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Vertraue niemals einem Rocker Evelyn hat nur einen Wunsch: Endlich wieder ein eigenes Leben. Einen Job, einen Alltag, Entscheidungen ohne Clubregeln und ganz sicher keinen Rocker, der sie ansieht, als wäre sie das Einzige, was in dieser verdammten Stadt noch zählt. Ihr Vorsatz ist eindeutig: "Vertraue niemals einem Rocker" Und schon gar nicht Howl - dem Enforcer der Nightborn Wolves, einem Mann, der Probleme nicht diskutiert, sondern beendet, und dessen Loyalität genauso kompromisslos ist wie seine Art zu lieben. Doch ein einziger Moment reicht aus, um Evelyns mühsam zurückeroberte Normalität zu zerstören. Ein toter Bruder, alte Feinde und ein Club, der keine halben Entscheidungen kennt - und plötzlich steht sie wieder mitten in einer Welt, die sie um jeden Preis hinter sich lassen wollte. Aber Howl lässt sie nicht fallen. Er bringt sie in Sicherheit, stellt sich seinen Feinden und trifft eine Entscheidung, die gefährlicher ist als jeder Krieg: Er lässt sie gehen. Zurück ins Leben und zurück in die Freiheit. Zwischen Gewalt und leisen Momenten, zwischen Club und Café, zwischen Angst und Verlangen begreift Evelyn, dass die größte Gefahr nicht die Feinde der Wolves sind, sondern der Mann, der sie gerettet hat, ohne sie zu besitzen, und der geblieben ist, ohne etwas von ihr zu fordern. Eine intensive, emotionale und überraschend humorvolle MC Romance über Vertrauen, Loyalität und den Mut, sich auf einen Rocker einzulassen, der alles nur kein Märchenprinz ist. Diese neue Romance-Reihe erzählt drei eigenständige, komplett abgeschlossene Liebesgeschichten. Jede kann unabhängig gelesen werden - doch gemeinsam zeichnen sie ein Bild von Leidenschaft, Gefahr, Hingabe und der Art von Liebe, die nur entsteht, wenn zwei Herzen im gleichen Rhythmus schlagen wie ein brüllender Motor. Buch 1: Küsse niemals einen Rocker Ein Feuer, eine Entführung und ein Kuss, der nie hätte passieren dürfen. Buch 2: Liebe niemals einen Rocker Ein Sergeant-at-Arms, eine beste Freundin und eine Anziehung, die stärker ist als jede Warnung. Buch 3: Vertraue niemals einem Rocker Falsche Entscheidungen, dunkle Geheimnisse und ein Mann, dessen Loyalität zur tödlichen Waffe wird. Nightborn Wolves - Ride or Die Eine Serie voller Spannung, Spice, Herzrasen und Männern, die nur für eine Frau schwach werden - ihre eigene.
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Seitenzahl: 98
Veröffentlichungsjahr: 2026
Vertraue niemals einem Rocker
Autorin: [Bärbel Muschiol]
© 2025 [Bärbel Muschiol]
Alle Rechte vorbehalten.Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Autorin unzulässig.
Dieses Werk ist frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen, realen Ereignissen oder tatsächlichen Orten sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Covergestaltung: [Bärbel Muschiol]
Inhaltsverzeichnis
Vertraue niemals einem Rocker
Biker Romance
Vorwort
Prolog
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Epilog
Danksagung
Willkommen zurück in New York -und willkommen im letzten Roman der Nightborn-Wolves-Serie.
New York verändert sich nie und doch jeden einzelnen Tag.Die Stadt pulsiert weiter, rast durch die Nächte, verschlingt Träume und spuckt neue aus, während irgendwo zwischen Beton, Neonlicht und dunklen Hinterhöfen Entscheidungen getroffen werden, die nicht mehr rückgängig zu machen sind.
Auch die Nightborn Wolves sind nicht stehen geblieben.Sie haben gekämpft, verloren, geliebt, Grenzen überschritten und gelernt, dass Loyalität nicht immer laut ist, sondern manchmal darin besteht, jemanden gehen zu lassen,
damit er bleiben kann.Dass Stärke nicht nur in Fäusten liegt, sondern in dem Mut, Kontrolle loszulassen.Und dass Familie mehr ist als Blut - sie ist eine Entscheidung, die man jeden Tag aufs Neue trifft. Dieser letzte Teil führt dich noch einmal mitten hinein in das Herz des Clubs, dorthin, wo Narben Geschichten erzählen, wo Vergangenheit und Zukunft aufeinandertreffen und wo sich zeigt, wer man wirklich ist, wenn der Lärm leiser wird.Es ist eine Geschichte über Ankommen, über Freiheit und über den Moment, in dem man begreift, dass man nicht gerettet werden muss, um geliebt zu werden.
Vielleicht ist es ein Abschied.Vielleicht auch nur ein neuer Anfang....
Mach dich bereit für Emotionen, für leise Wahrheiten zwischen donnernden Motoren, für Blicke, die mehr sagen als Worte, und für Entscheidungen, die bleiben.Für ein letztes Mal Nightborn Wolves.Für ein letztes Mal New York.
Willkommen beim Finale.
Prolog
Evelyn
Mein Bruder, der zu meinem Pech niemand Geringerer als der Road Captain des Black Reapers Motorcycle Clubs ist, der mitten in Manhattan sein Clubhaus hat, behauptet, dass das alles nur zu meinem Schutz sei. Doch ich weiß es besser …
Hier geht es um einen brutalen, gnadenlosen Krieg zwischen zwei verfeindeten Motorradclubs, die nicht davor zurückschrecken, alles und jeden umzubringen, der sich ihnen in den Weg stellt.
Keine Ahnung, wann der Krieg zwischen den Black Reapers und den Nightborn Wolves genau angefangen hat? Was ich aber weiß, ist, dass er längst außer Kontrolle geraten ist, und zwar in dem Moment, in dem mein Bruder Ronan Crowstep Hale und seine Brüder dumm genug waren, Isabella Moreno, die Tochter des Präsidenten der Nightborn Wolves, zu entführen, die inzwischen zur Old Lady von deren Vizepräsidenten Damon Ghostbite Rivera geworden ist.
Und dieser Ghostbite wiederum hat es sich nicht nehmen lassen, als Rache dem Vizepräsidenten der Black Reapers, Scribe, in einem Kampf um Leben und Tod das Genick zu brechen. Nur dass Scribe nicht einfach nur der Vize der Reapers war, sondern auch der einzige Sohn des Präsidenten, der inzwischen ebenfalls von den Nightborn Wolves getötet wurde.
Heilige Scheiße!
Zu behaupten, dass das alles verdammt kompliziert ist, wäre die Untertreibung des Jahres.
Denn mit dem Tod des Reaper-Präsidenten ist nichts beendet worden.
Im Gegenteil!
Er hat ein Machtvakuum hinterlassen, das nach Blut schreit, und Männer wie die Nightborn Wolves verstehen es verdammt gut, solche Lücken zu nutzen.
Sie jagen nicht kopflos, sie planen, sie beobachten und sie wissen genau, dass man einen Road Captain nicht über Waffen oder Grenzüberschreitungen trifft, sondern über das, was er nicht verlieren darf.
Mich. Seine kleine Schwester und die einzige Familie, die ihm geblieben ist.
Ronan hat mir das nicht direkt gesagt, aber ich habe es in seinem Blick gesehen, in der Art, wie seine Stimme einen Ton tiefer wurde, als er meinen Namen aussprach, während er mich durch die hinteren Gänge führte, vorbei an verschlossenen Türen und Männern, die mir nicht in die Augen sehen wollten.
„Die Wolves würden dich nicht töten“, hatte er schließlich gesagt, ohne stehen zu bleiben.
„Sie würden dich benutzen.“
Und genau deshalb stehe ich jetzt hier.
Eingesperrt in einem verlassenen Lagerraum tief im Reaper-Gebiet, mit Betonwänden, die eiskalt sind, einer flackernden Neonröhre über mir und dem metallischen Geruch von Staub, Öl und alter Gewalt, der sich unaufhörlich in meine Lungen frisst.
Eine dünne Matratze liegt auf dem Boden, mehr Symbol als Komfort, und irgendwo tropft Wasser in gleichmäßigen Abständen, als würde selbst die Zeit mich verhöhnen.
Als Ronan den Schlüssel im Schloss einmal herumdreht, schaut er mich nicht an.
„Du bleibst einfach hier“, sagt er ruhig, fast sanft. „Nur so lange, bis sich die Lage wieder etwas beruhigt hat.“
Ich lache nicht, und ich schreie nicht.
Ich habe gelernt, dass man bei Männern wie meinem Bruder keine Chance hat, irgendwelche Machtspiele zu gewinnen, sondern nur seine Geduld strapaziert.
„Das ist kein Schutz“, sage ich leise, weil ich mir wenigstens meine Stimme nicht nehmen lassen will. „Das ist ein Käfig.“
Ronan hält für die Dauer eines Herzschlags inne, dann schließt er schweigend die Tür hinter sich und sperrt von außen ab.
Gottverdammt!
Ich setze mich auf die dünne Matratze, ziehe die Knie an meine Brust und versuche, nicht daran zu denken, dass mein Nachname in dieser Stadt ein Todesurteil ist.
Und dass ich für die Reapers zu wichtig bin, um frei zu sein, und für ihre Feinde zu wertvoll, um einfach ignoriert zu werden.
Vielleicht hätte ich, als mir mein Bruder ‚vorgeschlagen‘ hat, für eine Weile bei ihm im Club zu wohnen, nicht so abwertend sein sollen.
Anstatt sein ‚Angebot‘ einfach anzunehmen, habe ich ihn ausgelacht und ihm unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass ich mir eher eine Kugel in den Kopf jage, als zu ihm in den Black Reapers MC zu ziehen.
Tja!
In der Sekunde, in der die Worte meinen Mund verlassen hatten, wusste ich, dass ich sie bereuen würde. Aber da war es dann auch schon zu spät.
Ich habe das zweifelhafte Talent, meistens ganz genau das zu sagen, was mir auf der Zunge liegt, ohne mir vorher irgendwelche Gedanken über mögliche Konsequenzen zu machen.
Aber woher hätte ich denn auch wissen sollen, dass mein Bruder so weit gehen und mich in einer verdammten Lagerhalle einsperren würde?
Das konnte ich nun wirklich nicht wissen.
Diese Vorgehensweise ist selbst für ihn heftig, und das will was heißen.
Wütend auf mich selbst verpasse ich der Matratze einen harten Schlag, schließe kurz die Augen und versuche, mir eine Strategie zurechtzulegen, mit der ich hier so schnell wie möglich wieder rauskomme. Denn ganz ehrlich?
Dieser Ort ist nicht nur ungemütlich und kalt, sondern auch verflucht unheimlich.
Vielleicht sollte ich einfach meinen Bruder anrufen und mich bei ihm entschuldigen?
Nein. Scheiße!
Das ist genau das, was er will, und so leicht werde ich es ihm nicht machen. Wenn ich dieses Mal so schnell klein beigebe, dann hat er gewonnen, und ich habe bei unserer nächsten Meinungsverschiedenheit überhaupt keine Chance mehr, mich durchzusetzen.
Nein, ich muss da jetzt durch, so beschissen das auch sein mag!
Howl
Meine innere Unruhe ist nichts Neues für mich.
Sie ist ein alter Begleiter, der mir immer im Nacken sitzt, wie eine zweite Haut, die sich immer dann meldet, wenn etwas im Verborgenen zu faulen beginnt, lange bevor es an die Oberfläche kriecht und anfängt, Blut zu fordern.
Doch heute fühlt sie sich anders an, schärfer, drängender, als würde sie mir mit den Fingern direkt auf die Wirbelsäule tippen und flüstern, dass Warten diesmal ein Fehler wäre.
Ich stehe im Clubhaus des Nightborn Wolves Motorcycle Clubs und halte die Arme vor der Brust verschränkt, während der Geruch von Kaffee, Öl und kaltem Rauch in der Luft hängt, und sehe zu, wie Rafe Nightfall Moreno hinter dem massiven Holztisch in seinem Büro steht und die Stirn in Falten gelegt hat, während Damon Ghostbite Rivera, sein Stellvertreter, lässig daneben lehnt, als würde nicht gerade ein Krieg in New York toben.
„Die Reapers sind nicht erledigt“, knurre ich zum wiederholten Male ohne Umschweife, weil ich längst gelernt habe, dass man solche Dinge nicht schön verpacken kann. „Nicht nach dem Tod ihres Präsidenten. Und auch nicht nach allem, was passiert ist.“
Rafe hebt ruhig und wachsam den Blick, und es ist dieser Blick eines Mannes, der gelernt hat, seine Emotionen vollkommen auszublenden, wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen.
„Das wissen wir“, antwortet er. „Aber blinder Aktionismus bringt uns gar nichts.“
Ghostbite nickt langsam. „Sie sind angeschlagen, ja. Aber genau das macht sie so gefährlich. Wer jetzt unüberlegt zuschlägt, läuft direkt ins Messer.“
Ich balle unbewusst meine Hände zu Fäusten. „Ich rede nicht von unüberlegt, sondern von vorbereitet. Wir müssen die Bewegungen dieser Wichser im Auge behalten und ihre Lagerhallen checken. Wir müssen wissen, was los ist und was die Bastarde planen! Das Letzte, was wir gebrauchen können, ist ein weiterer Anschlag auf unser Clubhaus!“
Einen Moment lang ist es still, dann stützt Rafe sich mit beiden Händen auf dem Tisch ab.
„Dein Bauchgefühl hat uns schon öfter den Arsch gerettet, Howl. Aber heute bewahrst du Ruhe.“
Ruhe …?
Holy Fuck!
Dieses Wort fühlt sich vollkommen falsch an.
Als Enforcer des Nightborn Wolves Motorcycle Clubs hier in Brooklyn ist es meine Aufgabe, für die Sicherheit der Nightborn Wolves zu sorgen! Es ist meine verdammte Pflicht, unsere Feinde im Auge zu behalten, und ganz genau das werde ich auch tun, wenn es sein muss, auch ohne die Zustimmung meines Präsidenten.
Meine Widerworte runterschluckend nicke ich Ghostbite und Rafe einfach nur zu, weil ich weiß, dass diese Diskussion kein zielführendes Ende haben wird. Doch in meinem Schädel ist längst die Entscheidung gefallen, dass ich tue, was ich tun muss!
Mein Bauchgefühl schweigt nicht, nur weil jemand es dazu auffordert.
Keine zehn Minuten später sitze ich auf meiner Maschine, der Motor unter mir brummt tief und vertraut, während ich das Clubhaus ohne Ziel oder genauen Plan hinter mir lasse.
Und lasse mich von diesem inneren Ziehen leiten, das mich seit Jahren nicht im Stich gelassen hat.
Die Stadt gleitet an mir vorbei, und die Straßenlaternen ziehen helle Streifen über den Asphalt, während ich durch Brooklyn jage und dabei an Orten vorbeifahre, die Geschichten von Geld, Gewalt und Verrat erzählen …
Die ersten beiden Lagerhallen der Black Reapers, denen ich einen Besuch abstatte, sind leer.
Es wurden keine Wachen postiert und auch keine anderen Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Alles, was ich finde, sind ein paar Kilo Koks und ein paar Handfeuerwaffen.
Nicht bereit, so schnell aufzugeben, fahre ich frustriert weiter, bis ich an einer Halle ankomme, an der zwei Reapers vor einer unscheinbaren Stahltür postiert wurden.
Ihre Gesichter sind angespannt, die beiden Arschlöcher wirken definitiv zu wachsam für einen Ort, der nichts zu verbergen hat.
Noch während ich auf die beiden Reaper zufahre und meine Waffe aus dem Holster ziehe, löse ich die Sicherung, lege den Finger auf den Abzug und schalte die beiden Wachen aus, noch bevor sie auch nur erahnen, dass ihre letzten Atemzüge gezählt sind.
Holy Shit!
Das ging fast zu leicht und zu schnell! Vielleicht hätte mir eine kleine Schießerei dabei geholfen, endlich wieder mein inneres Gleichgewicht zu finden?
Keine zwei Minuten später parke ich mein Bike, zünde mir eine Kippe an und stehe vor der Tür, die mit einem dicken Vorhängeschloss gesichert ist.
Eine weitere Kugel später zersplittert das Schloss.
