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Die Autorin entführt sie in diesem Buch in die Kindheitserinnerungen eines Mädchens, das in den 60er und 70er auf einem Bauernhof im Bergischen Land aufwuchs. In 14 Kurzgeschichten erfahren sie, wie das Mädchen ihren Alltag auf dem elterlichen Hof erlebte, ihren Weg fand. Ihre größeren Geschwister waren für sie ihr Spielgefährten; Erzieher und Aufpasser zugleich. Ein Werk voller rührender Erinnerungen an ein schönes, unbeschwertes, aber auch hartes Leben auf dem Land.
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Seitenzahl: 131
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Vorwort
Die Verlockung
Freizeitvergnügen
Die Lederhose
Es waren nur Mäuse
Die Räuber sind da
Heisse Kartoffel
Schweres Gewitter
Der Faltenrock
Die Treckerfahrt
Unser Rennpiste
Die Gabel
Endlich ein eigenes Zimmer
Der Freund
Zu viel Schnaps
Begeben sie sich auf eine Entdeckungsreise in das Landleben der 60 und 70 Jahre des vorigen Jahrhunderts. Während in den größeren Städten schon ein modernes Leben gelebt wurde, war das Landleben noch sehr einfach und von vielen Entbehrungen geprägt. Leibchen und kratzige Strumpfhosen tragen zu müssen, gehörten für viele Kinder zum Alltag. Autos auf dem Land waren noch eine Seltenheit. Das Transportmittel der Wahl war das Pferdefuhrwerk, der Trecker, das Moped oder das Fahrrad. Längst nicht jede Familie hatte ein Wasserklosett oder sogar eine vollautomatische Waschmaschine, geschweige denn ein Fernsehgerät.
Die Kinder wurden oft in der Großfamilie großgezogen. Spielzeug in Hülle und Fülle gab es nur selten, sodass Kinder erfinderisch werden mussten, um sich die Zeit zu vertreiben. Den Eltern und jedem anderen Erwachsenen wurde Respekt und Achtung erwiesen. Es gehörte zum guten Ton, dass Mädchen einen Knicks und Jungen einen Diener machten. Dass der Nachwuchs in den landwirtschaftlichen Betrieben ihrer Eltern ab Kindesbeinen an mithelfen musste, war Normalität. Auch Kinder aus der Nachbarschaft wurden, wenn notwendig, mit herangezogen. Sie bekamen oftmals eine kleine Entlohnung dafür. Der Begriff Kinderarbeit war noch nicht so geläufig.
Klare einfache Regeln wie Gehorsamkeit, Verantwortung, Fleiß, Verlässlichkeit, Ordnung und Anstand bestimmten den Alltag der Kinder. Bei nicht Einhaltung wurde in der Regel mit strengen Worten gestraft und im ungünstigsten Fall auch mit körperlicher Züchtigung in Form von Ohrfeigen oder Prügel.
Dies sind die Erinnerungen einer Landwirtstochter aus dem Bergischen Land, die neben Entbehrungen und Arbeit auch die schönen Seiten des Landlebens kennt. Aus heutiger Sicht ist sie froh über diese Kindheit, in der ihr einerseits die Möglichkeit gegeben wurde sich frei zu entfalten und anderseits Werte und wertvolle Tugenden vermittelt wurden.
Ich bin all jenen dankbar, die NEIN zu mir gesagt haben. Wegen ihnen habe ich es selbst gemacht.
- Albert Einstein -
Es war ein Tag im Sommer, ich war dreieinhalb Jahre alt.
Die großen alten Kirschbäume, die im Frühling üppig geblüht hatten, trugen jetzt viele Früchte. Meine Eltern hatten überlegt, die lange Leiter aufzustellen, damit Mama mit der Kirschernte beginnen konnte.
Mein Vater holte schließlich an diesem Abend, nachdem die Kühe gemolken waren, die Holzleiter aus dem Schuppen. Mama half ihm dabei und trug ein Ende der Leiter. Papa nahm das andere, dickere Ende. Gemeinsam gingen sie über den großen Hof und dann durch ein Weidetor. In der Nähe des Zaunes standen die Bäume wie auf einer Perlenschnur aufgereiht. Mama blieb an dem zweiten Baum stehen und drehte ihren Kopf zu Papa. „Wir müssen erst mal gucken, wo wir sie platzieren können“, sagte sie zu ihm.
Sie taperte einmal um den Baum und betrachtete die Baumkrone. Plötzlich blieb sie stehen. „Hier ist eine gute Stelle“, stellte sie fest und zeigte mit der rechten Hand den Stamm entlang von unten bis oben in die Baumkrone. Er stellte sich neben sie und betrachtete den ausgesuchten Platz. „Da ist aber in der Mitte nicht genügend Auflagefläche“, bemängelte er an der ausgesuchten Stelle. Sie blickte ihn verständnislos an. „Dann müssen wir halt die Stützen anstellen“, sagte sie unwirsch und ging zur Leiter. Papa folgte ihr, nahm das untere, schwerere Ende, an dessen Holmenden zwei V- ähnliche Eisenteile befestigt waren. Gemeinsam trugen sie die Leiter zu der ausgesuchten Stelle. Papa legte sein Ende ab, umfasste eine der Sprossen und blickte zu Mama. „Du musst sie hoch deuen“, verlangte er. Mama drückte die Leiter hoch, während ihre Hände an den Holmen weiter glitten. Papa hangelte sich Sprosse für Sprosse in ihre Richtung, bis die Leiter endlich stand. Die schwere Leiter senkrecht in Balance zu halten war gar nicht so einfach. Dann rammte Papa die V - förmigen Teile an die Stelle in den Boden, die er für perfekt hielt und legte das obere Ende in die vorhandene Astgabel.
Mama blickte zufrieden, drehte ihren Kopf und sah mich auf sich zu laufen. Ich war die jüngste von vier Mädchen. Ich stellte mich zwischen Mama und die Leiter und blickte nach oben, dann wieder zu ihr. Sie sah mich ernst an. „Du kletterst da nicht rauf, dafür bist du noch zu klein!“, sagte sie energisch und erhob einen Zeigefinger. Eingeschüchtert nickte ich mit dem Kopf. Mein Papa war in der Zwischenzeit im Schuppen gewesen und hatte zwei lange Holzstützen für die Leiter geholt. Er stellte erst eine und dann die andere rückseitig an die Leiter. Dann sagte er zu Mama: „Geh am besten Mal hoch und guck, ob das so gut ist.“ Mama stieg die Holzsprossen hoch, bis sie etwa in der Mitte der Leiter war. „Wir müssen die Leiter oben noch anbinden, sonst haut der Wind uns sie wieder raus. Das ist zu gefährlich“, rief sie erschrocken, denn plötzlich brachte eine Windböe die Leiter ins Wanken. Mama blickte runter zu mir. „Lauf mal in den Kälberstall und hol einen Strick“, rief sie mir im Kommandoton zu. Ich lief los, am Zaun der Weide entlang, über den Hof, durch die offenstehende Stalltür bis in den Kälberstall. Ich zog einen der selbstgeflochtenen Sisalstricke vom Haken und flitzte zurück, ein Teil des Strickes schleifte dabei über den Boden. „Hier Mama, ich habe einen Langen für dich“, rief ich stolz und reichte ihr ihn hoch. Mama machte eine ernste Miene. „Du hättest ihn ja auch ordentlich tragen können“, meckerte sie mich an.
Ich senkte enttäuscht meinen Kopf. Sekunden später drehte ich mich um und lief Richtung Haus. „Nichts mache ich richtig“, schluchzte ich. In diesem Moment kam Paula, meine vier Jahre ältere Schwester, mir entgegen. „Was ist?“, wollte sie wissen. „Nichts!“, gab ich mürrisch von mir und lief an ihr vorbei. Ich lief ins Haus, setzte mich ins Esszimmer und schmollte vor mich hin.
Nach einiger Zeit kamen Papa und Mama auch rein. Meine schlechte Laune hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt schon wieder verflüchtigt, und da es jetzt schon spät geworden war, musste ich kurze Zeit später ins Bett gehen.
Zwei Tage später hatte Papa nach dem Mittagessen angefangen, das Heu vom Feld zu holen. Paula und meine andere neun Jahre ältere Schwester Christel mussten ihm helfen. Ich blieb bei Mama zu Hause und half ihr beim Kirscheneinwecken. Christel, Mama und Paula hatten sie bereits am Vormittag gepflückt.
Mama sah zwischendurch immer mal wieder auf die Uhr, denn es wurde immer später und Papa, sowie meine Geschwister waren noch nicht zu Hause. „Renate, wir gehen schon mal in den Stall und holen die Kühe rein“, sagte sie plötzlich zu mir. Meine Oma, die auch die ganze Zeit in der Küche war, fragte: „Soll ich dir helfen Hedwig?“ „Nein, lass mal, pass du auf die Kochkessel auf, das ist mir lieber“, erwiderte Mama. Mama und ich gingen in den Stall, ein Stück auf dem hinteren Stallgang entlang. Dann öffnete Sie eine der hinteren Stalltüren. „Lauf schon mal vor“, befahl sie mir. Ich lief los zu einer Weide, die sich hinter den Stallungen befand.
Ein Teil unserer Kühe stand schon vor dem Tor und muhte laut. „Komm komm“, schrie Mama laut und näherte sich dem Tor. Ich war schon seitlich des Tores unter dem Stacheldrahtzaun durchgekrabbelt und lief Richtung der Kühe, die noch weit vom Tor entfernt standen, um sie heranzutreiben. „Komm komm“, rief Mama immer wieder und wartete, bis ich die Kühe angetrieben hatte und öffnete dann das Tor. Die Kühe trotteten in Aller-Seelen-Ruhe Richtung Stall und gingen auf ihre Plätze. Mama hatte schon angefangen, sie mit den Gurten festzumachen, als ich die letzte Kuh Martha in den Stall trieb. Ich blieb so lange in dem Durchgang stehen, bis Mama alle Tiere festgebunden hatte.
Plötzlich kam Papa in den Stall, wir hatten gar nicht mitbekommen, dass er und meine Schwestern wieder da waren. „Hedwig, machst du hier weiter? Dann können wir den Wagen abladen“, fragte er Mama, während er sich ihr näherte. Mama nickte. Ich lief in die Milchkammer, holte einige leere Milchkannen und stellte sie auf den Milchwagen, der direkt an der Treppe, die in den Stall führte, stand. Als Mama kam und die Melkeimer holte, grinste sie mich an. „Lass mal, ich mache das schon“, sagte sie zu mir. „Ich kann das auch schon“, gab ich widerwillig von mir. „Ich weiß, aber du bist noch zu klein für so schwere Sachen“, erwiderte sie nun energischer. Ich schluckte und ging zu Oma in die Küche zurück. Sie stand am Kohleherd und zog einen Kochkessel von der Feuerstelle. „Oma, immer bin ich zu klein, das ist ungerecht“, beschwerte ich mich bei ihr. Oma blickte mich liebevoll durch ihre Hornbrille an. „Kind warte ab, das wird sich noch ändern“, sagte sie zuversichtlich. „Aber wann?“, fragte ich ungeduldig. „Bald, bald“, entgegnete sie und legte Feuerholz nach. Ich blieb einige Minuten bei ihr, dann merkte ich, dass mir langweilig wurde. Immer nur zugucken war mir zu blöde.
Ich lief wieder raus, einmal ums Haus und sah, wie Papa und Christel den Heuwagen entluden. Die beiden standen oben auf dem Wagen, während Paula den Seilzug des Heuaufzuges betätigte. Sie war unten neben dem Wagen und zog auf Kommando am Seil. „Ich will auch mal“, sagte ich zu ihr und streckte meine Hand schon Richtung Seilzug aus. „Nein lass das. Dafür bist du noch zu klein!“, herrschte sie mich an und zog auf Christels Zuruf wieder an dem Seil. „Renate, geh hier weg, das ist zu gefährlich für dich“, rief Papa plötzlich vom Wagen, als er mich erblickte.
Was Papa sagte, war Gesetz!
Also schlurfte ich traurig vor unser Haus und setzte mich für einige Minuten auf die Bank, die dort stand. Meine Beine baumelten vor sich hin und meine Blicke suchten nach etwas, was ich tun konnte.
Nach einigen Minuten verspürte ich Appetit. Ich sprang von der Bank und lief Richtung Kirschenbaum. Ich schaute die Leiter hoch und erspähte die prallen knallroten Herzkirschen, die im abendlichen Sonnenschein noch verlockender aussahen. „Hm, das wäre jetzt genau das Richtige für mich“, murmelte ich. In einem Bruchteil von Sekunden hatte ich mich die ersten drei Sprossen hochgehangelt. Der Abstand war groß, aber nicht zu groß. Ich schaffte es gerade so eben von Sprosse zu Sprosse zu kommen.
Nach kurzer Zeit war ich ganz oben am Ende der Leiter. Ich klemmte eine der Sprossen zwischen meine Beine, so wie es meine Geschwister auch machten und konnte so fast freihändig stehen und mir die dicksten Kirschen angeln. Die Kerne spuckte ich in einem hohen Bogen aus und versuchte von Mal zu Mal weiter zu kommen, was nicht immer gelang. Dann blickte ich in die Richtung, wo mein Vater und meine Geschwister waren. „Ihr Feiglinge, ihr Feiglinge“, rief ich lauthals in ihre Richtung.
Es dauerte etwas, bis die drei ausmachten, woher die Stimme kam und Christel mich plötzlich durch den Blätterwald erblickte. „Halt dich bloß fest!“, schrie sie aus vollem Hals. „Ihr Feiglinge, ihr Feiglinge“, rief ich abermals.
In diesem Augenblick war ich unendlich glücklich, etwas zu können, was Paula und Christel sich nicht getraut hatten.
Ich hatte an diesem Vormittag, wo die beiden abwechselnd auf der Leiter standen, mitbekommen, dass sie Angst hatten. Weil es ihnen zu hoch war, wollten sie die Leiter nicht weiter bis zum Ende hochsteigen. Mama hatte zwar immer gesagt, sie würde die Leiter festhalten und aufpassen, dass nichts passiere, aber trotzdem hatten die beiden sich strikt geweigert.
Nach wenigen Minuten standen Papa, Mama, Paula, Oma und Christel am Fuß der Leiter. „Halt dich bloß fest und bleib da stehen!“, rief Mama zu mir hoch, als sie mich dort stehen sah. „Ihr Feiglinge, das ist doch nicht hoch, hier oben kann man ganz weit gucken“, rief ich stolz und laut zu ihnen hinunter. Ich beobachtete, wie Mama die Leiter emporkletterte. Es wackelte ganz ordentlich, machte mir aber nichts aus. Sie war fast auf meiner Höhe und befahl mir, dass ich mein Bein aus der Sprossenumklammerung wieder zurückzuziehen sollte. Mama stand eine Sprosse tiefer wie ich und hielt sich mit nach oben gestreckten Armen an den Holmen fest. So gab sie mir auch dann Schutz beim Hinunterklettern. Wir stiegen abwechselnd erst sie und dann ich eine Sprosse nach der anderen die Leiter hinunter. Als wir beide unten angekommen waren, schimpften mich alle aus.
Ich hatte ihnen einen gehörigen Schreck eingejagt, aber ich war stolz drauf.
Meine Schwester und ich waren gleich nach dem Frühstück hinaus auf den Hof gegangen. Während wir beide kreuz und quer über den Hof rasten und fangen spielten, bemerkten wir plötzlich, wie sich zwei Radfahrer unserem Haus näherten. „Tante Alich und Onkel Erich kommen“, rief ich aus vollem Hals vor Begeisterung.
Die beiden fuhren an mir vorbei und hielten mit ihren Rädern am Moped-Schuppen. Tante Alich und Onkel Erich kamen uns oft an den Wochenenden mit Ihren Fahrrädern besuchen.
„Tante Alich, Onkel Erich“, rief ich ihnen freudestrahlend zu und lief im Eiltempo zu ihnen. Mein Oberkörper war in diesem Augenblick schneller als meine Beine. „Aua!“, schrie ich laut auf, nachdem ich auf voller Länge hingefallen war und meinen Kopf etwas hochhob. Ich lag ausgestreckt vor Onkel Erichs Fahrrad auf dem Boden. „Oh Kind, hoffentlich hast du dir nichts getan?“, fragte Onkel Erich besorgt und beugte sich zu mir hinunter.
Ich rappelte mich hoch und wischte mit meinen Armen den Dreck und einige anhaftende Kieselsteine von meinem Pullover ab. In meinen Handflächen sah ich die Abdrücke der Kieselsteine, sonst war nichts passiert. Ich blickte an mir hinunter und sah auf die aufgeschürften Knie. Sie bluteten etwas. Tante Alich hatte es schon bemerkt, sie zog sofort ein sauberes Stofftaschentuch aus ihrer Handtasche und kniete sich zu mir. Sie tupfte vorsichtig die Wunden ab. „Aua“, wimmerte ich leise. Ich zuckte zusammen, als sie mir ein Steinchen aus der Wunde des rechten Knies gewischt hatte.
Tante Alich erhob sich wieder und sah mich an. „Das muss desinfiziert werden. Geh schon mal rein, ich komme gleich und helfe dir“, sagte sie liebevoll und wollte gerade eine Tasche von ihrem Fahrradlenker nehmen. „Lass Anneliese, ich mach das. Hilf du bitte der Kleinen. Sie hat bestimmt Schmerzen“, sagte Onkel Erich mitfühlend. „Das geht schon Onkel Erich, so schlimm ist es nicht. Habe mir schon öfter die Knie aufgeschlagen“, gab ich optimistisch von mir und ging mit humpelnden Schritten ins Haus.
„Tante Alich und Onkel Erich sind da“, rief ich Mama zu, die gerade vom Esszimmer in die Küche ging. „Habe ich schon mitbekommen“, gab sie genervt von sich und verschwand in der Speisekammer.
Ich setzte mich im Esszimmer auf einen Stuhl und schaute auf mein rechtes Knie. Es blutete kaum noch. „Mama, Tante Alich hat gesagt, wir sollen die Wunden an meinen Knien desinfizieren. Wo haben wir das Desi… Desinf… Desinfig…“, stammelte ich. „Mama, wo ist das Zeug, wo man Wunden mit reinigt“, rief ich lautstark durch die Küche Richtung Speisekammer. „Ich komme gleich, einen Moment noch. So schlimm wird es schon nicht sein“, rief Mama gereizt zurück. Nach einigen Sekunden kam sie und sah mich ärgerlich an. Tante Alich und sie waren fast gleichzeitig bei mir. Mama beugte sich herunter und betrachtete meine Verletzungen. „Das brauchst du nicht zu desinfizieren. Die Wunden sind ja fast trocken“, ranzte Mama mich an und warf Tante Alich einen verächtlichen Blick zu.
„Aber Hedwig das ist ….“, begann Tante Alich besorgt ihr Veto. „Nein, das kann so heilen, da brauchen wir nichts zu machen“, herrschte Mama sie an, drehte sich um und ging zurück in die Küche.
