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Nur ein kleiner Liebesbiss: Als ein Dingowandler seinen widerwilligen Gefährten findet, braucht er viel Hilfe von seinen Freunden, um ihn zu umwerben. Pascal erklärte sich bereit, mit seinen beiden Brüdern zu einem Vampir-Zirkel zu ziehen, der eine Rinder- und Ferienranch betreibt. Da seine beiden Brüder mit ihren Gefährten beschäftigt sind, hat er viel Zeit, alles zu erkunden. Er akzeptiert seine Sexualität, während er seine Vorlieben, Abneigungen und Gelüste kennenlernt, was beinhaltet, sich einem dominanten Liebhaber zu unterwerfen. Da Missbrauch Teil von Pascals Vergangenheit ist, verstehen seine Brüder nicht, warum er beim Sex gelegentlich blaue Flecken davonträgt, auch wenn er behauptet, dass dies einvernehmlich geschieht. Als der neue Schmied auf der Ranch ankommt, versteht Pascal endlich, was seine Brüder meinten, als sie den Paarungsdrang beschrieben. Abner Johnson ist alles, woran er denken kann. Obwohl der riesige Rotschopf zu ein bisschen Spaß bereit ist, will er leider keine Beziehung … mit niemandem. Er ist auch offen, was seine Gefühle bezüglich des Beißens angeht: versuch es nicht einmal. Kann Pascal von seiner Familie und seinen Freunden Hilfe bekommen, um seinen Gefährten zu umwerben, selbst wenn die seine Wünsche nicht verstehen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 28.000 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2020
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
ÜBER CHARLIE RICHARDS
LESEPROBE:
Vom heißen Eisen getroffen
Nur ein kleiner Liebesbiss: Als ein Dingowandler seinen widerwilligen Gefährten findet, braucht er viel Hilfe von seinen Freunden, um ihn zu umwerben.
Pascal erklärte sich bereit, mit seinen beiden Brüdern zu einem Vampir-Zirkel zu ziehen, der eine Rinder- und Ferienranch betreibt. Da seine beiden Brüder mit ihren Gefährten beschäftigt sind, hat er viel Zeit, alles zu erkunden. Er akzeptiert seine Sexualität, während er seine Vorlieben, Abneigungen und Gelüste kennenlernt, was beinhaltet, sich einem dominanten Liebhaber zu unterwerfen. Da Missbrauch Teil von Pascals Vergangenheit ist, verstehen seine Brüder nicht, warum er beim Sex gelegentlich blaue Flecken davonträgt, auch wenn er behauptet, dass dies einvernehmlich geschieht.
Als der neue Schmied auf der Ranch ankommt, versteht Pascal endlich, was seine Brüder meinten, als sie den Paarungsdrang beschrieben. Abner Johnson ist alles, woran er denken kann. Obwohl der riesige Rotschopf zu ein bisschen Spaß bereit ist, will er leider keine Beziehung … mit niemandem. Er ist auch offen, was seine Gefühle bezüglich des Beißens angeht: versuch es nicht einmal.
Kann Pascal von seiner Familie und seinen Freunden Hilfe bekommen, um seinen Gefährten zu umwerben, selbst wenn die seine Wünsche nicht verstehen?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.
Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.
Länge: rund 28.000 Wörter
CHARLIE RICHARDS
Vom heißen Eisen getroffen
Ein liebevolles Biss-chen 13
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „The Strike of Hot Iron“:
Charlie Richards
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2020
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
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Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.
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Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.
Widmung
Das Leben ist eine Reise und es geht darum zu wachsen und sich zu verändern und sich mit dem auseinanderzusetzen, wer und was du bist und zu lieben, wer und was du bist.
~ Kelly McGillis
Abner Johnson achtete darauf, nicht zu beschleunigen, als er die unbekannten Landstraßen entlangfuhr. Obwohl er es hasste, zu spät zu kommen, glaubte er nicht, dass zu diesem Zeitpunkt eine weitere halbe Stunde noch von Bedeutung sein würde. Zur Hölle, er war schon einen Monat überfällig.
Gott sei Dank war Meister Jaymes Martinez einer von den Guten.
Das heißt, Vampire.
Abner wusste, dass nicht alle Vampire – oder Paranormale – offen dafür waren, Menschen in ihren Zirkeln oder Rudeln zu haben, geschweige denn nachsichtig zu sein, wenn sie den Antritt eines Jobs verschieben mussten. Nachdem Abner erklärt hatte, dass seine Schwester Kylee Johnson, die Betreuerin seines Vaters Argus, verstorben war, hatte Meister Jaymes ihn aufgefordert, sich so viel Zeit zu nehmen, wie er benötigte. Er hatte Abner auch versichert, dass seine Stelle noch auf ihn warten würde, wenn er nach Kylees Tod alles geklärt hatte.
Ich frage mich, ob Meister Jaymes ein Heim für Senioren kennt. Vielleicht in Amarillo.
Er schob die Gedanken an Argus und die Unterkunft, die er für ihn finden musste, aus seinem Kopf, und konzentrierte sich darauf, der Stimme seines Navigationsgeräts zu folgen, die über die Lautsprecher in seinem Helm leise in sein Ohr sprach. Auch wenn Abner bereitwillig zugeben würde, dass er sich in Bezug auf Technologie nur langsam veränderte, schätzte er die modernen Lautsprecher, die jemand für Helme entwickelt hatte. Nach Jahren, in denen er als Hufschmied für Pferde gearbeitet hatte, was gelegentliche Schmiedearbeiten beinhaltet hatte – eine Aufgabe, die ständiges Hämmern auf Metall erforderlich machte und bedeutete, die Hitze und lodernde Flammen zu ertragen – begann sich Abners Gehör zu verabschieden.
Es war subtil, die Veränderungen machten sich gerade erst bemerkbar, aber Abner hatte es bemerkt.
Gott, alt zu werden ist scheiße.
Mit siebenunddreißig Jahren hielt sich Abner nicht wirklich für alt. Zumindest hatte er das nicht, bis seine kleine Schwester plötzlich an einem Gehirnaneurysma gestorben war. Das konnte jedem passieren – hatten die Ärzte gesagt.
Ja, genau.
Abner glaubte es immer noch nicht. Sicherlich musste es Anzeichen gegeben haben. Doch wenn es welche gegeben hatte, musste seine Schwester sie ihm vorenthalten haben. Jetzt konnte Abner nur noch um sie trauern.
Abner unterdrückte einen Seufzer, als er die Kurve entdeckte, auf die er wartete, und verlangsamte seine Harley. Er rollte langsam über die schön befestigte Schotterstraße, wobei er das verringerte Risiko schätzte, durch hochgeschleuderte Steine Kratzer im Lack seines Motorrads zu verursachen.
Abner schaute nach links und rechts und betrachtete die eingezäunten Weiden zu beiden Seiten der Auffahrt. Er konnte nicht anders, als beim Anblick der Tiere auf den Weiden seine Lippen zu einem leichten Lächeln zu verziehen. Seiner Meinung nach sahen die Rinder sehr gut gepflegt aus. Gleiches galt für die Pferde auf den Koppeln in der Ferne.
Als Abner die Gabelung der Auffahrt sah, las er schnell das Schild. Die großen schwarzen Blockbuchstaben wiesen Gäste an, nach rechts abzubiegen und im Büro einzuchecken. Seine eigene Anweisung lautete jedoch, nach links abzubiegen und zum Haupthaus zu fahren.
Abner tat, was ihm gesagt worden war, und bog nach links ab. Er parkte vor dem großen Gebäude im Ranchhaus-Stil. Er stellte das Motorrad auf den Ständer und schaltete den Motor aus. Sobald er das erledigt hatte, zog Abner seinen Helm vom Kopf und schwang sich von seiner Harley.
Abner legte seinen Helm auf den Motorradsitz, zog dann seine fingerlosen schwarzen Lederhandschuhe aus und platzierte sie daneben. Schließlich fuhr er mit den Fingern durch sein dichtes Haar und zog das Haarband aus dem Nacken. Nach einem befriedigenden Kratzen über seine Kopfhaut band er sich die Haare wieder zurück. Er wusste, dass der Pferdeschwanz, der bis zur Mitte seines Rückens reichte, schrecklich verknotet sein würde, da er sich an diesem Morgen nicht die Mühe gemacht hatte, ihn zu flechten, aber er würde sich später darum kümmern.
Abner nahm sich die Zeit, um den Ort ausfindig zu machen, der auf absehbare Zeit sein Zuhause sein würde.
Er nahm seinen braunen Cowboyhut aus seiner hinteren Satteltasche, setzte ihn auf den Kopf, dann schritt er langsam auf die Veranda zu. Er hatte es nicht einmal bis zur untersten Stufe geschafft, als sich die Haustür öffnete und zwei Männer das Gebäude verließen. Er hielt inne und konnte nicht sagen, dass er überrascht war.
Ich wusste, dass sie mich beobachten und erwarten würden.
Kontrollsüchtige paranormale Bastarde.
Seine Mundwinkel zu einem kleinen Lächeln verzogen, ließ Abner seinen Blick über die beiden schweifen, während er langsam die fünf Stufen hinaufstieg, die zu der großen Rundum-Veranda führten.
Der erste Mann war blond, groß, breitschultrig und riesig. Er hatte Lachfalten um seine Augen, und ein Funkeln ließ seine eisblauen Augen freundlicher wirken. Seine Lippen waren zu einem breiten, einladenden Lächeln gekrümmt.
Der zweite war dunkel, mit glatter, mokkafarbener Haut. Er war kleiner als Abner, aber nur drei oder vier Zentimeter. Da er seinen schwarzen Hut in der Hand hielt, sah Abner, dass sein Kopf kahl rasiert war … oder von Natur aus haarlos, aber da er höchstwahrscheinlich ein Vampir war, bezweifelte Abner das.
„Hi“, grüßte er und streckte dem Größeren der beiden seine Hand entgegen. „Ich bin Abner Johnson.“
Der Blonde nahm sie, und sie schüttelten einander die Hände. „Gypsum Vereen. Willkommen auf der Rolling Meadows Ranch und Resort, Abner.“ Er ließ seine Hand los und deutete dann auf den kleineren Mann. „Das ist Rhyme Mythstone.“
Abner erkannte beide Namen. Gypsum war der Zweite des Zirkels, der stellvertretende Anführer. Rhyme war der Chef-Vollstrecker. Als er Rhyme die Hand schüttelte, nickte er anerkennend.
„Ich entschuldige mich, dass es so lange gedauert hat, bis ich hergekommen bin“, sagte Abner. „Ich weiß das Verständnis zu schätzen.“
„Natürlich. Die Familie steht an erster Stelle.“ Gypsum griff nach der Tür hinter sich. „Komm aus der Hitze herein und ich werde dich Jaymes vorstellen.“
Als Abner nickte, erregte eine Bewegung aus dem Augenwinkel seine Aufmerksamkeit. Er blieb stehen, drehte sich um und blinzelte in die Ferne. Als er bemerkte, dass es drei hundeartige Gestalten waren, die seine Aufmerksamkeit erregt hatten, weiteten sich seine Augen.
„Dingos“, murmelte Abner und betrachtete die schlanken Körper der Tiere in verschiedenen Rot-, Blond- und Schwarztönen. Die drei rannten über eine leere Weide, in Richtung einer etwas weiter entfernten Baumgrenze.
„Gutes Auge“, kommentierte Gypsum und lenkte Abners Aufmerksamkeit auf sich. Ein Grinsen umspielte seine Mundwinkel. „Die meisten Leute denken, dass sie Mischlingshunde sind.“
Abner richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf die ferne Wiese, aber die Dingos waren nicht mehr in Sicht. „Ich wusste nicht, dass es in der Gegend domestizierte Dingos gibt.“ Er konzentrierte sich wieder auf Gypsum. „Sie sind niedliche Tiere. Sind es nur die drei?“
„Ja.“ Gypsum deutete auf die offene Tür und forderte Abner auf, das Haus zu betreten. Nachdem Abner gehorcht hatte und die Tür hinter ihm geschlossen war, fuhr Gypsum fort: „Aber sie sind keine domestizierten Dingos. Sie sind Wandler.“
Abner öffnete vor Überraschung den Mund und verstand, warum der Vampir ihn im Haus haben wollte, bevor er das enthüllte. Es war nicht nötig, dass jemand etwas mithörte. Gypsum erklärte weiter und gab ihm mehr Informationen, als Abner wahrscheinlich brauchte, aber das war in Ordnung.
„Der rotblonde ist Lucius. Er ist mein Geliebter.“ Gypsums Gesichtsausdruck war voller Stolz. „Der schwarz-rote ist Julian. Er ist mit unserem Vorarbeiter Mathe verbunden. Du wirst ihn später treffen.“ Während Gypsum sprach, ging er weiter voran durch das Haus, eine Treppe hinauf und einen Flur entlang. „Der rot-weiße Dingo ist Pascal. Er ist mit niemandem verbunden, aber ich habe gehört, dass sein Geschmack … ausgefallen ist.“
Abner nickte und hörte aufmerksam zu. Er nahm sich vor, sich von den Dingos fernzuhalten. Obwohl er theoretisch kein Problem mit Wandlern hatte, fand er die Idee, dass sich eine Person in ein Tier verwandeln konnte, ein wenig … seltsam.
Ich denke, es ist nicht seltsamer als Blut zu trinken, um zu überleben, aber was auch immer.
Auch davon wollte Abner eigentlich nichts wissen. Es war der Hauptgrund, warum er umziehen musste. Er hatte in einem Zirkel in Tennessee gearbeitet und dort die Pferde beschlagen, aber einer der Vampir hatte begonnen, ihn zu belästigen … und der Typ hatte den Ruf, ein Nein als Antwort nicht zu akzeptieren.
Es war an der Zeit gewesen, die Beine in die Hand zu nehmen, wie das Sprichwort so schön sagte.
Als Gypsum den Weg in ein riesiges Büro führte, richtete Abner seine Aufmerksamkeit dorthin, wo sie sein musste. Er entdeckte einen dunkelhaarigen Mann mit breiten Schultern, der hinter einem gewaltigen Schreibtisch saß. Der Mann stand sofort auf und lächelte ihn an.
„Abner, das ist Jaymes Martinez, der Meister unseres Zirkels“, sagte Gypsum.
Abner hätte sich das denken können, aber er nickte und hielt dem etwas kleineren Mann seine Hand hin. Er senkte auch seinen Kopf in einer Geste der Unterwerfung, obwohl es seiner dominanten Natur widersprach, dies zu tun. Durch seine Wimpern aufschauend, beobachtete er, wie Jaymes die Hand über den Schreibtisch streckte und seine ergriff.
Sie schüttelten einander die Hände.
Nachdem Jaymes ihn freigelassen hatte, zeigte er auf einen Stuhl. „Bitte nimm Platz, Abner.“
Abner sah sich um und bemerkte, dass Gypsum bereits zu seiner Linken auf einem Sofa saß. Rhyme hatte sich in einem bequem aussehenden Stuhl zu seiner Rechten niedergelassen. Abner entdeckte einen zweiten solchen Stuhl schräg links hinter sich, also setzte er sich darauf.
„Willkommen in meinem Gebiet“, fuhr Jaymes sofort fort. „Und mein herzliches Beileid.“
Abner nickte einmal und musste sich räuspern, bevor er antwortete. „Danke.“ Er wollte wirklich nicht über Kylees Tod sprechen, aber er brauchte einen Platz für Argus. „Ich bin auf der Suche nach einer Unterbringungsmöglichkeit in der Nähe für meinen Vater. Ein Seniorenwohnheim oder so.“
„Benötigt er medizinische Betreuung?“, fragte Jaymes. Er stützte seine Ellbogen auf seinen Schreibtisch und beugte sich vor, während er seine Finger zusammenlegte. „Oder einfach nur eine schöne Lage? Wir könnten ihm hier ein Zimmer anbieten, weißt du. Familienangehörige von Mitarbeitern sind willkommen, wenn sie über unsere Art Bescheid wissen.“
„Äh, das tut er aber nicht, über euch Bescheid wissen, meine ich.“ Abner runzelte die Stirn, als er auf die kunstvoll geschnitzte Seite des Schreibtisches starrte. „Zumindest bin ich mir ziemlich sicher, dass er es nicht tut.“ Er rieb sich nachdenklich mit Daumen und Zeigefinger über beide Seiten seines Spitzbartes und fügte hinzu: „Ich kann mir nicht vorstellen, wie oder wann er es herausgefunden haben sollte. Und nein, er braucht keine medizinische Betreuung. Er ist gesund, größtenteils, nur eine Gemeinschaft, damit er andere Leute in seiner Nähe hat, wäre am besten, weißt du?“ Der Art nach, wie Jaymes’ Augen sich ein wenig verengten, nahm er an, dass der Meistervampir dies nicht tat.
„Ich verstehe“, antwortete Jaymes trotzdem.
Zur Hölle, es ist nicht so, als würde ein Vampirmeister Unwissenheit zugeben.
Er faltete die Hände und legte den Kopf schief. „In Ordnung. Ich werde dein Anliegen an Perth Kreez weitergeben. Er wird in der Lage sein, einige Optionen für dich zu finden.“
„Danke.“
Jaymes lehnte sich in seinem Stuhl zurück und schien sich zu entspannen. „Laut meinen Gesprächen mit Meister Renaldo hast du acht Jahre lang für den Smoky Mountain-Zirkel gearbeitet, richtig?“
Abner nickte. „Ja. Es scheint, dass ich zu dem einen Prozent der menschlichen Bevölkerung gehöre, das nicht von den mentalen Trancefähigkeiten eines Vampirs beeinflussbar ist. Nachdem ich also angegriffen wurde …“ Er hielt inne, als er sah, wie Jaymes seine linke Augenbraue hochzog und beschloss, seinen Kommentar zu ändern. „Oder zum Spenden eingeladen, erinnerte ich mich an alles. Er konnte meine Erinnerungen nicht manipulieren.“
Er konnte das leichte Knurren nicht aus seinem Ton heraushalten. Er rieb sich den Hals und erinnerte sich an die Erfahrung. Sicher, es war angenehm gewesen, aber es war nicht freiwillig geschehen.
Jaymes knurrte leise. „Ich entschuldige mich, dass dir das passiert ist. Ein Vampir sollte immer sicherstellen, dass er die Kontrolle über den Verstand eines Menschen hat, bevor er fortfährt.“
Abner biss die Zähne zusammen. Natürlich war das die Antwort des Vampirs. Es war in Ordnung, jemandem Blut abzunehmen, solange er sich nicht daran erinnerte.
Verdammte Vampire.
„Nun, ich habe einen guten Job dafür bekommen. Hervorragende Bezahlung und eine schöne Unterkunft.“ Abner verdrängte seine Ansichten.
---ENDE DER LESEPROBE---
