Erzählen-AG: Titeldiebstahl I - Andreas Dietrich - E-Book

Erzählen-AG: Titeldiebstahl I E-Book

Andreas Dietrich

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Beschreibung

An einer imaginären Schule gibt es verschiedene Arbeitsgemeinschaften. Die Erzählen-AG ist eine davon. Die Schüler und Schülerinnen der Erzählen-AG haben sich sechsundzwanzig Musikalben ausgewählt und anhand der Songtitel eine zusammenhängende Erzählung geschrieben. Dabei ist der Inhalt der Geschichte frei erfunden und hat nichts mit den Musiktiteln des Musikalbums zu tun. In Titeldiebstahl I lautet das Thema: Die Lebensgeschichte einer männlichen Person.

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Seitenzahl: 58

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Erzählen-AG: Titeldiebstahl I

An einer imaginären Schule gibt es verschiedene Arbeitsgemeinschaften. Die Erzählen-AG ist eine davon.

Die Schüler und Schülerinnen der Erzählen-AG haben sich sechsundzwanzig Musikalben ausgewählt und anhand der Songtitel eine zusammenhängende Erzählung geschrieben. In Titeldiebstahl I lautet das Thema: Die Lebensgeschichte einer männlichen Person.

A.D.Erzählen-AG: Titeldiebstahl I

A.D.

Erste Auflage 2026

978-3-565285-45-7

Copyright: © 2026 A.D.

Andreas Dietrich

Rietzer Straße 12

14776 Schmerzke

www.ad-schreibt.net

[email protected]

Herstellung: epubli - ein Service der neopubli GmbH, Köpenicker Straße 154a, 10997 Berlin

Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung: [email protected]

Hidden Track

Herzlichen Glückwunsch, Du hast den Hidden Track gefunden. Wie, Du weißt gar nicht, was ein Hidden Track ist? Sag mal, von einer CD hast Du noch nie etwas gehört, oder? Schließlich kommt der Name doch von dort.

Ein Hidden Track ist ein versteckter Song auf einem Musikalbum. Entweder er ist am Ende der CD versteckt oder am Anfang. Auf dem Cover erkennst Du nicht, dass da ein zusätzlicher Song ist. Sonst wäre es ja kein versteckter Song. Und hier ist es natürlich kein Song, sondern ein Teil der Geschichten, die den Titel „Titeldiebstahl I“ trägt.

Jetzt fragst Du Dich sicherlich, warum dieser Teil der Geschichte den Titel „Hidden Track“ besitzt, oder? Ganz einfach, es ist der erste Teil in dieser Geschichtenserie. Da wir aber in dieser Geschichte ein komplettes Musikalbum covern, brauchten wir einen Teil, der als Einleitung gilt. Dafür möchten wir keinen Titel aus dem Album nutzen. So kam es zum Hidden Track.

Die folgenden Teile bilden eine zusammenhängende Geschichte. Dabei nutzen wir die Songtitel eines Albums. Der Interpretennamen fängt dabei mit I an. Daher kommt nämlich das I nach Titeldiebstahl. Wenn Du jetzt noch errätst, welches Musikalbum wir hier als Grundlage nutzen, dann beglückwünschen wir Dich dazu. Zu gewinnen gibt es aber nichts. Da müssen wir Dich enttäuschen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Du verlierst etwas. Nämlich Zeit. Zeit, in der Du diese Geschichte liest. Und da die Geschichte nicht kurz sein wird, wirst Du nicht nur ein paar Minuten verlieren. Wie viel genau Du an Zeit verlieren wirst, können wir Dir nicht sagen. Wir sind ja keine Hellseher. Wir sind nur Schüler und Schülerinnen der siebenten bis dreizehnten Klasse.

Genauer gesagt sind wir ein Teil der Erzählen-AG. Wir kümmern uns um das Erzählen. Mehr noch, wir kümmern uns um das kreative Schreiben. Dazu zählt natürlich das Geschichten-schreiben. Auch wenn die Theater-AG ein Theaterstück aufführen möchte und es hat bisher nur eine Idee. Dann kommen sie zu uns und gemeinsam schreiben wir das Skript. Auch die Zeitungs-AG kommt ab und an mal zu uns. Wenn die Zeitungs-AG für die Schülerzeitung eine kleine Geschichte haben möchte, sind wir zur Stelle. Die Zeitungs-AG kommt aber nicht nur zu uns. Wenn Zeitungs-AG Fotos für ihre Artikel braucht, geht sie zur Foto-AG. Sie kümmert sich um alle fotorelevanten Sachen. Die Menschen in der Foto-AG kennen sich mit den verschiedene Kameras aus und sind immer zur Stelle, wenn ein Bild benötigt wird. Wenn einmal kein Standbild, sondern ein bewegtes Bild gesucht wird, so ist die Film-AG der erste Ansprechpartner. Sie erstellen Videos, wenn die Theater-AG ihre Aufführung auch mal selbst sehen möchte, wenn ein Video auch auf unsere Internetseite zu sehen sein soll, oder sonst wann. Wenn es um unsere Internetseite geht, ist die Computer-AG zuständig. Sie befasst sich mit allen computerrelevanten Angelegenheiten. Dazu gehört natürlich das Internet mit unserer Internetseite. Dazu gehören aber auch Programme und Spiele. Wenn eine Schülerin das Innenleben eines Computers kennenlernen möchte, so sollte sie zur Computer-AG gehen. Wenn sich eine Schülerin aber lieber für Musik interessiert, so sollte sie natürlich nicht zur Computer-AG gehen. Stattdessen sollte sie die Musik-AG besuchen. Die Musik-AG teilt sich dann noch einmal auf. Entweder die Schülerin macht im Musikchor mit oder spielt in unserer Schulband. In beiden Fällen lernt die Schülerin die Noten kennen. Das „Es geht hurtig durch Fleiß“ ein Merksatz ist, sollte eigentlich jeder Schülerin klar sein. Doch in der Musik-AG lernt eine Schülerin noch mehr. Ab und an kann eine Schülerin auch ein Instrument lernen. Wenn sie denn möchte.

Na gut. Damit sind wir auch am Ende angekommen. Am Ende? Keine Sorge, wir meinen das Ende des ersten Teils. Das Ende der gesamten Geschichte wird Dir erst später in die Quere kommen. Dann wirst Du wieder Zeit haben, um abzuwaschen (Ja, auch Schüler und Schülerinnen sollten dies tun), um Hausaufgaben zu machen (Nicht für die Erwachsenen), um zu Essen (Das muss ja wohl jeder) oder um sich eine CD anzuhören (Vielleicht die, die wir hier als Grundlage benutzen?). Auf jeden Fall wünschen wir Dir viel Spaß bei unserer Geschichte, die innerhalb von einem Monat entstanden ist, in dem das Motto lautete „Wir klauen uns die Titel von anderen“.

Ich und Ich

Ich und ich. Immer nur ich. Das ist auch klar, denn ich bin Egoist. Alles was ich will, werde ich auch bekommen. Dabei ist mir auch egal, ob meine Eltern meinen, was ich will sei uninteressant. Für mich ist mein Wille interessant. Meinen Eltern sollte mein Wille nicht uninteressant sein. Wenn doch, dann können sie was erleben.

Ich will frische Brötchen am Morgen haben. Wenn meine Mutter dann nicht einkaufen geht, schreie ich so laut ich kann. Ich höre erst auf, wenn ich meine Brötchen habe. Bis dahin weigere ich mich auch, in die Schule zu gehen, wenn ein Schultag sein sollte. Meine Mutter erfüllt mir schnellstens meinen Willen. Sonst kommen wieder einmal die Nachbarn und beschweren sich. Wie könne ich so laut schreien. Meine Eltern sollten gefälligst Rücksicht auf die Nachbarn nehmen und meinen Willen erfüllen. Dies sei besser, als die halbe Nachbarschaft am Morgen aufzuwecken. Einige sind gerade erst von der Nachtschicht gekommen und möchten jetzt ihre Ruhe haben. So bekomme ich immer dann frische Brötchen, wenn ich welche haben möchte.

Ich will nach der Schule einen Freund mit nach Hause bringen und am Computer spielen. Meine Mutter hat Bedenken. Sie kennt diesen Freund nicht. Klaut er auch nicht, macht er auch nichts dreckig? Nein, macht er nicht. Da bin ich mir sicher. Und wenn doch, wozu gibt es Eltern? Erst Kinder in die Welt setzen und dann sich nicht um deren Dreck kümmern. Typisch Eltern. Dabei wäre ich ohne meine Eltern gar nicht auf der Welt. In einer Nacht hätten sie wohl besser aufpassen müssen. Da sie es aber nicht getan haben, müssen sie jetzt mit mir leben. Wenn ich oder ein Freund etwas dreckig macht, so muss dann meine Mutter den Staubsauger nehmen und den Dreck wegsaugen. Wenn der Dreck auf den Fliesen liegt, darf sie natürlich auch den Wischeimer nehmen. Mit dem leeren Wischeimer geht meine Mutter ins Bad, befüllt dem Eimer mit Wasser und spritzt etwas Reiniger hinein. Dann nimmt sie den Schrubber und geht mit dem Eimer zur Dreckstelle. Schrubber ins Wasser eintauchen, etwas auswringen und weg mit dem Dreck.