Star Trek - Classic: Die Ringe von Tautee - Dean Wesley Smith - E-Book
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Beschreibung

Wer zerstörte Tautee wirklich?Das gesamte Sonnensystem von Tautee wird zerstört, gigantische Kräfte reißen die Planeten auseinander, Millionen sterben. Captain Kirk und seine Crew stehen vor einem Dilemma: Die Erste Direktive verbietet ihnen, einzugreifen, aber Kirk will dem Sterben nicht tatenlos zusehen. Auch Spock findet keine Erklärung für die Katastrophe. Als klingonische Kriegsschiffe auftauchen, scheint alles klar zu sein - doch die Klingonen halten die Zerstörung des Tautee-Systems für das Werk der Föderation ...

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EPUB
MOBI

Seitenzahl:284


Das gesamte Sonnensystem von Tautee wird zerstört. Gigantische Kräfte reißen Planeten und Monde in Stücke. Milliarden von Tauteeanern sterben. Nur wenige Tausend können sich vor der ersten Vernichtungswelle retten. Doch auch ihnen droht der sichere Tod, wenn nicht von außen Hilfe kommt.

Captain Kirk und die Enterprise-Crew stehen vor einem Dilemma: Die Erste Direktive verbietet ihnen einzugreifen. Aber James Kirk ist nicht bereit, tatenlos zuzusehen, wie die letzten Überlebenden einer Hochkultur vor die Hunde gehen. Doch dazu muss er sein Schiff und die Besatzung einem unkalkulierbaren Risiko aussetzen.

DEAN W. SMITH & KRISTINE K. RUSCH

DIE RINGE VON TAUTEE

Star Trek™

Classic

Dieses Buch ist

Kapitel 1

Der Gasriese Thesau, der neunte Planet des Sterns Tautee, dehnte sich aus und zog sich wieder zusammen, als würde er wie Kuchenteig in der Hand eines riesigen und unsichtbaren Kindes geknetet.

Erst war er länglich wie ein Ei geformt, dann rund wie eine Kugel, dann flach wie eine dicke Linse.

Der große Planet bewegte sich, als würde er verzweifelt darum kämpfen, seine Form zu bewahren.

Und für einen Moment schien es, als hätte er den Kampf gewonnen, während er wieder die kugelige, von wirbelnden Wolken verhüllte Gestalt annahm, die er seit Millionen von Jahren innegehabt hatte.

Dann begann das unsichtbare Kind wieder zu kneten, worauf der Gasriese an den Polen expandierte und fast unmittelbar darauf wieder flach zusammengedrückt wurde.

Jeder Bildschirm im gesamten Sonnensystem zeigte diese Szenen. Millionen von Tauteeanern beobachteten gebannt das Wirken der unglaublichen Kräfte.

Einen halben Kilometer unter der Oberfläche des zweiten Mondes des fünften Planeten starrte das Personal des Kanst-Energiezentrums – Tausende von Forschern und Wissenschaftlern – mit zunehmender Bestürzung auf die Monitore. Einige wandten den Blick ab. Andere setzten sich auf Regulationsstühle, als sie nicht mehr stehen konnten. Die übrigen starrten die Bilder an, als könnten sie nicht glauben, was sie sahen.

In der Kontrollzentrale des kilometerlangen Gebäudes stand Subcommander Prescott und beobachtete ebenfalls die übertragenen Szenen. Außer ihrem Assistenten Folie hielt sich niemand in diesem Raum auf. Niemand sonst legte Wert darauf, die Katastrophe in drei Dimensionen zu verfolgen.

Die Kontrollzentrale war wie ein Amphitheater angelegt, und Prescott stand genau auf der ›Bühne‹ des Raums, unterhalb der Arbeitstische, der Computer und der Sitze. Die runden Bildschirme zeigten das Tautee-System, als würde sie sich an Bord eines Raumschiffs befinden. Sie umgaben sie von allen Seiten, sogar an der Decke war ein Monitor angebracht. Nur der stählerne Fußboden, der die Bilder in verzerrten Farben reflektierte, deutete daran hin, dass sie sich inmitten ihrer eigenen Schöpfung befand.

Dem Kanst-Energieexperiment.

Sie hatte gehofft, ihrem Volk eine unbegrenzte Energiequelle zur Verfügung stellen zu können. Die Arbeiten hatten fast ihr ganzes Leben beansprucht. Sie beruhten auf generationenlangen Forschungen ihrer Vorfahren. Sie hatte zehntausend der fähigsten Köpfe des Systems versammelt, um an diesem Projekt zu arbeiten. Die Analysen, die Computerdiagramme und die Extrapolationen hatten ausnahmslos erfolgversprechend ausgesehen.

Wie hatte es zu einem solchen Fehlschlag kommen können?

»Er wird auseinanderbrechen«, sagte Folie. »Genauso wie es mit Hancee geschehen ist.«

Hancee war der Mond gewesen, auf dem das Energieexperiment stattgefunden hatte. Wo sie dreihundert ihrer besten Leute verloren hatte.

Als Prescott den Kopf schüttelte, verursachte diese Bewegung ihr Schmerzen. Ein Stich schoss durch ihren Unterkiefer. Sie knirschte mit den Zähnen. Als Hancee auseinandergebrochen war, hatte sie sich einen Zahn zertrümmert, doch dieser Schmerz war ihr bedeutungslos erschienen, als sie den Mond und ihre Leute verloren hatte. Ihre Freunde.

Jetzt kam ihr der Schmerz noch bedeutungsloser vor.

Im Raum war es ungewöhnlich still. Sie konnte nicht einmal das Summen der Computer hören. Die Luft war kühl, und sie fror in ihrer leichten Laboruniform. Das Zentrum führte einen ständigen Kampf, um die Temperatur innerhalb des gigantischen Komplexes einigermaßen konstant zu halten. Sie fragte sich, wo ihr Pullover sein mochte, den sie für die kalten Tage mitgenommen hatte, wenn die Kälte durch ihre dünne Haut bis in die Knochen vordrang.

Aber auch das spielte keine Rolle mehr. Sie hatte das deutliche Gefühl, dass sie mehr als nur ihren Pullover vermissen würde, wenn diese Woche vorbei war.

Die Veränderungen des Gasriesen fanden in absoluter Stille statt. Sie rechnete unbewusst damit, das Reißen und Zerren zu hören. Vielleicht das Grollen eines Erdbebens, das Knirschen von Felsen, die von unsichtbaren Kräften bewegt wurden.

Die Stille war unheimlich.

Doch die Stille war besser als die Angstschreie, die sie vor zwei Tagen gehört hatte, als dieser Raum voller Leute gewesen war, die den Erfolg ihres Experiments auf Hancee beobachten wollten.

Ein Erfolg, der sich plötzlich in eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes verwandelt hatte.

Hancee war der größte Mond des Gasriesen gewesen. Zwei Tage nach dem Beginn des Experiments im Innern von Hancee war es zu einem Problem gekommen. Bis heute wusste niemand, was genau geschehen war. Das Projekt erzeugte die erwartete Menge an Energie, und der Transmissionsstrahl arbeitete ungehindert, um die Bevölkerung mit Energie zu versorgen.

Plötzlich war die Verbindung zwischen dem Kanst-Zentrum und den dreihundert Männern und Frauen unterbrochen worden. Niemand konnte sie mehr erreichen, während gleichzeitig der Energiestrahl und die Laboratorien verschwunden waren.

Den Aufnahmen der Orbitalsonden war nichts zu entnehmen. Die Basis war von Wolken aus Trümmerstaub oder Gas verhüllt gewesen. Zumindest glaubten Prescotts Wissenschaftler, dass es sich um Staub oder Gas handelte. Es hätte genauso etwas völlig anderes sein können, das durch das Experiment verursacht worden war. Es gab keine Möglichkeit, sich Gewissheit zu verschaffen.

Bis heute gab es keine Gewissheit.

Zwei hektische Tage später war es endlich soweit gewesen, dass die Rettungsmission nach Hancee starten konnte. Bis zum Eintreffen der Raumschiffe hätte es fast eine Woche gedauert, doch sie warteten noch auf den Startrampen, als der Mond plötzlich auseinandergebrochen war. Er hatte sich in einen Trümmerring um den Gasriesen verwandelt.

Und jetzt, eine knappe Woche später, begann die Zerstörung des Gasriesen. Er wurde von Kräften auseinandergerissen, die Prescott sich nicht einmal vorstellen konnte.

Sie warf einen Blick auf Folles angestrengtes und ermüdetes Gesicht. Innerhalb der letzten zwei Tage hatte er aufgehört, sie zu berühren – die flüchtigen Körperkontakte an Händen und Schulter, die unbewussten Zeichen der Unterstützung. Niemand von den anderen blickte ihr mehr in die Augen, doch der Verlust von Folles Vertrauen schmerzte sie viel mehr. Er war ihre rechte Hand, ihr bester Freund, ihr Stellvertreter und gelegentlich ihr Liebhaber.

Er gab ihr an allem die Schuld.

Doch insgeheim sah sie es genauso.

Sie war nicht nur juristisch verantwortlich, da sie das Zentrum gegründet, das Team zusammengestellt, die Forschungen geleitet und die Regierung von der Notwendigkeit des Projektes überzeugt hatte. Sie war auch moralisch für das Geschehene verantwortlich. Sie hatte dieses Projekt mit aller Kraft vorangetrieben.

Doch niemand konnte ihr vorwerfen, die warnenden Stimmen zum Schweigen gebracht zu haben. Denn es hatte keine gegeben. Jeder war überzeugt gewesen, dass das Projekt funktionieren würde.

Sogar Folie.

Prescott, deren zierlicher Gestalt die Spuren der Erschöpfung der vergangenen Woche anzusehen waren, ließ sich in einen Sessel sinken und schloss die Augen.

Sie musste nachdenken.

Sie wünschte sich so sehr, dass ein Faktor außerhalb des Experimentes die Zerstörung verursacht hatte, dass irgendein kosmischer Zufall zu diesem Ausgang geführt hatte.

Sie konnte es sich noch vorstellen, dass die kleinen Kräfte, mit denen sie gearbeitet hatten, in der Lage wären, einen Mond zu zerstören. Diese entfernte Möglichkeit war der Grund gewesen, warum das Experiment so weit draußen durchgeführt worden war, weit entfernt vom besiedelten Zentrum des Sonnensystems.

Doch das Energie-Projekt konnte niemals auch nur ein Millionstel der Kräfte erzeugen, die nötig waren, um einen Gasriesen, der fast so groß wie die Sonne war, zu zerreißen.

Dafür war sie nicht verantwortlich. Sie wiederholte im Geiste immer wieder diesen Satz. Dafür war sie nicht verantwortlich.

Sie war nicht verantwortlich. Es war einfach unmöglich.

Dennoch zerriss irgend etwas den größten Planeten dieses Sonnensystems. Und die Zerstörung des Mondes war ein unheilvoller Beweis, dass ihr Projekt irgendeine Kettenreaktion ausgelöst hatte. Doch sie hatte keine Ahnung, wie es dazu kommen konnte.

»Sie sollten sich das ansehen«, sagte Folie.

Sie öffnete die Augen.

Folie blickte geradeaus auf Thesau. Der Planet mit den rötlichen und gelben Wolken füllte den vorderen Bildschirm aus. Er schien auf einer Seite eine große Blase auszubilden. Sie beobachtete, wie die Blase sich vom Zentrum des Planeten entfernte und immer mehr Materie mit sich nahm.

Sie stand auf. »Es ist einfach unmöglich, dass so etwas geschieht«, sagte sie.

Folie legte seine Hand auf ihre.

Sie blickte ihn überrascht an. Sein Zorn schien sich verflüchtigt zu haben und war offenbar von Resignation ersetzt worden. Er wusste genauso wie sie, was diese Blase bedeutete.

Seltsamerweise war es seine Berührung, mit der er stumm die Katastrophe hinnahm, die beinahe ihre Entschlossenheit gebrochen hätte. Das Zusehen fiel ihr leichter, wenn er ihr die Schuld gab. So konnte sie sich davon distanzieren, den Vorgang als Wissenschaftlerin und nicht als fühlende Person betrachten.

Dann legte er seinen Arm um sie, um ihr Kraft zu geben. Sie nahm auch ihn in die Arme, in der Hoffnung, ihm etwas davon zurückzugeben. Sie beide würden ihre ganze Kraft brauchen.

Denn dies war nur der Anfang.

Daran gab es für sie jetzt keinen Zweifel mehr.

In der folgenden Stunde beobachteten sie, wie sich der größte Planet ihres Sonnensystems abflachte, sich wie Marmelade auf einer Schnitte ausbreitete, um mit der Bildung eines gewaltigen Ringes zu beginnen, der eines Tages in ferner Zukunft die gesamte Umlaufbahn um die Sonne ausfüllen würde.

Es war die Geburt des ersten Ringes von Tautee.

Es gab noch vierzehn weitere Planeten.

Und es sollten sich noch vierzehn weitere Ringe bilden.

Kapitel 2

LOGBUCH DES CAPTAINS, STERNZEIT 3871.6

Die Enterprise wurde in das Tautee-System beordert, um Subrauminterferenzen zu untersuchen, die in dieser Region ihren Ursprung haben. Fernmessungen haben ergeben, dass einige, wenn nicht sogar alle Planeten des Tautee-Systems auseinandergebrochen sind. Admiral Hoffman denkt, dass die Klingonen etwas mit der Zerstörung des Systems zu tun haben könnten, obwohl sie andere Ursachen als Möglichkeit nicht ausschließen will. Das Tautee-System fällt unter die Regelungen des Organianischen Friedensvertrages, und die Klingonen nutzen nahezu jede Gelegenheit, um in das strittige Gebiet einzudringen. Außerdem haben wir Gerüchte gehört, dass die Klingonen an einer neuen Superwaffe arbeiten. Ich persönlich hoffe sehr, dass diese Gerüchte nicht den Tatsachen entsprechen.

Wir haben ein weiteres Problem. Vor zehn Jahren wurde das Tautee-System von einem Team erkundet, das eine raumfahrende Zivilisation ohne Warptechnologie entdeckte. Sie war für eine Kontaktaufnahme der Föderation nicht weit genug entwickelt. Wir sollen uns so schnell wie möglich dort einfinden, nicht nur, um mögliche Schwierigkeiten mit den Klingonen zu verhindern, sondern auch, um nachzusehen, ob die Tautee-Zivilisation sich retten konnte. Admiral Hoffman hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass für den Umgang mit dieser Kultur in jeder Hinsicht die Erste Direktive gilt.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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