Der Plumpsklohahn - Julia Lichtauf - E-Book

Der Plumpsklohahn E-Book

Julia Lichtauf

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Beschreibung

In dem Buch "Der Plumpsklohahn" erzählt meine Mutter mit vielen kleinen Episoden Geschichten aus einer Zeit, die meine Generation schon gar nicht mehr kennt (1937 bis ca. 1960). Vor allem aber stehen die vielen Kindheitserinnerungen im Vordergrund. Zum Teil in der Stadt und zum Teil auf dem Land. Nach und nach konnte ich mir ein immer besseres Bild machen und mich zumindest ein klein wenig hineinversetzten. Es sind gerade diese kleinen Geschichten aus dem Alltag, die mich selber amüsierten, aufregten oder vielleicht auch erstaunten. Der Zusammenhalt, die Hoffnung und das Organisieren des Alltags haben es ihren Eltern und vielen Menschen möglich gemacht, dass es immer irgendwie weiterging.

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Seitenzahl: 46

Veröffentlichungsjahr: 2016

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www.tredition.de

Julia Lichtauf

Der Plumpsklohahn

Lebendige Erinnerungen aus meiner Kindheit

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© 2016 Julia Lichtauf

Umschlag, Illustration: Julia Lichtauf

Lektorat, Korrektorat: Naomi Mandler

ISBN

Paperback

978-3-7345-1126-4

e-Book

978-3-7345-1127-1

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Vorwort

In dem Buch „Der Plumpsklohahn“ erzählt meine Mutter mit vielen kleinen Episoden Geschichten aus einer Zeit, die meine Generation schon gar nicht mehr kennt (1937 bis ca. 1960). Vor allem aber stehen die vielen Kindheitserinnerungen im Vordergrund. Zum Teil in der Stadt und zum Teil auf dem Land. Nach und nach konnte ich mir ein immer besseres Bild machen und mich ein wenig in diese Zeit hineinversetzten. Es sind gerade diese kleinen Geschichten aus dem Alltag, die mich selber amüsierten, aufregten oder vielleicht auch erstaunten. Der Zusammenhalt, die Hoffnung und Organisieren des Alltags haben es ihren Eltern und vielen Menschen möglich gemacht, dass es immer irgendwie weiterging.

Inhalt

Kapitel 1 Mein Start in die Welt

Kapitel 2 Kirschenfensterln

Kapitel 3 Die Zwerge

Kapitel 4 Spazieren mit Papa – das Eis

Kapitel 5 Meine Spielsachen

Kapitel 6 Papa und das Radio

Kapitel 7 Ziegen und Milch der Enkheimer Oma

Kapitel 8 Auf der Kellertreppe

Kapitel 9 Bekleidet im Gemeinschaftsbett

Kapitel 10 Heimaturlaub von Onkel Paul

Kapitel 11 Mamas Hauskontrolle in Frankfurt

Kapitel 12 Papas Kletterversuche im Schlafzimmer

Kapitel 13 Der geplatzte Tortentraum

Kapitel 14 Papa – Bunkerbau in Enkheim

Kapitel 15 Papas wöchentliche Fahrt nach Stein-Bockenheim

Kapitel 16 Landschule und Lehrerpaar mit Eulen

Kapitel 17 Der Plumpsklo-Hahn

Kapitel 18 Bauern im Krieg - Mamas Arbeit beim Bauern und der zusätzliche „Feldzusatzlohn“

Kapitel 19 Schokolade von Papa

Kapitel 20 Angst vor den Russen

Kapitel 21 Noch ein Jahr in Stein-Bockenheim

Kapitel 22 Mamas Verehrer mit Jeep

Kapitel 23 Papas Arbeit bei den Scheidts

Kapitel 24 Verkappter Gelenk-Rheumatismus

Kapitel 25 Die reichen Bauern

Kapitel 26 Kuchen backen in Stein-Bockenheim

Kapitel 27 Kartoffeln, ich liebe sie

Kapitel 28 Untermiete, Kampf um Wohnung

Kapitel 29 Heidi, die Hundemama

Kapitel 30 Winteraktivitäten

Kapitel 31 Essen nach dem Krieg

Kapitel 32 Nicht in den Trümmern

Kapitel 33 Die Nachbarin, Freundschaft mit Amerikaner – Kleidchen

Kapitel 34 Die wertvolle Kernseife

Kapitel 35 Handel nach dem Krieg

Kapitel 36 Der Koks und die Aktentasche

Kapitel 37 Der Limburger

Kapitel 38 Im städtischen Badehaus in Frankfurt

Kapitel 39 Eis-Günther

Kapitel 40 Renten-Marken

Kapitel 41 Verlobt - ohne Wohnung

Danke

Über die Autorin

Kapitel 1 Mein Start in die Welt

Meine Ungeduld wurde mir wohl schon in die Wiege gelegt. Am 15. Oktober 1937 backte meine Mama abends Pfannkuchen. Ohne große Ankündigungen hatte ich es sehr eilig auf die Welt zu kommen und die Wehen setzten ein. Papa wollte eigentlich noch den Arzt, der in der gleichen Straße wohnte, zur Hilfe holen. Dies dauerte allerdings zu lang, da dieser bereits gemütlich bei einem wohlverdienten Bierchen den Feierabend genoss. Doch Mama und ich hatten alles schon alleine geschafft und ich war schon da.

Immerhin konnte der Arzt noch die Nabelschnur durchtrennen. Ja, meine Mama und mein Papa haben auch später in Ihrem Leben alles irgendwie in den Griff bekommen. Groß Jammern und Aufgeben war noch nie ihre Devise und das war auch gut so, denn ihr Leben schrieb noch viele Geschichten.

Meine Mama und ich

Bald werde ich achtzig Jahre alt. Zurückblickend bin ich mir sicher, dass dies meine Lebensphilosophie stark geprägt hat.

Kapitel 2 Kirschenfensterln

Früher war es überhaupt nicht üblich, dass ein Badezimmer zur Wohnungsausstattung gehörte. Nur wohlhabende Leute kamen zu dieser Zeit (ca. 1937-38) in den Genuss eines eigenen Bades in der Wohnung. So kann ich mich noch erinnern, dass ich gerne in meiner Zinnbadewanne badete, die auf zwei Stühlen in der Küche aufgestellt wurde. Doch ehrlich gesagt, für mich kleines Würmchen war das absolut in Ordnung. Toiletten befanden sich ebenfalls nicht in der Wohnung. Zum Glück gab es in unserem Haus in jeder Zwischenetage eine Toilette. Diese hatten bereits den Luxus, mit einer Wasserspülung ausgestattet zu sein.

In der Küche spielte sich fast alles ab. Unsere freundliche Vermieterin, die mit ihrem dicken Mann über uns wohnte, ließ gelegentlich für mich ein Körbchen mit leckeren roten süßen Kirschen an einer Kordel zu unserem Küchenfenster herunter. Dies war für mich jedes Mal eine schöne Überraschung über die ich mich sehr freute. Sobald das Körbchen von uns entdeckt und geleert war, schwebte der Korb wie von Zauberhand langsam wieder nach oben.

Kapitel 3 Die Zwerge