Der Geist und Ich - Aleksandar Zivadinovic - E-Book

Der Geist und Ich E-Book

Aleksandar Zivadinovic

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Beschreibung

Eines Morgens wachte ich auf und starrte ungläubig auf meinen Nachtschrank. Was ich da sah, raubte mir fast den Atem.Die Glasplatte, die den oberen Abschluß meines Nachtschrank bildete, war übersät mit Hunderten von Kerzenwachsflecken von millimeter bis mehrere Zentimeter groß. Es sah aus, als sei die Kerze in drei Richtungen explodiert. Ein Getränkeglas,das in der Nähe stand, war von oben bis unten mit bis zu fingernagelgroßen Flecken vollgespritzt. Ebenso mein Radiowecker und ein Flaschenöffner. Selbst die Wandtapete hat einiges abbekommen. Meine Freundin Marietta war an diesem Morgen auch da. Abends vorher haben wir es uns bei Kerzenschein gemütlich gemacht,danach habe ich die Kerze gelöscht und wir haben uns schlafen gelegt.Inzwischen war auch sie aufgewacht.Sie war sprachlos wie ich auch.Wir beide hatten in der Nacht nicht das geringste gehört. Wie ist so etwas möglich? Die Kerze war cirka vier Zentimeter im Durchmesser und in etwa gleich hoch. Sie stand in einem Aschenbecher, den ich zum Kerzenständer umfunktioniert hatte Umgefallen ist sie nicht.

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Seitenzahl: 54

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Aleksandar Zivadinovic

Der Geist und Ich

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Der " Geist " und Ich.

Im Jahr 2010 passierte das mit dem Spiegel im Wohnzimmer.

Impressum neobooks

Der " Geist " und Ich.

Der " Geist " und Ich. Von Aleksandar Zivadinovic

Eine Erzählung nach wahren Begebenheiten.

Dies ist die Geschichte von unglaublichen Vorfällen, die sich in meiner Wohnung ereigneten. Nein, wenn ich überlege, nicht nur meine Wohnung , auch mein Arbeitsplatz, mein Auto und mein Fahrrad waren betroffen.

Soweit es geht, versuche ich die Geschehnisse in der Reihenfolge zu schildern, wie sie passiert sind. Notizen mit dem jeweiligen Datum machte ich erst viel später, nach dem einfach zu viel geschah, und ich mir nicht mehr alles merken konnte. Von vielen Ereignissen machte ich Fotos, soweit dies möglich war.

Das erste Mal, daß ich bewusst etwas außergewöhnliches bemerkte, liegt schon etliche Jahre zurück, im Jahr 1976. Ich war damals Mitte Zwanzig und wohnte in einer kleinen Einliegerwohnung. Eines Nachts, ich weiß nicht mehr, ob ich schon geschlafen hatte, spürte ich eine große Unruhe in mir, und eine Angst, die ich bis dahin nicht kannte. Aus dem nebenan liegenden Kellerverschlag und aus dem Flur meinte ich Geräusche und Schritte zu hören. Ich versuchte mir Mut zu machen, und redete mir ein, das Knarren stammt vom Bretterverschlag des Kellers. Was mich verstörte, war, daß ich das Gefühl hatte, irgend jemand befindet sich mit mir im Raum. Dieses Gefühl war so stark, ich könnte schwören, es war wirklich noch jemand da. Und jetzt, wo ich dies schreibe, fröstelt es mich wieder.

Lange Zeit fiel mir nichts mehr Besonderes auf. Inzwischen war ich in eine andere Wohnung gezogen, in deren Nähe sich ein Regionalflughafen befand. Ich hatte mir eine neue Stereoanlage mit CD-Laufwerk gekauft, auf die ich anfangs sehr Stolz war. Leider bereitete mir diese Anlage ständig Ärger. Hörte ich eine CD, schaltete sie sich nach kurzer Zeit selbstständig aus .Eine CD vollständig anzuhören, war nahezu unmöglich. Da sich wie gesagt in der Nähe ein Flugplatz befand, nahm ich an, eventuelle Funkfrequenzen von Flugzeugen hätten die Musikanlage gestört und zum Stillstand gebracht. Dagegen spricht, zu diesen Zeitpunkten habe ich weder ein Flugzeug starten, landen oder fliegen gehört. Mein jüngster Bruder Radomir, der zu Besuch war und dem ich den Ärger mit der Anlage erzählte, wollte die Stereoanlage haben und kaufte sie mir ab. Jahrelang lief sie bei ihm problemlos, was mich wunderte. Warum funktionierte sie bei ihm, bei mir aber nicht? Für mich war das eigenartig und ich kann nicht sagen, ob diese Geschichte in die Reihe von vielen anderen Vorfällen einzuord- nen ist, die sich in den Jahren darauf bei mir ereigneten.

In den 1980 er Jahren betrieb ich aktiv Motorsport, fuhr Grasbahnrennen, mehr oder weniger erfolgreich. Mit meinem Mechaniker Toni und Rosi, einer jungen Frau aus unserer Clique, fuhr ich Richtung Plattling in Bayern, wo ich ein Rennen bestreiten wollte. Wir mussten durch Landshut fahren, meine Geburtsstadt. Ein, zwei Kilometer vor Landshut befand sich ein Parkplatz, auf den wir fuhren. Im Hintergrund sah ich die Martinskirche, der höchste Ziegelsteinbau der Welt, mit einhundertdreißig Meter Höhe. Es war ein sehr schöner Anblick. Ich nahm meine Videokamera und filmte. Die Rosi im Vordergrund auf dem Parkplatz, im Hintergrund die Stadt mit der Martinskirche und der Burg Trausnitz. Für mich ein sehr emotionaler Anblick, weil ich diese Stadt seit über zwanzig Jahren nicht mehr besucht habe und mich sehr viele Erinnerungen an meine Kindheit damit verbinden. In der Kamera war eine neue Kassette eingelegt, es wurde dann auch im Fahrerlager und beim Rennen gefilmt . Als ich Tage später den Film ansah, musste ich leider feststellen, die Aufnahme von dem Parkplatz befand sich nicht mehr auf der Kassette. Natürlich war ich verärgert und enttäuscht, konnte mir auch nicht erklären, warum diese Aufnahme gelöscht, bzw. überspielt war. Jedenfalls habe ich die Szenen vom Parkplatz nicht zurückgespult und später dann weiter gefilmt.

Einige Jahre später, ich arbeitete damals in der Qualitätssicherung einer großen Firma für Maschinen- antriebstechnik in Friedrichshafen am Bodensee, trug sich etwas sehr merkwürdiges zu. Mein Schreibtisch befand sich in einer mittelgroßen Halle. Um mir neue Arbeit zu besorgen, fuhr ich mit dem Aufzug in den Keller, wo sich unsere Ware befand. Nach dem ich zurück war und zu meinem Arbeitsplatz ging, stockte mir der Atem. Vom Mittagessen war noch ein Stück Pausenbrot übrig geblieben, das ich rechts neben der Tisch- kante hingelegt hatte. In der Zeit, als ich mich im Keller befand, nahm irgend jemand den gefüllten Aschen- becher und schüttete den gesamten Inhalt über mein Käsebrot. Ich war wie vom Donner gerührt. Wer hatte das gemacht, und warum? Es war schon am späten Nachmittag, meine Arbeitskollegen waren alle, bis auf meinen Gruppenführer, nach Hause gegangen. Er saß zwei Tische weiter hinter seinem Computer, ihm war nichts anzumerken, daß etwas vorgefallen sein könnte. Was sollte ich in dieser Situation tun? Was sollte ich ihn fragen? Er war mit Sicherheit nicht der Übeltäter. Ob sich eine abteilungsfremde Person in der Nähe meines Schreibtisches aufgehalten hatte? Hätte ich ihm gesagt, was passiert ist, würde er mich für komplett verrückt halten, ich sagte lieber nichts. Ich konnte es damals und auch heute nicht erklären, was genau vorgefallen ist. In den darauffolgenden Jahren ereigneten sich noch sehr viel mehr von solchen verrückten, ungewöhnlichen und, ja, übernatürlichen Dingen.