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Seit Urzeiten ist die Tierwelt ein schier unerschöpflicher Fundus an Inspiration für den Künstler, der sich mit der Natur und ihren Kindern befasst. Die künstlerische Wahrnehmung des Tieres hat sich über die Jahrtausende maßgeblich verändert. Die Faszination der frühen Höhlenmaler wich bald der Liebe für das domestizierte Tier, die wiederum von einer in der Renaissance aufkommenden Ästhetisierung abgelöst wurde. Schließlich waren es der Orientalismus und ähnlich motivierte Kunstideen, die den Künstlern der alten Welt eine völlig neue Fauna nahe brachten, die aufregend, wild und exotisch schien ein perfektes Sujet für den naturaffinen Künstler. Tiergemälde illustriert nicht nur diese Entwicklung, sondern bietet auch eine Auswahl wenig bekannter, animalisch inspirierter Kunstwerke von berühmten Künstlern wie Albrecht Dürer, Pieter Brueghel, Leonardo da Vinci, Katsushika Hokusai, Henri Rousseau und Paul Klee.
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Seitenzahl: 73
Veröffentlichungsjahr: 2023
John Bascom
© 2023, Parkstone Press International, New York, USA
© 2023, Confidential Concepts, worldwide, USA
© Image-Barwww.image-bar.com
© 2023, Chagall Estate/ Artists Rights Society, New York, USA
© 2023, Estate of Morris Hirshfield/ Licensed by VAGA, New York, NY
© 2023, Estate of Pablo Picasso/ Artists Right Society (ARS), New York
© 2023, Ivan Generalic’, alle Rechte vorbehalten
© 2023, Andy Warhol Foundation for the Visual Arts/ Artists Rights Society, New York
Alle Rechte vorbehalten.
Das vorliegende Werk darf nicht, auch nicht in Auszügen, ohne die Genehmigung des Inhabers der weltweiten Rechte reproduziert werden. Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.
ISBN: 978-1-78160-576-9
Inhalt
GEDANKEN ÜBER DIE SCHÖNHEIT
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
A
Adler auf einem Felsen im Schneesturm,Katsushika Hokusai, 1847
Affe,Katsushika Hokusai, 1848
Afrikanische Antilope und Hirschziegenantilope (Antilope cervicapra),Ulisse Aldrovandi, 2. Hälfte 16. Jh.
Alter Tiger im Schnee,Katsushika Hokusai, 1849
Antilopen,um 1550-1500 v.Chr.
Arche Noah,Edward Hicks, 1846
Auf dem Rücken liegender Krebs,Vincent van Gogh, 1889
B
Basrelief mit Bisons,um 16000 v.Chr.
Blauschwarzer Fuchs,Franz Marc, 1911
Bullen,Constant Troyon
D
Das friedliche Königreich,EdwardHicks, 1847
Das Paradies,Jan Brueghel d.J., um 1650
Das Rendezvous der Katzen,Édouard Manet, 1868
Das Wildschwein,Rembrandt Harmenszoon van Rijn, 1643
Der Eisvogel,Vincent van Gogh, 1886
Der Fischreiher,Albrecht Dürer, um 1515
Der Garten der irdischen Lüste (Detail), linker Flügel: Das Paradies,Hieronymus Bosch, um 1500-1505
Der Garten Eden und Zug der Tiere in die Arche Noah,Jan Brueghel d.Ä., 1596
Der Goldfisch,Paul Klee, 1925
Der Mandrill,Franz Marc, 1913
Der Rochen,Jean-Baptiste Siméon Chardin, um 1728
Der Tiger,Franz Marc, 1912
Der Tiger,Paul Ranson, 1893
Die Brücke Suidobashi in der Region Surugadai,Utagawa Hiroshige, 1857
Die Brunft. Hirschkampf,Gustave Courbet, 1861
Die Cornell-Farm,Edward Hicks, 1848
Die Hochzeit der Hirsche,Ivan Generalic’, 1959
Die Katzengöttin Bastet,663-609 v.Chr.
Die Kuh mit dem Sonnenschirm,Marc Chagall, 1946
Die Narraffen,Henri Rousseau, 1906
Die Siedlungen Minowa, Kanasugi und Mikawashima,Utagawa Hiroshige, 1857
Die Übersetzstelle Sakasai,Utagawa Hiroshige, 1857
Die weiße Katze,Pierre Bonnard, 1894
Die Windhunde des Comte de Choiseul,Gustave Courbet, 1866
Die Zeit ist ein Fluss ohne Ufer,Marc Chagall, 1930-1939
Die Ziege,Pablo Picasso, 1950
Drei Kühe auf der Weide,Paulus Potter, 1648
Drei schwarze Riesenalke (Detail),um 27000-19000 v.Chr.
E
Eichhörnchen in einer Platane,Mansur, um 1615
Ein Kamel mit zwei Höckern,Rembrandt Harmenszoon van Rijn, 1633
Ein Löwe greift ein Pferd an,Antonio Susini oder Giovanni Francesco Susini, nach einem Modell von Giambologna, 1600-1625
Eine Katze greift nach einem Truthahn; Enten, Vögel, Muscheln,um 50 n.Chr.
Eine Wildfamilie, Niko Pirosmani, 1917
Elefant,Rembrandt Harmenszoon van Rijn, 1637
Enten und Antilopen, 1. Jh. v.Chr. Fresko
F
Flusslandschaft,Ivan Generalic’, 1964
Füchse im Schnee,Friedrich Wilhelm Kuhnert, 1893
Fukagawa Susaki Jûmantsubo (Susaki und Jumantsubo in Fukagawa),Utagawa Hiroshige, 1857
G
Ganesha,Hoysala-Dynastie, 12.-13. Jh. Kalkschiefer
Gartenfresko in der Villa Livia bei Primaporta,1. Jh. v.Chr. Fresko.
Gelbe Kuh,Franz Marc, 1911
Goldfische,Henri Matisse, 1912
H
Hahn, Henne und Herbstblumen,Utagawa Hiroshige, 1837
Herde in einer Landschaft,Charles de Luna
Höhlenmalerei mit schwarzen Pferden, um 27000-19000 v.Chr.
Hunde und Wild,François Desportes
J
Jagdepisode bei der Rehjagd in der Franche-Comté,Gustave Courbet, 1866
Jagdhund,Jean-Baptiste Siméon Chardin, um 1725
Junge Eule,François Pompon, nach 1923
Junger Bulle auf einer Wiese,Édouard Manet, 1881
Junger Feldhase,Albrecht Dürer, 1502
K
Kampf zwischen einem Tiger und einem Büffel,Henri Rousseau, 1908
Katze und Vogel,Paul Klee, 1928
Käuzchen,Albrecht Dürer, 1508
Kleine Blaue Pferde,Franz Marc, 1911
Kleines Pferd,Pablo Picasso, 1924 (?)
Komposition mit Tieren,Giuseppe Arcimboldo
Kopf eines Hirsches,Diego Velázquez, um 1634
Kopf eines Walrosses,Albrecht Dürer, 1521
Krabbe,Albrecht Dürer, 1495
L
Landschaft mit einer Herde aus Schafen und Kühen,Auguste François Bonheur, 1856
Liegender Hund,Albrecht Dürer, 1520
Löwe,Albrecht Dürer, um 1494
Löwin,Peter Paul Rubens, um 1614-1615
Lyrisches,Wassily Kandinsky, 1911
M
Makak und Albino-Pavian,George Stubbs, um 1780
Malerisches Dekor (Detail): Garten mit Trompe-l’œil einer Vogeltränke,25-50 n.Chr. Fresko
Morgen in einem Kiefernwald,Iwan Schischkin, 1889
N
Neptuns Pferde,Walter Crane, 1892
Nördlicher Rotkardinal (Cardinalis cardinalis),John James Audubon
P
Pandabär, Andy Warhol, 1983
Papagei Nr. 3,Andy Warhol, 1983
Pfau im Schnee, Auszug aus den Hokusai shashin gafu (Studien nach der Natur),Katsushika Hokusai, 1814
Pferde (Studie),Joseph Nicolas Robert-Fleury
Pferde auf der Weide,Edgar Degas, 1871
Pferdestudie,Franz Marc, 1908-1909
Pferdestudie,Frederic Remington, 1908
R
Rhinozeros,Albrecht Dürer, 1515
Rote Rehe II,Franz Marc, 1912
Roter Ducker (Schopfantilope) und Bergnasenbär (Nasuella olivacea),Ulisse Aldrovandi, 2. Hälfte 16. Jh.
Rothirsch,Giuseppe Arcimboldo
S
Schafe im Stall,Charles Émile Jacque, 1859
Schlafender Wachhund,Rembrandt Harmenszoon van Rijn, um 1637-1640
Schwimmende Schildkröten,Katsushika Hokusai, 1832-1833
Stillleben mit Aal und Rotbarbe,Édouard Manet, 1864
Stillleben mit Feldhase und Früchten,François Desportes, 1711
Stillleben mit Papageien,Paul Gauguin, 1902
Stillleben mit toten Wildvögeln,Hippolite Robillard, 1875
Stillleben mit Vögeln,Lucas Cranach, um 1530
Studie eines Apfelschimmels,Théodore Géricault, um 1812
Studie eines Bären,Leonardo da Vinci, um 1490
Studie eines Nördlichen Helmhokkos (Pauxi pauxi),Giuseppe Arcimboldo
Studie eines Pferdes,Leonardo da Vinci, um 1505
Studie eines Rötelfalken (Falco naumanni) mit Blumen,Giuseppe Arcimboldo
Stuten und Fohlen in einer Flusslandschaft,George Stubbs, 1763-1768
T
Tarari maruru (Landschaft mit zwei Ziegen),Paul Gauguin, 1897
Terrier,Andy Warhol, 1983
Tiger,Morris Hirshfield, 1940
V
Virginia-Uhu (Bubo virginiaus),John James Audubon
Von einem Jaguar angegriffenes Pferd,Henri Rousseau, 1910
W
Weidender Bulle,Jacques Raymond Brascassat, 1833
Weißer Bulle und helle Färse,Gustave Courbet, 1851
Weißes Pferd,Diego Velázquez, 1634-1635
Witternder Hund,Jean-Baptiste Oudry, 1725
Wolf bei Mondschein,Frederic Remington, um 1909
Z
Zwei angekettete Affen,Pieter Bruegel d.Ä., 1562
Zwei Hunde in einer Wiesenlandschaft,Shaykh Muhammad Amir, um 1840-1850
Zwei Karpfen,Katsushika Hokusai, um 1833
Zwei Katzen,Théophile Steinlen, 1894
Zwei Pudel,Pierre Bonnard, 1891
Zwei Studien eines Paradiesvogels,Rembrandt Harmenszoon van Rijn, um 1637
Cosquer-Grotte, Cap Morgiou, südöstlich von Marseille
„Schönheit ist animalisch, Schönheit ist himmlisch.“
Cosquer-Grotte, Cap Morgiou, südöstlich von Marseille
Wenn man versucht, die Schönheit zu definieren, stellt man zunächst einmal fest, dass es eine einfache und ursprüngliche Qualität ist. Die Schönheit ist nicht komplex. Sie kann nicht durch die kombinierten Effekte von zwei oder drei Eigenschaften, die zu der einen oder der anderen Verfahrenstechnik gehören, identifiziert werden. Sie kann auch durch keine Analyse zu einer anderen Idee reduziert werden, es bleibt immer etwas Ungelöstes und Ungeklärtes, und genau das ist Schönheit.
Der Beweis dafür ist, dass die überzeugendsten Ideen, auch wenn sie häufig begleitende, eng mit der Schönheit verbundene Eigenschaften betreffen, trotzdem nie in der Lage sind, diese Beziehung zu überwinden oder aber zu beweisen, dass diese Eigenschaften der Schönheit gleichen, unabhängig davon, wo und wann sie auftritt. Die Einzigartigkeit und Vielfalt sind gewissermaßen Eigenschaften, die zu einem gewissen Grad – und meiner Meinung nach: immer – schönen Dingen zu eigen sind. Aber obwohl das Vorhandensein dieser Eigenschaften die Bedingungen der Schönheit ausmachen können, sind sie nicht synonym oder gleichwertig. Diese Qualitäten existieren nämlich in Dingen, die, wie sich herausstellt, überhaupt keine Schönheit besitzen. Die gesamte Reichweite dieser Eigenschaften könnte das hier infrage stehende Gebiet betreffen, aber es umschließt sicherlich auch noch viel mehr und beweist somit, dass es nicht diese ihr innewohnenden Qualitäten sind, die die besonderen und unterscheidenden Effekte der Ästhetik produzieren.
So geschieht es mit jeder Zergliederung von Eigenschaften, durch die man versucht, die Schönheit zu analysieren. Daher bleiben die berücksichtigten Phänomene entweder unerklärt, oder es werden Phänomene einbezogen, die nicht zum Bereich der Ästhetik gehören. Weil diese Analysen entweder zu viel oder zu wenig ausrichten, bezeugen sie, dass genau das, was hätte getan werden müssen, nicht von ihnen getan wurde. Sie zeugen nur von einem mehr oder weniger präzisen Verhältnis dieser Eigenschaften zur Schönheit, jedoch keiner gemeinsamen Identität mit ihr. Es ist eine Sache, zu beweisen, dass die Schönheit, sogar immer, von bestimmten Qualitäten begleitet wird, und eine ganz andere, zu beweisen, dass sich diese Eigenschaften immer und überall als die Schönheit selbst präsentieren, ihre vielfältigen Formen erreichend und ohne dass irgendein Phänomen eine Erklärung durch weitere Eigenschaften erfordert.
