9,90 €
Von einem Taucher mit Leidenschaft. Spannung und Realität gemischt mit Spaß soll dieses Buch in der Freizeit, zu Hause oder auch im Urlaub erzeugen. Deshalb habe ich meine Biografie, meine langjährigen persönlichen Einschätzungen im Allgemeinen über das Tauchen und Geschichten, die sich tatsächlich ereignet haben, aufgeschrieben. Für Taucher, aber auch für Leute, die nicht unbedingt den Kopf unter Wasser stecken möchten, ein fesselndes Buch. Dieses Buch soll aber auch dazu inspirieren, das eigene Verhalten in der Unterwasserwelt zu verbessern und sich selbst besser einzuschätzen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 97
Veröffentlichungsjahr: 2019
Tilo Freak
Abtauchen und genießen
Eine Taucher-BiografiemitEinschätzungen undTauch-Erlebnissen
1. Auflage
Copyright © 2019 by Tilo Freak (Pseudonym)
Verlag & Druck: tredition GmbH, Hamburg
ISBN:
978-3-7482-2463-1 (Paperback)
978-3-7482-2464-8 (Hardcover)
978-3-7482-2465-5 (e-Book)
Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche Erlaubnis des Verlages und des dem Verlag bekannten Autors darf das vorliegende Werk, auch nicht Teile daraus, weder reproduziert, übertragen noch kopiert werden, wie z. B. manuell oder mit Hilfe elektronischer und mechanischer Systeme inkl. Fotokopieren, Bandaufzeichnung und Datenspeicherung. Alle Rechte der Übersetzung und Übertragung in Funk, Film und Fernsehen, sowie anderer Medien bedürfen der Genehmigung des Verlages sowie des Autors.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Eine Biografie, Einschätzung und Erzählungen von einem leidenschaftlichen Taucher
Für Tilo
Einführung
Zu Beginn
Meine Anfänge
Das erste Tauchen
Ausbildung zum Taucher
Tauchausrüstung
Meine Einschätzungen
Wer sollte überhaupt tauchen
Wo ist tauchen möglich
Sicherheit und Tauchtiefen
Übergewicht oder Untergewicht beim Tauchen
Tauchausbildung heute
Tauchgeschichten
Erster Taucherurlaub
Zu zweit
Auf einer gut organisierten Tauchbasis
Bootstauchen und seekrank
Tauchen von einem Taucher-Schiff
„Tauchen“ in einer Druckkammer
Anfänger von Land
Das Hausriff
Strömungstauchen von einem Schiff
Starke Strömung
Tauchen mit defektem Tauchcomputer
Lungenautomat eingefroren
Eistauchen
Nachttauchgang am Hausriff
Wracktauchen auf offener See
Tauchen in einer Höhle
Schönes Wetter an einer Steilküste
Morgentauchgang
Tieftauchgang
Unter Haien
Tauchen im Binnensee
Massentauchen
Erst ruhige See, hinterher Seegang und Weiteres
Apres-Tauchen
Tauchbasen
Umwelt
Abschluss
Einführung
Zu Beginn
Tauchen ist meine Berufung und mein Sport.
Ich habe die berufliche Taucherei abgeschlossen und widme mich nun nur noch der sportlichen Seite.
Einige meiner persönlichen Meinungen und Erlebnisse reiße ich in diesen hoffentlich spannenden, informativen, zum Nachdenken anregenden und auch teilweise vielleicht amüsanten Geschichten an.
Alle Erzählungen haben tatsächlich stattgefunden.
Alles Geschriebene ist aus meiner Sichtweise betrachtet niedergelegt.
Namen von Personen und den Tauchorten erwähne ich aus Datenschutzgründen nicht.
Dieses Buch soll kein Fachbuch sein - davon gibt es schon genug. Es kann und soll allerdings die lesenden Taucher dazu inspirieren, auch einmal kritisch ihre eigene Taucherei zu betrachten. Einige Tipps sind vielleicht übertragbar und man möge sie für sein eigenes Verhalten nutzen!
Ausgleichend zum Tauchsport fahre ich regelmäßig Rennrad und betreibe etwas Leichtathletik. Diese Aktivitäten runden meine sportliche Betätigung harmonisch ab. So bleibt der gesamte Sport für mich nicht einseitig.
Jetzt aber zum Buch!
Beim Lesen wünsche ich allen Tauchern und auch Nichttauchern Kurzweile und viel Spaß!!
Meine Anfänge
In der Mitte der 70-er Jahre habe ich mit dem Tauchen begonnen.
Mit dem eintönigen Schwimmen und Streckentauchen in vielen Stunden im Schwimmverein und weiterem Schwimmen und Streckentauchen in Seen und Flüssen war ich vor den Tauchanfängen schon eine so genannte „echte Wasserratte“!
Erstes Tauchen
Im Schwimmbad bekam ich den ersten Kontakt zu zwei Tauchern mit ihrer übersichtlichen Ausrüstung und damit auch zur Taucherei.
Ich sprach die Taucher an und „siezte“ sie zuerst. Einer der Taucher sagte nach kurzer Zeit: wenn du Taucher werden willst, lass das „Sie“ mal als Erstes weg! Taucher „duzen“ sich immer! Das war also meine erste Lektion mit der richtigen Ansprache.
Nach einer kurzen Absprache der beiden Taucher bekam ich eine Einweisung zur Tauchtheorie und die Erklärung des Tauchgerätes folgte.
Genug für das erste „Tauchen“ im Schwimmbad.
Jetzt durfte ich endlich von einem der Taucher aus der ersten Generation das Tauchgerät aufsetzen und im Wasser „mal Schnuppern“. Der zweite Taucher begleitete mich bei meinem ersten Versuch.
Hat mir von der ersten Sekunde an Spaß gemacht! Unter Wasser mal ohne die Luft anhalten zu müssen durch einen Lungenautomat ganz normal atmen zu können. Durch die Gummimaske sah ich das Schwimmbecken klar in seiner ganzen Schönheit! In diesem Fall ein paar Schwimmbadfliesen. Die Maske passte mir nicht ganz und ich hielt sie über die ganze Zeit meines ersten Schnuppertauchgangs mit einer Hand fest auf meinem Gesicht. Wasser trat so nicht mehr ein. Der Lungenautomat erzeugte beim Einatmen ein für mich neues fremdes Geräusch. Ich gewöhnte mich schnell daran, mein Einatmen und Ausatmen hören zu können. Auch die Luftblasen der Ausatemluft aufsteigen zu sehen war interessant.
Angesteckt war ich nun für weitere Tests und fragte nach Terminen. Das war nicht so ganz einfach – klappte dann aber doch ab und zu! Grundlegende Theorie lernte ich bei den Meetings automatisch durch die Fragen und Erklärungen meiner neuen Vorbilder.
Ein Buch zur Tauchertheorie kaufte ich mir schnell dazu.
Ausbildung zum Taucher
Meine erste Tauchausbildung habe ich klassisch nach einiger Suche in einem für mich gut erreichbaren Tauchverein in meiner Stadt absolviert.
Von den Tauchvereinen gab es in den 70ger und 80-ger Jahren lange nicht so viele wie heute.
Zuerst im nun nicht mehr ganz so geliebten Schwimmbad die Klarwasserausbildung.
Die Theorie eignete ich mir zu Hause aus den ersten Fachbüchern an.
Die Praxis fand in einem in der näheren Umgebung meines Wohnortes befindlichen Baggersee statt. Zu meiner ersten praktischen Tauchprüfung trafen wir uns zuerst noch einmal im Schwimmbad und anschließend am Strand des Baggersees.
Die theoretische Prüfung wurde noch an einem Tisch unter freiem Himmel fertig. Ich hatte den ersten Schritt nun gemacht!
Das Tauchbrevet Bronze oder auch 1* war mein Ziel und ich hatte es geschafft! Das Brevet hieß früher schon so.
Endlich Taucher!
Dann folgte in meiner langen Taucherkarriere eine Taucherausbildung für berufliches Tauchen mit den vielen Fort- und Weiterbildungen bis zum Tauchlehrer. Umfangreiche Vorschriften mit kleinen und großen Änderungen und auch einige Prüfungen kamen über die Jahre hinzu.
Auch auf der sportlichen Schiene lief es weiter mit den ganzen Brevets und Sonderbrevets bis hin zum Tauchlehrer.
Ich kenne also beide Ausbildungsbereiche. Das ist für mich ein Vorteil!
Am geringsten sind die Änderungen in den letzten Jahren im theoretischen Bereich angesiedelt.
Bei den medizinischen Erkenntnissen waren für mich die interessantesten neuen Erkenntnisse angesiedelt.
Die physikalischen Gesetze haben sich nicht geändert. Man muss auch nichts Neues erfinden.
Am größten sind die Neuerungen bei den technischen Geräten. Das soll das Tauchen angenehmer und bequemer gestalten. Zu viel technisches Zubehör ist allerdings auch nicht sinnvoll – stört nur beim Wesentlichen – dem Tauchen.
Wie bei vielen Menschen heute – anstatt das Leben zu genießen – zum Beispiel mit dem Mobiltelefon!
Fortbildungen besuche ich heute weiterhin regelmäßig. Ab und zu gibt es auch für mich noch spannende neue Kleinigkeiten zu entdecken!
Als Taucher bin ich bemüht, mich stets weiterzubilden, um auf dem neuesten Stand zu bleiben!!
Veranstaltungen gibt es genug! Infos dazu auch.
Entweder frage ich im Tauchverein oder man kann im Internet auf den Plattformen nachsehen.
Also viel Spaß! Mit anderen Tauchern zusammen zu kommen kann den Horizont erweitern.
Tauchausrüstung
Eine eigene Tauchausrüstung habe ich mir in vielen kleinen Schritten über eine sehr lange Zeit verteilt zugelegt. Nachdem für mich feststand, dass ich das Tauchen nun erlernen wollte.
Das Leihen und ewige Tauschen der Ausrüstung ging mir sehr bald gegen den Strich.
Man musste ja immer wieder die von anderen Tauchern benutzen Gegenstände nutzen, insbesondere das Mundstück vom Lungenautomat in den Mund nehmen. Auch die Tauchermaske ging durch mehrere Hände.
Damals schon sehr unangenehm, bezüglich der dann doch fehlenden Hygiene!
Als erstes kaufte ich mir nach relativ kurzer Zeit meine ABC-Ausrüstung in einem neu entdeckten kleinen Taucherladen.
Eine gut sitzende Maske aus Gummi, einen ganz einfachen Schnorchel, gute Flossen (für diese Zeit) und Füßlinge. Die meisten Tauchmasken der heutigen Generation sind aus Silikon. Sie sind angenehmer auf dem Gesicht zu tragen und härten nicht so schnell aus. Beim Aussuchen im Laden wird die Maske auf das Gesicht gesetzt. Jetzt leicht durch die Nase einatmen – die Tauchmaske soll jetzt angenehm und ohne zu drücken sitzen. Die Flossen habe ich direkt in der Ausführung „Geräteflossen“ gewählt, weil ich mir dachte, im Schwimmbad trainiere ich so wie so nicht so oft.
Schwimmbadflossen haben ein geschlossenes Fußteil, Geräteflossen ein einstellbares Fersenband.
Das Tauchen in den offenen Gewässern ist für mich einfach doch schöner.
Der erste eigene Lungenautomat! Das ist eigentlich die wichtigste Anschaffung für die eigene Sicherheit!
Eine größere Investition. Zum ersten mal atemlufttechnisches Tauchzubehör. Die Auswahl war nicht riesig und schnell war der Lungenautomat bezahlt.
Heute gibt es sehr viele verschiedene Lungenautomaten-Modelle von unglaublich vielen Firmen. Vorgeschrieben sind ein Oktopus (zweiter Lungenautomat) und ein Finimeter (Druckmanometer).
Viel Spaß beim Aussuchen. Weitere verschiedene Zusammenstellungen des Lungenautomaten sind auch Geschmackssache.
Die Geschmäcker sind zum Glück auch da sehr verschieden.
Weitere Ausrüstungsgegenstände folgten dann in kleineren und größeren Abständen. Man kann sich diese weitere Ausrüstung auch zu Geburtstagen und weiteren Festen durch Geldgeschenke mitfinanzieren lassen.
Absolut sinnvoll.
Der Nasstauchanzug war die dritte Investition. Er war 7 mm dick, innen kaschiert und außen Haihaut aus Neopren. Ein „Long John“ und eine Eisweste. Das Kopfteil war separat aus dem gleichen Material. Eine echte Wohltat für mich persönlich. Endlich mehr Wärme und Komfort.
Wenn man keinen eigenen Tauchanzug besaß, wurden die Tauchanzüge direkt nach dem Tauchgang des ersten Tauchers an den nächsten Taucher weitergegeben.
Die Größen der Anzüge sind ja nicht immer passend. Also stieg man auch schon mal in einen etwas größeren und hatte damit einen „Durchlauferhitzer“ an.
War nicht sehr hygienisch. Viel Spaß beim Tauchen in einem solchen Anzug als zweiter oder dritter Taucher!
Also – mit dem „Eigenen“ war das dann kein Problem mehr.
Heute tauchen fast alle Taucher in halbtrockenen Tauchanzügen. Viele auch in KV-Anzügen (Trockentauchanzug) wegen der Kälte! Modelle gibt es bei beiden Varianten massig.
Um eine gewisse Hygiene zu erhalten, bekommt man im Handel für die Tauchausrüstung Reinigungs- und Desinfektionsmittel.
Eine regelmäßige Wiederholung der Reinigung und Desinfektion ist sinnvoll, speziell beim Lungenautomat, der Tauchmaske, dem Tauchanzug und den Füßlingen!
Dann ging es an die Beschaffung der Tauchflaschen.
Diese werden beim Sporttauchen mit Druckluft gefüllt. In Ausnahmen auch schon mal bei speziell geschulten Tauchern mit Nitrox oder Trimix.
Meine erste Tauchflasche hatte 10 Liter Volumen bei 200 bar Druck. Das Flaschenventil mit 3 Abgängen war schon recht fortschrittlich.
Zu der Zeit tauchte man noch mit mechanischen Reserveschalteinrichtungen. Diese wurden an einen Abgang vom Flaschenventil montiert.
In vielen Filmen und Medien wird leider immer noch ganz normale komprimierte Luft, also DRUCKLUFT mit Sauerstoff verwechselt und so falsch bezeichnet!
Eine Taucheruhr, ein Tiefenmesser und eine wasserfeste Deko-Tabelle folgten und sie sind immer noch sinnvoll.
Eine richtige Taucheruhr hat mindestens 200 Meter Tauchtiefe (20 bar) auf dem Zifferblatt oder auf der Unterseite der Taucheruhr stehen. Regelmäßige Dichtigkeitsprüfungen sind jährlich anzuraten. Die Uhr soll ja nicht absaufen.
Mechanische Tiefenmesser gibt es nur noch einige Modelle. Die aktuelle Tiefe wird durch einen Zeiger angezeigt. Mit einem Schleppzeiger ausgestattet, zeigt er auch noch die maximal erreichte Tauchtiefe an.
Kompasse gab es früher nur wenige mit einer sehr einfachen Ausstattung. Die heutigen Modelle haben eine viel größere Schränkung und sie verhaken sich lange nicht so schnell. Peilen geht mit ihnen dadurch auch erheblich besser.
Tauchcomputer kamen erst in den 80ger Jahren auf den Markt.
Heute sind beim Sporttauchen die verschiedensten Tauchcomputer an fast jedem Taucherarm oder der Konsole befestigt.
Das Tauchen mit einem Tauchcomputer ist überall Vorschrift.
Leider verlassen sich die meisten Taucher ausschließlich auf diesen Tauchcomputer und vergessen die Berechnung der Tauchtiefe, Tauchzeit und des eigenen Luftverbrauchs. Fast niemand berechnet vor einem Tauchgang im Urlaub sein persönliches Tauchprofil selbst.
Tarieren konnte man nur mit dem vor dem Tauchgang berechneten erforderlichen Blei. Um überhaupt mit der Ausrüstung unter Wasser zu kommen, schnallte man sich einen Bleigurt um die Hüfte.
Die Tauchflasche war nur mit einer Tragschale mit Bebänderung zu tragen.
Irgendwann kam dann der so genannte „Klodeckel“ (sieht ähnlich aus wie einer). Es handelt sich hierbei um eine Tarierweste. Diese wird einfach über den Kopf gezogen und mit Bändern um die Taille und durch den Schritt befestigt. Einen Vorteil hatte diese Weste. An der Wasseroberfläche lag man bei aufgeblasener Weste fast immer in ohnmachtsicherer Lage.
