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"Bitte nicht jetzt! Das Leben mit Ableismus, Rassismus und Trauer" ist eine ergreifende Erzählung, die den Leser auf eine intime Reise durch die verwobenen Welten von Widrigkeiten, Widerstandsfähigkeit und Transformation mitnimmt. Dieses beeindruckende Buch ist eine ehrliche Erkundung persönlicher Erfahrungen, die die tief verwurzelten Probleme des Ableismus, Rassismus und die Komplexitäten der Trauer ansprechen. Das Buch lädt die Leser ein, das Leben der Autorin zu durchleuchten und Momente der Verwundbarkeit und Stärke zu teilen. Durch kraftvolles Storytelling werden oft unausgesprochene Herausforderungen aufgedeckt, denen Menschen gegenüberstehen, die Diskriminierung auf mehreren Ebenen erleben. Elizabeths Reflexionen bieten Einblicke in die Art und Weise, wie sich Rassismus und Ableismus überschneiden und das Leben und die Erfahrungen in tiefgreifender Weise prägen. Während Sie in diesen Seiten eintauchen, werden Sie die Auswirkungen systemischer Vorurteile, kultureller Vorurteile und persönlicher Herausforderungen miterleben. Die Stimme der Autorin ist ein Zeugnis für die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes und erinnert uns daran, dass selbst angesichts von Widrigkeiten Hoffnung, Stärke und das Potenzial für Veränderung existieren. "Bitte nicht jetzt" ist nicht nur ein Buch; es ist ein Aufruf zum Handeln. Es ermutigt die Leser, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen, Annahmen in Frage zu stellen und sich für eine inklusivere und mitfühlendere Welt einzusetzen. Die Geschichten in diesen Seiten werden zum Nachdenken anregen, Gespräche auslösen und Empathie inspirieren. Dies ist ein Buch, das Grenzen überwindet und die universelle menschliche Erfahrung anspricht. Es erinnert daran, dass wir alle eine Rolle dabei spielen, Diskriminierung abzubauen und eine Gesellschaft zu fördern, in der der Wert eines jeden Menschen anerkannt und gefeiert wird. Begleiten Sie die Autorin auf einer Reise der Selbstentdeckung, der Widerstandsfähigkeit und der Suche nach Gerechtigkeit. "Bitte nicht jetzt" ist ein Buch, das lange nach dem Zuklappen der letzten Seite bei Ihnen bleiben wird und Ihnen ein erneuertes Gefühl des Zwecks und das Engagement für die Veränderung vermitteln wird, die wir alle in der Welt sehen möchten.
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Seitenzahl: 138
Veröffentlichungsjahr: 2024
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Der unvorstellbare Tod meines Mannes schmerze mehr als ich je erwartet hätte. Das Wichtigste, das ich vom Tot meines Mannes gelernt habe, ist das ich stark bin, stärker als ich je zuvor war. Es gibt nichts, was irgendjemand sagen oder tun könnte, um mich zu verletzen.
Ich bin eine afrikanische Schwarze Frau; Ich bin eine Frau mit Behinderung; Ich bin Rollstuhlfahrerin. Und weißt du was?
Ich bin jetzt eine Witwe, eine Überlebende des Unvorstellbaren.
Dr. Maureen Maisha Auma Guest Professor of Intersectional Diversity Studies Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) Technische Universität BerlinIch hatte die Ehre, zu den ersten Lesern dieses Buches “Not now please” zu gehören, was ich als unglaublich kraftvolle und zum Nachdenken anregende Erkundung der komplexen Schnittstellen von Ableismus, Rassismus und Trauer empfunden habe. Die rohe Ehrlichkeit und der unbeugsame Mut der Autorin, Ihre persönlichen Erfahrungen zu teilen, machen dieses Buch zu einem Muss für jeden, der ein tieferes Verständnis für diese wichtigen Themen sucht. Ich habe in diesem Buch auch einen Lichtblick in der Dunkelheit gefunden, der tiefere Einblicke in die Herausforderungen des Navigierens von Ableismus, Rassismus und Trauer bietet. Er ist ein bewegendes Zeugnis für die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes und ein Aufruf zu einer inklusiveren und mitfühlenderen Gesellschaft.
Gillian Lwangu Piroth
Owner and founder
NAIROBI Kenyan Restaurant
Es war mir eine Ehre, zu den ersten Lesern dieses Buches „Not Now Please“ zu gehören, dass meiner Meinung nach eine unglaublich kraftvolle und zum Nachdenken anregende Auseinandersetzung mit den komplexen Schnittstellen von Behindertenfeindlichkeit, Rassismus und Trauer ist. Da Elizabeth ihre persönlichen Erfahrungen teilt, ist dieses Buch eine Pflichtlektüre für jeden, der ein tieferes Verständnis dieser entscheidenden Themen anstrebt.
Ich empfand dieses Buch auch als ein Leuchtfeuer in der Dunkelheit, das tiefgreifende Einblicke in die Herausforderungen bietet, die mit der Bewältigung von Behindertenfeindlichkeit, Rassismus und Trauer verbunden sind. Es ist ein bewegendes Zeugnis der Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes und ein Aufruf zum Handeln für eine integrativere und mitfühlendere Gesellschaft.
Dr. Rahab Njeri
Historikerin/Moderatorin/Schwarze
Aktivistin
“Not now please: Lebens mit Rassismus, Ableismus und Trauer” ist ein Aufruf zum gesellschaftlichen Wandel aus der Perspektive einer Schwarzen Frau, die unser Ute, das Wesentliche dessen, was es bedeutet, menschlich zu sein, ins Zentrum stellt. Es ist ein Buch, das Reflektion, Engagement und vor allem Handeln fordert. Mit unerschütterlichem Mitgefühl und einem unbeugsamen Engagement für die Wahrheit verknüpft Elizabeth auf geschickte Weise persönliche Erzählungen, Forschungsergebnisse und historischen Kontext, um die vernetzte Natur von Rassismus und Ableismus zu beleuchten.
Durch die Untersuchung, wie diese beiden Formen der Diskriminierung sich überschneiden und die Herausforderungen verstärken, denen Schwarze Menschen mit Behinderungen gegenüberstehen, bietet das Buch den Lesern ein umfassendes Verständnis der Komplexität dieser Themen. Eine der bemerkenswertesten Leistungen des Buches ist seine Behandlung von Trauer als eine wesentliche emotionale Reaktion auf Ungerechtigkeit und Verlust. Anhand ergreifender Geschichten von Menschen, die tiefe Schmerzen erlebt haben, zeigt die Autorin, wie Trauer ein Katalysator für Transformation und Aktivismus sein kann. Indem sie Trauer als eine gemeinsame Erfahrung darstellt, die Gemeinschaften gegen systematische Unterdrückung vereint, ermächtigt das Buch die Leser, Ihre Emotionen in sinnvolles Handeln umzuleiten.
Mit jeder Seite ermutigt das Buch die Leser, aus Ihrer Komfortzone herauszutreten, ihre Privilegien zu hinterfragen und aktiv dazu beizutragen, die Systeme zu demontieren, die Rassismus und Ableismus aufrecht erhalten. Die Botschaft des Buches ist klar: Der Weg zu einer gerechteren Welt beginnt mit Selbstreflexion und entwickelt sich durch das Engagement für die Herausforderung von Ungerechtigkeit durch die Philosophie des Uhu/Ubuntu.
Valerie Gulotta
Fachfrau für Business-Englisch, Autorin
Mit “Not now please” hat die Autorin Licht auf ihre persönliche Reise geworfen - ihren Schmerz und ihr Leiden aufgrund von Rassismus, Ableismus und dem zusätzlichen Element des Trauerns um ihren verstorbenen Ehemann. Sie bringt diese ernsthaften Themen geschickt auf den Punkt, so dass selbst Anfänger gezwungen sind zu verstehen, welche Rolle jeder von uns, direkt oder indirekt, spielt.
Dieses Buch, wenn auch mit einem Hauch von Humor, ruft die Notwendigkeit nach praktikablen Anekdoten hervor, nicht nur auf persönlicher Ebene, sondern auch als Kollektiv in Gemeinschaften, privaten Unternehmen, Institutionen und Regierungsbüros.
Muriel Quéau
Diversity-Trainerin und systemische
Beraterin
Elizabeth ist eine wahre Geschichtenerzählerin (Griot)- eine einzigartige, charismatische und authentische Persönlichkeit, deren Geschichten uns zum Lachen bringen, uns bewegen, uns bilden und uns beunruhigen. Ein Workshop mit Elizabeth lässt niemanden gleichgültig. Sie ist ein Vorbild, und ihre Präsenz und Ihre Biografie gebieten höchsten Respekt. Die Teilung ihrer Geschichte ist eine unglaubliche Demonstration von Mut und eine Gelegenheit für die meisten privilegierten Leser, die gelebte Realität von Menschen, die Rassismus, Sexismus und Ableismus ausgesetzt sind, zu entdecken.
Das Scannen, Hochladen und Verteilen dieses Buches stellen einen Diebstahl des geistigen Eigentums der Autorin dar, wenn dies ohne Genehmigung geschieht.
Wenn Sie die Erlaubnis zur Verwendung von Material aus diesem Buch (außer zu Rezensionszwecken) wünschen, senden Sie bitte eine E-Mail an [email protected]
Ich bedanke mich für die Wahrung der Rechte der Autorin und die Unterstützung.
Lob für Elizabeth Horlemann und Bitte nicht jetzt! Leben mit Ableismus, Rassismus und Trauer
VORWORT
Einleitung
Gibt es strukturellen Rassismus in Deutschland?
Der Termin beim Arbeitsamt
Der Arzttermin
Mein lieber Sohn
AGG Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (2003)
Die Rassenhierarchie
Kapitel eins
Der Teppich wurde uns unter den Füßen weggezogen. Wie uns der Teppich unter den Füßen weggezogen wurde.
Während der Covid-Pandemie
Zugänglichkeit für Rollstühle
Die Diagnose
Kapitel Zwei
Krankenhaus-Spruch
„Wir sind nicht Gott“
.
Das habe ich nie behauptet!
Das Rettungsteam
Kapitel Drei
Lebensende
Das Tauziehen: Liebe und Loslassen
Das Bedürfnis nach Antworten
Meine verstorbene Großmutter
End-of-Life Care
Trauer in der afrikanischen Kultur
The Luos
Kapitel Vier
Ableismus Bi-nationale Ehe
Mein Hintergrund
Tribalismus
Der Kampf meines verstorbenen Mannes
Behindert sein
Weltweites Reisen
Das Rote Buch
Taxi!
Super-Helfer-Syndrom
Allein trauern
Einkaufen für 1
Trigger #1
Mein neuer Rollstuhl
Trigger #2
No Window-shopping
Kindheit in Kenia
Wie sehen uns Schwarze/Afrikaner?
Behindert glücklich sein!
Suche nach einem Job
***Ende der öffentlichen Ankündigung***
Familienmitglieder
Gehört fühlen
Kapitel Fünf
Gibt es so etwas wie ein doppeltes Trauma?
CoRT (Komplexes Trauma der Rasse)
Phasen der Trauer
Kapitel Sechs
BIPOC - Tod, Trauer und Rassismus
Die Begräbnisstätte
Geld kommt zuerst!
Die Grabstätte
Kapitel sieben
Leben mit Ableismus nach dem Verlust Geliebten Menschen
Ableismus und Rassismus
Historische Wurzeln von Ableismus und Rassismus
6-köpfige Familie
Schauspieler
Ich knüpfe Kontakte in meiner Gemeinschaft.
Die Witze
EquiAble Netzwerk für BIPOC Menschen mit Behinderung
Bevormundet?
Reisen
Ärzte
Rassistisches Personal
Maßnahmen ergreifen – Bücher
So bekommen Sie einen Arzttermin
Wo kann ich Hilfe bekommen?
Meine Zugreise nach Duisburg
Kapitel Acht
Die Schmerzen unserer Haut – The Pain Gap
Menschenhandel
Die Punkte verbinden
Der Lehrplan in der Schule
Bücherbewertungen
Wie der Westen gewinnt
Die 3 Elemente auseinanderhalten
Landesärztekammer
Danksagung
Gedicht
Die Ketten entlarven
Poem: Unmasking the Chains
Unmasking the Chains
Abschluss
Elizabeth Horlemann
Anmerkungen
Lehren aus dem Tod eines geliebten Menschen.
Kritische Fragen zu Rassismus und Trauer zum Nachdenken:
Rassismus und Ableismus: Kritische Fragen zum Nachdenken
Rassismus und Ableismus
Schwarze Menschen
References list & Critical Questions
Rassismus und Ableismus werden oft als Parallele Systeme von Unterdrückung betrachtet, welche sozialen Hirschen aufrecht erhalten. Die Welt aus diesem Blickwinkel zu betrachten lässt jedoch nicht nur die Erfahrungen von “Black,Indigenous&People of colour” (BIPoC) mit Behinderung außen vor, sondern betrachtet auch nicht, wie “Rasse” klassifiziert wurde um Rassismus zu erschaffen. Das bedeutet das die Gesellschaft BIPoC anders behandelt, um Barrieren zu schaffen. Diese schlechten Bedingungen kreisen dann Behinderungen. Das Konzept um Behinderungen wurde, und wird, genutzt, um Diskriminierungen einer Gruppe gegenüber zu rechtfertigen und ihr dann eine Behinderung zuzusprechen. - Isabella Kris-Nash
Butter bei den Fischen;
Es wird niemals eine Zeit kommen in er man sich sagt; “Heute bin ich bereit einen Rassisten zu konfrontieren.”
Eventuell erinnerst du dich an eine Zeit in deinem Leben in der du mit viel Stress zu kämpfen hattest, z.B. Fristen, Termine, Krankheit oder Trauer. Rassismus oder Ableismus mussten hintenanstehen. Rassismus und/oder Ableismus zu erleben ist, die meiste Zeit, unerträglich. Besonders jedoch in solchen Zeiten. Entweder warst du einfach nicht in der emotionalen Verfassung auf rassistische Situationen einzugehen, oder aber schlimmer noch, der Rassismus ist dir einfach entgangen. Wir rechnen natürlich im Alltag mit den normalen Missverständnissen hier und da, dann jedoch kommt Rassismus und Ableismus. Würdest du dir dann nicht wünschen du hättest einen “AUS” Knopf? “BITTE NICHT JEZT!” welcher der rassistischen oder ableistischen Person dann mitten in den Satz fällt und das ganze beendet? Ich schon.
Ich erinnere mich gut an den Tag an dem mein Mann seine abschließende Diagnose bekommen hat. Krebs vierten Grades und eine Lebenserwartung von sechs Monaten, maximal ein Jahr - Rassismus hatte hier keinen Platz. Ich musste mich nun auf andere, wesentlich wichtigere und schmerzhafte Dinge, konzentrieren.
Deshalb bringt mich das wieder zurück zum Thema dieses Buches. Ich war eigentlich nie scharf drauf ein Buch zu schreiben, da ich dessen Wichtigkeit in Frage stellte; ich dachte immer ich habe eh nichts zu bieten. Trotzdem überzeugte mich mein Mann von der Wichtigkeit des Buches und ließ nicht nach.
“Warum schreibst du kein Buch? Du hast in deinem Leben schon so viel erlebt. Du MUSST ein Buch schreiben.”
Ich bin eigentlich eine eher faulere Schreiberin, trotzdem jedoch perfektionistisch; schwierige Kombination von Charaktereigenschaften für einen Author der eine interessante und lehrreiche Nachricht teilen möchte.
So kam es zu meinem ersten erzählenden Buch. Ich teile meine Intention ein Buch zu schreiben mit ein paar engen Freunden, und deren Reaktionen waren sehr bestärkend und machten mich stolz.
Ich weiß natürlich trotz allem das es nicht perfekt ist. Wenn ein perfektes Buch meine Absicht gewesen wäre, würde ich heute noch dran sitzen.
Auf der einen Seite habe ich dieses Buch aus purem Frust, Wut und emotionalem Schmerz, welcher mich durch meine Trauerphase begleitet hat, herausgeschrieben. Auf der anderen Seite jedoch habe ich dieses Buch vorrangig geschrieben, um über meine eigenen Diskriminierungserfahrungen aufgrund meiner Hautfarbe zu sprechen. Hiermit möchte ich die Mitarbeiterebene und die Institutionelle Ebene im Gesundheitswesen in Deutschland ansprechen.
In der Vergangenheit habe ich im etablierten Gesundheitswesen in Nordrhein-Westfalen gearbeitet. Hierbei habe ich Projekte umgesetzt welche ein Bewusstsein für HIV/AIDS betroffene Afrikaner in afrikanischen communities schaffen. Und auch nach über 30 Jahren, in denen ich bereits in Deutschland lebe, war ich nie selbst mit der Thematik um Tot in der Diaspora betroffen. Mir fehlte das Wissen über kulturell angemessene Unterstützung für Menschen die, wie ich auch, eine ganz andere Perspektive über den Tod und Trauer haben.
Als Aktivist*in, “crititcal whiteness” Trainer*in und Berater*in, MUSS ich meine Stimme laut werden lassen, und musste daher dieses Buch schreiben. Dieses Buch hebt besonders auch das Defizit um Tot und Trauer im Gesundheitssystem hervor. Das Gesundheitssystem deckt die Bedürfnisse von BIPoC mit Behinderung nicht ab. Ich hoffe das Menschen, Institutionen und jene die Gesetze auf den Weg bringen und durchsetzen sich noch einmal zusammensetzen und Ihre Herangehensweise überdenken, denn momentan hat diese Gruppe von Menschen keinen Stuhl am Tisch, an dem Sie jedoch auch sitzen sollten. Das System benötigt Empathie, professionelle Expertise und Unterstützung. Dieses Buch soll daher nicht nur kritisieren, sondern vor allem auch nützliche Ideen liefern und als Inspiration dienen.
Es deckt jedoch auf keinen Fall alle Bedürfnisse von BIPoC mit Behinderung ab. Daher hoffe ich sehr das sich auch andere BIPoC mit Behinderung angesprochen fühlen, und Ihre Geschichte mit der Welt teilen. Ich sehe es als moralische Verantwortung die folgenden Tatsachen hervorzuheben; ein Land was seiner geschichtlichen Verantwortung mit Rassismus umzugehen und diesen zu Benennen und zu entfernen, nicht nachgekommen ist, schafft es auch nicht seine BIPoC Bevölkerung mit Behinderung sachgemäß zu versorgen. Bell Hook, Author von “Feminist Theory. From the Margins to the center” sagte schon “I want to pull us from the margins to the center” was soviel bedeutet wie “Ich möchte uns vom Rand in die Mitte ziehen.”
Ich bin eine afrikanische Frau die eine Kombination von Unterdrückung bestehend aus Ableismus, Altersdiskriminierung, Rassismus und Sexismus erlebt. BITTE NICHT JETZT; Das Leben mit Ableismus, Rassismus und Trauer entstand aus genau dieser Frustration, mit Bell Hooks Buch im Hintergedanken. Hier geht es um meine eigenen erlebten Erfahrungen als Frau mit Behinderung mit eingeschränkter/teilweiser Laufmöglichkeit und starker Benutzung des Oberkörpers. Um meine Arbeit für dieses Buch rückzuversichern habe ich einschlägige Recherche aus Deutschland, der USA und UK mit einfließen lassen.
Im Diskurs um inklusivität werden BIPoC mit Behinderung nicht berücksichtigt und unsere Bedürfnisse werden nicht zu Genüge anerkannt.Diskurse und Kampagnen adressieren die Bedürfnisse von weißen Menschen mit Behinderung und lassen uns außen vor. Wichtig zu bedenken ist, das wir niemals annehmen sollten, das es zwischen Menschen mit Behinderungen keine rassistischen Hierarchien gibt. Daher sollten wir auch niemals annehmen das BIPoC Menschen mit Behinderung nicht von anderen Menschen mit Behinderung diskriminiert werden.
Ich möchte unter Mitarbeiterin im Gesundheitswesen genau solche unangenehmen Themen anregen. Gespräche rund um die Gleichbehandlungsdifferenzen müssen geführt werden. Alle Patienten haben es verdient Ihre Bedürfnisse gedeckt zu wissen, und Zugang zu fairer Behandlung zu haben. Das ist besonders für Patienten wichtig die von mehrschichtiger Diskriminierung betroffen sind. Ich bereue nicht noch mehr mit BIPoC mit Behinderung gesprochen zu haben. Sie hätten mir geholfen die verschiedenen Nuancen Ihrer Vorfälle, besonders im Kapitel “Leben mit Ableismus nach dem Verlust eines Angehörigen”, noch besser hervorzuheben.
Ich schätze all die die sich nach Erscheinen dieses Buches bei mir gemeldet haben.
Es gibt jedoch etwas das ich nicht schätze, und nicht schätzen werde; die ständigen Rechtfertigungen weißer Menschen gegenüber meinen erlebten Vorfällen und warum dies oder jenes in meinem Fall nicht funktionier hat. Ich habe viele Situationen erlebt, in welchen mein weißer Ehemann und ich schlecht behandelt wurden. Ich hoffe sehr das meine hier erzählten Erfahrungen dies für weiße und weiß gelesene Menschen deutlich macht.
Es gibt im Gesundheitswesen unzählige Verwicklungen die deutlich zeigen das struktureller Rassismus existiert.
Um unsere Erfahrungen als Bi-Nationales Paar festzuhalten habe ich darüber ein Kapitel geschrieben mit dem kleinen Extra von Ableismus. Ich, eine Schwarze afrikanische Frau erfahre oft eine Kombination aus verschiedenen unterdrückenden Barrieren. Irgendwie habe ich es versäumt, es zu berücksichtigen, vor allem in der Zeit, als mein Mann krank wurde und später starb. Am Anfang sah ich nicht ein, wie wichtig es war, den rassistischen Erfahrungen, unter denen ich litt, Raum zu geben, da die Pflege meines Mannes für mich Priorität hatte. Manche Dinge waren einfach zu viel, um sie zu verarbeiten. Meine Ausbildungserfahrung hat mir in dieser Zeit nicht geholfen. “Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen”. ich konnte die offensichtlichsten Lösungen für meine Probleme nicht erkennen.
Schließlich möchte ich diesem Buch einen kleinen, aber kritischen Diskussionsleitfaden beifügen, um Gespräche über die unsichtbaren Lücken und Barrieren in Deutschland anzuregen; diese Lücken und Barrieren bestehen für behinderte BIPOC beim Zugang zu Gesundheitsdiensten. Die behinderten BIPOC, die dieses Buch lesen, erleben vielleicht gerade eine tiefe Belastung und ein Trauma - ich bin mir dessen bewusst und möchte diese Tatsache anerkennen. Auch glaube ich nicht, dass ich mich vollständig erholt habe und trauere immer noch um meinen Mann. Im Moment bin ich nicht in der Lage, eine persönliche Trauerbegleitung anzubieten, aber ich glaube, dass Sie in meinem Buch Trost finden werden.
Ich bin mir bewusst, dass ich mich nicht intensiv mit dem Thema Intersektionalität beschäftigt habe. Das ist jedoch aus gutem Grund so. In meinem nächsten Buch werde ich meine Erfahrungen anhand des Konzepts von Kimberlé Crenshaw aus ihrem Buch On Intersectionality eingehend analysieren. Dieses Konzept spricht alle Barrieren an, auf die ich gestoßen bin, seit ich nach Deutschland gekommen bin. Möchte Ihre Institution oder Organisation neue Strategien umsetzen? Dann empfehle ich, dieses Konzept als Werkzeug oder als Bezugspunkt zu verwenden.
Ich fühle mich so gesegnet, dass ich den Mut hatte, dieses Buch zu schreiben. Ich hoffe, dass es wichtige Räume schafft, in denen die dringend benötigten Gespräche stattfinden können. - Denn mein Ziel ist es, die rassistischen Strukturen im Gesundheitssektor abzubauen.
Danke das Sie dieses Buch lesen. Vielmehr noch danke das Sie die Zeit aufbringen um über Rasse, Ableismus, Sexismus, Altersdiskriminierung und Inklusivität zu sprechen.
