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Im Sommer 2018 fragte mich meine Freundin aus heiterem Himmel, ob ich jemals daran gedacht hätte, mich komplett in eine Frau verwandeln zu lassen. Sie meinte vor, dass es interessant sein könnte. Ich druckste ziemlich herum, und ehrlich gesagt war mir der Gedanke vielleicht schon mal für den Bruchteil einer Sekunde durch den Kopf gegangen, aber ich hatte ihn verworfen, weil ich absolut sicher war, dass das Ergebnis nicht gut sein würde. Dann kam Weihnachten 2018 und ihr Geschenk war genau das: ein Makeover. Sie hatte mit der Geschäftsführerin eines Service gesprochen und alle Vorbereitungen getroffen.Keine Chance für mich zu kneifen! Am Valentinstag 2019 fand das Styling statt und Wiebke wurde geboren. Kurz danach fing ich an, eine weibliche Persönlichkeit zu entwickeln und begann, diese Welt als Frau zu erobern. Nun, etwa vier Jahre später, habe ich meine soziale Transition abgeschlossen und lebe nun als Frau. Meine Freundin unterstützt mich nach wie vor, auch wenn wir kein Paar mehr sind. Lieblingsmenschen sind wir uns gegenseitig immer noch. Seit dem siebten Band hießen meine Tagebücher zunächst nicht mehr “Wiebke werden” sondern zunächst “Wiebke sein”, um der Veränderung Rechnung zu tragen und nun schlicht “Wiebkes Tagebuch”. Dies ist der insgesamt zehnte Teil meines Tagebuchs, die Schilderung meiner Aktivitäten und Gefühle zwischen August und Oktober 2023 und ich empfehle wie immer, zuerst die früheren Teile zu lesen.
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Seitenzahl: 131
Veröffentlichungsjahr: 2025
Prolog
01. August: Mutter
02. August: Nochmal Mutter
03. August: Reiseplanung/ Carina
06. August: Späte Erkenntnis
07. August: Letzte Krankschreibung
09. August: Therapiesitzung
10. August: Ein Haustier und Tanzen
16. August: Golf mal woanders
17. - 27. August: Laboe und Hamburg
17. August: Arztbesuche und Vorbereitung
21. August: Treffen in Entenwerder
22. August: Sunny und Sylvana treffen
23. August: Ein Tag mit Martin, japanisch Essen
Bild 1
Bild 2
24. August: Yoko, Betty und Gesa
25. August: Maddie, Teena, Laura, Steffi und Hani
26. August: “Kükenbegleitung”
27. August: Nach Hause
28. August: "Nachwehen"
29. August: Operatives
30. August: Weitere Nachwehen
31. August: Weiter im Chaos
01. September: Ruhe
02. September: Apfelernte und ein weiterer 80. Geburtstag
07. September: Termin in der Endokrinologie
08. September: Ein 50. Geburtstag
10. September: Eine Idee reift
11. September: Alles hat ein Ende, nur ich hab' zwei
12. September: Augenuntersuchung, die zweite
14. September: Spritze!
16. September: Wer im Glashaus tanzt…
19. September: Hormonstatus / Endokrinologie
20. September: Therapietag
21. September: Treffen mit Jörg und Bintje
25. September: Endokrinologie - Termin
26. September: Ich habe einen neuen Job!
28. September: Outing auf dem Langeooger Golfplatz
29. September: Erster Arbeitsplan
02. Oktober: Erster Arbeitseinsatz und Tanzen
03. Oktober: Zweiter Arbeitseinsatz, aber ungeplant
04. Oktober: Dritter Arbeitseinsatz, zum ersten Mal alleine
04. Oktober: Nachwirkungen/ Holger Holtkamp treffen
05. Oktober: Kurzer Abstecher nach Sylt
06. Oktober: Ein ganzer Tag Arbeit
10. Oktober: Ein halber Tag Arbeit
11. Oktober: Therapiestunde und eine kleine Hilfe für Karina
12. Oktober: Wieder mal eine Spritze
14. Oktober: Sillmers und Carina zu Besuch
15. Oktober: Arbeit am Abend
16. Oktober: Schmerzen
17. Oktober: Mehr Schmerzen und Arbeit/ Hedda kommt
20. Oktober: Eine Reise scheitert
22. Oktober: Telefonieren mit Natasha
23. Oktober: Termin beim Urologen
25. Oktober: Gespräch mit dem medizinischen Dienst
26. Oktober: Kurzer Ausflug nach Hamburg
28. Oktober: Soul- Party in Bielefeld
30. Oktober: Ersatzhandy
31. Oktober: Therapie, essen gehen und Halloween feiern
Anhang: Personen
Nachwort
Über die Autorin
Impressum
Wiebkes Tagebuch X
Teil X des Tagebuchs einer trans Frau, der vierte “angekommene” Teil (August bis Oktober 2023)
Im Sommer 2018 fragte mich meine Freundin aus heiterem Himmel, ob ich jemals daran gedacht hätte, mich komplett in eine Frau verwandeln zu lassen. Sie meinte vor, dass es interessant sein könnte. Ich druckste ziemlich herum, und ehrlich gesagt war mir der Gedanke vielleicht schon mal für den Bruchteil einer Sekunde durch den Kopf gegangen, aber ich hatte ihn verworfen, weil ich absolut sicher war, dass das Ergebnis nicht gut sein würde. Dann kam Weihnachten 2018 und ihr Geschenk war genau das: ein Makeover. Sie hatte mit der Geschäftsführerin eines Service gesprochen und alle Vorbereitungen getroffen.Keine Chance für mich zu kneifen! Am Valentinstag 2019 fand das Styling statt und Wiebke wurde geboren. Kurz danach fing ich an, eine weibliche Persönlichkeit zu entwickeln und begann, diese Welt als Frau zu erobern. Nun, etwa vier Jahre später, habe ich meine soziale Transition abgeschlossen und lebe nun als Frau. Meine Freundin unterstützt mich nach wie vor, auch wenn wir kein Paar mehr sind. Lieblingsmenschen sind wir uns gegenseitig immer noch.
Seit dem siebten Band hießen meine Tagebücher zunächst nicht mehr “Wiebke werden” sondern zunächst “Wiebke sein”, um der Veränderung Rechnung zu tragen und nun schlicht “Wiebkes Tagebuch”. Dies ist der insgesamt zehnte Teil meines Tagebuchs, die Schilderung meiner Aktivitäten und Gefühle zwischen August und Oktober 2023 und ich empfehle wie immer, zuerst die früheren Teile zu lesen.
Nach langer Zeit des Schweigens hatte sich heute meine Mutter bei mir angemeldet. Sie hatte im örtlichen Krankenhaus eine Vorbesprechung und kam anschließend bei mir vorbei. Ich habe sie in männlicher Präsentation an der Haustür begrüßt, sie fing sofort an zu weinen und erlitt eine Art Schwächeanfall, sie musste sich setzen. Ich habe ihr Wasser zur Beruhigung gegeben. Als sie sich etwas beruhigt hatte, sagte sie, wie froh sie darüber sei, mich so anzutreffen. Sie hatte vermutlich damit gerechnet, dass ich ihr in weiblicher Präsentation gegenübertreten würde. Diese Äußerung war dann aber auch schon alles, was Sie zu dem Thema sagte, sie vermied es ganz offensichtlich. Ich kenne das von ihr, es war nie ihre Sache, über Dinge zu sprechen. Das war einer der Gründe, warum es mir so wahnsinnig schwer fiel, mich ihr gegenüber zu öffnen. Wahrscheinlich ist es sogar einer der Gründe, warum es mir überhaupt schwer fiel, mich zu öffnen, egal wem.
Der Rest des Gespräches ging um Belanglosigkeiten, Dinge, die geplant werden mussten, Dinge, die geschehen waren. Das eigentliche Thema Ihres Besuchs war, dass sie mich fragen wollte, ob ich sie zwei Tage später für eine Untersuchung ins Krankenhaus bringen und dort auch wieder abholen kann. Natürlich habe ich das zugesagt. Weniger als eine Stunde später war sie wieder weg.
Heute Morgen war die erste Flasche Gynokadin alle, ich komme also etwa fünf Wochen mit einer Flasche hin. Ich habe noch zwei und werde die nächste Beschaffung dann schon unter endokrinologischer Überwachung machen können.
Heute Abend kam Hedda zu mir, sie hatte am nächsten Tag in der Nähe zu tun. Wir hatten eigentlich geplant, gemeinsam eine Runde Golf zu spielen, und ich hatte dafür auch schon reserviert, aber in den letzten Tagen hat es unglaublich viel und heftig geregnet. So war es auch heute und weil das schon am Vortag absehbar war, habe ich die Runde wieder storniert. Stattdessen hat sich Hedda mit meiner Mutter verabredet, um endlich das fällige Gespräch zu führen, das ich mit ihr nicht führen kann, weil sie sich verweigert. Immerhin, anderthalb Stunden haben die beiden miteinander gesprochen. Es ist hart und vielleicht auch ungerecht, das so zu sagen, aber in der gesamten Angelegenheit ist meine Mutter sehr Ich- bezogen. Es fielen Sätze wie "ich brauche dafür viel Zeit" oder "das kann niemand von mir verlangen". Sie hat noch keinen einzigen Satz gesagt, der sich auf meine Gefühlswelt bezieht, außer, dass sie mich mit der Frage "Wie kriegt man das denn?" pathologisiert hat.
Im Gespräch mit Hedda erzählte sie auch von etwas, das für sie wahrscheinlich keinen Zusammenhang mit mir hat. Trotzdem ist dieser Zusammenhang mehr als offensichtlich. Ihre Schwester, also meine Tante, hat ihr anvertraut, dass sie nach dem Tod ihres Mannes und einer Krebsdiagnose psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nimmt. Meiner Tante fiel es schwer, meiner Mutter das zu sagen. Mit Recht, denn letztere kommentierte dazu, sie “könnte das nicht”. Darin zeigt sich wieder die geringe Fähigkeit, Dinge anzusprechen.
Das Gespräch war nach anderthalb Stunden vorbei, Hedda empfahl ihr noch, nicht unangemeldet bei mir aufzutauchen und das war's. Nebenbei wurde klar, dass es meine Ex- Frau war, die vor Monaten bei ihr angerufen und mich geoutet hat. Sie ruft immer wieder mal an, vermutlich, wenn sie getrunken hat; 15 Jahre nach der Trennung arbeitet sie sich immer noch an mir ab. Ich könnte nun nicht mal strafrechtliche Schritte unternehmen oder zumindest eine Abmahnung schreiben lassen. Einerseits würde das mal wieder meinem Kind schaden und andererseits ist es nicht verboten, die Wahrheit zu sagen, auch wenn das in diesem Fall vorsätzliche psychische Gewalt ist. Abends sind Hedda und ich essen gegangen und haben das alles aufgearbeitet.
Ein großes Problem aus meiner Sicht ist: ich habe eine recht genaue Vorstellung davon, welche Bilder meiner Mutter im Kopf herumgeistern. Sie bezieht ihre Realität aus dem Fernsehen und dort werden trans Menschen nach wie als Täter, Opfer, lächerlich oder krank oder eine Mischung daraus dargestellt. Es gibt keine Normalität. Wenn ich ihr ein einziges Bild zeigen dürfte, könnte ich dem etwas entgegensetzen. Aber sie lehnt das ab, auch Hedda hat es versucht, genauso wie sie erfolglos versucht hat, ihr die Normalität zu verdeutlichen.
Tagsüber habe ich für die Fahrt nach Sintra recherchiert. Während ich das schreibe, wird mir klar, davon habe ich fast noch gar nicht berichtet…
Ich möchte unglaublich gerne wieder nach Portugal, vor allem in die Gegend von Lissabon. Vor allem aus zwei Gründen: mein Selbststudium Portugiesisch möchte ich durch einen Sprachkurs vor Ort ergänzen, am besten mit Familienanschluss. Ich weiß noch von meinem Schulaustausch, wie intensiv so etwas werden kann, wenn man gezwungen ist, in der Sprache zu leben. Und ich war zwar schon dreimal in Sintra, aber der Ort hat so viel mehr zu entdecken, dafür brauche ich viel mehr Zeit.
Vor Tagen habe ich mit Natasha telefoniert und davon erzählt. Sie war total begeistert und äußerte Interesse mitzukommen. Wir haben schon bewiesen, dass wir gut zusammen reisen können, also kann ich mir das vorstellen. Andererseits wäre ein Sprachkurs dann nicht so intensiv. Nach einem Tag des Überlegens habe ich beschlossen, für uns beide eine Woche Sintra zu planen und den Sprachkurs hinten anzustellen.
Reiseplanung ist ein Projekt und damit kenne ich mich aus. Dabei habe ich unter der Prämisse geplant, nicht fliegen zu wollen. Am Abend stand ein Vorschlag, und Natasha war mit allem einverstanden. Ich konnte also anfangen zu buchen. Das habe ich einen Tag später gemacht.
Am Vorabend habe ich mich mit Carina Holmecke im Café im Bürgerpark in Bielefeld getroffen. Das ist sehr angenehm zu erreichen, der Bus fährt von mir aus direkt dorthin.
Zwischendurch sagte sie, dass ihr mit ihrem heutigen Wissen über mich manche meiner Verhaltens- weisen von früher als klar weiblich erscheinen, sie das damals aber nicht hätte wissen können und niemals darauf gekommen wäre. Auf Nachfrage fiel ihr leider kein einzelnes Beispiel ein, es sei ein diffuses Gefühl. Aber offensichtlich hat sie einen längeren Denkprozess durchlaufen. Sie erzählte mir, wie sie als Kind gemieden wurde, weil ihre Eltern sich scheiden lassen hatten. Darauf aufbauend denkt sie, sich recht gut in meine Situation versetzen zu können, denn auch ich würde ja von einigen Menschen nicht akzeptiert.
Nach drei Stunden sehr intensiven Austauschs hat sie mich nach Hause gebracht.
Es gibt nicht viel zu berichten, außer Gedanken. Aber Gedanken sind auch wichtig…
Hier der wichtigste Gedanke von heute: "aufgewachsen in einer Familie, in der man nicht miteinander sprechen konnte, habe ich mir eine Ehefrau gesucht, mit der normale Kommunikation in jedweder Form von vornherein vollkommen unmöglich war". Die Überlegung verdient es, weiter untersucht zu werden.
Heute morgen bin ich zum letzten Mal bis zur Rente krankgeschrieben worden, die "Endbescheinigung" wurde ausgestellt.
Bei dieser Gelegenheit fragte meine Hausärztin mich, wie ich das Estradiol vertrage. Sie bemerkte auch mein Brustwachstum (ich war in männlicher Darstellung hingegangen, kann aber mittlerweile den Brustansatz nicht mehr verheimlichen) und machte dazu einen anerkennenden Kommentar.
Am Nachmittag bin ich ins Büro gefahren und habe die letzten Sachen mitgenommen. Es war vollkommen unspektakulär, mein Büro und auch das Firmengelände final zu verlassen. Das war es dann mit der Arbeit, nach 37 Jahren.
Der Therapeut und ich haben nett zusammengesessen und geplauscht, denn es gab kein Problem zu besprechen. Lenny, Hedda, meine Mutter, die Frührente, nichts davon empfinde ich aktuell als problematisch.
Mir fallen ja normalerweise gar keine besonderen Fotomotive mehr ein und immer das gleiche abzulichten ist irgendwie auch langweilig. Aber meine Mieter haben einen neuen Hund, einen achtwöchigen Welpen. Mich damit fotografieren zu lassen, das, so dachte ich, wäre sicherlich ein lohnendes Motiv. Ich lag nicht falsch.
Meine Mieterin hat das Bild gemacht, kurz bevor ich zum Tanzen nach Bielefeld gefahren bin. Im Moment gibt es alle zwei Wochen donnerstags am Altstädter Kirchplatz eine Tanzveranstaltung und ich habe bisher noch keine ausgelassen. Nur die Veranstaltung in zwei Wochen werde ich verpassen, da ich in Hamburg bin. Dieses Mal war ich endlich mit Anja Kroos verabredet. Wir haben ja gemeinsam ein Apartment beim Baltic Soul Weekender gebucht und uns aber bisher noch nie gesehen. Dieses Mal hat es geklappt! Ich bin mit dem Bus nach Bielefeld gefahren und dann zum Kirchplatz gelaufen, da kam sie mir schon entgegen, weil sie mich von Bildern erkannt hatte. Wir hatten extra einen frühen Termin ausgemacht, noch vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung, um etwas Zeit zu haben, in Ruhe miteinander zu sprechen. Aber so viel Ruhe war da gar nicht und so lange währte sie auch nicht. Mein Lieblings- DJ war schon da, diverse andere Leute auch. Bald wurde es auch zu laut, um noch vernünftig miteinander sprechen zu können. Aber die Basis ist gelegt, das wird funktionieren. Anja hat mir erzählt, dass sie Ende September Urlaub hat und vorgeschlagen, Tagestouren miteinander zu unternehmen. Ich finde, das ist ein guter Vorschlag und werde mir was überlegen. Der Rest des Abends bestand im Wesentlichen aus Tanzen.
Besonders hervorzuheben möchte ich ein Kompliment von jemandem, der auch den Mann in mir noch kennt. Er sagte, ich sähe "bezaubernd" aus. Darüber habe ich mich sehr gefreut und das habe ich ihm auch gesagt!
Kurz vor Ende, das letzte Lied lief schon, sind Janka ter Lichten und ich gemeinsam zum Bahnhof gegangen und ich habe zugesehen, dass sie in den richtigen Zug einstieg. Ich bin mit einem anderen Zug nach Hause gefahren und der Zufall wollte, dass Kenneth der Zugbegleiter war. Er und ich haben schon öfter zusammen gesessen und er weiß viel über mich. Aber Wiebke gesehen hatte er noch nicht. Ich habe mich zu erkennen gegeben, woraufhin er mir quasi den gesamten Weg gegenüber saß. Man kann es nicht anders sagen, er war von meiner Erscheinung vollkommen überwältigt.
Ich habe mich mit Mark kurz vor 10 Uhr zum Golf in Gütersloh, also in seinem Heimatclub, verabredet. Um kurz nach 8 Uhr schrieb er, dass die Sommergrüns bis 12 Uhr gesperrt sein und fragte, ob wir verschieben wollten. Ich hatte aber schon Schmerzmittel genommen, damit ich das ganze überhaupt durchhalte, und das wollte ich nicht einfach sinnlos verpuffen lassen. Also habe ich vorgeschlagen, vielleicht doch mal einen anderen Platz auszuprobieren und wir haben uns auf Marienfeld geeinigt. Mir war das nicht klar, Mark kannte Marienfeld aber schon. Egal! Die Runde war mit 20 € auch ausgesprochen preiswert.
Es herrschte eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, anfangs nur ca. 17°, zum Ende der Runde aber eher 22°. Deswegen verlor ich zunehmend die Luft. Etwas anderes war auch sehr interessant: Natürlich trug ich einen BH und hatte auch Brustformen eingelegt. Allerdings bin ich zumindest beim Sport über dieses Stadium anscheinend hinaus. Meine eigene wachsende Oberweite führte dazu, dass ich während des Spiels eine der Formen aus dem BH verlor, Gott sei Dank fiel sie nicht aus dem T-Shirt. Ich habe auf der Bahn 5 beide Brustformen entfernt und ohne weitergespielt, was meinem Spielergebnis auch gut getan hat. Entweder hat Mark davon nichts gemerkt oder er war rücksichtsvoll genug, nichts dazu zu sagen. Die Bahn 9 habe ich dann sogar par gespielt.
Während der Runde haben Mark und ich darüber gesprochen, dass es ihm in seinem neuen Club eigentlich gar nicht so gut gefällt. Er bemängelt, wie viele verknöcherte "alte weiße Männer" es da gibt. Er brachte ins Gespräch, gemeinsam nach Marienfeld zu wechseln und ich kann mir das prinzipiell vorstellen. Der Platz ist total flach und kommt meinen geringer werdenden Kräften entgegen. Er ist auch nur 20 Minuten entfernt, bedingt allerdings, dass ich weiterhin ein Auto habe, das ich ja gerne auf Sicht abschaffen möchte. Nach der Runde haben wir vereinbart, dass wir weitere Plätze im Umkreis ausprobieren werden.
Zwischendurch fiel mir in den letzten Tagen immer mal wieder etwas ein, das ich hier ins Tagebuch schreiben müsste. Ich habe es aber immer wieder vergessen. Jetzt, damit ich es nicht mehr vergesse, schreibe ich es hier ganz zusammenhanglos hin:
