Star Wars: Republic Commando - Karen Traviss - E-Book

Star Wars: Republic Commando E-Book

Karen Traviss

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Beschreibung

Die Elite der Klonkrieger im Undercover-Einsatz! Wo reguläre Truppen überfordert sind und Jedi-Ritter nicht in Frage kommen, werden die härtesten und besten Exemplare der republikanischen Klonarmee eingesetzt: die Republic Commandos.

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Seitenzahl: 463

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AUSSERDEM BEI PANINI ERHÄLTLICH

Star Wars: REPUBLIC COMMANDO Band 1 – Feindkontakt

Karen Traviss – ISBN 978-3-8332-1199-7

Star Wars: REPUBLIC COMMANDO Band 2 – Triple Zero

Karen Traviss – ISBN 978-3-8332-1366-3

Star Wars: REPUBLIC COMMANDO Band 3 – True Colors

Karen Traviss – ISBN 978-3-8332-1653-4

Star Wars: REPUBLIC COMMANDO Band 4 – Order 66

Karen Traviss – ISBN 978-3-8332-1735-7

Star Wars: THE OLD REPUBLIC – Eine unheilvolle Allianz

Sean Williams – ISBN 978-3-8332-2036-4

Star Wars: THE OLD REPUBLIC – Betrogen

Paul S. Kemp – ISBN 978-3-8332-2249-8

Star Wars: THE OLD REPUBLIC – Revan

Drew Karpyshyn – ISBN 978-3-8332-2373-0

Star Wars: THE OLD REPUBLIC – Vernichtung

Drew Karpyshyn – ISBN 978-3-8332-2608-3

Star Wars: GALAXIES – Aus den Trümmern Dantooines

Voronica Whitney-Robinson – ISBN 978-3-8332-2907-7

Star Wars: CORUSCANT NIGHTS Band 1 – Im Zwielicht

Michael Reaves – ISBN 978-3-8332-2906-0

Star Wars: CORUSCANT NIGHTS Band 2 – Straße der Schatten

Michael Reaves – ISBN 978-3-8332-2983-1

Star Wars: CORUSCANT NIGHTS Band 3 – Schablonen der Macht

Michael Reaves – ISBN 978-3-8332-2984-8

Star Wars: Ahsoka

E. K. Johnston – ISBN 978-3-8332-3450-7

Star Wars: Blutlinie

Claudia Gray – ISBN 978-3-8332-3354-8

Star Wars: Shadow Games – Im Schatten

Michael Reaves – ISBN 978-3-8332-3158-2

Nähere Infos und weitere Bände unter:

www.paninicomics.de

 

Karen Traviss

 

Bibliografische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Titel der Amerikanischen Originalausgabe: „Star Wars: Republic Commando: Hard Contact“ by Karen Traviss, A Del Rey ® Book, published by The Random House Publishing Group.

© & TM 2018 LUCASFILM LTD.

Deutsche Ausgabe 2018 by Panini Verlags GmbH, Rotebühlstraße 87,

70 178 Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.

Geschäftsführer: Hermann Paul

Head of Editorial: Jo Löffler

Head of Marketing: Holger Wiest (E-Mail: [email protected])

Presse & PR: Steffen Volkmer

Übersetzung: Jan Dinter

Lektorat: Carmen Jonas

Umschlaggestaltung: tab indivisuell, Stuttgart

Satz und E-Book: Greiner & Reichel, Köln

YDSWRR005E

ISBN 978-3-8332-9985-1

Gedruckte Ausgabe:

1. Auflage, Februar 2018, ISBN 978-3-8332-3627-3

Findet uns im Netz:

www.paninibooks.de

PaniniComicsDE

 

DANKSAGUNG

Vor langer Zeit, in einem weit entfernten Kino, sah sich eine Filmkritikerin einen brandneuen Film namens Star Wars an, um ihn zu rezensieren. Hätte sie gewusst, dass sie einmal dieses Buch schreiben würde, hätte sie sich mehr Notizen gemacht … Mein Dank geht daher an die Redakteure Shelly Shapiro (Del Rey), Keith Clayton (Del Rey) und Sue Rostoni (Lucasfilm) für ihren klugen Rat, an die vielen Star Wars-Fans, die mich in ihrer Welt willkommen hießen, und besonders an Ryan Kaufman von LucasArts – dem Star Wars Orakel, alles wissender Geistesblitz und rundherum guter Kerl, der mir großzügig seine Zeit und sein Wissen zur Verfügung stellte und der niemals die Geduld verlor, wenn ich zum unzähligen Mal fragte: „Ja, aber muss die Rüstung unbedingt weiß sein?“ Es war die schönste Zeit, Leute. Danke.

 

STAR WARS

Die Klonkriege im Überblick

Die Schlacht um Geonosis stellte den Auftakt des legendären intergalaktischen Konflikts dar, der als „Die Klonkriege“ in die Geschichte eingehen sollte und das Schicksal der Republik entscheidend veränderte.

Auf der einen Seite stand die Konföderation der unabhängigen Systeme mit dem charismatischen Count Dooku als Führer, unterstützt von mächtigen Gilden und Handelsorganisationen und deren Droidenarmeen. Auf der anderen Seite die treuen Anhänger der Republik und ihre Klonarmee unter der Führung der Jedi-Ritter. Dieser Krieg wurde an vielen Fronten gekämpft – mit großem Heldenmut und zahlreichen Opfern auf beiden Seiten.

Hier eine Übersicht der wesentlichen Ereignisse dieses Krieges und deren chronologische Einordnung …

 

Monate (nach Episode II)

Ereignis

Dokument

0

Die Schlacht um Geonosis

Star Wars: Episode II –

Angriff der Klonkrieger

Film

(Lucasfilm Ltd., Mai ’02)

0

Republic Commando

Star Wars: Republic Commando

Videogame

(ActiVision, März ’05)

0

Die Suche nach Count Dooku

Boba Fett 1: Der Kampf ums Überleben

Roman

(Panini-Dino, Mai ’03)

+1

Die Schlacht um Raxus Prime

Boba Fett 2: Im Kreuzfeuer

Roman

(Panini-Dino, Mai ’03)

+1

Das Dark Reaper Projekt

The Clone Wars

Videogame

(Electronic Arts, Nov. ’02)

+1,5

Verschwörung auf Aargau

Boba Fett 3: Das Labyrinth

Roman

(Panini-Dino, Aug. ’03)

+2

Die Schlacht um Kamino

Klonkriege I: Die Verteidigung

von Kamino

Comic

(Panini-Dino, Aug. ’03)

+2

Durge vs. Boba Fett

Boba Fett 4: Gejagt

Roman

(Panini-Dino, Nov. ’03)

+2,5

Die Verteidigung von Naboo

Klonkriege II: Im Visier des Bösen

Comic

(Panini-Dino, Feb. ’04)

+3

Mission nach Qiilura

Republic Commando: Feindkontakt

Roman

(Panini-Dino, Feb. ’05)

+6

Die Haarun Kal-Krise

Mace Windu und die Armee der Klone

Roman

(Blanvalet, März ’04)

+6

Attentat auf Null

Das Vermächtnis der Jedi #1

Roman

(Panini-Dino, März ’04)

+6

Die Devaron-List

Klonkriege IV – Licht und Schatten

Comic

(Panini-Dino, Aug. ’04)

+12

Hinterhalt auf Ord Cestus

Obi-Wan Kenobi und die Biodroiden

Roman

(Blanvalet, Okt. ’04)

+15

Die Schlacht um Jabiim

Klonkriege III –

Das letzte Gefecht von Jabiim

Comic

(Panini-Dino, April ’04)

+16

Die Flucht von Rattatak

Klonkriege V – Auf Messers Schneide

Comic

(Panini-Dino, Okt. ’04)

+30

Die Eroberung von Praesitlyn

Die Feuertaufe

Roman

(Blanvalet, Nov. ’04)

+31

Die Zitadelle auf Xagobah

Boba Fett 5: Eine neue Bedrohung

Boba Fett 6: Auf der Spur

Roman

(Panini-Dino, Juli ’04)

(Panini-Dino, Nov. ’04)

+33

Die Jagd nach Darth Sidious

Labyrinth des Bösen

Roman

(Blanvalet, April ’05)

+36

Anakin verfällt der Dunklen Seite

Star Wars: Episode III –

Die Rache der Sith

Film

(Lucasfilm Ltd., Mai ’05)

Weitere Informationen und aktuelle News zu den Klonkriegen imOffiziellen Star Wars Magazin – alle 3 Monate neu am Kiosk

 

PROLOG

Okay, es ist folgendermaßen passiert:

Tief unten in der Spalte ist es stockdunkel und wir seilen uns schnell ab, zu schnell: Ich kann die Wucht der Landung in meinen Backenzähnen spüren. Ich bin zuerst unten und flute die Kammer mit dem Scheinwerfer meines Helmes.

Es gibt hier eine dreifach versiegelte Panzertür zwischen uns und den Geonosianern und ich habe nicht genug Zeit auszurechnen, welche Sprengmasse es braucht, um sie hochzujagen. Dann eben eine Menge. R wie reichlich, wie ich’s gelernt habe. Das Thermal-Tape um den Rahmen kleben und den Zünder hineindrücken. Leichter gesagt, als getan: Die Legierungstür ist mit einer Dreckkruste überzogen.

Der kommandierende Offizier der Delta Squad kommt ans Helm-Komlink. „Schmeißt du da unten eine Party, Theta?“

„Künstler soll man nicht drängen …“

„Willst du das den Spinnendroiden erzählen?“

„Geduld, Delta.“ Komm schon, komm schon. Willst du wohl am Metall kleben bleiben? „Bin fast fertig.“

„Einer Menge Spinnendroiden …“

„Ich höre, Delta.“

„Nimm dir ruhig Zeit. Es eilt nicht. Überhaupt nicht …“

„Bereit!“

Wir drücken uns an die Wände der Höhle. Für den Bruchteil einer Sekunde besteht alles nur aus weißem Licht, schmerzhaftem Lärm und herumwirbelndem Staub. Als wir wieder sehen können, sind die Türen zertrümmert und nach innen gedrückt. Rauch steigt auf. „Delta Squad – bereit zum Eindringen. Einnehmen, einnehmen.“

„Ich dachte schon, du würdest nie mehr fragen.“ Delta Squad landet am Boden und geht sofort rein. Feuernd, während wir zurückbleiben und ihnen Deckung geben. Hier unten liegt ein verzweigtes Tunnelsystem. Wenn wir nicht aufpassen, könnte uns aus jeder Richtung etwas anfallen.

Eigentlich sollte mein Helm vor hohen Dezibelwerten schützen, aber Krieg ist laut. Wirklich laut. Über das Umf-umf-umf der geonosianischen Schallsalven und unser eigenes Blasterfeuer kann ich mein Helm-Komlink nicht hören. Dafür höre ich schweres Panzerabwehrfeuer. Fierfek, ich kann es durch meine Stiefel spüren.

Eine Bewegung vor mir lenkt meine Aufmerksamkeit auf sich, dann ist sie verschwunden. Ich spähe durch das Visier meines DC-17 und hake es als Einbildung ab, dann deutet Taler in Richtung einen der fünf weiteren Tunnel vor uns.

„Darman, schnapp dir den E-Netz und halte diese Position.“ Er winkt Vin und Jay zu sich und zusammen rücken sie, Rücken an Rücken alle Seiten im Auge behaltend, an den Eingang des Tunnels vor.

Und jetzt blicke ich hinauf zur Decke.

Hier sind mehr Geonosianer, als wir gedacht haben. Viel mehr. Ich knalle zwei über mir ab und schon kommen noch mehr aus dem Tunnel zu meiner Linken. Also eröffne ich das Feuer mit dem Repetierblaster, flott und früh, denn wenn ich sie zu nahe herankommen lasse, wird mich der Schuss ebenfalls braten.

Auch so wirft er mich schon zurück wie ein Vorschlaghammer.

„Taler, hier Darman, over.“ Ich kann ihn nicht sehen. Ich kann keinen von ihnen sehen, aber ich kann schnell aufeinanderfolgende Salven hören. „Taler, hier Darman, hörst du mich, over?“

Es ist weniger die Stille, eher das Ausbleiben einer vertrauten Stimme. Dann zerstückelte, knisternde Rufe: „… erwischt! Hier hat’s einen erwischt!“

„Wer? Wen hat es erwischt? Taler? Vin? Jay? Hört ihr mich, over?“

Ich habe den Kontakt zu meiner Schwadron verloren.

Es ist das letzte Mal, dass ich sie sehe.

 

1.

VERSCHLÜSSELTE ÜBERTRAGUNG

BLEIBEN SIE AUF EMPFANG

GEONOSIS ANGRIFFSLEITUNG AN FLOTTENUNTERSTÜTZUNG, ORD MANTELL.

VORBEREITEN AUF EMPFANG EVAKUIERTER VERLUSTE. MEDIZINISCHES KOORDINATIONSTEAM SCHÄTZT ZAHL DER SCHWERVERLETZTEN AUF ZWÖLFTAUSEND, WIEDERHOLE, ZWÖLFTAUSEND. GEHFÄHIGE VERWUNDETE ACHTTAUSEND, WIEDERHOLE, ACHTTAUSEND. GESCHÄTZTE ANKUNFTSZEIT IN ZEHN STUNDEN. LOGISTISCHE PRIORITÄT FÜR BACTATANK-TEAMS.

VORBEREITEN AUF ZWEIUNDSIEBZIGTAUSEND, WIEDERHOLE, ZWEIUNDSIEBZIGTAUSEND KAMPFBEREITE TRUPPEN IN ERWARTUNG ANSTEHENDER UMGRUPPIERUNG. WAFFENBEREITSTELLUNG VORRANGIG FÜR COMMANDO-EINHEITEN.

DAS WÄRE ALLES. OVER UND OUT.

Angriffsschiff der Republik Implacable: Eintreffen zum Abzug von Geonosis. Bereithalten.

Republik Commando 1136 studierte jedes der Gesichter, die in Reih und Glied darauf warteten, die Kanonenboote zu besteigen.

Manche waren behelmt, manche nicht, aber alle hatten sie – auf die eine oder andere Art – sein Gesicht. Und alle waren sie Fremde.

„Bewegung“, schrie der Lademeister und zeigte mit ausgestrecktem Arm von einer Seite zur anderen. „Kommt schon, bewegt euch Leute – so schnell ihr könnt.“ Die Kanonenboote wühlten dabei dichte Staubwolken auf und die Soldaten gingen an Bord, wobei sich manche umdrehten, um Kameraden hineinzuziehen, damit die Boote schnell wieder abheben konnten. Es gab keinen Grund zu drängeln. Sie hatten es schon Tausende Male trainiert: Der Abzug aus einem echten Gefecht war das, worauf sie vorbereitet worden waren. Das hier war kein Rückzug. Sie hatten ihren ersten Sieg errungen.

Der Fallstrom des Kanonenbootes wirbelte den roten geonosianischen Boden auf. RC-1136 – Darman – nahm seinen Helm ab und fuhr mit seinem Handschuh über die blassgraue Kuppel. Er wischte den Staub ab und bemerkte ein paar Kratzer und Brandspuren.

Der Lademeister wandte sich ihm zu. Er gehörte zu den sehr, sehr wenigen Außenseitern, die Darman in der Großen Armee hatte arbeiten sehen. Ein kleiner, runzeliger Duros mit einem explosiven Gemüt. „Kommst du noch an Bord, oder was?“

Darman wischte weiter seinen Helm ab. „Ich warte auf meine Kumpels“, sagte er.

„Du wirst deinen glänzenden, silbernen Hintern sofort bewegen“, sagte der Lademeister verärgert. „Ich habe einen Zeitplan einzuhalten.“

Darman hob vorsichtig seine Knöchelpanzerung unter das Kinn des Lademeisters und hielt sie dort. Er musste die Vibroklinge nicht ausfahren und er musste auch kein Wort sagen. Er hatte seinen Standpunkt klargemacht.

„Nun, wann immer Sie bereit sind, Sir“, sagte der Duros und trat zurück, um stattdessen Klontrooper anzuschnauzen. Einen Commando zu reizen, war keine gute Idee, insbesondere dann nicht, wenn es sich um einen handelte, der gerade den Adrenalinschub eines Gefechts verarbeitete.

Es gab immer noch kein Zeichen vom Rest seiner Schwadron. Darman wusste, dass es keinen Sinn hatte, noch länger zu warten. Sie hatten sich nicht zurückgemeldet. Vielleicht waren ihre Komlinks ausgefallen. Vielleicht hatten sie es auf eines der anderen Kanonenboote geschafft.

Es war das erste Mal in seinem künstlich kurz gehaltenen Leben, dass Darman nicht in der Lage war, seine Hand auszustrecken und die Männer zu berühren, mit denen er aufgezogen worden war.

Er wartete trotzdem noch eine weitere halbe Standardstunde, bis die Kanonenboote weniger und die Reihen der Trooper kürzer wurden. Schließlich stand niemand auf der Wüstenebene außer ihm, dem Duroslademeister und einem halben Dutzend Klonkrieger. Es war der letzte Abflug des Tages.

„Sie sollten jetzt besser kommen, Sir“, sagte der Lademeister. „Es wird niemand vermisst. Jedenfalls niemand, der noch am Leben ist.“

Darman ließ seinen Blick ein letztes Mal über den Horizont wandern. Er fühlte sich noch immer, als würde er jemandem den Rücken zuwenden, der die Hand nach ihm ausstreckte.

„Ich komme“, sagte er und kam als Letzter in der Reihe hinauf. Während das Kanonenboot abhob, betrachtete er den aufwirbelnden Staub, die kleiner werdenden Felsformationen und die schrumpfenden, versprenkelten Gebüschflecken, bis Geonosis ein verschwommener, mattroter Schemen war.

Er konnte immer noch auf der Implacable suchen. Es war noch nicht vorbei.

Das Kanonenboot schwebte in den riesigen Landehangar der Implacable und Darman sah hinunter in die Halle, auf ein Meer weißer Rüstungen in geordneter Bewegung. Das Erste, das ihm auffiel, als das Kanonenboot seine Triebwerke absterben ließ und auf der Landerampe festmachte, war, wie ruhig alle schienen.

Die Luft in dem mit Soldaten überfüllten Hangar stank nach Schweiß, schaler Angst und dem in der Kehle kratzenden Geruch abgefeuerter Blastergewehre. Aber es war so still, dass Darman, hätte er nicht die erschöpften und verletzten Männer vor sich gesehen, geglaubt hätte, in den letzten dreißig Stunden wäre nichts Besonderes passiert.

Das Deck vibrierte unter den Sohlen seiner Stiefel. Er starrte auf sie hinunter und betrachtete die zufälligen Muster des geonosianischen Staubs, der an ihnen klebte, als ein identisches Stiefelpaar in sein Blickfeld trat.

„Nummer?“, fragte eine Stimme, die sich wie seine eigene anhörte. Der Commander fuhr mit einem Inventursensor über ihn: Darman musste ihm seine Nummer gar nicht nennen und auch sonst nichts, denn die Sensoren in der verstärkten Katarnrüstung gaben seinen Status lautlos weiter. Elektronisch. Keine bedeutsamen Verletzungen. Das Koordinationsteam auf Geonosis hatte ihn durchgewunken. Sie konzentrierten sich auf die Verletzten und ignorierten diejenigen, denen nicht mehr zu helfen war oder die sich selbst helfen konnten. „Hörst du mir zu? Komm schon, Sohn, sprich mit mir.“

„Mit geht’s gut, Sir“, sagte er. „Sir, RC-eins-eins-drei-sechs. Ich stehe nicht unter Schock. Mir geht es gut.“ Er machte eine Pause. Niemand würde ihn wieder mit seinem Truppenspitznamen – Darman – anreden. Sie waren alle tot. Er wusste es. Jay, Vin, Taler. Er wusste es einfach. „Sir, gibt es Neuigkeiten von RC-eins-eins-drei-fünf …“

„Nein“, sagte der Commander, der offensichtlich ähnliche Fragen hörte, jedes Mal, wenn er zum Check haltmachte. Er machte eine Geste mit dem schmalen Stab in seiner Hand. „Wenn sie nicht bei den evakuierten Verletzten oder in diesem Sammler gelistet sind, dann haben sie es nicht geschafft.“

Es war dumm gewesen, zu fragen. Darman hätte es besser wissen sollen. Klonkrieger – und ganz besonders Republik Commandos – machten einfach weiter ihren Job. Darin bestand ihr einziger Zweck. Und das war ihr Glück, hatte ihnen ihr Ausbildungssergeant erzählt; draußen, in der gewöhnlichen Welt, sorgte sich jedes Wesen einer jeden Spezies um ihren Zweck im Leben und suchte nach einem Sinn. Klone brauchten das nicht. Klone wussten. Sie waren für ihre Rolle perfektioniert und Zweifel plagten sie niemals.

Bis jetzt hatte Darman nicht gewusst, was Zweifel waren. Kein noch so hartes Training hatte ihn auf das hier vorbereitet. Er fand einen Platz an einem Schott und setzte sich hin.

Ein Klontrooper ließ sich neben ihm nieder, quetschte sich in die Ecke und für einen Augenblick schepperte der Schulterpanzer an seinem. Sie blickten sich an. Darman hatte nur selten Kontakt mit den anderen Klonen: Commandos trainierten abgesondert von allen anderen, einschließlich den ARC-Troopern. Die Rüstung des Troopers war weiß, leichter und weniger widerstandsfähig; Commandos erfreuten sich verbesserten Schutzes. Und Darman trug keine Rangfarben.

Aber beide wussten genau, wer und was der andere war.

„Hübscher Deze“, sagte der Soldat neidisch. Er schaute auf den DC-17: An die Klontruppen wurde das schwerere DC-15-Gewehr mit niedrigerem Spektrum ausgeteilt. „Ionenimpulsblaster, RPG Panzerschreck und Scharfschützenfunktion?“

„Yeah.“ Jedes Teil seiner Ausrüstung war in Hinblick auf ein erweitertes Spektrum hergestellt worden. Das Leben eines Troopers war weniger wert als das eines Commandos. So standen die Dinge nun einmal und Darman hatte es nie infrage gestellt – jedenfalls nicht für lange. „Full House.“

„Sauber.“ Der Trooper nickte zustimmend. „Job erledigt, was?“

„Yeah“, sagte Darman leise. „Job erledigt.“

Ansonsten sagte der Trooper nichts. Vielleicht nahm er sich vor Gesprächen mit Commandos in Acht. Darman wusste, was Trooper über ihn und die Seinen dachten. Sie trainieren nicht wie wir und sie kämpfen nicht wie wir. Sie reden nicht einmal wie wir. Ein Haufen Primadonnen.

Darman hielt sich nicht für arrogant. Es war nur so, dass er jeden Job erledigen konnte, zu dem ein Soldat berufen werden konnte, und dann noch eine ganze Menge mehr: Belagerungsangriffe, Aufstandsbekämpfung, Geiselbefreiung, Sprengungen, Attentate, Überwachung und alle möglichen Infanterieaktivitäten in jedem Gelände, in jeder Umgebung und zu jeder Zeit. Er wusste, dass er es konnte, weil er es getan hatte. Er hatte es in der Ausbildung getan; zuerst mit Trainingsmunition, dann mit echten Magazinen. Er hatte es mit seiner Schwadron getan, den drei Brüdern, mit denen er jeden Moment seines bewussten Lebens verbracht hatte. Sie waren gegen andere Trupps angetreten, Tausende genau wie sie, aber auch wieder nicht wie sie, denn sie waren Schwadrons-Brüder und das war etwas Besonderes.

Er hatte allerdings nie gelernt, getrennt von seinem Trupp zu leben. Jetzt sollte er es auf dem härtesten aller Wege lernen.

Darman hatte absolutes Vertrauen darauf, einer der besten Sondereinsatzsoldaten zu sein, die je erschaffen worden waren. Er wurde nicht von den Alltagssorgen geplagt, Kinder aufzuziehen und für den Lebensunterhalt einer Familie zu sorgen. Dinge, von denen sein Ausbilder sagte, er solle sich glücklich schätzen, sie nicht zu kennen.

Aber jetzt war er allein. Sehr, sehr allein. Und das war tatsächlich ziemlich beunruhigend.

Er dachte eine ganze Weile in aller Stille darüber nach. Zu überleben, wenn der Rest deines Trupps getötet wurde, war kein Grund stolz zu sein. Stattdessen fühlte es sich an wie etwas, das sein Ausbildungssergeant als Schande beschrieben hatte. So etwas fühlte man anscheinend, wenn man einen Kampf verloren hatte.

Aber sie hatten gewonnen. Es war ihre erste Schlacht und sie hatten gewonnen.

Die Landerampe der Implacable senkte sich und das grelle Sonnenlicht von Ord Mantell strömte hinein. Ohne weiter nachzudenken, setzte Darman seinen Helm wieder auf, reihte sich in eine geordnete Linie ein und wartete darauf, von Bord zu gehen und neue Befehle zu erhalten. Er würde eingekühlt werden, in vorübergehender Leblosigkeit gehalten werden, bis die Pflicht wieder rufen würde.

Das war es also, was auf einen Sieg folgte. Er fragte sich, wie viel schlimmer sich wohl eine Niederlage anfühlen mochte.

Imbraani, Qiilura: 40 Lichtjahre entfernt von Ord Mantell, Tingel Arm

Das Barqfeld verfärbte sich von silber zu rubinrot, während der Wind aus Südwest das heranreifende Getreide in Wellenbewegungen niederdrückte. Es hätte ein perfekter Spätsommertag sein können, aber stattdessen verwandelte er sich in einen der schlimmsten in Etain Tur-Mukans Leben.

Etain war gerannt und gerannt und war am Ende ihrer Kräfte. Sie warf sich geradewegs zwischen die Ackerfurchen, ohne darauf zu achten, wohin sie fiel. Etain hielt die Luft an, während etwas Stinkendes, Feuchtes unter ihr platschte.

Sie wusste, dass der Weequay, der sie verfolgte, sie wegen des Windes nicht hören konnte, aber trotzdem hielt sie den Atem an.

„Hey, Mädel!“ Seine Stiefel stampften näher. Er schnappte nach Luft. „Wohin du gegangen? Nicht schüchtern sein.“

Nicht atmen.

„Habe ich Flasche Urrqal. Willst du machen Party?“ Für einen Weequay hatte er einen bemerkenswert großen Wortschatz, bei dem sich alles um seine niederen Bedürfnisse drehte. „Ich lustig, wenn du mich kennenlernen.“

Ich hätte darauf warten sollen, dass es dunkel wird. Ich könnte seinen Verstand beeinflussen, versuchen ihn dazu zu bringen, zu verschwinden.

Aber das hatte sie nicht. Und sie konnte es auch nicht, so sehr sie auch versuchte sich zu konzentrieren. Sie war zu adrenalingeladen und erfüllt von unkontrollierter Panik.

„Komm, Knackarsch, wo du sein? Ich dich finden …“

Es hörte sich an, als ob er sich seinen Weg durch das Korn stampfen und näher kommen würde. Wenn sie aufspringen und losrennen würde, wäre sie tot. Wenn sie bleiben würde, wo sie war, würde er sie schließlich finden. Er würde nicht anfangen, sich zu langweilen, und er würde nicht aufgeben.

„Mädel …“

Die Stimme des Weequay war nahe; zu ihrer Rechten, etwa zwanzig Meter entfernt. Sie schnappte kurz nach Luft und presste die Lippen wieder aufeinander. Ihre Lungen schmerzten und die Anstrengung ließ ihre Augen tränen.

„Mädel …“ Immer näher. Er würde genau auf sie drauf treten. „Mää-delllll …“

Sie wusste, was er tun würde, wenn er sie fand. Wenn sie Glück hatte, würde er sie hinterher töten.

„Mä-“

Der Weequay wurde von einem lauten, feuchten Batsch unterbrochen. Er stieß ein Grunzen aus und dann folgte ein zweites Batsch – kürzer, schärfer und härter. Etain hörte einen Schmerzensschrei.

„Wie oft muss ich es dir noch sagen, di’kut?“ Es war eine andere Stimme. Menschlich, mit scharfem, autoritärem Ton. Batsch. „Verschwende – nicht – meine – Zeit.“ Noch ein Batsch: ein weiterer Schrei. Etain hielt ihr Gesicht in den Schmutz gedrückt. „Wenn du dich noch einmal besäufst, wenn du noch einmal Frauen nachjagst, schlitz ich dich auf, von hier bis – hier.“

Der Weequay kreischte. Es war diese Art unzusammenhängender, tierischer Laut, den Wesen von sich geben, wenn der Schmerz sie überwältigt. In ihrer kurzen Zeit auf Qiilura hatte Etain zu viele dieser Laute gehört. Dann war es still.

Sie hatte die Stimme vorher noch nie vernommen, aber das brauchte sie auch nicht. Sie wusste genau, zu wem sie gehörte.

Etain lauschte angestrengt und erwartete schon, dass ihr plötzlich ein schwerer Stiefel in den Rücken trat, aber alles was sie hörte, war das Rascheln und Knacken zweier Paar Füße, die durch das Korn streiften. Weg von ihr. Sie hörte Fetzen eines Gesprächs, das sich, vom Wind davongetragen, entfernte. Der Weequay wurde noch immer ausgeschimpft.

„… viel wichtiger …“

War was?

„… später di’kut, aber vorerst, brauche ich dich, damit … okay? Oder ich schlitze …“

Etain wartete. Schließlich konnte sie nur noch das Rauschen des Windes hören, das raschelnde Getreide und den gelegentlichen flötenden Ruf eines Bodenaals auf der Suche nach einem Weibchen. Sie erlaubte sich wieder normal zu atmen, trotzdem wartete sie, das Gesicht in fauligen Dung gedrückt, bis die Dämmerung hereinbrach. Jetzt musste sie sich bewegen. Die Gdans würden sich auf die Jagd machen und in Rotten die Felder durchkämmen. Obendrein begann der Geruch, der ihr nichts ausgemacht hatte, während sie von der Angst gepackt war, sie jetzt wirklich zu stören.

Sie stützte sich auf ihre Ellbogen, rutschte dann auf ihre Knie und sah sich um.

Warum mussten die auch so spät in dieser Jahreszeit Barq düngen? Sie wühlte in den Taschen ihres Mantels nach einem Tuch. Wenn sie jetzt nur einen Bach finden würde, dann könnte sie sich waschen. Sie rupfte eine Handvoll Halme, drückte sie zu einem Ballen zusammen und versuchte das Gröbste des Dungs und Schmutzes, der an ihr klebte, abzuschrubben.

„Das ist ziemlich teures Getreide, wenn man es dafür benutzt“, sagte eine Stimme.

Etain stockte der Atem. Sie fuhr herum und fand einen Einheimischen in einem schmuddeligen Kittel vor, der sie böse ansah. Er sah dünn, ausgemergelt und verärgert aus und hielt ein Dreschwerkzeug in seiner Hand. „Wisst Ihr, was das Zeug wert ist?“

„Es tut mir leid“, sagte sie. Sie ließ ihre Hand vorsichtig in ihren Mantel gleiten und tastete nach dem vertrauten Zylinder. Sie hatte den Weequay nicht wissen lassen wollen, dass sie ein Jedi war, aber wenn dieser Bauer vorhatte, sie für ein paar Laib Brot oder eine Flasche Urrqal auszuliefern, musste sie ihr Lichtschwert parat haben. „Es galt Ihr Barq oder mein Leben, fürchte ich.“

Der Bauer starrte mit zusammengepressten Lippen auf die zerdrückten Halme und auf das verstreut liegende, perlenartige Getreide. Es stimmte, Barq erzielte einen hohen Preis in den Restaurants von Coruscant: Es war ein Luxusgut, das sich die Leute, die es für den Export anbauten, selbst nicht leisten konnten. Das schien aber die Neimoidianer, die den Handel damit kontrollierten, nicht zu kümmern. Das tat es niemals.

„Ich werde für den Schaden aufkommen“, sagte Etain, ihre Hand immer noch in ihrem Mantel.

„Warum waren die hinter Euch her?“, fragte der Bauer, ohne auf ihr Angebot einzugehen.

„Das Übliche“, sagte sie.

„Oh-ah, so gut seht Ihr gar nicht aus.“

„Reizend.“

„Ich weiß, wer Ihr seid.“

Oh nein. Ihr Griff wurde fester. „Tun Sie das?“

„Ich glaube schon.“

Ein bisschen mehr zu essen für seine Familie. Ein paar Stunden trunkenen Vergessens, dank des Urrqal. Das war alles, was sie für ihn war. Er bewegte sich, als wolle er einen Schritt nach vorn machen, und sie zog ihren Arm aus dem Mantel, weil sie es satthatte zu rennen und weil ihr der Anblick dieses Dreschwerkzeugs nicht gefiel.

Wzzzzzmmmm.

„Oh, toll“, sagte der Bauer seufzend, als er die Klinge aus purem, blauem Licht erblickte. „Eine von Eurem Haufen. Das hat uns noch gefehlt.“

„Ja“, sagte sie und hielt das Lichtschwert fest vor ihr Gesicht. Ihr Magen hatte sich zusammengezogen, aber sie behielt ihre Stimme unter Kontrolle. „Ich bin Padawan Etain Tur-Mukan. Ihr könnt ja versuchen mich ans Messer zu liefern, wenn Ihr meine Fähigkeiten testen wollt. Aber ich würde es bevorzugen, wenn Ihr mir helft. Euer Zug, Sir.“

Der Bauer starrte auf das Lichtschwert, als würde er versuchen einen Preis dafür auszurechnen. „Hat Eurem Meister nicht viel geholfen, das Ding, oder?“

„Meister Fulier hatte kein Glück. Und er wurde betrogen.“ Sie senkte das Lichtschwert, ließ den Strahl aber nicht erlöschen. „Werdet Ihr mir helfen?“

„Ghez Hokans Schläger werden überall hinter uns her sein, wenn ich …“

„Ich glaube, die sind beschäftigt“, vermutete Etain.

„Was wollt Ihr von uns?“

„Einen Unterschlupf, nur für den Moment.“

Der Bauer saugte nachdenklich Luft durch seine Zähne. „Okay, kommt, Padawan …“

„Nennt mich bitte Etain.“ Sie schaltete das Lichtschwert ab. Das Licht erstarb mit einem Ffmmm und sie steckte den Griff wieder in ihren Mantel. „Nur um sicherzugehen.“

Etain folgte ihm und versuchte sich nicht selbst zu riechen, aber das war mühsam, übel erregend mühsam. Selbst ein Gdan, der mit seinem Geruchssinn jagt, hätte sie nicht als Mensch erkannt. Es wurde jetzt dunkel und der Bauer blickte sie immer wieder über die Schulter an.

„Oh-ah.“ Er schüttelte den Kopf, als wäre er in ein Selbstgespräch vertieft. „Ich bin Birhan und das ist mein Land. Und ich dachte, ihr Typen wärt in der Lage, irgendwelche Geistestricks anzuwenden.“

„Woher wollt Ihr wissen, dass ich’s nicht getan habe?“, log Etain.

„Oh-ah“, sagte er und nichts weiter.

Wenn er das Offensichtliche nicht selbst erkannt hatte, so wollte sie es ihm auch nicht von sich aus sagen. Sie war eine Enttäuschung für ihren Meister gewesen und war mit Sicherheit nicht die Beste der Rotte. Sie rang mit der Macht und kämpfte mit ihrer Selbstdisziplin und sie war nur hier, weil sie und Meister Fulier gerade in der Nähe waren, als ein Job erledigt werden musste. Fulier konnte nie einer Herausforderung oder längeren Gelegenheitseinsätzen widerstehen und es sah so aus, als hätte er den Preis dafür bezahlt. Noch hatten sie seine Leiche nicht gefunden, aber man hatte auch nichts von ihm gehört.

Ja, Etain war ein Padawan. Technisch gesehen.

Nur war sie eben einer, der gerade mal einen Hauch davon entfernt war, Dauerkuppeln in einem Flüchtlingslager zu bauen. Sie war der Meinung, dass ein Teil der Fähigkeiten eines Jedi die simple Anwendung von Psychologie ausmachte. Und wenn Birhan glauben wollte, dass die Macht stark in ihr war und dass sich eine Menge mehr hinter der Fassade des linkischen, unscheinbaren Mädchens verbarg, das mit stinkendem Dung verschmiert war, dann war das für sie in Ordnung. Es würde ihr Überleben noch eine Weile länger sichern, während sie darüber nachsann, was sie als Nächstes tun würde.

Flottenunterstützung, Ord Mantell, Kasernenblock 5 Ypsilon

Es war Verschwendung, eine einzige Verschwendung.

RC-1309 beschäftigte sich damit, seine Stiefel zu reinigen. Er säuberte die Klammern und blies den roten Staub mit einer Druckluftpistole fort. Er spülte das Futter aus und schüttelte es trocken. Es gab keinen Grund, untätig zu sein, während er darauf wartete, eingekühlt zu werden.

„Sergeant?“

Er blickte auf. Der Commando, der hereingekommen war, legte seinen Ausrüstungsgürtel, seine Rüstung und den schwarzen Druckanzug auf das Etagenbett gegenüber und starrte zurück. Seine Identifikationsmarke wies ihn als RC-8015 aus.

„Ich bin Fi“, sagte er und streckte ihm die Hand hin. „Du hast deine Schwadron also auch verloren?“

„Niner“, sagte RC-1309, ohne die angebotene Hand zu schütteln. „Also, ner vod – mein Bruder – bist du der einzige Überlebende?“

„Ja.“

„Hast du dich zurückgehalten, während die anderen vorgestürmt sind? Oder hattest du einfach nur Glück?“

Fi stand da, die Hände in die Hüften gestützt, und war in jeder Hinsicht identisch mit Niner, außer dass er … anders war. Er sprach ein bisschen anders. Er roch eine Nuance anders. Und er bewegte seine Hände … nicht so wie Niners Schwadron, absolut nicht.

„Ich habe meine Arbeit gemacht“, sagte Fi vorsichtig. „Und ich wäre jetzt lieber bei ihnen, als hier … ner vod.“

Niner sinnierte eine Weile über ihn, dann wandte er sich wieder dem Säubern seiner Stiefel zu. Fi verstaute seine Montur im Spind neben dem Etagenbett und schwang sich dann mit einer geschmeidigen Bewegung auf die obere Matratze. Bedächtig verschränkte er die Arme hinter dem Kopf und starrte hoch auf das Querspant, als würde er meditieren.

Wäre es Sev gewesen, hätte Niner genau gewusst, was er da jetzt tat, sogar ohne hinzusehen. Aber Sev war fort.

Klontrooper verloren Brüder in der Ausbildung. Ebenso Commandos. Aber Trooper verkehrten mit ganzen Abteilungen, Zügen, Kompanien, sogar Regimentern und das bedeutete, dass man nach den unvermeidlichen Todesfällen und Ausschlüssen während der Manöver noch genug Leute um sich hatte, die man gut kannte. Commandos arbeiteten ausschließlich untereinander.

Niner hatte alle verloren, mit denen er aufgewachsen war, und so war es auch Fi ergangen.

Er hatte schon zuvor einen Bruder – Zwei-Acht – im Manöver verloren. Die drei Überlebenden hatten den Ersatzmann willkommen geheißen, obwohl sie immer gespürt hatten, dass er eine Spur anders war – ein wenig distanziert –, als ob er sich nie wirklich akzeptiert gefühlt hätte.

Aber sie hatten immer dem erwarteten Leistungsniveau entsprochen. Und solange sie das taten, schien es ihren kaminoanischen Technikern und dem bunt zusammengewürfelten Haufen aus Ausbildern von allerlei Lebensformen egal zu sein, wie sie sich dabei fühlten.

Aber die Commandos machten sich ihre Gedanken. Sie behielten sie nur für sich.

„Es war eine Verschwendung“, sagte Niner.

„War was?“, fragte Fi.

„Uns in einer Operation wie Geonosis einzusetzen. Das war ein Infanteriejob. Nichts für Sonderkommandos.“

„Das hört sich an, wie Befehls–“

„Ich sage lediglich, dass wir uns nicht zu maximaler Effizienz steigern konnten.“

„Verstanden. Vielleicht können wir ja das tun, wozu wir wirklich ausgebildet wurden, wenn wir wiederbelebt werden.“

Niner wollte erzählen, dass er seine Schwadron vermisste, aber das war nichts, das man einem Fremden anvertraut. Er prüfte seine Stiefel und war zufrieden. Dann stand er auf, legte seinen Druckanzug ausgebreitet auf die Matratze und überprüfte ihn mit dem Abtastsensor in seinem Handschuh auf Vakuumvollständigkeit. Es war ein Ritual, das so tief in ihm verwurzelt war, dass er kaum darüber nachdachte: Stiefel, Anzug und Panzerung warten, Helmsysteme neu kalibrieren und das Heads-Up-Display für die Informationsanzeige prüfen, den DC-17 auseinandernehmen und wieder zusammensetzen, die Überlebensausrüstung leeren und neu packen. Fertig. Dazu brauchte er sechsundzwanzig Minuten und zwanzig Sekunden, plus/minus zwei Sekunden. Eine gut gepflegte Ausrüstung machte oft den Unterschied zwischen Leben und Tod aus. Ebenso zwei Sekunden.

Er schloss die Klappe seines Tornisters mit einem Klack und sicherte den Verschluss. Dann überprüfte er die Haken, die die separaten Munitionsmagazine hielten, um zu sehen, ob sie sich auch frei bewegen konnten. Das war wichtig für den Fall, dass er sich schnell aller explosiven Stoffe entledigen musste. Als er wieder aufblickte, hatte sich Fi auf einen Ellbogen gestützt und sah von dem Etagenbett auf ihn hinunter.

„Trockenrationen gehören in die fünfte Lage“, sagte er.

Niner packte sie immer etwas tiefer zwischen die Ersatzabseilleine und seinen Hygienebeutel. „In deiner Schwadron vielleicht“, sagte er und machte weiter.

Fi verstand den Wink und rollte sich wieder auf den Rücken. Zweifellos reflektierte er darüber, wie anders die Dinge in der Zukunft ablaufen würden.

Nach einer Weile begann er ganz leise, fast flüsternd zu singen: Kom’rk tsad droten troch nyn ures adenn, Dha Werda Verda a’den tratu. Sie waren der Zorn des Kriegers Schatten und der Fehdehandschuh der Republik; Niner kannte das Lied. Es war ein traditioneller mandalorianischer Kriegsgesang, der die Moral normaler Leute heben sollte, die vor einem Kampf ein wenig geistigen Aufputsch gebrauchen konnten. Der Text war ein bisschen abgeändert worden, um einen Sinn für die Armee der Klonkrieger zu ergeben.

Wir brauchen das alles nicht, dachte Niner. Wir wurden geboren, um zu kämpfen, sonst nichts.

Trotzdem ertappte er sich dabei, einzustimmen. Es war tröstend. Er verstaute seine Ausrüstung im Spind, legte sich auf sein Bett und traf perfekt den Tonfall und Rhythmus von Fi. Zwei identische Stimmen in einem verlassenen Kasernenzimmer.

Niner hätte jeden Augenblick seines verbleibenden Lebens dafür getauscht, den gestrigen Einsatz wiederholen zu können. Er hätte Sev und DD zurückgehalten; er hätte 0-Vier mit dem E-Netz-Blaster nach Westen geschickt.

Aber das hatte er nicht.

Gra’tua cuun hett su dralshy’a. Unsere Rache brennt noch immer strahlend.

Fis Stimme verebbte zu Schweigen, nur einen winzigen Bruchteil vor Niners. Er hörte ihn schwer schlucken.

„Ich war bei ihnen, Sergeant“, sagte er leise. „Ich habe nicht gezögert. Überhaupt nicht.“

Niner schloss die Augen. Er bedauerte angedeutet zu haben, dass Fi Geringeres geleistet haben könnte.

„Ich weiß, Bruder“, sagte er. „Ich weiß.“

 

2.

Kloneinheiten haben einen freien Willen, auch wenn sie Befehle befolgen. Wenn sie nicht für sich selbst denken könnten, wären wir mit Droiden besser bedient – und sie sind auch viel billiger. Sie müssen in der Lage sein, auf Situationen zu reagieren, die wir uns nicht vorstellen können. Wird sie das auf eine Art und Weise verändern, die wir nicht vorhersehen können? Vielleicht. Aber sie müssen mental dafür gerüstet sein, Kriege zu gewinnen. Und jetzt taut diese Männer auf. Sie haben eine Arbeit zu erledigen.

– Jedi-Meister Arligan Zey, Offizier des Geheimdienstes

Gesicherter Besprechungsraum, Flottenunterstützung, Ord Mantell, drei Standardmonate nach Geonosis

Die Basis der Flottenunterstützung war nicht darauf ausgelegt, Zehntausende Truppen zu beherbergen, und das sah man ihr an. Der Besprechungsraum war ein altes Kühlhaus, in dem es noch immer nach Nahrungsmitteln und Gewürzen roch. Darman konnte die Ladeschienen sehen, die sich über die Decke erstreckten, aber er konzentrierte sich auf den Holoschirm vor sich.

Es fühlte sich gar nicht so schlimm an, nach der Starre wiederbelebt zu sein. Er war immer noch ein Commando. Sie hatten ihn nicht generalüberholt. Das bedeutete – das bedeutete, dass er auf Geonosis den erwarteten Standards entsprochen hatte. Er hatte sich gut geschlagen. Er hatte ein positives Gefühl.

Aber sein Helm fühlte sich anders an. Es waren viel größere Datenmengen auf dem HUD, dem Heads-Up-Display für die Informationsanzeige. Er schaltete eine Weile zwischen den Modi hin und her, wobei er jeden Befehl mit raschem Zwinkern kontrollierte, und nahm die Extrasysteme und die neue Hardware zur Kenntnis, die seit Geonosis installiert worden waren.

Zu seiner Linken saß sein neuer Sergeant, der es bevorzugte, Niner genannt zu werden, wenn keine vorgesetzten Offiziere anwesend waren, und RC-8015, mit dem Spitznamen Fi. Auch sie waren die einzigen Überlebenden ihrer Schwadronen. Wenigstens sie wussten, was er durchmachte.

Es gab einen vierten behelfsmäßigen Platz in der Reihe – Packkisten aus einer blauen Legierung – und er war unbesetzt. Jedi-Meister Arligan Zey hatte die Hände hinter dem Rücken verschränkt und schritt vor dem Schirm auf und ab. Sein Mantel flatterte und unterbrach dabei jedes Mal die Holoprojektion. Ein weiterer Jedi, der sich bisher noch nicht zu erkennen gegeben hatte, schenkte seine Aufmerksamkeit sowohl Zey als auch den behelmten Commandos, die absolut still auf den aufgereihten Kisten saßen.

Die spiegelnde Oberfläche der blank polierten Legierungswände erlaubten Darman insgeheim ein sehr ungewöhnliches Fremdwesen zu beobachten – eines, das er noch nie gesehen hatte. Er war darauf trainiert worden, jedes Detail in seiner Umgebung wahrzunehmen, aber es wäre ohnedies schwer genug gewesen, diese Kreatur nicht zu bemerken.

Das Fremdwesen war ungefähr anderthalb Meter groß und schlich schnüffelnd an den Wänden entlang. Es hatte einen glänzenden, schwarzen Pelz und streifte auf langen, zierlichen Beinen umher, wobei es seine schmale Schnauze immer wieder in Spalten steckte und dabei jedes Mal heftig schnaubte. Zuvor hatte Darman gehört, wie Zey es Valaquil genannt hatte. Er hatte auch gesagt, es wäre ein Gurlanin, ein Formwandler.

Darman hatte in der Ausbildung von Formwandlern gehört, aber das hier war kein Clawdite. Er sah sich die Reflexion der Kreatur im rechten Blickfeld seines Visors an, als die Tür aufschwang und ein weiterer Commando eintrat, den Helm fest unter seinen rechten Arm geklemmt und zackig salutierend.

„RC-drei-zwei-zwei-zwei, Sir“, sagte er. „Entschuldigen Sie, dass ich Sie warten ließ, Sir. Die Ärzte wollten mich nicht entlassen.“

Kein Wunder: Sein Gesicht zeichnete ein Streifen aufgerissener Haut, der knapp unter seinem rechten Auge begann, geradewegs über seinen Mund lief und schließlich an der linken Seite seines Kiefers endete. So sah er ganz bestimmt nicht wie einer der anderen Klone aus. Darman fragte sich, welche Überredungskünste wohl von Nöten gewesen waren, um den medizinischen Stab dazu zu bringen, eine Runde Bacta einzusparen.

„Sind Sie diensttauglich, Soldat?“, fragte Zey.

„Kampfbereit, Sir.“ Er setzte sich neben Darman und nahm die gleiche kerzengerade Haltung an wie er, nachdem er ihn kurz anerkennend angesehen hatte. Das war also ihr vierter Mann. Sie waren wieder eine Schwadron – zumindest zahlenmäßig. Omega Squad.

Der andere Jedi starrte mit einem Ausdruck unverhohlener Verwunderung auf den Neuankömmling. Zey schien es zu bemerken und stupste seinen Kollegen an. „Padawan Jusik ist noch nicht mit den Klontruppen vertraut. So geht es uns allen.“ Das war verständlich: Darman hatte vor der Schlacht von Geonosis auch noch keinen Jedi gesehen und war gleichermaßen fasziniert. „Entschuldigen Sie seine Neugier.“

Zey deutete auf den Holoschirm.

„Dies ist Ihr Ziel, Gentlemen: Qiilura.“ Er blickte auf seinen Datenblock und las aufmerksam ab. „Diese Daten wurden bei einem Aufklärungsflug aus großer Höhe aufgenommen. Sie sind also entsprechend beschränkt.“

Zey fuhr fort: „Technisch gesehen ist Qiilura neutral. Leider wird sein neutraler Status aller Wahrscheinlichkeit nach bald enden.“

Er hatte sie als Gentlemen angeredet. Vielleicht wusste Zey nicht, wie man Commandos nannte. Sie standen alle noch am Anfang.

Das Bild auf dem Schirm zeigte zunächst eine blauweiße Scheibe und zoomte dann an Inselketten, tiefe Flussarme und weitläufige Ebenen heran, die mit Flecken von Waldland und schachbrettartig angeordneten Feldern gespickt waren. Es sah behaglich und friedlich aus und doch völlig fremd für Darman, der sein gesamtes Leben außerhalb von Tipoca City nur auf reellen und virtuellen Schlachtfeldern verbracht hatte.

„Was Sie hier sehen, sind Landwirtschaftskommunen, von denen beinahe alle hier in dieser Region liegen, da sie die fruchtbarste ist“, erläuterte Zey. „Sie produzieren Barq, Kushayan und fünfzig Prozent der Luxuslebensmittel und -getränke der Galaxis. Des Weiteren wird auch nach Edelsteinen geschürft. Nichtsdestotrotz lebt die Bevölkerung am Existenzminimum und es gibt keine Regierung, außer dem Gesetz von Handel und Profit. Neimoidianische Händler besitzen praktisch den Planeten, oder zumindest die produktiven Gebiete, die ihnen von Nutzen sind. Sie stärken ihre Führungsrolle durch eine Miliz, die von Ghez Hokan kontrolliert wird – einem Mandalorianer, der so ungewöhnlich brutal vorgeht, dass er tatsächlich gebeten wurde, die Todesschwadron zu verlassen, weil er zu viel Freude an seiner Arbeit hatte.“

Jusik sah von seinem Datenblock auf. Er schien die Präsentation mitzuverfolgen.

„Abschaum“, sagte er. „Eine unserer Quellen nennt ihn Abschaum, als Ausdruck für … eine sehr unangenehme Gruppe von Leuten.“

Zey machte eine Pause, um Luft zu holen, als wolle er sichergehen, dass der letzte Informationshappen seine Wirkung erzielt hatte. „In Anbetracht der Tatsache, wie dünn unsere Quellen gesät sind, sind wir zu diesem Zeitpunkt unglücklicherweise nicht in der Lage, eine Intervention zu rechtfertigen, die sich der Ungerechtigkeiten auf Qiilura annehmen könnte. Aber wir besitzen hervorragende nachrichtendienstliche Informationen, die darauf hindeuten, dass dort bedeutsame Militärverbände stationiert sind.“

Darman hörte zu und beobachtete am Rande weiterhin das Gurlanin. Es war durch den Raum geschlichen und hatte sich aufrecht neben Jusik gesetzt. Der Padawan schien noch immer von den Commandos gefesselt zu sein. Darman bemühte sich, ihn nicht anzustarren – obwohl jede seiner Augenbewegungen hinter seinem Helm versteckt blieb –, denn Jedi wussten Dinge, ohne sie zu sehen. Seine Ausbilder hatten ihm das gesagt. Jedi waren allwissend, allmächtig und ihnen war jederzeit Folge zu leisten.

Darman folgte jedem von Zeys Worten.

„Qiilura liegt sozusagen nicht an der Hauptstraße“, sagte Zey. „Der ideale Ort, um sich zu verstecken, sollte man das vorhaben. Und es gibt dort versteckte Ziele. Wir brauchen Sie, um eines davon zu erfassen und ein weiteres zu zerstören: Eine Wissenschaftlerin der Separatisten, Ovolot Qail Uthan, und ihr allerneustes Projekt, ein Nanovirus. Wir haben Grund zu der Annahme, dass sich beide Ziele in einer Forschungseinrichtung auf Qiilura befinden.“

Zey machte eine Pause und Jusik sprang ein. „Wir haben einen Jedi vor Ort, Meister Kast Fulier, aber wir haben in den letzten Wochen weder von ihm noch von seinem Padawan gehört.“

Zey nahm den Faden wieder auf. „Und lassen Sie mich Ihnen versichern, dass wir sorgfältig nach ihnen gesucht haben. Wir kennen die Position unserer Ziele, haben aber keine Baupläne der Gebäude. Das Fehlen dieser Pläne wird ihren Rückhol- und Sabotage-Auftrag erschweren, ebenso wie die Kommunikationslage. Fragen?“

Niner hob seine mit Handschuh und Rüstung gepanzerte Hand aus seinem Schoß. „Sir, was genau hat es mit der Kommunikationslage auf sich?“

„Neimoidianer.“

„Ich verstehe Sie nicht ganz, Sir.“

Für einen Moment sah Zeys Gesicht ausdruckslos aus, dann leuchtete es eine Enthüllung bekundend auf. „Die Neimoidianer besitzen und kontrollieren die gesamte Infrastruktur. Die einheimische Bevölkerung besitzt kaum ein Wasserloch, aber ihre Herren erfreuen sich des feinsten Komlink-Netzwerks und der besten Flugverkehrskontrolle, die man für Credits kaufen kann. Sie wollen sichergehen, dass niemand ohne ihr Wissen ein Geschäft abschließt. Deswegen wird alles überwacht und nur sehr wenige Informationen dringen nach außen – Sie werden es also vermeiden müssen, Langstrecken-Komlinks zu gebrauchen. Haben Sie das verstanden, Soldat?“

„Sir, ja Sir, General Zey.“

Es entstand eine Pause, eine lange Pause, und Zey sah auf die Reihe aus drei Helmen und einem zerschlagenen Gesicht, als würde er auf etwas warten. Der Jedi hatte gesagt, dass er vorher noch nie mit Klonen gearbeitet hatte. Vielleicht erwartete er einen Dialog. Er blieb vor Darman stehen. Um den Meister nicht in Verlegenheit zu bringen, beendete Darman die Stille.

Es war auch eine wirklich einleuchtende Frage.

„Wie ist dieses Nanovirus beschaffen, Sir?“

Zey zog den Kopf ein Stück zurück. „Eine intelligente und bedeutsame Frage“, lobte er.

„Danke, Sir.“

„Die Antwort sollte Sie daher auch besonders interessieren. Denn, wie es aussieht, zielt das Virus speziell auf Klone ab.“

Das geschmeidige, schwarze Gurlanin machte sich etwas länger. „Sie fürchten Euch und das mit gutem Grund“, sagte es mit einer tiefen, fließenden Stimme. „Darum verspüren sie den Wunsch zu töten, wie alle unwissenden Wesen es tun, die auf etwas treffen, das sie nicht verstehen und deshalb fürchten.“

Es zog sich noch ein Stück in die Länge und schien jetzt zu stehen. Es hatte seine Form verändert.

„Genau“, sagte Zey langsam, betonte dabei sorgfältig beide Silben und wandte dann den Blick von dem Schauspiel molekularer Neuanordnung ab. „Momentan haben Sie noch einen Vorteil: Die Separatisten sind sich mit ziemlicher Sicherheit Ihres Potenzials als Klon-Commandos nicht bewusst. Sie haben keine Ahnung, was Sie erreichen können, und wir vielleicht ebenso wenig. Aber Sie wurden geschaffen, um Höchstleistungen zu vollbringen, und von den erfahrensten Ausbildern der Galaxis dazu ausgebildet, dieses Potenzial zu verinnerlichen. Wir haben sehr hohe Erwartungen an Sie.“ Zey steckte seine Hände in seinen Mantel und senkte den Kopf ein wenig. „Wenn Sie Meister Fulier wohlbehalten auffinden würden, wären wir erleichtert. Aber Uthan und die Einrichtung haben für Sie oberste Priorität. Haben Sie alles verstanden, was ich Ihnen gesagt habe?“

„Ja, Sir.“ Darman nickte kurz und die anderen ebenso, aber es war keine wirklich synchrone Bewegung. Wir werden’s richtig machen, dachte er. Ein paar Tage Training, dann läuft die Sache. Hartes Training, leichter Kampf.

„Dann werde ich Sie jetzt meinem Padawan überlassen“, sagte Zey und schritt hinaus, wobei er kurz in der Tür stehen blieb und noch einmal auf die Commandos blickte. Dabei neigte er den Kopf, als wäre er entweder erstaunt oder amüsiert.

Jusik schluckte schwer. Das Gurlanin zerfloss von einer Säule zu einem vierbeinigen Etwas und bewegte sich, um neben RC-3222 Platz zu nehmen und an ihm hinaufzusehen. Der Commando reagierte nicht.

„Ahhh“, seufzte es und seine Stimme klang wie fließendes Wasser. „Jaja, das ist tatsächlich Fetts Gesicht. Faszinierend.“

Jusik deutete zum Ausgang. „Ich bin Ihr Waffenmeister“, sagte er. „Waffen und Daten. Folgen Sie mir und ich zeige Ihnen, was wir Ihnen zur Verfügung stellen können.“

Die Commandos standen auf wie ein Mann – mehr oder weniger – und folgten ihm durch die Tür und einen Korridor entlang, der noch immer mit Lebensmittelcontainern gesäumt war. Selbst durch Darmans Filtermaske roch dieser Ort noch nach geschmortem Nerf. Das Gurlanin waberte vor ihnen her, mal ein schlängelndes Raubtier, mal ein trabender Vielfüßler, ständig die Form wechselnd.

Jusik blieb vor einer Tür am Ende des Korridors stehen und wandte sich ihnen zu. „Ob ich Sie wohl bitten dürfte, Ihre Helme abzunehmen?“

Keiner fragte warum, aber sie gehorchten alle, obwohl es nicht als eindeutiger Befehl ausgesprochen wurde, wie sie es erwartet hätten. Die versiegelten Helme gaben ein schwaches Ssss von sich, als sie sich öffneten.

„Oh“, sagte Jusik und starrte sie eine Sekunde an. Dann öffnete er die Tür und sie traten in die behelfsmäßige Waffenkammer.

Sie glich einer versteckten Schatztruhe. Überall Verbesserungen und Erweiterungen, von denen Darman wusste, sie würden seine jetzige Ausrüstung hervorragend ergänzen. Er bemerkte auch Munition, die er nicht erkannte, der er aber ansah, dass sie zum Republikbestand gehörte und es gab allerlei … Exotisches. Waffen, die er aus seiner Datenbank kannte und die einem Dutzend unterschiedlicher Spezies gehörten, und eine ganze Menge, die er überhaupt nicht einordnen konnte. Alles fein säuberlich auf Klapptischen ausgelegt. Es sah einladend aus, beinahe wie ein gedeckter Esstisch.

„Das sieht alles ziemlich nützlich aus, Sir“, sagte Niner.

„Delta Squad hat hier und da ein paar Dinge eingesammelt“, sagte Jusik. Die Commandos waren mit den Waffen beschäftigt, aber Darman achtete auch mit wachsendem Interesse auf Jusiks Verhalten. Der Padawan war zurückgetreten, damit die Männer einen besseren Blick auf das Rüstzeug werfen konnten, aber er behielt sie sorgfältig im Auge. „Ihr seid ganz und gar nicht wie Droiden, nicht wahr?“

„Nein, Sir“, sagte Fi. „Wir sind aus Fleisch und Blut. Gezüchtet, um die Besten zu sein.“

„So wie Advanced Recon Commandos?“

„Nicht wie ARCs, Sir. Auch nicht wie Klontrooper. Wir arbeiten nicht allein und wir arbeiten auch nicht in Formation. Wir sehen nur gleich aus.“

„Dann ist dies Ihre Vierereinheit? Eine Schwadron?“ Er schien sich an eine hastig gelernte Unterweisung zu erinnern. „Etwa so wie eine Familie?“

Niner mischte sich in das Gespräch ein. „Jetzt ist sie es, Sir.“ Er hob einen tragbaren Raketenwerfer hoch, der sich etwas vom Standard-Plex unterschied. „Leicht. Sehr leicht.“

„Ein Merr-Sonn-Prototyp“, erklärte Jusik. „Neuartige Legierung, schwerere Sprengköpfe, erweiterte Reichweite. Er besitzt eine Mikrorepulsorlift-Stabilisierungseinheit, aber die komplizierteren praktischen Aspekte wurden noch nicht ausreichend gelöst. Feuern Sie ihn also lieber über die Schulter ab.“ Er starrte auf RC-3222s Gesicht. „Schmerzt es?“

„Nicht allzu sehr, Sir“, antwortete der Commando. Aber die Wunde musste brennen wie Feuer. Die abgeschürfte Haut nässte noch immer. „Ich werde mich später darum kümmern.“

Nach dem Ach zu urteilen, das er von sich gab, schien das nicht ganz die Antwort zu sein, die Jusik erwartet hatte. Vielleicht dachte er, Klone würden keinen Schmerz spüren, wie Droiden. „Haben Sie Namen? Ich meine keine Nummern. Namen.“

Das war nun wirklich Privatsache. Man behielt seinen Namen für sich, teilte ihn nur mit seiner Schwadron und seinem Ausbildungssergeant. Darman schämte sich für ihn.

„Meine Schwadron nannte mich Atin“, sagte der verwundete Commando. Niner schielte zu Fi hinüber, sagte aber kein Wort. Atin war das mandalorianische Wort für „stur“.

Jusik hielt zwei Spulen in die Höhe mit Schnüren, die aussahen wie Druckbänder, eines schwarz, das andere weiß. Er nahm von jeder Farbe ein Band, flocht zwei kurze Stücke zusammen und hielt die so entstandene Kordel mit einer Hand hoch. In der anderen hielt er einen knopfgroßen Detonator. „Ein Meter entspricht in etwa der Wirkung eines Thermal-Detonators, allerdings richtungswirkend. Ideal zur Sprengung von Einfassungen. Aber seien Sie vorsichtig mit der Menge, wenn Sie sich nur Zugang zu einem Gebäude verschaffen und es nicht gleich völlig zerstören wollen. Für diesen Zweck erhalten Sie spezielle Implosionsladungen.“

„Gibt’s auch was Nützliches zum Werfen?“, fragte Darman. „Betäubungsgranaten?“

„Wir haben ein paar geonosianische Schall-Detonatoren und eine Kiste EMPs zur Droidenabwehr.“

„Das passt mir gut. Ich nehme den ganzen Packen.“

Niner sah Darman aufmerksam an. „Du bist dann ja wohl unser Sprengmeister“, stellte er fest. Dann wandte sich der Sergeant wieder dem Padawan zu. „Wir wurden sorgfältig ausgebildet, Sir. Sie können vollstes Vertrauen in uns haben.“

Das stimmte, dachte Darman. Sie waren sehr sorgfältig ausgebildet worden. Zehn Jahre lang tagein, tagaus und die einzige Zeit, in der sie nicht trainierten, schliefen sie. Auch wenn sie sich als Spezialeinheit noch nicht bewährt hatten – außer, als sie vor drei Monaten Infanterie gespielt hatten –, zweifelte Darman nicht daran, dass sie den erwarteten Standards entsprechen würden. Er war froh, die Rolle des Sprengmeisters innezuhaben. Er war stolz auf sein Geschick in dem, was beschönigend als rascher Zutritt bekannt war.

„Was glauben Sie, ist Meister Fulier zugestoßen?“, fragte Darman. Normalerweise hätte er keine unnötigen Fragen gestellt, aber Arligan Zey schien seine Neugier begrüßt zu haben und Darman war darauf geschult, alles zu tun, was Jedi-Generäle wünschten.

Jusik öffnete eine Schachtel mit Kamino-Säbelpfeilen und hielt sie hin, als würde er ein Tablett mit Uj-Kuchen anbieten. „Valaqil glaubt, er wurde von Einheimischen verraten“, sagte er. „Sie sind dafür bekannt, alles zu tun, um sich etwas zu essen oder ein paar Credits zu verdienen.“

Darman fragte sich, wie ein Jedi von etwas Geringerem als einer ganzen Armee zu Fall gebracht werden konnte. Auf Geonosis hatte er sie kämpfen sehen. Seine eigene Art der Kriegsführung war eine Wissenschaft; ihre schien eine Kunst zu sein. „Hatte er sein Lichtschwert nicht bei sich?“

„Das hatte er“, sagte das Gurlanin. „Aber Meister Fulier hat, oder hatte, ein Problem mit der Disziplin.“

Darman – ein Soldat, der im Feld jeder Entbehrung standhielt und dessen größte Angst darin bestand, an Altersschwäche zu sterben, statt auf dem Schlachtfeld zu fallen – fühlte sich bei dem Gedanken, ein Jedi könne Schwächen haben, auf rätselhafte Weise unwohl.

„Meister Fulier war – ist, ein tapferer Jedi“, sagte Jusik und verlor für einen Moment beinahe seine gefasste Haltung. „Nur packt ihn in Sachen Gerechtigkeit gerne auch die Leidenschaft.“

Niner entschärfte die Situation. Darman fühlte sich von seiner mühelosen Autorität beruhigt. „Sir, wie viel Zeit haben wir, um die Mission zu planen und ein paar Trockenversuche durchzuführen?“, fragte er.

„Acht Standardstunden“, antwortete Jusik fast schon entschuldigend. „Denn so lange wird Ihre Reise nach Qiilura dauern. Sie werden sich jetzt einschiffen.“

Etain leerte ihren Beutel auf die Strohmatratze in der Trockenscheune.

Trotz der primitiven äußeren Erscheinung war dies die Gästesuite. Das Vieh durfte sich zu dieser Jahreszeit nicht in der Scheune aufhalten, denn die Tiere neigten dazu, das Barqgetreide zu fressen, und das wäre eine ziemlich teure Methode gewesen, Merlies für den Tisch zu mästen. Die Tiere durften im Haupthaus leben und im Winter durften sie dort sogar schlafen. Zum einen, um das Heim warm zu halten, zum anderen, um die Bewohner vor den umherstreifenden Gdans zu schützen.

Das Haus hatte auch so gerochen. Nichts von den Merlies – nicht einmal ihre Körpertemperatur oder ihr beißender Geruch – wurde jemals verschwendet. „Hält’s Ungeziefer fern“, hatte Birhan ihr erzählt. „Ist ein guter Gestank.“

Etain kniete neben der Matratze und dachte über einen Ausweg aus ihrer misslichen Lage nach. Meister Fulier war wahrscheinlich tot: Wäre er es nicht, wäre er ihr zu Hilfe geeilt. Er war brillant und meisterhaft geschickt – gewesen –, wenn er sich nur darauf konzentrierte. Aber er war auch ungeduldig und neigte dazu, sich Dingen zu stellen, die ihn nichts angingen, und das waren zwei Eigenschaften, die sich nicht gut mit einer verdeckten Mission vertrugen.

Er hatte beschlossen, dass einer von Hokans Schlägern eine Lektion in Sachen Respekt gegenüber der einheimischen Bevölkerung zu lernen hätte. Alles, was einer der mandalorianischen Lieutenants daraufhin zu tun hatte, war, denselben Einheimischen etwas mehr als den Preis einer Flasche Urrqal anzubieten und ihnen zu sagen, wann Fulier in der Stadt war.

Stadt! Was für ein Witz!

Imbraani war nicht Coruscant, ganz und gar nicht. Die einzige Infrastruktur dieser unzusammenhängenden Ansammlung von Bauernhöfen beschränkte sich auf ein paar unbefestigte Straßen, die es brauchte, um die Agrarprodukte anzupflanzen, zu ernten und zu exportieren und den Herren des Handels Bequemlichkeit zu bieten. Etain war in einer Welt aufgewachsen, in der man nach Belieben reisen und jederzeit mit Leichtigkeit Nachrichten versenden konnte, und keine dieser als gegeben betrachteten Einrichtungen war hier verfügbar.

Im Moment konnten Etain nur zwei Dinge weiterhelfen: Entweder ein Flug, der sie von Qiilura fortbrachte, oder eine Datenübertragung, die in ihrem Namen abgeschickt wurde. Sie hatte immer noch eine Mission zu erfüllen, wenn auch nur, um Meister Fuliers Opfer zu rechtfertigen. Sie nahm eine kleine Kugel von den Habseligkeiten, die auf der Matratze verteilt waren, und öffnete sie in zwei Hälften, wie eine Shef’Na-Frucht.

In ihren hohlen Händen erblühte eine dreidimensionale Holokarte, dann noch eine und noch eine. Sie besaß die Baupläne eines halben Dutzends Gebäude der Neimoidianer und der Separatisten in der Umgebung. Nicht nur Meister Fulier war unachtsam gewesen. Nach ein paar Flaschen Urrqal waren die einheimischen Bauarbeiter redselig geworden. Etain war weder eine geborene Kämpferin noch eine großartige Charmeurin, aber sie wusste um ihr Talent, Gelegenheiten wahrzunehmen. Das machte vieles wieder wett.

Sie war sich nicht sicher, ob Meister Fuliers Schicksal direkt mit den Holoplänen verbunden oder ob er als direkte Bedrohung für Uthan betrachtet worden war. Sie konnte sich auch vorstellen, dass Ghez Hokan vielleicht einfach etwas angestellt hatte, weil er nichts für Jedi übrighatte. Spielzeugkrieger nannte er sie. Er verachtete jeden, der nicht mit hartem Metall oder seinen Fäusten kämpfte. Mandalorianer waren hart, aber Hokan bewegte sich auf einem völlig anderen Niveau der Brutalität. Etain hatte das in dem Moment erkannt, als sie und Fulier durch die Trümmer eines Dorfes, das aus vier Häusern bestand, gegangen waren, das Hokan in irgendeiner Weise nicht gepasst hatte.

Sie würde diese Bilder nie wieder aus ihrem Gedächtnis löschen können. Konsequent meditierte sie zweimal am Tag. Es half alles nichts. Sie ließ sich wieder auf die Knie und versuchte es erneut, verlangsamte ihren Atem, beruhigte ihr Herz.

Der Kies vor der Scheune knirschte.

Etain nahm ihr Lichtschwert von der Matratze, während sie die Kugel mit den Holokarten in ihre Tunika steckte. Ihr Daumen schwebte über den Schaltern am Griff. Sie hätte spüren müssen, dass jemand kam, aber sie hatte sich von ihrer Müdigkeit und ihrer Verzweiflung übermannen lassen. Ich habe nicht nach einem anderen Ausgang gesehen, dachte sie. Dumm, dumm, dumm. Vielleicht werde ich …

Als die Brettertür aufschwang, betätigte sie den Schalter und das blaue Licht zerschnitt die staubige Luft. Das Merlie, das herein gewackelt kam, schien nicht sonderlich beeindruckt. Ebenso wenig die ältere Frau, die ihm folgte.

„Du bist schreckhaft“, sagte sie. Sie trug ein abgedecktes Tablett in den Händen und irgendein Bündel unter dem Arm. Das Merlie schnüffelte, auf der Suche nach Aufmerksamkeit, an Etains Knie. Es waren erschreckend intelligente Tiere von fast einem Meter Schulterhöhe. Ihre Wolle hing in langen, braunen Ringellocken herunter und ihre runden, grünen Augen schauten für Etains Geschmack verstörend menschlich. „Hier ist dein Abendessen.“

„Danke“, sagte Etain und sah zu, wie die Frau das Tablett auf der Matratze abstellte und das Bündel aus braunem Stoff danebenlegte.

„Eine ganz schöne Arbeit, den Dung von deinem Mantel zu bekommen“, sagte die Frau und beäugte dabei das Lichtschwert auf die gleiche Weise, wie Birhan es getan hatte. „Ist noch ein bisschen feucht. Aber sauber.“

„Danke“, wiederholte Etain. Sie schaltete die Klinge ab und zog das Tuch von dem Tablett. Zwei grobe Tonteller boten ein paar dünne Scheiben Brot und einen sämigen Eintopf, auf dem Barqkörner schwammen. Sie konnte ihr widerlich rezentes Aroma riechen.

Die Menge des Barq stellte für diese Leute einen Wochenlohn dar. „Ihr hättet Euch für mich nicht solche Umstände machen müssen“, sagte Etain verlegen.

„Du bist ein Gast“, erwiderte die Frau. „Außerdem wäre es doch Verschwendung gewesen, wenn ich die Körner weggeworfen hätte, nachdem ich sie von deinem Mantel geschrubbt hatte, nicht? Oh-ah.“

Etain drehte sich der Magen um, aber sie behielt die Fassung. Coruscants Vorschriften für Lebensmittelhygiene schienen hier keine Anwendung zu finden.