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"Alles Gute zum Geburtstag - mein Kätzchen!" Mit diesen Worten verwandelt M. Cheyé den alljährlichen Geburtstag einer Frau in ein spannendes Fetisch-Abenteuer. Denn das Geburtstagsgeschenk hat viele Dornen: Ein Strauß roter Rosen - für jedes Lebensjahr eine - wird zum Spielball der Lust und das Geburtstagskind zur gehorsamen Sklavin, die auf Geheiß ihres Herren jede einzelne Rose mit dem Mund auflesen und auf allen Vieren kniend ihrem Gebieter zu übergeben hat. Aber dies ist nur der demütigende Anfang eines langen Abends voller leidenschaftlicher Geburtstagsspielchen... M. Cheyé lässt den Leser in seine Fetisch-Story eintauchen und macht ihn schließlich selbst zum Akteur der Handlung.
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Seitenzahl: 79
Veröffentlichungsjahr: 2012
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1. Auflage August 2012, ungekürzte Ausgabe, eISBN-978-3-942546-41-6
© 2012 by Augenscheinverlag - All rights reserved, www.augenscheinverlag.de
Cover-Design: Marion Terasa, http://terasa-design.de
Cover-Foto: © www.shutterstock.com
Lektorat / E-Book-Version: www.wortcheck.de
Inhaltsverzeichnis
Sklavin auf Rosen
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Du schnappst nach Luft, als deine Knie auf dem nackten Holzfußboden aufschlagen und wimmerst, als sich der neue Schmerz mit dem Zug an deinen Haaren vermischt. Als ich deinen Kopf nach unten ziehe, lässt du dich auf alle Viere nieder. Du wehrst dich nicht, protestierst nicht einmal. Wahrscheinlich hast du dir die Begrüßung an deinem Geburtstag doch anders vorgestellt.
So führe ich dich ins Wohnzimmer. Vor dem Sessel in der Ecke lasse ich dich los und du kauerst dich auf dem Fußboden zusammen - deine Wangen zwischen deinen Händen auf dem Boden - das Gesicht zur Wand gedreht. Wie es sich gehört!
Ich lasse dich allein, schließe die Wohnungstür und besorge die Rosen, die ich dir zum Geburtstag schenken werde. Es sind schöne rote Rosen, mit großen Blüten und langen Stielen, eingeschlagen in ein dickes feuchtes Tuch, damit sie frisch bleiben und mir die Dornen nicht die Hände zerstechen.
Du hast dich nicht bewegt. Noch immer kauerst du vor dem Sessel. Ich gehe an dir vorbei, lege die Rosen auf die Armlehne des Sessels und lasse dich erneut allein. Vielleicht kannst du den Duft der Blüten und der feuchten Blätter riechen? Vielleicht kannst du den Geruch nicht ganz einordnen und fragst dich, was ich wohl mit dir vorhabe? Wie dem auch sei, ich habe kein Problem damit, dich noch eine Weile rätseln zu lassen.
Mein nächster Weg führt mich ins Schlafzimmer, zu den Streichhölzern, mit denen ich die Kerzen anzünde: große, tief rote Teelichter, die auf dem Fußboden und dem Nachttisch verteilt sind. Ein Licht für jedes Lebensjahr. Als ich fertig bin, muss ich doch ein bisschen schmunzeln: Blütenblätter auf dem Boden, dazu brennende Kerzen, gedämpftes Licht und leise Musik. Das macht schon einen sehr kitschigen Eindruck. Daran kann auch die lange Dressurgerte nichts mehr ändern, die ich so liebevoll auf dem Bett drapiert habe und deren silberner Knauf im Licht der Kerzen mein Lächeln erwidert. Ich lasse die Tür offen stehen, als ich gehe.
Zurück im Wohnzimmer findest du immer noch keine Beachtung von mir. Stattdessen nehme ich die Rosen und beginne, sie im Zimmer zu verteilen. In jeder Ecke, auf dem Tisch, dem Sofa, mitten im Raum auf dem Fußboden. Einige Rosen verstreue ich im Flur und in der Küche. Im Schlafzimmer lege ich eine der Rosen in dein Körbchen, das heute ausnahmsweise, weil es dein Geburtstag ist, neben meinem Bett stehen darf. Dann überlege ich es mir anders und lehne sie aufrecht an die Wand, der Stiel auf den weichen Kissen, der leuchtend rote Kopf dicht neben der Platte mit dem eisernen Ring, die in die Wand eingelassen ist. Das gibt ein hübsches Bild. Und die letzte Rose, die von dem ansehnlichen Strauß geblieben ist, nehme ich mit zurück ins Wohnzimmer.
Hinter dir bleibe ich stehen, lasse mich auf ein Knie herunter und greife nach deinen Füßen. Du zuckst, aber lässt dir dann doch anstandslos die Schuhe und Strümpfe abstreifen. Ich schiebe sie zur Seite, wo sie nicht stören. Dann endlich setze ich mich in den Sessel vor dir und sehe auf dich herunter.
Noch hast du dich nicht gerührt, aber jetzt, da ich vor dir sitze, hast du Mühe, noch länger ruhig zu bleiben. Du fängst an, dich zu bewegen, dich hin und her zu drehen und das Gewicht von einer Seite auf die andere zu verlagern, wagst es aber nicht, zu mir aufzusehen. Ich beobachte dich eine Weile. Es ist immer wieder ein schöner Anblick, dich so demütig vor mir auf dem Boden zu sehen. Dann erlöse ich dich.
»Möchtest du deinen Gebieter denn nicht begrüßen?«
Du zögerst einen Moment. Ja, du hast dir deinen Geburtstag ganz bestimmt anders vorgestellt. Aber du wirst dich bald mit meinen Plänen anfreunden, da bin ich sicher.
»Sei ein braves Kätzchen!«
Schließlich hebst du deinen Kopf, gerade so weit, dass ich den rechten Fuß unter dein Kinn schieben kann. Dann drückst du deine Lippen auf die Spitze meines Schuhs, schließt die Augen und verharrst in dieser Position. Ich nutze die Zeit für einen ausgiebigen Blick auf deinen Rücken und die Rundungen deines Pos, die gerade so einladend vor mir liegen.
Mit einem Stups der Schuhspitze beende ich die demütige Begrüßung, ziehe meinen Fuß zurück und warte, bis deine Wange wieder auf dem Boden liegt. Ich nehme die letzte Rose und lege sie vor dir auf den Boden, sodass du die rote Blüte zumindest aus den Augenwinkeln erkennen kannst. Was dir in diesem Moment wohl durch den Kopf geht?
»Alles Gute zum Geburtstag, mein Kätzchen!«
Wieder zögerst du einen Moment, etwas unsicher, wie du reagieren sollst. Aber dann scheint die Neugier zu siegen. Du hebst den Kopf und betrachtest die Rose. Ein Lächeln huscht über deine Lippen und dein Blick springt kurz nach oben zu mir. Dann senkst du deinen Kopf schnell wieder.
Solltest du etwas erwidern? Da ich dich auf allen Vieren sehen möchte und dich als mein Kätzchen anspreche, sollte diese Frage eigentlich beantworten. Also reibst du zum Dank dein Gesicht an meinem Bein und schenkst mir noch einen schnellen Blick. Deine Augen leuchten. Ich wusste doch, dass du Gefallen an meiner Vorstellung eines gelungenen Geburtstages finden würdest.
»Ich dachte, wir könnten ein kleines Spiel spielen.«
Du rührst dich nicht, aber deine Augen erkunden dafür jeden Zentimeter der schönen Rose. Die schöne, große Blüte, der lange, gerade Stiel, die großen, spitzen Dornen. Ich scheine deinen Geschmack getroffen zu haben.
»Da heute dein Geburtstag ist und ich doch weiß, welchen Spaß mein Kätzchen an gewissen Spielen findet.«
Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Du siehst zu mir auf, dann wieder auf die Rose, dann zurück zu mir. Man kann förmlich sehen, wie die lebhafte Fantasie, die hinter dieser hübschen Stirn wohnt, zur Höchstform aufläuft. Ich greife nach deinem Nacken und kraule dich etwas. Du schließt die Augen.
»Das stimmt doch, oder? Mein Kätzchen mag es doch, wenn ich mit ihr spiele?«, sage ich ganz leise. Mehr eine Feststellung als eine Frage.
Du holst tief Luft und schnurrst, während du nickst. Und wie du das magst. Ich kraule dich noch eine Weile und gebe dir Gelegenheit, die Bilder auszukosten, die dir bei diesen Worten durch den Kopf gehen dürften. Dann lehne ich mich in den Sessel zurück und sehe auf dich herunter. So erwartungsvoll und so demütig. Wenn ich daran denke, was ich heute noch alles mit dir tun werde, schenkt mir auch meine Fantasie einige sehr verführerische Bilder. Man scheint mir dies wohl ebenso ansehen zu können, wir dir, denn als sich unsere Blicke treffen, schlägst du die Augen nieder. Ein sanftes Rot lässt deine Wangen leuchten. Du kannst dir wohl ungefähr vorstellen, wie ich dich in meinen Gedanken gerade vor mir sehe.
»Nun, mein Kätzchen, siehst du diese Rose?«
Du nickst natürlich. Trotzdem siehst du schnell wieder zur Rose, als wolltest du sicher gehen, dass sie auch wirklich noch da ist.
»Davon gibt es hier noch mehr. Rate mal, wie viele es sind.«
Du siehst dich zum ersten Mal um. Du siehst viele Rosen, überall über dem Boden verteilt. Wer weiß, vielleicht hast du ja schon eine Ahnung, was dich erwartet?
»Eine für jedes Lebensjahr!«, sage ich leise und streiche dir noch einmal über den Kopf. »Ich hoffe, sie gefallen dir.«
Du nickst, lächelst, lässt deine Gedanken schweifen.
»Das freut mich. So wird es auch dir sicher eine Freude sein, sie alle einsammeln zu dürfen, nicht wahr?«
Darauf erwarte ich keine Antwort. Auch wenn es dich nicht erfreuen würde, würde dies nichts an deiner Aufgabe ändern.
»Ich möchte, dass du mit dieser hier anfängst.« Ich deute auf die Rose zu meinen Füßen und du nickst.
»Heb sie auf, meine Hübsche.«
Wieder ein Zögern, ein schneller, scheuer Blick nach oben zu mir. Es ist ein kurzer, ungleicher Kampf, der sich in dir abspielt. Ein schwaches Aufbäumen der stolzen, jungen Frau, die sich dagegen sträubt, sich so erniedrigen zu lassen. Natürlich verliert sie. Es ist so lange her, dass wir Zeit füreinander hatten. So lange her, dass du Gelegenheit hattest, dich so hinzugeben, und die Sehnsucht nach dieser Hingabe wiegt viel schwerer, als Stolz es jemals könnte.
Du senkst den Kopf und zeigst mir deinen Nacken. Deine Lippen berühren den Boden vor und hinter dem Stiel der Rose, wie zu einem Kuss. Dann schließt du den Mund wieder, vorsichtig, damit die spitzen Dornen dich nicht stechen. Du brauchst zwei Anläufe, bis du den Stiel zu fassen bekommst, dann richtest du dich vor mir auf und siehst mich an, präsentierst mir die Rose zwischen deinen Lippen und erwartest meine Befehle.
Es ist ein ungewöhnliches Bild, das wir in diesem Moment abgeben. Ich in dem Sessel in der Ecke, auf dich herunter sehend, beide Arme auf den weichen Lehnen und mit einem Lächeln auf den Lippen bequem zurückgelehnt.
