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Der Journalist und Autor Winfried Brüssing hat für Hörfunk und Fernsehen viele Beiträge erstellt. So zum Beispiel Für die WDR-Kultserie "Tiere suchen ein zuhause". Sei es über eine Hunderettungsaktion mit Alida Gundlach auf Mallorca - oder aber für den NDR eine Reportage über den Collie "Tim", der von einem Zug angefahren wurde und dessen gesundheitliche Rehabilitation viele Monate dauerte. Stets hat er sich mit dem Themenfeld Mensch-Hund befasst. Natürlich diente sein Cockerspaniel Nero in vielen Beiträgen als Filmhund. Von seiner Zuneigung und seinem Respekt Hunden gegenüber versucht er, in diesem Büchlein einiges auf den Leser übertragen zu können. Er möchte erreichen, dass wir im Hund die würdevolle Kreatur sehen, die es auch würdevoll zu behandeln gilt
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Seitenzahl: 55
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Winfried Brüssing
Bellende Helden
Unglaublich wahre Geschichten von cleveren Hunden
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
BELLENDE HELDEN
Impressum neobooks
Widmung
Gleich neben dem Eingang des Hauptfriedhofs von Paris steht das massige Denkmal für Barry, den Bernadiner.
Der hat als Lawinenhund vierzig Menschen das Leben gerettet. Ihm und den vielen, vielen tapferen und oft cleveren Hunden, die unter dem Einsatz ihres eigenen Lebens Menschen und Tieren halfen, widme ich dieses Büchlein.
Vorwort
Es war in den frühen 1990er Jahren, als ich für eine NDR-Fernsehreportage am Institut für Haustierkunde an der Universität in Kiel drehte. Es ging um eine Hunderasse und ich wollte dazu die Expertenmeinung von Prof.Dr. Wolf Herre einholen. Er war Leiter dieser Einrichtung. Er nahm mein Kamerateam und mich mit in die Anlagen der Wölfe und Wolf-Pudelmischlinge.
Er und seine Mitarbeiter forschten im Themenspektrum stammesgeschichtlicher Fragen im Komplex Wolf-Hund. Professor Herre wurde von allen Vierbeinern herzlichst begrüßt und er grüßte unter Verwendung liebevoller Worte zurück. Er, der fragende Forscher und der Wolfs- und Hundefreund.Eine eindrucksvolle Szenerie. Daran muss ich denken, bei der Niederschrift meines Manuskriptes. Ich, der Journalist und Hundefreund.
So hoffe ich denn, beim verfassen der Geschichten die notwendige Objektivität gewahrt zu haben - und das trotzdem etwas zu spüren ist von der Faszinantion, die in so vielfältiger und verblüffenden Art von diesen treuesten Gefährten des Menschen ausgeht. Diesbezüglich wünsche ich ein schönes Lesevergnügen.
Winfried Brüssing.
"Hundeschnauze als Schatzkammer"
Eine Amerikanerin flog in den 1950er Jahren öfters von den USA nach Europa. Immer in Begleitung eines Scottchterriers. Während der Zollkontrolle verhielt sich der kleine Hund jedesmal ziemlich nervös. Sein Frauchen streichelte ihn daher, um ihn zu beruhigen.Ein Zöllner meinte einmal scherzhaft zu seinem Kollegen, der Hund benehme sich so, als habe er etwas zu verbergen. Bei der nächsten Einreise der Dame in Hundebegleitung , hatte dieser Zöllner wieder Dienst und passte diesmal genau auf - ob er etwas Verdächtiges merken könne. Er konnte!
Für den Bruchteil einer Sekunde sah er etwas aufblitzen, als Frauchen das Hündchen streichelte. Das genügte dem Beamten, um entschlossen den Hund zu packen, ihm das Maul aufzusperren und einige edelsteinbesetzte Ringe daraus hervorzuholen. Die raffinierte Amerikanerin hatte das Hündchen auf den Schmuggel dresssiert und viermal erfolgreich ihren Trick angewendet, bevor sie dann erwischt wurde.
"Ein Psychiater auf vier Pfoten"
Eine Frau wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und wurde in den ersten beiden Jahren ihres Aufenthaltes
wegen unkontrollierter Wutausbrüche zeitweise in eine Zwangsjacke gesteckt. Dann bekam sie von den Ärzten einen recht ansehnlichen Hundemischling an ihre Seite, natürlich unter eingehender therapeutischer Begleitung durch das medizinische Personal. Es dauerte nicht lange und die Frau wurde ruhiger und fand allmählich wieder zur Normalität zurück.
Nach nunmehr zwei weiteren Jahren kam der Tag ihrer Entlassung. Natürlich durfte sie den Hund, der ihre Reabilitation so entscheidend beeinflusste, mit in ihr neues Leben nehmen. Als Frauchen und Hund die Klinik verließen, sagte ihr bis dahin behandelnder Oberarzt, der die Frau und den Hund gerade verabschiedet hatte, leise zu einer neben ihm stehenden Krankenschwester:" Das verdankt sie ihm, dass sie jetzt wieder nach Hause kann".
Als Schwester und Oberarzt in verschiedene Richtungen der Klinik auseinandergingen, hörte die Schwester noch die
vom Arzt zu sich selbst gesprochenen Worte: ".........,,,,hätten wir die Tiere nicht". Kann es ein schöneres Kompliment für einen solchen Kollegen in Hundegestalt geben?
"Eine dringliche Angelegenheit"
Eine Frau besaß zwei Hunde. Einen Rüden und eine Hündin. Gemeinsam hatten die Vierbeiner einen großen Korb,in dem sie gerne lagen. Dieser Korb befand sich am Ende eines langen Flures. Die Frau ließ in der Nacht die Tür
ihres Schlafzimmers, das weiter vorn in der Wohnung lag, immer angelehnt. Und in einer Nacht geschah etwas sehr ungewöhnliches. Die Hündin berührte mit ihrer Schnauze sanft den Arm der Frau, die dann auch erwachte. Sie ging
selbstverständlich davon aus, dass die Hündin müsse und öffnete ihr folgerichtig die Haustür zum Garten.
Aber weit gefehlt! Die Hündin eilte zum Flurende, zum Korb mit dem dort wartenden Rüden. Der war es dann, der zur Haustür eilte und im Garten verschwand. Wahrscheinlich traute er sich nicht die Frau zu wecken. Auf welchem Kommunikatuionsweg auch immer es geschen sein mag, erledigte es die Hündin, dass die Frauu aufstand.
Einfach nur staunenswert, diese Art Hilfsbereitschaft dem Kumpan gegenüber.
"Pfoten weg - das ist mein Knochen"
Ich habe im Verlauf der Manuskripterstellung dieses Büchleins Leute angesprochen und gebeten, spontan die Worte"Hund und........" zu ergänzen. "Nach Hund und Katze", landete "Hund und Mensch" auf Platz zwei. Dritter
Platz für "Hund und Knochen" Darum geht es jetzt: Ein Mann hatte einen Hund, der Beschreibung nach ein Setter.
Der bekam von einem Metzger einen ziemlich dicken Kalbsknochen mit noch allerhand Fleisch daran geschenkt.
In der heimischen Wohnung dann wurde dieser Knochen mit der allgemein üblichen Emsigkeit vom Hund bearbeitet,mit den enstsprechenden Begleitgeräuschen brechender Knochenteile. Herrchen gefiel diese Szenerie gut und er wollte den Hund während dieser Aktivitäten liebevoll streicheln. Es blieb beim "wollte"! Denn der Hund unterband diese Absicht durch ein drohendes Knurren. Der ansonsten so anhängliche Vierbeiner hatte wohl Angst, der Mann nähme ihm womöglich diesen attraktiven Happen wieder weg. Herrchen war jedenfalls verblüfft und begab sich in ein anderes Zimmer, setzte sich auf einen Schreibtischstuhl und begann absichtlich zu weinen und zu jammern. Er wollte gerne wissen, wie der Knochenverteidiger nun darauf reagieren würde. Und der reagierte auch. Mit dem Knochen im Fang betrat er das Zimmer mit geducktem Kopf und hängender Rute. Der völlig zerknirschte Hund legte seinem Herrn den Knochen vor die Füße, wie zum Geschenk. Der Mann jedoch jammerte weiter, der Hund streckte den Kopf himmelwärts und heulte ebenfalls. Dann aber nahm der Mann den Kopf des Sünders auf seine Knie und sah in seinen Augen das flehentliche Bitten um Verzeihung.
Sie wurde gewährt und der Mann wird den treuen Blick in diesen Minuten nie vergessen haben. In Anwesenheit seines Herrchens hat dieser Hund nie wieder geknurrt
"Wenn ein Dackel durstig ist"
