12 Mann - 88 Zähne - Dennis Krick - E-Book

12 Mann - 88 Zähne E-Book

Dennis Krick

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Beschreibung

Am Rande des Apuseni-Gebirges, mitten in der europäischen Union, sitze ich gerade in einem sechs Quadratmeter großen Raum und muss tierisch aufs Klo. Das Plumpsklo steht hinterm Haus und verbreitet diesen ländlichen Charme von dem immer alle reden. Nicht nur der Gedanke an die "Kackkiste" im Garten, sondern auch die Enge hier treiben mir die Tränen in die Augen. Ich teile mir dieses winzige Zimmer nämlich mit zwölf weiteren Personen, einer einohrigen Katze und einem schmutzigen Baby-Schaf. Sie wollen wissen, was ich an so einem Ort eigentlich mache? Na ganz einfach, ich mache hier Urlaub. 13 Jahre heitere Reiseerfahrung über das wunderschöne Rumänien und seine bizarren Eigenschaften.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 345

Veröffentlichungsjahr: 2016

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12 Mann – 88 Zähne

Draculas zahnlose Erben

DENNIS KRICK

12 Mann – 88 Zähne

Draculas zahnlose Erben

Impressum

© 2016 Autor: Krick, Dennis

Umschlag Illustration: Georg Schierling/Shotshop.com Bild Nr. j42-fs0

Umschlag Gestaltung: Patrick Krick, Agentur Scheunemann, Bad Kreuznach

Korrektorat/Lektorat: Claudia Diekmann, TextCare, Mannheim

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

ISBN

Paperback

978-3-7323-1984-8

Hardcover

978-3-7323-1985-5

E-Book

978-3-7323-1986-2

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Vorwort

Vor knapp sechzehn Jahren traf ich ein junges Mädchen. Am Tag unserer ersten Begegnung ging sie mit ihrem kleinen, weißen Hund, den ich aus mehreren Werbespots für Hundefutter zu kennen glaubte, in unserem winzigen Örtchen spazieren.

Es handelte sich bei besagtem Bettvorleger doch höchstwahrscheinlich nicht um den damaligen Star der Hundefutterwerbung, aber wer kann die kleinen Viecher schon auseinanderhalten. Ehrlich gesagt interessierte mich die Mini-Bestie auch nicht die Bohne. Was bei dem jungen Mädchen allerdings etwas völlig anderes war.

Als Teenager funktionierten die Flirts am Ende der 1990er noch auf eine sehr einfache und unkonventionelle Art.

Wir sprachen ein paar sinnfreie Worte, lachten jeweils über die schlechten Witze des anderen und waren bereits wenige Stunden später ein Paar.

Ungefähr zehn Jahre danach dann verheiratet und heute Eltern unseres wunderbaren Sohnes. Der weiße Bettvorleger von damals lebte übrigens auch noch weitere zehn Jahre mit uns zusammen. Dann hatte der Herrgott mit ihm, uns und den Nachbarn ein Erbarmen.

Ich darf euch aber bereits an dieser Stelle des Buches beruhigen, es geht nicht um die Liebesgeschichte zweier Menschen (auch wenn ich meine Frau natürlich über alles liebe, aber wer will schon, abgesehen von meiner Frau, darüber lesen). Es geht auch nicht um den traurigen Verlust eines achtzehn Jahre alten Hundes (das war zwar in der Tat sehr traurig, interessiert wohl aber auch nur die Wenigsten). Nein, vielmehr geht es um mich! Gut, nun könnte man sagen: »Interessiert doch auch kein Schwein!«, und deshalb muss ich auch das etwas relativieren. Richtig ist, es geht nicht um mich per se, sondern um die unglaublichen Dinge, die ich durch die erwähnte Begegnung mit der jungen Frau, meiner Frau, Ende des letzten Jahrtausends bis heute erleben durfte.

Meine Gattin und der Bettvorleger hatten nämlich eine besondere Gemeinsamkeit, und damit meine ich nicht den Hang zu extravaganten Frisuren. Ich meine ihre Herkunft. Die beiden waren nämlich nicht von hier. Das Mädchen und ihr schneeweißer Begleiter kamen aus einer anderen Welt. Einer Welt, die ich ohne meine Frau sicherlich niemals kennengelernt hätte. Eine Welt voller Geistergeschichten und dunkler Sagen.

In einschlägigen Horrorfilmen wird diese Welt zwar immer wieder mal erwähnt, aber ich glaubte nie wirklich an die Existenz eines solchen Ortes. Doch die folgenden Jahre sollten mich Lügen strafen. Nicht nur, dass ich jemanden aus dieser Welt tatsächlich kennenlernte, ich hab sogar eine geheiratet.

Diese fremde Welt mit eigenen Augen gesehen zu haben, war und ist bis heute wirklich etwas ganz Besonderes in meinem Leben. Ich sah leibhaftig die düsteren und magischen Orte, von denen ich in Romanen bereits gelesen hatte. Ich traf Lebewesen, die mit den Menschen in meiner Welt so gar nichts gemein hatten, und einigen von ihnen kam ich so nahe, dass ich sie berühren konnte.

Um das alles zu sehen, was ich sah, um dorthin zu gelangen, wo ich war, muss man einige Strapazen über sich ergehen lassen. Zwar ist keinerlei Magie vonnöten und man erreicht diese Welt auch nicht durch einen Zauberspiegel oder einen verhexten Kaninchenbau. Dennoch steigt man selbstverständlich auch nicht einfach in ein Flugzeug und fliegt mal schnell in einer Stunde an einen derartig mystischen Ort … Ab Frankfurt/Main braucht man mit dem Flieger fast zwei.