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Anne erfährt über Facebook, dass ihr Verlobter seinen Beziehungsstatus auf "Single" geändert hat. Dumm ist nur, dass sie geplant hatten, zusammenzuziehen, und dass es für ihre Wohnung auch schon einen Nachmieter gibt. Zumindest auf die Hilfe ihrer Freundin Melanie kann sie sich verlassen. Eine Geschichte, die zeigt, dass echte Freundschaft nur im wirklichen Leben existieren kann.
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Seitenzahl: 29
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Ly Fabian
Beziehungsstatus Single
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Beziehungsstatus Single
Sven
zum Schluss ...
Impressum neobooks
»Warte, ich komme gleich nach.« Melanie schaute die Remittenden auf dem riesigen Büchertisch im Erdgeschoss des Oberpollinger durch und vergaß die Zeit. Ihr Handy vibrierte, SMS von Anne: »Bin im zweiten Stock, kommst du?«Seufzend legte sie die Bücher zurück und fuhr nach oben. »Wir wollten mir was Schickes für Julias Geburtstag kaufen, keine verdammten Bücher. Sag einfach, was du willst, ich lad es dir runter.« Anne hielt sich ein grelles Shirt an. »Cool, was meinst du? Von Sabri, und 190 Euro ist echt geschenkt für das Teil.«
Melanie fand es scheußlich, hütete sich aber, das auszusprechen. »Du hast doch schon Hundert von der Sorte; ich dachte, du willst ein Kleid«, wandte sie ein.
Anne hielt sich das nächste Top an. »Man kann nie genug haben«, konterte sie. »Bevor du jetzt weiter so herumzickst, welche Bücher reizen dich?« Sie schnappte Melanies Smartphone, und nachdem diese zwei Titel genannt hatte, dauerte es keine drei Minuten, und Anne gab ihr das Teil zufrieden grinsend zurück. »Schau nicht so fad, Melanie, ich hab sie dir gratis geladen. Für das gesparte Geld darfst du mich nachher zu einem Hugo einladen. Jetzt konzentrieren wir uns erst mal auf das Wichtige. «
Melanie checkte kurz die Titel. Anne hatte nicht zu viel versprochen. Nicht bloß die zwei, sondern auch noch vier andere Bestseller waren neu gespeichert. »Anne, du bist echt verrückt, das kann ziemlich teuer werden!« Anne lachte. »Nur wenn ich mich erwischen lasse.«
Noch drei Wochen bis zu Julias 30-Jahre-Party. Drei Monate bis zu Annes, dabei sah die viel jünger aus und nahm das Ganze inzwischen auch gelassener. Die magische Zahl. 30. Allmählich tickte die Uhr. Anne träumte von Hochzeit und Nachwuchs. Melanie träumte von Anne.
Auf dem Weg zum Auto passierten sie eine junge Mutter, die versuchte, ihre zwei Kinder einzufangen. Während Anne die Einkäufe im Kofferraum des Smart verstaute, checkte Melanie kurz ihre Mails und markierte ihren Standort auf Facebook. Mehr aus Langeweile ging sie auf das Profil von Sven, Annes Verlobtem. Seine neueste Meldung lautete: Beziehungsstatus geändert auf »Single«.
»Anne, warum hast du mir nicht gesagt, dass ihr euch getrennt habt? Ich dachte, ihr wolltet zusammenziehen?« Anne schaute sie irritiert an. »Wer hat sich wann getrennt? Ich war vorletzte Nacht noch bei ihm, das wüsste ich aber!« Sie grinste, allerdings nur, bis Melanie ihr die Facebook-Notiz auf dem Phone zeigte. Inzwischen mehrfach kommentiert. Ein paar weinende Smileys, ein paar Glückwünsche und ein Kuss-Smiley von Julia, der Schlange. Von wegen nur gute Freunde!
Sie versuchte, Sven auf seinem Handy zu erreichen, doch nur die Mailbox sprang an. Was für ein Feigling! Sie schickte ihm eine SMS, bevor sie den Wagen startete. Schweigend fuhren sie nach Moosach. Konzentriert schaute Anne auf den Verkehr.
Fidelio kläffte erfreut, als sie ihre Wohnungstür aufschloss. Das Fell des Zwergpudels leuchtete orange. Melanie blickte verunsichert in den Flur und fragte: »Hast du einen neuen Hund? Wo ist Fido?«
Anne nahm den Kleinen hoch. »Das ist er doch! Orange passt zum Sommer, und Weiß ist langweilig. Ist nur eine Tönung«. Sie setzte den Hund wieder ab und ging in die kleine Küche, um die Kaffeemaschine anzuschalten. Kurz schaute sie zum Fenster, kämpfte gegen die Tränen.
