Vom besten Freund zur Hure gemacht - Ossy Harter - E-Book

Vom besten Freund zur Hure gemacht E-Book

Ossy Harter

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Beschreibung

Sie hat ihren besten Freund seit seinem Umzug in die Stadt nicht mehr gesehen. Nun lädt er sie zu sich ein und hat auch noch ein tolles Angebot für sie, auch wenn er geheimnisvoll herumredet. Bei ihrer Ankunft glaubt sie ihn zu erkennen. Es ist aber jemand, der nach diesem Hotel mit angeblich stundenweisen Tarifen fragt.

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Veröffentlichungsjahr: 2018

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Ossy Harter

Vom besten Freund zur Hure gemacht

BookRix GmbH & Co. KG81371 München

I – Die Einladung

 

Julia trat auf einen der zahlreichen Bahnsteige des Hauptbahnhofes. Seit ihrem letzten Besuch in der Stadt mussten die einige Dinge renoviert haben. Ganz hatte sie nicht verstanden, wie ihr bester Freund diese Einladung nun gemeint hatte. Sie hatte ihn länger nicht gesehen, aber zumindest war er es immer gewesen. Würde er vorne in der Bahnhofshalle warten? Oder sollte sie ihn nochmals anrufen? Konnte sie immer noch. Wenn sie ihn nicht traf, würde sie sich erst einmal nach etwas zu essen umsehen, oder so. Auch wenn sie hoffte, dass er sie zum Essen einladen würde.

 

In der großen Halle waren offenbar einige Dinge aufgeräumt worden, aber diese Gestalten da und dort fielen ihr noch immer auf. Vielleicht ging es nicht mehr, dass die ständig die Leute anquatschten. Doch Julia fiel auch eine Dame auf, die … sich offensichtlich anbot. Sogar zwei.

 

„Äh, ich suche dieses Hotel, es heißt …“, sprach sie auf einmal jemand an, und sie zuckte leicht zusammen. Sie drehte sich um und erkannte einen Reisenden mittleren Alters. Viel Gepäck hatte er allerdings nicht dabei.

„Oh, ich … wollte grade was essen, und dann … aber Sie meinen sicher …“, entgegnete sie und wurde unterbrochen. Irgendwie gefiel ihr sein Blick nicht – oder sie versuchte überhaupt erst zu erfassen, was er wollte. Wenn sie sich recht erinnerte, gab es hier immer dieses gewisse Hotel unweit des Bahnhofes. Manche Leute nannten es eine billige Absteige, wo es angeblich auch stundenweise Tarife gab. Andererseits war es offenbar als günstiges Angebot für eine Nacht auf der Durchreise beliebt, oder zwei.

„Wir können gerne einmal … was essen“, meinte er uns sah in Richtung eines Imbiss-Lokals. Wenn das ein Versuch einer Anmache sein sollte, auch gut. Es war schließlich helllichter Tag, und es würde wohl bei einem Versuch bleiben. Wo war überhaupt ihr bester Freund? Sie sollte ihn doch einmal anrufen.

„Moment …“, sagte Julia und nahm ihr Telefon in die Hand. Allerdings erreichte sie niemand, nicht einmal eine Ansage. Na dann … vielleicht wollte der Mann hier sich einfach nur ein bisschen unterhalten. Klar, wenn sie 22 und ziemlich leicht bekleidet war, konnte das schon einmal passieren.

 

Der Typ brachte auch ihr einen Kaffee und ein Stück Kuchen an den kleinen Tisch. Immerhin etwas. Lange schien er sich nicht hier aufhalten zu wollen und blickte immer wieder zum Ausgang.

 

„Also dieses Hotel …“, sprach er sie nochmals an.

„Ja … gehen wir dann.“

 

Fast hatte sie geglaubt, er wollte seinen Arm um sie legen. Wäre ihr auch nicht wirklich unangenehm gewesen, aber egal. Sie würde ihm zeigen, wo das Hotel war, und dann nochmals ihren bester Freund anrufen. Bei diesem Angebot hatte er ein wenig geheimnisvoll herumgeredet. Wenn sie ihn wieder nicht erreichte, würde sie eben sehen, ob er zuhause war. Auch wenn sein Wohnsitz am anderen Ende der Stadt lag. Seit er vor einiger Zeit dort hin umgezogen war.

 

Vor dem Bahnhof fielen Julia noch zwei oder drei Dame auf, die wohl gewisse persönliche Dienstleistungen anboten. War das nun in dieser Gegend erlaubt oder nicht? Nicht ihr Problem – und dort vorne war auch schon das Hotel. Die billig wirkende Reklame in riesigen Buchstaben war immer noch dort, und die Zimmer passten wohl zum hier stehenden Preis. Direkt vor dem Eingang spürte Julia, wie sie dieser Mann etwas kräftiger als zart am Handgelenk zog. Was zum …? Doch sie folgte ihm einfach zum Eingang.

 

Hotelhalle ließ sich das hier nicht wirklich nennen. Ein Tisch stand praktisch direkt beim Eingang. Fast war es so, als kannte sich ihr Begleiter hier bereits aus, oder hatte ausführlich etwas darüber gelesen. Ob er den Weg auch so gefunden hätte, und sie … mit jemand verwechselt hatte?

 

„Gibt es noch ein Zimmer für uns zwei?“, fragte er die Frau dort, die gerade aufblickte und nur durchschnittlich motiviert wirkte.

„Ja … Moment …“

 

Irgendwie stellte sich dieser Mann immer näher an Julia. Was sollte das bitte werden? Hatte er gerade einen schlechten Scherz losgelassen? Oder sie wirklich … mit einer dieser gewerblichen Damen verwechselt? Seltsam war aber, dass sie nicht sofort den Drang verspürte, einfach zu gehen. Ohne viele Fragen bekam er einen Schlüssel, und nach einen Ausweis hatten die hier auch nicht verlangt.

 

Julia verdrängte das Gefühl in ihrem Magen und beschloss, ihm einfach zu folgen. Nur einmal sehen, wo das hinführte. Auf dem Weg nach oben dachte sie an dieses eine Erlebnis, wo sie sich mit jemand in einem Hotel getroffen hatte. Bei ihr zuhause wäre es natürlich nicht gegangen, und er war auch gerade auf der Durchreise gewesen, hatte er in der Nachricht erwähnt. War ganz aufregend gewesen. In diesem Hotel hier war ziemlich düster hier, aber hell genug. Schon stand sie mit dem Mann hier vor der richtigen Tür.

 

„Also dann …“, sagte er, machte eine deutliche Kopfbewegung in Richtung Bett, und betrat das Badezimmer. Er schloss die Tür, und nun war wohl alles klar. Nun wäre die beste Gelegenheit, einfach zu verschwinden. Doch sie hatte nicht einmal mehr genug Geld, um sich etwas zu essen zu kaufen. Was er wohl von ihr wollte – und wie viel Geld ihm das wert war? Würde schon niemand erfahren, würde schon alles funktionieren. Also blieb sie da und atmete tief durch. Er würde doch nicht gleich erwarten, dass sie … nackt auf dem Bett für ihn bereit war, oder so. Wenn sie von ihm noch nicht einmal Geld gesehen hatte.

 

Julia stellte ihre Sachen ab und beschloss, sich einfach so auf das Bett zu setzen. Sehr groß war das Zimmer nicht, dafür schienen die Vorhänge etwas herzumachen. Die Aussicht auf die Leuchtschriften der Stadt war von hier aus recht gut. Sie zog die Vorhänge wieder vor das Fenster, ließ sich nieder, und wartete.

 

Ein Geräusch riss sie aus ihren Gedanken – die Badezimmertür öffnete sich. Ihr Begleiter trat hinaus – und trug nichts außer einer langen Unterhose. Seinen Bauch hätte sie sich schlimmer vorgestellt, und er hatte sogar zarte sportliche Ansätze. Er sah ihr in die Augen und lächelte sie mehrere Sekunden lang böse an. Im nächsten Moment stand er direkt vor dem Bett, auf dem sie leicht zurückgelehnt saß – und streifte seine Hose doch nicht ab. Zu erkennen war darunter jedoch genug.

 

Bei der vorsichtigen Berührung ihrer Finger baute sich die Festigkeit erst recht auf. Doch etwas stimmte bei ihm nicht.

 

„Was ist los?“, fragte sie.

„Ich glaube … ich kann nicht. Nur davon gelesen, aber wenn es dann wirklich … und du solltest solche Sachen auch lassen.“

„Ja, aber … und wie sieht es einmal mit Geld aus?

„Also wenn du wirklich möchtest …“

 

Sie blickte nach oben in seine Augen, und ließ ihre Zungenspitze eine Weile um ihre Lippen kreisen. Als sie ihre Hand wegnahm, stöhnte er zart auf und blickte nach oben – und sie wollte ihn nicht enttäuschen.

 

„Nein, bitte lass das!“, wurde er etwas schärfer und trat zurück. Sie ließ sofort von ihm ab. Der Mann trat weiter zurück und begann sich wieder anzuziehen. Er klatschte ihr einen 50-Euro-Schein hin. „Das ist aber noch für den guten Service!“, kommentierte er, zwinkerte ihr zu, tätschelte auf ihre Schulter, und machte sich davon. Die Zimmertür fiel ins Schloss, und sie ließ sich zurückfallen.

 

Was war mit dem Typen bitte los, fragte sie sich. Immerhin, auch ein Versuch kostete etwas, das waren offenbar die Regeln. Wenn das hier so einfach war, dann konnte sie vielleicht wirklich ein bisschen Geld nebenbei verdienen.

 

Zum Glück hatte er den Schlüssel auf der Ablage gelassen. Somit konnte sie das Zimmer wohl bis zum nächsten Vormittag haben. Ob ihr bester Freund vielleicht selber noch verreist war und den Tag verwechselt hatte? So wie sie ihn kannte … aber gut. Sie sollte einmal ins Bad und dann die Umgebung erkunden. Was wäre gewesen, wenn er sie so richtig durchgenommen hätte? Für 50 Euro war das wohl nicht sein Plan gewesen, da konnte sie mitunter das Doppelte nehmen. Die ganze Zeit hatte sie es verdrängt, doch ihre Brustwarzen waren hart. Und nicht nur die.

 

Julia trat in das warme Wasser – und setzte ihre Finger in Bewegung. Das Brennen in ihr verstärkte sich, und sie musste sich in diesem Moment einfach selbst dieses Geschenk machen. Ja, nur noch Männer mit Stil, die ordentlich etwas liegen ließen. Vielleicht sogar einer, bei dem sie richtig gut kommen würde. Oh – zu spät.

 

Sie konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und sackte zusammen, als sie der Höhepunkt traf. Nur langsam lief die gigantische Welle aus, und sie überlegte, ob sie noch etwas drauflegen konnte. Lieber nicht – erst einmal sehen, welche Neuigkeiten es in der Stadt gab.

 

II – Wenn schon, dann …

 

Was war nur los? War alles ein schlechter Scherz ihres besten Freundes gewesen, wenn er es noch war? Zuerst war er einfach so vom Land in diese Villa am Stadtrand gezogen, als ob er auf einmal viel Geld hätte, und dann … egal. Sie war auch dort gewesen, an der Adresse, die sie wusste, und vor einer verschlossenen Tür gestanden. Hatte so ausgesehen, als ob er wirklich zu Reichtum gekommen war. In dieser Nacht konnte sie wenigstens im Hotel wohnen.

 

Mit der hereinbrechenden Abenddämmerung hatte die Anzahl der Damen, die offensichtlich etwas anboten, deutlich zugenommen. Julia fiel auf, dass sie sich in annähernd regelmäßigen Abständen entlang des breiten Gehsteiges platziert hatten. Weiter hinten, wo der Vorplatz des Bahnhofs in eine ruhige Seitengasse mit Wohnhäusern überging, stand keine mehr herum. Auch dort gab es aber immerhin ein Lokal, wo die Gäste nach einigen Bieren womöglich noch Lust auf andere Dinge verspürten.

 

Die Tür auf der anderen Straßenseite öffnete sich, und dumpf dröhnende Musik lag für einen Moment in der Luft. Hatte der Typ gerade in ihre Richtung geblickt? Bingo! Fast schon wollte sie ihn vor dem herannahenden Auto warnen, doch so gut konnte er sich noch auf den Beinen halten. Langsam schlenderte er an ihr vorbei, drehte offenbar um, und stand auf einmal vor ihr.

 

„Ha … hallo schöne Frau!“, erklang seine Stimme nicht ganz so benebelt wie befürchtet. „Was … ist denn heute so im Angebot?“

„Was immer du willst!“, entgegnete sie dem höchstens dreißigjährigen Typen mit dem dezenten Bart.

„Gibt es auch einen … Spezialpreis?“, redete er ihr halblaut fast direkt ins Gesicht, und lachte kurz.

 

Irgendwie spürte sie für einen Moment Angstschweiß, aber auch diese Erregung brachte sich wieder in Erinnerung. Nur ein bisschen, oder vielleicht lag es an den Gedanken daran, was sie tatsächlich verdienen könnte, wenn er es ernst meint. Meinte sie es überhaupt ernst?

 

„Ja“, entgegnete sie und versuchte, ein Lächeln vorzutäuschen. „Für dich heute 90, auf meinem Zimmer.“

„Okay!“, meinte er, und stützte sich auf ihrer Schulter ab. „A… aber schon ohne Gummi … oder?“

 

Verdammt, sie wollte nicht mit diesem Scheiß anfangen – aber sie brauchte das Geld. Wenn sie ablehnte, war er womöglich weg.

 

„Dann 120!“, entgegnete sie ein bisschen scharf.

„110!“

„Okay, okay!“

 

Das lag immerhin über dem, was sie einmal über Straßenhuren gehört hatte. Vielleicht sah sie nicht so billig aus, und es war immerhin in einem anständigen Zimmer – mehr oder weniger. Hoffentlich schlief er ihr dort nicht ein. Und hoffentlich kramte die Empfangsdame wieder herum, anstatt sie zu beachten. Oder war es mittlerweile ein Rezeptionist? Julia machte einen Schritt nach vorne, drehte sich um – und sah, dass er ihr folgte. Jemand redete mit einer der käuflichen Damen, die näher beim Bahnhof standen. Wie Kundschaft sah das eher nicht aus. Es war die Polizei!

 

„Verdammt!“, rief der Mann und hetzte in Richtung jener Ecke, in der sich Sperrmüll auftürmte. Julia erstarrte, drehte sich in alle Richtungen, versuchte einen Plan aufzustellen. Ihr Puls beruhigte sich rasch, als sie den Polizisten ruhig in Richtung seines falsch geparkten Fahrzeuges gehen sah. Die durften das wahrscheinlich. Sie drehte sich um und sah den Typen immer noch dort im Halbdunkel stehen. Wenigstens rannte er nicht davon, als sie sie auf ihn zuging.

 

„Gibt es ein Problem?“, fragte sie in einem möglichst neutralen Tonfall.

„Nein“, schien er ziemlich außer Atem zu sein, „habe nur geglaubt … die … wollen was von mir.“

„Na dann ist es ja gut. Also dann …?“

 

Sie zeigte vorsichtig in Richtung ihres Hotels, und einige Sekunden später folgte er ihr.

 

 

Sofort als die Zimmertür zu war, drückte er sie etwas fester dagegen, als es noch sanft gewesen wäre. Seine Hände berührten sie fast überall und gingen wenig später dazu über, sie zum Ausziehen ihrer Sachen zu bewegen. Sie machte es von sich aus, und er trat zwei Schritte zurück.

 

„Ach ja“, bemerkte Julia, „es wäre dann …. das Geld …“

„Klar!“, schien er auf einmal munterer, und tastete im Inneren seiner Jacke herum. Sie sah nicht genau hin, als er die Geldscheine auf die Ablage klatschte. Würde schon stimmen, und sie wollte ihn nicht nervös machen, indem sie sie zählte. Sie bewegte sich in den Raum hinein und stellte sich so hin, wie es für ihn wohl anregend aussah.

 

Beim Ausziehen seiner Sachen konnte er sich ebenfalls besser auf den Beinen halten, als sie geglaubt hätte. Seine Bauchmuskeln beeindruckten sie, aber ob er in dem Zustand etwas konnte? Nicht ihr Problem. Seine fiel zu Boden, und seine Unterhose erwies sich als prall gefüllt. Julia beeilte sich, ihren BH abzulegen. Ihr geripptes Unterhöschen wollte sie ihm überlassen.

 

Sie warf sich auf das Bett, räkelte sich und täuschte ein langgezogenes Stöhnen vor. Mit Schwung warf er seine Unterhose zu seinen anderen Sachen, und sein steifer Schwanz schnellte in die Höhe. Er kniete sich zwischen ihre gespreizten Beine auf die Bettkante – und küsste ihr Höschen. Kaute er darauf herum, oder stand er besonders auf ihre Unterwäsche? Vielleicht sprang noch etwas extra heraus, wenn sie ihm erlaubte, sie mitzunehmen. Zumindest eine Idee für später. Mit den Zähnen zerrte er das Höschen über ihre Beine, und für einige Momente spürte sie seine Zunge an ihrer Klitoris. Ein Kribbeln fuhr durch sie, doch sie unterdrückte ihr Stöhnen.

 

Es war klar, dass er sich nicht lange aufhalten wollte, als er mit seinem nackten, steifen Kampfgerät direkt vor ihr kniete. Ein Finger näherte sich ihrer Lustgrotte und tauchte ein Stück ein, ein zweiter folgte. Wieder musste sie sich bemühen, das Stöhnen zu unterdrücken. Immerhin schien sie feucht genug zu sein. Die Finger seiner linken Hand auf ihrem Oberschenkel schmerzten ein wenig. Er packte auch ihren andern und hob sie ein wenig an. Sie rückte sich zurecht, so gut es ging, er führte seinen nackten Schwanz zum Eingang ihrer Lustgrotte – und drang mit einem Ruck ein.

 

Dieses Mal konnte sie das Stöhnen nicht unterdrücken, und er lachte kurz. Ruckartig rammte er sich immer wieder in sie, während sich seine Finger fest um sie krallten. Er schien dieser Welt entrückt zu sein und starrte nach oben, während er sie durchnahm. Es war ein monotones, dumpfes Rein und Raus, doch er wusste, wie es ging. Jedes Mal trieb sich sein Ding tief in sie, um beim Herausziehen ein wenig zu pulsieren und scheinbar noch fetter zu werden. Sie sollte ihm sagen, dass er wenigstens nicht in ihr kommen sollte. Hätte sie aber früher machen sollen.

 

Die Drehungen seines Kopfes passten irgendwie nicht dazu. Sie waren fast so, als wollte er sich bald auf einen Kopfpolster fallen lassen. Vielleicht wohnte er nicht weit von hier. Ein lauteres Stöhnen als zuvor entkam ihm, und seine Stöße wurden noch intensiver.

 

Die Finger mit den langen Fingernägeln krallten sich tief in sie, sein Stöhnen zog sich in die Länge, und seine Bewegung erstarrte. Julia spürte sein deutliches Pulsieren. Ihr Beglücker atmete schwer, drehte den Kopf in ihre Richtung, lächelte sie für zwei Sekunden an, und zog sich aus ihr zurück. Irgendwie hatte sie geglaubt, da wäre kaum was bei ihm gekommen. Nun wurde ihr die triefende Nässe bewusst, die nicht nur ihre war. Nach einigen weiteren Sekunden schien ihm eingefallen zu sein, wo er seine ganzen Sachen ausgezogen hatte. Aus dem Halbdunkel deutete er einen Kuss an, eine Minute später hörte sie die Tür zufallen. Na toll, war wenigstens nicht lästig.

 

Noch etwas wollte sie an diesem Abend nicht mehr unternehmen. Obwohl, wenn er so weitergemacht hätte, wäre sie beinahe gekommen. Sie blieb liegen und begann damit, das nachzuholen. Sie wollte das Kreisen ihrer Finger nicht unterbrechen, auch wenn sie schon einen Krampf verspürte. Endlich näherte sich ein Lichtschein am Horizont – und mit der folgenden Entspannung auch plötzliche, große Müdigkeit.

 

 

III – Wo bleibt er nur?

 

Julia erwachte zu irgendwelchem Lärm. Musste von draußen kommen. Eine Sirene? Egal, es war ohnehin nicht einmal mehr ein Halbschlaf, und sie schwang sich aus dem Bett. Ein greller Lichtstrahl schaffte es durch die ansonsten geschlossene Wolkendecke, bis zur Ablage beim Eingang. Das Bündel Geldscheine war also kein Traum gewesen, doch was lag darunter? Ein Stück Plastikfolie, ein weißes Pulver … war das vielleicht …?

 

Moment, die Polizei am letzten Abend, sein plötzliches Davonlaufen – alles klar.Jetzt war auch noch ihr Fingerabdruck darauf, und sie ließ es rasch fallen. Aber wenn es plötzlich an ihrer Tür klopfte? Sollte sie es zur Polizei bringen? Vielleicht gab es sogar eine Belohnung. Lieber nicht. Sie schob es mit den Fingerspitzen in eine Ecke und legte ein Papiertuch darüber. Konnten ja alle hier liegenlassen haben, und es ging sie nichts an.

 

 

„Guten Morgen!“, redete sie den Empfangsherren an, der an diesem Tag unten stand.

„Ja, bitte?“

„Ich wohne auf Zimmer 207, und … wann muss ich heute ausziehen?“

„An sich bis 12 Uhr, aber …“

„Ja, was?“

„Es wäre da nur eine Sache. Wir haben natürlich die offiziellen Preise, die stehen draußen und so. Aber wenn Sie … Gäste haben, müssten wir einen Aufpreis einheben. Für die Reinigung und so. Es geht uns natürlich nichts an, was Sie da auf dem Zimmer machen, aber …“

 

Bei den Worten „Gäste“ und „Reinigung“ hatte er mit jeweils zwei Fingern Anführungszeichen angedeutet. Klar, alles klar, auch Männer, die nur so wegen eines Hotels fragten. Wie konnte sie nur so naiv sein?

 

„Und der wäre?“

„60 Euro … pro Tag“

„Wie bitte?“

 

Der Typ sah sie an, als … wollte er zum Telefon greifen und die Polizei holen, oder so. Immerhin, ihr würde noch etwas bleiben, und sie wollte nur aus der Sache heraus. Irgendwie erinnerte sie sein kurzes Lächeln an jemand, aber ein guter Schauspieler war er nicht. Wortlos klatschte sie das Geld auf den Tisch, das er dezent mit zwei Fingern an sich nahm. Gab es da nicht noch ein echtes Stundenhotel in der Gegend? Obwohl, wahrscheinlich gab es in ihrem auch einen Stundentarif, wenn sie fragte. Vielleicht einmal wie eine richtige Nutte stylen, wie eine von den besseren, und dann jemand anquatschen. In einer dieser Bars, wo das üblich war. Obwohl … die kassierten wohl auch ein großzügiges Trinkgeld dafür.

 

An der bekannten Stelle präsentierten sich diesmal weniger Damen. Am Vormittag herrschte wohl noch nicht so große Nachfrage, oder sie schliefen noch und erholten sich von einer langen Nacht. Sie konnte ja wieder dort drüben stehenbleiben, ganz zufällig, und eine Weile warten.