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Als der Meeresbiologe Christian Winter nach Meerlicht zieht, einem malerischen kleinen Dorf an der deutschen Küste, ahnt er nicht, dass seine Forschung das Leben der Dorfbewohner und sein eigenes Schicksal für immer verändern wird. Angetrieben von seiner Leidenschaft für den Ozean und dem Wunsch, die Fischerei nachhaltiger zu gestalten, trifft er auf den erfahrenen Fischer Ralph König. Zwischen Skepsis und Widerstand entwickelt sich eine tiefe Anziehungskraft, die beide Männer näher zueinander bringt. Doch nicht jeder im Dorf begrüßt die Veränderungen. Als Sabotageakte Christians Leben bedrohen, müssen er und Ralph nicht nur für ihre Liebe kämpfen, sondern auch für die Zukunft von Meerlicht ...
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Seitenzahl: 66
Veröffentlichungsjahr: 2024
Christian und Ralph Meeresrauschen des Herzens
Alisa Kevano
© 2024
likeletters Verlag
Inh. Martina Meister
Legesweg 10
63762 Großostheim
www.likeletters.de
Alle Rechte vorbehalten.
Autorin: Alisa Kevano Bildquelle: Midjourney
ISBN: 9783689490058
Teilweise kam für dieses Buch künstliche Intelligenz zum Einsatz.
Dies ist eine frei erfundene Geschichte. Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt.
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Epilog
Christian fuhr mit seinem alten, aber zuverlässigen VW Golf durch die malerische Landschaft von Meerlicht. Die sanften Hügel und die weiten Felder, die sich im Wind wiegten, boten einen beruhigenden Anblick und ließen die Aufregung in ihm langsam aufsteigen. Es war ein neuer Anfang, eine Chance, sich in seinem Beruf als Meeresbiologe zu beweisen und gleichzeitig das Leben in einer kleinen, ruhigen Stadt zu genießen.
«Meerlicht», murmelte er vor sich hin und schüttelte lächelnd den Kopf.
Der Name des Städtchens klang fast zu poetisch, um wahr zu sein. Aber genau hier hatte er seine neue Stelle gefunden, die perfekt zu seinen Interessen und Fähigkeiten passte.
Er bog in eine kleine Seitenstraße ein und fuhr weiter, bis er schließlich vor einem charmanten, alten Haus hielt. Die Fassade war in einem warmen Gelb gestrichen, und vor dem Eingang wuchsen bunte Blumen, die das Bild perfekt abrundeten. Christian stieg aus und atmete tief die salzige Meeresluft ein. Er konnte das Rauschen der Wellen in der Ferne hören und spürte, wie die frische Brise seine Anspannung davontrug.
Mit einem zufriedenen Seufzer begann er, seine Sachen aus dem Auto zu laden. Die Wohnung, die er gemietet hatte, befand sich im obersten Stockwerk und bot einen atemberaubenden Blick auf das Meer. Christian konnte es kaum erwarten, diesen Ausblick jeden Morgen zu genießen.
Nachdem er die letzte Kiste in die Wohnung getragen hatte, setzte er sich kurz auf das Sofa und ließ den Blick über die noch leeren Räume schweifen.
«Das wird ein gutes Zuhause sein», dachte er bei sich.
Er konnte sich bereits vorstellen, wie er nach einem langen Arbeitstag hierher zurückkehren würde, um die Ruhe und die Schönheit der Natur zu genießen.
Seine Gedanken wanderten zu seinem neuen Job. Das Forschungsprojekt, das ihn hierher geführt hatte, drehte sich um den Schutz der lokalen Fischpopulation und das ökologische Gleichgewicht des Meeres. Es war eine wichtige Aufgabe, und Christian war fest entschlossen, seinen Beitrag zu leisten. Gleichzeitig war er gespannt darauf, die Menschen in Meerlicht kennenzulernen und sich in die Gemeinde zu integrieren.
Nachdem er sich ein wenig ausgeruht hatte, begann Christian, seine Sachen auszupacken und die Wohnung einzurichten. Er hängte seine Lieblingsbilder auf, stellte Bücher in das Regal und arrangierte die Möbel so, dass der Raum gemütlich und einladend wirkte. Es fühlte sich gut an, sich ein eigenes Nest zu schaffen.
Als die Sonne langsam unterging und den Himmel in warme Gold- und Rottöne tauchte, ging Christian auf den Balkon und lehnte sich an das Geländer. Der Blick auf das Meer war atemberaubend. Die Wellen glitzerten im Licht der untergehenden Sonne, und Möwen zogen ihre Kreise am Himmel.
«Hier beginnt ein neues Kapitel», sagte er leise zu sich selbst und lächelte. «Und ich bin bereit dafür.»
Die ersten Sonnenstrahlen tauchten das kleine Fischerdorf Meerlicht in ein zartes Morgenlicht, als Ralph König sich aus dem Bett schwang. Es war früh am Morgen, und die meisten Bewohner schliefen noch tief und fest. Doch für Ralph begann der Tag, wie so viele andere zuvor, noch vor dem Morgengrauen. Mit geübten Bewegungen zog er sich an, griff nach seiner wetterfesten Jacke und verließ das kleine Haus, das er von seinen Eltern geerbt hatte.
Draußen begrüßte ihn die frische Meeresluft, die ihn sofort wach machte. Er liebte diesen Moment des Tages, wenn die Welt noch still war und das Meer wie ein großes, ruhiges Wesen vor ihm lag. Ralph lebte seit seiner Kindheit in Meerlicht und konnte sich keinen anderen Ort vorstellen, an dem er lieber sein würde. Das Meer war sein Zuhause und das Fischen seine Leidenschaft.
Ralph machte sich auf den Weg zum Hafen, wo sein kleines Fischerboot «Sturmmöwe» vor Anker lag. Auf dem Weg dorthin begegnete er ein paar bekannten Gesichtern. Einige Fischerfreunde waren ebenfalls unterwegs zu ihren Booten, und sie tauschten kurze, morgendliche Grüße aus. Am Hafen angekommen, bereitete Ralph sorgfältig sein Boot vor. Er überprüfte die Netze, den Motor und die Ausrüstung, bevor er das Boot langsam aus dem Hafen steuerte und Kurs auf seine bevorzugten Fanggründe nahm.
Während Ralph auf das offene Meer hinausfuhr, dachte er über die Veränderungen nach, die in letzter Zeit im Dorf im Gespräch waren. Die Ankunft eines neuen Meeresbiologen und dessen Forschungsprojekt war das Hauptthema in der Kneipe ‚Anker‘ gewesen. Ralph war skeptisch, ob ein Wissenschaftler wirklich verstehen konnte, was es bedeutete, vom Fischfang zu leben. Schließlich war dies eine Lebensweise, die über Generationen weitergegeben worden war.
Die Morgenstunden vergingen schnell, während Ralph konzentriert arbeitete. Er warf die Netze aus, navigierte geschickt durch die Wellen und zog später mit geübten Handgriffen die Netze wieder ein. Der Fang war gut, und Ralph war zufrieden. Er wusste, dass es Tage geben würde, an denen er mit weniger zurückkehrte, aber heute schien das Meer ihm wohlgesonnen zu sein.
Als die Sonne höher am Himmel stand und die ersten Strahlen die Wasseroberfläche in goldenes Licht tauchten, machte sich Ralph auf den Rückweg zum Hafen. Dort angekommen, wurde er von seinen Freunden und Kollegen begrüßt. Gemeinsam begannen sie, den Fang des Tages zu begutachten und die Fische für den Verkauf vorzubereiten. Es war harte Arbeit, aber Ralph fühlte sich in dieser Gemeinschaft aus Fischern und ihren Familien geborgen.
Herr Schmidt, der älteste Fischer in Meerlicht, kam auf Ralph zu und klopfte ihm freundlich auf die Schulter.
«Guter Fang heute, Ralph. Das Meer war gnädig.»
Ralph lächelte und nickte.
«Ja, es war ein guter Morgen. Hoffentlich bleibt es so.»
«Hast du schon vom neuen Meeresbiologen gehört?», fragte Herr Schmidt. «Er soll heute ankommen. Mal sehen, was er so vorhat.»
«Ja, ich habe davon gehört», antwortete Ralph mit einem leichten Stirnrunzeln. «Ich bin gespannt, ob er wirklich eine Hilfe für uns ist oder nur zusätzliche Probleme bringt.»
Herr Schmidt lachte leise.
«Wir werden sehen, mein Junge. Gib ihm eine Chance. Man weiß nie, was man von neuen Leuten lernen kann.»
Ralph nickte erneut, obwohl er innerlich weiterhin skeptisch blieb. Nachdem sie den Fang des Tages sortiert und verteilt hatten, verabschiedete sich Ralph von seinen Kollegen und machte sich auf den Weg nach Hause. Die Gedanken an den neuen Meeresbiologen gingen ihm nicht aus dem Kopf.
Was würde dieser Fremde wohl bringen?
Und wie würde er in das Leben in Meerlicht passen?
Am nächsten Morgen machte sich Christian früh auf den Weg zum Meeresforschungsinstitut. Er war gespannt auf seinen ersten Arbeitstag und darauf, seine neue Kollegin Emma kennenzulernen. Das Institut lag etwas außerhalb des Dorfes auf einer kleinen Anhöhe, von der aus man einen wunderbaren Blick auf das Meer hatte. Während er die schmale, von Bäumen gesäumte Straße entlangfuhr, fühlte er eine angenehme Mischung aus Nervosität und Vorfreude.
Das Gebäude des Instituts war modern, aber harmonisch in die umliegende Natur eingebettet. Große Fenster ließen viel Licht herein und boten einen atemberaubenden Blick auf das Meer. Christian parkte seinen Wagen und nahm seine Tasche, bevor er tief durchatmete und auf den Eingang zuging. Die Tür öffnete sich automatisch und er trat in die helle, freundliche Lobby ein.
Kaum hatte er die Schwelle überschritten, kam ihm eine junge Frau entgegen, die ihn freundlich anlächelte.
«Du musst Christian sein. Willkommen in Meerlicht! Ich bin Emma.»
Christian lächelte zurück und reichte ihr die Hand.
«Ja, das bin ich. Freut mich, dich kennenzulernen, Emma. Ich habe viel über das Institut gehört und bin gespannt auf die Arbeit hier.»
