Die Grundschul-Detektive - Band 3: Klassensprecher für alle Fälle - Sissi Flegel - E-Book

Die Grundschul-Detektive - Band 3: Klassensprecher für alle Fälle E-Book

Sissi Flegel

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3,99 €

Beschreibung

Neuer Ärger für Magnus und seine Freunde – in Sissi Flegels „Klassensprecher für alle Fälle“ jetzt als eBook bei jumpbooks. In der Klasse 4a geht es wieder einmal drunter und drüber: Frau Hörvelsingers Lehrerkalender ist verschwunden, jemand schmiert Beleidigungen an die Wand im Jungenklo und plötzlich hat Losander auch noch ein mysteriöses Veilchen. Ehrensache, dass die Kinder der vierten Klasse ihrem Freund helfen wollen. Losander behauptet zwar, einen Unfall gehabt zu haben. Doch das können seine Freunde nicht glauben – und beginnen auf eigene Faust zu ermitteln. Jetzt als eBook kaufen und genießen: „Klassensprecher für alle Fälle“ von Sissi Flegel. Wer liest, hat mehr vom Leben: jumpbooks – der eBook-Verlag für junge Leser.

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Seitenzahl: 74

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Über dieses Buch:

In der Klasse 4a geht es wieder einmal drunter und drüber: Frau Hörvelsingers Lehrerkalender ist verschwunden, jemand schmiert Beleidigungen an die Wand im Jungenklo und plötzlich hat Losander auch noch ein mysteriöses Veilchen. Ehrensache, dass die Kinder der vierten Klasse ihrem Freund helfen wollen. Losander behauptet zwar, einen Unfall gehabt zu haben. Doch das können seine Freunde nicht glauben – und beginnen auf eigene Faust zu ermitteln.

Über die Autorin:

Sissi Flegel, Jahrgang 1944, hat neben ihren Romanen für erwachsene Leser sehr erfolgreich zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, die in 14 Sprachen erschienen sind und mehrfach preisgekrönt wurden. Die Autorin ist verheiratet und lebt in der Nähe von Stuttgart.

Die Autorin im Internet: www.sissi-flegel.de

Bei jumpbooks erschienen Sissi Flegels Jugendbuch-Trilogie Internat Sternenfels mit den Einzelbänden Wilde Hummeln, Die Superhexen und Die Vollmondparty sowie folgende Kinderbücher:

Gruselnacht im Klassenzimmer

Bühne frei für Klasse Drei

Wir sind die Klasse Vier

Klassensprecher der Spitzenklasse

Klassensprecher auf heißer Spur

Klassensprecher für alle Fälle

Wir sind die Klasse Fünf

Klasse Fünf und die Liebe

***

eBook-Neuausgabe April 2016

Copyright © 2007 by Thienemann Verlag (Thienemann Verlag GmbH), Stuttgart/Wien

Copyright © der Neuausgabe 2014 dotbooks GmbH, München

Copyright © 2016 jumpbooks. jumpbooks ist ein Imprint der dotbooks GmbH.

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Titelbildgestaltung: Tanja Winkler, Weichs

E-Book-Herstellung: Open Publishing GmbH

ISBN 978-3-96053-045-9

***

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Sissi Flegel

Klassensprecher für alle Fälle

Band 3

jumpbooks

Losander hat ein Veilchen!

Ich heiße Magnus und bin Klassensprecher der vierten Klasse. Meine Stellvertreterin ist Maxi. Sie ist seit der ersten Klasse meine beste Freundin. Meine Lehrerin ist Frau Hörvelsinger und meine besten Freunde sind Fred, der mal Detektiv werden will, und Dulli. Dulli heißt eigentlich Abdullah; seine Eltern haben die beste Dönerbude in der Stadt.

Meine Klasse ist cool. Warum? Weil immer was los ist.

Zu Beginn des vierten Schuljahres zum Beispiel hatten wir's mit Losander zu tun. Er kam neu in unsere Klasse. Wir Jungs fanden ihn blöd. Er hat furchtbar angegeben und wollte gleich Klassensprecher werden.

Aber die Mädchen waren hin und weg von ihm, weil er super Klamotten trägt und schwarze Locken hat. Da gab's Streit und Ärger, aber das ist längst vorbei. Losander ist jetzt unser Freund und das nicht nur, weil er klasse Fußball spielen kann.

Dann kam die Sache mit Frau Hörvelsingers Geburtstag und der kaputten Hüpfburg. Mann, der Fall war eine Katastrophe! Wenn wir, Maxi, Dulli, Losander, Fred und ich, nicht zusammengehalten hätten, wäre es böse ausgegangen.

Leider sieht es so aus, als hätten wir einen neuen Fall am Hals: Seit gestern vermisst Frau Hörvelsinger ihren Lehrerkalender, in den sie unsere Noten einträgt. Sie war ziemlich verzweifelt.

»Den haben Sie zu Hause vergessen«, hatte Dulli gestern gesagt. »So was kann vorkommen.«

»Bestimmt nicht. Ich weiß, dass ich ihn in meine Mappe gesteckt habe«, hatte unsere Lehrerin versichert. »Hoffentlich hat sich niemand den schlechten Scherz erlaubt und mir den Kalender geklaut.«

»Wenn er nicht auftaucht, helfe ich Ihnen, den Dieb zu fassen«, hatte Fred gesagt.

Das war gestern gewesen; heute sagte Frau Hörvelsinger, sie habe den Kalender immer noch nicht gefunden.

Ein Dieb in unserer Klasse? Das durfte einfach nicht wahr sein! Fred, Dulli, Losander und ich hatten ausgemacht, dass wir uns am Nachmittag zum Fußballspielen auf dem Bolzplatz treffen.

O. K., Fred, Dulli und ich waren schon dort, wir kickten ein bisschen herum, weil wir auf Losander warteten, aber der kam und kam nicht, und als er endlich daherradelte, war er komplett im Eimer. Sein linkes Auge war fast zugeschwollen, er hatte einen Kratzer an der Stirn und Druckstellen am linken Arm. »Bin vom Rad gefallen«, meinte er cool. »Da bog einer von rechts aus einer Seitenstraße, ich konnte gerade noch bremsen, aber dann hat's mich doch noch auf den Kühler geschmissen. Pech, was?«

Wir nickten.

»Was war das für ein Auto? Und wie hieß die Straße?«, erkundigte sich Fred sofort. Er kann nicht anders, er muss immer alles ganz genau wissen, weil er ja mal Detektiv werden will.

»Das Auto war ein ... ein Opel, und die Straße? Keine Ahnung.«

»Welche Farbe?«

»Hä?«

»Welche Farbe hatte der Opel? Baujahr? Der Fahrer: Mann oder Frau?«

»Du nervst«, sagte Losander und zwinkerte. Das Auge schwoll immer weiter zu.

»Hast du die Polizei gerufen? Gab es Zeugen?«

»Nö. Es ging alles so schnell, außerdem hat der Typ gleich den Rückwärtsgang eingelegt und ist abgehauen.«

»Das Nummernschild hast du nicht zufällig –«

»Lass ihn«, sagte ich zu Fred. »Du siehst doch, dass er seine Ruhe haben will. Außerdem – wenn wir jetzt nicht Fußball spielen, ist der Nachmittag gelaufen.«

Dulli stellte sich ins Tor. Nach wenigen Minuten plumpste Losander ins Gras. »Mir tut der Kopf weh«, jammerte er. Inzwischen war das linke Auge nicht nur fast komplett zu, die Schwellung ringsherum wurde grün und blau.

»Soll ich dich nach Hause begleiten?«, fragte Dulli. Dulli ist echt der beste Kumpel, den man sich vorstellen kann, und eigentlich haben wir erwartet, dass Losander das Angebot annimmt. Denkste! Er schüttelte vorsichtig den Kopf, stieg noch vorsichtiger aufs Rad und gondelte ziemlich wacklig zur Straße vor.

Wir drei setzten uns ins Tor und schauten ihm besorgt nach. »Ich hätte ihn doch begleiten sollen«, ärgerte sich Dulli. »Ich hätte ihn gar nicht erst fragen dürfen. Mann, wenn der eine Gehirnerschütterung hat ...«

»Außerdem ist sein linkes Auge zu«, ergänzte Fred. »Jetzt sieht er nur noch die Hälfte. Mannomann, was für ein Pech!«

»Komisch, dass er die Straße nicht mehr weiß, aus der der Opel kam«, überlegte ich.

»Das ist nicht komisch. Das kommt daher, dass er 'ne Gehirnerschütterung hat. Dadurch vergisst man vieles. Als ob durch den Aufprall Löcher ins Gedächtnis gerissen werden. Wie Schweizer Käse sieht das dann aus, glaube ich«, erklärte Fred.

Dulli schüttelte den Kopf. »Kommt da einer einfach von rechts ... Und dann begeht er auch noch Fahrerflucht, obwohl Losander auf seiner Motorhaube liegt.«

»Moment mal!« Fred runzelte die Stirn. »Der Fahrer kam von rechts, stimmt das?«

»Hat Losander gesagt.«

»Wenn der von rechts kam, Leute, dann will ich wissen, warum Losander am linken Arm blaue Flecken hat. Und warum das linke Auge zugeschwollen ist. Kann mir das einer erklären?«

»Vielleicht hat es ihn herumgewirbelt«, überlegte Dulli.

»Ausgeschlossen. Wenn es ihn verwirbelt hätte, hätte das Fahrrad auch was abgekriegt. Aber das sah voll in Ordnung aus.«

Fred stand auf. »Ich sage euch, da stimmt irgendwas nicht. Entweder hat Losander eine wirklich schlimme Gehirnerschütterung, oder er hat uns angelogen.«

»Aber warum sollte er das tun?«, wunderte sich Dulli. »Mensch, wir sind seine besten Kumpels.«

»Was sagst du dazu, Fred?«, fragte ich meinen Freund.

»Die Sache stinkt. Erstens weiß Losander nicht mehr, wie die Straße heißt, aus der das Auto kam. Das könnte daran liegen, dass er noch nicht lange in unserer Stadt wohnt, aber ich glaub's trotzdem nicht. Zweitens stinkt die Sache, weil das Rad tipptopp in Ordnung ist. Ich hab einen Blick dafür, Leute, und ich sage euch, das Rad hat nicht geeiert, hatte keinen verbogenen Lenker, die Pumpe saß am richtigen Platz und nicht mal die Klingel war verrutscht. Drittens: Das blaue Auge, der Kratzer an der Stirn und die Flecken am Arm – alle Verletzungen sind links, aber sie müssten rechts sein, weil das Auto von rechts kam. Viertens: Warum weiß er nicht mal mehr, ob ein Mann oder eine Frau am Steuer saß? Und die Farbe vom Opel? Selbst wenn was vom Gehirn durch die Löcher gerutscht wäre – so viel wäre noch übrig, um sich an die Farbe und den Fahrzeuglenker zu erinnern.«

»Fahrzeuglenker«, wiederholte Dulli respektvoll. »Mensch, Fred, du hast's voll drauf. Und du hast recht: Losander hält was geheim.«

Ich nickte. »Sieht ganz danach aus. Die Frage ist nur: Was will er geheim halten?«

»Leute«, sagte Fred, »es sieht so aus, als hätten wir einen zweiten Fall am Hals!«

Lippenstift im Jungenklo!

Unsere Schule besteht aus Grund-, Haupt- und Realschule, die durch zwei lange Flachdachgebäude miteinander verbunden sind. Darin sind unsere Klos. Der Pausenhof ist ziemlich groß, weil er für alle Schüler gedacht ist, aber natürlich hat jede Klasse ihre Stamm-Ecke. Unsere Klasse zum Beispiel trifft sich immer am Mäuerchen. Aber als ich an diesem Tag auf den Hof rannte, sah ich schon von Weitem, dass meine Klasse, auch die Mädchen, vorm Klo stand. Vor dem Jungsklo.

»Mensch, Magnus, da bist du ja endlich! Komm mal mit!«, rief mir Fred zu und zog mich gleich ins Klo.