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Das Schicksal erlaubt sich einen fiesen Scherz, als es den introvertierten und schüchternen Nerd George und den beliebten gutaussehenden Quarterback Floris zusammenführt. Der eine weiß zwar, dass er schwul ist, lebt aber nur für seine Bücher und jobbt in der Freizeit im Supermarkt seiner Eltern, der andere hat eine feste Freundin, lässt sich jeden Tag für seine Leistungen im Football feiern und was als harmloser Scherz beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Freundschaft mit gewissen Vorzügen, mit der beide nicht gerechnet haben. Wie gut, dass es bis zum Abschlussball nur mehr wenige Wochen sind, Georges Tante die besten Tanzkurse der Stadt gibt und die Hormone der Jungs unter der Sonne Kaliforniens kurz vorm Überkochen sind!
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Seitenzahl: 141
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Holly Bell ist das Pseudonym zweier Autoren, D. Holly und Eden Bell. Sie vereinen das Beste aus beiden Ländern, Deutschland und Österreich und sind im Hardcore-Bereich genauso zuhause wie auch im Romance-Sektor. Neben der Wiederveröffentlichung bekannter Klassiker ist auch der Release von neuen Romanen und Serien geplant.
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
George
Floris
Für viele in meinem Alter wäre es ein Albtraum. Ich habe mich aber daran gewöhnt, dass ich meine
Samstagabende im Supermarkt meiner Eltern verbringe und nicht wie die meisten High-School-Jungs auf Partys am Marina Beach.
Mein Name ist George, ich bin 16 Jahre alt und ich bin das einzige Kind meiner Eltern. Meine Familie ist tief verankert in Marina, einem wunderschönen kleinen Küstenstädtchen, etwa neun Kilometer entfernt von Monterey, dem Ort, wo ich zur High School gehe. Die meisten kaufen bei den großen Diskontern in Monterey ein und wir sind eher so der Laden für die vergessenen Kleinigkeiten, die frischen Brötchen am Wochenende oder für die älteren Leute, die es nicht mehr nach Monterey schaffen.
Da wir das einzige Lebensmittelgeschäft in Marina sind und der Ort mit etwas über 22.000 Einwohnern nicht ganz so winzig ist, kommen wir mehr als gut über die Runden und wenn ich ehrlich bin, frage ich mich bis heute, wieso keiner auf die Idee kommt, einen zweiten Supermarkt zu eröffnen und sich einen Teil vom Kuchen zu holen, aber immerhin finanziert mir der Laden den High School Alltag mit, von daher werde ich sicher niemanden auf diese Idee bringen.
Meine Eltern sind an sich eher konservativ und so war mein Coming-out für mich ein Moment, in dem ich damit gerechnet habe, dass meine Eltern mich aus dem Haus werfen, aber zu meiner Überraschung haben sie es gut aufgenommen, vermutlich hat es sie sowieso nicht überrascht, denn ich habe mich noch nie für Mädchen interessiert, stattdessen bin ich schon immer eher offensiv damit umgegangen, dass ich auf Kerle stehe. Das Schlimmste an meinem Coming-out war für sie vermutlich die Gewissheit, dass der
Familienname aussterben wird, denn wenn der einzige Sohn schwul ist, war es das mit dem Familienstammbaum.
Ich bin niemand, der sich über seine Sexualität identifiziert, für mich ist Schwulsein nicht meine Lebensaufgabe, aber ich verstecke mich nicht und wer mich fragt, bekommt eine klare Antwort. Ich bin ein guter Schüler, einige bezeichnen mich sogar als Nerd, aber mir macht das Lernen Spaß und gerade während der ruhigen Zeiten im Laden sind die Bücher teilweise meine besten Freunde.
Meine ersten Erfahrungen habe ich bereits gesammelt, allerdings waren es immer nur One Night Stands und auch diese kann ich an etwas mehr als einer Hand abzählen. Solche kurzweiligen Erlebnisse sind für den Druckabbau ganz nett, aber ich würde mich wirklich gerne einmal verlieben, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, was passiert, wenn ich meinen Eltern meinen ersten richtigen Freund vorstelle, geschweige denn mit ihm Sex habe in diesem Haus – Tür an Tür mit meinen Erzeugern.
Heute ist wieder einer der Tage, wo meine männlichen Schulkameraden an ihrer Körperbräune arbeiten, denn wir haben draußen Temperaturen um die 30 Grad und ich bin froh, dass die Klimaanlage im Supermarkt läuft.
Dadurch, dass die meisten ihre Freizeit lieber im Garten mit Grillen oder am Strand verbringen statt nach Monterey zu fahren, ist der Tagesumsatz wirklich gut und ich habe ganz schön damit zu tun zu kassieren, neue Ware auszuräumen und Smalltalk mit den Kunden zu führen.
„Ist deine Mutter auch hier?“, höre ich ein krächzendes Quieken und ich weiß sofort, dass die Stimme zu Mrs. Miller gehört. Ich rolle, ohne dass sie etwas mitbekommt, die Augen und schüttle den Kopf.
„Nein ich bin heute Abend alleine. Es ist ja eh bald Feierabend“, gebe ich monoton zurück und die schon leicht ergraute Lady schaut unsicher und ich muss mir ein Lachen hart verkneifen.
Ich kenne Mrs. Miller seit meiner Geburt und was ich auch bestens kenne, ist ihr Menstruationszyklus.
Sie kommt jedes Mal, wenn sie ihre Tage hat, in unseren Laden, denn sie würde sich niemals ihre Tampons in einem der großen Supermärkte in den Einkaufswagen legen. Hier hat sie dann ab und zu nur das Problem, dass ich an der Kasse stehe und das ist dann ihr Supergau. Der Blick von ihr wechselt zwischen den Tampons und mir hin und her und dann greift sie sich eine Packung, wickelt sie in eine Rätselzeitung und legt mir beides aufs Pult. Ich tippe den Preis von den Tampons und dem Magazin ein, ohne die Ware anzufassen und kassiere ab.
„Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende“, rufe ich Mrs. Miller nach, die normalerweise immer noch ein Schwätzchen hält und mich über ihre Nachbarn ausfragt, es sei denn, sie kauft Tampons. Dann verlässt sie den Laden nämlich, als wäre der Teufel höchstpersönlich hinter ihr her.
Ich bereite schon alles für die Kassenabrechnung vor, als zwei Minuten vor Feierabend die Tür aufgeht
und ein Typ den Laden betritt, den ich von der Schule her kenne. Floris.
Floris ist genau das Gegenteil von mir. Er hat das Zeug zum Star, ist sportlich, trainiert, ein echter Sunnyboy, der Schwarm aller Mitschülerinnen und sicher auch einiger Burschen. Und was uns auch unterscheidet, ist die Tatsache, dass er strohdumm ist und ihn nicht einmal seine sportlichen Leistungen davor retten konnten, dass er die letzte Klasse wiederholen musste.
„Hey“ sagt er, schaut sich um und ich nicke ihm zu, denn ich weiß genau, worauf das hinausläuft.
„Ich hätte gerne eine Flasche Johnny Walker“, tönt er und ich mustere ihn, einfach nur, weil es ein saugeiler Anblick ist, schaue ihm dann in seine nicht zu verachtenden ozeanblauen Augen und muss mich dann zusammenreißen, um professionell zu bleiben, denn wir passen ungefähr so gut zusammen wie Hund und Katz.
„Du weißt genau, dass ich dir keinen Alkohol verkaufen kann. Wir gehen in dieselbe Klasse und ich weiß, dass du nicht oft genug sitzen geblieben bist, um 21 Jahre alt zu sein“, erwidere ich ruhig und der sonst so coole Sportler kaut auf seiner Unterlippe und schaut mir in die Augen. Ich schlucke.
„Bitte“, fleht er, lächelt mich an und für einen Augenblick fühle ich mich mit ihm auf Augenhöhe und meine Knie werden etwas weich.
Das Footballtraining war gut und als ich meinen besten Kumpel Aaron vor dem Haus seiner Eltern absetze, erinnert er mich daran, dass wir später noch an den Strand wollen, um ein bisschen zu quatschen. Aaron und ich sind dicke Freunde seit ich denken kann, ich war dabei, als er sich als Grundschüler unglücklich in unsere Lehrerin verliebt hat und wir haben auch die ersten sportlichen Erfolge alle gemeinsam erlebt und gefeiert. Ich muss in seiner Gegenwart nie groß nachdenken und kann brutal ehrlich sein, er wird es mir nie übelnehmen. Umgekehrt ist es natürlich genauso. Ich habe ihm auch gesagt, dass Lynn, die brünette Studentin eine Nummer zu hässlich für ihn ist, was ihm aber wieder egal ist, weil sie angeblich im Bett eine Granate ist. Unsere Familien sind befreundet und ich frage mich manchmal, was wir mal machen werden, wenn sich unsere Wege berufsbedingt oder weil wir auf verschiedene Colleges gehen, trennen.
Zuhause angekommen, parke ich den schwarzen Qashqai meines Vaters in der Einfahrt, trinke ein Glas Milch und schlüpfe in bequeme Shorts und ziehe mir ein altes abgetragenes T-Shirt an. Ich habe meiner Mum versprochen, dass ich den Rasen mähe und muss grinsen, als ich sehe, wie die bebrillte 16jährige Göre, die im Nachbarshaus wohnt und schon fünf Mal beim Vorsprechen für die Cheerleader durchgefallen ist, mit großen Augen direkt in mein Zimmer starrt, als ich das löchrige Shirt über meinen Waschbrettbauch streife.
Ich zwinkere ihr zu und sie dreht sich schnell weg und tut so, als würde sie gerade ihr Zimmer aufräumen.
Ich genieße es, dass die Mädels sich ein Poster von mir an ihren Wänden wünschen, ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass mich das nicht kickt. Ich will kein Arschloch sein, aber Marcia spielt nicht in meiner Liga. Erstens hat sie eine Zahnspange, für die man eine Sondergenehmigung braucht, wenn man damit in Florida ins Kennedy-Space-Center will und sie achtet weder auf ihre körperliche Fitness noch auf die Wahl ihrer Freunde, beides ein absolutes No-Go für mich. Es mag oberflächlich klingen, wenn ich sage, dass ich mich in meiner Rolle als Liebling an der ganzen Schule sehr wohlfühle, aber es ist so. Klar ist es auch harte Arbeit zwischendurch, aber ich genieße es eben, Applaus, Aufmerksamkeit und Bewunderung zu bekommen.
Kurz überlege ich, nachdem ich den stinkenden Motor des alten Rasenmähers endlich in Gang gebracht habe, mir das T-Shirt auszuziehen, um Marcia ein bisschen nervöser zu machen. Ich wette, sie schaut noch immer heimlich in unseren Garten und wünscht sich, dass ich sie frage, ob sie mit mir ins Kino geht.
Dass man als Footballstar auch Neider hat, vergessen die meisten. Allerdings kann ich die an einer Hand abzählen. Um ehrlich zu sein, fällt mir auf die Schnelle gar niemand ein, allerdings weiß ich sehr wohl, dass sich viele wünschen, wie ich zu sein. Dass das mit konsequentem Training einhergeht, bedenkt kaum jemand. Während der Durchschnittsschüler nach den Hausaufgaben und dem Pauken vor dem Smartphone hängt und irgendwelche hirnlose Serien schaut oder auf Social Media ein Leben postet, das er gerne führen würde, rackere ich mich im Fitnessstudio ab, fresse Dreck auf dem Rasen des Sportplatzes oder powere mich im Schwimmbad aus. Wenn die selbsternannten Streber ihre dicken Hornbrillen abnehmen und sonntagnachmittags Zitroneneis schlecken, mache ich mir einen Salat oder esse einen Apfel. Klar würde das Eis besser schmecken, aber der makellose Body formt sich nicht von alleine so wie er jetzt ist.
Die kalifornische Nachmittagssonne heizt gnadenlos auf meine Baseballkappe und mich nieder. Der Benzingeruch sorgt dafür, dass ich mich ziemlich männlich und stark fühle und der Drang wird immer größer, den Nachbarn meine durch den Ballsport und das Studio trainierten Muskeln zu zeigen, ich behalte mein Shirt aber an.
Unter der Dusche denke ich an Zendaya und wie heiß sie als Chani in dem Science-Fiction-Film Dune aussieht mit ihrem Wüstenoutfit, aber je länger das heiße Wasser auf mich herunterregnet, desto weniger Klamotten hat sie in meiner Phantasie an und da ich aber schon ziemlich spät dran bin, drehe ich die Wassertemperatur runter, trockne mich ab und mache mich fertig. Aaron mag Unpünktlichkeit nicht, deshalb gebe ich Gas, beschließe, noch einen kurzen Stopp beim Laden um die Ecke einzulegen, um Whisky einzukaufen.
Ich bin froh, dass mein Alter Herr diese Woche Home Office macht, deshalb habe ich uneingeschränkten Zugriff aufs Auto und erspare mir langes Bitten und Betteln, dass ich ihn mir ausborgen darf. Natürlich werde ich das Auto am Hafen stehen lassen, wenn Aaron und ich dann später noch was trinken, das Gute an unserem Heimatort ist, dass man überall schnell ist und es nirgendwohin große Entfernungen sind.
Die Chancen, in meinem Alter an Alkohol zu kommen, sind in einem großen Supermarkt gleich null. Deshalb versuche ich mein Glück gerne in kleineren Läden. Es ist gerade nichts los, als ich das Geschäft betrete, was für mein Vorhaben gut geeignet ist. Die Verkäufer haben weniger Hemmung, ein Auge zuzudrücken, wenn sie sich unbeobachtet fühlen.
Die Brillenschlange namens Georgie, der in meine Klasse geht und immer in der ersten Reihe sitzt, hat heute Dienst und ich muss grinsen, weil wir ihn, als er noch kleiner war, gerne damit aufgezogen haben, dass er das Georgie Girl von Marina ist. Alle, die den alten Song der Seekers kennen, werden wissen, was ich meine. Ich weiß, dass ich nie besonders nett zu ihm war, aber heute will ich mich von meiner Schokoladenseite zeigen, um den Johnny Walker kaufen zu können.
Nach einer kurzen formlosen Begrüßung komme ich direkt zur Sache und der kleine dunkelblonde Nerd macht einen auf hartnäckig. Ich hasse es, wenn jemand wie er unbeeindruckt von meinem Status bleibt und keinen Zentimeter vom korrekten Weg abweicht.
Nachdem ich ein zweites Mal Bitte gesagt habe, schnaufe ich. „Mann, was kann ich tun, um deine Meinung zu ändern?“
George zieht beide Augenbrauen hoch. „Wie wäre es mit erwachsen werden?“
Ich knurre. „Das ist nicht sehr hilfreich gerade.“
Desinteressiert wendet der neunmalkluge Verkäufer seinen Blick von mir ab und schaut auf die aufgeschlagene Tageszeitung, die er gerade liest und die vor ihm auf dem Tresen liegt. Ich wette, er studiert gerade die Kulturseiten und überlegt, mit welchem seiner Talente er später mal die Bevölkerung dieser Kleinstadt nerven kann.
„Hör mal, ich bin echt spät dran. Du hast etwas gut bei mir, wenn du mir jetzt hilfst. Können wir das nicht einfach abkürzen und ich gebe dir das Geld und du reichst mir den Whisky?“, starte ich einen letzten, fast schon verzweifelten Versuch.
George scheint zu überlegen und schmunzelt. „Was hätte ich denn gut? Bei dir? Jetzt machst du mich neugierig. Bekomme ich gratis Footballtrainingsstunden oder trittst mir ein paar wertvolle Sammelkarten deiner Lieblingssportler ab?“
Ich kratze mich am Hinterkopf und beschließe, zu kontern. „Warum nicht? Wenn du keine Angst vor dem Ball hast, kann ich dir sicher so einiges beibringen.“
„Und was sagst du deinen Kumpels, wenn du den uncoolsten Bengel der ganzen Schule mit zum Spielfeld bringst?“
Ich lache. „Dass ich eine Wette verloren habe?“
„Alter, sieh zu, dass du Meter gewinnst, hier ist dein Walker!“ George greift nach hinten und gibt mir die Flasche im Austausch gegen einen Fünfzigdollarschein.
Während er das Restgeld rauszählt, fällt mir ein Stein vom Herzen und ich grinse breit. „Das war ernst gemeint, ich nehm‘ dich Montag mit zum Training!“
„Jaja, hau ab!“
„Danke, Mann!“ Ich bin ehrlich erleichtert und irgendwie würde ich dem Kleinen jetzt echt gern zeigen, dass das voll nett ist, was er tut, auch wenn ich der Meinung bin, dass er einen Tick zu frech zu mir ist.
Bevor ich den Shop verlasse, schaue ich mich nochmal kurz um, ob wir nach wie vor keine neugierigen Zuschauer haben, greife über die Theke, wuschle ihm durchs strohige Haar und stoße dabei fast seine Brille von der Nase.
George quiekt leise auf, bestimmt mehr vor Überraschung, weil er damit nicht gerechnet hat und schließt die Kassenlade. „Spinner“, grummelt er.
Mit dem Alkohol im Schlepptau gehe ich zum Auto und schreibe Aaron, dass ich in zwei Minuten da bin.
Der Montag läuft wie ein ganz normaler Tag an einer durchschnittlichen amerikanischen Highschool. Die Nerds wie ich freuen sich, dass wieder Unterricht ist und die coolen Jungs nutzen die Zeit, um sich vom Wochenende zu erholen, protzen mit ihren kürzlich erlebten Errungenschaften und Abenteuern und sind froh, ihre besten Kumpels wiederzusehen.
So endet der Montag für meinen Geschmack viel zu schnell und ich verstaue meine Bücher in meiner Tasche, als plötzlich Floris vor mir steht, mich angrinst und ich habe keine Ahnung, worauf das hinauslaufen soll.
„Ready, Kleiner?“, fragt der trainierte Hüne mich und ich verstehe nur Bahnhof. „Hast du vergessen, dass heute Training ist? Oder meinst du, ich halte mich nicht an das, was ich verspreche?“
Schön langsam kommt mir seine Ansage von Samstagabend wieder in den Sinn.
„Du hast das doch im Leben nicht ernst gemeint? Du wolltest doch nur unbedingt den Whisky kaufen“, gebe ich zurück und Floris lacht.
„Würde ich hier stehen um dich abzuholen, wenn ich es am Samstag nicht ernst gemeint hätte?“, kontert er und in mir arbeitet es. Es gibt genau zwei Optionen in meinem Kopf und ich muss jetzt schlau entscheiden, welche von beiden wahrscheinlicher ist.
Option eins – Floris will, dass ich mich zur Lachnummer der ganzen Schule mache, allerdings stellt sich mir ernsthaft die Frage, warum er das tun sollte, denn er hat einen guten Stand hier und mit so einer Aktion könnte er sich definitiv einige Sympathien verspielen.
Option zwei – Floris ist gar nicht so ein großes Arschloch wie ich denke. Wobei ich vergessen habe, wieso ich ihn eigentlich für einen Idioten halte. Fakt ist, so übel ist er nicht. Er ignoriert mich halt meistens, weil ich nicht in seiner Liga spiele, aber im Grunde genommen ist das kein Verbrechen.
„Na los, die Jungs werden nicht auf uns warten“, drängt Floris und ich weiß nicht wirklich, was das werden soll und hätte ich gewusst, dass Floris das alles nicht zum Spaß gesagt hat, ich hätte am Sonntag vermutlich den neuen Stephen-King-Roman gegen ein American-Football-Regelbuch ge
