Der Feuermann - Andrea Appelfelder - E-Book

Der Feuermann E-Book

Andrea Appelfelder

0,0
0,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

In einer kleinen Stadt in Thüringen treibt ein unbekanntes Wesen sein Unwesen, was rücksichtslos Menschen anzündet. Die Büroangestellte Aurelia Ast gerät, als sie von dieser Kreatur angegriffen wird, in die Geschehnisse hinein und beginnt mit dem Polizisten Thomas selbst zu ermitteln.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 84

Veröffentlichungsjahr: 2025

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Andrea Appelfelder

Der Feuermann

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Impressum neobooks

Kapitel 1

Andrea Appelfelder

Der

Feuermann

Diese Geschichte ist rein fiktionaler Natur, jegliche Ähnlichkeiten zu bereits existierenden Namen, Figuren und Orten sind reiner Zufall und haben nichts mit diesen zu tun.

Es war eigentlich nur ein typisch langweiliger Sonntag, an dem ich nicht wusste, was ich tun sollte. Ich saß einfach nur auf meiner Couch und lauschte uninteressiert dem laufenden Fernseher, bis ich aus Langeweile mein Smartphone zückte.

Lustlos öffnete ich die Facebook-App, wie schon Millionen Male zuvor, scrollte ohne bestimmtes Ziel durch meine täglichen Benachrichtigung und stieß dabei auf einen Nachrichtenartikel aus meiner unmittelbaren Gegend, der mein Interesse weckte.

In der Regel ignorierte ich diese, weil ich es langsam, einfach nicht mehr ertragen konnte wie meine kleine Heimatstadt langsam aber sicher den Bach herunterging.

Allerdings erfasste mich, schon bei der Überschrift ein beklemmendes Gefühl und ließ mich diesmal innehalten.

Nur einige Meter von meiner Arbeit entfernt war in einer fahrenden Straßenbahn eine Frau mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und von einem unbekannten Mann, der als entstellt beschrieben worden und durch eine Notbremsung entkommen war, angezündet worden.

Die Frau, die diesen Angriff nicht erwartet hatte und schließlich vom Straßenbahnfahrer gelöscht werden musste, war durch den Vorfall schwer verletzt worden und von einem Helikopter in eine Spezialklinik geflogen worden.

Der geflohene Mann, war als gefährlich eingestuft worden, konnte aber nicht weiter beschrieben werden und das Schicksal der Frau war ebenfalls ungewiss.

Als ich diese schockierende Nachricht zu Ende gelesen hatte, verängstigte mich das Alles bis ins Mark.

Ich dachte daran, dass ich am nächsten Tag zur Arbeit fast an dieser Gegend vorbei musste und den Täter hatte man auch am Abend noch nicht gefasst.

Allerdings ließ ich mich davon schließlich nicht weiter verängstigen und tröstete mich mit dem Gedanken, dass sich der Unbekannte längst ins Ausland abgesetzt hatte oder zumindest schon lange nicht mehr in meiner Heimatstadt weilte.

Ich verlebte danach meinen Sonntag friedlich weiter, in meiner sicheren Wohnung eines elf Geschoßers, aß zu Abend, ging früh in mein viel zu großes Bett und schlief auch schnell traumlos ein.

Mit dem Vorfall im Inneren wachte am nächsten Morgen, vom Wecker getrieben, auf, machte mich für die Arbeit fertig, schnappte alles, was ich brauchte und lief den gleichen Weg wie jeden Morgen entlang.

Das Wetter war obwohl der Frühling schon nahe war und die Frühblüher langsam aus den Boden stießen, so kalt, dass ich meinen Schritt beschleunigte, da ich mich mal wieder viel zu dünn für die Jahreszeit angezogen hatte.

Auf dem weiteren Weg war mir immer wieder so, als würde ich Schatten sehen und finstere, kauende und schnaufende Geräusche hören und so blickte ich mich mehrmals ängstlich und hektisch um, weil ich das Gefühl hatte, verfolgt zu werden, aber immer, wenn ich mich umdrehte, sah ich nichts und so schritt ich immer weiter voran.

Nachdem ich einige Minuten später erleichtert die alte Stadtvilla, in der sich meine Arbeitsstelle befand, betreten und die Tür hinter mir geschlossen hatte, war dieses ungute Gefühl auch schon verschwunden und fast schon wieder vergessen.

Sobald ich den zweiten Stock, in der sich die Holdinggesellschaft meines Arbeitgeber niedergelassen hatte, erreicht und ich die Türklinke umfasst hatte, dachte ich wie immer, wenn ich die Tür aufstieß, dass durch den Türdrücker, wenn die Tür nicht abgeschlossen war, einfach jeder in das Büro eindringen konnte.

Die Chefin hatte schon vor fast zwei Jahren versprochen, als wir die Räume bezogen hatten, den Türdrücker durch einen Knauf auszutauschen, aber bis heute war es noch nicht geschehen.

Ich schüttelte diesen Gedanken ebenfalls ab, öffnete danach die Tür, wurde wie immer von meinen Kollegen freudig begrüßt und die letzten trüben Gedanken waren dann auch schon wie weggeblasen.

Nachdem ich mir wie jeden Morgen einen Tee gemacht und meinen sich ständig wechselten Schreibtisch bezogen hatte, waren die Ereignis des Vortages bei meinen besorgten Mitmenschen Gesprächsthema Nummer eins, alle fürchteten sich, vielleicht das nächste Opfer zu sein.

Ich hörte aufmerksam zu, da sie auch meine Ängste aussprachen und beteiligte mich rege am Gespräch, ließ mich von dieser Situation aber nicht weiter mitreißen.

Nachdem alle zum Ende gekommen waren, setzte ich erst einmal meine Kopfhörer auf, hörte meinen bereits begonnenen Podcast über die Sagen Thüringens weiter und erledigte wie gewohnt meine Arbeit.

Jedoch war nichts wie gewohnt, alles lief schief. Ich war schusseliger als sonst, die Programme, die ich für meinen Job brauchte, wollten nicht so arbeiten wie sie sollten, sodass ich mit drei verschiedenen Informationstechnikern telefonieren musste, bis das Problem geklärt werden konnte und ich schließlich als Letzte in der Firma zurückblieb.

Ich war schockiert, denn ich hatte nicht mal bemerkt, dass ich von meinen Kollegen, mit denen ich noch am Morgen freundschaftlich gelacht hatte, alleine gelassen worden war und dass sich draußen schon die Dunkelheit über alles gelegt hatte.

Mich nicht weiter daran störend, räumte ich meinen Arbeitsplatz auf, suchte noch einmal die Toilette auf und befüllte meinen Spind mit meinen persönlichen Sachen.

Ich zog mich an, schnappte meine Tasche und wollte endlich meinen wohlverdienten Feierabend antreten, allerdings als ich das letzte Licht in den Büroräumen ausgeschaltet hatte, wurde ich von eigenartigen Geräuschen, welche ich nicht definieren konnte, aufgeschreckt.

Ich überlegte ob ich mir diese nur eingebildet hatte, schließlich hörte man, wenn man nur wenig sehen konnte und alleine war, schon mal Geräusche, die nicht da waren und lauschte, aber nach kurzer Zeit war das widerwärtiges Schnaufen und Keuchen wieder da,.

In meinem Inneren verkrampfte sich alles und ich überlegte und wollte dieses erneute Schnaufen, um mich selbst zu beruhigen, erneut meiner Fantasie zuschreiben, aber dann fiel mir ein, dass ich den Zugang zu den Büroräumen nicht abgeschlossen hatte und als ich so in meine Telefonate versunken und noch einmal die Toilette aufgesucht hatte, hätte jeder die Räumlichkeiten betreten können

Ich überlegte, was ich nun tun sollte, schritt aber trotzdem langsam und leise dem Eingang entgegen, bis plötzlich ein bedrohlicher, grotesk wirkender Schatten in dem spärlich von Straßenlaternen beleuchteten Büro direkt vor mir auftauchte.

Erst dachte ich, dass dieser Schatten ein Mensch sei und vielleicht einer meiner untrainierten Kollegen, die schon beim Erklimmen von zwei Treppenetagen eine Pause von zehn Minuten brauchten und erbärmlich schnauften, doch vor mir stand eine düstere, unförmige Kreatur, die immer schrecklicher schnaufte und nicht ansatzweise menschlich wirkte.

Das Wesen, was durch seine leuchtenden gelben Augen die Dunkelheit und die Schatten noch gruseliger wirken ließ, watschelte langsam auf mich zu.

Ich geriet in Panik, nahm die Tasche, in der ich meinen Laptop in der Regel mit nach Hause nahm und schleuderte diese auf das Wesen.

Die Kreatur, die das nicht erwartet hatte, taumelte dadurch und ich rannte den Gang entlang, bog links ab und verbarrikadierte mich in der Küche.

Ich schloss panisch die Tür und drehte zitternd den Schlüssel, der immer in der Tür von innen steckte, hektisch herum.

Das Wesen, was ich immer noch nicht identifizieren konnte, schien mich schon eingeholt zu haben und donnerte mit seinem wuchtigen Körper gegen die Tür.

Diese begann unter den Aktionen des Monster schon Risse zu bilden und als ich das sah, riss ich erschrocken die Augen auf und verfluchte, dass ich mein Handy in meiner Hasche gelassen hatte und dass mein Arbeitgeber zu digital war um ein Festnetztelefon zu besitzen.

Ich resignierte und wusste, dass die dünne und alte Holztür nicht mehr lange standhalten würde und stellte alles, was ich finden konnte vor diese.

Allerdings war das nicht viel, ich sah mich nervös um, die schwarze Hochglanz-Küchenzeile war angeschraubt, genauso wie der weiße Tisch, an dem wir sonst in der Mittagspause unsere Mahlzeiten zu uns nahmen.

Ich stellte die Stühle des Esstisches davor und doch machte ich mir auch jetzt keine großen Hoffnungen, dass dies der Kreatur, die immer lauter schnaubte und die Risse der Zugangstür vergrößerte, standhalten würde.

Ich rannte zum Fenster, sah hinaus, doch niemand war weit und breit zu sehen, also brachte Schreien auch nichts, besonders, weil ich nur von Villen, die mit Büros und Zahnärzten bestückt waren, umgeben war, einen Ausgang fand ich dort auch nicht, da sich das Büro in der zweiten Etage befand.

Ich wusste nicht, was ich weiter tun sollte, springen und mir, im besten Fall, vielleicht das Bein verletzen, wo mich dann die Kreatur auf dem Vorhof erwischen würde oder hier auf die Bestie warten und getötet werden, oder vielleicht sogar Schlimmeres.

Ich verfluchte mich innerlich für die vielen Horrorfilme, die ich schon in meinem Leben gesehen hatte und die vielen Todesarten, die darin bis aufs Brutalste thematisiert worden waren.

Doch blieb mir nun keine Zeit mehr zum Überlegen, da die Kreatur die Tür mittlerweile zerstört hatte, die Stühle fortgeschleudert hatte und in die Küche eingedrungen war.

Hier konnte ich, durch das Licht, was ich in meiner Zuflucht angeschaltet hatte, das Wesen, was Schaum vor seinem Mund mit den verfaulten Zähnen hatte, ganz genau sehen und seinen bestialischen Geruch einatmen.

Es trug zertragene, zerrissene und schmutzige Kleidung, war aber kein so schreckliches Monster wie ich angenommen hatte.

Es war eine sehr menschliche Kreatur und eher einem Mann, der völlig entstellt war, ähnlich als einem anderen Monster, aber deswegen auch nicht minder furchterregend.

Das Monster, welches keinen menschlichen Laute von sich gab, trug eine dreckige, halb zerdrückte Plastikflasche in der Hand, stürmte nun schnell auf mich zu und übergoss mich mit einer widerlich stinkenden, dickflüssigen, schwarzen Substanz.

Ich dachte, sobald mich die Substanz berührt hatte, sofort an das Ereignis des Vortrages und nachdem das Wesen wie aus dem Nichts Feuer auf seiner Hand, erzeugte, dachte ich schon, dass ich in wenigen Sekunden jämmerlich verbrennen würde.

Ich weinte fast als ich an den bevorstehenden Schmerz dachte, der mich gleich erfassen würde, zog aber geistesgegenwärtig meine Jacke, die das meiste abbekommen hatte und die ich zum Glück noch immer trug, aus und warf sie auf das narbenversetzte Wesen.

Da es immer noch das Feuer auf der entstellten und verhutzelten Hand trug, begann es sofort, nachdem es von meiner durchtränkten Jacke getroffen wurde, selbst Feuer zu fangen.