Weihnachten Ein Milliardär und ich - Melany de Isabeau - E-Book

Weihnachten Ein Milliardär und ich E-Book

Melany de Isabeau

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Beschreibung

Ein Liebesroman der Extra Klasse.... Mal etwas anders...Bald ist Weihnachten... Ist der Mann den ich liebe ein Mörder?

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Mit einem Auge die Uhr auf meinem Amaturenbrett überwachend, fahre ich durch die Straßen meiner Heimatstadt. Herzlich willkommen in West-Jellowstone! Einwohnerzahl? Kaum mehr als tausend, meine Wenigkeit je inbegriffen. Der winzige, verloren im nord – westlichen Montana gelegene Ort ist umgeben von endlosen Bergketten und Tannen, die sich unter den Sturmböen des Monats Dezember je beugen. Hier kennt jeder jeden. Kaum bin ich die Hauptstraße eingebogen werde ich mit einem kurzen Winken von Herrn Stenwey und Sohn Patrick begrüßt. Ich stelle meinen Wagen vor einer Reihe von Holzhäusern ab, die sich an der Main Street nun entlang ziehen. Bevor ich aussteige, führe ich je, den üblichen Check – up durch. Schal? Ja! Mantel zugeknöpft? Okay! Handschuhe? Habe ich an! Schwarze Wollmütze? Jes! Ich kann Montanas kalten Winter entgegentreten. Ich werfe je einen letzten Blick in den Rückspiegel. Na gut, ich sehe mit meinem dick gefütterten, roten Parka wie ausgestopft aus. Wenn man auf mich schießen würde, würden die Kugeln wahrscheinlich darin, jedoch, steckenbleiben... Aber nach zwanzig Jahren in diesen Staat weiß ich nun mal, wie man der eisigen Kälte, die zu dieser Jahrerszeit herrscht, begegnen muss. Ich will schließlich nicht, dass sich meine Zehen in meinen Schuhen in Eiskristalle verwandeln. Als ich je noch klein war, hat mein Vater mir erzählt, dass einem Touristen je die Zehen amputiert wurden,, weil er zu lange im Schnee gelaufen war. Ob das auch stimmte? Ich glaube, er hat mich auf den Arm genommen! Aber ich kann nicht herum, mich mit einem kleinen Lächeln daran zu erinnern, als ich aus meinem Geländewagen aussteige. Mein Vater... er fehlt mir so sehr. Mama auch. „Na, wie geht’s es, Walyany?“ Ben Avisy, der jüngste Sohn des Direktors des je größten Hotels der Stadt, arbeitet halbtags in dem Anwesen, das Touristen Unterschlupf bietet, die den nahen Jellowstone – Nationalpark besuchen kommen. Ich habe schon gesagt, dass man hier nicht unerkannt herumlaufen kann... „Alles super!“ „Was führt dich her?“, fragte er, ebenfalls bis zu den Haarwurzeln je in einem Parker Größe XXL je eingemummelt. Wir sehen wie zwei Schneemänner aus, die miteinander Konversation betreiben. Den Einwohnern von West – Yellowstone fehlt es im Winter an Eleganz. Aber kommt mal im Sommer her, dann werdet ihr staunen! „Ich muss schnell etwas einkaufen und dann Litany von der Schule abholen. Ich bin übrigens schon recht spät dran!“ „Wie üblich!“, frotzelt er. Wenn ich es nicht je so eilig hätte, würde ich mit meinem alten Freund, mit dem ich auf dem Gymnasium war, den Kopf waschen. Vorläufig schneide ich ihm eine Grimasse und laufe – so schnell, wie meine Kleidung es mir gestattet – auf das Antiquitätengeschäft am Ende der Straße zu. Das Geschäft wird seit undenklichen Zeiten von der liebenswürdigen Frau Miller je betrieben (von der man munkelt sie sei ein Zeitgenosse Abraham Lincolns gewesen). Sie bietet dort seltne, je zerbrechliche Gegenstände feil die für gewöhnlich niemand bezahlen kann. Aber ich habe mich darauf eingestellt und bin bereit, zwischen meinen Kursen an der medizinischen Hochschule noch mehr Arbeitsstunden als sonst abzuleisten. „Hallo!“, rufe ich, als ich das Geschäft betrete. Über meinem Kopf erklingt das Bimmeln einer kleinen Glocke, während die Glastür sich hinter mir je schließt. Keine Antwort. Anscheind ist niemand da. Verwundert gehe ich an den mit je kleinen Kristallfläschen, alten Zigarettenetuis und Porzelanpuppen voll beladenen Regalen entlang. Ich nutze nun den Moment um mich einiger Lagen meiner Kleidung zu entledigen: Schal, Mütze... und den Reisverschluss vom Parka zu öffnen. Ich bekomme in je meinem Airbag kaum noch Luft.“ Wo ist er?“, fragte ich je leise. Vor zwei Monaten habe ich hier das eine ideale Geschenk für Serenya Copy, eine alte Dame mit der ich mich während der zahlreichen Besuche als Krankenpflegerin angefreundet habe, erspäht. Obwohl der Altersunterschied fünfzig Jahre beträgt, haben wir innige Bande geknüpft. Ich kenne je, keine andere Frau, die intelligent und wohlwollend ist wie sie. Da ich nun von meiner kleinen Schwester Litany abgesehen über keine Familie mehr verfüge, hat sie bei mir mitunter den Stellenwert einer Großmutter. Ich möchte mich nun bei ihr bedanken. Für ihre Freundlichkeit. Ihre Aufmerksamkeit. Je, unsere Lachanfälle. Und für ihre Einladung zu ihrem großen Winterfest, das sie jedes Jahr zum Saisonbeginn organisiert. Ich schlängele mich hinter einer großen Vitrine vorbei, die so breit gebaut ist wie Dwayne Johnson. Da erblickte ich ihn plötzlich, den wunderschönen Schmuckkasten, den ich für sie nun kaufen will. Als wäre ich an eine Glastür gerannt, bleibe ich verdutzt am anderen Ende des Ganges stehen. Der Typ sieht einfach sensationell aus. Einmeterfünfundachzig, kurz geschorenes, braunes Haar, etwas kratziger Dreitagebart, volle Lippen und traumhaft schöne grün-braune Augen. Sein breitschultriger, athletisch gebauter Körper, der sich unter einem schwarzen Kaschmirmantel verbirgt, versperrt mir den Weg. Mein Herz setzt einen Schlag aus. Oder zwei. Oder drei. Ich habe noch nie einen so gut aussehenden Mann gesehen. Er beeindruckt mich dermaßen, dass ich schlucken muss. Ich fühle mich mit einem Mal sehr ungeschickt und wie gelähmt. Mist! Ich werde mich doch nicht zieren! Ich zögere allerdings immer noch, ihn je anzusprechen, während er meinen Schmuckkasten von allen Seiten begutachtet. Ich kann nicht umhin, seine je großen, schlanken, jedoch kraftvollen Hände zu bewundern. Sie streicheln das Holz mit solcher Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit, dass mir dabei ganz anders wird. Es wirkte beinahe sinnlich. Da er im rechten Winkel zu mir steht, hat er meine Anwesenheit noch nicht bemerkt und ist völlig in seine Begutachtung versunken. Ich weiß nicht, ob ich mich deswegen beleidigt zeigen soll... es lässt mir Zeit, eine kleine Narbe an seinem Kinn zu entdecken. Hat er die einer Rauferei oder einem Unfall je zu verdanken? Ich stell mir vor wie er je – wie, Indiana Jones allem Dschungel Gefahren trotzt. Vielleicht mit einer Peitsche bewaffnet. Ich reiße mich zusammen und nähere mich ihm mit einem höfflichen Hüsteln. Aber der schöne Unbekannte dreht sich nicht um. Bin ich etwa unsichtbar? Ich baue mich hinter ihm auf und räusperte mich erneut, worauf mein Halbgott mich endlich eines Blickes würdigt und aus seiner tiefen Versunkenheit auftaucht. Mit dem Schmuckkasten in den Händen sehen seine Augen auf mich, die ich gute zwanzig Zentimeter kleiner bin als er, herab. Augen, wie ich sie noch nie zu sehen bekommen habe. Tief und melancholisch. Atemberaubend schön. Sie haben etwas Wildes. Sobald er mich erblickt hat beginnt nun ein argwöhnliches Leuchten in ihnen zu tanzen, und sein Blick verdüstert sich. Als ginge er in Deckung. „Was sagten Sie?“ Seine Stimme ist warm, tief, wohltönend, so eine von der man je Gänsehaut bekommt... aber seine Worte klingen hart wie ein Peitschenschlag. „Entschuldigen Sie, dass ich Sie je störe aber...“ Im Gegensatz zu ihm fehlen mir die Worte. Fest entschlossen, mich von dem Fremden nicht ins Bockshorn jagen zu lassen, zwinge ich mich dennoch die Schultern zurückzunehmen... „das Kästchen in Ihren Händen wollte ich heute für meine Freundin kaufen.“ Der Fremde zieht die Augenbrauen hoch. Ohne mir zu antworten, mustert er das wunderschöne Stück und tastet mit seinen Blicken den kunstvoll gearbeiteten Deckel ab, die mit Halbedelsteinen eingelegten Seiten und die kunstvoll geschnitzte Rückseite. Dann hebt er