Die drei ??? Die Rache des Untoten (drei Fragezeichen) - Marco Sonnleitner - E-Book

Die drei ??? Die Rache des Untoten (drei Fragezeichen) E-Book

Marco Sonnleitner

4,5
5,99 €

oder
  • Herausgeber: Kosmos
  • Kategorie: Krimi
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2014
Beschreibung

Bob soll ein Vermögen erben! Nur hat er von seinem Wohltäter noch nie etwas gehört. Schnell stellt sich heraus, dass auch andere Menschen ein ähnliches Schreiben erhalten haben. Die drei ??? brechen gemeinsam mit ihnen zu einer Reise auf, die sie an ihre Grenzen führen wird. Werden sie das Rätsel um das geheimnisvolle Erbe lösen?

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Seitenzahl: 160

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Die Rache des Untoten

erzählt von Marco Sonnleitner

Kosmos

Umschlagillustration von Silvia Christoph

Umschlaggestaltung von eStudio Calamar, Girona, auf der Grundlage der Gestaltung von Aiga Rasch (9. Juli 1941 – 24. Dezember 2009)

Unser gesamtes lieferbares Programm und viele

weitere Informationen zu unseren Büchern,

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Aktivitäten findest du unter kosmos.de

© 2014, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart

Alle Rechte vorbehalten

Mit freundlicher Genehmigung der Universität Michigan

Based on characters by Robert Arthur.

ISBN 978-3-440-14437-4

eBook-Konvertierung: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

Die Wege des Schicksals

Der Zweite Detektiv sah hinauf zur Dachluke der Zentrale. Das Milchglasfenster stand wie meistens einen kleinen Spalt offen und eben hatte sich ein einsamer Sonnenstrahl erst durch den Schrottberg über dem Wohnwagen und dann genau durch diesen Spalt gezwängt.

Peter grunzte missmutig. Er hatte sich so aufs Surfen gefreut. Stattdessen saß er hier drinnen und wartete darauf, sich durch Berge alter Bücher wühlen zu dürfen. Horden von Papierläusen würden sich auf ihn stürzen. In zentimeterdickem Staub würde er ertrinken. Regale würden über ihm zusammenbrechen und ihn lebendig begraben. Und das alles bei schönstem Sonnenschein, traumhaften Temperaturen und genialem Wind. Diesen Ferienbeginn hatte er sich ganz anders vorgestellt. Manno!

»Ja, Peter, ich weiß.« Justus klickte auf die linke Maustaste und eine andere Seite erschien auf dem Monitor.

»Was weißt du?« Die Wellen waren sicher auch eins a.

»Dass du keine Lust hast.«

Peter lächelte säuerlich. »Kannst du jetzt auch noch Gedanken lesen, oder was?«

Jetzt erst sah Justus auf. »Nein, aber dein andauerndes Gegrunze und dein Mördergesicht sind vermutlich kein Indiz dafür, dass dich unsere bevorstehende Arbeit mit übergroßem Enthusiasmus erfüllt. Doch das ist nun einmal der Deal: die Nutzung dieses wunderschönen Wohnwagens gegen zeitweilige Dienste auf dem Schrottplatz.«

Peter grunzte abermals. »Das Leben ist so ungerecht! Hättest du gestern bei mir übernachtet, wie ich es dir vorgeschlagen hatte, wärst du heute Morgen nicht Tante Mathilda über den Weg gelaufen und sie hätte dir nicht diese Sklavenarbeit aufdrücken können. Aber du musstest ja in dein eigenes Bett! Weil du da besser schläfst! Wie alt bist du? Achtzig?«

»Und wäre ihrer Schwester Susanne nicht gestern Abend ein Hexenschuss ins Kreuz gefahren, säßen Tante Mathilda und sie seit dem Morgengrauen im Bus nach San Francisco, um dieses Horrorfilm-Festival zu besuchen. So spielt das Schicksal eben manchmal.«

Peter verdrehte die Augen.

»Und übrigens«, setzte Justus hinzu: »Die unbestrittene Werthaftigkeit eines gesunden Schlafes ist vollkommen altersunabhängig.«

Der Blick des Zweiten Detektivs fiel auf den Bildschirm. Dort war ein Zeitungsartikel mit einem großen Foto zu sehen. »Dann hattest du damals offenbar sehr schlecht geschlafen.« Er nickte Richtung Foto.

Justus drehte sich um. »Was meinst du? Wieso?«

Peter stand auf und kam zum Schreibtisch. »Na, sieh dir das Foto doch mal an! Du siehst aus wie dein eigener Opa. Als hättest du zwei Tage durchgemacht.«

»Unsinn! Das … das Bild ist ein wenig unscharf, das ist alles!«

»Natürlich. Unscharf. Und wieso sehen Bob und ich dann aus wie das blühende Leben?«

Justus ging näher an den Bildschirm und vergrößerte das Foto. »Ich sehe doch ganz normal aus! Vielleicht ein ganz klein wenig erschöpft, okay. Aber das ist ja kein Wunder. Das Foto wurde damals nach der Sache mit dem Vampir in Yonderwood aufgenommen. Da sind wir alle kaum zum Schlafen gekommen.«

Peter kniff die Augen zusammen und sah angestrengt auf den Monitor. »Und danach hast du mit dieser Kokos-Limonen-Diät begonnen, oder?« Er fuhr Justus’ Silhouette nach. Großzügig.

»Nein, das war schon Wochen zuv–« Erst jetzt verstand Justus. »Soll das etwa heißen, ich sehe auf dem Foto dick aus?« Der Erste Detektiv war schon immer recht empfindlich gewesen, wenn es um seine etwas füllige Figur ging. »Fotos lassen einen immer ein klein wenig … voluminöser erscheinen! Und gerade damals war ich –«

Peter lachte laut auf. »Lass gut sein, Erster! Du bist auf dem Foto bezaubernd wie eh und je.« Er nahm die Maus, klickte ein Bild weiter und grinste. »Wir und das Witherspoon-Skelett. Hübsch. Hat Bob mittlerweile alle unsere Zeitungsartikel eingescannt?«

Justus musterte konzentriert seine Gestalt auf dem Foto. Das T-Shirt saß doch perfekt, oder?

»Just?«

»Was?«

»Die Artikel! Bob! Unser Freund! Du erinnerst dich? Der dritte Junge auf dem Foto da.«

»Jaja. Nein, hat er noch nicht. Aber fast.« Er klickte eine Seite weiter. Und stutzte. »Shelby Tuckerman? Was macht der denn hier? Da stimmt die Reihenfolge aber gar nicht.«

»Narbengesicht?« Auch Peter konnte sich noch gut an den Fall erinnern. »Tatsächlich. Da wird er gerade aus dem Gerichtssaal abgeführt.«

Die Tür des Campinganhängers ging auf und Bob kam herein. »Hi, Kollegen. Tut mir leid, ich hab’s nicht eher geschafft.«

»Hallo, Bob. Du, die Bilder sind aber noch ziemlich durcheinander.« Justus deutete auf den Monitor.

Bob ließ sich in einen der Sessel fallen. »Ja, ich weiß. Muss ich noch mal ran.« Er atmete tief durch und fuhr sich durch seine blonden Haare.

»Ist was?« Peter merkte, dass mit seinem Freund irgendetwas nicht stimmte. Er wirkte abwesend und ernst.

Der dritte Detektiv zögerte einen Moment, als müsste er nachdenken. »Ja. Komische Sache. Ich habe heute Morgen einen wirklich merkwürdigen Brief erhalten. Deswegen bin ich auch später dran. Ich wollte noch ein paar Dinge überprüfen, bin aber nicht sehr weit gekommen.«

»Einen merkwürdigen Brief?« Justus drehte sich auf seinem Chefsessel um. »Definiere merkwürdig!«

»Droht dir Kimberly, weil du nichts von ihr wissen willst?«, fragte Peter.

»Diese Blonde?« Justus sah Bob an. »Die dir neuerdings in der Pause dauernd hinterherläuft?«

»Bitte? Nein!« Bob entfuhr ein genervter Schnalzlaut. »Ihr kommt aber auch manchmal auf Ideen!« Er beugte sich ein Stück nach vorn und holte ein zusammengefaltetes Blatt Papier aus seiner hinteren Hosentasche. »Es waren eigentlich zwei Briefe. Ein Anwalt aus Pasadena, ein gewisser Evander Whiteside, teilte mir mit, dass er eine Nachricht für mich hätte. Und das war dann der zweite Brief, der verschlossen dem ersten beilag.« Er wedelte mit dem Blatt Papier. »Der hier. Und da steht drin …« Der dritte Detektiv hielt noch einmal inne, sah ins Nirgendwo und schüttelte leicht den Kopf. »… dass mir jemand etwas vererben will. Angeblich einen Teil eines beträchtlichen Vermögens.«

Justus und Peter blickten ihren Freund verblüfft an.

»Genau so habe ich auch geguckt. Hier, lest selbst.« Bob reichte den Brief an Justus weiter.

»Jemand?«, fragte Justus und nahm das Blatt entgegen.

»Wow!« Peter riss die Augen auf. »Du erbst ein Vermögen? Na, wenn das mal kein Grund zum Feiern ist! Gratuliere! Ist ja ’n Ding! Könntest ja gleich eine gute Tat vollbringen und jemanden engagieren, der den Monsterbücherberg im Hof sortiert.« Er deutete mit dem Daumen nach draußen.

Justus runzelte die Stirn. »Craig Marshall. Den Namen habe ich noch nie gehört.«

»Da geht es dir wie mir«, erwiderte Bob.

Peter stutzte. »Moment mal! Du kennst deinen, äh … Vererber gar nicht?«

»Erblasser«, korrigierte Justus, ohne von dem Brief aufzusehen.

»Wie auch immer. Du kennst diesen Menschen gar nicht?«

Bob schüttelte den Kopf. »Nein, tu ich nicht.«

»Und wieso vermacht er dir dann sein Geld? Wie viel ist es denn überhaupt?«

»Über die Summe steht hier nichts drin«, informierte ihn Justus. »Marshall hatte weder Familie noch Verwandte. Und deswegen hat er sich schon vor langer Zeit eingehend darüber Gedanken gemacht«, er fuhr mit seinem Finger eine Zeile entlang, »›wem ich dereinst mein nicht unbeträchtliches Vermögen hinterlassen möchte. Es mag Ihnen seltsam oder gar absonderlich vorkommen, aber ich kam endlich zu dem Entschluss, mich gewissermaßen bei meinem Schicksal zu bedanken. Denn schließlich war es dieses Schicksal, das mir mein Glück, meinen Erfolg, mein wundervolles Leben beschert und ermöglicht hat. Und da kamen unter anderem Sie ins Spiel, Mr Andrews.‹«

Peter ließ sich nach hinten in seinen Sessel sinken. »Jetzt bin ich aber mal gespannt.«

»Lies weiter, Just, die wichtige Stelle kommt gleich im Anschluss«, sagte Bob.

Der Erste Detektiv fuhr fort: »›Sie werden sich vermutlich nicht mehr an den 14. Juli des vorletzten Jahres erinnern, an die Kreuzung Horn Road und De La Vina Street in Rocky Beach. So um die Mittagszeit. Sie standen an der Ampel und warteten, dass es Grün wurde, als ich, den Kopf mal wieder voller Gedanken, über die Straße laufen wollte. Blind, ohne nach links oder rechts zu sehen, einfach drauflos. Nur die Tatsache, dass Sie mich am Arm gepackt und zurückgehalten haben, hat verhindert, dass mich der Bus, der eine Sekunde später vorüberdonnerte, erfassen konnte.‹«

»Davon weiß ich ja gar nichts«, meinte Peter.

Bob schüttelte den Kopf. »Ich kann mich auch nicht mehr daran erinnern. Ist aber auch schon zwei Jahre her. Doch genau diese Sache ist der Grund, warum Marshall mir etwas vererben will. Weil ich ihm angeblich das Leben gerettet habe.«

»Abgefahren!« Peter kratzte sich am Kopf. »Echt abgefahren!«

Justus überflog noch den Rest des Briefes. »Er schreibt, er sei dir damals hinterhergelaufen, um herauszufinden, wer du bist und wo du wohnst. Weil er zu der Zeit schon den Plan mit seinen Schicksalserben hatte, wie er das hier nennt. Und dass er sich äußerst glücklich schätzen würde, wenn du ihm die Gunst erweist, dein Erbteil anzunehmen.«

»Na, aber hallo tust du das!«, rief Peter. »Ein Vermögen erbt man nicht alle Tage.«

»Aber ich kenne den Mann doch gar nicht!« Bob zuckte die Achseln. »Und von der Sache damals an der Kreuzung weiß ich auch nichts!«

»Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul«, konterte Peter. »Noch dazu einem mit Säcken voller Geld auf dem Rücken.«

»Um welche Art von Erbe es sich handelt, bleibt vorerst abzuwarten«, entgegnete Justus. »Und abgesehen von dem ohnehin schon mehr als merkwürdigen Brief irritieren mich auch noch die letzten beiden Zeilen.«

»Mich auch«, sagte Bob. »Fällt dir dazu irgendetwas ein?«

»Welche beiden Zeilen?«, fragte Peter.

»›An Ibykos gerner führe weit zur Herden Wagen, Elle am Besen wird prüder besonders dein Sagen.‹« Justus blickte auf und sah in Peters völlig verdutztes Gesicht.

Harper Knowsley

»Was soll das denn sein? Ein Gedicht? Lass mal sehen!« Peter nahm Justus den Brief ab.

»Sagt dir das was?«, hakte Bob noch einmal nach.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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