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Ein Burnout weckte mich auf mein Leben genauer anzuschauen und zu überdenken. Als Teilnehmerin eines Seminars erfuhr ich zu dieser Zeit von anderen Zusammenhängen und Sichtweisen, welche mein Leben und meine Gesundheit beeinflussen. Motiviert begann ich damals aktiv an mir zu arbeiten um meine Zukunft besser und liebevoller zu gestalten. Es wurde mir immer mehr bewusst wie negativ meine Vergangenheit geprägt war. Muster der Unterdrückung und Fremdbestimmung, der Opferrolle, fehlende Selbstliebe, Selbstachtung und Wertschätzung, viele unterdrückte Gefühle wie Wut, Hass, Neid, Bitterkeit, Enttäuschung und ungute Gewohnheiten aus meiner Kindheit und Erziehung bestimmten viele Jahre meinen Alltag. So begann ich Schritt für Schritt mich von alten Strukturen zu lösen und einen positiveren Weg zu wählen. Dadurch veränderte sich mit der Zeit mein Leben immer mehr in Richtung Liebe, Freude und Zufriedenheit. Heute bin ich dankbar für alle Erfahrungen, sie haben mich zu diesem Menschen werden lassen, der ich jetzt bin.
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Seitenzahl: 129
Veröffentlichungsjahr: 2022
Burnout
Das größte Geschenk meines Lebens
1. Auflage, erschienen 02-2023
Umschlaggestaltung: Birgit Stengel Text: Birgit Stengel Layout: Birgit Stengel
www.birgit-stengel.de
© 2023 Birgit Stengel
ISBN Softcover:
978-3-347-78720-9
ISBN Hardcover:
978-3-347-78731-5
ISBN E-Book:
978-3-347-78735-3
ISBN Großschrift:
978-3-347-78738-4
Druck und Distribution im Auftrag der Autorin: tredition GmbH, An der Strusbek 10, 22926 Ahrensburg, Germany
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist die Autorin verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne ihre Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag der Autorin, zu erreichen unter: tredition GmbH, Abteilung "Impressumservice", An der Strusbek 10, 22926 Ahrensburg, Deutschland.
Birgit Stengel
Burnout
Das größte Geschenk meines Lebens
Es ist nie zu spät, sein Leben neu zu beginnen!
INHALTSVERZEICHNIS
Vorwort
Diagnose: Burnout Dezember 2011
2012
Während der Teilnahme eines Seminars erhielt ich vollkommen neue Zusammenhänge, die mein Leben beeinflussen
Mich selber lieben
Unsere Eltern
Die Macht und Kraft unserer Gedanken
Unterdrückte Gefühle und Emotionen
Die weibliche und männliche Seite in uns
Das innere Kind in uns
Unsere Spiegel
Weitere spannende und neue Sichtweisen während dieses Seminars
Wieder zuhause begann ich motiviert mein Leben nachhaltig zu verändern
Von einem Heilpraktiker bekam ich außergewöhnliche Informationen
Den Sommer genoss ich und erholte mich mehr und mehr
Noch weitere Erkenntnisse in diesem Jahr
2013
Anfang des Jahres begann ich aktiv mich um eine Arbeitsstelle zu kümmern
Zum Geburtstag schenkte mir mein Mann eine Seminarwoche in Griechenland
Meine Energie kehrte dankbarerweise immer mehr zurück
Zuversichtlich begann ich wieder in die Berufswelt einzusteigen
2014
Ich freute mich sehr über einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit 25 Stunden pro Woche
Myome an meiner Gebärmutter verursachten sehr starke Blutungen
Termin bei einer Heilerin, eine ganz besondere Erfahrung
Während einer Rückführung in frühere Leben erfuhr ich Erstaunliches.
2015
Inspiriert von meinen eigenen Lebenserfahrungen entstand der Gedanke diese aufzuschreiben
Der Beginn mich intensiver um meine Seelenaufgaben zu kümmern
Beeindruckender Besuch der Ausstellung Körperwelten
Ein außergewöhliches Erlebnis während eines Urlaubswochenendes
Mein Blickwinkel auf unser Leben verändert sich immer mehr
2016
Anfang dieses Jahres begann ich voller Freude mich intensiver um das Schreiben dieses Buches zu kümmern
Wieder einmal war jegliche Energie aus meinem Körper gewichen
Meine Gedanken zum Thema Seele
Die Gesundheit meines physischen Körpers beginnt aus meiner heutigen Sicht mit meinen Gedanken
Wald und Natur sind für mich ein wahres Lebenselexier
Alle Arbeiten, welche ich mit Liebe und Freude erledige, gehen mir wesentlich leichter von der Hand
Dehn- und Atemübungen habe ich in meinen Alltag integriert
Unzufriedenheit entsteht aus meiner Sicht aus mangender Dankbarkeit und fehlender Freude
Neues entdecken und ausprobieren machte ich schon immer sehr gerne
In mir spüre ich eine immer tiefer werdende Verbindung zu Gott und seinen himmlischen Helfern
Durch viele eigene Erfahrungen und Erkenntnisse ist mein erstes Buch ist entstanden
Danke
Lied: Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn
Lied: Von guten Mächten treu und still umgeben
Meine bisher erschienenen Bücher
Vorwort
Es war der 29. Dezember 2011, als die Schwäche, die Antriebslosigkeit und Trauer der vorherigen Wochen ganz und gar Besitz von meinem Körper und meiner Psyche nahmen. Burn-out lautete die Diagnose.
Das Jahr 2012 startete ich mit zweiundzwanzig Stunden Schlaf. Tiefste Depressionen hielten mich gefangen. Ich kündigte meinen Job, schleppte mich mehr schlecht als recht durch den Alltag, ohne auch nur wirklich am Leben teilzunehmen. An nichts hatte ich mehr Freude, weder an unserem Haus, unserem schönen Garten, unseren Söhnen. Mein Mann unterstützte mich, doch ich war wie gefangen in mir selbst.
Dann wurde ich auf ein Seminar aufmerksam: ›Dein Leben in Liebe, Freude und Leichtigkeit verwandeln‹. Das wollte ich, das brauchte ich, deshalb nahm ich schließlich daran teil. Hier lernte ich das Innere Kind kennen, wurde mir über die Macht der Gedanken bewusst, erfuhr, dass unsere Seelen oft schon viele vergangenen Leben mit sich tragen…
Zu dieser Zeit fing ich langsam zu erkennen an, wie sehr negativ meine Kindheit und Vergangenheit geprägt waren. Es war der Beginn umzudenken und der Entschluss eine neue Richtung zu wählen.
Durch Meditationen verändern meiner Gedanken, Vergebung und Verwandeln unguter Emotionen habe ich Schritt für Schritt einen völlig neuen Zugang zu mir selbst, zur Liebe und Freude gefunden.
Es wurde mir rückblickend erst bewusst wie weit ich von einem Leben nach Gottes Willen und seinen Geboten entfernt war. Heute bin ich dankbar für diesen Zusammenbruch, denn dadurch wurde ich aufgeweckt mein Leben zu überdenken und zu verändern.
Für mich sind die 10 Gebote, das VaterUnser und „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst,“ die Basis für ein gesundes, erfülltes und glückliches Leben.
Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.
Diagnose: Burnout Dezember 2011
Und dann war alles Nacht. Totale Erschöpfung erfasste meinen Körper. Ich fühlte mich in ihm gefangen, hatte keine Kraft, nicht zum Aufstehen, Reden, Kochen, Putzen, Einkaufen oder auch nur zum Telefonieren … Ich habe zwei gesunde Hände und Füße und doch nicht die Kraft und Energie, um diese zu gebrauchen. Warum reagiert mein Körper so? Was war passiert? Ich war total aus den Fugen geraten. Doch weshalb, warum, wodurch? Wie eine Marionette fühlte ich mich, fremdbestimmt, in keinster Weise ich selbst.
Schließlich wurde die Marionette zur Seite gelegt. Und da war ich nun – verzweifelt? Nein, selbst dazu hatte ich keine Kraft mehr. Es war alles weg, ich fühlte mich lebendig begraben. Wer oder was konnte mir helfen und wie? Ich suchte im Telefonbuch nach einem Arzt, doch es war um die Weihnachtszeit und viele hatten Urlaub. Es gab Vertreter vom Vertreter. Trotz allem bekam ich sehr zeitnah einen Termin, sogar bei einem Psychologen.
Er bestätigte mir, was ich ohnehin schon ahnte. Diagnose: Burnout. Doch änderte es etwas an meinem Zustand, jetzt, wo dieser einen Namen hatte? Der Arzt hörte sich meine Situation an und verschrieb mir Antidepressiva. Diese holte ich noch am selben Tag in der Apotheke ab und nahm sie dann brav regelmäßig ein. In der Vergangenheit hatte ich stets bei allen Leiden mit Naturheilmitteln weiterzukommen versucht, doch in der jetzigen Situation sah ich für mich keine andere Wahl. Ich schluckte täglich meine Ration Tabletten in der Hoffnung, dass sich mein Zustand bald wieder bessern würde. Auch im Netz las ich unter anderem im Duden unter ›Burn-out‹: Syndrom der völligen seelischen und körperlichen Erschöpfung. Hiermit hatte ich es schwarz auf weiß bestätigt. Und was nun?
Tja, ich startete erst einmal ins Jahr 2012 mit 22 Stunden Schlaf. Um 11.00 Uhr stand ich auf und um etwa 13.00 Uhr fiel ich wieder völlig erschöpft und todmüde ins Bett. Zum Abendessen stand ich nochmals kurz auf, wobei ich vor Erschöpfung wenig Hungergefühl verspürte.
Während meiner Wachzeiten konnte ich kaum klar denken. War das nun mein Leben? Und wie sollte es weitergehen? Die Frage war wohl, wie ich ›Leben‹ definierte. Mein jetziger Zustand zumindest hatte damit gar nichts zu tun. Nur fehlte mir die Kraft, auch nur darüber nachzudenken. Es fühlte sich so massiv an, dass ich nicht das Gefühl hatte, in ein paar Wochen wieder zur Arbeit gehen zu können.
Mitte Januar besuchte mich eine Freundin, sie wusste jedoch nicht, dass es mir im Moment so schlecht ging. Wir unterhielten uns sehr lange. Sie war im Nachhinein mein rettender Engel, auch wenn es noch lange gedauert hat, bis ich das so wahrnehmen konnte. Heute weiß ich, dass diese Begegnung kein Zufall war. Sie brachte mir bald darauf ein interessantes Hörbuch vorbei, welches ›Raus aus den alten Schuhen‹ hieß. Dies öffnete mir eine völlig andere Sichtweise der Dinge. Bis zu diesem Zeitpunkt drehten sich meine Gedanken den ganzen Tag um die gleichen Probleme, und davon gab es durchaus viele in meinem vergangenen Leben. Wie in einem Hamsterrad fühlte ich mich sehr oft. Immer und immer wieder quälten mich diese Sorgen und Gedanken.
Auf dieser CD nun hörte ich zum ersten Mal von einer ›inneren Führung‹. Na, da war ich ja neugierig, denn bis jetzt hatte ich diese scheinbar nicht wahrgenommen, sonst hätte ich diese totale Bruchlandung wohl kaum erlebt.
Jeder ist ein wunderbares einzigartiges Wesen auf der Suche nach Liebe, Glück und Zufriedenheit, hörte ich zuerst. Das mochte wohl stimmen. Und jeder Mensch, erklärte die Stimme weiter, besitzt sowohl einen physischen Körper als auch einen feinstofflichen. Wenn nun diese Körper nicht im Gleichgewicht sind, hat das sehr starke Auswirkungen auf die Gesundheit des physischen Körpers.
Meine Gedanken fuhren hier schon wieder Karussell. Was brachte denn meinen feinstofflichen Körper aus dem Gleichgewicht, und vor allem: Wie konnte ich das ändern? Der Redner erzählte doch glatt, dass körperliche Beschwerden zu einem sehr großen Teil mit dem Ergebnis meiner Gedanken und unterdrückten Gefühlen zusammenhängen. Für meinen Kopf hörte sich das einerseits natürlich verrückt, total crazy an, doch andererseits schien auch eine Wahrheit darin versteckt zu sein.
Die Behauptung, dass meine Gedanken und Anschauungen nur zum Teil meine eigenen waren, zum größten Teil jedoch über Generationen weitergegeben wurden, erstaunte mich auch noch sehr. Es fühlte sich für mich immer so an, als ob es meine eigenen Gedanken waren und nicht die meiner Vorfahren. Im feinstofflichen Bereich haben sich viele dieser alten Erinnerungen festgesetzt. Kann ich das wohl verändern? Gibt es hier Zusammenhänge mit meinem aktuellen Gesundheitszustand?
Wenn ich mit meinen Gedanken dazu beitrage, mein Leben zu erschaffen, konnte mit Sicherheit im Moment nichts Gutes dabei herauskommen, denn wie schon erwähnt, drehten sich diese nur um Probleme und Sorgen und zudem immer nur im Kreis.
Ich hörte weiter von unterdrückten Gefühlen, die sich auch im feinstofflichen Körper festsetzen. Da mussten bei mir wohl sehr viele sein, meinem jetzigen körperlichen Zustand nach zu schließen. Wenn meine Gedanken Auswirkungen auf mein Unterbewusstsein haben, musste es doch möglich sein, dies zu ändern. All das fand ich sehr spannend, und es machte mich neugierig, vor allem aber auch ein wenig zuversichtlicher.
Im Internet stöberte ich nach mehr Informationen zum Verfasser dieses Hörbuches. Er hielt Vorträge in verschiedenen Städten Deutschlands, auch im nahen Ausland. Verschiedene Seminare bot er ebenfalls an. Eines davon hieß: ›Dein Leben in Liebe, Freude und Leichtigkeit verwandeln‹. Das war doch genau das Richtige für meine jetzige Lebenssituation. Den Seminarinhalt und das Anmeldeformular druckte ich mir aus, um es noch einmal in Ruhe durchlesen zu können. Der Inhalt fühlte sich für mich richtig gut an, leider war dieses Seminar sehr teuer. Bis zum Beginn waren es noch etwa acht Wochen.
Das Hörbuch meiner Freundin digitalisierte ich, kaufte mir einen MP3-Player und konnte es so jederzeit und überall hören. Das war mir ein kleiner Lichtblick, und vor allem holte dieser mich doch zeitweise immer wieder aus meiner Dunkelheit und Lethargie heraus.
Mein Arzt wollte mich zu einer psychosomatischen Kur schicken. Diese sind auf eine Dauer von etwa sechs bis acht Wochen ausgelegt. In meinem inneren sträubte sich alles dagegen. Ich hatte nicht die Absicht, über einen so langen Zeitraum mit so vielen kranken Menschen zusammen zu sein und konnte mir nicht vorstellen, dass dies für meine Gesundheit förderlich wäre. Da ich es also ablehnte, zur Kur zu gehen, konnte mich mein Arzt nicht weiter über einen längeren Zeitraum krankschreiben. Es war mir jedoch noch nicht möglich, eine Arbeit auszuüben. Auch wenn ich für die nächsten drei Monate kein Arbeitslosengeld bekommen würde, kündigte ich meinen aktuellen Arbeitsvertrag.
Täglich hörte ich nun diesen Vortrag auf meinem MP3-Player.
Ende Februar hatte ich Geburtstag. Mein Gesundheitszustand hatte sich noch nicht merklich verbessert. An diesem Tag besuchte mich abends noch eine Freundin. Vor lauter Verzweiflung und tränenüberströmt fiel ich ihr einfach nur in die Arme. Es war fast unerträglich für mich geworden. Immer noch diese tiefe Traurigkeit, Mutlosigkeit und Antriebslosigkeit, nicht fähig, mich selbst, geschweige denn meine Familie und den Haushalt zu versorgen.
Meine Wachzeiten waren in dieser Zeit von circa zwei Stunden auf etwa vier Stunden gestiegen. Ich war immer ein Mensch, der gerne arbeitete und auch in der Freizeit viel mit anderen zusammen war. Es hatte sich einfach alles verändert, mein ganzes bisheriges Leben. Meine Aufgabe bestand nun darin, mühsam einen Tag nach dem anderen zu meistern. Alle Aktivitäten in meiner Gemeinde und den Vereinen musste ich aus gesundheitlichen Gründen für den Moment – wie lange dieser auch immer andauern würde – aufgeben. Es fehlte mir die Kraft, mich mit irgendetwas oder irgendjemandem auseinanderzusetzen.
In dieser Zeit dachte ich immer wieder an Selbstmord, aber mir wurde schnell klar, dass ich auch hierfür Kraft benötigte, und selbst die hatte ich in dieser Zeit einfach nicht.
An dieser Stelle möchte ich betonen, dass mich unsere Kinder am Leben hielten.
Meinem Mann und mir war nach vielen Jahren des Kinderwunsches von meinem Frauenarzt bestätigt worden, dass wir auf natürliche Weise keine Kinder bekommen könnten. Das hatte mich zum damaligen Zeitpunkt sehr getroffen, da ich Kinder schon immer sehr gerne hatte und ich in unserer Gemeinde auch jahrzehntelang in der Kinder- und Jugendarbeit tätig war. In dieser Zeit betete ich sehr viel und fragte Gott oft um Rat. Mein Mann und ich entschieden uns nach langer Überlegung für eine künstliche Befruchtung. Wenn es Gottes Wille war, dass wir doch noch Kinder bekommen sollten, würde er es auch möglich machen. Das war meine Einstellung und in meinem tiefsten Inneren natürlich auch mein Herzenswunsch.
Die künstliche Befruchtung war ein schwerer und mühevoller Weg. Doch dankbarer Weise klappte es gleich beim ersten Versuch. Mein Mann und vor allem ich waren überglücklich und mächtig stolz, als unser erster Sohn geboren wurde. Diese enorme psychische Belastung einer künstlichen Befruchtung nahm ich nach etwa zwei Jahren ein weiteres mal auf mich. Gott schenkte uns auch dieses mal zwei gesunde Kinder.
Und unsere wundervollen Kinder (für mich ein Geschenk Gottes) waren es dann schließlich, die mich in dieser Zeit meiner tiefsten Depressionen am Leben hielten.
Etwa Mitte März verbesserte sich mein physischer Zustand langsam. Die Tabletten fingen an zu wirken. Mittlerweile stand ich morgens gegen 10:00 Uhr auf. Nachmittags brauchte ich jedoch immer noch sehr viel Ruhe und Schlaf.
Dieses Seminar, welches im April stattfinden sollte, ging mir nicht aus dem Kopf und ich entschloss mich, dorthin zu gehen. Da ich in dieser Zeit arbeitslos gemeldet war, bekam ich bei der Anmeldung eine kleine Vergünstigung.
2012
Während der Teilnahme eines Seminars erhielt ich vollkommen neue Zusammenhänge, die mein Leben beeinflussen
Endlich war es so weit und ich machte mich auf den Weg, neugierig darauf, was mich erwarten würde. Es lagen etwa drei Stunden Autofahrt vor mir. Unterwegs hielt ich mal auf einen Kaffee und einen kleinen Imbiss an. Das Wetter war schön, die Sonne schien. Langsam näherte ich mich den Bergen, sie erschienen schon in der Ferne am Horizont. Ich liebe diese Landschaft, das Voralpenland. Da fühle ich mich Gottes Schöpfung so nahe. Ich freute mich sehr auf diese Tage und auch darauf, Neues zu hören. Außerdem finde ich es immer wieder schön und interessant, andere Menschen kennenzulernen. Allerdings waren meine Kräfte doch noch sehr begrenzt.
Ich erreichte meinen Zielort. Noch ein Stück durch die Innenstadt, ein paar mal abgebogen, den Berg hinauf und da lag es nun – das Hotel für die nächsten Tage. Es war sehr schön, traumhaft gelegen mit einem wundervollen Ausblick auf die Berge. In mir stieg ein wohliges Gefühl auf, richtige Vorfreude auf die kommenden Tage. Im Vorfeld hatte ich immer wieder Zweifel gehabt, ob dieses Seminar das Richtige für mich ist oder ob ich nicht doch besser zur psychosomatischen Kur hätte gehen sollen. Doch nun waren alle meine Bedenken verflogen. Es überkam mich aus tiefstem Herzen heraus das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
