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Leni ist 15, still, stolz – und am liebsten unsichtbar. In einem kleinen Dorf bei Ahrensburg, wo Klatsch und stumme Urteile zum Alltag gehören, versucht sie, sich selbst zu finden. Als Noah aus der Stadt auftaucht, wird ihr inneres Gleichgewicht erschüttert. Er ist anders. Direkt, ehrlich – und interessiert sich ausgerechnet für sie. Zwischen Schulhofkonflikten, alten Wunden, neuen Gefühlen und einer Lehrerin, die selbst mit Vorurteilen kämpft, beginnt Leni langsam, ihre Mauern zu hinterfragen. Und sie lernt: Man kann auch ohne Maske stark sein. Dieser einfühlsame Jugendroman spielt an realen Schauplätzen in Ahrensburg in Schleswig-Holstein – vom Schlosspark über den Bredenbeker Teich bis zum Lübecker Platz – und erzählt mit leiser Intensität eine Geschichte über Anderssein, Aufbruch und das Erwachsenwerden. Ein bewegender Roman über die Kraft der Veränderung, die erste Liebe und die Magie eines Sommers, der alles verändert. Achtung: Marcus Petersen-Clausen verwendet zum Erstellen seiner Texte meistens künstliche Intelligenz (und muss das angeben, was er hiermit macht)! Köche-Nord.de
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Seitenzahl: 60
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Was ich von mir hielt
Untertitel:
Ein Sommer in Ahrensburg – Zwischen Stolz, Sehnsucht und dem Mut, anders zu sein
Vorwort:
Dieses Buch erzählt die Geschichte von Leni Baumgarten – einem Mädchen, das nicht laut ist, aber viel zu sagen hat. Es ist eine Geschichte über das Dazwischen: zwischen Herkunft und Hoffnung, zwischen Scham und Stolz, zwischen Wut und Liebe.
Leni lebt in Ahrensburg – einem Ort, der in dieser Geschichte nicht nur Kulisse ist, sondern selbst eine Figur. Die Alleen, das Schloss, die alten Straßen und Felder: Sie alle erzählen mit.
„Was ich von mir hielt“ ist ein Roman für Jugendliche, die das Gefühl kennen, nicht ganz dazuzugehören. Für alle, die sich manchmal hinter ihrem Schweigen verstecken – und für die, die langsam den Mut finden, es zu brechen.
Diese Geschichte lädt ein, genauer hinzusehen: auf andere, aber auch auf sich selbst.
Und vielleicht, ganz vielleicht, macht sie auch Lust auf einen Besuch in Ahrensburg.
Freundliche Grüße,
Marcus Petersen-Clausen
https://www.Köche-Nord.de
(MITGLIED IN DER PARTEI MENSCHEN, UMWELT, TIERE - TIERSCHUTZPARTEI.DE)
Haftungsausschluss:
Dieses Buch wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt. Es basiert auf Ideen, Figurenprofilen, Schauplätzen und thematischen Vorgaben, die von einem realen Autor – Marcus Petersen-Clausen – entwickelt wurden. Die technische Umsetzung der Texte erfolgte unter Einsatz moderner KI-Tools zur Sprachgenerierung.
Obwohl bei der Entstehung größter Wert auf inhaltliche Sorgfalt, authentische Schauplätze und sensible Figurenentwicklung gelegt wurde, kann keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der dargestellten Inhalte übernommen werden.
Alle Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind rein zufällig oder dienen der literarischen Rahmung.
Dieses Werk ist fiktional – doch die Gefühle darin sind echt.
Kapitel 1 – Das Dorf ist klein
Schauplatz: Hamburger Straße, Beimoorweg, Schlosspark Ahrensburg
Leni saß auf der Fensterbank ihres kleinen Zimmers, die Knie angezogen, den Rücken an die kalte Wand gelehnt. Draußen zogen dünne Schleierwolken über den blassen Frühlingshimmel. Es war einer dieser Ahrensburger Tage, an denen die Luft nach feuchtem Holz und altem Stein roch und die Straßen stiller waren als sonst. Das Fenster stand einen Spalt offen, und das ferne Ticken der Kirchturmuhr der Schlosskirche mischte sich mit dem Knarzen der alten Dachbalken über ihr.
Sie wohnte mit ihrer Mutter in einem Mehrfamilienhaus in der Hamburger Straße – nicht weit vom Schlosspark entfernt, aber doch weit genug, dass der Ort für sie nie ein Ort zum Verweilen war. Das Schloss war für Touristen, für Hochzeiten, für glänzende Schuhe und Fototermine. Für Leni war es nur ein weiteres Symbol dafür, wo sie nicht hingehörte.
Sie beobachtete, wie sich ein paar Schüler über den Beimoorweg in Richtung Stormarnschule bewegten, Rucksäcke lässig über die Schulter geworfen, Stimmen laut und selbstverständlich. Niemand drehte sich um. Niemand sah zu ihr hoch. Niemand wusste, dass sie manchmal dort saß und jeden Tag denselben Weg betrachtete – den sie selbst ging, schweigend, mit Blick auf den Boden.
Im Dorf – oder besser: in dem, was man hier „die Stadt“ nannte – war es wie in einem riesigen Klassenzimmer, in dem man nie vergessen konnte, wer man einmal war. Leni war die Tochter von Anette Baumgarten, der Putzfrau. Das reichte schon, um eine Rolle zugewiesen zu bekommen. Und wer einmal eine Rolle hatte, der musste schon sehr laut werden, um sie wieder loszuwerden. Oder sehr leise. Leni hatte sich für das Zweite entschieden.
Sie war fünfzehn Jahre alt, ein stilles Mädchen mit dunklen Haaren, das lieber las als redete. Ihre Mutter sagte oft, sie sei „klug, aber eigen“. In der Schule sagten die Lehrer, sie sei „zurückhaltend, aber begabt“. In Wirklichkeit war sie einfach nur müde davon, sich erklären zu müssen. Und das war sie schon, seit sie denken konnte.
Heute war Montag. Und wie jeden Montag spürte sie dieses Drücken im Bauch, das kam, sobald sie an die Schule dachte. Nicht wegen der Aufgaben. Nicht wegen der Lehrer. Sondern wegen der anderen. Wegen der Blicke, die zu lange dauerten. Wegen der Gespräche, bei denen sie nie mitsprach. Wegen des Lärms, in dem sie nicht vorkam.
Sie zog die Knie enger an sich, griff nach ihrem Notizbuch auf der Fensterbank und schlug es an einer leeren Seite auf. „Was ich von mir hielt“, schrieb sie oben hin. Dann hielt sie inne. Der Titel stand schon länger fest. Nur die Geschichte dazu fehlte. Vielleicht, dachte sie, wäre es an der Zeit, sie zu erzählen.
Noch bevor sie den Stift wieder ansetzen konnte, rief ihre Mutter aus der Küche: „Leni! Los jetzt, sonst verpasst du den Bus!“
Sie seufzte leise, schloss das Buch und schob es unter ihr Kissen. Draußen wurde das Licht heller, die Luft bewegte sich, und irgendwo in der Ferne schlug eine Autotür. Es war ein neuer Tag. Und Leni wusste: Er würde sich anfühlen wie alle anderen.
Oder vielleicht – ganz vielleicht – nicht.
Kapitel 2 – Die Neuen
Schauplatz: Schloßstraße, Lübecker Platz, Ahrensburg
Die Bank am Lübecker Platz war aus Holz, von der Sonne ausgeblichen, die Rückenlehne rissig vom Wetter. Leni mochte sie trotzdem. Man konnte von hier aus fast den gesamten Platz überblicken: die Bäckerei mit dem schief hängenden Schild, den Zeitungskiosk mit den schrillen Werbeplakaten, die Straßenlaternen mit ihren rostigen Fußsockeln. Und das weiße Haus mit den hohen Fenstern am Ende der Straße.
Das Haus war lange leer gestanden. Verwilderter Garten, graue Jalousien, ein Schild „Zu verkaufen“ in verblichener Schrift. Seit Tagen aber war dort Bewegung. Bauarbeiter kamen und gingen, Maler streckten sich an Gerüsten empor, Möbelwagen standen in zweiter Reihe. Und heute – heute war es soweit: Eine Familie zog ein.
Leni saß auf der Bank, die Arme über den Schulranzen gelegt, und beobachtete, wie die neuen Nachbarn aus dem Wagen stiegen. Zwei Erwachsene, wohl Eltern. Und ein Junge. Etwa in ihrem Alter.
Er hatte eine schwarze Stoffjacke an und trug seine Haare etwas länger, ungekämmt, als wäre er gerade erst aus dem Bett gestiegen. Seine Mutter – blond, elegant, mit einem Lächeln, das sich so selbstverständlich ausbreitete wie warmer Wind – hielt ein Tablett mit Thermobechern. Der Vater redete mit dem Umzugsunternehmen. Und der Junge?
Der Junge stand einfach da.
Er drehte sich langsam, ließ den Blick schweifen, betrachtete das Haus, dann die Straße. Und dann sah er in ihre Richtung.
Leni zuckte zusammen. Sie senkte schnell den Blick, als hätte sie etwas Verbotenes getan. Als sie nach ein paar Sekunden wieder aufschaute, hatte er sich abgewandt.
Sie spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Nicht aus Nervosität – oder doch? Vielleicht war es auch nur Wut. Wut auf sich selbst, weil sie immer so reagierte. Weil sie sich versteckte.
Sie kannte sich in diesem Ort aus wie in ihrem Schulranzen. Sie wusste, wer wo wohnte, wer mit wem verwandt war, wer zu viel redete, wer zu laut lachte. Und sie wusste, dass neue Leute in Ahrensburg – in diesem Teil Ahrensburgs, wo das Dorfdenken noch lebte – nie einfach nur neue Leute waren. Sie waren Fremde. Beobachtungsobjekte. Gerüchteanlässe.
„Die Neuen“, murmelte sie.
Sie wusste, was in den nächsten Tagen passieren würde. Es würde Gespräche geben. An den Supermarktkassen, in der Bushaltestelle, zwischen zwei Unterrichtsstunden. „Hast du gesehen…?“, „Na, die Mutter sieht ja schick aus…“, „Bestimmt aus Hamburg“, „Der Vater – Anwalt, sagt man.“
Leni starrte auf das weiße Haus, das nun auf einmal nicht mehr leer war. Dann stand sie auf, schnappte sich den Ranzen und ging. Mit schnellen Schritten, ohne sich umzudrehen.