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Am 12. April 2017 ging es los. Ich bekam das Bioness Ness L300 zur Probe. Eine neuartige Therapieform die wieder Leben in mein totgeglaubtes linkes Bein einhauchen soll. Was folgte waren drei Monate Vollgas, Schmerz und Schweiß. Und noch mehr Schietwetter. Hat es sich gelohnt? Ich finde ja. Aber urteilen Sie selbst.
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Seitenzahl: 122
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Danke
(einfach mal so)
Massive atypische, ICB (intrazerebrale Blutung)
Großhirnhemisphäre re. kortikal 10/09
bei Mikro-AVM (arteriovenöser Malformation) re. zen.
Kraniotomie mit Entlastung der Blutung 10/09.
neurochirurgischer Resektion der AVM re. temporoparietal 11/09.
Symptomatische Epilepsie, schwere Hemiparese Links.
Mehr dazu und wie ich damit umgehe in meinem ersten Buch: „Halbe Sachen – Erfahrungen eines Neuros“
erschienen 2014 bei BoD – Books on Demand
ISBN: 3732236072
Vorwort
Mittwoch, 12.04.
Gründonnerstag , 13.04.
Karfreitag, 14.04.
Samstag, 15.04.
Ostersonntag 16.04.
Ostermontag, 17.04.
Dienstag, 18.04.
Mittwoch, 19.04.
Donnerstag, 20.04.
Freitag, 21.04.
Samstag, 22.04.
Sonntag, 23.04.
Montag, 24.04.
Dienstag, 25.04.
Mittwoch, 26.04.
Donnerstag, 27.04.
Freitag, 28.04.
Samstag, 29.04.
Sonntag, 30.04.
Montag, 01.05.
Dienstag, 02.05.
Mittwoch, 03.05.
Donnerstag, 04.05.
Freitag, 05.05.
Samstag, 06.05.
Sonntag, 07.05.
Montag, 08.05.
Dienstag, 09.05.
Mittwoch,10.05.
Donnerstag, 11.05.
Freitag, 12.05.
Samstag, 13.05.
Sonntag, 14.05.
Montag,15.05.
Dienstag, 16.05.
Mittwoch, 17.05.
Donnerstag, 18.05.
Freitag, 19.05.
Samstag, 20.05.
Sonntag, 21.05.
Montag, 22.05.
Dienstag, 23.05.
Mittwoch, 24.05.
Donnerstag, 25.05.
Freitag, 26.05.
Samstag, 27.05.
Sonntag, 28.05.
Montag, 29.05.
Dienstag, 30.05.
Mittwoch 31.05.
Donnerstag. 01.06.
Freitag, 02.06.
Samstag, 03.06.
Pfingstsonntag, 04.06.
Pfingstmontag, 05.06.
Dienstag, 06.06.
Mittwoch, 07.06.
Donnerstag, 08.06
Freitag, 09.06.
Samstag, 10.06.
Sonntag, 11.06.
Montag, 12.06.
Dienstag, 13.06.
Mittwoch, 14.06.
Donnerstag, 15.06.
Freitag, 16.06.
Samstag, 17.06.
Sonntag, 18.06.
Montag, 19.06.
Dienstag 20.06.
Mittwoch, 21.06.
Donnerstag, 22.06.
Freitag, 23.06.
Samstag, 24.06.
Sonntag 25.06.
Montag, 26.06.
Dienstag, 27.06.
Mittwoch, 28.06.
Donnerstag, 29.06.
Freitag, 30.06.
Samstag, 01.07.
Sonntag, 02.07.
Montag, 03.07.
Dienstag, 04.07.
Mittwoch, 05.07.
Donnerstag, 06.07.
Freitag, 07.07.
Samstag, 08.07.
Sonntag 09.07.
Montag, 10.07.
Dienstag, 11.07.
Mittwoch, 12.07.
Dienstag, 08.08.
Donnerstag, 10.08.
Freitag, 11.08.
Das NESS L300 Fußhebersystem hilft durch zeitlich gezielte Elektrostimulation der entsprechenden Beinmuskulatur den Fuß zu heben, aus der Innenrotation zu holen und ein natürlicheres Abrollen zu ermöglichen. Dies geschieht durch eine Manschette, die um die Wade geschnallt wird und Elektroimpulse an die Muskulatur abgibt. Dies geschieht in Kombination mit einem Drucksensor, der im Schuh integriert wird und die zeitliche Auslösung des Elektroimpulses steuert. Vervollständigt wird das System mit der Fernbedienung (Steuereinheit), welches die Manschette kontrolliert.
Es ist endlich soweit. Die Krankenkasse ist der Klage vorm Sozialgericht ausgewichen und hat angeboten, dass ich das Bioness Ness L300 für drei Monate zur Probe, also zur Miete, bekommen könnte. Ich war vorletzten Freitag gerade in der Tiefkühlabteilung meines bevorzugten Großhandels als mich der Anwalt anrief und fragte, ob es okay wäre, wenn er dem in meinem Namen zustimmen dürfte.
„Klar! Aber sicher doch. Hauptsache es schließt eine anschließende Dauerversorgung nicht aus.“
Als dann Montag die Kostenübernahme dafür schriftlich von der Anwaltskanzlei an mich übergeben wurde ging alles ganz schnell. Carolin, Bioness-Spezialistin von meinem Sanitätshaus Mittelpunk Mensch (MPM) rief direkt bei mir an, und wir machten sofort einen Termin. Hab mich noch daraufhin mit meinem Ergotherapeuten Jan kurzgeschlossen, denn er wollte auch unbedingt mit dabei sein. Ich bin mal wieder der Präzedenzfall. Bin der erste im Dunstkreis meiner Therapeuten und Ärzte, der damit auf diese Art längerfristig versorgt wird, und das Interesse aller ist riesengroß. Deshalb habe ich vor Aufregung nur so mittelgut geschlafen. Um neun Uhr ist es endlich soweit.
Als Stammkunde bei MPM winke ich den Empfangsdamen einfach zu.
„Moin! ich schon wieder, hab einen Termin mit Carolin um neun Uhr. Raum drei?“ Man kennt sich, und ich gehe schon mal hoch. Kurz darauf trifft auch Jan ein, und Carolin kommt wenig später mit zwei Koffern.
„Oh je“, denke ich, „wie soll ich das denn alles transportieren?“
Aber, nur der kleine Koffer ist für mich bestimmt. Der Große enthält die Programmiereinheit, die ich leider nicht bekomme. - Ja, ich gestehe, ich bin ein Nerd ;) - Das Ness L 300 sieht viel nüchterner in real aus als auf den Marketingbildern von Bioness. Es besteht aus der Manschette, dem Drucksensor, der unter die Schuhsohle kommt, und einer kleinen Fernbedienung, mit der man die Manschette steuert. Nachdem der Sensor im linken Schuh platziert ist heißt es: Hose runter, Manschette anlegen.
Das geht sogar einhändig sehr gut. Die Manschette ist so konstruiert, dass eine Aussparung direkt unter die Kniescheibe passt. Sie hält auch unfixiert, zwar lose, fällt aber nicht runter. Somit hat man Zeit, den Gurt von hinten um die Wade herum zu greifen um ihn dann nach vorne rum zu führen und über den Akku zu klemmen. Easy. Sehr gut und ergonomisch durchdacht. Viel falsch machen kann man da nicht. Aber zuerst müssen die Elektroden feucht gemacht werden. Ich werde in die Patientendatenbank der Programmiereinheit eingepflegt und einige Grundeinstellungen später geht’s los. Ein Brummen fährt durch meine Wade. Der Fuß hebt sich und dreht von der gewohnten Innenrotation fast in die Normalstellung. Carolin tippt mit dem Stylus auf dem Touchscreen der Programmiereinheit rum, es piept ein paarmal und der Fuß dreht sich noch etwas mehr nach außen. Damit wär‘ schon mal die Innenrotation weg. Dann probieren wir an der Stärke der Stimulation rum, von recht schmerzhaft bis nicht mehr spürbar. Der Fuß hebt sich entsprechend der Einstellung mehr oder weniger. Carolin wählt eine Einstellung, die ordentlich spürbar ist, aber nicht schmerzt. Hose wieder hoch! Probelaufen.
Ich gehe mit Stock ein paarmal in dem Vorraum auf und ab. Zuerst war ich etwas kippelig aber das legt sich schnell. Es fühlt sich an als ob das linke Bein über den Boden gleitet. Oder schwebt! Besser kann ich’s nicht beschreiben. Die schweren und steifen Fleisch- und Knochenansammlungen, die an meiner linken Hüfte hängen und mein linkes Bein darstellen, sind wieder da. Ich trete das erste Mal seit Jahren wieder mit der Ferse auf und rolle tatsächlich über den kompletten Fuß ab. Unfassbar! Ich probiere eine Runde den Stock dabei komplett zu entlasten. Wooahh. Das geht also noch nicht.
„Geduld!“, denk ich mir. „Das kommt noch.“
Carolin erklärt mir noch die Fernbedienung. Zeigt mir, dass es einen Trainingsmodus gibt, der den Fuß zusätzlich mobilisiert und die Muskulatur dehnt; und wie man die Stärke der Stimulation an der Fernbedienung reguliert. Die einstellbaren Werte gehen von Null bis Neun und auf dem Startwert Fünf ist die für mich ermittelte Idealstärke. Die Akkus brauchen am Ladegerät von Leer bis Voll etwa vier Stunden, am besten einfach über Nacht. Sie gibt mir zwei Elektrodensätze mit, die ich abwechselnd benutzen soll. Der zugehörige kleine Koffer, der unter anderem auch das Ladegerät und die Anleitungen usw. enthält, passt nur hochkant und gerade so in meine Tasche (obwohl ich auf Verdacht die ganz große dabei hatte). Wir verabreden uns zu treffen, am besten mal mittwochs um 9 Uhr bei der Ergotherapie, die im Haus nebenan sitzt. Und das war’s. Ich darf gehen ... meins!
Das vorherrschende Gefühl ist natürlich erst mal eine klare Unsicherheit, weil es doch sehr ungewohnt ist. Vor allem das Brummen der Elektroden am Bein lenkt echt ab und der merkwürdige Schwebezustand ist echt anders als alles, was ich in den letzten sieben Jahren erfahren habe. Mit breitem Grinsengeht’s in die Firma.
Bei der Arbeit hab ich erst mal mit dem Trainingsprogramm herumgespielt.
Hab's getragen bis zur Siesta um etwa 15 Uhr. Nach der Siesta konnte ich nicht barfuß auf der Ferse auftreten. Ich musste mir Schuhe anziehen, um zum Klo zu kommen, so schmerzhaft war’s. So ganz ohne Nebenwirkungen geht’s dann wohl doch nicht. Dem vermutlich bevorstehenden Muskelkater wirke ich mit hoch dosiertem Magnesium Phosphoricum entgegen.
Habe heute Morgen etwas Muskelkater. Aber zumindest nicht so stark wie erwartet. Ich werde heute mal den ganzen Tag das Bioness tragen. Der Fersenschmerz hat sich nicht wiederholt. Ich glaube, ich brauche wohl weiter geschnittene Hosen. Meine Levi's 527 sind dafür fast etwas zu eng. Die Physiotherapeuten waren begeistert. Haben gefragt, wie man die Therapie drauf anpassen kann. Am sinnvollsten ist es wohl, den Fuß und vor allem den Knöchel zu mobilisieren. Hab dann „Gehen mit und ohne im Vergleich“ gezeigt.
Erste sichtbare Veränderungen: deutlich schnellere und längere Schritte. Die Innenrotation ist fast nicht mehr zu erkennen. Trete mit der Ferse auf und rolle über den ganzen Fuß ab (vermutlich auch die Ursache für die gestrigen Schmerzen. Die Ferse benutze ich ja seit Jahren nicht mehr, da ich bis dato „platt“ auftrete.) Es gibt auch eine deutliche Nachwirkung: Auch bei nur kurzem Tragen und danach ausgeschaltetem Gerät habe ich trotzdem ein verbessertes Gangbild. Mein Therapeut deutete an, dass ich mein Bein nicht mehr so stark aus der Hüfte hole. Und hinzu kommt, dass ich „gefühlt“ ein deutlich besseres Gleichgewicht habe. Vermutlich weil ich das linke Bein seit Jahren mal wieder aktiv spüre. Es wird deutlich mehr ins Bewusstsein gehoben.
Und dann habe ich meinen Physiotherapeuten Artour fast gegrillt. Wir haben ihm zur Probe die Manschette umgelegt, und ich habe aus Versehen auf Maximum gestellt bevor ich den Trainingsmodus eingeschaltet habe. Ups, sorry! Er ist fast an die Decke gesprungen und hat vor Schmerz geschrien. Ich bin bei mir im Selbstversuch auch schon bis Maximum gegangen. Unangenehm, ja! aber nicht soo schmerzhaft. Aber, ich habe auch eine Sensibilitätsstörung, nur zwanzig Prozent des Reizes kommen in meinem Hirn an. Während des Gehens spüre ich die Elektrostimulation (ES) fast nicht mehr. Vermutlich weil der Muskel zu genau dem Zeitpunkt angesteuert wird, wenn er es eh sollte. Das fügt sich sauber in den natürlichen Gehvorgang ein. Es fühlt sich richtig an. Was nervt: beim Stehen (vor allem beim Warten auf den Fahrstuhl o.ä.) scheine ich mein Gewicht von Fuß zu Fuß zu verlagern. Der Sensor unter der Schuhsohle denkt dann natürlich, dass ich einen Schritt machen will und löst die ES aus. Beim ersten Mal (direkt nach der Übergabe des Bioness) habe ich mich derart erschrocken, dass ich beinahe umgekippt wäre. Dazu muss ich mir was überlegen, für die drei Minuten wäre Aus- und wieder Einschalten zu aufwändig. Bis ich die Fernbedienung raus geholt habe, ist die Wartezeit meist vorbei. Hab heute statische Entladungen verteilt. Ich scheine unter Strom zu stehen ;) Auf nach Dithmarschen, die alte Heimat. Es ist Ostern. Familienzeit.
Heute: Ordentlich Muskelkater. Heute mal Pause? Fast. Hab gegen Mittag noch zwanzig Minuten Trainer reingequetscht.
Heute fing an mit 15 Minuten Trainingsmodus. Und dann gegen 11 Uhr nochmal 60 Meter auf Kopfsteinpflaster gelaufen mit starkem Gegenwind in Meldorf. Wir sind hier relativ spontan zum Optiker, da meine aktuelle Brille schief sitzt und ich mir eventuell eine neue Brille ordern möchte. Und da ich aufgrund der Spontanität des Ganzen meine Dioptrie-Werte nicht dabei hatte, musste ein Sehtest her. Wir waren mitten im Vorlesen der vierten oder fünften Buchstabenreihe, da schaut mich der Optiker merkwürdig an, und meint:
„Moment, ich muss mal einen Verdacht prüfen …“
Sein Gerät machte klacker, klacker und im Blickfeld des rechten Auges erscheint ein roter Kreis.
„Liegt das grüne Kreuz in dem roten Kreis?“ fragte er.
„Welches grüne Kreuz? Ach so, das ganz links da oben? Nee, ganz weit davon entfernt.“
„Moment…“ Kurbel, kurbel. Das grüne Kreuz ruckte etwas nach unten und ein wenig nach rechts. Dann wurde es mir klar.
„Doppelbilder-Test?“ fragte ich. „Doppelbilder hatte ich mal, sind aber wieder weggegangen.“
„Hab ich mir schon gedacht. Dafür merkt man Ihren Gesichtsfeldausfall kaum. Sie haben nur bei einer Buchstabenreihe einen Fehler gemacht und den gleich wieder korrigiert.“ Ich hatte ihn im Vorfeld darüber aufgeklärt das mein Sichtfeld eingeschränkt ist.
„Ja, dagegen schaue ich dauernd aktiv immer wieder nach unten Links ob ich nicht irgendwas übersehen habe. Also immer wieder zum Anfang der Zeile wenn man am Ende angekommen ist. Dafür ist ein konstantes Training erforderlich, leider rutscht dabei leider gerne mal was durch, “ erkläre ich.
Kurbel, kurbel, kurbel, kurbel. Kreuz und Kreis waren jetzt noch näher beieinander, berührten sich aber noch nicht mal, geschweige denn, dass sie deckungsgleich waren.
„Weiter geht nicht.“ meinte er.
„Ist nicht so schlimm“, meinte ich. „ Im Alltag merke ich davon nichts.“
Hmm, meine Doppelbilder sind anscheinend noch da.
„Es gibt auch keine Prismen-Folie die stark genug ist, um das zu korrigieren. Ist erstaunlich, dass Ihr Gehirn das im Alltag kompensiert und die beiden Bilder wieder überlagert bekommt. Das muss anstrengend sein.“ sagte er.
„Nun ja“, erwiderte ich. „nach einem Vormittag intensiver Arbeit am Monitor merke ich schon einen Konzentrationsverlust und eine allgemeine Schwächung der kognitiven Leistung. Glauben Sie das ist die Ursache?“
Er meinte daraufhin, dass es durchaus ein Faktor sein könnte, aber er sei da kein Fachmann, kenne meinen Fall nicht und würde sich deshalb kein Urteil erlauben. Ich fragte daraufhin, worauf meine erworbene Sehschwäche zurückzuführen sei. Vor meiner Hirnblutung hatte ich ja nahezu perfektes Sehvermögen und die Augen hätten sich ja physikalisch nicht geändert. Bis jetzt wollten weder Augenärzte noch Neurologen sich dazu äußern.
„Werden Sie auch nicht. Können die nämlich gar nicht. Der neurologische Aspekt des Sehens ist kaum erforscht. Und natürlich saukompliziert. Da stecken wir noch in den Kinderschuhen. Die Hardware hat man ganz gut im Griff, die Software nicht mal ansatzweise verstanden.“
„Also weiter Brille tragen. “ meinte ich.
„Es gibt schlimmeres. “ entgegnete er. Wohl wahr. Da kenne ich mich durchaus aus.
So. Genug Exkurs. Zurück zum Bioness: Die ES war heute etwas unangenehm, hab deshalb von fünf auf vier und dann sogar drei reduziert, viel angenehmer und keine spürbaren Unterschiede beim Laufen, zumindest gefühlt nicht. Ich muss mal die Therapeuten fragen, ob das auch wirklich so ist und klar geht. Wie auch manchmal nach einer längeren Teratrainer-Session drängt sich der Knöchel gerade in den Vordergrund.(Mein Teratrainer, auch Motomed genannt, ist wie ein Fahrradergometer. Nur das darin ein Motor eingebaut ist, der Beine und Oberkörper auch ohne mein aktives Zutun, durchbewegt. Man schnallt seine Füße an die Pedale und der Motor übernimmt den Rest. Tolle Sache, dehnt und mobilisiert mich, beugt Muskel- und Sehnen- Verkürzungen vor.) Der Knöchel scheint etwas gereizt zu sein. Wird jetzt ja auch endlich mal wieder belastet. Nach der Siesta, so gegen frühen Abend, geht's dem Knöchel wieder gut, dafür dreht der Quadrizeps durch (das vierköpfige Muskelkonglomerat auf der Vorderseite des Oberschenkels, das von Knie bis zur Hüfte reicht). Aber das tut er manchmal einfach so, auch ohne neue Reize.
