Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Du sitzt vor dem Computer, vor einem Stoß leerer, weißer Blätter oder vor einem neuen Notizbuch: und es geht nicht weiter. Du weißt, du hast eine Geschichte zu erzählen, du hast ein Thema, das viele Menschen interessiert. Und jetzt - jetzt solltest du DEIN BUCH schreiben und veröffentlichen. Helmut W. Rodenhausen, erfahrener Buch-Coach, Ghostwriter und Buchgestalter kennt die Tücken des Anfangens. DEIN BUCH - Und warum es noch nicht deines ist - mit vielen Tipps, ist schnell zu lesen. Außerdem bietet es im hinteren Teil interessante Weblinks an. Und zum Schluss ein Log-Buch zum tatsächlichen Beginnen.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 64
Veröffentlichungsjahr: 2017
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Willst du sofort zu arbeiten anfangen, gehe zu Seite → und schau dir die Checklisten an. Und ab Seite 100 kannst du dieses Büchlein als «Log-Buch» nutzen.
Das Stichwortverzeichnis ab Seite → hilft dir, Begriffe im Buch schnell zu finden.
Im Linkverzeichnis ab Seite → sind zusätzlich einige Fachbegriffe erläutert.
Ein Inhaltsverzeichnis braucht dieses schmale Bändchen nicht. Wer eines sucht, der findet es auf Seite 89.
Noch eine Anmerkung zu dem leidigen Gender-Thema: Für mich sind Frauen und Männer gleichermaßen wertvolle Menschen. Die grammatikalischen weiblichen und männlichen Formen habe ich nach Gutdünken und spontanem Schreibfluss gewählt.
Wozu braucht es immer dieses unvermeidliche Vorwort?
Warum ist dies noch nicht DEIN BUCH?
Warum fängst du nicht gleich jetzt an?
Warum ist es besser, kein eigenes Buch zu schreiben?
Warum ist es für dich notwendig, DEIN BUCH zu schreiben?
Warum solltest du jetzt endlich anfangen?
Warum ist der Anfang gar nicht so schwer?
Warum ist es trotzdem so schwer, immer wieder von vorn anzufangen?
Warum ist dein Thema ganz alleine dein Thema?
Warum haben dein Thema auch andere schon behandelt?
Warum schreibst du so gut, wie nur du es kannst?
Warum schreiben andere manchmal besser?
Warum sind Form und Inhalt voneinander so abhängig?
Warum sollte man sich in Typografie auskennen?
Warum braucht es PDF und ISBN und viel Geduld?
Warum wirst du mit Büchern wahrscheinlich nicht reich?
Warum jetzt genug Fragen aufgeworfen wurden – und es Antworten braucht
Warum ich gerne ein Eselstreiber bin / Autorenporträt
CHECKLISTEN
STICHWORTVERZEICHNIS
LINKVERZEICHNIS
LOG-BUCH-SEITEN
Es kann gar nicht anders sein: In diesem Buch geht es um Bücher. Um alle Aspekte, die dazu führen, ein Buch zu schreiben und zu publizieren. Um DEIN BUCH geht es ganz konkret. Wer hat nicht schon einmal den Gedanken gehabt, selbst ein Buch zu schreiben? Oder ein Buch zu publizieren mit Bildern, mit Gedichten, mit Briefen, mit Erinnerungen, mit Sammlungen und Geschichten dazu?
Es ist einfacher geworden heute, Ideen und eigene Themen zu vervielfältigen. Bereits simple Computerprogramme lassen es zu, einen Seitenumbruch vernünftig zu gestalten oder ein Layout für einen mehrseitigen Druck zu nutzen.
Die Begriffe «Self Publishing» oder «Book-on-Demand» haben die meisten schon einmal gehört. Zumindest alle, die sich näher mit dem Gedanken über ein eigenes Buch beschäftigt haben. Dazu kommt der ganze Bereich von Internet-Blogs sowie E-Books, der die Schwelle zur eigenen Publikation noch einmal niedriger macht – oder ganz wegnimmt. Aber was gehört zwingend zu einem Buch? Braucht es das Inhaltsverzeichnis? Braucht es ein Vorwort? Müssen die Zeilen alle auf gleicher Höhe stehen?
In diesem Buch hier sollen solche und ähnliche Fragen helfen, die Regeln zu erkennen und die Regeln nur dann zu brechen, wenn man weiß, was man tut. Die Schwerpunkte hier liegen in der Vorbereitung und im Text. Das Technische wird am Schluss mit Hinweisen, Links und Checklisten auch behandelt – in dem Umfang, wie es dazu dient, auf einfache Weise zu einem Buch zu kommen, das sich verteilen lässt. Ob es sich auch verkaufen lässt – das ist wieder eine ganz andere Frage.
Das fragen sich manchmal auch die gewieftesten Verlagsleiter: Lässt sich dieses oder jenes Buch wirklich verkaufen? Ich selbst fragte mich ebenfalls schon oft, wenn ich durch Bibliotheken und Buchhandlungen streife: Wer kauft denn so was?
Zum Glück ist unsere Gesellschaft so pluralisiert. Zum Glück gibt es so viele Interessen und Lesebedürfnisse. Und zum Glück gibt es immer wieder diese unwahrscheinlichen Legenden, bei denen selbst erfahrene Programmgestalter und Lektoren sich an den Kopf greifen und denken: Warum ist dieses Buch nicht in unserem Verlag erschienen?
Joanne K. Rowling und ihre Harry-Potter-Erfolge kennt praktisch jeder. Und den ersten gedruckten Bestseller überhaupt ebenfalls: Martin Luthers «Neues Testament». Ein so genannter «Steadyseller». Schon zu Lebzeiten Luthers wurden mehr als 100 000 Exemplare verkauft. Und das im 16. Jahrhundert!
Bereits seine Flugschrift «An den christlichen Adel» soll innerhalb einer Woche(!) ausverkauft gewesen sein, mit 4000 Exemplaren. Heute wandern Tausende von Büchern nach einem Jahr unverkauft in die Altpapier-Shredder. Der älteste Bestseller soll übrigens «Das Narrenschiff» von Sebastian Brandt sein, erschienen 1494. Wer möchte, kann es heute online auf gutenberg.spiegel.de finden und nachlesen. Die Vorrede beginnt unter anderem:
Alle Lande sind jetzt voll heiliger Schrift
Und was der Seelen Heil betrifft:
Voll Bibeln, heiliger Väter Lehr
Und andrer ähnlicher Bücher mehr,
So viel, dass es mich wundert schon,
Weil niemand bessert sich davon.
Schön, wenn DEIN BUCH zu Besserem bestimmt ist. Wenn es den Weg findet zu den Käuferinnen und Käufern. In diesem Buch geht es darum, überhaupt ein Buch zu schreiben und in Umlauf zu bringen. Als Geschenk, als Möglichkeit, sich einem Verlag zu präsentieren, und als Beweis, dass du es kannst.
Die Antwort ist einfach: Wäre es dein Buch, bräuchtest du dieses hier nicht. Aber du hast dieses hier gekauft, weil es dir hilft, endlich DEIN BUCH zu schreiben und zu publizieren. Dieses Buch hier habe ich mit vielen Fragen bestückt. Manche davon hast du dir sicher selbst schon gestellt. Denn das mit den Fragen ist immer eine gute Methode. Ich erinnere mich, in meiner Jugend ein großer Fan von Inspektor Columbo gewesen zu sein. Dieser Kriminalkommissar hatte seine eigene Methode. Er kam immer zur richtigen Zeit mit einer entscheidenden Frage. Meistens nach dem Verabschieden, oder noch kurz in der Tür beim Hinausgehen: «…Äh, entschuldigen Sie, eine Frage hätte ich da noch…»
Dazu werden später noch eine Menge anderer Fragen auftauchen. Stelle dir jetzt einmal vor, es wäre DEIN BUCH. Es würde bestimmt ganz anders aussehen. Wie sieht es aus? Ist es dicker, größer, schlanker? Was wäre auf dem Umschlag? Hast du schon einen Titel, der dir nicht aus dem Kopf geht? Welche Schrift würdest du anstelle der hier verwendeten «Quadraat Regular 10.3» bevorzugen? Es hilft, sich genau auszumalen, wie das fertige Buch aussehen könnte. Es fokussiert deine Gedanken auf dein Ziel hin.
< Eine Seite aus der berühmten 42-zeiligen Gutenberg-Bibel. Gedruckt 1454 in Mainz. Band 2, Blatt 317. Dieses Exemplar ist im Besitz der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. Von der digitalisierten Ausgabe aus der Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel. www.hab.de. / www.gutenbergdigital.de
Der ästhetische Perfektionsgrad des Schriftbildes ist auch mit den heutigen technischen Möglichkeiten nur mit sehr viel Aufwand zu erreichen.
Du kannst dir auch einen Film vorstellen. Eine kleine Drohne mit Filmkamera fährt ins Haus und in die Wohnung deiner besten Bekannten, vielleicht deiner Mutter, deines Vaters. Du siehst, was die Kamera filmt: Du siehst die Person auf dem Sofa oder in einem Sessel sitzen. Du siehst einen gewissen Stolz auf dem Gesicht der Person.
Die Person hat ein Buch in den Händen, auf dem Tisch liegt noch die Verpackungshülle, mit den Fingern streicht sie über den Einband, dreht das Buch, liest den Rückseitentext. Dann blättert sie es auf, noch etwas ziellos. Die Kamera fährt nah auf die Augen dieser Person. Sie liest. Sie liest DEIN BUCH. Sie schmunzelt.
Und dann ist das Bild schwarz. Du weißt, es ist nur eine Vorstellung gewesen. Du weißt, du bist noch lange nicht so weit. Du hast noch einen weiten Weg vor dir. Es ist hoffentlich so, dass dieses Buch hier dir einen neuen Kick gibt, um weiterzukommen. Mit dem entscheidenden Anstoß zu einem neuen Anfang. Ich habe Erfahrungen mit Anfängen.
«Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.» Diese Zeile hat Hermann Hesse in seinem Gedicht «Stufen» geschrieben. Und dieses Gedicht findet sich im letzten großen, zweibändigen Roman von Hermann Hesse. Der Roman «Das Glasperlenspiel» erschien 1943. Und es war Hesses letzter Roman. Hermann Hesse war bereits 66 Jahre alt! So alt muss man werden, um im Anfang einen Zauber zu entdecken.
