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Beatrix ist ein Mädchen. Allein ist sie zu Hause nicht. Beatrix hat noch eine Zwillingsschwester. Auch wenn die Beiden Zwillinge sind, sie unterscheiden sich. Beatrix hat immer Glück. Wenn es regnet, hat sie einen Regenschirm dabei. Wenn ein Auto durch eine große Pfütze fährt, ist Beatrix weit genug entfernt. Bei ihrer Zwillingsschwester ist das nicht der Fall. Sie hat nicht so viel Glück. In welchen Momenten Beatrix Glück hat, das hat sie aufgeschrieben und kann hier gelesen werden. Ob Beatrix irgendwann einmal auch Pech haben wird wie ihre Schwester?
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Seitenzahl: 54
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Beatrix ist ein Mädchen. Allein ist sie zu Hause nicht.
Beatrix hat noch eine Zwillingsschwester. Auch wenn die Beiden Zwillinge sind, sie unterscheiden sich.
Beatrix hat immer Glück. Wenn es regnet, hat sie einen Regenschirm dabei. Wenn ein Auto durch eine große Pfütze fährt, ist Beatrix weit genug entfernt. Bei ihrer Zwillingsschwester ist das nicht der Fall. Sie hat nicht so viel Glück.
In welchen Momenten Beatrix Glück hat, das hat sie aufgeschrieben und kann hier gelesen werden.
Ob Beatrix irgendwann einmal auch Pech haben wird wie ihre Schwester?
A.D.
Erste Auflage 2026
978-3-565226-70-2
Copyright: © 2026 A.D.
Andreas Dietrich
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Ich bin Beatrix. Wie jedes Kind habe ich eine Mutter und einen Vater. Ich habe auch eine Schwester. Sie ist genauso alt wie ich, denn wir sind Zwillinge. Allerdings sehen wir unterschiedlich aus. Meine Schwester hat dunkles Haar. Ich besitze blondes Haar.
Anhand der Haarfarbe könnt ihr euch fast denken, in welchem Punkt wir uns noch unterscheiden. Schwarz ist die Farbe des Pechs. Meine Schwester hat oft Pech. Sie stößt sich an tausend Dinge. Ihr gelingt etwas nicht, obwohl sie sich Mühe gibt. Das Wetter spielt auch nicht immer so mit, wie es meine Schwester sich wünschen würde.
Mein Wetter ist eigentlich immer prima. Klar, es gibt immer einmal schlechte Wettertage. Auf der Welt herrscht nicht nur Sonnenschein. Das ist auch gut so. Wie sollen die Pflanzen wachsen, wenn es nicht regnet? Es muss regnen.
In diesem Punkt fangen schon die Unterschiede zwischen meiner Schwester und mir an. Wenn es regnet, hat meine Schwester nicht immer einen Regenschirm dabei. Das kann verschiedene Gründe haben. Entweder hat sie vergessen, einen Regenschirm einzupacken, oder es war kein Regen angesagt. Zu mindestens in dem Wetterbericht, den meine Schwester sah, wurde nichts von Regen erwähnt.
Wetterberichte ändern sich. Um achtzehn Uhr wird noch von Regen für den morgigen Tag gesprochen. Zwei Stunden später soll es am nächsten Tag nur bedeckt sein. Meiner Schwester würde es sicherlich helfen, wenn der Wetterbericht immer korrekt wäre. Dann würde meine Schwester seltener nass werden. Ich habe dieses Problem nicht.
Gestern zum Beispiel sollte es regnen. Es hat auch geregnet. Das gebe ich zu. Es regnete aber während der Schulzeit. Ich hatte gerade Deutsch, da fing der Regen an. Es war nur ein leichter Regen. In der nächste Stunde regnete es dann heftig. Ich sah es. Ich merkte den Regen aber nicht, denn ich war im Schulgebäude. Dort war es trocken.
Am Nachmittag war die Schule aus. Ich ging nach Hause. Vom Regen war nichts mehr zu sehen. Das Wetter war eigentlich super. Selbst die großen Wolken verzogen sich. Es zogen nur noch ein paar kleine Wolken am Himmel vorbei. Sonst sah ich nur die Sonne. Einen Regenschirm brauchte ich nicht. Während meines Nachhauseweges musste ich den Regenschirm nicht einsetzen, denn es blieb wolkig mit Sonnenschein. Regen war während meines Nachhauseweges weder zu sehen noch zu spüren.
Ich war eine knappe halbe Stunde zu hause, da zog es sich wieder zu. Die Wolkendecke wurde dichter. Die Wolken wurden dunkler. Es begann wieder zu regnen. Mich sollte das nicht stören. Ich war ja schon zu Hause. Raus musste ich heute nicht mehr. Von mir aus konnte es jetzt kräftig regnen. Das tat es dann auch.
Meiner Schwester passte der Regen nicht. Sie war noch nicht zu Hause. Sie musste durch den Regen.
Meine Schwester lief gestern durch den Regen. Meine Schwester sah am Tag zuvor den Wetterbericht. Er sprach davon, dass es am Vormittag regnen sollte. Das war auch der Fall. Als meine Schwester morgens losging, war es aber noch sonnig. So dachte meine Schwester gar nicht daran, einen Regenschirm einzupacken. Sie vergaß es. Das Unglück nahm seinen Lauf.
Meine Schwester sah am Vormittag in der Schule den Regen. Es fiel ihr ein, dass der Regenschirm zu Hause war. Sie hoffte, dass der Regen am Nachmittag verschwindet. Laut Wetterbericht sollte es so sein. Es war aber nicht so.
Meine Schwester durfte im Starkregen nach Hause gehen. Sie hätte sich natürlich zwischendurch einen Unterstellplatz suchen können. Dann wäre meine Schwester wohl erst am späten Abend zu Hause gewesen, denn es regnete sich ein. Bis zum Abend blieb der Regen. Dies konnte meine Schwester nicht wissen. eine Hellseherin war sie nicht. Meine Schwester sah, dass um sie herum die Wolken dicht und dunkel waren. Aus ihrer Sicht hätte es keinen Sinn gemacht, zu warten. Sie hätte Stunden stehen können. So ging meine Schwester dann trotz des Regens nach Hause und wurde nass. An dieses Pech hatte sich meine Schwester schon gewöhnt.
Mir war das Pech fern. Ich hatte auch einmal den Regenschirm vergessen. Obwohl der Regen am Vorabend angesagt wurde. Am Morgen war es noch sonnig. So dachte ich gar nicht mehr daran, einen Regenschirm einzupacken. Ich ging ohne Regenschirm zur Schule. Gegen Mittag zogen die ersten Wolken auf. Kurz bevor mein Schultag zu Ende war, setzte der Regen ein. Jetzt fiel es mir wieder ein. Ich vergaß meinen Regenschirm einzupacken. Sollte ich jetzt durch den Regen müssen?
Nein, das musste ich nicht. Ich weiß nicht warum, aber ich schaute noch einmal genau in meinen Rucksack. In einem Fach entdeckte ich meinen kleinen Regenschirm. Scheinbar hatte ich ihn beim letzten angesagten Regentag nicht gebraucht. Ich vergaß ihn dann auszupacken. Das war mein Glück. Ich musste zwar im Regen nach Hause gehen. Der Regenschirm hielt mich aber trocken. Ich hatte wieder einmal Glück gehabt.
In der neunten Klasse stand ein Schülerpraktikum an. Das ist Pflicht an unserer Schule. Zwei Wochen müssen wir arbeiten. Die Frage ist nur wo?
In unserem Schülerpraktikum werden wir nicht wirklich das tun, was wir auch später tun werden. Ein Bekannter hatte sich im letzten Jahr bei einem Architekturbüro beworben. Dort wollte er zwei Wochen in den Beruf des Architekten hineinschnuppern. Das wollte er, er konnte es aber kaum.
Die Architekten und Angestellten hatten nichts gegen einen Praktikanten. Es gab allerdings auch Regeln. Nicht jeder Auftrag war öffentlich. Es gab auch Aufträge, in den die Architekturbüros erst einmal Ideen sammelten und Entwürfe machten. Wer am Ende den Zuschlag bekam, war noch nicht abzusehen. Einem Praktikanten jetzt Entwürfe zu zeigen, die der Konkurrenz dienen könnten, war nicht gewünscht. Es war auch nicht so sehr gewünscht, dass der Praktikant die Architekten vom Arbeiten abhielt. Ein paar Fragen waren erlaubt. Das war es dann aber auch.
