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Dieses E-Book entspricht ca. 21 Taschenbuchseiten ... Eine mehrtägige Wanderung auf dem Nibelungensteig soll mein Leben verändern und schon als ich Tristan, den Wanderführer erblicke, weiß ich, dass ich ihn haben muss. Er ist heiß und seine Blicke versprechen mehr. Doch dann knicke ich mit dem Fuß um und alle meine Pläne scheinen sich zu zerschlagen. Werde ich Tristan noch näherkommen können? Diese Ausgabe ist vollständig, unzensiert und enthält keine gekürzten erotischen Szenen.
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Seitenzahl: 27
Veröffentlichungsjahr: 2025
Impressum:
Der lustvolle Wanderguide | Erotische Geschichte
von Amy Balton
Amy Balton, geb. 1978, lebt mit ihrem Ehemann und zwei Kindern in der pulsierenden Metropolregion Frankfurts. Beruflich wie familiär stark eingebunden, findet sie im Schreiben ihren persönlichen Ausgleich. Dabei verbindet Amy ihre Leidenschaft zur Sprache spielerisch mit der schönsten »Neben«-Sache der Welt. Sie kombiniert Erotik und Experimentierfreudigkeit mit Erfahrung und Fachwissen, beschreibt Praktiken gern detailgetreu, ohne dabei obszön oder anrüchig zu sein. Mit ihrem Sexualratgeber möchte Amy anderen Paaren die Lust und Leidenschaft am gemeinsamen Sex zurückbringen. Denn aus Amys Perspektive ist - neben der Liebe - Erotik der Schlüssel zum Erfolg für ein glückliches Paar-Leben.
Lektorat: A. K. Frank
Originalausgabe
© 2025 by blue panther books, Hamburg
All rights reserved
Cover: © Slava_14 @ depositphotos.com
Umschlaggestaltung: Matthias Heubach
ISBN 9783756120109
www.blue-panther-books.de
Der lustvolle Wanderguide von Amy Balton
Der blau-weiße Linienbus, dessen Seitenfenster erst kürzlich mit kunstvollem Graffiti verziert wurden, bremst, begleitet von einem ohrenbetäubenden Quietschen, an der Haltestelle in Bensheim. Mit einem Knopfdruck öffnet der Fahrer die Türen, während sich mit einem leisen Zischen der Bus zur Gehsteigseite leicht absenkt.
Eine ältere Frau quält sich mit ihrem völlig von Einkäufen überladenen Rollator aus der hinteren Tür. Dabei kullert ein Apfel aus dem Korb und rollt direkt vor meine Füße. Ich schultere mit einem beherzten Schwung meinen riesigen Rucksack, bücke mich geschwind, lächle die Dame an und versuche, einen freien Platz für das Fundstück in ihrem Körbchen zu finden.
»Behalt den nur, mein Mädchen. Äpfel sind sehr gesund, auch für ein junges Ding, wie Sie es sind«, begegnet mir die Dame beinah fürsorglich.
Ich denke an den Leitspruch meiner eigenen Oma: »An apple a day, keeps the doctor away«, und muss schmunzeln. Ich bedanke mich herzlich bei ihr, versichere mich, dass sie gut auf dem Fußweg angekommen ist, und springe dann selbst schnell in den Bus hinein.
Bei dem völlig entnervten Fahrer, der sich auch von meiner Fröhlichkeit nicht anstecken lässt, ziehe ich ein Ticket. Und noch während ich nach einem geeigneten Platz Ausschau halte, setzt sich der Bus ruckartig in Bewegung. Ich laufe leichtfüßig durch den schmalen Gang und lasse mich auf einem der hinteren Plätze nieder. Meinen Rucksack hieve ich auf den freien Platz neben mir, sodass er nicht den ganzen Gang versperrt. Dann reibe ich den Apfel an meiner Hose, bis die Schale glänzt, so wie ich es schon als Kind getan habe, und beiße beherzt hinein. Er ist saftig, schmeckt nach Sommer, auch wenn er für mein Empfinden etwas zu sauer ist.
Die kleine Stärkung kam jetzt genau zur rechten Zeit, hatte ich doch noch nicht gefrühstückt. Viel zu spät hatte mein Wecker an diesem Morgen geklingelt. So blieb mir nur noch Zeit, um in Windeseile eine schnelle Dusche zu nehmen, während des Anziehens einen Kaffee hinunter zu schütten, meine Sachen zusammenzuklauben - glücklicherweise hatte ich meinen Rucksack gestern schon gepackt - und schnellen Schrittes zur Bushaltestelle zu eilen.
