3,99 €
Nur ein kleiner Liebesbiss: Ein Bisschen hier und ein Ruck dort könnten zwei Leute zusammenbringen. Tate Locklear arbeitet seit fast zwei Jahrhunderten als Vampirvollstrecker für seinen Zirkel und ist bereit für eine Abwechslung. Als sein Meister nach Freiwilligen sucht, um im Wald Wandler zu beschützen, denkt er, dass es die Abwechslung ist, die er braucht. Tate entdeckt, dass es noch viel mehr ist, als der Geruch des Bluts eines zurückgezogenen Leopardenwandlers ihn lockt. Irgendwie muss er das hübsche Kätzchen, das als Psion bekannt ist, davon überzeugen, dass es sehr angenehm und vorteilhaft für sie beide sein könnte, wenn er länger in menschlicher Form bleibt, als nötig ist, um eine Tür zu öffnen und zu schließen. Damit zeigt sich leider auch ein neues Problem. Kann Tate Psion über seine Angst vor Blut hinweghelfen, damit er ihn beanspruchen kann? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 28.000 Wörter
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2020
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
ÜBER CHARLIE RICHARDS
LESEPROBE:
Vampir am Haken
Nur ein kleiner Liebesbiss: Ein Bisschen hier und ein Ruck dort könnten zwei Leute zusammenbringen.
Tate Locklear arbeitet seit fast zwei Jahrhunderten als Vampirvollstrecker für seinen Zirkel und ist bereit für eine Abwechslung. Als sein Meister nach Freiwilligen sucht, um im Wald Wandler zu beschützen, denkt er, dass es die Abwechslung ist, die er braucht. Tate entdeckt, dass es noch viel mehr ist, als der Geruch des Bluts eines zurückgezogenen Leopardenwandlers ihn lockt. Irgendwie muss er das hübsche Kätzchen, das als Psion bekannt ist, davon überzeugen, dass es sehr angenehm und vorteilhaft für sie beide sein könnte, wenn er länger in menschlicher Form bleibt, als nötig ist, um eine Tür zu öffnen und zu schließen. Damit zeigt sich leider auch ein neues Problem. Kann Tate Psion über seine Angst vor Blut hinweghelfen, damit er ihn beanspruchen kann?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.
Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.
Länge: rund 28.000 Wörter
CHARLIE RICHARDS
Vampir am Haken
Ein liebevolles Biss-chen 8
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Pulling the Vampire’s Braid“:
Charlie Richards
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2020
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:
Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.
Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.
Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.
Bitte beachten:
Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.
Widmung
Darauf, Ängste zu überwinden – mögen wir alle gegen das gewinnen, womit wir kämpfen …
„Ich brauche zwei Freiwillige, die mit Toni gehen“, sagte Meister Adalric Bachmeier und betrachtete die Menge der Vampire, die sich im Aufenthaltsraum versammelt hatten. „Ihr müsst bereit sein, die Anweisungen von Alpha Dorian zu befolgen, als wären sie meine eigenen, während ihr seine Leute beschützt.“
Tate Locklear dachte nur ein paar Sekunden über das Anliegen seines Meisters nach, bevor er seine Hand hob. Er sah sich verstohlen um, während er darauf wartete, dass Adalric ihn beachtete und sich fragte, wer sich sonst noch melden würde. Er sah nicht sofort einen anderen Vampir in dem großen Raum die Hand heben.
„Danke, Tate“, rief Adalric. „Ich brauche noch einen.“
Tate senkte den Arm und verschränkte die Arme vor der Brust. Er sah sich noch einmal die Gruppe an. Nicht viele Vampire würden sich bereitwillig von ihrem Zirkel entfernen, um den Schutz einer Gruppe von Wandlern zu beaufsichtigen, die sie nicht kannten. Befehle zu erhalten war eine Sache, aber Adalric wollte Freiwillige.
Tate machte es nichts aus, da er seit fast zwei Jahrhunderten ein Low-Level-Vollstrecker in Adalrics Zirkel war. Dies würde ihm eine Veränderung bieten. Er war auch mehr als bereit für etwas Neues.
Dass Toni sie anführte, überraschte Tate auch nicht allzu sehr. Vor ein paar Monaten war der Lieblingsblutspender des Vampirvollstreckers ausgerechnet eine Verbindung mit einem Dämon eingegangen. Jetzt war das Paar – Peter und sein Dämon, Balthazar – dabei, sich ein Haus am Rande des Vampiranwesens zu bauen.
Es war immer noch etwas angespannt, wenn Peter und Toni im selben Raum landeten. Naja, mehr als ein bisschen angespannt. Gerüchten zufolge war Toni zwei Tage zuvor morgens in die Küche gegangen und hatte gesehen, wie Balthazar Peter küsste. Der Vampir war zwei Sekunden lang erstarrt, drehte sich dann um und verließ den Raum.
Tate war nicht dabei gewesen, Patrick aber. Als Koch des Zirkels war Patrick oft in diesem Raum. Er bereitete zu, was die Leute an Essen wollten oder auch irgendwelche Gerichte, die er im Kühlschrank ließ und die sich nehmen konnte, wer sie wollte. Nach einem Moment der Stille war Patrick Toni gefolgt und hatte ihn draußen auf der Veranda gefunden, wo er sich mit gesenktem Kopf an das Geländer lehnte. Patrick hatte angeboten, ihm alles an Essen zu besorgen, was er wollte.
Einige der Spender hatten begonnen, die Geschichte zu verbreiten. Als Adalric sie hörte, hatte er sie verdammt schnell zum Schweigen gebracht. Jetzt kannten zwar alle die Geschichte, aber niemand sprach darüber … zumindest nicht in Hörweite eines Mitglieds des inneren Kreises.
„Danke, Felicia“, kommentierte Adalric und Tate richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf das, wo sein sollte. „Wenn ihr drei mit mir kommen könntet, bitte.“
Tate schob sich von dem Sofa weg, an das er sich gelehnt hatte. Während er sich zwischen Vampiren hindurchschlängelte, um zum Ausgang zu gelangen, nickte er einigen seiner Freunde zu. Mehr als einer schien verwirrt zu sein, und Tate nahm an, dass er einen oder zwei von ihnen in seinem Zimmer begrüßen dürfen würde, bevor er abreiste. Er konnte nicht sagen, dass er seine überstürzte Entscheidung bedauerte. Tatsächlich freute er sich schon darauf. Es war schon eine Weile her, seit er Zeit in einem Wald verbracht hatte.
Tate folgte Adalric durch das Haus die Treppe hinauf und wusste, dass sie zum Arbeitszimmer des Meisters gingen. Er war hinter Toni, der neben Adalric ging. Keiner der beiden sprach, also hielt Tate seine Neugier über den Auftrag in Schach.
Tate fühlte ein Ziehen an seinem Zopf und schaute über die Schulter. Er runzelte die Stirn, als er den schelmischen Ausdruck in Felicias blauen Augen sah, während er nach hinten griff, um den geflochtenen Zopf, der ihm bis zum Hintern reichte, nach vorne zu ziehen. Die Vampirin grinste bei seiner Bewegung.
Tate schüttelte den Kopf. Eines der Dinge, die er nur zu gerne hinter sich zurücklassen würde, war das spielerische – und manchmal nicht so spielerische – Ziehen an seinem Zopf. Wenn er seine langen schwarzen Haare in einem einzelnen geflochtenen Zopf trug, fanden viele andere Vampire es unterhaltsam, ihm die Haarbänder zu stehlen, so dass der Zopf sich löste und er ihn neu flechten musste.
Um dem entgegenzuwirken, nahm er sich gelegentlich die Zeit, sein Haar in zwei komplizierte Zöpfe zu flechten, einen hinter jedem Ohr. Das Problem war, es dauerte eine gute Stunde, bis er damit fertig war. Oft stellte er fest, dass es einfacher war, nur den einen Zopf zu flechten, da dies nur fünf Minuten dauerte.
Leider war Felicia eine der schlimmsten.
Soviel dazu, von ihr weg zu kommen.
„Warum hast du dich freiwillig gemeldet?“, flüsterte Felicia mit neugierigen blauen Augen. „Bist du gelangweilt oder so?“
Tate wusste, dass er nicht gut sagen konnte: um von Leuten wie dir wegzukommen, und zuckte die Achseln. „Ich bin seit Jahrhunderten hier. Ich suche nur nach einer Abwechslung.“
„Ich auch“, antwortete Felicia deutlich aufgeregt. „Zuerst dachte ich, will ich mich wirklich mit ein paar Wandlern rumschlagen? Ich meine … ich bin kein Fan von all den Haaren und dem Fell und so“, fuhr sie fort und wedelte abfällig mit der Hand. „Wer will schon die ganze Zeit Haare auf den Klamotten haben? Aber dann dachte ich, es ist schon ewig her, dass ich einen guten Kampf hatte. Das könnte so viel Spaß machen! Also –“
„Felicia“, rief Adalric. „Vielleicht möchtest du deine Meinung zu Fell lieber für dich behalten“, mahnte er. „Ich schicke dich nicht weg, um unsere Verbündeten zu beleidigen.“
Felicias Wangen röteten sich, als sie den Mund schloss.
Tate erkannte, dass sie Adalrics Büro erreicht hatten und er folgte den anderen Vampiren in den Raum. Der zweite Anführer ihres Zirkels, Daystrum, saß bereits auf einem Stuhl. Tate folgte Adalrics stillem Befehl sich zu setzen, den er mit einer Handbewegung gab, und ließ sich auf einem der Sofas nieder.
„Nun, dann“, begann Adalric und lenkte die Aufmerksamkeit aller auf sich. Hinter seinem Schreibtisch sitzend, legte er seine Unterarme auf das schwere Stück Eichenholz und betrachtete die Anwesenden. „Eure Aufgabe ist es, euch mit den Gerüchen jedes Wandlers im Rudel vertraut zu machen. Auf diese Weise wisst ihr, ob jemand Unbekanntes in Dorians Territorium eindringt.“
Tate nickte. Das hatte er erwartet. Auch wenn der Geruchssinn eines Vampirs anders funktionierte als der eines Wandlers, waren ihre Sinne immer noch extrem scharf. Sie bemerkten die leichten Unterschiede im Geruch des Blutes einer Person. Ihre Fähigkeit machte sie nicht nur zu großartigen Verfolgern, sondern ermöglichte ihnen auch, die besten Blutspender zu ermitteln.
„Nährt euch auch von einem Spender, bevor ihr heute Nachmittag abreist“, befahl Adalric. „Ich möchte, dass ihr alle mindestens eine Woche durchhalten könnt, bevor ihr in die nächste Stadt gehen müsst, um euch Blut zu beschaffen.“ Er verzog das Gesicht, als er erklärte: „Viele dieser Wandler sind in Dorians Rudel gelandet, weil sie von ihren eigenen Rudeln missbraucht oder verbannt wurden. Es wird vielleicht nicht einfach sein, einen von ihnen in euer Bett zu locken.“
Felicia schnaubte und verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich würde lieber hungern.“
Während Tate Felicia stirnrunzelnd ansah, hörte er Adalric schnappen: „Wenn du voreingenommen gegenüber Wandlern bist, warum hast du dich dann freiwillig gemeldet, Felicia?“
„Oh, ich bin nicht voreingenommen“, konterte Felicia und sah tatsächlich verwirrt aus. „Wirklich nicht!“
Toni schnaubte. Er faltete die Hände hinter dem Kopf und grinste. „Ja, sicher.“ Seine tiefbraunen Augen glitzerten kühl, als er sie ansah. „Wenn du so beschissene Kommentare vor Brahms machst, der ein Gepardenwandler und Vollstrecker im Rudel ist, wird er dir einen Streifen Haut abziehen, und ich werde ihn nicht aufhalten.“ Er verzog seine Lippen, als er hinzufügte: „Warum sagst du, du würdest lieber hungern, als einen willigen Wandler als Spender zu nehmen? Was ist daran nicht voreingenommen?“
Felicias blaue Augen weiteten sich. Sie rieb sich mit den Händen über ihre mit Jeans bekleideten Schenkel und schüttelte den Kopf. „Nein, das habe ich nicht gemeint“, versicherte sie. „Ich meinte nur, dass ich nicht versuchen würde, die Meinung eines Unwilligen zu ändern, nur um satt zu werden … menschlich, Wandler oder sonst was.“
„Aha“, brummte Adalric und runzelte mit finsterer Miene die Stirn. „Sei nur klarer damit, wie du Dinge formulierst“, warnte er. „Oder jemand könnte es falsch verstehen.“
„Ja, Sir“, antwortete sie sofort.
„Gut.“ Der Vampirmeister ließ seinen Blick erneut über das Trio schweifen und schob dann mehrere dünne Akten über seinen Schreibtisch. „Diese enthalten allgemeine Informationen zu jedem Wandler, der sich derzeit in Alpha Dorians Rudel befindet. Sie sind formeller, also achtet auf die Rangordnung und benutzt Titel“, warnte er. „Macht euch mit diesen Leuten vertraut. Sie werden in eurer Obhut sein, bis Dorian und ein paar andere Alphas herausgefunden haben, wer im Wandlerrat der Verräter ist oder den Alpha, Beta und Vollstrecker der Anguswandler freigelassen hat.“
Adalric tippte mit dem Zeigefinger auf die Akten und fügte hinzu: „Während der Beta, Clark, und einer der Vollstrecker, Mercer, bereits weggebracht wurden, sind der Ex-Alpha, Donner, und der andere Vollstrecker, Karlylle, immer noch auf freiem Fuß. Dazu kommt noch die Person oder die Personen, die sie aus der Haft des Wandlerrats befreit haben, somit sind mindestens drei Wandler da draußen, vielleicht noch mehr, die es auf die Mitglieder dieses Rudels abgesehen haben, also seid vorsichtig.“
Während Tate langsam nickte, bemerkte er in seinem äußeren Blickfeld, dass Toni und Felicia dasselbe taten. Adalric stand auf. „Lest euch die Akten durch. Findet einen Spender. Dann bewegt eure Ärsche dort hin. Ihr werdet heute Nachmittag um zwei abreisen“, befahl er. „Die Fahrt dauert mehrere Stunden.“
Toni stand auf, also folgte Tate seinem Beispiel. Er bemerkte, dass Felicia dasselbe tat, aber Daystrum blieb sitzen. Nachdem Toni die Akten abgeholt hatte, reichte er Tate und Felicia eine. Er folgte Toni aus der Tür und ließ seinen Zirkelanführer zurück.
„Wenn ihr getrennt fahren möchtet, damit ihr eure eigenen Autos habt, ist das für mich in Ordnung“, sagte Toni und blieb auf dem Flur stehen, um einen Blick zwischen den beiden hin und her zu werfen. „Oder ihr könnt gerne mit mir fahren. Ich nehme meinen Bronco.“
Tate klopfte auf die Akte, die er gegen seinen Oberschenkel hielt. „Ich nehme meine Ducati“, sagte er. „Aber danke für das Angebot.“
„Wirst du in der Lage sein, genug Kleidung in dieses Ding zu stopfen?“, neckte Toni und grinste ihn an. „Deine Satteltaschen sind nicht so groß.“
Lachend zuckte Tate die Achseln. „Ich habe einen Rucksack. Außerdem brauche ich nicht viel. Nicht, dass ich einen Computer oder irgendsowas mitschleppen müsste“, erklärte er und grinste Toni an. Er wusste, dass der große Vollstrecker sich gerne mit Computerspielen beschäftigte und mit einigen der Spender spielte.
„Ich schließe mich dir an, Toni“, antwortete Felicia abwesend und blätterte bereits in der Akte. „Solange es dir nichts ausmacht, dass ich mitkomme, wenn du nach einem Spender suchst.“
Toni zögerte lange genug, bis Felicia ihren Kopf von dem hob, was sie offensichtlich las. „Was?“
„Ich habe mich nur gefragt, wie oft wir gleichzeitig weggehen können“, sinnierte Toni leise. „Und niemand fährt mein Baby außer mir.“
Felicias Brauen zogen sich zusammen. „Äh, richtig. Ich nehme an, sie haben auch keine Leihautos im Rudel, was?“ Sie legte den Kopf schief und beeilte sich hinzuzufügen: „Und ich frage nur, es soll nicht so klingen, als würde ich sie runtermachen.“
Toni lachte und tätschelte ihre Schulter. „Entspann dich. Ich weiß, was du gemeint hast, aber ich habe keine Ahnung.“ Er drehte sich um und ging den Flur entlang, während er über seine Schulter schaute. „Wenn du sicher gehen möchtest, dass du mobil bist, nimm dein Coupé.“
Schnaubend schloss sich Felicia Toni an, und Tate folgte ihnen, mehr an der Akte als an ihrem Gespräch interessiert. „Bitte“, antwortete Felicia sarkastisch und zog das Wort in die Länge. „Mein süßer Sportwagen in den Bergen? Auf keinen Fall. Ich werde einfach mit dir fahren und einen anderen Weg finden. Sicherlich gehen die Wandler von Zeit zu Zeit auf ein Bier in die Stadt, oder?“
Tate ignorierte alles andere, was gesagt wurde, und ging in eine andere Richtung zum Spenderflügel. Er würde sich zunächst um Nahrung kümmern und ein wenig Spaß haben, bevor er den harten Teil in Angriff nahm. Dann würde er seine Koffer packen und den Rest seiner Zeit, bevor sie aufbrachen, damit verbringen, sich die Akten anzuschauen.
Tate rollte langsam mit seinem Motorrad den Schotterweg hinunter. Er mied die Schlaglöcher und schlängelte sich von einer Seite der engen Straße zur anderen. Er fragte sich, ob der Alpha beleidigt sein würde, wenn er irgendwann die Straße ausbesserte.
Zum Glück sah Tate bald, dass Tonis Bronco nach links abbog. Als er folgte, öffnete sich eine große Lichtung vor ihm. Es gab eine halb gebaute Garage mit einer Reihe von Fahrzeugen, darunter mehrere Motorräder, die davor geparkt waren und allesamt abgedeckt waren.
