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Kenntnisreich und lebendig zeichnet diese Biografie das Porträt einer Persönlichkeit, die durch ihr Denken und Wirken das Rheinland und die Kirche nachhaltig geprägt hat. Während des Nationalsozialismus stritt Josef Kardinal Frings für seine Kirche und avancierte in der Nachkriegszeit zum Diplomaten, der mit den Besatzungsmächten verhandelte. Einen besonderen Namen machte sich der Erzbischof von Köln während des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965), dessen Wortführer er wurde. Friedhelm Ruf skizziert das fesselnde Lebenswerk eines Mannes, der trotz aller Zweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit mutig seinen Weg gegangen ist – als Vertreter der Deutschen nach dem Krieg und als Bischof der Weltkirche, der Papst Johannes XXIII. tatkräftig dabei unterstützte, die Fenster der Kirche zu öffnen.
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Veröffentlichungsjahr: 2015
Friedhelm Ruf
DER RHEINISCHE
KARDINAL
JOSEF FRINGS
Seelsorger, Diplomat und Brückenbauer
J.P.BACHEM VERLAG
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.
1. Auflage 2015
© J.P. Bachem Verlag, Köln 2015
Lektorat: Manuela Tiller, Köln
Layout: Friedhelm Ruf, Grevenbroich
Einbandgestaltung: Petra Drumm, Köln
Druck: CPI books GmbH, Leck
Printed in Germany
ISBN 978-3-7616-2951-2 Buchausgabe
ISBN 978-3-7616-2978-9 EPUB
ISBN 978-3-7616-2979-6 MOBI
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Wir haben uns bemüht, alle Nutzungsrechte zur Veröffentlichung von Materialien Dritter zu erhalten. Sollten im Einzelfall Ansprüche offen sein, bitten wir um Kontaktaufnahme mit dem Autor oder dem Herausgeber.
Die Anekdoten vor den Kapiteln wurden den beiden Büchern „Stüfchen, Eminenz“ und „Stüfchen, Heiligkeit“ entnommen. Sie können mit freundlicher Genehmigung des Wartberg Verlages Köln abgedruckt werden. Die einzelnen Anekdoten in den Büchern wurden von Friedhelm Hofmann, Bischof von Würzburg, gesammelt.
Das Covermotiv zeigt Josef Kardinal Frings beim Besuch der Pfarrgemeinde St. Elisabeth in Reuschenberg bei der Entgegennahme von Obstspenden für Waisenkinder im Juli 1950. Das Foto wurde von Philipp Groß gemacht. Es stammt aus dem Bildbestand des Stadtarchivs Neuss.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort Rainer Maria Kardinal Woelki
Einer der herausragenden Bischöfe
Vorwort Bernd Ramakers
Leben und Wirken des rheinischen Kardinals
Einleitung
Josef Frings – der rheinische Kardinal
Für die Menschen bestellt
Kardinal Frings und seine Zeit
Als Pastor in Köln-Braunsfeld
Ein ehemaliger Kaplan erinnert sich
Ehrenbürger der Heimatstadt Neuss
Frings und das Quirinusfest 1950
Tag der Ehre und der Freude
Erhebender Abschluss des Quirinusjubiläums
Der Ehrenbürgerbrief
Der Wortlaut des Briefes
Quirinusprozession 1950
Zum Abschluss des großen Festes
Das II. Vatikanische Konzil
Frings hilft kräftig mit beim Öffnen der Fenster
Ein bleibendes Hilfswerk
Manfred Holz war für Misereor in Venezuela
Das Frings-Quartett
Mit einem Duo fing es an
Frings und die Schützen
Einsatz für die Bruderschaften
Unserer Stadt zur Ehre
Frings als Ehrenbürger von Bad Honnef und Köln
Das Testament des Kardinals
Das Brustkreuz geht nach Tokio
Der Bischofsstab
Mit Orpheus und Quirinus
Die letzten Jahre
Bruder Wunibald und der Tod des Kardinals
Neusser Erinnerungsorte
Spaziergang auf den Spuren von Kardinal Frings
Der beliebteste Kölner
Der Kardinal auf einem Album der Bläck Fööss
Der Bischof meiner Kindheit
Der Würzburger Bischof Hofmann im Interview
Frings ist für mich ein Vorbild
Der Kölner Stadtdechant Robert Kleine im Gespräch
Wegbegleiter und Zeitzeugen
Menschen erinnern sich an Kardinal Frings
Der Kardinal in den Medien
Auswahl aus der vielfältigen Berichterstattung
Die Erinnerung lebendig halten
Wirken der Josef Kardinal Frings-Gesellschaft
Anhang
Brief nach der Kardinalserhebung
Die abenteuerliche Reise nach Rom
Reise nach England
Besuch bei Kriegsgefangenen
Die Silvesterpredigt 1946
Als „fringsen“ in den Sprachschatz kam
Hilfe für Menschen in Not
Misereor und Adveniat
Die Rede in Genua
Gedanken vor dem Konzil
Requiem für Konrad Adenauer
Die Predigt von Kardinal Frings
Abschiedsrede des Kardinals
Josef Frings am Ende seines Bischofsamtes
Kinder fragen Kardinal Frings
Was der Erzbischof sehr gerne isst
Namen auf der Urkunde
Neusser Verwandte stifteten Brustkreuz
Die Generalvikare
Von David bis Jansen
Lebensdaten
Ein Neusser auf dem Bischofsthron
Dank an die Unterstützer
Begleiter des Buches über Kardinal Frings
Register
Literaturverzeichnis
Vorwort
Einer der herausragenden Bischöfe
Kardinal Frings war sicher einer der herausragenden Erzbischöfe von Köln. Von den letzten Jahren des II. Weltkrieges bis zu den ersten Jahren nach dem II. Vatikanischen Konzil (1942–1969) hat er die Kölner Erzdiözese geleitet. Unvergessen sind sein Eintreten für die Not leidende deutsche Bevölkerung bei den Besatzungsmächten nach 1945 und sein Einfluss auf das Grundgesetz und die nordrhein-westfälische Verfassung 1949/50.
Nach den Notjahren lenkte Kardinal Frings als Vorsitzender der Fuldaer Bischofskonferenz den Blick der deutschen Katholiken auf Hunger und Krankheit in der Welt und die Nöte der Kirche in Lateinamerika: Misereor und Adveniat wurden von Kardinal Frings angestoßen und verwirklicht. Schließlich gehörte er – beraten von dem jungen Professor Joseph Ratzinger in Bonn – zu den einflussreichen Vätern des II. Vatikanischen Konzils.
Doch das alles liegt mehr als 50 Jahre zurück. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass das Bild dieses bedeutenden Kölner Kardinals verblasst, zumal die Zahl derer abnimmt, die noch eigene Erinnerungen an ihn haben. Deshalb ist es zu begrüßen, wenn durch das vorliegende Buch die Erinnerung an diesen Ehrenbürger der Städte Neuss, Köln und Bad Honnef aufgefrischt und sein Bild nachgezeichnet wird.
Rainer Maria Kardinal Woelki
Erzbischof von Köln
Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (l.) bei seiner Amtseinführung am Altar des Kölner Doms gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx. In seinen Händen hält Kardinal Woelki den Bischofsstab seines Amtsvorgängers Josef Kardinal Frings. (Foto: Presseamt Erzbistum Köln)
Vorwort
Leben und Wirken des rheinischen Kardinals
Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Die Josef Kardinal Frings-Gesellschaft zu Neuss am Rhein e. V. wurde 1996 gegründet, um dem „Neusser Kardinal“ in seiner Heimatstadt ein Denkmal zu setzen. Danach erfolgte auf Initiative der Gesellschaft die Umbenennung der viel befahrenen Südbrücke zwischen Neuss und Düsseldorf in die „Josef-Kardinal-Frings-Brücke“.
Denkmal und Brücke erinnern an einen der bedeutendsten Kirchenmänner unserer Zeitgeschichte. Für die Gesellschaft war es darüber hinaus wichtig und reizvoll, Leben und Werk des Kölner Erzbischofs in seiner Heimatstadt Neuss lebendig zu halten.
Eine Reihe von Büchern und Schriften berichten über den Kölner Erzbischof Frings. Ende 2012 entstand die Idee, ein weiteres Buch über Frings zu verfassen. Das Besondere der Lektüre: Zeitzeugen, die ihren Bischof noch selbst erlebt hatten, sollten zu Wort kommen. Außerdem sollten Erinnerungsstücke und Erinnerungsorte festgehalten werden.
Mit dem Biografen Friedhelm Ruf hatten wir schnell einen erfahrenen Schriftleiter gefunden, der als langjähriger Redakteur der Neuss-Grevenbroicher Zeitung über die erforderliche Kompetenz und Erfahrung verfügt. Ein weiterer Faktor war die Begleitung, die uns Rechtsanwalt Dr. Heinz Günther Hüsch, Ehrenmitglied der Gesellschaft, mit Rat und Tat zuteilwerden ließ. Schließlich machten es namhafte Sponsoren möglich, dass das Werk gelingen konnte.
Präsident Bernd Ramakers. (Foto: Andreas Woitschützke)
Entstanden ist ein Buch, in dem vom Leben und Wirken des rheinischen Kardinals erzählt wird. Dabei steht nicht nur der Neusser Aspekt vom Wirken des Erzbischofs im Mittelpunkt, sondern sein ganzes Leben, seine Wirkung in seiner Amtszeit sowie die Nachwirkung auf die heutige Gesellschaft und die Aktualität, die Josef Frings noch heute besitzt. Entstanden ist ein lesenswertes literarisches Werk, das vor allem durch seine Geschichten wirkt.
Ich hoffe, dass sich viele von dem Buch, von Josef Kardinal Frings und von unserer lebendigen Kirche faszinieren lassen.
Bernd RamakersPräsident
Einleitung
Josef Frings – der rheinische Kardinal
Wer seine Stimme hörte, wusste, woher er kam: Josef Frings war Rheinländer. Auch sein Latein, das er vortrefflich beherrschte, hatte einen rheinischen Klang. Von seiner Heimatstadt Neuss aus zog es ihn dorthin, wo es für jeden Rheinländer am schönsten ist: in die heilige Stadt Köln. Dort wurde er Erzbischof, dort wurde sein Name zu einem Verb. Als Fringsen wurde das Organisieren von Kohlen im kalten Nachkriegswinter 1946/47 legendär. Köln wurde in jener Zeit die heimliche Hauptstadt Deutschlands, nachdem der gerade zum Kardinal ernannte Josef Frings mit den Besatzungsmächten verhandelte, um das Los der Menschen zu verbessern. Eine funktionierende Regierung gab es ja noch nicht.
Er sei ein „eher gewissensängstlicher Mensch gewesen“, schreibt sein Biograf Norbert Trippen. Doch es war gerade sein rheinisches Wesen, das Frings half, diese Ängste immer wieder zu überwinden: mit deutlichen Hirtenbriefen in der Zeit des Nationalsozialismus, mit kraftvollen Positionen in der Besatzungszeit, mit mutigem Eintreten für eine veränderte Weltkirche während des II. Vatikanischen Konzils. Er war ein Erzbischof zum Anfassen, der sein Motto „Für die Menschen bestellt“ lebte und im Alltag umsetzte.
Rheinisch war Frings auch in seiner öffentlichen und privaten Wirkung. Er liebte den großen Auftritt als Fürstbischof von Köln, war aber andererseits ein äußerst bescheidener Familienmensch. Davon erzählen die Verwandten, die bei ihm zu Besuch waren, insbesondere die Nichten und Neffen, die ihn in liebevoller Erinnerung behalten haben. Ihr „Onkel Josef“ nahm sich immer Zeit für sie.
Josef Frings hatte ein besonderes Talent, die richtigen Mitarbeiter und Berater auszuwählen. Joseph Ratzinger ist dafür ein Beispiel, aber auch viele andere frühere Mitarbeiter, die vor allem lobten, dass der Kardinal Fehler nicht verurteilte, sondern sie stets als eine Gelegenheit sah, es künftig besser zu machen. Ideen und Vorschläge seiner Mitarbeiter führte er zum Erfolg, wie zum Beispiel bei den Hilfswerken Misereor und Adveniat.
Er mag am Anfang seiner Laufbahn vor der großen Aufgabe gezaudert haben, aber er wurde zu einer der großen rheinischen Führungspersönlichkeiten. Dies zeigte sich auch beim Konzil, wo es immer dann ruhig in der Peterskirche wurde, wenn der Kölner Kardinal das Wort ergriff. Was er als Priester und Bischof wirkte, schrieb er aus tiefer Glaubensüberzeugung Gott selbst zu. Aber zuweilen war er auch erschrocken über sein eigenes Handeln, wenn er zum Beispiel bis zu seinem Tode damit haderte, dass er das „Fringsen“ so nicht gesagt und erst recht nicht gewollt habe.
Josef Frings war in seinen Ängsten und in seinem Mut den Menschen stets nahe. Zwar war er der Erzbischof, aber er war als geistlicher Hirte nicht anders als viele seiner „Schäfchen“, die er stets mit „liebe Erzdiözesanen“ ansprach.
Frings war ein Mensch, der bis heute unvergessen ist. Davon erzählt dieses Buch, von seinem Leben und seinem Wirken. Es erzählt aber auch davon, wie Menschen ihn erlebt haben und warum Josef Frings immer noch lebendig ist. Auch wer der Kirche nicht nahesteht, erlebt einen Menschen, der mutig seinen Weg gegangen ist. Unsere Welt braucht Vorbilder. Der rheinische Kardinal Josef Frings ist ein solches Vorbild.
Anekdote
Das Neusser Münster besitzt weit über die Stadtgrenzen hinaus einen guten Ruf. Als Kardinal Frings sich gemeinsam mit seinem langjährigen Freund, Oberpfarrer Hugo Liedmann, die gerade fertig renovierte Kirche ansah, raunte er ihm zu: „Hugo, ich denke, man könnte Neuss zu einem eigenen Bistum machen. Die Bischofskirche ist schon da, und einen Bischof wüsste ich auch schon dafür.“ „Aber Eminenz, meinst du nicht, dass ich schon ein bisschen zu alt wäre?“ „Wer sagt denn, dass ich dabei an dich gedacht habe?“
Für die Menschen bestellt
Kardinal Frings und seine Zeit
„Ich denke mit großer Dankbarkeit an mein Elternhaus, wo ich wohlbehütet aufgewachsen bin im Schoße einer großen Familie und in der religiösen Art, in der das damals üblich gewesen ist. Das ist wohl die größte Gnade, die der Herrgott mir hat teilhaben lassen, in einem solchen Elternhaus aufzuwachsen.“1 Für Kardinal Frings war die Rückschau an seine Neusser Kinder- und Jugendzeit stets mit besten Erinnerungen verbunden. „Ich habe eine sehr gute Mutter gehabt, sie stammte aus einer guten Familie aus Neuss“, erinnerte sich der Kardinal. „Aber die Familie war eigentlich mehr liberal als besonders fromm.“
Dennoch war es schon eine besondere Familie. Auch wenn Frings seine spätere Karriere keiner adligen Herkunft verdankt, wie viele seiner Vorgänger auf dem Kölner Bischofsthron. Frings musste sich den Aufstieg in die Päpstliche Familie als Seelsorge-Praktiker erdienen. Einer „heiligen Familie“ gehört er freilich schon seit seiner Geburt an, schrieb das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner Ausgabe vom 11. Dezember 1963, als dem Kölner Kardinal eine Titelgeschichte gewidmet war. Das Prädikat „Heilige Familie“ habe der Neusser Volksmund, so Der Spiegel, den Besitzbürgern Werhahn, Kallen und Frings gegeben, Familien, die schon vor Jahrhunderten als erzkatholisch gegolten hätten. „Mit den millionenschweren Werhahns verbindet die Frings-Sippe allerdings nur die Entscheidung der Großväter Frings und Werhahn, je eine Kallen-Tochter zu heiraten“, heißt es im Spiegel weiter. Dazu Josef Frings: „Wir sind der ärmere Zweig der heiligen Familie.“2
Die Großeltern von Josef Frings: Michael Frings und Maria Catharina Kallen. (Foto: Privatarchiv Beate Frings)
Heinrich und Maria Frings. Dieses Bild war ein Geschenk an die Kinder des Paares zu Weihnachten 1913. (Foto: Privatarchiv Karl Hopmann)
Das zerstörte Elternhaus am Neusser Markt nach dem Krieg mit den beiden charakteristischen Türmen. (Foto: Stadtarchiv Neuss)
Josef Richard Frings wurde am 6. Februar 1887 als Sohn des Fabrikanten Heinrich Frings und seiner Ehefrau Maria Sels im elterlichen Haus am Markt in Neuss geboren, schreibt Frings-Biograf Norbert Trippen. Über die väterliche wie mütterliche Familie sei er in den wichtigsten Neusser Kaufmannsgeschlechtern verwurzelt gewesen. Die väterlichen Vorfahren waren 1736 aus Düsseldorf-Niederkassel nach Neuss gekommen. Der Großvater Michael Frings hatte nach zahlreichen kirchlichen und politischen Ehrenämtern von 1851 bis 1858 das Amt des Bürgermeisters von Neuss bekleidet. Dieses Amt übte nach dem Zweiten Weltkrieg Frings‘ jüngerer Bruder Alfons aus. Außerdem wird Großvater Michael Frings als Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung genannt. Dort war er allerdings nicht lange. Der Sohn von Josef Frings‘ Schwester Anna, Franz Hopmann, wollte es genauer wissen. Er wandte sich 1989 an das Archiv der Stadt Frankfurt und bekam zwei Jahre später folgende Auskunft: „Michael Frings war Mitglied des Vorparlaments. Er hat vermutlich sehr bald gemerkt, dass die Verhandlungen in der Nationalversammlung sich lange hinziehen würden. Er wird sich dann nüchtern überlegt haben, dass er sich das als selbstständiger Kaufmann, Webereibesitzer und Familienvater von fünf Kindern nicht leisten kann, und ist dann nach drei Wochen wieder nach Hause gefahren.“ Der Großvater Michael Frings war 1795 geboren worden. Er heiratete in erster Ehe Agnes von Carpentier. In zweiter Ehe war er mit Maria Guillemetre Catharina Kallen (1811–1869) verheiratet, der späteren Großmutter von Josef Frings. Ihr Vater war Johan Peter Kallen (1774–1863), ihre Mutter Sibilla Margaretha Eleonore Rottels (1777–1827). Ein Sohn aus der Ehe Frings/Kallen war Peter Michael Heinrich Frings, Heinrich gerufen. Er wurde 1851 in Neuss geboren – gestorben am 29. Juni 1943 –, sein Beruf war kaufmännischer Webereibesitzer. Er heiratete Maria Frings, geborene Maria Catharina Huberta Sels. Sie war 1861 in Neuss geboren worden, sie starb am 21. März 1934. Die Eltern des späteren Kardinals, Heinrich und Maria Frings, hatten insgesamt acht Kinder:
Die Geburtsurkunde. (Foto: Archiv Hopmann)
Der Blick aus dem Fenster auf das Quirinusmünster. (Foto: Stadtarchiv Neuss)
Maria Frings mit Heinrich, Anna und Josef (v. l.). (Foto: Archiv Hopmann)
Alfons, Anna, Peter, Heinrich, Elisabeth, Josef. (v. l.) (Foto: Archiv Hopmann)
•Heinrich Frings, geboren am 10. Februar 1885 in Neuss. Er war Reichsgerichtsrat. Gestorben am 25. Januar 1946 im russischen Lager Mühlberg in Sachsen. Heinrich Frings war verheiratet mit Gertrud Verweyen, geboren am 18. Juli 1888 in Emmerich, gestorben am 13. Juni 1966 in Kleve.
•Josef Richard Frings, geboren am 6. Februar 1887 in Neuss, gestorben am 17. Dezember 1978 in Köln, Doktor der Theologie, Kardinal und Erzbischof von Köln.
•Anna Frings, geboren am 29. Mai 1889 in Neuss, gestorben am 9. April 1981 in Köln. Anna Frings war verheiratet mit Amtsgerichtsrat Josef Hopmann, geboren am 25. Oktober 1883 in Köln, gestorben am 1. März 1924 in Gmünd.
•Elisabeth Frings, geboren am 24. März 1891 in Neuss, gestorben beim Bombenangriff auf Neuss am 23. September 1944. Elisabeth Frings blieb unverheiratet.
•Alfons Frings, geboren am 15. Mai 1893 in Neuss, gestorben am 29. April 1968 in Neuss. Alfons Frings war Oberbürgermeister der Stadt Neuss und Verlagsleiter der . Er blieb unverheiratet.
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