Der Dunkle Pfad - Arnold Nirgends - E-Book

Der Dunkle Pfad E-Book

Arnold Nirgends

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Beschreibung

Was geschieht wenn ein Ritter und eine ehemalige CIA Agentin aus der Galaxie M65 zur Erde kommen, mit der Absicht sich diese für ihre Zwecke nutzbar zu machen? Kann ein auf der Flucht befindlicher Inhaber eines Handelskontors dies verhindern? Warum attackieren russische Internettrolle die irdische Arca-Nihil Botschaft? Und auch Psioniker träumen. Manchmal sind das richtige Albträume.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhaltsverzeichnis

Bilok – Palmyra

Bilok – Erinnerungen – Alltag auf Hagedorn

Fugger – Der Dunkle Turm

Bilok – Erinnerungen – Belagerung von Hagedorn

Igor – Murl Valley

Bilok – Erinnerungen – Zweite Belagerung von Hagedorn

Lucky – Kuscheltiere

Bilok – Erinnerungen – Terratekotta

Rebecca – Palmyra

Bilok – Erinnerungen – Nexal

Kalmer – Palmyra

Bilok – Erinnerungen – Tonikaster

Rebecca – St. Petersburg

Bilok – Erinnerungen – Der Dunkle Pfad

Kalmer – Damaskus

Kalmer – Assad

Bilok – Archäologie

Kalmer – 5 Millionen

Bilok – Rückkehr zum Dunklen Pfad

Groggy – Mission Wien

Bilok – Miami Station

Kalmer – Miami Station

Bilok – Gemeinsam einsam

Maschine – Der Geist der Maschine

Bilok – Sabotage

Kho’nr – Torheim

Bilok – Torheim

Rebecca – Mission Wien

Kalmer – Der Dunkle Pfad

--- Arcapedia ---

--- Anhang ---

Arca-Nihil Zeitschiene Stand 113.ANZ

Deck Plan für Luftschiffe der Linienschiffklasse

Hackerangriff auf Botschaft

Rosamunde Tecot - 15 Jahre alt (84.ANZ)

--- Feedback und Newsletter ---

--- Andere Arca-Nihil Veröffentlichungen ---

Der Dunkle Pfad

Arca-Nihil®

Beholder-Reihe, Band 2

Arnold Nirgends

--- Impressum ---

Fiction Roman

Arca-Nihil®

Der Dunkle Pfad

Beholder-Reihe, Band 2

1.Auflage Juli 2021

Arnold Nirgends

5271 Moosbach, Hufnagl 8

Copyright© 2021 Arnold Nirgends

Covergestaltung: Arnold Nirgends

Cover Image von Shutterstock.com

www.arcanihil.com

www.facebook.com/arcanihil

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors gestattet. Alle Personen und Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit real existierenden Menschen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Alle Markennamen und Warenzeichen, welche in diesem Roman vorkommen, sind natürlich Eigentum ihrer rechtmäßigen Besitzer.

Arnold Nirgends

www.arcanihil.com/impressum

[email protected]

Dieser Roman baut auf seinen Vorgängern auf, kann aber auch unabhängig davon gelesen werden. Vorkenntnisse sind nützlich, aber nicht erforderlich!

Am Ende des Buches befindet sich die Arcapedia, wo etliche Begriffe und Abkürzungen aus dem Text ausführlicher erklärt werden.

--- Danksagung ---

Vielen Dank an Edith, die geduldig und unermüdlich fast alle Satzbau- und Rechtschreibfehler in meinen Romanen aufdeckt.

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein (1879-1955)

--- Einleitung ---

Was geschieht wenn ein Ritter und eine ehemalige CIA Agentin aus der Galaxie M65 zur Erde kommen, mit der Absicht sich diese für ihre Zwecke nutzbar zu machen? Kann ein auf der Flucht befindlicher Inhaber eines Handelskontors dies verhindern?

Warum attackieren russische Internettrolle die irdische Arca-Nihil Botschaft?

Und auch Psioniker träumen. Manchmal sind das richtige Albträume.

Bilok TecotHat einen weiten Weg vor sichKalmerSucht neue VerbündeteRebeccaKehrt auf ihren Heimatplaneten zurückMaschineFreut sich über den BesuchGroggyErfüllt seinen neuen Auftrag sehr gewissenhaftIgorNimmt sich ein paar Tage frei

Bilok – Palmyra

Der Mann in der verschlissenen Rüstung zog sich mühsam an den Steinblöcken hoch und blickte aus der Ruine ins Freie. Seinen müden, geröteten Augen bot sich dort ein fulminantes Farbenspiel. Seit einer gefühlten Ewigkeit hatte er keinen echten Horizont mehr gesehen und jetzt kletterte an diesem eine wunderschöne rötlichgelbe Sonne hoch. Sie war dabei die Nacht abzulösen und eine auf den Betrachter unendlich scheinende Wüste langsam, aber stetig immer mehr in Tageslicht zu baden. Bilok ließ seinen Blick aufmerksam über die Landschaft schweifen. Das Tal und die nächsten Hügel vor ihm waren übersät mit Steinblöcken unterschiedlicher Größe, welche teilweise wie zufällig herumlagen, teilweise aber auch Muster, Mauern, Säulen oder komplexere Strukturen bildeten. Es schien ein riesengroßes Ruinenareal zu sein. Er lächelte glücklich und seine Freude war immens. Sollten die Götter seine Bittrufe schlussendlich erhört haben und ihm die Rückkehr in seine Heimat möglich geworden sein? Er war eindeutig wieder auf ‚normalem‘ Boden und nicht mehr an diesen obskuren Orten, welche es eigentlich nicht geben dürfte. Allerdings konnte er sich auf die Ruinen keinen Reim machen. Weder in der Wahren Welt noch im Gebiet der Arca-Nihil Föderation gab es eine derartige Konzentration von alten Bauwerken. Und er, als hauptberuflicher Prospektor und Abenteurer, hätte, gäbe es Wissen über diese Anlage in Arca-Nihil, sie als Erster aufgesucht. Also musste er sich damit abfinden, in einer unbekannten Gegend gelandet zu sein.Egal, dachte er. Wenn erst mal Nacht war, konnte er an der Stellung der beiden Monde und einiger Fixsterne seine ungefähre Position bestimmen und sich zu Fuß auf den Heimweg machen.Und wenn es Jahre dauert, überlegte er zerknirscht. Er hatte jetzt schon das Gefühl seit Jahren unterwegs zu sein, obwohl es in Wirklichkeit nur Tage gewesen waren. Da kam es auf ein paar Jahre mehr oder weniger auch nicht mehr an.

Während er also damit beschäftigt war, sein Glück zu verarbeiten, hätte er beinahe vergessen, welche Gefahr gerade für ihn bestand.

Er blickte zurück ins finstere Herz der Ruine und konnte gerade noch das Zusammenbrechen des wabernden blauen Rechtecks beobachten. Durch dieses Rechteck war er hierher gelangt. Kalmer, der ewige Krieger, hatte das Portal auf dem dunklen Pfad geöffnet und war mit Rebecca, der Verräterin, hindurchgegangen. Ohne andere Optionen zu haben und um nicht einfach jämmerlich zu verhungern, hatte er sich dafür entschieden, den beiden zu folgen, ohne zu wissen, wohin die Reise ging.

„Ist es nicht wunderbar?“ Kalmer stellte die rhetorische Frage in den Raum. Vermutlich ohne explizit eine Antwort darauf zu erwarten. Bilok vermutete, dass er damit den Sonnenaufgang meinte. Der Krieger stand keine zehn Meter vom versteckten Bilok entfernt in einem großen Torbogen und seine Rüstung wurde von den Sonnenstrahlen in glänzendes Licht getaucht. Rebecca, die sich direkt neben ihm befand erschien dagegen wie eine graue Maus. Agrippa Kalmers riesengroßes, schwarzes Streitross wirkte indes wie ein schwarzes Loch in dieser Helligkeit. Nach einer Weile, als sich seine Augen an die strahlende Lichtaura um die drei Reisenden herum gewöhnt hatten, bemerkte er, dass das Pferd zu ihm herüberschaute. Hatte es ihn bemerkt? Würde es seinem Herrn dies mitteilen?

Schreckensstarr blickte er zum Pferd hinüber und sackte langsam, wie ein nur wenig gefüllter Sandsack in sich zusammen und suchte in einer noch etwas dunkleren Ecke so viel Deckung wie möglich zu finden. Glaubhaften Quellen zufolge war dieses Pferd mehr als seine Erscheinung vermuten ließ. Und es wäre also durchaus möglich, dass er jetzt entdeckt worden war.Was wird der Krieger mit mir machen? Bin ich gerade dabei, ganz geheime Pläne von ihm aufzudecken? Werde ich als jemand, der zu viel weiß, hingerichtet werden?

Der normalerweise sehr klar und kühl denkende Bilok beobachtete sich selber dabei, wie er beinahe verrückt vor Angst wurde. Nach den Erlebnissen der letzten Zeit lagen einfach die Nerven bei ihm blank und er konnte kaum mehr klar denken.

Agrippa schien ihn aber entweder nicht entdeckt zu haben, oder hatte aus anderen Gründen darauf verzichtet, seinen Ritter über die Anwesenheit eines Mitreisenden zu informieren. Und so konnte er der Konversation zwischen den beiden ungleichen Menschen weiter zuhorchen.

„Ja, endlich wieder Sonnenschein.“, seufzte Rebecca. „Endlich wieder mein Sonnenschein.“, ergänzte sie nach einer kurzen Pause.

Was meint sie damit? fragte sich Bilok.

„Irgendwie sieht die aber genauso aus wie unsere finde ich.“, folgte Kalmers nüchternes Urteil auf den Fuß.

„Ah, das verstehst du nicht, Liebster. Ich bin wieder daheim.“, Rebeccas Stimme wirkte ein wenig euphorisch.

„Ich denke, wir sollten jetzt weitermachen. Siehst du die Soldaten da unten. Keine Ahnung, warum hier Soldaten sind, aber sie blicken herauf. Also verschwinde. Ich lenke sie ab.“

„Natürlich! Ich hab dich lieb, Kalmer. Wir sehen uns!“

Es gab eine kurze Pause. Eventuell für ein Küsschen oder so. Und Bilok, der wegen seiner neuen, besseren Deckung kein Sichtfeld in Richtung der Menschen hatte, hörte lediglich ein paar Steine irgendwo herunterfallen. Also dürften sie sich etwas ungeschickt in Bewegung gesetzt haben. Das erleichterte ihn ungemein und er atmete auf.

„Denk an die letzte Planänderung! Vergiss nicht auf den Botschafter!“ „Mach ich!“

„Gute Reise!“ „Pass auf dich auf!“

Es wurde mehr gerufen als gesprochen, was darauf hindeutete, dass sie sich bereits getrennt hatten und in verschiedene Richtungen unterwegs waren.

Erst als es ganz ruhig war und die letzten Geräusche schon seit Minuten in der Ferne verklungen waren, traute sich Bilok aus seiner Deckung hervorzukommen. Er lugte vorsichtig aus der Ruine hinaus in die inzwischen hell von der Morgensonne erleuchtete Wüstenlandschaft. Kalmer ritt dort in aller Gemütsruhe auf eine Gruppe bewaffneter Männer zu, die sich um ein panzerähnliches Fahrzeug scharte.

Erleichtert setzte sich Bilok auf einen kantigen Felsen und beäugte alle Bereiche im Inneren der Ruine. Es war eine dämmrige Stimmung in diesem Gewölbe, dessen Basis tiefer als der Wüstenboden zu liegen schien. Insgesamt gab es einen Ausgang, den die beiden mit dem Pferd genommen hatten und an den Wänden einige Fensternischen und Ritzen, welche Licht ins Innere ließen. Bilok kehrte an jene Stelle zurück, wo sich bis vor kurzem noch das bläuliche Rechteck befunden hatte und untersuchte den felsigen Boden. Er konnte zahnradartige Reliefs erkennen. Vermutlich beherbergte einer der Steinbrocken den Zugang zum dunklen Pfad. Da es vermutlich einige Zeit dauern würde, bis der ewige Krieger wieder zum Tor zurückkam, konnte er sich in Ruhe umsehen und seinem dringlichsten Anliegen nachgehen – Nahrung und Wasser zu finden. Er hatte seit Tagen nichts mehr gegessen und war auch extrem durstig.

In der Anlage konnte er allerdings nichts finden. Lediglich an einer Stelle lag eine Menge Abfälle. Verrostete Metalldosen, durchsichtige Flaschen, die man verbiegen konnte und diverse Papierreste. Die Schrift darauf war für ihn nicht identifizierbar. Das einzig Essbare wären Eidechsen. Aber dafür war er noch nicht hungrig genug. Also begann er wieder die Umgebung zu beobachten.

Von Kalmer war nichts mehr zu sehen und das panzerartige Fahrzeug hatte sich ebenfalls entfernt. Zumindest konnte er weder das Ungetüm, noch die dazugehörigen Soldaten irgendwo ausmachen. Ungefähr einhundert Meter weiter bemerkte er jedoch Bewegung zwischen dem toten Gestein. Männer und Frauen in bunten Kleidern stiegen und hüpften dort herum und machten merkwürdige Erledigungen. Nach einiger Zeit des Beobachtens erkannte er, dass zwei davon mit einem Maßband herummarschierten, um Entfernungen zu vermessen und drei weitere beschäftigten sich mit einer großen Löwenstatue, die ziemlich desolat wirkte. Es schien, als würden sie diese mühevoll rekonstruieren.

Das waren weniger die von Bilok erwarteten Prospektoren, sondern so etwas wie Rekonstrukteure. Vielleicht war dies wirklich eine wichtige Anlage und man wollte sie vermessen und verbessern. So etwas Ähnliches war auf Arca-Nihil ja auch in Tlinax und Moxkluxko gemacht worden.

Die Leute hier waren jedoch ganz anders gekleidet und sie benutzten einige Werkzeuge, von denen er noch nie gehört hatte. Er beließ es bei diesen Überlegungen und schritt zur Tat. Nach wie vor war seine dringlichste Aufgabe jene, seinen Körper zu versorgen. Alle anderen Überlegungen stellte er hintan. Besonders, als er nach vorsichtigem Herumschleichen zwischen den Steinen eine Reihe von Rucksäcken an einem schattigen Ort nahe der arbeitenden Leute bemerkt hatte.

Er musste sich noch ungefähr eine halbe Stunde in Geduld üben, bis alle fünf Fremden so positioniert waren, dass er sich gefahrlos an die Beute heranmachen konnte. Eilig machte er sich an den Taschen und Rucksäcken zu schaffen. Alle waren für ihn unbekannte Modelle mit teilweise fremdartigen Materialien. Das faszinierte ihn am Rande, denn sein Hauptaugenmerk richtete er darauf, jeweils ins Innere der Behältnisse zu gelangen und nach Ess- und Trinkbarem Ausschau zu halten. Er wurde fündig und schichtete ausreichend Vorräte in seinen Rucksack um. Nachdem immer noch niemand in gefährliche Nähe gekommen war, wühlte er noch einmal durch den Inhalt eines Rucksacks und entdeckte zwischen etlichen Kleidungsstücken ein Buch. Schnell packte er auch dieses ein und zog sich eilends zurück. Minuten später war er wieder in der dämmrigen Kühle ‚seiner‘ Ruine. Dankbar registrierte er, dass es hier drinnen deutlich angenehmer als draußen unter der sengenden Sonne war. Er nahm eine der drei erbeuteten Leichtmetallflaschen, öffnete sie und genoss nach zuerst vorsichtigem Schnuppern und Probieren das kühle Nass reinen Wassers. Als er mit etlichen tiefen Zügen seinen Durst gestillt hatte, begann er sich für die Nahrungsmittel zu interessieren. Neben belegten hellen Broten gab es auch komisch verpackte Dinge, die zu erforschen und auszuprobieren ihm jetzt ein entdeckerisches und kulinarisches Vergnügen bereitete.

Danach begann die lange Zeit des Wartens. Sie wurde ihm verkürzt, als er beobachten durfte, wie sich die Menschen gegenseitig Vorwürfe machten und stritten. Vermutlich hatten sie den Diebstahl bemerkt und sie gaben sich gegenseitig die Schuld. Das konnte ihm derzeit nur recht sein.

Es tat ihm aber auch ein bisschen leid, denn er war kein Dieb. Normalerweise war er sogar sehr großzügig. Als Chef der True World Company war er eine der reichsten und einflussreichsten Persönlichkeiten auf Arca-Nihil und hätte nie, außer aus einer Not heraus, andere bestohlen. Hier war die Situation jedoch eine andere für ihn. Er war an einem ihm unbekannten Ort und durfte sich keinesfalls vorzeitig zu erkennen geben. Erst galt es herauszufinden, wo er sich befand.

Glücklicherweise kam Kalmer auch bis zur Abenddämmerung nicht zurück. So konnte Bilok warten, bis es ganz finster war. Er verließ die Ruine und blickte suchend in den Sternenhimmel. Antiriad stand tief am Horizont, von KA PREISWERT war nichts zu sehen. Das war schon einmal ungewöhnlich. Also begann er nach bekannten Sternzeichen zu suchen. Die Katze, der siebenäugige Beholder, Drache, Sarns Lampe – nichts. Kein einziges Sternzeichen konnte er ausmachen. Das war beunruhigend.

Aber er hatte schon seit dem abgehörten Dialog zwischen Kalmer und Rebecca so einen Verdacht gehabt und der erhärtete sich jetzt. Anscheinend gab es für den dunklen Pfad keine Grenzen, was die Entfernung betraf und man konnte wirklich an jeden Ort des Universums gelangen. Jedenfalls war er sich jetzt ziemlich sicher, dass dieser Planet hier die Erde war. Auch das gefundene Buch deutete darauf hin. Es war in einer Sprache geschrieben, welche er nicht verstand, aber die Druckbuchstaben waren dieselben, wie jene aus anderen Büchern von der Erde. Und die Erdmenschen hatten so eine Art Normen, welche bei Büchern immer an einer Stelle Nummern und Strichfolgen einheitlicher Art zwingend zu erfordern schien. Das war sehr vernünftig und für Bilok der letzte Beweis seiner aktuellen Theorie bezüglich des aktuellen Aufenthaltsorts.

Verdammt, ich bin jetzt wirklich auf der Erde. Einerseits machte ihn das besorgt. Immerhin bedeutete es, dass seine Reise noch immer nicht zu Ende war. Hier konnte er nicht bleiben und musste darum warten, bis Kalmer zurück kam und wieder auf den ‚Dunklen Pfad‘ zurückkehren. Andererseits war er vermutlich der erste Mensch auf Arca-Nihil, der das ANKH Monopol gebrochen hatte und ohne Hilfe des Time-Shuttles zur Erde gekommen war. Einen Entdecker, wie er es nun mal einer war, erfüllte das schon ziemlich mit Stolz.

Er verbrachte anschließend drei Tage und drei Nächte im Bereich der Ruine, immer darauf bedacht, zur Stelle zu sein, wenn der ewige Krieger zurückkam und die Erde zu verlassen gedachte.

Die Zeit nützte er, um sich weitere Vorräte zu beschaffen, was ihm seines Geschickes wegen nicht schwer fiel, und damit, sich Gedanken darüber zu machen, was Kalmer auf der Erde wohl vorhatte. Es war ein sehr bedrohlicher Gedanke sich vorzustellen, was Kalmer hier alles würde anrichten können, wenn man ihn gewähren ließe. Was, wenn er die Deathspawnseuche zur Erde brächte? Oder er würde mit lokalen Herrschern kooperieren und seine Fähigkeiten einsetzen, die Erde zu destabilisieren. Egal an was er dachte, es waren keine beruhigenden Szenarien dabei. Bilok war mehr und mehr beunruhigt und wartete darauf, dass Kalmer schließlich seelenruhig auf seinem Schlachtross reitend zurückkehren würde, um ihm mit gebührendem Abstand zurück auf den ‚Dunklen Pfad‘ zu folgen.

Bilok – Erinnerungen – Alltag auf Hagedorn

105.Y12.ANZ, Hagedorn (3 Tage vor dem Angriff der Kuracks)

Gemütlich räkelte sich Bilok in den Seidenkissen seines Himmelbettes. Wenige, einzelne Sonnenstrahlen schafften es durch die luftigen Vorhänge und hellten das prachtvolle Schlafzimmer des Vorsitzenden der ‚True World Company‘ leicht auf. Genug, um den Schläfer damit sanft geweckt zu haben. Der Erwachte streckte sich, gähnte herzhaft und schwang sich energisch aus den Federn. Danach warf sich der Nacktschläfer einen Morgenmantel über und zog die Vorhänge zur Seite. Grelles Sonnenlicht funkelte ihm entgegen und er musste erst einmal eine Hand schützend vor die Augen halten, um überhaupt ins Freie sehen zu können. Die Festung Hagedorn war schon seit Stunden voll erwacht und er konnte sich aus seinem über dem obersten der drei Burghöfe gelegenen Schlafzimmerfenster einen wunderbaren Überblick über das Treiben verschaffen. Hagedorn war das Hauptquartier der TWC, ein wichtiger politischer Außenposten Arca-Nihils und vor allem der wichtigste Handelskontor der Republik. Über Hagedorn wurden neben wirklich fast allen erdenklichen Handels- und Luxusgütern auch der gesamte Sirup und alle Mekmuskeln gehandelt.Und darum bin ich vermutlich der wichtigste Mann im ganzen Reich, dachte er ein wenig stolz auf sich, wie er so das Markttreiben beobachtete.

Normalerweise stand er früh und zeitig auf. Aber am Vortag hatten sie bis lange in die Nacht hinein gefeiert. Zu Ehren von Botschafterin Kerala und General Booming, Kommandant der IV Legion, welche ihn wegen der Kurackangelegenheit besucht hatten, war ein Abschiedsfest veranstaltet worden, da sie heute mit der ANS Scimitar, einem Kriegsschiff der Stonehavenklasse wieder zum RAN zurückkehren wollten. Solche Anlässe nützte er gerne, um den vielen, ihm sehr teuren Einwohnern der dritten Ebene von Hagedorn, einen Abklatsch vom Glanz der Hauptstadt bieten zu können. Ihm war bewusst, dass Hagedorn tiefe Provinz für viele dieser talentierten Köpfe war und er ließ nichts unversucht sie das manchmal vergessen zu lassen. Bilok war lang genug ein erfolgreicher Geschäftsmann, um zu wissen, wie stark der Erfolg der TWC von diesen talentierten Personen abhing. Er konnte sich rühmen, doppelt so viele Artisane im Sold zu haben, wie sein Gegenspieler Morten von GrausMafei in Roto Keep. Und das, obwohl dieser die Hauptstadt des Rotonerprotektorates verwaltete, oder eher beherrschte.

Nun denn, es hatte ein rauschendes Fest gegeben und er als guter Tänzer hatte die Botschafterin bis spät nach Mitternacht mit seinem Talent begeistern können. Es war nur rechtens, dann am nächsten Tag mal wirklich lange auszuschlafen.

Bilok war ein Genießer, was ihn aber nicht daran hinderte erfolgreich zu sein. Er selber erklärte sich diesen Gegensatz damit, dass er eben effizient war und seine Kräfte gezielt einzusetzen wusste.

Seine beiden Bediensteten vom Wahren Volk servierten ihm nach der Morgentoilette auf der schattigen Terrasse ein leichtes Frühstück. Fugger und Rauhbein gesellten sich zu ihm und bedienten sich ausgiebig an den saftigen Feigen und Datteln, während er sich an gesüßten Pfefferminztee und Brötchen mit Kichererbsenaufstrich hielt.

„In einer Stunde müssen wir am unteren Tor sein!“

Der verantwortungsvolle Fugger hatte wie immer ein Auge auf dem Notwendigen.

„Ich weiß. Sind die Mechs bereit?“ Bilok sprach mit vollem Mund.

„Ja. Und die Tarnfarbe ist auch drauf. Schauen martialisch aus, die Dinger.“ Rauhbein kicherte in seinen Bart.

„SERAN haben wir auch schon, aber die Pferde werden erst gestriegelt.“

„Sollen wir sie mit Säbel, oder Musketen ausrüsten?“ Wieder war es Fugger, der alle Details klären wollte.

„Ist mir jetzt echt egal. Was wirkt besser?“

„Säbel. Die glänzen bedrohlich in der Sonne und man kann sie wild schwingen.“

„Warum bleiben die Hippogriffs im Stall?“, fragte Rauhbein vorwurfsvoll. Er war einer der längst gedienten Hippogriffreiter im ganzen Reich und hätte seine Lieblinge gerne dabei gehabt.

„Zu unberechenbar. Zu unstet. Zu unnotwendig. Basta!“ Bilok war dieses Thema schon leid.

„Wer ist jetzt das Kanonenfutter? Legionäre, Wahres Volk, oder doch Hilfstruppen?“

„Leute vom Wahren Volk wirken da nicht gut und Legionäre haben wir zu wenige gefunden. Es werden wohl die Hilfstruppen ran müssen. Wir haben auch genau sechzehn. Das sollte passen.“ Fugger hatte sich echt gut vorbereitet.

„Nun gut. Dann steht dem Gemetzel ja nichts mehr im Wege.“ Bilok freute sich, dass alles für die Schlacht vorbereitet war und er nur mehr als gemütlicher Beobachter zu fungieren hatte.Wenn alles immer so einfach wäre, dachte er fröhlich und schlug Rauhbein übermütig auf dessen Oberschenkel. „Du wirst auch einen prächtigen König abgeben mit deinem wahrlich berauschenden Bart.“ Bilok lachte und Rauhbein schnaubte verächtlich tuend.

Solche Momente unter Freunden genoss Bilok immer sehr. Er hatte es tatsächlich geschafft, sich trotz seiner wichtigen Rolle im Reich eine gute work-live-balance aufrechtzuerhalten. Hauptsächlich deshalb, weil er seine Macht mit Freunden teilte und diese so viel als möglich um sich scharte. Hagedorn war damit ein Zentrum von Talenten. So konzentriert wie hier traf man nirgends auf Veteranen und Möchtegernhelden. Leider waren diese Helden aber inzwischen mehr zu Papiertigern degeneriert. Weil mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der TWC die Notwendigkeit sank, so wie früher abenteuerlich durch die Welt zu fliegen und Schätze zu horten. Stattdessen wollten Flugpläne erstellt, Lagerlisten aktualisiert und Soldtabellen abgearbeitet werden.

So beunruhigend das Auftauchen der Kuracks grundsätzlich war, insgeheim, in seinem tiefsten Herzen war Bilok diesen sogar ein wenig dankbar. Dankbar dafür, wieder etwas Spannung und Unwägbarkeit in die Wahre Welt und in sein Leben gebracht zu haben. Wer mochte wissen, wozu die Kuracks noch alles in der Lage sein würden. Woher kamen sie, warum griffen sie die Leute vom Wahren Volk an und was würde der RAN unternehmen, falls die Kuracks sich auch gegen Arca-Nihil wenden würden?

Seine Gedanken waren abgeschweift und kamen in die Wirklichkeit zurück, als sich Rauhbein schnaubend erhob. Dieser hatte inzwischen ein paar Kilo zu viel in den falschen Körperregionen, das war offensichtlich. Nun gab er bekannt in die königlichen Gemächer verschwinden zu wollen, um sich ebenfalls für den Kampf vorzubereiten. Bilok konnte es kaum noch erwarten, seinen Freund vom Gegner zerstört zu sehen und begab sich in seine Umkleide. Eine leichte Stofftunika im Stil des Wahren Volkes, mit einem Dekorationssäbel sollte heute genau angemessen sein. Er genehmigte sich noch einen seidenen Sonnenschirm dazu.

Ungefähr eine Stunde später, am frühen Nachmittag, hatten sie sich alle auf der großen freien Fläche neben dem mächtigen Sirup Bunker versammelt. Beim Bunker herrschte reges Treiben, denn die SARANIA, ein Linienschiff, das seit neustem fast ausschließlich als Sirup Tanker verwendet wurde hatte am Vortag bei der Landeplattform neben dem Bunker angedockt und wurde, emsig beladen. Viele Meks einiges und etliche Männer und Frauen der TWC waren mit dem Ladevorgang beschäftigt. Allerdings merkte man ihnen an, dass sie durch die Geschehnisse hier auf der Wiese enorm abgelenkt wurden.

Leute vom Wahren Volk hatten eine mit Palmwedeln überdachte Bühne für die Ehrengäste aufgebaut. Die Ehrengäste, das waren Bilok und seine Freunde, sowie der Häuptling von Tulon-Itzi, einer der mächtigsten Männer des Wahren Volkes, mit seiner Familie und seinem Weisen Rat. Dutzende Meks wuselten herum und erledigten diensteifrig die letzten Vorbereitungen für das Schauspiel. Bilok und Gultec saßen nebeneinander auf thronähnlichen Stühlen und schienen ihre repräsentativen Rollen zu genießen. Gultec war sehr bemüht Bilok zu gefallen. Bilok gefiel das sehr, weil es ihm bestätigte, dass die TWC nach wie vor in einer guten Verhandlungsposition zu sein schien. Solange Gultec auf den Handel mit Arca-Nihil angewiesen war, um seine Position als Häuptling zu behaupten, musste man sich keine Sorgen um genug Sirup- und Mekmuskelnachschub machen. Denn beides kam mittels Wuchtwägen in stetem Fluss aus den Manufakturen in Tulon-Itzi.

Gultec war nach Hagedorn gereist, um diese Handelsbeziehungen neu zu bestätigen. Vermutlich hoffte er auch auf eine Ausweitung derselbigen, vermutete Bilok. Und da würde sich Gultec freuen können, denn Bilok hatte gerade vor zwei Tagen eine Verdoppelung des Sirupeinkaufs mit Botschafterin Kerala ausgehandelt. Die SARANIA sollte zukünftig nicht mehr halbleer fliegen und in Arca-Nihil war vorgesehen, die Siruplager massiv zu vergrößern, um krisenfester zu werden. Außerdem würde mit Gultec über die Bedrohung durch die Kuracks zu reden sein. Bilok wünschte sich bessere Information vom Wahren Volk bezüglich Standort und Stärke von Kurackeinheiten, damit er wiederum seine Prospektoren besser über mögliche Gefahrenherde informieren konnte.

Also war das Fest ein durch und durch politisches Manöver. Beziehungen stärken, Handelsverträge erweitern und Informationsflüsse verbessern. Genauso wie er es gerne hatte. Bilok lächelte, nahm das Glas mit dem Erfrischungsgetränk und prostete damit dem Häuptling auf die Art, wie es das Wahre Volk bei offiziellen Treffen zu tun pflegte zu.

„Möge der Jaguar heute nicht deine Ziegen holen!“ „Und auch nicht die Deinigen!“, sprach Gultec die rituelle Antwort.

Bilok hatte in der Sprache des Wahren Volkes gegrüßt, was von Gultec geschätzt zu werden schien.

Ein Gong ertönte, Gultec erhob sich und sprach abwechselnd in der Sprache des Wahren Volkes und in leicht holprigem, aber gut verständlichem ANOS zu den anwesenden Menschen aus der Wahren Welt und Arca-Nihils. Er bedankte sich für die Einladung der lokalen Häuptlinge, erwähnte die aufkommende Bedrohung durch die Kuracks kurz, lobte den guten Handel und bedankte sich für das bevorstehende Schauspiel.

Als er wieder Platz nahm, ertönte von allen Seiten ein Jaulen und Klacken mit der Zunge – die Würdigung des Häuptlings durch die Anwesenden des Wahren Volkes und ein Händeklatschen von den Bewohnern Hagedorns. Nun war es an Bilok, eine Ansprache zu halten. Er liebte diese Momente, denn da konnte er witzig sein und normalerweise schätzten alle seine halb scharfsinnigen, halb doppeldeutigen Andeutungen. Diesmal hielt er sich vorsichtig zurück, da er auf keinen Fall aus Versehen den Stolz seines Gastes verletzen wollte. Auch er sprach dieselben Themen an, machte einen Scherz, der zu Kichern und leisem Applaus führte und erklärte das Schauspiel dann für eröffnet.

Die Gladiatoren betraten das Spielfeld. Auf 64 Feldern versammelten sich Mechs, SERAN Träger, Reiter, Fußtruppen und Turmschildträger.

Es wurde still. Ein Gladiator verließ sein Feld und machte 2 Schritte auf die Gegner zu. Auf der gegenüberliegenden Seite antwortete man damit, dass zwei Soldaten leicht zur Seite gingen und einem der beiden Reiter Platz machten. Dieser platzierte sich vor den Fußtruppen und die Gegenseite bewegte wieder einen Fußsoldaten. Gesteuert wurde der Trupp von einem aufgeweckten Mädchen aus dem Wahren Volk und einer älteren Dame.

„Es ist und wird der schönste Tag in ihrem Leben bleiben.“, schwärmte Gultec und beobachtete dabei ununterbrochen das Schlachtfeld.

Gerade hieb ein Fußsoldat auf einen Turmschildträger ein, wurde aber von diesem niedergetrampelt.

„Die Anregung kam eigentlich von Häuptling Pormizotl. Er hatte mir erzählt, wie sehr sich Aluna für dieses Spiel interessiert.“, erklärte Bilok.

„Ich musste ihr damals wochenlang jeden Tag aufs Neue ganz genau erzählen, was ich damals bei dir gesehen habe. Und sieh sie dir an. Ihr Gesicht strahlt und sie freut sich über jeden Zug.“ Gultec schien tatsächlich überglücklich zu sein, seine Tochter so erfreuen zu können.

Gerade machte ein goldener Battlemech – Biloks Battlemech, gesteuert von Rauhbein - einem Reiter den Garaus. Dieser schwang noch ein letztes Mal seinen Degen und aus war es mit ihm. Im Kugelhagel der Mechgatling ging er zu Boden und verließ geschlagen das Feld.

„Ja, dieses Spiel hat es wirklich in sich. Und die Idee einzelne Züge zu animieren macht es für Beobachter so schön anzuschauen. Selbst wenn man schon vorher weiß, wie es ausgeht.“ Auch Bilok war voll des Lobes.

Rauhbein musste sich indes hinter einen Turmschildträger zurückziehen. Zu viele Feinde hatten sich vor ihm versammelt.

Zug um Zug ging das Gemetzel weiter, bis nur mehr sieben Krieger auf dem Feld standen. Vier von ihnen von Kopf bis Fuß in Blut getränkt.

„Matt in drei Zügen!“, rief kleine Blume jetzt und ihr Vater hob anerkennend sein Glas und machte einen tiefen Schluck daraus. Doch Bilok war sich sicher, dass diese Rechnung nicht aufgehen würde. Er war kein guter Spieler, aber dennoch war er sich sicher, dass der alte Mann gewinnen würde.

Demonia, als Läuferin verkleidet, war es gegönnt, den schwarzen König zu Fall zu bringen und die Runde Battlechess war nach beinahe zwei Stunden Spielzeit beendet. Alle Statisten versammelten sich noch einmal in der Arena und verließen unter Jubelrufen und Applaus das Spielfeld.

Musik begann zu spielen und Tänzerinnen in wunderbaren Kostümen wirbelten über das freie Feld auf der Suche nach tanzwilligen Männern. Gultec und Bilok nahmen ein paar Leckerbissen vom Buffet mit und entfernten sich in Richtung Burg. Nahe am Beginn der Serpentinenstraße, welche zum ersten Burghof hinaufführte, war ein großes Zelt aufgestellt worden. In diesem verschwanden die beiden und weitere Anführer des Wahren Volkes und der TWC. Vier Legionäre in SERAN Rüstungen, diesmal mit echten und geladenen Gewehren sicherten das Zelt.

Langsam aber stetig trafen die letzten Teilnehmer des Treffens von der Arenawiese kommend ein und im großen Inneren des Zeltes wurden bei gutem Wein noch einige unverbindliche Nettigkeiten gewechselt. Ein helles Glöckchen wurde gebimmelt und Bilok ersuchte die Anwesenden am ovalen Tisch in der Mitte des Zeltes Platz zu nehmen. Im Zentrum des Tisches befanden sich zentimetergroße goldfarbene Mechfiguren, den echten Mechs auf dem Schachbrett der Arenawiese sehr ähnlich.

Bilok eröffnete die Besprechung stehend und stellte reihum die teilnehmenden Personen vor. Zu seiner Linken beginnend war das Fugger, sein Stellvertreter, dann Rauhbein der Hippogriffreiter, Grünwald der Druide, Ariel der exotische Naali, Susi die Mechpilotin, Balsam der berlemesische Scout, Domina die Kriegerin, Rufus, Rogan, Rotarian und Regesa – vier Rotoner, Oberst Stahl – Kommandant der vier Lanzen vor Ort, Häuptling Gultec von Tulon-Itzi, Pormizotl Häuptling von Tumibamba, Häuptling Zotlaci von Huacli, Häuptling Hexlot von Kolan und sieben weitere Häuptlinge von Dörfern aus der Umgebung. Das kleine Dorf bei Hagedorn hatte keinen Verwalter und war offiziell Teil von Tulon-Itzi, was oft zu Verstimmungen zwischen den mächtigeren Häuptlingen des Wahren Volkes führte, weil hier viel Tauschhandel und darum viel Geld gemacht werden konnte.

Heute saßen sie aber alle einträchtig zusammen, um ein sehr bedeutsames Thema zu besprechen. Seit einiger Zeit wurden immer häufiger sogenannte Kuracks gesichtet. Es handelte sich dabei um menschengroße fliegende Untote. Ihr Aussehen war vogelähnlich und sie hatten ein adlerähnliches Gesicht. Bisher hatte es noch keine Sichtung um Hagedorn gegeben, doch was Prospektoren und einzelne Jäger vom Wahren Volk zu berichten hatten war beunruhigend. Diese Kreaturen waren gute Flieger, ausgezeichnete Kämpfer, manche von ihnen waren psionisch begabt und sie hatten anscheinend kein Interesse daran zu kommunizieren. Jeder bisherige Kontakt war auf einen Kampf hinausgelaufen.

Bilok holte Infos von den anwesenden Häuptlingen ein, da Siedlungen des Wahren Volkes das bevorzugte Ziel von Kuracks waren. Dabei erfuhren die Leute aus Arca-Nihil, dass es schon vor mehr als einem Monat erste Kuracksichtungen gegeben hatte. Damals wurden sie für Dämonen gehalten und die Schamanen begannen Schutzzauber zu sprechen. Interessanterweise halfen diese Zauber und Kuracks mieden Orte, welche von Zaubern gesichert waren. Dafür wurden die Sichtungen häufiger und die beobachteten Kurackguppen größer. Vor einer Woche hatte ein Bauer vom Wahren Volk, behauptet dass Nächtens mehr als zwanzig Kuracks über seine Felder in Richtung Tulon-Itzi geflogen seien, was er aber nicht hatte beweisen können.

Es war festzustellen, dass je länger über das Thema gesprochen wurde, umso ersichtlicher wurde, dass die Häuptlinge ernsthaft besorgt waren.

Bilok hatte damit gerechnet und ja genau deshalb waren die Botschafterin und der General ja in Hagedorn auf Besuch gewesen. Seine Botschaft an die versammelten Häuptlinge war: Arca-Nihil ist bereit seinen Verbündeten zu helfen und sich den Kuracks entgegenzustellen. Entweder die Kuracks gaben sich zu erkennen und waren zu Verhandlungen bereit, oder Arca-Nihil würde seine neuen Waffen gegen sie in Stellung bringen und die Kuracks zurückdrängen.

Erleichterung war in den Augen der Häuptlinge aufgrund dieses Bekenntnisses zu erkennen, aber sie wollten mehr als nur dieses allgemeine Bekenntnis hören. Was hatte Arca-Nihil anzubieten, wollten sie wissen.

Bilok lächelte, denn er hatte diesbezüglich einiges zu bieten und wollte den Häuptlingen ein gutes Gefühl der Sicherheit mit nach Hause geben. „Nun in Hagedorn wurden in den letzten Tagen unter dem Kommando von Oberst Stahl, einem der besten und verdientesten Offiziere der LoAN“, er deutete auf den Oberst der daraufhin ernst nickte, „4 schwere Lanzen angelandet. Diese Lanzen führen 10 Demon100 Battlemechs mit sich und sind zu 100% SERAN gepanzert. Weiters gibt es die gut ausgebildete Hagedornwache. Wir sind mit modernsten Waffen ausgerüstet und die Luftschiffe BASIC, MEZZOLOTH, CARGO, ARAGON und MESSENGER hängen, wie ihr sicher bemerkt habt, alle an der langen Leine über der Burg und stehen bereit mit einem Kontingent Legionäre zu jedem bedrohten Ort in der Wahren Welt zu fliegen, um unsere Verbündeten zu unterstützen. Außerdem sitzen an diesem Tisch ausnahmslos verdiente Helden aus früheren Abenteuern, welche es sehr gut verstehen, eine Waffe zu führen.“ Dabei schwenkte er mit der Hand von Fugger beginnend über die Reihe seiner Getreuen bis zum Letzten – welcher hier am Tisch Regesa, neben Oberst Stahl sitzend, war.

„Außerdem!“, er sprach es sehr laut aus, um wieder für Ruhe zu sorgen. „Außerdem gab es gestern eine Besprechung mit General Booming, seines Zeichens Kommandant der IV Legion. Er wird auf Anweisung des RAN sofort zwei ganze Kompanien aus der Bereitschaft holen und in Valoria trainieren lassen. Ziel des Trainings ist der Kampf gegen die Kuracks und eine Vorbereitung auf die Besonderheiten von Hagedorn und der Wahren Welt. Sollte die Kurackbedrohung ernster werden, haben wir innerhalb sehr kurzer Zeit ein Viertel der Legion hier zur Verfügung. Und zwar den besten Teil der Legion.“ Er dehnte die letzten Worte und ließ sie wirken. Leute vom Wahren Volk waren immer sehr beeindruckt von der technischen Überlegenheit Arca-Nihils und ihm war bewusst, dass die Häuptlinge im Kopf einen SERAN Kämpfer mit einhundert ihrer Krieger gegenrechneten. Ganz zu schweigen von den Mechs. Die waren ein Garant für den Sieg aus den Augen des Wahren Volkes. Bilok sah das ein wenig differenzierter, aber auch er war zuversichtlich, dass die Kuracks bald gefügig sein würden. Hoffentlich, dachte er insgeheim, hoffentlich leisteten sie Widerstand, damit es etwas zu tun und zu erleben gibt.

Nachdem die Häuptlinge jetzt beruhigter und zuversichtlicher waren, kam er zu jenen Punkten, die ihm eigentlich wichtig waren.

„Wir benötigen eure Augen und Ohren im ganzen Land. Nachdem die Kuracks fliegen können und meist nachtaktiv sind, haben wir wenige Chancen viel über ihre Pläne und Bewegungen herauszufinden. Das müssen eure Leute tun, die überall im Land sind. Haltet sie an, die Infos möglichst schnell an Prospektoren weiterzuleiten. Wir werden die dreifache Prämie als sonst dafür zahlen.“

Es war tatsächlich so, dass seit einigen Tagen fast überhaupt keine Informationen mehr gemeldet wurden, was sehr ungewöhnlich und gerade in Zeiten von Veränderungen, wie es das Auftauchen einer neuen Bedrohung darstellte, beunruhigend war.

„Außerdem hat ein Hippogriffreiter festgestellt, dass Meks in etwa 3km Entfernung eine ausgesprochen große Rodung vorgenommen haben. Das ist natürlich eure Sache so etwas zu machen, aber derart nahe bei Hagedorn wäre es respektvoll, wenn wir davon im Voraus unterrichtet worden wären.“

Es stellte sich heraus, dass die Häuptlinge selber darüber auch nicht informiert waren und sie versprachen, das eiligst herauszufinden und den Menschen in Hagedorn zu berichten, warum dort geschlägert worden war und wer dies zu verantworten hatte.

Alle Themen waren nun besprochen, die Anwesenden mit der Entwicklung zufrieden und so wurden zum Abschluss noch die goldenen Battlemechstatuen an die Häuptlinge verteilt und Gultec konnte Bilok das Versprechen abringen, dass er und seine Tochter noch ein paar Mal auf Biloks Laptop Battelchess würden spielen dürfen.

Man verließ das Zelt und feierte auf der Arenawiese ein ausgelassenes Volksfest bis spät in die Nacht hinein.

Fugger – Der Dunkle Turm

Bedächtig stapfte der Wächter durch den knietiefen Schnee. Den Kopf hielt er gesenkt, um wenig Angriffsfläche für die Böen des aufkommenden Schneesturmes zu bieten. Stark musste er sich nach vorne beugen, damit er dem Gegenwind zum Trotz näher an sein Ziel gelangte. Kurz hielt er inne, um mit zum Schutz vor den feinen Eiskristallen erhobener Hand nach vorne zu blicken, wo er in der Düsternis des Sturmtreibens den bedrohlichen Schatten des Turmes bereits zu erkennen glaubte.War ich zu unvorsichtig, grübelte er, oder ist es einfach nur schon wieder stärker geworden?

Er konnte sich keinen Reim aus den Geschehnissen machen und setzte seine strapaziöse Reise fort. Bereits nach den ersten Schritten begann es wieder. Zuerst ein kleines Ruckeln. Kaum wahrnehmbar, dann ein Knirschen gefolgt von heftigen Erschütterungen der Erdoberfläche. Diesmal war es so stark, dass er, obwohl er darauf vorbereitet gewesen war und damit gerechnet hatte, umkippte und in einer mannshohen Schneewehe versank. Eilig arbeitete er sich wieder hoch, um nur abermals, diesmal seitlich in das Schneegestöber geworfen zu werden.

So stark war es noch nie. Ich muss mich beeilen!

Er erhob sich, die Beine weit gespreizt und gab sich mit seiner langen Hellebarde, welche er mit beiden Händen umklammerte und mit einem Ende fest in den schneebedeckten Boden gerammt hatte, Halt. So überdauerte er stehend die nächsten Wellen des Bebens. Als die Erschütterungen schwächer wurden, schulterte er die Hellebarde wieder und setzte seinen Weg zum Turm eilig fort. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis er am Fuß des mächtigen aus dunklen Granitsteinen errichteten Turmes angekommen war. Mit klammen Händen holte er seinen Schlüsselbund hervor und versuchte den passenden Schlüssel in das vereiste, große Vorhängeschloss zu stecken. Erst als er seine Handschuhe abgelegt hatte, gelang es ihm, den Schlüssel einzuführen und das Schloss öffnete sich langsam und zäh. Nun konnte er eintreten. Die Tür wieder zu schließen war gar nicht einfach. Zuerst entzündete er eine Fackel, steckte diese in eine Wandhalterung, zog dann die Tür mit aller Kraft zu und verriegelte sie von innen mit einem langen Holzpfosten, welcher an der Wand gelehnt hatte. Da es keine Fenster im Turm gab, war die Fackel nun die einzige Lichtquelle.

Sorgsam legte der Wächter seinen schweren Mantel ab, schüttelte den ganzen Schnee aus dem Fell des Kleidungsstückes und hängte ihn zusammen mit der Wollmütze und dem Schal an einen Kleiderhaken. Nun ergriff er die Fackel und ging langsam und bedächtig die Wendeltreppe in den dunklen Keller des Turmes hinunter.

Es fröstelte ihn, als er daran dachte, was ihn da unten wohl erwarten würde und so hielt er mit der zweiten Hand seine Hellebarde derart fest umklammert, dass die Knöchel weiß aus der von der Kälte geröteten Haut hervorstachen.

Ich hätte viel früher kommen müssen, um ihm Einhalt zu gebieten. Ja, viel früher hätte es sein sollen.

Also schalt er sich einen Narren, weil er bisher geglaubt hatte, dass die Erdbeben rein zufällig auftreten würden und nichts mit seinem Auftrag zu tun hätten. Dem Sinn seines Lebens…

Fokussiert auf jeden einzelnen Tritt stieg er tiefer und tiefer hinunter. Niemals zählte er die Anzahl der Stufen, welche beim Ab- und Aufstieg zu überwinden waren. Abergläubisch hielt er daran fest, dass dies Unglück bringen und das Monster verärgern würde. Denn er war sich ganz sicher, dass jenes bereits von seiner Ankunft erfahren hatte und gerade dabei war, in sein Gehirn vorzudringen. Ihm bei jedem Gedanken zu folgen und genau zu beobachten, ob er die Stufen zählte oder dies nicht tat. Genau wie es ihm einst in Gedanken geheißen hatte:Du bist zwar jetzt mein Meister, aber wenn der Tag meiner Freiheit gekommen ist, dann wirst du mein erster Sklave sein. Und für jede Stufe, die du bis dahin gezählt haben wirst, gibt es eintausend Peitschenhiebe, oder 1000 Jahre Kerker. Diese Wahl werde ich dir lassen MEISTER.

Genau erinnerte er sich an jene Gedanken, die ihm das Wesen tief ins Gedächtnis eingebrannt hatte. So tief, dass er sie jederzeit und in jeder nur erdenklichen Situation sofort wortwörtlich würde wiedergeben können. Sein ganzes elendes Leben lang, wenn es so werden würde, wie ihm das Monster dies einmal prophezeit hatte.

Einem zaghaften, Wie lange kann ich dich noch festhalten? folgte zumindest in seiner Fantasie die Antwort des Monsters auf den Fuß: Meine Zeit ist schon fast gekommen.Rechne jeden Tag mit deiner Versklavung.

Fast wäre er gestolpert, als er nach endlosem Abstieg am unteren Ende der Wendeltreppe angekommen war und seine an das monotone Hinuntersteigen gewohnten Beine plötzlich auf der ebenen Fläche stockten.

„Hier bin ich also wieder einmal.“, raunte der Wächter in seinen Bart hinein.

Aus der Dunkelheit des vor ihm befindlichen Ganges hörte er ein Schaben und Klirren. Vertraute Geräusche, die ihm einen Schauder über den Rücken gehen ließen.

Langsam schlurfte er den Korridor entlang. Links und rechts waren aus groben Steinen gemauerte Wände, in welche alle paar Meter schwere, von der Zeit arg gezeichnete Gitter eingelassen waren. Hinter den Gittern befanden sich karge Zellen mit vermodertem Mobiliar und manchmal den verblichenen Resten ihrer früheren Bewohner. Kleine Rinnsale sammelten sich in Ecken zu Pfützen und so mancher kleine Käfer oder so manche Kellerassel verschwand wuselnd, um dem sich nähernden Lichtschein aus dem Weg zu gehen.

Lichtscheues Gesindel, gab sich der Wächter zänkisch und zerquetschte ein zu langsames Insekt mit dem Stielende seiner Hellebarde.

Ein Brüllen erklang vom Ende des Ganges her. Der Wächter bückte sich eilig, hob die Reste des Käfers vorsichtig auf und setzte seinen Weg fort, bis er am Ende des Korridors zu einem riesengroßen und mächtigen Tor kam. Es glänzte im matten Fackellicht wie neu in bläulich, goldenen Farben. Die Gitterstäbe waren armdick und das ganze Tor fast fünf Meter hoch und doppelt so breit.

Dahinter hörte man ein Schaben und Knurren, wie es nur von einem sehr großen und sehr wilden Tier kommen konnte.

„Ich habe Futter für dich mitgebracht!“

Der Wächter sagte es auf eine Weise, wie man mit kleinen Kindern sprechen würde, wenn man ihnen überraschend ein Geschenk zu machen gedachte.

Es folgte ein Knurren, das die Gitterstäbe leicht zum Vibrieren brachte.

„Keine Sorge mein Liebes. Gleich wirst du versorgt.“

Die Hellebarde lehnte er nun an das Gitter und holte mit der freien Hand abermals den Schlüsselbund hervor, der jetzt an seinem Gürtel gehangen war, suchte umständlich nach dem passenden Stück und steckte es dann vorsichtig in das glänzende Schlüsselloch der Gefängnistür.

Einem leisen Klacken folgte ein Brummen und das Tor öffnete sich langsam und wie von Geisterhand.

Vorsichtig drang er in die dunkle Zelle vor und seine Augen suchten im Halbdunkel ängstlich nach der Kreatur, die sich dort irgendwo aufhalten musste. Wie einen Schutzschild hielt der dabei den toten Käfer mit ausgestreckter Hand vor sich in Gehrichtung.

„Ja, wo bist du denn?“

„Angsthase!“, sagte plötzlich eine Stimme direkt hinter ihm.

Er zuckte zusammen und rotierte in Windeseile um die eigene Achse. Dabei hielt er sich schützend die Hand vor das Gesicht, wie um einen todbringenden Schlag abwehren zu müssen.

Da stand aber nicht, wie erwartet eine monströse Kreatur, die ihn ausgetrickst hatte, sondern ein gut gekleideter Herr, der ihn freundlich anlächelte. Er zog gerade seinen Zylinder vom Kopf und verneigte sich dabei leicht zum Gruß. Gut zu erkennen war die lavagleich gerötete Gesichtshälfte, welche dem Wächter natürlich sofort die Identität des überraschend aufgetauchten Mannes verriet.

„Mister, was machst du hier?“, fragte er ihn des Schreckens wegen verärgert.

Dieser bekam nun glutrote Augen, seine Nase wuchs zu einer Schnauze heran und bekam fingerdicke Schnurrhaare. Aus der Stirn wuchsen drei Hörner und der gerade noch gutaussehende Herr neigte seinen Oberkörper zu Boden. Die Arme wurden zu krallenbewehrten Beinen. Die Kreatur wuchs und wurde mehr und mehr zu einer riesigen grauenhaft anzusehenden Ratte, die sich nun mit einem diabolischen Blick in den bösartigen Augen auf ihn stürzte.

Schweißgebadet erwachte Fugger und schlug erschrocken die Augen auf. Er lag in einem Bett und Maria saß kerzengerade neben ihm und hielt seine Hand fest in den ihrigen. Er bemerkte den besorgten Blick seiner Geliebten und brachte sich auch langsam in eine sitzende Position.

„War es schlimm?“, fragte er, bevor sie etwas sagen konnte. Maria nickte nur und strich ihm ein paar verklebte Haarsträhnen aus der Stirn.

„Du hast dich wie wild gebärdet und am Ende fürchterlich geschrien.“

Fugger blickte sie entschuldigend an und gab ihr einen leichten Kuss, den sie gerne entgegennahm. Maria war eine Seele von einem Menschen und er konnte sich glücklich schätzen so ein tolles Mädchen kennengelernt zu haben.

Neben all ihrer sonstigen Qualitäten und Eigenschaften war sie auch eine P1, also eine psionisch begabte Person. Derzeit in Ausbildung aber talentiert. Beim Einstiegstest war ihr attestiert worden, dass sie das Zeug für eine P3 hatte, was für sie ein Ticket zum Psi-Trust sein könnte. Und sie eventuell daran hindert mit mir nach Hagedorn zu gehen, dachte er traurig, fing dann seine abschweifenden Gedanken wieder ein und kam zurück in die Wirklichkeit.

---ENDE DER LESEPROBE---