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Dieses Buch will Brücken schlagen. Eine Brücke zwischen Atheisten und Christen. Eine Brücke zwischen Deutschland und Griechenland. Es ist ein Aufruf neugierig zu sein und Vorurteile beiseite zu lassen. Kontakt und Gespräch statt Abgrenzung und Unverständnis. Der Autor nutzt dabei die Möglichkeit den Leser mit auf eine Reise von seiner atheistischen Vergangenheit als Kind der DDR bis hin zu seinem Griechisch Orthodoxen Christenleben im Heute zu nehmen. Dies alles ist erzählt nicht aus der Sicht eines Politikers oder Philosophen, es ist erzählt aus der Sicht eines ganz normalen Bürgers in unserem Lande. Von Freunden auf beiden Seiten befragt was denn ein Atheist sei und wie er lebt und was erfühlt und auf der anderen Seite von alten Weggefährten nach seinem neuen Sein befragt versucht Bodo Efraem Danz Antworten zu geben. Dieses Buch entstand auf Grund auftretender Fragen aus seinem ersten Buch: "Ephraim, mein Weg zu Gott".
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Seitenzahl: 122
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Widmung:
Dieses Buch ist allen gewidmet, die mich als gefestigten Atheisten als einen der Ihren kannten und mir heute noch die Freundschaft halten, obwohl ich nunmehr ein Christ bin. Danke für eure Toleranz. Euch möchte ich ein wenig von meiner neuen Welt berichten.
Dieses Buch ist auch allen gewidmet, die mich auf den ersten Schritten zu einem hoffentlich guten Christen begleitet haben und mir viel Liebe und Führsorge angedeihen ließen.
Viele von Euch interessiert, was es bedeutet ein Atheist zu sein. Euch möchte ich berichten wer ich war und wer meine alten guten Freunde sind, die nicht glauben.
Bodo Efraem Danz
Bodo & Efraem
meine Metamorphose
Μπόντο&Εφραίμ
Hμεταμόρφωσημου
Wer war ich? Wer bin ich heute?
Impressum
© 2015 Bodo Danz
Druck und Verlag: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de
ISBNISBN: 978-3-7418-8552-5
Printed in Germany
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Übersetzung :
Rafailia Vassalou
Vorwort
Was ist ein Atheist?
Definition:
Abgrenzungen zu religiösen Orientierungen
Was ist ein Christ?
Was ist Orthodoxie?
Was ist das Wesen der griechisch orthodoxen Kirche aus meiner Sicht?
Was bedeutet der Name Orthodoxe Kirche?
Aus dem Wesen der Orthodoxen Kirche
Zu einigen Begrifflichkeiten:
Die Gemeinde und Ihre Heiligen:
Atheismus in der DDR und die Einflüsse zweier Weltkriege auf die Fähigkeit zu Glauben
Wie lebte ein Atheist in der ehemaligen DDR?
Gesellschaftliches Leben.
Wie wurden Feiertage begangen?
Alltag eines Atheisten
Ein Denkanstoß:
Das ist noch nicht so lange her….
Ein einschneidendes Ereignis…Gott erreicht meine Seele…ein Versuch das Erleben einer Offenbarung darzustellen: Gott ist mit uns. Eine Tür öffnet sich.
Wir schreiben das Jahr 2013…
Sonntag, 17.02.2013
Stephanos und Nanci
Montag, 18.02.2013 (…mein 49.er Geburtstag)
Mein Weg durch die Katechese
Die Taufe. Wie habe ich meine Taufe erlebt?
Was bedeutet es getauft zu werden?
Die Taufe umfasst zwei Hauptteile:
Wie habe ich meine griechisch orthodoxe Taufe erlebt?
Griechisch Orthodoxer Christ und Alltag
Wie begreife ich mein Leben, mein Sein?
Ein Appell zur gegenseitigen Toleranz
Über mich, Efraem
Πρόλογος
Τι σημαίνει να είσαι άθεος;
Ορισμός
Απόσταση από θρησκευτικές αντιλήψεις
Τι σημαίνει να είσαι Χριστιανός;
Τι είναι η ορθοδοξία;
Ποια είναι η φύση της ελληνικής Ορθόδοξης Εκκλησίας από την δική μου οπτική γωνία;
Τι σημαίνει το όνομα Ορθόδοξη Εκκλησία;
Κάτι από την φύση της Ορθόδοξης Εκκλησίας
Σχετικά με κάποιες έννοιες
Η ενορία και οι Άγιοι της
O αθεϊσμός στην ΛΓΔ ( Λαοκρατική Δημοκρατία της Γερμανίας) και οι επιρροές δύο παγκοσμίων πολέμων στην πίστη
Εγώ
Η μητέρα μου
Ο πατέρας μου
Πώς ζούσε ένας άθεος στην πρώην ΛΓΔ;
Το σχολείο
Κοινωνική ζωή
Πώς περνούσαμε τις γιορτές;
Καθημερινότητα ενός άθεου.
Ένα ερέθισμα
Δεν έχει περάσει πολύς καιρός…..
Στα τέλη της δεκαετίας του 2000
Ένα καθοριστικό γεγονός… Ο Θεός ακουμπάει την ψυχή μου.. μία προσπάθεια περιγραφής της βίωσης μιας αποκάλυψης: Ο Θεός είναι μαζί μας. Μία πόρτα ανοίγει.
Το έτος 2013
Κυριακή, 17.02.2013
Ο Στέφανος και η Νάνσυ
Δευτέρα, 18.02.2013 (…τα 49α γενέθλιά μου)
Ο δρόμος της κατήχησής μου
Κατήχηση
Τα πρώτα βήματα
Η βάπτιση. Πώς βίωσα την βάπτισή μου;
Τι σημαίνει να βαπτίζεσαι;
Η βάπτιση αποτελείται από δύο κύρια μέρη
Πώς βίωσα την ελληνική Ορθόδοξη βάπτισή μου;
Ορθόδοξος Χριστιανός και η καθημερινότητα
Πώς αντιλαμβάνομαι την ζωή μου, την ύπαρξή μου;
Μία έκκληση στην αμοιβαία ανεκτικότητα
Nachfolgender Text soll kein Lehrbuch sein. Ich bin weder Theologe noch Philosoph oder Politikwissenschaftler. Dies ist ein Versuch beide „Welten“, Atheistische und Christliche, die mein geistiges Zuhause darstellten bzw. heute sind, zu reflektieren…jeweils aus der Sicht eines Laien.
Ich habe sowohl unter meinen atheistischen Freunden als auch unter meinen christlichen, vornehmlich griechisch orthodoxen, Freunden Interesse an Leben, Fühlen und Sein der jeweils anderen Seite vernommen. Da ich auf Grund meiner Geschichte die Möglichkeit habe, beide Seiten darzustellen, hoffe ich, dass nachfolgender Text Atheisten und Christen die Möglichkeit gibt, einander besser zu verstehen.
Betonen wir die Gemeinsamkeiten, tolerieren wir die Unterschiede und geben wir uns gegenseitig Raum zum Leben, Lieben und Glauben!
Nicht Glauben zu können, nicht nach der Geburt im Kleinkindalter getauft worden zu sein und auch später den Weg in eine christliche Glaubensgemeinschaft nicht gewählt oder gefunden zu haben, dies vereint viele Menschen in unserer Gesellschaft. Sicher gibt es dafür unterschiedlichste Gründe, von denen die bewusste Stellungnahme als bekennender Atheist nur einer ist. Die Abkehr von der Kirche, der Austritt egal aus welcher Konfession, muss auch nicht immer eine Abkehr von Gott an sich sein. Manch einer schätzt die neue Freiheit als Christ hoch ein und ist, zumindest hier in Deutschland, von evangelischer oder auch westlich katholischer Kirche enttäuscht. Dies soll aber in meinem kleinen Buch nicht Thema sein. Dies ist mein Versuch ein wenig mehr Verständnis zwischen ganz unterschiedlichen Auffassungen vom Leben zu fördern. Manch einer hat nie den Versuch gemacht, sich mit materialistisch atheistischer Lebensauffassung oder mit Glaubensgewissheit auseinander zu setzen. Noch schwieriger wird es dann, wenn unterschiedliche Kulturkreise einander streifen. Meine griechischen Freunde sind fast ausnahmslos griechisch orthodoxe Christen. Bitte was sind sie? Das ist eine häufige Frage. Orthodox? Das sind doch die mit den langen Naturbärten und den schwarzen Hauben?! Ja und ist diese Kirche nicht ein wenig wie im Mittelalter stehen geblieben?
Liebe atheistische Freunde. Folgt mir in diesem kleinen Buch ein Stück weit in diese für Euch so fremde Welt. Lasst der Neugier den Vorrang vor den Vorurteilen. Und habt keine Angst, niemand will Euch missionieren.
Liebe christliche Freunde. Atheisten sind meist gar nicht so schlimm. Mit vielen von Ihnen kann man offen über die Welt reden, nur das Klopfen Gottes an Ihre Türe können sie nicht hören. Zum Glück sind die meisten Atheisten auch Humanisten. Ich möchte Euch erklären wer Bodo der Atheist war und was er fühlte. Ich werde erklären, was Ihm wichtig war und warum er Gott nicht vermisst hat.
Folgt mir also alle nach auf eine Reise in meine Vergangenheit und dann weiter bis ins Heute!
Ach ja. Nochmal, dies ist kein Lehrbuch und keine wissenschaftliche Abhandlung. Widerspruch & Lob, sowie positive und negative Kritik sind gerne gesehen.
„Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos „ohne Gott“) bezeichnet die Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an Gott bzw. Götter (Theismus). Zum Atheismus im weiteren Sinne gehört auch der Agnostizismus (agnostischer Atheismus), nach dem die Existenz von Gott bzw. Göttern ungeklärt oder nicht klärbar ist. Im engeren Sinne bezeichnet er jedoch die Überzeugung, dass es Gottheiten nicht gibt.
Politische Wechselwirkungen
Im Lauf der Geschichte kamen Atheisten vielfach mit politischen Autoritäten in Konflikt. Die Äußerung atheistischer Ansichten wird noch heute in zahlreichen Ländern mit Freiheitsentzug bestraft, in 13 Ländern sogar mit dem Tod.
Heute enthalten die Verfassungen vieler demokratischer Staaten das Menschenrecht auf Religionsfreiheit und darin eingeschlossen das Recht, Atheist zu sein oder zu werden. Nicht in allen diesen Staaten gibt es eine strenge Trennung von Staat und Religion, zumal Religionen aus Kultur- und Selbstbestimmungsgründen unterschiedlich stark geschützt werden.
Einige heutige Strafgesetzbücher enthalten Regelungen, die die Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen als einen Straftatbestand ansehen. Atheistische Religions-, bzw. Kirchenkritiker wurden infolgedessen in der Vergangenheit nach öffentlichen Äußerungen wiederholt strafrechtlich verfolgt.
Auf der anderen Seite war Atheismus Bestandteil der marxistisch-leninistischen Staatsdoktrin, zum Beispiel in der Sowjetunion und in der Deutschen Demokratischen Republik, so dass Formen der Religionsausübung in den staatlich gelenkten Erziehungseinrichtungen keinen Ort hatten und politisch bekämpft wurden. Die Entkirchlichung Ostdeutschlands wird von Richard Schröder als die wohl wirksamste Hinterlassenschaft des SED-Regimes angesehen.
Aus atheistischer Perspektive erscheint das Handeln aufgrund angeblich göttlicher Gebote fragwürdig, weil die Bewertung eines Verhaltens oder einer Handlung nicht von den Folgen für die Betroffenen abhängt, also auf die zwischenmenschliche Ebene zielt, sondern als ethisch wünschenswert hauptsächlich vermittels der extrinsischen Festsetzung eines transzendenten Wesens gilt.“
Quelle alles: wikipedia
Erklärung:
Extrinsisch bedeutet von außen her, nicht aus eigenem Antrieb erfolgend. Der Gegenbegriff lautet intrinsisch.
Transzendent
Ein Christ ist ein Mensch, der an Jesus Christus glaubt.
Ein Christ teilt die Grundlagen des christlichen Glaubens.Die wesentlichsten Aussagen zum Christsein enthält das Glaubensbekenntnis. Als sein entscheidender Inhalt – über den Glauben an Gott, Jesus Christus und den Heiligen Geist hinaus – gilt der Tod und die Wiederauferstehung Jesu als Opfer zur Vergebung der Sünden. Insofern ist Ostern (nicht Weihnachten) der Kern des christlichen Glaubens.
Der Kern der christlichen Religion rührt nach ihrem Selbstverständnis aus der bedingungslosen Liebe Gottes gegenüber den Menschen und der gesamten Schöpfung. In dieser Liebe, in der sich Gott in der Gestalt des Menschen Jesus von Nazaret offenbart und selbst erschließt, wird die Beziehung Mensch-Welt-Gott geklärt. Wir sehen Jesus als gleichzeitig als wahren Menschen und wahren Gott. Die Christen teilen sich auf verschiedene Konfessionen des Christentums auf. Es gibt jedoch auch sogenannte Namenschristen, die formal einer christlichen Glaubensgemeinschaft angehören, ohne sich an deren Lehren gebunden zu fühlen oder deren Versammlungen beizuwohnen.
Christ ist man nach dem neuen Testament nicht für sich alleine. Durch die Taufe wird man ein Glied vom Leib Christi, einem lebendigen Organismus, in dem man eine Aufgabe hat und auch von den anderen Gliedern versorgt und getragen wird. Dieses getragen werden vollzieht sich in der Gemeinde, der man jeweils angehört und engagiert. Christ sein bedeutet aber unbedingt diesen seinen Glauben wahrhaft zu leben und in seiner Seele zu verinnerlichen.
„Aber in die Kirche zu gehen, benachteiligten Menschen zu helfen oder ein guter Mensch zu sein, macht niemanden zum Christen. In die Kirche zu gehen macht einen Menschen genauso wenig zu einem Christen, wie man durch den Aufenthalt in einer Garage zum Auto werden kann.“ Albert Schweitzer
„Ein Christ ist also jemand, der von Gott wiedergeboren ist (Johannes 3,3.7; 1. Petrus 1,23) und der seinen Glauben und sein Vertrauen auf Jesus Christus setzt. Epheser 2,8 sagt uns, „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.”
Der römische Geschichtsschreiber Aristarch schrieb in einem Brief an den römischen Kaiser folgendermaßen:
"Die Christen kennen Gott und vertrauen ihm. Sie vergeben denen, die sie unterdrücken und machen sie zu ihren Freunden. Sie tun ihren Feinden Gutes. Ihre Frauen sind rein und ihre Töchter sittsam. Ihre Männer gehen keine unrechtmäßigen
Ehen ein und enthalten sich aller Unreinheit. Sie lieben einander. Sie retten die Waisen von denen, die ihnen Gewalt antun. Sie weigern sich nicht, den Witwen zu helfen. Sie nehmen einen Fremden auf und freuen sich über ihn, wie über einen wirklichen Bruder. Jeden Morgen und zu jeder Stunde loben sie Gott für seine Güte.
Aber sie reden nicht öffentlich von ihren guten Taten, sondern nehmen sich in Acht, damit sie von niemanden bemerkt werden. Das ist in der Tat ein neues Volk“,
Das schreibt Aristarch und weiter: „und es ist etwas Göttliches an ihnen.“
Ob Du wirklich ein Christ bist, kannst Du fühlen. Für andere steht es Dir nicht auf der Stirn geschrieben. Du bekommst auch keinen Ausweis dafür. Dein Taufzeugnis belegt Deine Zugehörigkeit zum Leib Christi. Aber tief in Dir, dort ist die Gewissheit: Ja, ich glaube wahrhaft. Und das verantwortest Du nur vor Gott.
Sei dir bewusst was du bist, ein kleines Glied im riesigen Leib Christi. Sei bescheiden aber fühle Dich geborgen!
Ich möchte an dieser Stelle ausführen was die Orthodoxie, was die orthodoxe Kirche ist. Dabei werde ich mich immer wieder auf das Buch von Professor Grigirios Larentzakis „Die Orthodoxe Kirche“ beziehen. Er hat in bewundernswerter verständlicher Weise wesentliches zu diesem Thema abgehandelt. Ziel war es den Laien, wie mich, nicht zu überfordern.
Das hat Prof. Larentzakis treffender beschrieben als ich das je könnte:
„Meistens wird gesagt, er bedeutet die „Kirche der Rechtgläubigkeit“. Dies ist prinzipiell richtig. Aber diese Kirche hat keine Liste von Dogmen, die die Grundlage ihrer Existenz begründet oder rechtfertigt. Sie ist nicht auf ein doktrinäres, dogmatisches System gegründet, sondern auf dem Fundament des Dreieinigen Gottes. Deshalb versteht sie sich zunächst als Kirche der rechten Lobpreisung des Dreieinigen Gottes.“ Seite 14, I, Kap. 3
Orthos heißt richtig, recht; Doxa kommt von doxazein, was lobpreisen bedeutet. In diesem Sinne heißt also Orthodoxe Kirche: Kirche der rechten Lobpreisung Gottes.
Da Doxa aber auch Meinung, Lehre (von dokein, meinen, eine Auffassung vertreten) bedeutet, versteht man den Ausdruck Orthodoxe Kirche auch als die Kirche des rechten Glaubens, der rechten Lehre.
„Nicht primär als lehrende, sondern als eine betende Gemeinschaft also versteht sich die orthodoxe Kirche,“ Seite 40 /II
Das gemeinsame Gebet und nicht das gemeinsame Studium der Bibellehre ist das Primäre bei der Ausübung unseres orthodoxen Glaubens. Sicher haben die Katechese und das Bibelstudium einen hohen Stellenwert, jedoch ist das innige Gebet zu Gott in seiner Dreifaltigkeit zentral angesiedelt im kirchlichen Leben.
Gebunden an die Gemeinschaft genießt die Theologie in der orthodoxen Kirche einen hohen Grad an Freiheit um sich den aktuellen Lebensbedingungen anpassen zu können. Sie versucht dem Menschen zu helfen, indem sie Ihn in allen seinen Lebensphasen begleiten will.“ Seite 44 / II
Es ist in vielfältiger Weise möglich, Gott und der christlichen orthodoxen Gemeinschaft zu dienen. Egal ob als einfaches Glied im Leib Christi, als Mönch, als verheirateter oder unverheirateter Priester – die orthodoxe Kirche steht der freien Entfaltung eines jeden Christen nicht im Wege durch unsinnige welt- und lebensfeindliche Verbote. Aber nicht nur die Möglichkeiten in den geistlichen Stand zu treten sind in der Orthodoxen Kirche verschieden zur westlich katholischen Kirche. Die griechisch orthodoxe Kirche ist in wirklich allen Lebensbereichen nahe beim Menschen und will Ihn begleiten. Zu Glauben, ein inniges Verhältnis zu seinem Heiligen (je nach Taufname) zu haben und die Vertreter der Kirche als wichtige Stütze im gesellschaftlichen Leben an stets an seiner Seite zu haben, das ist im orthodoxen Alltag gängige Praxis und weit entfernt von kirchlicher Bevormundung. Es ist ein natürliches gewachsenes Verhältnis, welches von Freundschaft und Liebe geprägt ist. Die nötige Verehrung eines Geistlichen durch den Handkuss zu zeigen ist dabei kein Widerspruch.
„ Im Westen wurde der Begriff „Sacramentum“ für den Begriff „Mysterion“ verwendet, der aber nicht deckungsgleich ist. Die profane Bedeutung des Begriffs Sacramentum ist Eid, Pfand, Vertrag usw., also eine eher sachliche und juridische Bedeutung.“ Seite 56/II
