Die Seelsorge-Praxis - Reinhold Ruthe - E-Book

Die Seelsorge-Praxis E-Book

Reinhold Ruthe

4,8

Beschreibung

Dieses Buch enthält das bewährte Standardwerk von Reinhold RutheDie Seelsorge-Praxis“. Damit liegt ein umfassendes Handbuch zur therapeutischen Seelsorge vor, das in erster Linie ein Buch aus der Praxis und für die Praxis ist. Es bietet ein klares therapeutisches Konzept, das sich an der Bibel orientiert. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Seelsorger und Berater hat Reinhold Ruthe dieses Arbeitsbuch entwickelt. Er wendet sich damit an Seelsorger wie auch an interessierte Laien , die in der Gemeinde mit den Problemen Rat suchender Menschen konfrontiert werden. Das umfassende Handbuch zur therapeutischen Seelsorge von Reinhold Ruthe – aus der Praxis, für die Praxis.

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Reinhold Ruthe

Handbuch der therapeutischen Seelsorge Band1

Die Seelsorge-Praxis

Handbuch für Beratung und Therapie – Lebensstilanalyse Gesprächsführung – Familienberatung

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie;

detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN 978-3-86506-578-0

© 2009 by Joh. Brendow & Sohn Verlag GmbH, Moers

Einbandgestaltung: Brendow Verlag, Moers

Titelfoto: GettyImages

Satz: Satz & Medien Wieser, Stolberg

1. digitale Auflage: Zeilenwert GmbH 2015

www.brendow-verlag.de

Inhalt

Cover

Titel

Impressum

Vorwort

Beraterische und therapeutische Seelsorge

1. Therapeutische Seelsorge ist wesensmäßig biblische Seelsorge.

2. Therapeutische Seelsorge strebt Heil und Heilung an.

3. Therapeutische Seelsorge ist Fachseelsorge.

4. Therapeutische Seelsorge verfolgt einen integrativen Ansatz.

5. Therapeutische Seelsorge meint den ganzen Menschen.

6. Therapeutische Seelsorge behandelt Beziehungsstörungen.

7. Therapeutische Seelsorge will die Ursachen des Krankseins angehen.

8. Therapeutische Seelsorge ist keine Psychotherapie.

9. Therapeutische Seelsorge kümmert sich um die Seele des Menschen.

10. Therapeutische Seelsorge beinhaltet, daß der Seelsorger sich selbst kennt.

11. Therapeutische Seelsorge prüft alles.

12. Therapeutische Seelsorge ist Seelsorge aus der Gemeinde für die Gemeinde.

Der Lebensstil – Schlüssel zur Persönlichkeit

Therapeutische Seelsorge - hat es mit der Einheit der Persönlichkeit zu tun.

Wie stellt sich diese Einheit dar?

Was ist der Lebensstil?

Christlicher Glaube und Lebensstil

Wie arbeitet der therapeutische Seelsorger mit dem Lebensstil?

Der Mensch und sein Lebensstil

Lebensstil-Aspekt Nr. 1: Welche Meinung hat der Mensch über sich selbst?

Lebensstil-Aspekt Nr. 2: Welche Meinung hat der Ratsuchende über andere? – Welche Meinung haben die anderen von ihm?

Lebensstil-Aspekt Nr. 3: Welche Meinung hat der Ratsuchende von der Welt, vom Leben und von Gott?

Lebensstil-Aspekt Nr. 4: Die Meinung des Ratsuchenden über seine Ziele

Lebensstil-Aspekt Nr. 5: Welche Mittel und Methoden benutzt der Ratsuchende, um seine Ziele zu erreichen?

Der therapeutische Seelsorger vergleicht alles mit allem

Der Lebensstil

Ein Beziehungsmodell

Gesprächsführung in der therapeutischen Seelsorge

Gesprächshilfen für den Seelsorger

Hinweis 1: Therapeutische Seelsorge erarbeitet die Ratschläge mit dem Ratsuchenden.

Hinweis 2: Therapeutische Seelsorger werden mit fragwürdigen Motiven konfrontiert.

Hinweis 3: Therapeutische Seelsorger erarbeiten die Beweggründe.

Hinweis 4: Therapeutische Seelsorger üben das Zuhören.

Hinweis 5: Therapeutische Seelsorger versetzen sich in den anderen hinein.

Hinweis 6: Therapeutische Seelsorger müssen ihre Grenzen erkennen.

Das Erstgespräch in der beratenden und therapeutischen Seelsorge

1. Worauf muß der Seelsorger beim Telefonanruf achten?

2. Ich sehe den Ratsuchenden in seiner Beziehung:

3. Welchen Eindruck vermittelt mir der Ratsuchende?

4. Bedingungen für das Gespräch

5. War der Ratsuchende schon bei einem anderen Berater, Arzt oder Seelsorger?

6. Die Herausarbeitung des Problems:

7. Erzählen Sie ein Beispiel

8. Abschluß des Erstgespräches:

Zwölf Schritte im Beratungsprozeß

Die Herausarbeitung des Problems: Worauf muß der Seelsorger achten?

Wie bearbeite ich ein Problem?

Wie bearbeite ich ein Problem im Gespräch?

Priorität und Lebensstil

Prioritäten sind ein wichtiges Diagnosemittel für die therapeutische Seelsorge

Die Arbeit mit Prioritäten als Diagnosemittel für die Paarbeziehung

Die Arbeit mit Prioritäten stellt die Glaubensschwierigkeiten heraus

Therapeutische Seelsorge und die Typologie

Lebensstil und Bewegungsgesetz

Vier Grundtypen in bezug auf die Gemeinschaft

Die Prioritäten-Frage im Leben eines Menschen

Die vier Prioritäten und ihre Bedeutung

Zugewandte und nichtzugewandte Menschen

Fragebogen zur Feststellung der eigenen „Priorität“

Welche Schlüsse ziehen wir aus der Prioritäten-Lehre?

Die vier Prioritäten – ihre Stärken und Schwächen

Priorität: Überlegenheit

Priorität: Kontrolle

Priorität: Gefallenwollen

Priorität: Bequemlichkeit

Die vier Prioritäten und was ihre Träger vermeiden

Die vier Prioritäten und wie ihre Träger Glaubens- und Gottesfragen leben

Die Wirkung der eigenen Priorität auf andere

Priorität: Überlegenheit

Priorität: Kontrolle

Priorität: Gefallenwollen

Priorität: Bequemlichkeit

Welchen Preis zahlen Menschen mit den verschiedenen Prioritäten?

Die 4 Prioritäten und ihr Konfliktpotential in der Paarbeziehung

Liebesprobleme in der therapeutischen Seelsorge

Was ist Liebe?

Liebe drückt sich auch im Lebensstil aus

16 Aspekte und Ausdrucksformen der Liebe

Selbsterforschungsfragebogen „So stell’ ich mir die Liebe vor“

Fragebogen: „Welche Rolle spiele ich in der Paarbeziehung?“

Wie entsteht ein Entzweiungssyndrom?

Nähe und Distanz in Partnerschaft und Ehe

I. Welche Verhaltensmuster kann der nähebedürftige Partner praktizieren?

II. Welche Verhaltensmuster kann der distanzierte Partner praktizieren?

Einstellung zu Liebe und Partnerschaft

Meine Liebesfähigkeit – ein Selbsterforschungsfragebogen

Was für eine Partnerin hat der Mann vor der Ehe gesucht?

Was für einen Partner hat die Frau vor der Ehe gesucht?

Liebespartner mit Schwächen – ein Selbsterforschungsfragebogen

Was bedeutet Ehereife?

Profil einer glücklichen Ehe

Selbstwertstörungen in Beratung und Seelsorge

Merkmale des Minderwertigkeitsgefühls

Welche Faktoren stören mein Selbstwertgefühl?

Ein Selbsterforschungsfragebogen

Selbsterforschungsfragebogen für Eltern und Erzieher (bei Minderwertigkeitsproblemen)

Selbstachtung und Selbstwert

Der Teufelskreis des Minderwertigkeitsgefühls

Der Bekräftigungskreis des Selbstvertrauens

Sexuelle Probleme in Beratung und Seelsorge

Voreheliche Beziehungen

Biblisch-theologische und therapeutisch-seelsorgerliche Anmerkungen

Selbstbefriedigung

Biblisch-theologische und therapeutisch-seelsorgerliche Argumente

Drei Aspekte zum Verständnis:

Ist Petting eine Lösung?

8 Anmerkungen

Welche Probleme können sexuelle Schwierigkeiten in der Ehe auslösen?

Wahllose Zusammenstellung

Störungen der partnerschaftlichen Sexualität

1. Störungen des sexuellen Begehrens

2. Störungen in der Erregungsphase

3. Störungen beim Orgasmus

4. Störungen des Geschlechtsverkehrs

5. Störungen nach dem Orgasmus

6. Häufigkeit des Verkehrs

7. Organisch und seelisch bedingte Funktionsstörungen

Wie können sexuelle Probleme entstehen?

Sexuelle Störungen und die Beziehungen der Partner zueinander

Einige Fakten über sexuelle Zusammenhänge

Mythen und Irrtümer rund um die Sexualität

Welche Fragen sind für die Erfassung der sexuellen Problematik wichtig?

Welche Methoden helfen, die Probleme der Gesamtpersönlichkeit zu erfassen?

Beratung und Seelsorge mit der ganzen Familie

Wann ist Familienberatung angezeigt?

Allgemeine Hinweise für die Familienberatung und Familienseelsorge

Familienberatung

Familienbeziehungen

Welche Botschaften haben wir von unseren Eltern empfangen?

Anregungen für den Selbsterforschungsfragebogen:

Rollen, die wir in Familien spielen

Fragebogen für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahre

Ein Blick in die Familie

Das Familienbeziehungsspiel

Die Familienbeziehungen können auch gezeichnet werden.

Vergebung in Seelsorge und Beratung

Fünf Irrtümer beim Umgang mit Verletzungen

Vergebung ist ein Prozeß

Vergebung ist ein erster Schritt

Vergebung bedeutet, die Hintergedanken und Befürchtungen aufzugeben

Vergebung bedeutet eine Lebensstil-Korrektur

Die Einstellung zur Vergebung ist eine Frage an den Seelsorger

Wenn wir nicht vergeben wollen

Liebende leben von der Vergebung

Was wollen wir mit Nicht-vergeben-Wollen bezwecken?

Die therapeutische Seelsorge vermittelt Befreiung durch Beichte

Warum Beichte?

Voraussetzungen der Beichte

Die Praxis der Beichte

Fragen zur Selbstprüfung – Beichthilfe

Acht Verwandlungen durch Vergebung

Was geschieht im Vergebenden?

Vergeltung statt Vergebung im partnerschaftlichen Umgang

Literaturhinweise

Stichwortverzeichnis

Vorwort

Dieses Handbuch der therapeutischen Seelsorge ist in erster Linie ein Buch aus der Praxis für die Praxis. Es bietet ein fest umrissenes Konzept, das sich in erster Linie an biblischen Maßstäben orientiert, aber methodische Hilfen aus den Humanwissenschaften mit einbezieht. Das Wort Gottes ist Richtschnur, Dreh- und Angelpunkt der therapeutischen Seelsorge. Sie will keine Psychotherapeuten ausbilden, sondern Seelsorger in Kirche, Gemeinschaft und Freikirche zurüsten,

die Menschen beistehen, die mit Glaubens- und Lebensproblemen Schwierigkeiten haben;

die Menschen helfen, die in Ehe und Familie Beziehungskonflikte widerspiegeln;

die Ratsuchende begleiten, die unter psychischen Störungen und psychosomatischen Krankheiten, Süchten und abnormen Verhaltensmustern leiden;

die mit Hilfe einer ganzheitlichen Sicht die Menschen nach Leib, Seele und Geist ernst nehmen und ihnen im Namen Gottes Lebensstilkorrekturen und Gesinnungsänderungen ermöglichen.

Therapeutische Seelsorge ist finalanalytisch ausgerichtet, das heißt:

Sie will in erster Linie die wirklichen Motive und Hintergründe aller Schwierigkeiten bewußtmachen.

Sie will eine aufdeckende Seelsorge wahrnehmen.

Sie will die versteckten Abwehrmethoden, Lügen, an die wir glauben, und neurotische Denk- und Verhaltensmuster erkennen.

Sie will mit dem Ratsuchenden neue Wege und geistlich legitime Beziehungsmuster einüben.

Sie will Fehlhaltungen und sündige Praktiken ans Licht heben und konkrete Gebetshilfen anbieten.

Sie will, daß nicht nur die Symptome (die vorgestellten Probleme) ins Gebet genommen werden, sondern die unbewußten Zwecke, Ziele und Motive, die die Symptome aufrechterhalten.

Viele Methoden und therapeutische Hilfen werden in dem Buch nicht angesprochen. In Kursen und Seminaren, die das Institut in Brasilien anbietet, kann die Praxis der therapeutischen Seelsorge erarbeitet und ausgebaut werden.

„Alle eure Sorge werft auf ihn; er sorgt für euch“ (1. Petr. 5, 7), das ist die Basis aller therapeutischen Seelsorge. Wir sind seine Werkzeuge und Mitarbeiter, die als seine Beauftragten Menschen in Not beistehen.

Einige Hinweise zum Gebrauch des Buches:

Das Buch ist ein Arbeitsbuch. Sie können es nicht wie einen Roman lesen. Die einzelnen Kapitel sollten Sie der Reihe nach verinnerlichen.

Es sind viele Fragebögen und Selbsterforschungsunterlagen im Buch enthalten. Sie helfen Beratern und Seelsorgern, die Probleme des Ratsuchenden schneller zu erfassen. Sie sind gleichzeitig geeignete Hausaufgaben für Ratsuchende. Konflikte und Schwierigkeiten können konkreter formuliert werden.

Alle Unterlagen dürfen nur für die eigene Seelsorge und die Beratungspraxis benutzt werden. Die Verwertung des Materials für Kursangebote und Lehrzwecke ist verboten. Nur das Magnus-Felsenstein-Institut kann Ausnahmen schriftlich gestatten.

Das vorgelegte Konzept der therapeutischen Seelsorge ist in erster Linie an der Bibel orientiert. Die biblischen Maßstäbe gelten uneingeschränkt. Für die praktische Arbeit sind Methoden und Erkenntnisse

aus der Individualpsychologie Alfred Adlers,

aus der Logotherapie Viktor E. Frankls,

aus der Rational-Emotiven Therapie (RET) von Albert Ellis und

aus der Gesprächspsychotherapie von Carl Rogers eingeflossen.

Es werden jedoch für Seelsorge und Beratung nur solche Hilfen verwendet, die der biblischen Botschaft nicht widersprechen.

Um der Praxis den Vorzug zu geben, sind theoretische Abhandlungen über die konkrete Herkunft der Arbeitshilfen unterblieben, ebenso wurde auf wissenschaftliche Auseinandersetzungen und Vergleiche mit anderen Schulrichtungen und Seelsorge-Instituten verzichtet.

Für die Seelsorge-Arbeit wünschen wir allen Lesern und Benutzern des Handbuchs Gottes Segen.

Reinhold Ruthe

Beraterische und therapeutische Seelsorge

Der christliche Glaube, der in Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaft verkündigt und praktiziert wird, kennt einen Schwerpunkt: die ganzheitliche Seelsorge am Menschen, der an Leib, Seele und Geist mit Schwierigkeiten, seelischen Nöten, Glaubens- und Lebensproblemen zu tun hat. Aufgabe, Auftrag und Ziel der therapeutischen Seelsorge sollen in einigen Punkten charakterisiert werden.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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