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Hannah und Anna sind eineiige Zwillinge. Die eine in Frankfurt, die andere in Berlin ihr Leben bestreitend, sind sich die Schwestern nach dem Tod der Eltern vor wenigen Jahren, noch näher. Ein regelmäßiges wöchentliches Telefonat ist zum traditionellen Familienritual der Beiden geworden. Bis eines Tages die Leitung an einem Ende des Telefons ohne Antwort bleibt. Erotischer Roman mit expliziten Szenen und entsprechender Wortwahl. BDSM-Elemente enthalten.
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Seitenzahl: 100
Veröffentlichungsjahr: 2023
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Die Story einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Dieses Buch enthält sexuell explizite Textpassagen und erotisch eindeutige Darstellungen mit entsprechender Wortwahl und Ausdrucksweise. Es ist nicht für Minderjährige geeignet und darf nicht in ihre Hände gegeben werden. Alle Figuren in erotischen Szenen sind volljährig und nicht miteinander verwandt. Die in dieser Story beschriebenen Personen und Szenen sind rein fiktiv und geben nicht die Realität wieder. Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen oder Orten sind zufällig. Anzumerken ist zudem, dass ausnahmslos sowohl beim BDSM als auch in jeder sonstigen Art sexueller Beziehung stets gilt: Safe, Sane and Consensual!
In der vielfältigen Welt des BDSM gilt zudem das Prinzip RACK als klare Definition und Steigerung der Ursprungsleitlinie des SSC.
Widmung
Vorwort
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Impressum
Für meinen besten Freund M., dessen Inspirationen als Anstoß zur Entstehung dieser Storyline dienten. Und dem unfassbaren Faktum, das er dennoch und trotz allem niemals aufgehört hat (und tut) an mich zu glauben, selbst dann noch als ich es für mich nicht mehr konnte. DANKE!
Hannah und Anna sind Zwillinge, die nach dem Tod ihrer Eltern nur noch sich haben. Ihre familiäre schwesterliche Verbundenheit ist den Beiden enorm wichtig. Ein wöchentliches Ritual in Form eines Telefonats hat sich im Laufe der Jahre zu einem festen Bestandteil ihres Lebens manifestiert. Doch was, wenn diese Verbindung eines Tages ohne Antwort bleibt an einem Ende der Leitung? Hannah durchlebt eine Achterbahn der Gefühle und entdeckt das ihre Schwester ein Leben in Berlin zu führen scheint, von dem die junge Frau nicht einmal im Ansatz ahnte, dass und was alles möglich ist. So führt sie die Suche nach Anna in eine immer tiefgreifendere Verkettung erotischer Erlebnisse, die Hannah nicht nur an und über ihre Grenzen führen, sondern ihr einen ganz neuen Weg zu sich selbst offenbaren.
Viel Spaß beim Lesen!
Seit Tagen schon schlafe ich unruhig und bin immer um die gleiche Uhrzeit hellwach. 3:30 Uhr. Das zieht sich mittlerweile seit fast einer Woche so hin. Meine Schwester Anna erreiche ich auch nicht. Für heute Abend steht unser wöchentlich rituelles Telefonat an. Nach dem Tod unserer Eltern vor 4 Jahren haben wir das mehr oder weniger bewusst zur Tradition gemacht. Ich hoffe nur es geht ihr gut. Im Gegensatz zu ihr bin ich immer schon die ängstlichere von uns beiden gewesen. Anna und ich sind eineiige Zwillinge. Wer uns näher kennt hat eine gute Chance uns auseinander zu halten. Wir sind genau wie in Kindertagen immer noch nahezu identisch. Äußerlich. Langes rotblondes, leicht gelocktes Haar, bernsteinfarbene Augen, plus minus 3 Kilo schlanke weibliche Kurven und ein paar sehr markante Sommersprossen um die Nasenpartie.
Und obwohl wir im Grunde genommen die gleiche Kleidergröße haben, sieht es in meinem Kleiderschrank eher so aus, als wäre dort eine Horde bunter Kanarienvögel explodiert, während Anna sich in ihrem Dresscode ausschließlich an Grau, Schwarz und dunklere Grün Töne hält. Sie ist auch die ehrgeizigere von uns beiden. Ich habe damals nach der Realschule eine Ausbildung zur Steuerfachgehilfin absolviert. Anna hingegen widmete sich ihrer Leidenschaft für Geld und Zahlen in der Ausbildung zur Bankkauffrau. Im Anschluss an die Ausbildung holte sie das Abitur nach und studierte im Bereich der Finanzwirtschaft. Während ich mit meinem Nine to Five Leben im Steuerbüro ganz zufrieden bin. Daran hat sich bis dato auch nichts geändert. Also das mit Nine to Five.
Die Steuerkanzlei habe ich dann irgendwann verlassen. Wie heißt es so schön, einmal Lehrling immer Lehrling. Und das haben mich die Damen und Herren dort auch bei jeder erdenklichen Gelegenheit spüren lassen.
Mittlerweile arbeite ich seit fast 7 Jahren für eine renommierte Werbefirma in der Personalabteilung. Die seit kurzem sogar eine Außenfiliale in New York City hat. Diesen Job habe ich meiner besten Freundin Astrid zu verdanken. Sie hat mich sozusagen über Vitamin B vermittelt. In den ersten 2 Jahren musste ich die ein oder anderen Überstunden machen, um mich in die branchenfremde Materie bestmöglich einzuarbeiten. Mein damaliger Freund Peer fand das nicht ganz so berauschend und hat mich unverhohlen mit meiner damaligen Nachbarin und Freundin Natalie betrogen. Inzwischen ist Natalie weder meine Nachbarin noch meine Freundin. Ich glaube sogar, dass sie mittlerweile nicht mal mehr mit Peer zusammen ist. Aber wen interessiert´s? Sie sollen beide in der Hölle schmoren. So viel zum Thema ich bin drüber weg. Ein Therapeut hätte wahre Freude an mir. Das mit Peer hat damals sehr weh getan. Hatte ich doch geglaubt er sei mein Mr Right.
Astrid jedenfalls fühlte sich als beste Freundin schließlich berufen mir aus dem Loch des Liebeskummers hinauszuhelfen und schleppte mich immer wieder mal mit in eine Bar oder einen Club und animierte mich zum Flirten. Ein, Zwei Dates hatte ich dann tatsächlich. Der erste, ein großgewachsener hagerer Mittvierziger, beruflich auch aus der Finanzwelt, war sehr charmant und großzügig. Er lud mich zum Essen ein. Wir gingen ins Theater. Ich war sogar seine Begleitung bei einem Geschäftsessen mit irgendwelchen Chinesen wenige Tage nach unserem ersten Date. Aber seine Küsse schmeckten einfach furchtbar. Nach Zigarrenrauch und ungewaschenen Socken. Reden hörte er außerdem nur sich selbst am liebsten und nach jedem Treffen verlangte er einen Blowjob. Wenn ich heute so darüber nachdenke, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Aber damals in der Situation hatte ich allein schon aus schlechtem Gewissen heraus das Gefühl, ich sei es ihm schuldig.
Also fasste ich mir ein Herz und schenkte seinem Schwanz die Aufmerksamkeit, die er sich von meiner Zunge und meinen Lippen wünschte.
Kandidat 2 war diesbezüglich das Pendant. Er war vielleicht ein oder zwei Zentimeter grösser als ich mit meinen zarten 1,69 Meter. Mit Anfang 20 war er damals jünger als ich. Und als armer Student zeigte er mir bei unseren 2 Dates die sparsamen Seiten von Frankfurt.
Essen gehen im asiatischen Fastfood Laden, in dem er jobbte nebst Studium und ein Sonntagnachmittag bei Sonnenschein im Stadtpark mit Frisbeescheibe und einer Kühltasche voller Billigbier. Er war ein lieber Kerl und der typische bester Kumpeltyp, aber eben nicht das wonach Frau wie ich sich sehnte. Mit Männern hatte ich also so gesehen bisher einfach kein Glück gehabt. Ich bin mittlerweile Anfang 30. Auch auf die Gefahr hin, dass meine beste Freundin Astrid das anders sieht, an einem Mann in meinem Leben bin ich derzeit absolut nicht interessiert.
Nervös schaue ich auf die Uhr. Noch 5 Minuten bis zum Feierabend. Endlich auf dem Weg in meine gemütliche 2 Zimmer Dachgeschosswohnung hole ich mir noch schnell eine Pide mit Spinat und Schafskäse von Yusuf, meinem Dönerladen des Vertrauens. Pünktlich zur Ritualzeit sitze ich dann auf dem Boden an meinem Couchtisch.
Vor mir die Pide und daneben ein Glas Weißwein. Ich habe meine Schwester Anna natürlich auf Kurzwahl und während ich die Taste 1 drücke, um mich mit ihr verbinden zu lassen, nippe ich am Riesling und lasse das kühle Nass sanft die Kehle hinuntergleiten. Besetztzeichen. Seltsam. Ich fange an zu essen und starte 10 Minuten später einen erneuten Versuch meine Schwester anzurufen. Wieder besetzt. Komisch. Das muss schon enorm wichtig sein, wenn sie an unserem Telefontag zu unserer Ritualzeit noch ein Gespräch führt. Die Pide habe ich mittlerweile längst verspeist und das zweite Glas Wein auch schon fast gelehrt. Meine Schwester kann ich allerdings nach wie vor nicht erreichen. Vielleicht ist ihr Akku leer? Aber dann heißt es doch für gewöhnlich der Teilnehmer ist nicht erreichbar, oder? Irgendwas stimmt da nicht. Meine innere Unruhe, die mich schon seit Tagen plagt, wandelt sich abrupt in Sorge. Ich hatte keine Ahnung, wen ich hätte kontaktieren können, um mich nach Annas Wohlbefinden zu erkundigen. Meine Schwester hat nach dem Studium Karriere als Finanzberaterin gemacht und lebt und arbeitet seither selbstständig in Berlin. Sie hatte mal einen Assistenten erwähnt, aber nie irgendeine gute Freundin oder einen guten Freund. Auch war sie anders gestrickt als ich in Punkto Beziehungen. Keine Frau für dauerhafte Paarbeziehungen eben. Die Firma ist ihr Leben. Und mit Männern traf sie sich nur gelegentlich, um Spaß zu haben. Ich schaue auf die Uhr. Inzwischen war es 19:30 Uhr. Es gab jetzt nur noch eines, was ich tun konnte. Meinem Abteilungsleiter ein WhatsApp schreiben und ihn um eine Woche Sonderurlaub bitten. Wenige Minuten später erhalte ich seine Rückmeldung. Es sei in Ordnung, da ich noch genügend Überstunden habe.
Allerdings soll ich an das Meeting zum Quartals Abschluss denken, an dem ich nicht nur zur Teilnahme verpflichtet war, sondern dieses auch als Präsentation vorzubereiten hatte. Dadurch bot sich mir eine einmalige Chance in der Werbefirma meinem Potenzial Raum zu geben und zu wachsen. Ich danke ihm kurz und knapp als Rückantwort und versichere, dass ich das Meeting und die Präsentation im Fokus habe. Gleich im Anschluss buche ich online einen Flug für den nächsten Morgen von Frankfurt nach Berlin. Da ich im Moment viel zu aufgewühlt bin und mein Kopfkino kaum bändigen kann, packe ich schon mal die notwendigsten Sachen in den Koffer. Größentechnisch komme ich damit noch als Handgepäck durch. Anschließend gehe ich heiß duschen. Die Nacht bleibt wie schon die Tage zuvor unruhig und bis auf ein leicht nervöses Dösen fast schlaflos.
Um 4 Uhr klingelt der Wecker. Ich mache mich frisch. Ziehe eine dunkelblaue Jeans und meinen bequemen schwarz-weiß karierten Pullover an. Ein Weihnachtsgeschenk von Anna. Dazu passend die braunen Boots von S. Oliver und meinen beigefarbenen Stoffmantel. Das Haar trage ich offen. Mit Handtasche und Koffer bewaffnet stolpere ich förmlich die fünf Stockwerke bis zur Eingangstür hinunter. Steige in das bereits wartende Taxi, das ich am Abend zuvor ebenfalls noch bestellt hatte.
Es nieselt leicht als ich früh morgens in Frankfurt abfliege und es regnet in Strömen als ich in Berlin Tegel ankomme. Ich steige in das erstbeste Taxi am Flughafen und lasse mich direkt zur Wohnung meiner Schwester fahren. Dort angekommen regnet es nicht weniger und ich eile unter das kleine Vordach des Appartementhauses in dem meine Schwester, genau wie ich, das Dachgeschoß bewohnt.
Nur das ihre Wohnung rund doppelt so groß ist wie meine. Eher noch ein bisschen größer, wenn man es anhand der Quadratmeter bemaß. Was bei einer 4-Zimmer Wohnung im Vergleich zu einer 2-Zimmer Wohnung nicht unbedingt eine Kunst ist. Annas Wohnung ist sehr großzügig geschnitten und es gibt einen Fahrstuhl bis in den 6. Stock. Von dort aus führt am Ende des Korridors eine 4-stufige Treppe zu einem kleinen Vorraum an ihre Haustür. Unten am Haupteingang nutze ich den Zweitschlüssel, den mir Anna anvertraut hat. Oben vor ihrer Eingangstür angekommen klingle ich jedoch ganz höflich wie ein Gast. Manchmal bleibt sie zu Hause und arbeitet im Homeoffice. Außerdem will ich, Sorge hin Sorge her, nicht einfach so in ihre Privatsphäre platzen. Nachdem niemand öffnet, versuche ich es erneut auf ihrem Handy. Ganz schwach hörbar vernehme ich den Klingelton der Serie Bezaubernde Jeannie, die wir in Kindertagen so liebten, von innerhalb der Wohnung. Seltsam. War Anna also doch zu Hause? Warum macht sie dann nicht auf? Das Kopfkino, das sich in meinen Gedanken abspielt, nimmt jetzt richtig Fahrt auf. Meine Sorge wird immer grösser und das ängstliche Ziehen in meiner Magengrube immer stärker und schlimmer. Kurz entschlossen krame ich mit zittrigen Händen den Schlüssel zu Annas Wohnung aus meiner Handtasche und schließe auf. Ich eile durch den langen Flur und rufe laut ihren Namen. Nichts. Tief in meinem Inneren hoffe ich sie mit Kopfhörern Gedankenversunken an Ihrem Schreibtisch vorzufinden. Die Tür zu Ihrem Büro steht bereits offen, auch hier ist niemand vorzufinden. Ich bin allein. Wohnzimmer, Küche, Bad, Büro, Schlafzimmer, Gästezimmer, ich bin allein. Bleibt noch die Hoffnung, dass meine Schwester in ihrem Büro in der Innenstadt ist. Während meine Handtasche von meiner Schulter auf das Bordeauxrote Rolf Benz Sofa gleitet, wähle ich mit dem Handy die Nummer von Annas Büro. Nach mehrfachem klingeln schaltet sich der Anrufbeantworter ein, um mir mitzuteilen, dass meine Schwester sich in einem Meeting befindet und man Namen und Nummer für einen Rückruf hinterlassen soll.
