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Im Gegensatz zum mittelalterlichen Obskurantismus hat sich in Europa vom 14. bis zum 16. Jahrhundert die RenaissancealsWiedergeburt des antikenGeistes und als wesentliche Geistes-bewegung der Zeit durchgesetzt. Die Akteure der Renaissance stellen den Menschen inseiner körperlichen Beschaffenheit in den Mittelpunktund machen ihn zum Maßstab für ein neues Ordnungssystem.Die Renaissance ist damit der Beginn der anthropozentrischen Welt-anschauung. Religiöse Gestalten wurden vermenschlicht. Es ist eine Epoche der ästhetischen Forschung der Anatomie, der Perspektive und der Naturwissenschaft. Die genialsten Künstler der Kunstgeschichte, wie Botticelli, Raphael, Michelangelo oder Leonardo da Vinci verbinden ihren Namen mit der Epoche und deren opulenter Produktivität. Ihre Werke werden in den Museen der ganzen Welt bewundert.
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Seitenzahl: 110
Veröffentlichungsjahr: 2018
Autorin: Victoria Charles
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ISBN: 978-1-68325-705-9
Victoria Charles
Inhalt
Einleitung
Die Renaissance
Die Erneuerung der deutschen Malerei
Die Niederlande, Frankreich, England und Spanien
Wichtige Künstler
Abbildungsverzeichnis
Leonardo da Vinci und Andrea del Verrocchio, Die Taufe Christi, 1470-1475. Öl und Tempera auf Holztafel, 177 x 151 cm. Galleria degli Uffizi, Florenz.
Für die gesamte europäische Wirtschaft stellt die Renaissance eine entscheidende Epoche dar. Im 15. Jahrhundert treiben große europäische Familien wie die Medici aus Florenz die Entwicklung des internationalen Handels voran. Zeitgleich zum Anstieg der aus dem Handel stammenden Reichtümer erfährt die Kunst eine neue Zeit des Überflusses, besonders dank innovativer Techniken und Materialien, derer sie sich bedient. In den 1440er Jahren entwickelt Johannes Gutenberg den modernen Buchdruck mit beweglichen Lettern, eine effizientere und kostengünstigere Methode als die Holzschneidekunst. Parallel dazu wenden sich die Maler von der auf Ei basierten Temperamalerei ab, um sich der Ölmalerei zuzuwenden. Filippo Brunelleschi entdeckt die Prinzipien der Perspektive, eine revolutionäre Methode, die es erlaubt, den Mangel an Tiefe in mittelalterlichen Gemälden zu überwinden, indem sie einen dreidimensionalen Raum simuliert. Schließlich, im Jahr 1452, kommt der Mann zur Welt, der auf ewig den Typus des Renaissance-Gelehrten verkörpern wird, der Humanist, Wissenschaftler und Künstler unvergleichbarer Genialität Leonardo da Vinci.
Das 16. Jahrhundert markiert die Blütezeit der Renaissance. Zu Beginn stehen die Auslöser der protestantischen Reformation: der Thesenanschlag Martin Luthers im Jahr 1517 und Johannes Calvins Absicht, die katholische Kirche zu reformieren. Diese Bewegungen ziehen die Gründung des Protestantismus nach sich, der das Hauptaugenmerk mehr auf den persönlichen Glauben als auf die Kirchenlehre richtet. Die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg im vorangegangenen Jahrhundert hatte die Bibel allen zugänglich gemacht; das Wissen der Heiligen Schrift stellt ein Hauptmerkmal der protestantischen Reformation dar. Zur gleichen Zeit, in den 1530er Jahren, führt die von König Heinrich VIII. vorangetriebene englische Reformation zum Bruch mit Rom und schließlich zur Gründung der anglikanischen Kirche. Auf diese stürmischen Entwicklungen reagiert die katholische Kirche mit extremen Maßnahmen, um die Kontrolle über den Glauben zurückzugewinnen: die Heilige Inquisition und das Konzil von Trient (1545-1563), das die Gegenreformation einleitet. Tatsächlich ist die zweite Hälfte der Renaissance wesentlich von eben diesen religiösen Umwälzungen gekennzeichnet, die das Ende des Manierismus besiegeln. Die Länder nördlich der Alpen schließen sich nach und nach dem Protestantismus an; das System des künstlerischen Mäzenatentums erfährt Veränderungen. Dank der Reichtümer aus dem weltweiten Handel, bildet sich eine neue Klasse von Kaufleuten, die säkulare Kunstwerke für Kirchen sowie Privathäuser in Auftrag geben. Stillleben und Landschaftsbilder kommen in Mode. Hinzu kommt mit der Gründung von Gilden und Milizen ein neuer Markt für Gruppenporträts. Während die Hauptauftraggeber von Kunstwerken im Norden Privatleute sind, denen es möglich ist, Einfluss auf die Motivwahl auszuüben, bleibt in Italien die katholische Kirche erster Kunstförderer. Nach Raffael, Botticelli und Michelangelo respektiert sie weiterhin ihre Tradition als Unterstützerin der Künstler. In Frankreich orientiert sich das Mäzenatentum an der Person des Königs. Das Erbe Franz‘ I. strahlt kraftvoll mit seinem feinfühligen Stil die Liebe zum Humanismus aus. So wird er im Allgemeinen als Verkörperung der französischen Renaissance angesehen.
Andrea Mantegna, Madonna delle Cave, Die Jungfrau mit Kind, genannt Höhlenmadonna, um 1489. Tempera auf Holz, 32 x 29,6 cm. Galleria degli Uffizi, Florenz.
Sandro Botticelli (Alessandro di Mariano Filipepi), Madonna mit dem Buch, um 1483. Tempera auf Holztafel, 58 x 39,5 cm. Museo Poldi Pezzoli, Mailand.
Die italienische Frührenaissance
Die ältesten Spuren der Renaissance finden sich in Florenz. Im 14. Jahrhundert hatte die Stadt bereits 120 000 Einwohner und war die führende Macht Mittelitaliens. Hier lebten, zumindest zeitweise, die berühmtesten Künstler ihrer Zeit – Giotto (vermutlich 1266-1336), Donatello (1386-1466), Masaccio (1401-1429), Michelangelo (1475-1564) und Lorenzo Ghiberti (1378-1455).
Brunelleschi gewann 1420 eine Ausschreibung für den Umbau des Florentiner Doms, der als stolzes Wahrzeichen eine Kuppel erhalten sollte. Grundlage seines Entwurfs war die Kuppel des aus der römischen Kaiserzeit stammenden Pantheons. Er wich jedoch insoweit von der Vorlage ab, als er eine auf einem achteckigen Unterbau (dem Tambour) ruhende ellipsenförmige Kuppel entwarf. In seinen anderen Bauwerken lehnte er sich an die Formen der Säulen, Gebälke und Kapitelle der griechisch-römischen Baumeister an. Beim Neubau von Kirchen wurde allerdings mangels neuer Ideen im Zentralbau in der Form des griechischen Kreuzes oder in der Basilika in der Form des lateinischen Kreuzes nur das krönende Kuppelmotiv übernommen. Stattdessen wurden die von den römischen Ruinen übernommenen Verzierungen nach klassischem Muster weiterentwickelt. Die Baumeister der Renaissance zeigten dabei viel Verständnis für das Reiche und Zierliche sowie das Massige und Wuchtige der römischen Bauwerke und ergänzten es mit leichter Pracht. Insbesondere Brunelleschi bewies dies in der im Klosterhof von Santa Croce errichteten Kapelle der Familie Pazzi mit ihrer von korinthischen Säulen getragenen Vorhalle im Inneren der Medici-Kirche San Lorenzo und deren zugehöriger Sakristei. Diese Bauwerke sind in der Harmonie ihrer einzelnen Teile im Verhältnis zum Gesamtbauwerk von keinen späteren, gleichartigen Bauten übertroffen worden.
Dieses Streben nach Harmonie hat vermutlich als Erster Leon Battista Alberti (1404-1472) beschrieben, der wie Brunelleschi nicht nur Baumeister, sondern mit seinen Schriften Über die Malerei (1435) und Über die Baukunst (1451) zugleich auch ein bedeutender Kunsttheoretiker war. Er verglich die Baukunst mit der Musik. Ihm war die Harmonie zugleich das Ideal der Schönheit, denn für ihn war die Schönheit „… nichts anderes als die Harmonie der einzelnen Glieder und Teile, sodass ohne Schaden nichts hinzugefügt, nichts hinweggenommen werden kann.“ Dieser Grundsatz der Schönheitslehre gilt seitdem unverändert.
Alberti entwickelte beim Palazzo Rucellai einen zweiten Typ der Florentiner Palastbauten, bei dem die Fassade durch über alle Stockwerke hinweg zwischen den Fenstern angeordnete flache Pilaster gegliedert wurde.
In Rom gab es allerdings einen den florentinischen Baumeistern gleichwertigen Architekten: Luciano da Laurana (1420/1425-1479), der bis dahin in Urbino tätig war und dort Teile des herzoglichen Palastes errichtet hatte. Sein Gefühl für eine monumentale Gestaltung, für Relationen sowie Planung und Ausführung auch der kleinsten Einzelheiten hat er an seinen wichtigsten Schüler, den Maler und Baumeister Donato Bramante (1444-1514) der zum Gründer der italienischen Baukunst der Hochrenaissance wurde, weitergegeben. Bramante war seit 1472 in Mailand, wo er nicht nur an der Kirche Santa Maria presso S. Satiro die erste nachrömische Kassettenkuppel und darüber hinaus die Kirche Santa Maria delle Grazie und einige Paläste errichtet hatte, sondern, ehe er nach Pavia und 1499 nach Rom wechselte, dort auch als Festungsbaumeister tätig war. So wie es in der Lombardei seinerzeit üblich war, errichtete er die Kirche Santa Maria delle Grazie als einen Backsteinbau und legte das Hauptgewicht auf die Gliederung des Unterbaus. Die Verwendung einer alle Gebäudeteile überziehenden Ornamentik lag den Lombarden schon seit dem frühen Mittelalter im Blut.
Masaccio (Tommaso di Ser Cassai), Die Hl. Anna, Maria mit dem Kind und fünf Engel, um 1424. Tempera auf Tafel, 175 x 103 cm. Galleria degli Uffizi, Florenz.
Lorenzo Monaco, Krönung der Jungfrau Maria, 1413. Tempera auf Leinwand, 450 x 350 cm. Galleria degli Uffizi, Florenz.
Diese Art der Gestaltung mit Inkrustationen als Nachfolge der mittelalterlichen Mosaiken wurde sehr schnell von den Venezianern übernommen, die schon seit jeher viel mehr Wert auf ein malerisches Element, denn auf ein architektonisch-bauliches Merkmal gelegt hatten. Vorzügliche Beispiele für diese Fassadengestaltungen sind die wahren Schmuckkästchen gleichenden und die Prunk- und Prachtliebe der reichen venezianischen Kaufleute demonstrierenden Kirchen San Zaccaria und Santa Maria di Miracoli. Der venezianische Baumeister Pietro Lombardo (um 1435-1515) zeigte aber mit einem der zur damaligen Zeit schönsten Paläste Venedigs, dem dreigeschossigen Palazzo Vendramin-Calergi, dass auch hier ein starkes architektonisches Gefühl zu Hause war.
Dem Architekten Brunelleschi war es gelungen, eine neue, moderne Bauweise durchzusetzen. Aber allmählich wird in einigen bildhauerischen Arbeiten des jungen Goldschmieds Ghiberti das als eine der Grundlagen der Renaissance definierte Naturgefühl erkennbar, das etwa gleichzeitig bei den niederländischen Malerbrüdern Jan (um 1390-1441) und Hubert (um 1370-1426) van Eyck, der den Genter Altar begann, zu finden ist. In den zwanzig Jahren, die Ghiberti an der bronzenen Nordtür des Baptisteriums arbeitete, entwickelte sich das Schönheitsgefühl der Italiener weiter. Giotto hatte die von Mathematikern herausgefundenen Gesetze der Zentralperspektive – später setzten Alberti und Brunelleschi seine Arbeiten fort – für die Malerei weiterentwickelt. Die florentinischen Maler griffen die Ergebnisse eifrig auf und steckten schließlich auch die Bildhauer mit ihrer Begeisterung an. Ghiberti schließlich hat die malerischen Elemente in der Reliefplastik zur Vollendung geführt. Er bildete damit ein gewisses Gegengewicht zum sicherlich vielseitigeren Donatello, der immerhin ein ganzes Jahrhundert lang die italienische Plastik beherrscht hatte.
Das, was Brunelleschi versuchte, war Donatello gelungen: in jedem Material, in Holz, Ton und Stein und unabhängig von der Wirklichkeit, den Ausdruck des Lebendigen zu realisieren. In seiner Wiedergabe der Figuren spiegeln sich deren schreckliche Erfahrungen wie Not, Schmerz und Elend. Er vermochte in seinen Abbildungen von Frauen und Männern alles wiederzugeben, was deren Persönlichkeiten ausmachte. Aber auch in der Dekoration von Kanzeln, Altären und Grabmälern, und hierzu zählen auch sein Steinrelief der Verkündigung Mariä in Santa Croce oder die Marmorreliefs der tanzenden Kinder an der Orgelbrüstung im Florentiner Dom, wurde er von keinem seiner Zeitgenossen übertroffen. Seinem bereits 1416 für Or San Michele geschaffenen Heiliger Georg als erster Standfigur im klassischen Sinn folgte um 1430 als erste freistehende plastische Aktdarstellung eine bronzene Statue des David und 1432 mit der Büste des Niccolo da Uzzano die erste profane Porträitbüste. Schließlich vollendete er 1447 mit seinem für Padua geschaffenen bronzenen Reiterstandbild des venezianischen Söldnerführers Gattamelata (um 1370-1443) das erste Reiterstandbild der Renaissanceplastik.
Andrea Mantegna, Mars und Venus, genannt Der Parnass, vor 1497. Tempera auf Leinwand, 159 x 192 cm. Musée du Louvre, Paris.
Donatellos Rang und Ruhm erreichte nur einer noch, der Bildhauer Luca della Robbia (1400-1482), der nicht nur die Sängerkanzel im Florentiner Dom (1431-1438), sondern auch die Bronzereliefs (1464-1469) an der nördlichen Sakristei des Doms geschaffen hat. Sein Hauptverdienst liegt aber in seinen bemalten und anschließend glasierten Tonarbeiten. Die anfänglich als runde oder halbrunde Reliefs gefertigten Arbeiten waren eigentlich nur als Schmuck für architektonische Räume gedacht. Aber die in der Lünette der Via d’Agnolo von Blumengirlanden und Fruchtkränzen umgebene, bemalte und von zwei Engeln begleitete Madonna mit dem Kind ist ein durchaus prachtvolles Ergebnis seiner Schöpfungen. So wie Donatellos Können in seinen Männerporträts gipfelte, zeigt sich Robbias Meisterschaft in seinen anmutigen Darstellungen kindlicher und weiblicher Figuren – etwas Schöneres hat die Bildhauerei des 15. Jahrhunderts in Italien nicht hervorgebracht.
In dem Ausmaß, in dem die Fertigkeiten in der Herstellung glasierter Tonarbeiten in Italien wuchsen, stiegen auch die Ansprüche an die Gestaltung dieser Produkte. Schließlich wurden nicht nur Altäre und Einzelfiguren, sondern auch ganze Figurengruppen in dieser dem Künstler alle Freiheiten der Gestaltung lassenden Technik hergestellt. Luca della Robbia gab sein Können und seine Erfahrungen weiter an seinen Neffen Andrea della Robbia (1435-1525). Der wiederum entwickelte mit seinen Söhnen Giovanni (1469- nach 1529) und Girolamo (1488-1566) die Technik der glasierten Terrakotten noch weiter und schuf gemeinsam mit ihnen in den Jahren 1463 bis 1466 die berühmten Rundreliefs der Wickelkinder am Fries über der Halle des Findelhauses zu Florenz. Daran, dass die Produktion der Werkstatt derer della Robbia heute noch an vielen Orten Norditaliens zu bewundern ist, zeigt sich, dass die Terrakotten nicht nur dem allgemeinen italienischen, sondern dann auch dem europäischen Geschmack entsprachen und immer mehr Liebhaber gewannen. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass kein anderes Jahrhundert der plastischen Gestaltung so günstig gesonnen war wie gerade das 15. Jahrhundert. Damit war Donatellos Saat prächtig aufgegangen. Seine beiden wichtigsten Schüler, der Bildhauer Desiderio da Settignano (etwa 1428-1464) und der Maler, Bildhauer, Goldschmied und Bronzegießer Andrea del Verrocchio (um 1435/1436-1488) führten seine Schule in seinem Sinn weiter. Gerade letzterer schuf nicht nur eine Reihe Altarbilder, sondern wurde in Florenz zum bedeutendsten Bildhauer und goss beispielsweise die Statue des David (um 1475) und das Reiterdenkmal (1479) des Söldnerführers Bartolomeo Colleoni (1400-1475) in Venedig. Verrocchios Stil bereitete den Übergang zur Hochrenaissance vor.
Settignano hat wesentlich weniger Werke hinterlassen als Verrocchio und sich vor allem mit marmornen Madonnenreliefs, Kinderfiguren und Büsten junger Mädchen beschäftigt. Er gab sein Können und Wissen an seinen wichtigsten Schüler, Antonio Rosselino (1427-1479) weiter, dessen Hauptwerk das Grabmal des Kardinals von Portugal in San Miniato al Monte in Florenz ist.
Domenico Veneziano, Die Jungfrau mit Kind und Heiligen, 1445. Tempera auf Holz, 209 x 216 cm. Galleria degli Uffizi, Florenz.
Fra Angelico (Fra Giovanni da Fiesole), Verkündigung Mariä, 1450. Fresko, 230 x 321 cm. Convento di San Marco, Florenz.
Zu Rosselinos Schülern gehörten Mino da Fiesole (1429-1484), der sich, ursprünglich Steinmetz, zum besten Marmortechniker seiner Zeit entwickelte und vor allem Grabdenkmäler in der Form der monumentalen Wandgräber ausführte, und Benedetto da Maiano (1442-1497). Fiesoles Kunst lebte hauptsächlich von der Nachahmung der Natur und war damit in einen zu engen Rahmen gespannt, um seine große Produktion abwechslungsreich zu gestalten.
Die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts zeigt den allmählichen Übergang von der beliebten und volkstümlichen Marmorverarbeitung zum strengeren Bronzeguss. Beispiele dafür sind die beiden David
