Verlag: cbt Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2014

Tagebuch eines Vampirs - Dunkle Ewigkeit E-Book

Lisa J. Smith

4.38888888888889 (18)
Bestseller

Das E-Book lesen Sie auf:

Kindle MOBI
E-Reader EPUB für EUR 1,- kaufen
Tablet EPUB
Smartphone EPUB
Computer EPUB
Lesen Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Sicherung: Wasserzeichen E-Book-Leseprobe lesen

E-Book-Beschreibung Tagebuch eines Vampirs - Dunkle Ewigkeit - Lisa J. Smith

Der Kampf gegen das Böse ist noch lange nicht zu Ende. Denn das Grauen hat viele Gesichter – und zeigt Elena, Stefano und Damon seine tödlichste Seite ... Fünf Jahre nach dem Showdown gegen Nicolaus scheint die Gefahr gebannt: Elena und Stefano genießen ihr Glück in Dalcrest, Damon und Caterina kosten das süße Leben in Italien aus ... bis das Böse erneut zuschlägt: Bei einem Autounfall entrinnt Elena nur knapp dem Tod, und Damon wird von einer Gruppe schier übermächtiger Vampire attackiert. Dahinter kann nur einer stecken: Solomon, der teuflischste aller Uralten! Zusammen mit Vampirjäger Jack nehmen die Freunde den Kampf auf – ohne zu ahnen, dass er ihr Leben auf grauenvolle Weise verändern wird.

Meinungen über das E-Book Tagebuch eines Vampirs - Dunkle Ewigkeit - Lisa J. Smith

E-Book-Leseprobe Tagebuch eines Vampirs - Dunkle Ewigkeit - Lisa J. Smith

Foto: © privat

Die Autorin

Lisa J. Smith hat schon früh mit dem Schreiben begonnen. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie noch während ihres Studiums. Sie lebt mit einem Hund, einer Katze und ungefähr 10 000 Büchern im Norden Kaliforniens.

Weitere lieferbare Titel von Lisa J. Smith bei cbt:

Die Tagebuch eines Vampirs-Serie

Im Zwielicht (Band 1)

Bei Dämmerung (Band 2)

In der Dunkelheit (Band 3)

In der Schattenwelt (Band 4)

Rückkehr bei Nacht (Band 5)

Seelen der Finsternis (Band 6)

Schwarze Mitternacht (Band 7)

Jagd im Abendrot (Band 8)

Jagd im Mondlicht (Band 9)

Jagd im Morgengrauen (Band 10)

The Vampire Diaries– Stefan’s Diaries

Am Anfang der Ewigkeit (Band 1)

Nur ein Tropfen Blut (Band 2)

Rache ist nicht genug (Band 3)

Nebel der Vergangenheit (Band 4)

Die Night World-Reihe

Engel der Verdammnis

Prinz des Schattenreichs

Jägerin der Dunkelheit

Retter der Nacht

Gefährten des Zwielichts

Töchter der Finsternis

Schwestern der Dunkelheit

Kriegerin der Nacht

Der Magische Zirkel

Die Ankunft (Band 1)

Der Verrat (Band 2)

Die Erlösung (Band 3)

Der Abgrund (Band 4)

Die Hexenjagd (Band 5)

Visionen der Nacht

Die dunkle Gabe (Band 1)

Der geheime Bund (Band 2)

Der tödliche Bann (Band 3)

Das Dunkle Spiel

Die Gejagte (Band 1)

Die Beute (Band 2)

Die Entscheidung (Band 3)

cbt ist der Jugendbuchverlag

in der Verlagsgruppe Random House

1. Auflage

Deutsche Erstausgabe Juli 2014

Gesetzt nach den Regeln der Rechtschreibreform

© 2013 by Alloy Entertainment and L. J. Smith

Published by Arrangement with Rights People, London.

Die amerikanische Originalausgabe erschien

2013 unter dem Titel »The Vampire Diaries:

The Salvation: Unseen« bei

HarperCollins Publishers, New York.

© 2014 der deutschsprachigen Ausgabe bei cbt Verlag

in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München

Alle deutschsprachigen Rechte vorbehalten

Übersetzung: Michaela Link

Lektorat: Kerstin Weber

Umschlaggestaltung und Artwork © Birgit Gitschier, Augsburg,

unter Verwendung eines Motivs von

triggerimage (©Josefine Jonsson)

he · Herstellung: kw

Satz: Buch-Werkstatt GmbH, Bad Aibling

ISBN: 978-3-641-12873-9

www.cbt-jugendbuch.de

Kapitel Eins

Lieber Damon,

gestern war ich glücklich. Nicht im alltäglichen Sinne. Es war ein wildes, grimmiges Glück, das wie Feuer in meinen Adern brannte.

Ich hätte selbst ohne das leise Ziehen des Bandes zwischen uns gewusst, dass du mir dieses Glücksgefühl vermittelt hast. Es fühlte sich ganz nach dir an. Was hast du getan? Wo warst du gestern?

Ich bin froh, dass du glücklich bist, Damon.

Ich vermisse dich. Dank des Bandes, das die Wächter geschmiedet haben, sind wir niemals wirklich weit voneinander entfernt. Ich denke jeden Tag an dich, etwas von dir ist ständig in meinem Bewusstsein. Aber ich würde dich gern persönlich sehen.

Ich kann kaum fassen, dass bereits vier Jahre vergangen sind. Ich sehe immer noch vor mir, wie wir Auf Wiedersehen gesagt haben an diesem letzten Abend in Dalcrest– das Band zwischen unseren Auren war so neu– und wie ich geweint habe. Und ich wünsche mir immer noch, ich hätte dich zum Bleiben überreden können.

Stefano vermisst dich ebenfalls. Wir nehmen uns immer wieder vor, dich bald zu suchen, wo immer du sein magst. Dann könnten wir alle zusammen durch Straßen ziehen, durch die du und Stefano seit Jahrhunderten nicht mehr gewandelt seid, und du könntest uns die heißesten Nachtklubs zeigen. Wir würden wieder wie eine Familie sein.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir meine Vergangenheit abhandenkommt. Gestern hat mir Tante Judith erzählt, dass sie unser Haus in Fell’s Church verkaufen und nach Richmond ziehen will. Und das ist ja auch sinnvoll: Robert braucht nicht mehr so weit zu pendeln, und meine kleine Schwester kann eine tolle Schule in der Stadt besuchen. Und schließlich wohne ich ja auch nicht mehr dort.

Trotzdem muss ich immer wieder daran denken, wie meine Mutter und ich dort mein Schlafzimmer renoviert haben, bevor sie starb, in wie vielen Nächten Bonnie, Meredith, Caroline und ich dort Geheimnisse ausgetauscht haben. Du und Stefano habt mich dort beide in den Armen gehalten, zu unterschiedlichen Zeiten und Anlässen.

Es tut sehr weh, diesem Haus Lebewohl sagen, doch ich spüre, dass ich es kann. Aber dir kann ich nicht auch noch Lebewohl sagen. Bitte, Damon, versprich mir, dass wir uns wiedersehen werden.

Elena Gilbert seufzte und strich sich mit den Fingern durch ihr langes blondes Haar. Warum fiel es ihr so schwer, auf den Punkt zu kommen? Sie ließ sich von ihren Gefühlen ablenken, obwohl der eigentliche Grund für die E-Mail an Damon ein anderer war.

Dass ich dich vermisse, tippte sie, weißt du allerdings schon längst.Aber es gibt etwas, wovor ich dich warnen muss.

Elena blickte von ihrem Laptop auf und sah sich im Wohnzimmer um. Alles in ihrer und Stefanos Wohnung war heiter. Das warme goldene Licht der Lampen beleuchtete die hellen Wände mit den Kunstdrucken jener Ausstellungen, die sie und Stefano besucht hatten: ein abstraktes Gemälde von einem Paar, das sich umarmte und in dieser Umarmung miteinander verschmolz; ein strenger Renaissanceengel; ein Feld voller Wildblumen. Auf dem Couchtisch grinste Elenas kleine Schwester Margaret von ihrem Grundschulabschlussfoto; auf einem anderen Foto standen Bonnie und Elena in silbernen Brautjungfernkleidern neben Meredith, die über das ganze Gesicht strahlte. Vor den Fenstern hingen schwere Brokatvorhänge. Sammy, ihr Kater mit dem langen weißen Fell, rekelte sich genüsslich auf den Sofakissen, und nur ein Augenschlitz zeigte, dass er wach war.

Auf einer schweren Mahagonitruhe lagen jene Dinge bunt durcheinander, die Stefano in den Jahrhunderten seiner Streifzüge durch die Welt mit sich geschleppt hatte: ein paar Goldmünzen, ein Dolch mit Elfenbeingriff, ein mit Silber beschlagener Achatbecher, eine goldene Taschenuhr und ein kleines Eisenkästchen. Und darin schließlich das jüngste Stück seiner Sammlung: ein seidenes fliederfarbenes, mit Schlamm beflecktes Haarband, das Elena einst verloren hatte.

Elena erinnerte sich, wie sie diese Gegenstände zum ersten Mal in Stefanos Pensionszimmer in Fell’s Church gesehen hatte, damals, als er ein rätselhafter, beinahe Furcht einflößender Fremder gewesen war. Inzwischen kannte sie die Geschichte eines jeden Stückes, verstand all diese Talismane aus Stefanos Vergangenheit.

Die stille Wohnung war das genaue Gegenteil des Ortes, an dem Damon jetzt war, wo auch immer dieser Ort sein mochte. Es war ziemlich wahrscheinlich, dass er von grellem Licht und schnellen Autos umgeben war. Lange Zeit war Elena rastlos gewesen– aber hier, in diesem Heim, das sie und Stefano sich geschaffen hatten, war sie zufrieden.

Natürlich waren sie niemals vollkommen sicher. Aber seit Nicolaus’ Niederlage vor fünf Jahren hatten die Machtlinien, die das Gebiet um Dalcrest durchzogen, nichts Gefährlicheres als einen einzelnen jungen Werwolf und einen frisch erschaffenen Vampir angezogen.

Und sie war glücklich. Meistens.

Da war nur… dieses Gefühl, dass Gefahr drohte. Ein Gefühl, das sie in letzter Zeit immer öfter beschlich, das in ihre Träume eingedrungen war und seither beharrlich an ihr nagte. Und inmitten dieses Bewusstseins spürte sie immer wieder Damons dunkle, feurige Existenz.

Stirnrunzelnd begann sie wieder zu tippen.

Wo immer du jetzt bist, Damon, bitte, sei vorsichtig. Ich weiß einfach, dass irgendetwas nicht stimmt. Immer wieder habe ich versucht herauszufinden, was es ist– habe meine Wächterkräfte bis an ihre Grenzen strapaziert und sogar Andrés in Costa Rica angerufen, um zu fragen, ob er eine Idee habe, wie ich dahinterkommen könne, was genau ich eigentlich spüre– aber es gelingt mir nicht.

Ich weiß nur, dass etwas Schreckliches vor sich geht. Und du bist irgendwie darin verstrickt. Bitte, Damon, sei vorsichtig. Ich möchte, dass du in Sicherheit bist.

Gerade als sich ein Schlüssel im Schloss drehte, schickte Elena die Mail ab. Sammy sprang mit einer fließenden Bewegung vom Sofa. Elena folgte ihm zur Tür.

»Stefano«, rief sie, »willkommen daheim!«

Obwohl Stefano sich jetzt so vertraut anfühlte und so lebenswichtig war wie die Luft zum Atmen, warf sein Anblick sie manchmal immer noch um. Er war einfach so schön, mit seinem klassischen römischen Profil und seinen dunklen Locken, die in ihr den Wunsch weckten, sie zu verstrubbeln. Seine Unterlippe wölbte sich sinnlich, als er sie anlächelte, und sein Gesicht öffnete sich auf eine Weise, die nur Elena zu sehen bekam, und sie eilte zu ihm, um ihn zu küssen. Ein Kuss voller Liebe. Und sie konnte auch Stefanos Liebe spüren, warm und beruhigend.

Sammy strich um ihre Knöchel, beschnupperte Stefano und pirschte dann mit wedelndem Schwanz davon.

Schließlich lehnte Elena sich zurück, um Stefano zu mustern, und sah, dass sein Gesicht trotz der dunklen Schatten unter seinen laubgrünen Augen heiter war. Dann war die Jagd also gut gelaufen. Er war in Sicherheit; Meredith war in Sicherheit. Elena seufzte dankbar und lehnte den Kopf an Stefanos Schulter. Er war zu Hause und alles würde gut werden.

Er umschlang sie fester. Das Leder seiner Jacke schmiegte sich an ihre Wange. Dann spürte sie etwas Klebriges auf ihrer Haut. »Stefano?«, fragte sie, zog sich zurück und berührte den feuchten Fleck auf seiner schwarzen Jacke. Ihre Finger waren rot von Blut. »Stefano?«, fragte sie eindringlich. Angstvoll tastete sie ihn nach Verletzungen ab.

»Es ist alles in Ordnung, Elena.« Stefano ergriff ihre Hände. »Es ist nicht mein Blut.« Sein Lächeln wurde breiter. »Wir haben Celine getötet.«

Elena schnappte überrascht nach Luft. Monatelang hatten sie Jagd auf Celine gemacht. Sie war eine der Alten, der ursprünglichen Vampire– ein uraltes, bösartiges Ungeheuer, das unzählige Jahrhunderte lang auf jedem Kontinent durch die Nacht gepirscht war. Celine war die letzte der drei Alten, deren Spuren sie hatten finden können, die letzte, die sie töten mussten, um diesen Teil der Welt zu einem sicheren Ort zu machen.

Am Anfang hatten sie Celine noch gemeinsam verfolgt, Elena, Stefano und Meredith…

»Pass auf deinen Kopf auf«, sagte Stefano zu Elena und hielt eine Hängepflanze fest, damit sie gebückt darunter hindurchgehen konnte. Vor ihr lag eine ominöse dunkle Öffnung, der Eingang zu einer verborgenen Höhle. Meredith folgte ihnen hinein, den Kampfstab auf Schulterhöhe, bereit anzugreifen. Stefano hielt seinen Stab lose in der Hand.

»Celine ist hier, ich bin mir sicher«, murmelte Elena. Sie spürte die Gegenwart der Alten, sah die Spur ihrer Aura, pfauenblau, durchzogen mit Gold und Schwarz, getrübt von dem Übelkeit erregenden Rostrot alten Blutes. »Sie ist wirklich mächtig«, flüsterte Elena. »Und sie weiß, dass wir kommen.«

»Großartig«, erwiderte Meredith leise. Sie tasteten sich vorsichtig durch den Tunnel, halb blind in der Dunkelheit. Stefano ging voran. Der Boden war steinig und uneben. Elena presste die Hände gegen die kalten Steinmauern, um nicht hinzufallen. Der Tunnel führte immer tiefer unter die Erde, und Elena atmete langsam ein und aus und versuchte, nicht an die Tonnen von Erdreich und Stein über ihr zu denken.

»Alles okay«, murmelte Stefano und drückte ihre Hand. »Sie kann dir nicht wehtun.« Nichts Übernatürliches konnte Elena wehtun– ein Vorteil ihrer Wächterkräfte, den sie geheimhalten mussten.

An den Spitzen der Stäbe saßen winzige Dornen, gefüllt mit einer dunklen Flüssigkeit– Elenas Blut, Gift für jeden ursprünglichen Vampir. Nur ihr Blut würde Celine töten, und nur sie konnte Celines Aura aufspüren. Sie merkte, dass ihre anderen Wächterkräfte sich für den Kampf rüsteten, sich zusammenballten wie Gewitterwolken.

Elena war bereit. Ich habe keine Angst, sagte sie sich grimmig. Stefano hatte recht. Nichts Übernatürliches konnte sie töten.

Vorsichtig bogen sie um eine Kurve im Tunnel und wurden plötzlich von grellem Licht geblendet. Die Sonne schien durch eine Öffnung hoch über ihnen auf die Kristalle, welche die Wände der Höhle bedeckten und die strahlende Helligkeit reflektierten. Elena brauchte einen Moment, um zu begreifen, dass mitten im Raum eine Gestalt stand, eine Säule aus Dunkelheit im Licht.

Die Vampirfrau verharrte so still und aufrecht wie eine Statue. Das dicke dunkle Haar hing ihr schwer und lang über die Schultern. Ihre Aura kreiselte um sie herum und zeichnete ihre Silhouette mit Gold und Rostrot nach, sodass es aussah, als tropfe Blut von ihr herab. Sie sah jung aus, ihr Gesicht war glatt und heiter– bis sie Elena bemerkte.

Ihre Augen waren dunkel, leer– und alt, sehr alt. Diese Augen hatten gesehen, wie aus winzigen Dörfern große Städte geworden und dann zu Asche zerfallen waren, wieder und wieder. Celines zarte Augenbrauen zogen sich in die Höhe, während sie die drei erwartungsvoll anblickte.

Elena blieb ruhig im Eingang der Höhle stehen, während Stefano und Meredith sich mit erhobenen Stäben an den gegenüberliegenden Wänden positionierten und auf ihre Chance warteten. Celine war zu mächtig, um sie direkt anzugreifen, aber wenn sie abgelenkt war oder wenn Elena ihre Wächterkräfte gegen sie einsetzte… Meredith wechselte einen Blick mit Elena und Elena verstand. Würde sie die Alte lange genug ruhig halten können, damit einer der beiden angreifen konnte?

Celine verharrte auch weiterhin in völliger Reglosigkeit, ihre grausamen dunklen Augen fest auf Elena gerichtet. Sie kann mir nicht wehtun, rief Elena sich ins Gedächtnis. Sie holte tief Luft und schaffte es, ihre Kräfte abzurufen. Energie floss in ihrem Geist zusammen. Sie bündelte sie und richtete die Macht wie einen Pfeil auf Celine.

Die Alte zuckte nur mit den Lippen. »Keine Chance, kleine Wächterin«, sagte sie lächelnd. »Ich kenne dein Geheimnis.«

Sie hob die Hand, als ob sie etwas von der Decke pflücken wollte. Mit einem heftigen Krachen barst die steinerne Höhlendecke.

»Elena, lauf!«, schrie Stefano. Ehe sie sich bewegen konnte, stürzten die Felsbrocken auf sie herab.

»Stefano…«, sagte sie noch, bevor alles schwarz wurde.

Elena zuckte zusammen bei der Erinnerung an die schwere Gehirnerschütterung, mit der sie erwacht war. Celine war längst verschwunden gewesen. Daraufhin hatten Stefano und Meredith sich geweigert, sie noch einmal auf die Jagd mitzunehmen. Da Celine wusste, dass Elena zwar nicht durch übernatürliche, wohl aber durch natürliche Kräfte– wie einen Felssturz– getötet werden konnte, hielten sie es für zu gefährlich, sie in die Nähe der Ursprünglichen zu lassen. Von da an hatte Elena ihre Wächterkräfte aus der Ferne benutzt, genau wie Bonnie und Alaric es recherchiert hatten, und sie hatte Magie angewandt, um Celine aufzuspüren.

Aber jetzt war Celine tot.

Elena ignorierte die Blutflecken, zog Stefano an sich und küsste ihn, zuerst zärtlich und dann leidenschaftlicher. »Du hast es geschafft. Du bist wunderbar«, murmelte sie dicht an seinen Lippen.

Sie spürte, wie er lächelte. Dann zog er sich zurück und umfasste ihre Wange. Sein eindringlicher Blick war so liebevoll, dass Elena schwindelig wurde. »Ohne dich hätten wir es nicht geschafft«, sagte er.

»Natürlich nicht«, witzelte Elena mit Blick auf den schmalen Lederkasten, in dem Stefanos Kampfstab lag.

»Es ist viel mehr als das«, meinte Stefano kopfschüttelnd. »Nichts von alldem hätte ich ohne dich tun können. Alles, was ich tue, Elena, mache ich deinetwegen.« Seine Augen glänzten und er strich ihr mit den Fingern sanft über die Wange. »Du bist in Sicherheit. Es ist vorbei. Jetzt, da Celine tot ist, gibt es keine ursprünglichen Vampire mehr.«

»Keine, von denen wir wissen«, wandte Elena ein und verzog kläglich die Lippen. Wenn es eines gab, was sie im Laufe der vergangenen Jahre gelernt hatte, dann dies: Es war niemals wirklich vorbei.

»Zumindest im Augenblick sind wir hier sicher.« Er küsste sie erneut und Elena gab sich dem Kuss hin. Ihre Seelen verbanden sich, und sie spürten, wie sehr sie einander liebten und begehrten, bis Elena sich widerstrebend von ihm löste.

»Wir müssen gleich zu Bonnies Geburtstagsparty«, sagte sie entschieden.

Stefano lächelte und drückte ihr einen sanften Kuss auf die Stirn, bevor er zurücktrat. »Kein Problem«, sagte er. »Wir haben schließlich jede Menge Zeit.«

Dann ging er entspannt ins Badezimmer, um eine Dusche zu nehmen.

Elena sah ihm nachdenklich hinterher. Er hatte recht. Jetzt, da Elena vom Wasser der Ewigen Jugend und des Ewigen Lebens getrunken hatte, würde sie für immer an Stefanos Seite sein. Sie hatten tatsächlich alle Zeit der Welt.

Und doch hämmerte sich mit jedem Herzschlag die düstere Vorahnung in ihren Kopf zurück. Trotz ihrer gemeinsamen Unsterblichkeit, trotz Celines Tod beschlich Elena das furchtbare Gefühl, dass ihnen die Zeit davonlief.

Kapitel Zwei

Heute war Bonnie glücklich. Beim Aufwachen stieg ihr der Duft des köstlichen Frühstücks in die Nase, das Zander zubereitet hatte, und die Sonne schien– wie zu ihren Ehren– an diesem ersten richtigen Sommertag zum Fenster herein. Und dann sang ihre ganze Kindergartengruppe »Happy Birthday« und schenkte ihr eine riesige Karte, auf der einundzwanzig bunte kleine Handabdrücke prangten und einundzwanzig Namen mit verwackelten Druckbuchstaben gemalt waren, von Astrid bis Zachary. Bonnie hatte den Kindern im Laufe des Jahres beigebracht, ihre Namen zu schreiben.

»Es war das Schönste, was ich jemals bekommen habe«, sagte Bonnie und blickte ihre Freunde glücklich an. »Eine der Mütter hat mir sogar Muffins gebacken.«

Jetzt saß sie auf einem samtenen Sofa in einer hübschen Bar und genoss das Leben.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!