme ich das weniger fleckige, gelbe Leintuch und lege ein passendes, großes, gelbes Bums- und Fotteehandtuch drauf. -  Neben dem Bett steht ein kleiner Nachttisch mit der üblichen, wuchtigen, silberfarben-stromlinienförmigen Kofferradioattrappe, die in jedem Puff steht, die aber niemand zum Laufen bringt. Ich wuchte das Ding beiseite, daß meine Schale mit den Gummis, meine Küchenrolle und meine Flutschi-Gleitcreme da noch hinpassen. - Um das Bumszimmer zu beschreiben, muss ich meinen verbrannten, roten Nicki überziehen, weil´s hier noch archkälter ist, als in der Küche. Ich habe jetzt in der Küche den Backofen angemacht. Es ist selten, dass ein Lude (Vermieter) einen Backkofen nicht gewaltsam kaputtgemacht freigibt, weil die wissen, dass damit geheizt wird und sie Angst vor der Stromrechnung haben. - Also, im Bumszimmer hängen 3 Plakate von nackten Frauen. An der einen Wand eine lebensgroße, seitlich mit geschlossenen Augen, in einer Lagune, von Wasser umspült, während sie von ameisengroßen Menschen, die im Trockenen stehen, angeschaut wird. An der anderen Wand hockt eine braungebrannte, rassige schwarze Schönheit in einem Wasserfall auf den Fersen, der Rücken durchgedrückt, den Kopf lasziv mit geschlossenen Augen im Nacken, die nassen, langen Haare umwallen den Rücken.

An der drittten Wand kniet eine schlanke Blondine, mit leicht gespreizten Beinen und Titten-Implantaten auf der Matraze, schaut den Betrachter verführerisch lächelnd an, den Kopf auf die Schulter gelegt, eine wilde blonde Strähne über´s Gesicht, während sie ihren rot-schwarzen Spitzenslip soweit nach unten zieht, dass man den Ansatz der Mösenhaare zu sehen glaubt. Über dem Bett, auf dem Fensterbrett, steht eine Stehlampe, deren roter, kompakter Keramikschirm ein Herz darstellt, das, wenn man es einschaltet, den Raum mit düsterem Rotlicht erfüllt. In der anderen Ecke steht ein düster leuchtender Deckenstrahler mit gelbem Schirm. - Ansonsten 2 große Bodenvasen, einmal mit falschen Sonnenblumen, einmal mit anderen, falschen, bunten Blumen. An der Wand, neben der schwarzen Schönheit, hängt ein Plastikgebinde aus roten Rosen, falscher Efeu (wie in der Sauna). Neben der knieenden Blondine steht ein lebensgroßer, "Efeu"-umrankter Spiegel, umspielt von, in Puffs üblichen, transparenten, hellblauen, angehefteten Gazestoffen. - Im Eingangsbereich des Bumszimmers stehen sich für die Geschäftsverhandlungen mit den Kunden 2 Sitzgelegenheiten gegenüber. Ein wuchtiger, schmuddelig-beiger Sessel mit Picasso-Motiven und ein wuchtiger, auf teuer gemachter, dunkelbrauner Lederhocker ohne Lehnen.

Im Badezimmer steht ein großer, weißer Fliederbaum aus Plastik, auf der Wanne ein billiger Plastiktopf mit roten Rosen und an der Wand ein 2 m - Poster mit Frauenärschen. Die Ärsche sitzen auf ihren Fersen und sind von bunt-getupfelten, super-knappen Bikinihöschen umspannt, die sich in die Arschspalte klemmen. Bei einer ist das Höschen völlig vom Arsch aufgefressen und man sieht nur die aufklaffende Arschspalte, darüber eine große, lila Schleife, wie ein Osterhase, der zum Fressen verschenkt wird. Verschieden farbige Haare wallen den Rücken entlang, Köpfe sind keine zu sehen. Ich lege auf das Waschbecken die üblichen kleinen Schwanzwasch-Handtücher, weiß aus Frottee, 20 x 20 cm. Daneben steht ein großer Plasitkkorb, wo die Wichstücher, für den Hausmeister, zum Waschen gesammelt werden. Zum Glück gibt’s eine Wanne. - Wenn ich einen Idioten für 1 Stunde kriege, kann ich mit ihm eine halbe Stunde mit seinem Sekt (den mitzubringen ich ihn nachdrücklich ermuntere) in die Wanne ausweichen und muss nicht das Sportabzeichen machen und die ganze Stunde mit ihm herumnudeln. 

Im Flur leuchtet eine rote Laterne von der Wand herunter, auch außen am Haus ist eine, damit wir als Nuttenhaus erkennbar sind (was wiederum ungünstig ist, für die Gäste mit Ehefrauen, die sich heimlich zu uns schleichen). - Im ersten Stock über mir wird auch gekaut und geflutscht, die Mösen, die da arbeiten, habe ich aber noch nie gesehen, ist auch besser so. Unter den Nutten kommt schnell Konkurrenzhass auf, eine spioniert die andere aus, was sie verdient, man unterstellt sich gegenseitig, sich die Gäste auszuspannen, oder dreckig zu arbeiten (ohne Gummi vögleln oder blasen oder Arschfick anzubieten, wenn die anderen das nicht machen). -  Im zweiten Stock: hängt ein großes Schild: "Ab hier privat, nicht klingeln." Da wohnt der Hausmeister, man geht einfach zu ihm rein, Klingel gibt’s nicht. Ein weißhaariger, alter Mann, dem schon viele Zähne fehlen, trägt weiße Jogginghosen und ein grünes Strickkäppi. Er verdient sich ein paar Euro dazu, indem er die vollgewichste Wäsche der Mädchen wäscht, Heizungen am Laufen hält, Birnen auswechselt, die Schlüssel der Abreisenden entgegennimmt und den Neuzugängen aushändigt. Seine Bude ist immer blau vom Rauch, der Fernseher läuft Tag und Nacht und um ihn herum, auf dem schmuddeligen Teppich, stehen hunderte von Bierflaschen. Wenn man schlecht verdient hat und sich einsam fühlt, kann man um Mitternacht zu ihm reinkommen und sich ein paar Biere und Zigaretten, die er immer großzügig für die Mädchen vom Chef ausgibt, wärmen lassen.

Rudis Tür ist nie verschlossen. Mit Rudi wohnt auch noch ein 40- Jähriger, kurze, braune Haare, leichter Bauchansatz, charmant und spendabel zu mir. Ein Ex-Knacki, der wegen Körperverletzung gesessen hat und auch für den Trost der Mädchen zuständig ist. Wenn man so früh verkatert aufwacht, ist er sofort bereit, mit dem Rad zur Tankstelle zu fahren und gegen Voraus-Barzahlung natürlich, für Schnaps- und Zigarettennachschub zu sorgen. - Es fällt mir ein, ich habe ihm noch nie Trinkgeld gegeben. Ich sollte ihm, für für eine schnelle 10-Minuten Nummer,  mein Loch mal gratis überlassen. -  Hauchender Telefonwichser: "Machst du auch ´Natursekt`? (meist aktives, auch passives Anpissen, wird überwiegend von den Gästen geschluckt, wobei man sie oft beschimpfen soll, was mir so richtig locker von der Seele kommt)." Ich sage "grundsätzlich schon, aber das geht ja nicht immer, wenn derjenige sich nicht vorher anmeldet." "Darf man dir auch beim Natursekt zuschauen?" "Ja, wenn ich gerade muss." "Und beim Kaviar? (scheißen)." "Das muss ich nicht oft." "Wie oft?" "Meist nur früh, wenn ich wenig esse, auch gar nicht," "Trägst du Tangas?" "Nein, da fühl´ ich mich zu groß (und zu alt und zu fett, mit Höschengröße 46)." "Warum nicht?" "Weil sich die Dinger ins Arschloch klemmen und keinen Gebrauchswert haben, nicht schützen und wärmen." "Ist bei dir da Scheiße dran?" "Ich sag´ dir doch, ich trag´ keine." "Und wenn du früher welche getragen hast, war da Scheiße dran?" - "Ich sag´ dir doch, ich mag die Dinger nicht, ich habe nie welche getragen. Du, komm´ vorbei oder lass´ es, ich mach´ hier keinen Telefonsex." - Legt lautlos auf.

 Ich kriege Magenschmerzen, von dem vielen steinharten Brot von der Armenspeisung. Am Montag stehe ich mit anderen Asozialen, Dieben, Nutten, Alkoholikern, die ständig verstohlen aus ihrer Mateltasche eine Flasche Bier ziehen und in ihre Zahlnlücken, vom vielen Bierdeckel-öffnen, schieben, 2 Stunden bei jeder Kälte an und hole mir einen großen Ziehkoffer voll Lebensmittel ab, überwiegend Salat und Gemüse, da ich die ganze Woche Tofu/Gemüsediät machen muss, sowie fast jeden Tag 1/2 Stunde Schwimmtraining, ein Mal die Woche Solarium, damit ich am Wochenende die passende Fick-Figur habe. - Diesmal habe ich wieder, wie so oft, 3 altbackene Brotlaibe eingefroren, die habe ich heute mit ins Puff gebracht und esse sie mit Hackfleisch, das ich ebenfalls mit der letzten, kirchlichen Zwiebel angebraten habe, oder schneide sie in meine Tütensuppen rein. Wenigstens brauche ich so kein Geld für Nudel und Kartoffel ausgeben. - Die Fick-Wochenenden sind so mit der Vorfreude auf hemmungsloses Fressen aller geschenkten Käse, Wurstsalate und Brote verbunden. Da das Zeug manchmal schon angegammelt ist (einmal habe ich nachts Brechdurchfall von 2 Würstchen gekriegt) kriege ich grundsätzlich Magenschmerzen und rote Allergiestreifen im Halsbereich. Ich rücke also nie im Puff an, ohne Magen- und Allergiemittel.

 

Das Hackfleisch aus der Strolche-Fütterung

 

(50 Strolche und ich standen 3 Stunden in der Kälte an) scheint verdorben gewesen zu sein. Mein Dünnschiss stinkt wie 10 brünstige Eber. Wenn sich jetzt so ein Fettsack auf mich drauflegt, könnte mir eine braune Pfütze entweichen. Ich hatte das schon mit Fürzen. Wenn man beim Orgasmus einen Furz hochzieht, kommt ersterer nur so halbherzig - deswegen biete ich auch keinen Analverkehr an. - Das Arschloch bleibt den ganzen Tag offen, es kommt blutige, dünne Scheiße heraus und man kann die Fürze nicht kontrollieren. Sie knattern heraus, wie aus einem Maschinengewehr.

 

Der Rock-Wichser ist am Telefon:

 

 Ich habe das Schwein jedes Wochenende in der Leitung: Er fragt: "Hast du auch einen Rock, ich steh´ auf Frauen in Röcken." "Ja." "Welche Farbe hat der?" "Schwarz." "Oh, das ist schön." "Wie lang?" "Bis zum Knie." "Ja, das ist gut, würdest du den für mich anziehen?" "Ja." "Würdest du mir die Tür aufmachen, mit diesem Rock, ohne was drunter?" "Ich werde langsam sauer und sage: "Du, ich mach´ hier keinen Telefonsex, ich mache alles, was nicht gefährlich ist." "Ja, dann komm´ ich gleich vorbei!" Das Schwein kommt nie. Er missbraucht mich nur, als kostenlosen 0190er Nummer. - Heute habe ich das Arschloch schwören lassen, dass er nicht der Rock-Wichser ist, Scheiße, dass ich kein gutes Stimmen-Gedächtnis habe. Aber "ha!" Ich habe das Arschloch nach seinem Namen gefragt, er sagte "Werner." Nachdem meine Frage überraschend kam, wird er wahrheitsgemäß geantwortet haben. Wenn er sich das nächste mal wieder als "Werner" zu erkennen gibt, ziehe ich ihm das Fell über die Ohren.

 

Natursekt-Idiot ruft an

 

Will in 1 Stunde kommen und gepisst werden, für 30 €. Da ich nichts verdient habe, lasse ich mich auf die Scheiße ein (obwohl ich sonst nichts unter 50 € anbiete). Mein Sprit ist aus, ich leide wie ein Hund, habe aber nichtmal 5 €, um an der Tankstelle ein six-pack zu kaufen. - Ich mache mir Berge von Kaffee und muss und muss einfach nicht. Danach mache ich den Kochtopf voll Wasser und schütte es in mich rein, während mein Make-up und der Glanz-Lippenstift vom verschütteten Wasser in feinen Bächen mein Gesicht runterläuft. - Ein braun gebrannter, schwarzhaariger Sunnyboy mit strahlend weißen Zähnen, Skifahrertyp, mit Jogginghosen kommt herein... Ich sage ihm ehrlich, dass ich noch nicht so richtig kann. Er will Geld holen, für das normale Fick-Programm. In 10 Jahren kommt nie einer wieder, der sagt, er hat das Geld vergessen. Ich sage ihm, dass er lügt, er geht.

 

 Steve, der Trockenbauer

 

Schlaksiger Junge, groß, kurze, blonde Haare, mit sensiblem, Jugendlichen-Lächeln. Er gibt mir die 100 € für 1/2 Stunde. Ich sage ihm, dass er hübsch sei, der sagt: "Du auch." Wir legen uns auf mein junfräuliches, gelbes Bumstuch, er küsst mich lieb, mehrfach auf die Wange, den Mund drehe ich weg. Als ich ihm den Gummi überziehe, fühlt er sich, wie alle Kinder, steinhart an. Ich sage, "der fühlt sich gut an" und fange an, ihn zu blasen. Nach kurzen Minuten schiebt er mich weg und schickt sich ungeduldig an, aufzusteigen. Da ich schon tagelang Notstand habe, brauche ich kein Flutschi, ich werde nass und geil und bedauere, dass er mich nicht lecken will... für den Preis hätte er eigentlich das Anrecht auf meinen Orgasmus gehabt. Schade! Wenn sie nur 50 € zahlen, können sie lecken, bis sie schwarz werden, ich denke an Elefanten und komme nicht.

Ich sage: "Ja, fick mich, mein jungfräuliches, geiles Loch, dein Schwanz fühlt sich geil an," er wird schärfer, sein Atem geht schneller. Nach wenigen, harten Stößen, die mich geil machen, ist er leider fertig. Die Kinder, mit ihrer Unschuld, haben noch keine kanllharten Leistungsansprüche und wollen mich nicht von oben, von unten und seitlich durchnudeln, bis zur letzten, bezahlten Minute. Wir rauchen noch eine auf dem Bett, dann geht er - Ich ziehe mein vom Kauen verschmiertes Lipp-Gloss nach.

 

Fürth, Sonnenstr. 15, bei Wunder: Fernfahrer Willi

 

Sieht gut aus, groß, braungebrannt, vom letzten Urlaub (um den ich ihn beneide). Feine, dunkle Behaarung, mit dem hübschen Streifen auf dem Bauch. Ich gebe ihm ein Handtuch, da er von der Arbeit kommt und duschen will und frage ihn, ob ich den Sekt schon mal aufmachen darf. Ich gieße mir und ihm in 2 miesen Senfgläsern ein, sonst gibt´s nichts in diesem Puff. Er ist jünger als ich, Mitte 30 und knackig, bis auf einen kleinen Bauchansatz. Sein Hals ist gedrungen, sein Kopf breit, etwas mongolisch wirkend, mit Schlitzaugenandeutung und spitzem Kinn. Er setzt sich nackt zu mir, wir stoßen an, ich werde etwas scharf, da mich schon 1 Woche keiner hat kommen lassen und ich vom Wichsen nicht viel halte, besonders in der Bums-Branche.

Ich bleibe angezogen, da er noch nicht gezahlt hat, ich trage meine schwarzen Strumpfhosen, meinen weinroten Spitzenslip drüber, halbhohe, grüne Stöckelschuhe mit 6 feinen Silberspangen vorne drauf, von denen an dem einen Schuh schon 2 fehlen (was normalerweise in meinem Schummerlicht nicht auffällt) und mein silbernes Paillettenoberteil. Er hat anscheinend noch nicht viel Erfahrung, fragt, ob er gleich zahlen soll. Ich sage "natürlich, die Mädels sind doch schwächer, was soll ich machen, wenn du abhaust, mich mit Tränengas in die Tür stellen?" Er lacht und gibt mir das Geld, das ich, wie immer, in einen Briefumschlag in die Küche, zwischen die Tassen packe. Die Küche ist diesmal eine winzige Kochnische, auf meinem 2 m² Flur, von daher ist das Geldversteck etwas gefährlich; selbst, wenn ich die Fickzimmertür zumache, kann er sich denken, wo das Geld ist, ins Bad kann ich´s ja nicht bringen, da viele Gäste sich waschen wollen. - Ich denke, hoffentlich hat er nichts gegen´s lecken, ich könnte mal wieder was brauchen...

Im Puff will ich ausschließlich beim Lecken abgehen, im Idealfall 1-3 mal am Tag. Privat ist mir die Blaserei nur als Vorspiel genehm, dann muss derjenige sich bemühen, mit langsamen Stößen sein Schambein solange an mir zu reiben, bis es mir kommt. Von Puffkunden kann ich nicht erwarten, dass sie sich abrackern für meine Lust. Erfahrungsgemäß stemmen sie sich eher ab, als dass sie sich eng drauflegen, im Namen des Kräfte-Haushaltens und spritzen dann schnell ab, was eine Qüälerei ist, wenn sie mich vorher beim Lecken heiß gemacht haben. Ich lege mich seitlich, dem schönen Willi gegenüber, wir streicheln uns zärtlich, ich küsse ihn behutsam mehrfach auf die Wange und am Hals, steichle seinen muskulösen Rücken, ich drehe meinen Kopf etwas weg, um zu zeigen, dass mein Mund tabu ist. Willis mittelprächtiger Schwanz fasst sich steinhart an, ich ziehe ihm "London" über und beginne, ihn zu saugen und abwechselnd an seinem Saftkanal mit der Zunge entlangzufahren.

Nachdem er immer gleichmäßig wenig stöhnt, frage ich ihn, ob´s genug ist und ob er mich mal blasen möchte. Er fragt, wenig leidenschaftlich: "Wenn du das gerne magst?" Ich sage "ja," er fängt an, mich mit der Zungenspitze an der Erbse zu lecken, leider etwas lasch, aber da ich sehr scharf bin, denke ich an meinen Ex-Geliebten Helmzwang (leider nicht an meinen Mann Morsen), wie er mir beim ersten mal meine schwarzen Strümpfe auszog und mir tief ins Loch faßte, während ich aufgeregt und verliebt war und wie er mich dann von oben pimperte, mit seinem riesigen, dicht behaarten Silberrücken-Körper von 110 kg und wie es mir dann viel zu schnell und vor Aufregung nicht ganz so tief kam. -  Dann kommt es mir endlich mit Willi, er ist leider nicht scharf drauf, mir den Saft auszulecken und mit seiner Zunge besonders schnell und hart zu arbeiten, wenn es mir kommt, aber ich bin zufrieden.

 

 Hermann

 

ist etwas schmierig. Eher klein, fetter Schmerbauch, von einem weinroten Hemd umspannt, wie ein praller Luftballon. Um die 60, das Gesicht von tiefen Falten zerfurcht, wie ein Acker. Er geht gleich rabiat auf mich los, will mir unter´s Höschen fassen, mit der anderen Hand an meiner Titte und seine Zunge schnellt in Richtung meines Mundes. Ich sage: "Du, ich mach´ keine Zungenküsse, ein bisschen schmusen schon, aber mit Grenzen... und für 50 € (die er mir angeboten hatte) sowieso nicht." Ich drücke ihn mit Kraftanstrengung von mir weg, er grunzt latent aggressiv, wie ein getretenes Schwein, "entweder richtig, oder gar nicht, dann hole ich eben noch Geld..." Das Schwein trollt sich und würde nicht wiederkommen.

 

Der impotente Rolf

 

sagt, er ist 55, groß, halblange, graue Haare, tiefe Altersfalten unter den Augen, weißhäutig, mit einem prallen Schmerbauch, der genauso in die Breite, wie nach vorne geht, der Nabel wölbt sich nach außen und bildet eine Fläche mit dem restlichen Bauch. Die Arme und Beine wirken angenäht, wie viel zu dünne Attrappen. - Er legt sich auf den Rücken, wie ein Mehlsack, der gerade im Begriff ist, zu platzen. Ich setze mich umgedreht ihm gegenüber, mit gespreizten Beinen, während ich mich abmühe, seine nasse Nudel hochzuschleudern. Er fummelt mir an den Schamlippen, klappt sie auf und zu, während seine "spezifische Dichte" immer gleich niedrig bleibt. Er wichst sich selber, legt meine Hand um seine Eier, sagt "ja, massier´ die ein wenig, das mag ich und gib mir deine Titten zum Saugen..." Ich hänge ihm die Brustwarze meiner linken Hängetitte in den Mund und er saugt daran, was mich völlig kalt lässt. Er sagt, "massier´ mir auch ein bisschen die Brust." Ich drehe seine Nippel und frage "fest?" "Nein, nicht so..." Ich streichle über und drehe an seinen Nippeln, er stöhnt ein wenig und wird minimal kompakter.

Ich ziehe schnell den Gummi über und halte seine, immernoch weiche, rohe Bratwurst an der Wurzel fest und fange an, ihn zu blasen, was keinen Erfolg hat. Er sagt, "mach´ den Gummi runter," ich sage, "ich blase aber nicht ohne," "nein, nein..." Er fängt an, sich selber hart und schnell zu wichsen, ich massiere ihm die Eier und halte 2 Blatt Küchenrolle bereit, sage, "du sagst, wenn du kommst," "ja, ja... Flutsch, flutsch, flutsch, "jetzt kommt´s gleich..., ich find`s geil, wenn du pinkelst, oder deine Tage hast," er röchelt dabei lüstern und flutscht seine nasse Nudel immer härter und schneller. Ich halte die Küchenrolle über sein Pusterohr, die Scheiße suppt mir über die Hände, ich ekle mich und wasche das Zeug schnell im Flur ab, während er im Bad ist, was auch sinnvoll ist, da ich die Gäste nicht in der Nähe meines Geldes alleinlassen kann  und mich in die Bad-Tür zu stellen, bis er fertig ist, übt unnötigen Druck auf ihn aus.

 

Karl, der explosive Industrietechnik-Vertreiber mit der künstlichen Hüfte

 

Elegant, großgewachsen, kurzer, gepflegter, grauer Vollbart, von den Ohren bis zum Kinn, lacht sehr gern, sehr symphatisch. Sagt, er habe eine künstliche Hüfte gekriegt (obwohl er höchstens 50 war) und zeigt mir seine rote Narbe über der Arschbacke und einen Bluterguss auf der anderen. Ich sage "och, das sieht man ja gar nicht, ich musste zweimal hinschauen, bei dem Schummerlicht." Er kichert, wie ein Lachapfel, "hi, hi, hi... als Bademodenmodell kann ich nicht mehr gehen..." "Ich auch nicht, obwohl, wenn du keine Tangas vorführst, könnte es noch gehen." - Auf der Spielwiese ziehe ich ihm das Ding über, er ist steinhart, fange an zu blasen, er schiebt mich gleich weg und sagt, "ich bin sehr explosiv, die vielen Wochen Krankenhaus..." "Und da hast du keine süße Maus von Krankenschwester gefunden, die du flachlegen konntest?" "Hi, hi, hi..." Er ist ungeduldig und will mir seinen Schwanz gleich reinstecken. Ich schaffe es gerade noch, etwas Flutschi draufzuschmieren. Er fickt mich mit kurzen, harten Stößen, faßt mir dabei unter den Rücken, zieht mich an der Mähne, was mir etwas wehtut, ich lege den Kopf in den Nacken, wie eine Katze, die der Kater gerade zwecks Ficken im Genick packt.

Augustino, der Krummschwanz / Der Furz / Der... arschleckende Computer-Eddi / ... der tiefsinnige Dieb

 

Augustino, der Krummschwanz

 

Kleiner, schlanker Italiener, nennt sich Tino, kurze, graue Haare, schmuddeliges, rot-weißes Sportnicki. Vom Namen tippe ich auf Italiener und lasse einige Standardsätze vom Stapel: "Sei italiano?" "Si", "parliamo italiano. Studiavo la lingua italiana alcuni anni a l`universita, ma dimenticavo tutto. L´italiano non est difficile" "No, tedesco est difficile". "Scopare est possibile!" "Scopiamo!" ("bist du Italiener?" "Ja", "Sprechen wir italienisch. Ich habe einige Jahre an der Uni die italienische Sprache studiert, aber alles vergessen. Italienisch ist nicht schwer." "Nein, deutsch ist schwer". "Ficken geht!" "Also, ficken wir!)"

Wir reden über den beginnenden, kalten Winter. Ich sage, "man sollte Geld haben, um in ein schönes Sonnenland auszuwandern, oder für einen Kurztrip auf die Kanaren..., "da sind wir nicht die Leute dazu", "ich hatte vor Jahren schon mal eine Zeit, wo ich mir das leisten konnte..., das ist schon lange vorbei." Auf der Matte bestaune ich sein außerordentlich krummes Ding, das mindestens so krumm war, wie eine duchschnittliche Chiquita-Banane. Und zwar nach unten. Komischerweise sehe ich keine Schwänze, die nach oben gekrümmt sind. Meine Möse schloß sich, wie eine empörte Muschel: Er würde mir die untere Scheidewand aufrubbeln, wie so ein Rechen für Kohleöfen. Die gekrümmte Blaserei verursachte mir fast einen Zungenkrampf. Zum Glück wollte er mich gleich ficken, wie das krumme Ding reingepasst hat, ohne mich zu überdehnen, weiß ich nicht. Er fickte mich hart, wie viele Südländer, riss meine Schenkel mit den Händen weit auf und bog sie weit nach oben. Wir sahen uns in dem, von gelber Gaze umspielten Spiegel, an der Wand hinter dem Bett. Es sah geil aus, seine harte Brünstigkeit machte mich auch geil. -  Beim Schreiben darüber werde ich wieder scharf. -  Hoffentlich kommt heute noch ein guter Lecker!

Ich würde gern meinen Bacardi, mit Wasser verdünnt, saufen, den ich heute früh, würgend und verkatert, durch die Flasche Wodka und das Packet Zigaretten von gestern abend, im Supermarkt gekauft habe. Alkoholfahne kommt aber nicht gut, im Gästebetrieb. Ich kann erst anfangen, wenn sich der Feierabend anbahnt. Ich sage immer 22 h , also frühestens um 20 h. Scheiß Schinderei! Die Verkäuferinnen werden sich ihr Teil denken, wenn ich jeden Morgen um 8 h, wenn aufgemacht wird, verkatert, würgend, mit zugeschwollenen Augen und verschmiertem, gelbem und grünem Lidschatten, die braune Wimperntusche mit dem fleckigen Creme-Make-up vermischt (weil ich nachts zu besoffen bin, um mich abzuschminken und früh mir zu schlecht ist und ich einfach immer neues Make-up auf das alte klatsche), meine Flasche Wodka und 1 Paket Zigaretten kaufe. - Wenn ich hier wohnen würde, würde ich die Supermärkte alle 3 Tage wechseln.

 

 Der Furz

 

Ich habe heute früh, um 8 h, den Supermarkt gewechselt, die Verkäuferinnen wurden schon langsam unfreundlich und die kalten Gesichter dachten, "wann verreckt die endlich im Wodka-Suff." - Als ich am Lift wartete, musste ich einen Furz lassen, es war ein Mischfurz, aus Wodka und Sekt von der Nacht, er stank, wie 10 Jauchegruben. Als der Lift ankam, war ein junger, kräftiger Arbeiter, mit weißer Malerhose drin. Ich hatte ihn anscheinend runtergeholt. Mein schwarzer Sport-Anorack war bis über den Hals zugezogen und zugeknöpft. Ich riss den Reißverschluß herunter und die Druckknöpfe auf, packte das Ding im Bauchbereich und wedelte hektisch hin und her, in der Hoffnung, der Mief würde schnell aus dem Halsbereich entweichen. Ich stieg in den engen Eisenlift ein und die Gaswolke entwich, wie eine Lawine und füllte die Gefängniszelle mit einem kompakten Scheißeblock. Ich schwitzte und starrte ungeduldig auf die rote Leuchtziffer für die Etagen. Der Lift wollte und wollte nicht in den 1. Stock fahren und schon gar nicht in den vierten. Das Gesicht des, auch noch hübschen, muskulösen, jungen Mannes wagte ich nicht anzusehen. Natürlich fuhr er mit mir in den 4. Stock.

 

Sehr dünner, Älterer, Grauhaariger, mit Bart

 

nötigt mich, da heute das Telefon tot ist und überhaupt nichts zu gehen scheint, ihm für 30 € einen zu blasen. Er legt sich auf´s Bett, ich setze mich so, dass er in meine gespreizten Beine schauen kann, ich halte mit der linken Hand meine Schamlippen auf und mit der rechten seinen eher dünnen Schwanz, was mit Verrenkung verbunden ist, blase abwechselnd pumpend das Rohr und sauge ihm die Eichel. Ich muss meine Möse loslassen, weil er mich beim Blasen sehen will, abwechselnd schaut er mich im Spiegel an und kommt dann mit wenig Saft. -  Es ist 17 h, noch kein Ficker, außer diesem halben Gast, ich weiß nicht, wie ich die 80 € heute (50.- Miete, 30.-Anzeige) kriegen soll und noch was für mich.

 

Ein Natursekt-Idiot

 

ruft an, will um 18 h kommen, für 80 €. Ich lasse mich darauf ein, weil´s heute so Scheiße läuft. Ich trinke den mittelmäßigen, trockenen Sekt aus, den mir ein Besucher heute nacht dagelassen hat. (Der wollte, als er meine Manuskripte sah und ich ihn, während meine Beine am Sofa auf seinem Schoß lagen, als "butterweiches, dralles, rosa Ferkel" bezeichnete, nicht mehr ficken und auch nicht zahlen. Wir tranken seine Flasche Sekt und dann noch meinen verdünnten Wodka, er ließ mir seine Zigaretten da und raubte mir den Schlaf, bis nachts um 3. - Da er ganz interessante Gedanken über Tod und Todesangst hatte, ließ ich ihn solange sitzen).

Eigentlich müsste ich mal Kaviar (= scheißen). Ich weiß nicht, wie ich meinen Suff-bedingten Dünnschiss ablassen soll, ohne dass die kostbare Pisse verloren geht. Andererseits weiß ich nicht, wie ich den Idioten pissen soll, ohne dass gleichzeitig die Scheiße die Arschbacken runterläuft. Ich setze mich aufs Scheißhaus und drücke die Schamlippen vorne um den Kitzler zusammen. Es nützt nichts, beide Ströme drängen gleichzeitig nach draußen. Ich lege mich, leidend, wieder auf´s Sofa, während meine Blase immer mehr spannt, es ist 10 vor 18 h. Ich habe Gänsehaut und mache nervös die Zehen auf und zu, keine Minute länger, als 18 h. Das verdammte Schwein scheint nicht zu kommen. Es ist 18.10 h. Ich lasse knatternd meinen Dünnschiss ab.

 

Der supergeile, affenscharfe, arschleckende Computer-Eddi

 

war etwas kleiner und schlanker als ich (was nicht schwer war), gepflegter, grauer Vollbart, kicherte einnehmend in einer Tour mit seinen strahlend weißen Zähnen. Er drückte mich und sagte: "Genauso hab´ ich mir dich vorgestellt, du siehst wahnsinnig aus," dann, als ich nackt im Zimmer stand, "mein Gott, siehst du toll aus." Ich kriegte ihn kaum von mir weggedrückt, damit er sich waschen geht. Er sagte, er lecke wahnsinnig gern, auch mein Arschloch, ob das o.k. sei. Ich sagte, "ja, warum nicht." Im Bett lag ich mit gespreizten Beinen auf dem Rücken. Er fuhr mit seiner Zunge, in wütender Besessenheit, zwischen meiner Möse und meinem Arschloch auf und nieder und seine glucksenden und schmatzenden Laute erfüllten das Zimmer. Er forderte mich in rasender Lust auf, mein Arschloch nach außen zu drücken, damit er mit der Zunge noch tiefer reinkam. Ich dachte an meinen Dünnschiss die Tage und ob ich wirklich ganz sauber gewaschen war. Sein Kopf ging hartnäckig rauf und runter, ich war sicher, dass die möglichen Kolleginnen auf der ganzen Etage seine Lutsch-Geräusche hören konnten.

Ich sah mich links von mir in dem großen Spiegel an der Wand und geradeaus in dem anderen, großen Spiegel, zu meinen Füßen, an der anderen Wand, wie meine wallende, blonde Mähne aufgeregt hin und herflog, während dieser Mann, der zu einem allesverschlingenden Mund geworden war, meinen Saft gierig in sich hineinsog. - Ich fühlte mich wie eine Seelöwin, der von einem Hai die Eingeweide herausgesaugt wurden.  Er packte mich fest an den Handgelenken und drückte sie auf die Matte, was mich wahnsinnig geil machte. Ich wollte nicht, dass es mir kam, ich drückte ihn weg und forderte ihn auf, mich zu vögeln. Obwohl ich beruflich fast nie beim Vögeln kam, war ich so geil, dass ich mir wünschte, mit diesem scharfen, kleinen Raubtier müsste es klappen. Dann kam die Ernüchterung... er war nicht richtig steif, das Ding war nicht richtig reinzuwabbeln und rutschte nach wenigen Stößen wieder raus. Ich sagte: "Dann musst du mich nochmal lecken," was er mit leuchtenden Augen tat, ich legte seine Hände wieder um meine Handgelenke, ließ mich in die Kissen pressen und kam dann ganz schnell und tief, wie ein Vulkan. - Anschließend steckte er sich nochmal bei mir rein, wurde wieder nicht richtig hart, sodass ich meine Schenkel sehr weit nach oben halten musste. Er sagte: "Gib mir dein Loch, ja, gib mir dein Loch," "ja, ich geb dir mein Loch, ja, ich geb dir mein Loch..." Dann kam er endlich. - Er lief mit glänzenden Augen im Zimmer herum und rief: "Du bist ja wahnsinnig, du bist ja verrückt... dich muss ich unbedingt wiedersehen." Ich sagte: "Ja, ich dich auch, die besten Männer sind immer vergeben und ich bin auch schon besetzt... komm´ doch nach Feierabend, ab 22 h mal privat vorbei, da können wir ein bisschen zusammen sitzen und uns kennenlernen, bring ein Fläschen Sekt vorbei..." und leiser murmelnd: "Oder 2 oder 3..." Er lachte: "Oder 2... ja, vielleicht morgen nach dem Kegeln gegen 23 h, wär´ dir das recht?" Ich sagte, "ruf´ einfach an!" -  Es war einer der besten, beruflichen Ficks der letzten Jahre, als er weg war, holte ich mir noch einen runter, auf ihn.

 

Manfred, der verstockte, wabbelige Langweiler

 

Er war viel zu lang, wirkte etwas neurotisch, seine Jeans und sein gelber Pulli, mit dem passenden Schal, in Pastelltönen, schien neu aus dem Laden zu sein. Kurze, flaumig-braune Mackie-Frisur, kalte Visage. Ich sollte mich bei ihm draufsetzen, obwohl er nicht richtig steif war, was mir zu der späten Stunde und nach Eddi zu anstrengend war. Ich wippte und wippte, ließ meine Mähne ins Gesicht fliegen, er warf einen gelangweilten Blick in den Spiegel, kein Stöhnen, keine Erhärtung. Er fragte, ob er mich von hinten nehmen darf. Ich war etwas genervt, dass ich für seine lumpigen 50 € so eine anstrengende Hochzeitsnacht machen sollte.

Von vielen Kolleginnen, weiß ich, dass er dafür nur einen 1/4 - Stunden Quicki kriegt, ohne Stellungswechsel, von hinten schon gar nicht und manchmal ohne Anfassen und / oder ohne ganz ausziehen. Ich spürte und hörte auch von hinten nichts, dass seine Lust sich entwickelte und sagte: "Du bist ja ´n bißchen schwierig, heute." Er sagte kalt: "Ich bin überhaupt nicht schwierig." Er nahm mich dann noch von oben mit viel Zeit und weiterhin leicht angewabbelt, kam er dann endlich. - Mein Aggressionspegel zur späten Nacht, war Schlaf-unförderlich angestiegen.

 

Der Rock-Wichser Werner

 

war wieder dran. Er fragte wieder, was ich unter meinem Rock denn d´runter hätte und ob ich einen Hausbesuch bei ihm machen würde. Ich sagte, ich mache keine Hausbesuche. "Aber was würdest du verlangen, wenn du einen machen würdest? (wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätt´s nicht gestunken)." Er hat das letzte Mal schon dauernd im Konjunktiv gesprochen, um mich zum Wichsen in der Leitung zu halten. Ich sagte genervt "mindestens 300 für 2 Stunden," "Ja, o.k." Ich frage süßlich "wie heißt du denn?" - "Werner." - Das war der Startschuß, ich zog ihm das Fell über die Ohren. Ich fuhr ihn an: "Du hast doch letzte Woche schon mal angerufen, du Wichser, du rufst jedes Wochenende bei mir an, sagst, du kommst vorbei, quatscht mich voll mit deiner Rock-Scheiße und kommst dann nicht." "Nein, ich hab´ nicht angerufen, ganz bestimmt nicht, ich seh´ gerade hier deine Anzeige..." - Ich schrie: "Natürlich hast du angerufen, ich erkenn´ dich doch an der Stimme (was gelogen war, "Werner" verriet ihn)." - Er sagte kleinlaut: "Jaaa, ich wollte eben, dass du zu mir kommst". Ich sagte, "nein, du hast mich schon oft verarscht, zu dir habe ich kein Vertrauen, wenn ich komme, machst du dir Tür nicht auf, oder die Adresse gibt´s nicht." Ich lege auf. -  ich wache verkatert auf und rieche nach stechend-brünstigem Fernfahrerschweiß im Schulterbereich, von den Umarmungen. - Frischer Männerschweiß macht mich immer scharf, ich möchte mir einen runterholen, lasse es aber, falls heute ein gutzahlender Lecker meinen Original-Orgasmus kaufen will.

 

Kraftfahrer Horst, der tiefsinnige Dieb

 

unrasiert, mit Mooshammer-(Bunsenlecker-)Hündchen unter´m Arm kam vorbei. Es war nach 20 h, da ich bis dahin nur 50 € verdient hatte und die obligatorische, abendliche Depression schon hochgekrochen kam, hatte ich daher schon die ersten Wodka mit Wasser (1/3 Wodka, 2/3 Wasser) intus. - Seit Monaten versuche ich mit der Pufferei die gottverdammten 3 Monatsmieten (1200 €) zusammenkriegen, die die Vermieterin für eine größere Wohnung haben will, wenn es so weitergeht, bleibe ich mit Morsen noch jahrelang in dem 41 m² - Loch, wo meine Sitzecke übereinandergetürmt bleibt und die Umzugskisten nicht aufgemacht werden können. - Zigaretten, Suff und Winterreifen drücken auch und springen aus dem bisschen Fürsorge-Geld nicht raus. - Horst geht etliche Male Bier holen und versorgt mich mit Zigaretten, unsere Stimmung erhebt sich. Obwohl er nur für einen Quickie bezahlt, stelle ich mich auf Feierabend mit ihm ein. Ich trage ihm einige schlüpfrige Passagen von Bukowski vor und 2 meiner Gedichte ("der Furz"). Er sagt, "das ist Klasse, wie du dich ausdrücken kannst und wie du die Literatur verarbeitest, sowas hab´ ich noch nicht erlebt." Wir reden über Tod und wie unerträglich die Anspannung ist, in der Erde festgetreten zu werden, ohne dass, nach allen Regeln der Logik, dann noch was kommt, noch schneller für uns Raucher und Säufer. Er beschwichtigt, dass auch Gesundheitsapostel sterben. Ich wende ein, "ja... aber die Statistik... fast alle Lungenkrebspatienten sind Raucher." Spät nachts klingelt noch ein Gast , da wir nackt nebeneinandersitzen, kann ich ihn nicht rausschicken. Ich stecke ihn mit seinem Hündchen unter´m Arm in´s Bad. - Am nächsten Tag fehlen mir 40 €. Er muss, während ich den letzten abgemolken habe, in meiner Kochnische am Flur rumgesucht haben. Wenn Arme Arme beklauen, finde ich das unanständig.

 

In meiner Küche

 

ist alles verdreckt. Meine schlechte, anbrennende Pfanne und der einzige Teller, den ich benutze, sind mit einer dicken, verkrusteten Eigelbschicht überzogen. Die Spiegeleier kann ich nicht durchbraten, weil sie sonst am Pfannenboden kleben bleiben, Pfannwender habe ich nicht, beim Rausholen mit dem Löffel quatscht das Eigelb überall herum. Meine Mülltüte stinkt nach dem fauligen Blut der Hackfleischschalen.

 

Heute nacht stank meine Wichstüte

 

mit den abgerissenen Küchenrollenblättern und den gefüllten Gummis so, dass ich würgen musste und mich zur Wand drehen, der Mief hielt mich stundenlang wach.

 

Der Sprit-Dünnschiss

 

kündigt sich mit einigen, knatternden Fürzen an. In dem Moment klingelt ein Gast und steht schon oben, vor meiner Tür. Ich lasse ihn herein, es stinkt wie die Pest, er fragt pro forma, nach Analverkehr, um sofort wieder das Weite suchen zu können. -  Nach dem Schiss wasche ich mich, wie auch nach jedem Pissen, wegen den Leckern, da klingelt das Telefon. Ich renne fluchend, mit eingeseiftem Arschloch, zum Telefon, da fragt so ein Idiot, ob auch was ohne Gummi geht.

 

Michael, der Schnellspritzer mit dem Froschbauch

 

kommt nochmal vorbei, weil er mich so nett findet. Ich freue mich sehr und beschließe, ihn als Dankeschön für seine Treue diesmal nicht so schnell spritzen zu lassen. Ich blase ihm behutsam nur das Rohr, ohne die Spitze zu saugen. Er hält wacker durch. - Dann vögelt er mich von hinten, mit langsamen Stößen und bewundert uns im Spiegel. Ich ziehe meinen weißen Hängebauch hoch, was nichts daran ändert, daß wir Scheiße aussehen, sein Froschbauch hinter meinem breiten Pferdearsch, mit den Arschkeulen, die doppelt so dick sind, wie seine Schenkel. Ich gönne ihm ja die Erfahrung, dass er auch länger kann und keinen Arzt braucht, aber da er nur für einen Quicki bezahlt hat, ist es eine Gratwanderung und ich werde unruhig. Ich fasse unter meinem Körper durch und streichle unmerklich mit dem Finger an seinem Samenstrang entlang, was dann auch gleich das Ende des Tourniers einläutete.

 

Abtreibungs - Fetischist

 

ist in der Leitung. Fragt, ob ich schon mal eine Abtreibung hatte. Ich sage, "das ist eine ungewöhnliche Frage, warum?" "Hast du?" Ich, zögerlich, "...ja..."Würdest du darüber reden?" "Warum?" "Weil mich das geil macht!" Ich sage, "ja, aber nicht am Telefon," "nein, das ist klar, was würde das kosten?" Was für ein nekrophiler, verkappter Lustmörder, es könnte einem gruseln.

 

Ich bringe früh meine leere Wodka-Pulle in der Hand runter

 

und hoffe, dass mich keiner von den Mietern sieht. Im Supermarkt kaufe ich "american toast", das aller-wabbeligste Weißbrot, das einzige, was ich in den Puff-Einsätzen, mit meinem, vom Suff und den Zigaretten, kaputten Magen vertragen kann, sowie die magerste, 0,3%ige Milch, zur Neutralisierung der Magensäure.

 

Als ich wiederkomme, verstecke ich meine Herrenschuhe,

 

Größe 43 (die ich für 7 € auf einem Berliner Flohmarkt gekauft hatte) hinter dem Fernseher. Ich hatte schon Irritationen, wegen der Schuhe. Entweder schauen sie sich verunsichert um, ob sich irgendwo ein Lude oder sonstiger Mann versteckt hält, oder sie halten mich für einen Transi, oder sie fühlen sich in ihrer männlichen Überlegenheit an (Schuh)Größe infrage gestellt. Die männliche Überlegenheit an Körpergröße und Gewicht, muß ich mit meinen 1,80 m und meinen 90 kg sowieso bei jedem zweiten infrage stellen.

 

Dann dusche ich

und versuche, mit unruhiger Hand, meinen braunen Eyeliner auf meine, vom Suff verschwollenen, Augenlider aufzutragen und den, zu meinen grünen Augen passenden, pastellgrünen und gelben Lidschatten. Den fleischfarbenen Lippenstift lasse ich noch weg, weil ich erst frühstücken will, ich mache mir Nescafé und Laugenbrötchen. -  Beim ersten Bissen kommt natürlich der erste Anruf. - Ich spucke das Brot mit Käse und Tomate aus und leiere meinen Standardspruch herunter: Meine Adresse, wie athletisch ich aussehe, mit meinen schönen, weiblichen Rundungen und meiner blonden Mähne und dass ich, ab sofort, zur Verfügung stehe. - Die Priorität der Anrufe im Puff macht mich zum Widerkäuer; ständig muss ich mein Essen ausspucken und wieder runterwürgen. - Es ist kalt, die einzige, kleine Zentralheizung und der halb kaputte Beistellofen bringen´s nicht, ich fange an, zu kochen, lasse die Tür zum Flur mit der Kochnische auf, damit´s ein bisschen wärmer wird. Fettgebratenes kann ich nicht mehr vertragen, es gibt gekochte Hähnchenschenkel mit Linsen.

 

Die Puff-Ausstattung

 

Wenn ich reinkomme, ist links ein kleines Bad mit Dusche, das Licht über dem Spiegelschrank ist, wie fast immer, kaputt, was, wenn man sich verkatert schminken muss, ärgerlich ist. - Nach einem winzigen Flur, mit Kochnische, das Bumszimmer: Rechts ein schmaler Schrank mit eiförmigem, großem Spiegel, daneben ein Fernseher, dahinter der Staubsauger. - Links eine schmuddelig-beige Couchgarnitur, bestehend aus einem Sofa, auf dem ich gerade liege, Plexiglastisch und passendem Sessel, mit den gleichen, abstrakten Mustern, wie in der Konradstraße. - Über mir an der Wand ist ein Poster mit fast derselben Dame im Wasserfall, wie im letzten Puff. Sie liegt diesmal bäuchlings im seichten, steinigen Wasser, auf die Arme aufgestützt. Das Gesicht, romanisch hart, der Mund zum Kussmund gespitzt, gen Himmel, die Augen geschlossen. Die rotbraunen Haare fallen über den Rücken, die Brust in´s Wasser. Über die Hüfte rankt sich ein grüner Schlammgürtel. An der Wand gegenüber ist eine doppelte Balkontür, der Rollo fast immer zu 2/3 geschlossen, wegen der Romantik, der Nachbarn und zum Abdunkeln der Schönheitsfehler. An der Schrägwand daneben dasselbe Poster wie gehabt, mit der Nackten in der Lagune und die Ameisen-Menschen, die sie bewundern. Die Schrägwand ist großflächig schmuddelig, wie von Rußflecken. - In der Ecke hinten rechts steht eine Kommode. - Darauf das übliche, dicke, silberne, eiförmige Kofferradio, das nicht funktioniert. Daneben mehrere, transparente, rote Behälter für Teelichter, sowie eine große, blaue, Vase mit herausrankenden, roten Trockenblumen. - An der schmalen Wand neben der Kommode, ein Poster mit Palmen und weißem Strand. Daneben, am Fußende des Bettes ein großer Spiegel, mit blauer Gaze umrankt, mit einem Trockenblumengebinde an der Ecke. - In der linken, hinteren Ecke das Bumsbett mit einem weiteren, großen Spiegel, links vom Kopfende an der Wand, oben mit gelber Gaze umrankt. - Am Fußende des Bettes steht eine gelbe Vase, mit Trockengetreide und falschen, roten und rosa Rosen.

 

Die Puff-Beleuchtungsverhältnisse

 

sind von enormer Bedeutung fürs Geschäft. - Tagsüber mache ich, wenn ein Gast klingelt, alle Lichter aus, den Balkon-Rollo ziehe ich im Laufe des Tages immer ein Stück höher, sodass immer ein gedämpftes Dämmerlicht herrscht. Im Bumszimmer habe ich 2, von Eisen umringte, moderne, weiße, halbrunde Porzellanlampen, direkt an der Decke. Eine über der Sitzecke und eine über dem Bett, letztere ist leicht rot getönt und dunkler. - Wenn abends ein Gast läutet, springe ich vom Sofa auf, mache das helle Licht aus, das rote an, das sehr helle Flurlicht aus, das Licht im Bad an und öffne die Badezimmertür so weit, dass ich zwar erkennbar bin, aber mein Alter, von 48 auf 39, sich im Nebel zurückentwickelt und meine 90 kg auch nicht sofort in die Fickeraugen springen... Zur Barbiepuppe kann ich mich natürlich trotzdem nicht entwickeln, was vielen Kenneraugen natürlich nicht entgeht, die dann kurzerhand in der Tür abwinken, mit Sprüchen, wie: -  "Nein, das ist mir viel zu viel und viel zu alt (in Bayern: "na, des is mir fui z´fui und fui z´oid")," "danke, in der Tür geirrt," "falsche Adresse," "ich hab´ eigentlich was Schwarzhaariges gesucht," "ich muss noch ein Postpacket abholen, wie lange bist du noch da?" "Ich komme nach der Arbeit vorbei," "ich überleg´s mir noch, ich wollte mich nur mal informieren," "oh, jetzt hab´ ich meine Brieftasche vergessen," "ich steh´ im Parkverbot, ich komm´ gleich wieder hoch," "ich bin gerade angepiept worden, ich hab´ noch einen beruflichen Termin." Die weniger Charmanten sagen "du bist nicht mein Typ, du gefällst mir nicht (du g´foist mer net)." Die Standardausrede ist das Ding mit "Geld vergessen," "ich muss noch zur Bank." Oft sage ich genervt: "Bist du sicher, dass du nicht lügst, du wärst einer in 10 Jahren, die ihr Geld vergessen haben und wiederkommen. Du kannst mir auch sagen, wenn du dir´s noch überlegen willst und dir noch andere anschauen, das macht nichts, ich bin dir da nicht böse." Die meisten lügen dann noch extra dick: "Nein, ich komm´ ganz bestimmt wieder, ich bin der eine in 10 Jahren, der wiederkommt, wie spät ist es jetzt?" Versuchen, mit glaubwürdiger Miene auf die Uhr zu schauen: "Jetzt ist es viertel nach 6..., sagen wir... 18.40 h..." Es kommt nie einer wieder. Das Blödeste hat mal ein Motorradfahrer, mit Helm in der Hand, an mich hingelabert: Er hätte sein Geld unter dem Tank versteckt, er müsste nochmal raus. Ich lachte ihn aus.

 

Telefon-Terroristen

 

klingeln durch, legen nach 1 x klingeln auf. Das nächste Mal gehe ich ran, dann legt er auf. Abwechselnd 5 mal. Ich hatte schon Telefon-Psychopathen, die mir stundenlang die Leitung blockiert haben, indem sie im Minuten-Takt anrufen und auflegean, wenn ich rangehe.

 

Der String-Tanga-Wichser

 

ist wieder dran. Er fragt, ob ich String-Tangas trage. "Nein." "Wenn du einen tragen würdest, wär´ da Scheiße dran?" "Ich habe noch keinen getragen." "Aber, wenn du einen tragen würdest..." Ich sage, "du hast doch schon öfter angerufen, mit deiner Tanga-Scheiße," er legt auf. -  Es ist 21 h: Ich werde langsam richtig süßlich am Telefon, da ich noch nichts verdient habe. Ich sage jedem Anrufer, der nach dem Preis fragt: "Du, wenn nicht viel los ist und langsam Feierabend, wie jetzt, kannst du ein Fläschchen Sekt mitbringen und wir machen "open end", ein bisschen kennenlernen, Party machen, rauchen, ohne dass die Zeit läuft, und lieb und zärtlich bin ich sowieso, über´s Menschliche hat sich noch nie einer beschwert." "Das hört sich doch Klasse an, dann komm´ ich gleich."

 

"Stöhn-Anrufer"

 

sagt, ich habe ein Anliegen, "stöhn´ mir mal was vor, wie du normalerweise stöhnst." Ich sage: "Du, ich mach´ hier keinen Telefon-Sex", er legt auf.

 

Scheiß-Geschäfte langsam im Nürnberger Puff-Milieu

 

Die Stammficker, die regelmäßig zu Nutten gehen, kennen mich langsam und bleiben weg, oder hauen entsetzt in der Tür ab, wenn sie mich wiedererkennen, als hätten sie den Satan gesehen. Sie wollen wieder Frischfleisch, 20-jährige Zuckerpuppen aus Polen und Russland... und sonstwoher. - Ich habe in der Woche Einsatz gerade mal 600 € verdient, davon hätte der Lude für Miete und Werbung 500 gekriegt, er begnügte sich mit 350. Von den 250 für mich, muss ich 100 abziehen, für den extremen Suff, Raucherei und Fresserei, was ich zu Hause nicht mache. Dann bleibt ein hunderter für mich, für 15 Stunden warten, auf bebeinte Schwänze. Die letzten Jahre habe ich Weihnachten hier pro Woche 1000 € netto gekriegt.

 

Ich beschließe, den Luden in Pforzheim anzurufen,

 

wo ich Ostern ganz gut verdient hatte. Der Anruf fällt mir schwer, ich saufe meinen Wodka mit Zitrone aus, um mit der säuseligsten Liebesstimme zu erklären: "Hallo, Steve, mein Herz, wir haben uns schon viel zu lange nicht gesehen... bussi! - ich bräuchte mal eine Wohnung für 2 Wochen..." "Hallo, Anna, ja es ist so, für halbe-halbe hätte ich gleich was frei..., sonst ruf´ ich dich zurück... (halbe-halbe ist die allerschlimmste Nutten-Ausbeutung, sie wollen die Hälfte von meinem Verdienst abkassieren, anstatt 50 € am Tag)." - Da ich keine Anfängerin war und auch, dank Asozialen-Fütterung, der Hungertod nicht unmittelbar bevorstand, säuselte ich zurück: "Aber, Schätzchen, du weißt doch, ich habe schon mein Alter mit 48, ich tu´ mir schwer in dem Geschäft, da bleibt doch gar nichts mehr für mich übrig..." - Am nächsten Tag rief er zurück und wir verabredeten uns zu normalen Konditionen. - Steve ist ein smarter Sunnyboy, graublond, über 40, Kettchen und gute Karre, ständig auf der Flucht vor´m Finanzamt und er langt körperlich schon mal in´s Zahnfleisch. - Eine tschechische Kollegin, die in der Wohnung gegenüber von mir arbeitete, erzählte, sie habe früher für ihn gearbeitet, sich die Wohnung dann aber für 30.000 selber gekauft, darauf habe er sie im Flur gepackt und an die Wand geknallt. Sie musste die Polizei und andere Luden zu Hilfe anrufen und geht im seither aus dem Weg. Wenn ich ihm, wenn er alle paar Tage abkassieren kam, erzählte, ich sitze abends ab und zu mit der Kollegin, auf einen Sekt zusammen, explodiert er und sagt, die sei verlogen und ein falscher Fünfziger, ich solle mich von ihr fernhalten.

 

Fleischkauf

 

Jetzt fahre ich schon zum dritten mal umsonst in die Stadt, um in einem Kaufhaus Rinderbraten, kurz vor dem Ablaufdatum zu 4 €, statt zu 5,50 € zu kaufen. Erst sollte das Zeug zum 2.12. ablaufen, als ich am 1.12. ankam, war alles auf den 3. und 5. umetikettiert worden und heute war alles auf den 5.12. umetikettiert. - Morsen isst als Moslem, nicht nur und nicht borniert, aber überwiegend Rinderbraten und da ich ihn liebe und wir uns Kalbfleisch nicht oft leisten können, reisse ich mir ständig den Arsch auf, um für ihn abgelaufenes Rindfleisch aufzutreiben. -  Damit ich nicht umsonst in den Laden gelatscht war, ging ich, am Weg raus, durch die Parfümabteilung: - Ich riss den Reißverschluss von meinem Anorack und vom Pulli drunter, auf, der ebenfalls den ganzen Hals entlang hochgezogen war, griff mir mit Kennerblick das teuerste Pariser Testparfüm zu 53 € und sprühte mich für Morsen ausgiebig im Halsbereich ein. - Die gestylte, dickarschige, Verkäuferin begann gerade in ihrem Minirock in meine Richtung zu rollen, da schlängelte ich mich durch die Reihen nach draußen.

 

Hollywood

 

Morsen hat´s durch Drehen der Satellitenschüssel geschafft, einen kostenlosen Hollywood-Kinosender reinzukriegen. Jetzt können wir abends richtig tolle Frauenmörder- und Psychothriller sehen, ohne Kino-Geld ausgeben zu müssen. - Das ist ja mal eine nette Geste an Asoziale. Gerade habe ich, mal wieder, den Vertrag mit der Fernsehgebühreneinzugs-"Firma" wegen Wohnungsauflösung gekündigt. Ich versuche es bei jedem Umzug und lasse die Kündigung in der alten Stadt abschicken, damit sie nicht durch den Poststempel auf die Idee kommen, meine Adresse zu ermitteln. - Aber irgendwann kriegen sie mich doch wieder, weil ich von der Hausverwaltung per Mietvertrag erpresst werde, einen gemeinsamen Kabelanschluß zu unterschreiben, wo ich dann erfasst werde. Neulich musste ich für 4 Wochen 30 € Gebühren nachzahlen, weil sie mir nicht glaubten, dass ich mit Morsen schon 11 Jahre verheiratet bin, wegen der unterschielichen Namen. Ich schickte die Heiratsurkunde hin und die gemeinsame Verrechnung als Arbeitslose, aber sie faselten immerwieder was von neuem Lebensgefährten, dessen Arbeitslosigkeit bei ihnen nicht erfasst sei. Ich fand jede Woche wieder eine Mahnung von den Arschlöchern, bis ich schließlich nachgab und zahlte.

 

Fußpilz