Ausländer - Jan Otrysko - E-Book

Ausländer E-Book

Jan Otrysko

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Beschreibung

Der Autor, ein polnischer Arzt, kam 2003 im Alter von 40 Jahren nach Deutschland. Sein Roman ist autobiographisch und verbindet Fakten, Geschichte und Fantasie. Als Einwanderer musste er sich vielen Herausforderungen in der Sprache und im Arbeitsleben stellen. Mit etwas Geduld sowie Hilfe aus seiner Familie hat der Autor sein Leben in Deutschland gut organisiert. Die Familie hat sich in Deutschland etabliert, so dass heute zu ihrer neuen Heimat geworden ist. Das Buch beschreibt die Toleranz in allen Lebenslagen. Der Autor begegnet vielen gegenwärtigen Problemen, mit welchen unsere Gesellschaft sich auseinandersetzt. Anhand vieler Berichte von Reisen innerhalb Deutschlands und Polens erzählt der Autor in kurzen Anekdoten. Ich wünsche Euch ein gutes Lesen. Jan Otrysko

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Seitenzahl: 44

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Ein Leben, das niemand überlebt hat.

Motto:

„Per aspera ad astra.“

Seneca (4 v. Chr. – 68 n. Chr.)

Meiner Frau und Söhnen ist der Roman gewidmet.

Autor

Das Buch ist keine Autobiografie des Autors, aber es stützt sich nach seinem Leben. Außerhalb historischer und allgemein bekannter Fakte ist ein Zusammenhang mit lebenden Personen nicht vorgesehen.

Inhaltsverzeichnis:

Ein Zitat des Koran:

I.

II.

III.

IV.

V.

VI.

VII.

VIII.

IX.

X.

XI.

XII.

XIII.

XIV.

XV.

XVI.

XVII.

XVIII.

XIX.

XX.

XXI.

XXII.

XXIII.

XXIV.

XXV.

XXVI. ZIEL, META, FINISH

Ein Zitat des Koran:

Verzeichnis von lebenden und historischen Personen welche unbewusst im diesem Buch nehmen teil:

Verzeichnis von Musik:

Verzeichnis von Bildern welche das Buch „illustrieren“:

Zitaten des Koran:

Ein Zitat des Koran:

„Im Namen Gottes, des Gnädigen und Barmherzigen. Gelobt sei Gott, der Herr der Welten, der Gnädige und Barmherzige und König des Jüngsten Tages! Dir dienen wir, und dich bitten wir um Hilfe. Führe uns den geraden Weg, den Weg derjenigen, denen du gnädig bist, und nicht den Weg derjenigen, über die du zornig bist. Aber auch nicht den Weg derjenigen, die sich geirrt haben.“ [1:1]

I.

Ich kam nach Deutschland am 21. März 2003 als Spätaussiedler. Ich war 40 Jahre alt. Mein Beruf ist Arzt. An diesem Tag, es war ein Freitag, habe ich ca. um 10 Uhr im Deutschen Konsulat ein Visum bekommen und bin sofort mit dem Auto nach Deutschland gefahren. Die Entfernung war ca. 1.000 Kilometer. Es war ein kalter Tag. Ich kam zu meinem ersten Arbeitsort um ca. 18 Uhr. Der Herr Professor der Klinik war so nett und wartete noch auf mich. Er hat mich auch gefragt, ob ich mit ihm essen gehen will. Leider war ich sehr müde, habe mich für die Einladung bedankt, bin aber zu meinem Wohnheim gegangen. Das Zimmer war klein, aber gemütlich. Die Heizung war ausgeschaltet. Ich habe die Heizung angemacht. Auf Grund der Kälte bin ich mit dem Mantel eingeschlafen.

Am nächsten Tag, Samstag, habe ich schnell ein Lebensmittelgeschäft gefunden. Zu diesem Zeitpunkt waren die Geschäfte in Deutschland am Samstag nur bis 12 Uhr geöffnet. Ich kam nach Deutschland mit einem Koffer plus ca. 300 Euro. Ich war schon bereits ein Facharzt für Chirurgie.

II.

Ein Jahr bevor ich nach Deutschland kam, war ich im Rettungsdienst tätig. Ein Tag im Mai 2002, rief mich um ca. 13:00 Uhr ein Kollege vom Rettungsdienst an, und fragte, ob ich eine halbe Stunde früher zum Dienst kommen kann, um ihn abzulösen. Ich sagte:

>>Ja, kein Problem. <<

Dann legte ich den Hörer auf. Plötzlich bekam ich einen starken retrosternalen Schmerz. Ich konnte nicht atmen. Der Schmerz war so stark, dass ich dachte, wahrscheinlich bekomme ich einen Myokardinfarkt. Meine Frau war sehr traurig und hat sofort den Rettungsdienst gerufen. Ich wurde zur kardiologischen Klinik gebracht. Die sofort durchgeführte Koronarangiographie zeigte akuten Verschluss der Arteria coronaria rechts (rechte Herzkranzarterie). Dieses Problem wurde mit dem Herzkatheter und Dilatationsballon behoben. Nach Entlassung aus dem Krankenhaus kam ich erstmal nicht mehr zur Arbeit, da ich eine Rehabilitation bekam. Noch im Krankenhaus sagte ich zu meiner Frau:

>>Bitte bringt mir ein Buch, ich werde Deutsch lernen. Ich kann nicht mehr mit dem Stress und den schlechten Arbeitsbedingungen in Polen leben. <<

III.

An meinem ersten Arbeitsplatz hatte ich echte Schwierigkeiten. Natürlich kam ich nach Deutschland mit guten deutschen Sprachkenntnissen. Ich absolvierte in Polen auch eine „Deutsch Zertifikat“ Prüfung. Aber mir fehlten natürlich Informationen über das deutsche Gesundheitswesen, medizinischen Prozeduren, Namen der deutschen Medikamente.

Der Professor hat mir gesagt, dass er meine Probleme versteht, denn als er jung war, arbeitete er in Amerika und hatte am Anfang die gleiche Situation.

Ich bemerkte sehr schnell, dass in Deutschland ganz viele Stellen für Assistenzärzte frei waren und wollte ein anderes Krankenhaus finden.

Meine Familie war noch zu Hause in Polen. Deswegen war ich sehr mobil, ich konnte zu jeder Zeit umziehen. In meinem Exil fühlte ich mich sehr einsam. Zu diesem Zeitpunkt, hatte ich keinen Internetzugang. Auf einem einfachen CD-Player hörte ich am meisten klassische Musik, z.B. Nocturne von Chopin. Dabei las ich viele deutschsprachige Medizinbücher.

Aber es konnte immer schlimmer sein. Ich erinnerte mich an ein Fragment des Gedichtes von Friedrich Nietzsche „Vereinsamt“. Es geht um einen Menschen, der kein Heim hat und im Winter auf der Straße steht.

„Die Krähen schrein

Und ziehen schwirrend Flugs zur Stadt:

Bald wird es schnein,

Weh dem, der keine Heimat hat!“

IV.

Am 01.05.2004 ist Polen mit neun anderen Ländern in die Europäische Union eingetreten. Das war für mich ein sehr wichtiger Moment, da ich von deutschen Behörden einen unbefristeten Aufenthaltstitel und eine Arbeitserlaubnis bekam. Aus diesem Grund haben wir geplant, wann meine Familie, Ehefrau und meine Söhne zu mir nach Deutschland kommen. Nach fast einem Jahr waren wir wieder zusammen. Das Jahr, in dem wir getrennt lebten, war sehr schwer für alle. Besonders mein jüngster Sohn sagte, als er nach Deutschland kam:

>>Papa, bitte versprich mir, dass du mich nie mehr verlässt. <<