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Die Kunst des Briefeschreibens ist heutzutage seltener geworden. Das ist schade, denn schön und liebevoll geschriebene Briefe von Familienangehörigen haben schon immer den Empfänger glücklich gemacht. Diese Briefe-Sammlung soll einerseits Menschen erfreuen, die schon länger keine persönlichen Briefe mehr gelesen haben. Dabei denke ich vor allem an Eltern und Großeltern. Andererseits soll sie Kinder und Enkelkinder ermutigen, wieder solche Briefe zu schreiben.
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Seitenzahl: 48
Veröffentlichungsjahr: 2021
Vorwort der Autorin
Vorwort des Herausgebers
Februar 2018
Juli 2018
September 2018
November 2018
Dezember 2018
Februar 2019
März 2019
April 2019
Mai 2019
Juli 2019
September 2019
November 2019
Januar 2020
März 2020
April 2020
Mai 2020
Juli 2020
August 2020
September 2020
Oktober 2020
November 2020
Weihnachten 2020
Februar 2021
März 2021
April 2021
Mai 2021
Juni 2021
Die Kunst des Briefeschreibens ist heutzutage seltener geworden.
Das ist schade, denn schön und liebevoll geschriebene Briefe von Familienangehörigen haben schon immer den Empfänger glücklich gemacht.
Diese Briefe-Sammlung soll einerseits Menschen erfreuen, die schon länger keine persönlichen Briefe mehr gelesen haben.
Dabei denke ich vor allem an Eltern und Großeltern. Andererseits soll sie Kinder und Enkelkinder ermutigen, wieder solche Briefe zu schreiben.
Wenn dies auch nur teilweise gelingt, war die Veröffentlichung dieser Briefe sinnvoll.
Die Sammlung endet im Juni 2021 mit dem Brief zum achtzigsten Geburtstag von Oma, denn leider ist meine Großmutter im Folgemonat verstorben.
Nach dem Tod meiner Mutter im Juli 2021 kam ich in den Besitz von 27 Briefen meiner Tochter an ihre Oma.
Meine Mutter hatte immer großen Gefallen an diesen Briefen gefunden und Sie hat sie sogar so schön gefunden, dass Sie sie mir immer zu lesen gab.
Ich kannte deshalb ihren Inhalt und wusste, welch großer literarischer Schatz in Ihnen schlummert.
Da meine Tochter eine sehr gute Erzählerin ist, erfährt man viel Wissenswertes.
Aber auch viel Liebe!
Es ist auch ein Zeitdokument der Corona-Ära und der Jahre davor.
Ich habe diese Briefe unverändert übernehmen können. Wo es mir erforderlich schien, habe ich als Herausgeber Kommentare in eckigen Klammern gemacht. Runde Klammern gehören zum Text meiner Tochter und sind Teil ihres Manuskripts.
Alle Personen- und Ortsnamen wurden pseudonymisiert, zur besseren Lesbarkeit wurde das männliche (=generische) Geschlecht verwendet. Wenn da also Leser steht, sollen sich bitte alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen.
Dr. Pulcher
Liebe Oma,
Ich hoffe, es geht Dir den Umständen entsprechend gut. Wobei ich bedenken muss, dass „den Umständen entsprechend“ irgendwie auch nicht erheiternd klingt.
Ich wollte Dir nur sagen, dass ich an Dich denke. Als ich fünf Jahre alt war, hast Du mir eine Mini-Drehorgel geschenkt mit dem Lied einer Prinzessin. Du hast damals erzählt, dass es sich um eine sehr starke Prinzessin handelt, die von einem Drachen im Turm gefangen gehalten wird, aber immer das Schöne ihrer Lage zu erkennen versucht. Irgendwie fiel mir diese Prinzessin ein, als ich angefangen habe, Dir zu schreiben, weil sie mich sehr an Dich erinnert hat …
Bleib auch Du jetzt stark, auch wenn es noch so trostlos erscheint!
Denn ich kenne Dich als schöne und starke Oma, die alles meistert, die alle Hürden überwindet.
Ich freue mich Dich zusammen mit [meinem Freund] Peter nach der Exkursion zu besuchen. Ich bin jetzt im März für einen halben Monat in Lindau am Bodensee, wo ich eine Prüfung im Gelände für mein Studium ablegen muss. Ich habe etwas Angst davor, aber all die Klausuren der letzten Jahre waren schlimmer.
Jedenfalls kommen wir Dich besuchen und auch wenn ich jetzt nicht da sein kann, denke ich an Dich und Opa. Peter freut sich ehrlich gesagt auch schon. Er ist sehr neugierig und gespannt auf Dich.
Am Bodensee werden wir vor allem auf Siedlungsaspekte eingehen, Städte auf ihre Struktur untersuchen und der Kultur- und Menschheitsgeschichte auf den Grund gehen.
Im Fach Mathematik [Lehramt] habe ich alle Prüfungen abgeschlossen. Nur in Geographie fehlen noch drei. Danach ist der Master (vgl. mit Magister bzw. Diplom) geschafft.
Ich plane, etwas im Bereich Informatik zu lernen – als Hobby und weil es gut zur Mathematik passt.
Dadurch vergrößert sich die Chance auf dem Arbeitsmarkt.
Ich werde Dir gerne alles erzählen beim nächsten Besuch.
Bitte bleib stark, denn das bist Du auch.
Liebe Grüße, Mirjam
Liebe Oma,
Bitte entschuldige, dass ich nicht – wie sonst – auf reinem weißen Papier schreibe, sondern kariertes verwende. Peter und ich sind kürzlich umgezogen und wir haben noch nicht alle Utensilien.
Wir hatten Glück mit der Wohnung: Wir sind schnell im Elternhaus und nah an der Uni. Peter fährt ja immer jeden Tag nach M., um seine Oma zu versorgen. Daher ist eine gute Busanbindung, die ihn schnell von der Oma
zur Uni und Wohnung bringt, vorteilhaft.
Vorteil ist: Wir sind nah am „Lern- und Arbeitsplatz“. Ich kann dann schnell eine Vertretung als Mathematik-Übungsleiterin machen (mein Nebenjob) und Peter ist schnell bei seinem Professor, für den er die Vorlesungen vorbereitet.
Aber ich erzähle nur von mir, wie ist es bei Dir? Ich hoffe, es geht Dir gut.
Momentan sind bis August Prüfungszeiten (und bei mir Ende September noch eine Examens-Prüfung über eine Naturkatastrophe in den USA).
Peter und ich freuen uns schon, wenn wir Dich in einer etwas weniger stressigen Zeit besuchen kommen. Peter ist ja sehr angetan von Dir, was auch nicht verwunderlich ist.
Nebenbei mache ich einen Spanischkurs, der kostenlos an der Uni stattfindet. Er macht sehr viel Freude. Du hast ja auch noch einen Englischkurs früher besucht und konntest mit mir, als ich anfangs auf dem Gymnasium war, schön Englisch sprechen.
Ich freue mich, Dich bald wieder zu sehen.
Bleib stark und versuche, in den kleinen Dingen des Lebens das Beste zu sehen!
Ich habe Dich lieb und grüße Dich auch von Peter.
Liebe Grüße, Mirjam
Liebe Oma,
