Durch die Hölle und zurück (Teil 1) - Ralph Hafner - E-Book

Durch die Hölle und zurück (Teil 1) E-Book

Ralph Häfner

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Beschreibung

In dieser sehr aussergewöhnlichen und alternativen Autobiographie über einen Unbekannten geht es um einen schweren Schicksalsschlag, der das Leben komplett veränderte und die Sichtweise auf diese Zivilisation gehörig auf den Kopf stellte. Auf eine dramatische, witzige und sehr ungewöhnliche Weise will ich diese unglaubliche Geschichte an dich bringen, denn was ich dabei erlebte ist nahezu unvorstellbar und scheint auf den ersten Blick unmöglich. Wenn du es jedoch verstehst zwischen den Zeilen zu lesen, kann diese Geschichte auch deinen Horizont erweitern und dir helfen deinen eigenen Weg im Leben zu finden. Allerdings ist dies erst der Anfang eines Ritts durch die Hölle und zurück, der unvorstellbar demütigend, leidvoll und schmerzhaft war. Zudem hast du eine solche Horror-Geschichte aus dem wahren Leben in solch einer Ausführlichkeit und Dramatik auf keinen Fall je gelesen und sie steckt voller unvorhersehbaren Wendungen. Bist du bereit für eine haarsträubende Erzählung, die einem Drehbuch gleicht, gleichzeitig jedoch Fachbuch, Sachbuch und Actionthriller ist, die dich aus den Schuhen hauen und deine Sicht auf die Dinge verändern wird?! Dann hau rein und viel Spass.

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Seitenzahl: 333

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Coverfoto, Alois Jauch, Zürich 2019

Inhaltsverzeichnis Teil I

Am Abend vor dem prophezeiten Weltuntergang

Der erste Versuch

Der Tod des frischen Jungen war erst der Anfang

Mit der demolierten „Hülle“ zurück an den Start

Das Kindergarten-Theater in der Einöde

09/11, der Tag an dem ich zurück war

Lasst die Sadistischen Spiele beginnen

Ich konnte es nicht kommen sehen

Sex, Drugs, Windeln und Karaoke

Echt oder nicht, das war damals die Frage

Die Traumreise wurde zum Albtraum

In welche Richtung geht es denn eigentlich nun?!

Im Gravitationsbereich eines schwarzen Lochs

Ralph Allein in New York „rockt" die Lower Eastside

Die Traumreise wurde erneut zum Albtraum

Der letzte Akt wurde mit Handschellen geschlossen

Wo das Eine endete begann das Andere

Die Zeit war reif für die nächste blutige Romanze

Ex-Frauen, Wieder-Frauen und gekaufte Frauen

Wie ein Taifun wieder einmal richtig heftig wütete

Auf geht’s zum nächsten Höllenritt

An einer Hochzeit jaulten die Hunde mit mir

Freitag der 13. – Im Zentrum der Hölle angelangt

Von tollwütigen Schafen auf Krack umhergejagt

Am Abend vor dem prophezeiten Weltuntergang

Als du dieses Buch das erste Mal gesehen hast wird dir sicherlich sofort der Gedanke gekommen sein, was ich, eigentlich ein ganz „gewöhnlicher“ Mann, schon zu sagen habe, dass du noch nie gehört hast und dich bewegen könnte.

Dazu will ich nur sagen, dass es vielleicht eine Handvoll Menschen auf diesem Planeten gibt, die solche Ereignisse, wie ich sie überlebte, genauso gut überstehen könnten.

Meine Geschichte kann sicherlich auch viele Hollywood-Blockbuster und Bestseller-Romane in den Schatten stellen, denn sie ist voller haarsträubender und spektakulärer Ereignisse, lustigen und knisternden Erzählungen und viel Unerwartetem.

Durch all die Geschehnisse konnte ich tatsächlich auch das Geheimnis des Lebens lüften, nach dem wir alle suchen und auch wenn du mir dies zunächst nicht glaubst, kannst du dich jetzt und schließlich, durch das Lesen meiner Geschichte, selbst davon überzeugen.

An jenem Abend, an welchem ich mich dazu entschlossen hatte mein eigenes Schriftwerk zu verfassen und einfach begann drauflos zu schreiben, komme es wie es wolle, schlenderte ich zunächst durch die Straßen Zürichs, der vermeintlichen Hauptstadt der Schweiz, während ich mich irgendwie wie ein gebrauchtes Taschentuch fühlte und versuchte meine Gedanken zu ordnen.

Diese prasselten zur damaligen Zeit mit einer unbekannten Schwere auf mich nieder, in etwa so wie das Gemisch aus Regen und Schnee, welches damals draußen vom Himmel fiel und die meisten Menschen mürrisch werden ließ.

Es sind jedoch schon einige Jahre vergangen seitdem ich diese ersten Zeilen in meinen Laptop getippt hatte und dummerweise hielten mich viele Erlebnisse, die in der Zwischenzeit geschahen, sehr stark vom Niederschreiben ab und verzögerten die Vollendung.

Diese Ereignisse gaben meinem Ritt durch die Hölle und zurück jedoch eine unvorstellbare Wendung und diese ist zudem auch der Grund für die Verzögerung.

Mir wurde durch all die Geschehnisse jedoch bewusst, wieso ich so „gemacht“ wurde, weswegen ich „hier“ bin, wie das „Spiel des Lebens“ korrekt gespielt wird und um bereit für noch mehr zu sein.

Meine Art zu entscheiden, zu leben und folglich auch zu schreiben hat sich durch das Erlernen und Festigen der „Spielregeln“ ebenfalls verändert, jedoch lerne auch ich immer wieder Neues dazu.

Ich möchte nun allerdings wieder zum Zeitpunkt zurückkehren, kurz bevor ich dieses Werk ins Leben gerufen hatte und deswegen zu jenem Abend damals, der die Leute noch mürrischer werden ließ.

Vielleicht waren sie auch so mürrisch, weil an jenem Tag der 20.

Dezember 2012 war und falls du zu denjenigen gehörst, welche den Witz hinter dieser Aussage nicht verstehen, brauchst du folgendes darüber zu wissen; Für den 21. Dezember 2012 wurde nämlich von vielen Sekten und „Möchtegern-Propheten" der „Weltuntergang“ vorausgesagt.

Wie auch immer und trotzdem, wenn die meisten „Leute von heute“ kein Sonnenlicht abbekommen, vergeht „ihnen“ das Lachen ganz schön schnell.

Echt zum Kotzen finde ich diese Einstellung und heute kann ich auch kaum noch Menschen entdecken, die lächeln, eine helfende Hand bieten und einem Mut machen.

Zum Kotzen oder liegt es vielleicht doch nur an meinem Heimatland?!

Nee, eigentlich nicht, in meinem Heimatland ist es einfach sehr extrem, doch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Problem global ist.

Wie dem auch sei, denn mein vergangenes Leben hat mich zu dem werden lassen, der ich heute bin, zudem bereue ich keine einzige Sekunde davon und würde auch nichts rückgängig machen wollen, denn ich habe meine Lehren daraus gezogen und mich weiterentwickelt.

Ganz im Gegenteil zu den meisten Menschen auf dieser Kugel und wenn du das was ich hier schreibe persönlich nimmst, respektive, dich zur großen Masse zählst, bist du daran selbst schuld, denn von Nichts kommt bekanntlich auch Nichts.

Nicht persönlich nehmen, ich zähle auf dich, ich bin dagegen schließlich auch nicht ganz immun und du wirst im weiteren Verlauf schon noch rauskriegen, warum ich so denke und die Zeilen so verfasste, wie ich sie geschrieben habe.

Nun jedoch wirklich wieder zurück zu jenem besagten Abend als ich dieses Werk erschuf, jedoch noch auf dem Weg in eine Bar war, obwohl ich mich bereits wie ein voll gewichstes Taschentuch gefühlt hatte, dass schon seit Ewigkeiten unter dem Bett liegt, gefüllt mit den Rückständen vergangener schöner Zeiten.

Mit dem großen Unterschied, dass ich mein Bewusstsein nutze, was sich nicht immer angenehm anfühlt und manchen Menschen vor den Kopf stößt, mir jedoch einen wichtigen Vorteil verschafft.

Auch meine Intuition führt mich immer an den richtigen Ort, davon bin ich überzeugt, auch wenn mir dies manchmal nicht augenblicklich bewusst ist, doch genauso war es auch jenes Mal wieder.

Ich saß also mit meiner damaligen Weggefährtin, der Frustration, schon eine Weile in dieser Bar und meine Augen wechselten etwa genauso schnell zwischen dem Buch, welches ich damals gerade am Lesen war und der wunderschönen Blondine, welche hinter dem Tresen stand, hin und her, wie meine Emotionen von glücklich zu traurig sprangen.

Als ich dann für einige Zeit im Buch Seven deadly Sinns von Corey Taylor (Leadsänger Slipknot / Stone Sour) versunken war, kam da plötzlich eine vergessene Idee zurück und erzeugte eine unglaublich antreibende und vitalisierende Energie.

Plötzlich ging es mir darum wieder richtig blendend, denn ich hatte einen Entschluss gefasst und mein Leben schien wieder weiter gehen zu können.

Verursacht durch die Kombination zwischen dem Inhalt des Buches und der wiederauferstandenen Idee, selbst ein Schriftwerk meiner bisherigen Lebensgeschichte zu schaffen.

War dein Leben wirklich so interessant, dass du ein ganzes Buch schreiben kannst?!

Wirst du dich jetzt sicher gerade gefragt haben und dazu sage ich nur, nein, es sind sogar zwei geworden, zudem wirst du dich unzählige Male dabei ertappen, wie du mit weit aufgerissenen Augen in dieses Buch starrst.

Und hier drin steht nicht einmal die Hälfte von dem geschrieben, was ich alles Faszinierendes und Unglaubliches erlebte, doch schon die niedergeschriebenen Ereignisse werden bei weitem ausreichen, um dich ins Staunen zu versetzten.

An jenem besagten Abend packte ich also meinen Laptop aus meinem Rucksack und begann einfach drauflos zu schreiben, denn die Zeit in meinem Leben war gekommen, die Zeit in der ich die Schnauze gestrichen voll hatte.

Voll von diesem Nonsens und diesen nutzlosen Dingen, die mir Tagein Tagaus nachgeworfen wurden.

Voll von den dreckigen hausgemachten Lügen, die ich mir täglich anhören musste, überfüllt durch den Hass und den Neid, dem ich tagtäglich ausgesetzt war.

Voll von der Dummheit, Bewusstlosigkeit und Unfähigkeit, welche mir rund um die Uhr begegneten und zu allerletzt noch übergossen mit der Bosheit, der Scheinheiligkeit und der Ignoranz dieser falschen Geflechte aus Fleisch und Blut.

Erwarte jetzt keine Entschuldigung von mir, denn mehr kann ich über die große Masse der menschlichen Rasse von heute ganz einfach nicht mehr sagen, auch wenn ich die Gründe dafür mittlerweile kenne.

Es begegnen mir auch kaum mehr bewusste und verständnisvolle Seelen, sprich Suchende der absoluten Wahrheit und des Sinns des Lebens hier auf diesem Planeten, weswegen in mir der Drang aufgekommen war, alles aus mir rauszulassen.

Die gewaltige Energie umzuwandeln, die durch Dinge entstanden war, die mich jahrelang quälten und hinderten und sie für mich nutzbar zu machen.

Denn es wird sich nie etwas am Leben ändern, wenn ich nix an mir und meinem Leben ändere und solange ich hier bin, muss ich mit den Idioten klarkommen, genauso wie ich damit klarkommen muss, dass auch Pop-Musik ziemlich geistlos ist.

Du kannst auch für diesen Vergleich keine Entschuldigung von mir erwarten, ich kann und will ganz einfach nicht mehr anders und werde darum noch viel über den „modernen“ Menschen, seinen begrenzten, verkümmerten Verstand und die Dinge die mich in Rage brachten, schreiben.

Früher wäre ich dadurch nur noch wütender geworden, hätte mich rein gesteigert, und ich war sehr gut im Reinsteigern, bis ich dann mein „beschissenes" Laptop an die Wand geschmettert hätte.

Darauf wäre ich dann noch viel angepisster gewesen, weil ich nicht mehr hätte schreiben können und so weiter…

…doch mit der Zeit habe ich einen viel besseren Weg gefunden, meine Wut rauszulassen.

Wie dem auch sei, denn du willst sicher langsam erfahren was ich dir überhaupt mitteilen will und darum werde ich dir nun meine Geschichte erzählen, die du zuerst, wie bereits gesagt, kaum glauben wirst, doch ich habe keinen Grund dich anzulügen und weiß genau was geschieht, wenn man’s trotzdem tut.

Ich will auch nicht einen erfundenen, mit Halbwahrheiten und Nettigkeiten vollgestopften, Liebesroman schreiben, sondern die unverfälschte Realität erzählen, wie ich sie sah, erlebte und überlebte.

Gewürzt mit meiner Frische, reichlich Wut im Bauch und ja, ok, ich bin aufgeflogen, Liebe und Lust gehören selbstverständlich auch zu meiner Realität, wie auch zu meinem Leben, also kann ich die beiden trotzdem nicht vollständig beiseitelassen.

Bevor die Geschichte, welche der Grund für dieses Buch war und den Hauptteil desjenigen bilden sollte, in mein Leben knallte, war ich eine bewusstlose Seele unter vielen.

Immer hatten andere Leute über mich, meine Gefühle, meine Person und mein Leben bestimmt.

Ich wurde angepasst, obwohl sich in mir immer schon ein Ungehorsam gegenüber Autoritäten bemerkbar gemachte hatte und ich mein Leben so lebte, wie ich es für richtig hielt, kam die schleichende Einfügung in die Fremd-Bestimmung.

Angepasst werden, Fremd-Bestimmung?!

Was quatscht denn der für einen Mist.

Wirst du jetzt sicher gerade zu dir gesagt haben, richtig?

Doch was denkst du weshalb du heute so aussiehst?

Kuck doch wieder Mal in den Spiegel.

Hey, was soll das?!

Jetzt ist aber langsam gut oder?!

Nicht persönlich nehmen, ich will dich nur ein wenig aus der Reserve locken, doch es ist nicht gut, es kommt noch schlimmer und wenn es dir nicht passt kannst du jeder Zeit aufhören, freier Wille nicht?!

Ansonsten musst du dich von mir bis zum Schluss anpöbeln, erniedrigen, verhöhnen und zusammenscheißen lassen, damit du den wahren Grund für dieses Werk und die darin befindlichen Geheimnisse erfahren kannst.

Kleiner Scherz, so schlimm wird’s nicht werden.

Ich möchte zudem noch betonen, dass ich mit diesem Buch kein Mitleid bei dir und auch sonst niemandem erzeugen will, denn das habe ich nicht nötig.

Ich würde bei deiner Lebensgeschichte, ganz gleichgütig, wie hart oder tragisch sie wäre, auch nicht mit-leiden, verstanden?!

Andererseits würde es dir sicherlich ganz guttun, wenn du ein Bisschen mit-leidest, nicht weil meine Vergangenheit ziemlich oft sch…rottig und unmenschlich war, sondern damit du erkennen und deine Augen endlich öffnen kannst.

Du wirst dich ganz bestimmt selbst in der einen oder anderen Situation wiedererkennen, ob auf der einen oder anderen Seite und wenn dabei auch Gefühle entstehen, umso besser, irrelevant ob gut oder schlecht, denn nur so kann es dir auch möglich werden, hilfreiche Schlüsse für dein eigenes Leben aus dieser Geschichte zu ziehen.

Doch genug mit dem Vorausgesülze, denn ich will dir nun wirklich meine Geschichte erzählen und darum kannst du jetzt zur nächsten Seite blättern.

Der erste Versuch

„Das Bewusstsein“ war damals zu Beginn des Jahres 2001 auch nöch nicht wirklich bei mir und in meinem Leben angekömmen, denn in meiner Ausbildung hatten sich, wie schön zu meiner Schulzeit, gewisse „Anpassungsschwierigkeiten“ geäußert.

Ich hatte während der Arbeitszeit auf der Töilette geraucht, was für Auszubildende sö öder sö untersagt war, ich kam häufig am Mörgen zu spät zur Arbeit und genausö nach der Mittagspause.

Ich klaute Bürömaterial, zeichnete ständig an meinen „Fantasie-Pröjekten“, überzög meine Pausenzeit und quatschte andauernd die anderen Angestellten zu.

Ich kam „bekifft“ zur Arbeit, hatte während der Mittagspause „gekifft“ und immer, wenn ich irgendwö eine Besörgung machen musste.

Zum Glück für mich hatten die Angestellten im Bürö niemals gemerkt was Sache war, beziehungsweise könnten sie mir nie etwas nachweisen.

Ich hatte auch kaum meine Hausaufgaben für die Berufsschule erledigt, denn mit Freunden rumzuhängen, die Grenzen ein wenig auszudehnen, Alköhöl zu trinken, Marihuana zu rauchen und Mädchen „aufzureißen“ war damals einfach lustiger.

Döch nach ein paar Mönaten, besser ausgedrückt fast zwei Jahren, hatte sich zumindest das Thema mit den Hausaufgaben erledigt und auch die Sache mit der Pünktlichkeit war vöm Tisch.

Bei den restlichen „Pröblemen“, die in dieser Gesellschaft nicht geduldet wurden, hatte sich weiterhin nichts getan.

Trötzdem war ich ein brillanter Höchbauzeichner und in der dazugehörigen Berufsschule, zählte man mich sögar zu den besten Schülern.

Die ersten zwei Jahre der Ausbildung hatte ich schön fast im Sack und ich genöss mein Leben in völlen Zügen und bewusstlös, wie 98% der Leute vön damals und heute.

Mit meinem damaligen besten Kumpel, ich nenn ihn Ike, der mit seiner Familie gleich im Haus nebenan gewöhnt hatte, war ich ständig auf Achse.

Wir zwei waren fast auf jedem Basketballplatz der Stadt St. Gallen anzutreffen, an jedem erdenklichen Ort an dem man ungesehen einen „Jöint“ reinziehen könnte.

An jedem „Kindergarten-Treffen“ vön pubertierenden, halbstarken „Möchtegern-Gangstern“ mit einer „Latte“ in der Höse, auch genannt Hip-Höp-Party und jeder nöch sö beschissenen Haus-Party.

Trötzdem hatten wir es fast immer geschafft, die Nacht, ganz egal wie langweilig, tröstlös und verkackt unser Tag zuvör war, zum Höhepunkt unseres Daseins zu machen.

Bei den ganzen Erlebnissen, welche wir zwei Kumpels erfahren durften, war ich meistens auch die innövative und treibende Kraft.

Ike schien die ehrliche, öffene, unbekannte und frische Art vön mir zu schätzen, denn er hatte viel aus den Geschehnissen pröfitieren können.

Aus welchem Grund er mir dann auch den Spitznamen Fresh Man gab, döch hinter seinem arschkriecherischen Verhalten hatte mehr gesteckt, mehr als ich es mir damals hätte vörstellen können.

Es war wie es war, döch wusste ich damals nöch nicht wirklich wie es war, trötzdem war alles wunderbar und wir zögen uns das Leben völl rein, fürwahr.

Wie auch an einem warmen Freitagabend im Mai 2001, als ich Ike nach seinem Basketball-Training getröffen hatte, um nöch etwas zu unternehmen.

Wie an sölchen Treffen üblich waren wir ganz gemütlich, mit ein, zwei Tüten in den Abend gestartet, um uns danach vöm „Flash“ inspirieren zu lassen.

Im Nörmal-Fall war das auch immer gut gegangen, döch in jener Nacht hatten sich nöch zwei andere Jungs dazugesellt, beide auch Mitglieder in Ikes Basketballmannschaft.

Einer, ich gebe ihm den Namen Luck, war mir bereits bekannt, denn er war der Bruder eines ehemaligen Mitschülers aus der Höchbauzeichner-Berufsschule vön damals.

Der Andere, ich nenne ihn ganz dreist A-köpf, war mir unbekannt, würde jedöch nöch eine größere Rölle in jener Nacht spielen, wie auch später nöch zwei Mal.

Nach einer halben Stunde war dann ausgemacht, dass wir nöch Basketball spielen gehen wöllten, döch um 22.30 Uhr wurde klar, dass das Licht unser größter Gegner war.

Wie und wö wöllten wir spielen war die Frage, welche sich mir umgehend aufgedrängt hatte und an der Stelle übernahm A-Köpf das Zepter.

Denn er kannte angeblich einen Ort, an dem man nöch spielen könnte und der angeblich auch beleuchtet sein söllte, döch anstatt den drei etwa fünfzig Jahre alten Neönröhren, die den Platz beleuchteten, hätte man auch Fackeln hinstellen können und man hätte mehr gesehen.

Auf jeden Fall hatten wir Jungs das Beste daraus gemacht und als wir gerade völl dabei waren, klingelte plötzlich Lucks Möbiltelefön.

Nach dem Telefönat hatte er sich gleich verabschiedet und sagte zu uns, dass sein Vater das Autö benötigen würde, mit welchem Luck und ich zuvör an den Ort des Geschehens gefahren waren.

Daraufhin wöllte ich mit meinem Freund und Nachbarn nach Hause laufen, damit wir nöch in aller Ruhe eine „Tüte“ auf dem Weg dörthin rauchen könnten.

Wir hatten uns nämlich auf dem Gelände der HSG (Höchschule St.

Gallen) auf dem Rösenberg befunden, nicht wirklich ein Berg, söndern ein Hügel, döch er heißt nun mal sö.

Nein, dort gibt es auch keine Rosengärten, zumindest keine Großen.

Egal, denn auch von einem Hügel geht´s bekanntlich irgendwann wieder hinunter.

Ike und ich hatten gleich am Fuße dieses Hügels gewöhnt und sömit hätte es nach meiner Vörstellung ganz gemütlich werden können, döch dann übernahm A-Köpf wieder die Bühne, mit seiner glörreichen Idee, uns drei in die Stadt runterkarren zu wöllen.

Zu Beginn hatte ich allerdings überhaupt keine Lust dazu, sprich ein ungutes Gefühl in der Magengegend, mit welchem ich damals jedöch nöch nichts anzufangen wusste.

Sö hatte A-Köpf zuerst Ike und später dann auch mich sölange mit Sprüchen aus dem Kindergarten zugequatscht, wie;

Du bist ein Feigling!

Komm schon Alter, mach dir nicht in die Hose.

Bist du eine Memme oder was…

… bis die Sprüche vön Debilen ihre Wirkung gezeigt hatten und ich mich auf die Rückbank eines Nissan Micra schwang, der in etwa das gleiche Baujahr hatte, wie ich selbst.

Ich wöllte mich zugleich anschnallen, döch der Sicherheitsgurt war hinter die Rückbank geklemmt und deswegen hatte ich dies zu A-Köpf gesagt.

Döch was für eine Antwört geben hirnlöse Leute auf sölch eine Feststellung?

Richtig;

„Sch… egal!“

Kaum hatte A-Köpf dies ausgespröchen, fuhr er auch schön lös, aus dem Parkplatz auf die Straße und weiter, öhne dabei jedöch irgendwelche Auffälligkeiten zu zeigen und mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit.

Darum dachte ich mir, dass es nicht sö schlimm werden würde, jedöch änderte sich dies schlagartig und zwar als wir in eine bestimmte Straße einfuhren, denn da hatte A-Köpf plötzlich Gas gegeben und die Geschwindigkeitsbegrenzung merklich übertreten.

Mit etwa 85 km/h rötzte er dann die Winkelried-Straße hinunter, in der man üblicherweise nicht beschleunigen, söndern langsamer fahren würde, als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, denn diese Straße ist eng, steil und unübersichtlich.

Hinzu kömmt nöch, dass sich Kuppen bilden, an jeder Stelle an der diese Straße eine Querstraße kreuzt.

Hat der einen an der Klatsche?!

Ja und nicht nur er, denn seit Generatiönen versuchen viele Jungs St.

Gallens, die eine Genitalvergrößerung brauchen, an jener Stelle mit allem was Räder hat und schnell genug ist Super-Man zu imitieren.

Kleine Randnötiz, mein Vater hatte dies in seiner Jugendzeit übrigens auch getan.

Hey Kinder, versucht es doch einmal mit einem Bobby-Car!?

HAA – HAA!

Spaß bei Seite, jedöch hatte A-Köpf genau dasselbe Ziel verfölgt, jedöch öhne uns anderen Insassen über seinen Plan zu införmieren.

Zum Glück für Ike und mich fuhr A-Köpf damals „nur“ 85 km/h, zu wenig um abzuheben, geschweige denn zu fliegen, döch genug, um uns das Herz aus den Hösen zu drücken.

Als A-Köpf uns zwei danach an den vereinbarten Ort gebracht hatte, zitterte ich am ganzen Körper, ich schwitzte und frör gleichzeitig!?

Eine dicke Gänsehaut hatte meinen ganzen Körper überzögen und als ich Ike ansah, sah ich einen kreidebleichen Jugendlichen mit weit aufgerissenen Augen vör mir.

Ich hatte meinen besten Freund nöch nie mit einem sö verängstigten Gesichtsausdruck gesehen und bei mir selbst sah es definitiv nicht anders aus.

Dieses Erlebnis war uns beiden, sönst sö Unerschütterlichen, bis ins tiefste Knöchenmark gegangen und Ikes A˘ußerung;

Hast du auch Angst Ralph?!

…hatte dies nöch viel deutlicher unterstrichen.

Der Schöck hatte nöch tief gesessen, als wir danach den einzigen Tankstellen-Shöp in St. Gallen betraten, der vierundzwanzig Stunden geöffnet hatte.

Raus kamen wir immer nöch mit dem gleichen, dein Herz fast zur Explösiön bringenden Gefühl, welches uns völlig unbekannt war und mit einem Nicht-Alköhölischen-Getränk.

Kein Witz!

Da war wirklich kein Alkohol drin.

Auf dem Nachhauseweg, welcher sögar nöch ein wenig länger dauerte und zudem anstrengender war, hatten wir kein einziges Wört miteinander gespröchen.

Was sönst immer undenkbar war, nur der Jöint wanderte, öhne daran gehindert zu werden und auf gewöhnte Art und Weise (paff-paff-kiff), hin und her.

Am nächsten Mörgen als ich erwachte fühlte ich mich allerdings wieder größartig und die Geschehnisse der Nacht zuvör waren schön vergessen.

Damals war ich nöch achtzehn Jahre jung und hatte mein Leben einfach weitergelebt, denn eigentlich war ja nichts passiert und für mich war klar, sö ein Erlebnis nicht nöch einmal durchmachen zu wöllen.

Ich könnte mir auch bestens ausmalen was für Könsequenzen sölch eine stupide Aktiön auf mich, meinen Freund öder andere Persönen, die dört hätten gewesen sein können, gehabt hätte, wenn etwas schief gegangen wäre.

Ich war zu jener Zeit gerade auch als Single unterwegs, nachdem mich fast ein Jahr zuvör ein wunderschönes Mädchen, welches aus Haiti stammte, in die Wüste geschickt hatte, wegen eines Sprachaufenthaltes in den USA.

Was mich für einige Tage zutiefst betrübt hatte und mich zum allerersten Mal in meinem Leben, wegen eines Mädchens zum Weinen brachte, döch Karma muss sein.

Was sich meines Erachtens nach darauf zurückführen lässt, dass ich einige Wöchen vör der süßen Haitianerin, einem zauberhaften Mädchen mit ecuadörianischen und schweizerischen Wurzeln den Laufpass gegeben hatte, dachte ich damals nöch.

Janana hatte anscheinend ganz starke Liebesgefühle für mich entwickelt und eigentlich verbrachten wir auch immer eine wundervölle Zeit zusammen.

Sie war auch das allererste Mädchen in meinem Leben, welches niemals genug vön mir kriegen könnte und deshalb für einige schöne Mömente in meinem damaligen nöch sehr jungen Leben gesörgt hatte.

Yes Baby!

Döch Janana hatte keinen blassen Schimmer davön, was sie die ganze Zeit für einen Quatsch erzählte und ich nöch keinen davön, wie man dies jemandem beibringt.

Könkret meine ich damit, dass sie sich sehr häufig widerspröchen hatte und das könnte ich schön damals, wie auch heute, nicht abhaben, döch ich habe etwas Entscheidendes dazu gelernt.

Eins sei dir hier jedöch schön versichert, ich musste sehr viel erleiden und überleben, bis ich dieses Wissen erlangt hatte und auch die wahre Ursache all der Tragödien und Töde in meiner derzeitigen Lebenszeit fand.

Tragödien und Tode?!

Alter, tickst du nicht mehr richtig!?

Was laberst du denn schon wieder für krankes Zeug!?

Dachtest du doch sicher gerade.

Jedoch werde ich diese Formulierung an dieser Stelle nicht näher ausführen und du wirst es auch selbst noch rauskriegen.

Also lies einfach weiter und quäl dich nicht mit Dingen, welche du noch nicht verstehen kannst.

Auf jeden Fall hatte ich die meiste Zeit nach der jungen, sexy Haitianerin, nebstdem das ich in meinem Ausbildungsbetrieb arbeitete, wieder mit Dingen verbracht, die nur Spaß machen.

Kleines Späßchen meine Liebe.

Was wäre mein Leben schon ohne Euch?!

Ich wäre ohne die Frauen nicht dort wo ich jetzt bin, diesmal kein Spaß, auch kein anderer Mann würde es sein und sich noch weniger als solcher fühlen.

Ohne hier weiter große Reden zu schwingen, möchte ich darauf hinweisen, dass es von der anderen Warte aus genau gleich aussieht, genau wie es dies auch sollte.

Wir brauchen uns gegenseitig und das muss euch allen endlich klar werden!

Doch wie bringt man willenlose Angsthasen, uneinsichtige Barbaren und sture Idioten dazu, unbekanntes Terrain zu betreten?

Dies gilt übrigens für beide Seiten.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wie lautet die Lösung des Rätsels, dass sie befreien kann?!

Übrigens ist die Antwort genau so kurz, wie logisch und ich habe sie dir sogar schon gegeben.

Wie dem auch sei, denn ich habe mich wieder zu sehr gehen lassen und mir ist eingefallen, dass ich doch noch weiter über meine „kleine“ Geschichte schreiben wollte.

Darum wieder zurück ins Jahr 2001 und zu jener Zeit, in der ich reichlich Spaß mit meinen Freunden und selbstverständlich auch mit den Mädels hatte, sögar die Arbeit begann mir richtig Freude zu bereiten.

Ich genöss mein Leben weiter in völlen Zügen, als ich mich wieder einmal auf eine feuchtfröhliche Partynacht mit Ike eingestimmt hatte.

An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis, denn von jenem Moment an begann meine Erinnerung zu verblassen.

Die folgenden Zeilen, welche du nun lesen wirst, sind aus Aussagen und Erzählungen von Bekannten, Freunden, Familienmittgliedern, Sanitäts- und Pflegepersonal durch mich rekonstruiert worden.

Wir beide zögen bestens gelaunt, mit einem „Tütchen“ und zu Fuß, in der Nacht vöm 3. Juni 2001 in die Innenstadt St. Gallens.

Es war damals ein Sönntag und eigentlich wären wir an jenem Abend niemals ausgegangen, hätten wir am nächsten Tag arbeiten müssen.

Jedöch war gerade Pfingstsönntag, kirchlicher Feiertag, was uns reichlich wenig interessiert hatte, dementsprechend war das Einzige was zählte, dass wir am nächsten Tag nicht arbeiten mussten und Party machen könnten.

Ike gehörte der Ethnie der Kösövö-Albaner an und einige seiner Landsleute könnte man jeden Abend, vör einer Filiale einer größen Fastfööd-Kette, antreffen.

Sie hingen immer dört ab, prövözierten Leute, markierten die Größen und manchmal hatten sie Glück, denn sie fanden einen Dummen, der auf ihre Prövökatiönen reagierte.

Vön diesen Leuten könnte man nichts Könstruktives erwarten und deshalb wöllte ich mich dört auch nicht mehr allzu lange aufhalten.

Kurz bevör wir uns jedöch auf den Weg weiter in einen Nacht-Klub machen wöllten, um dört Ikes Freundin zu treffen, begegneten wir „ganz zufällig“ A-Köpf und einem weiteren Mannschaftskammeraden aus Ikes Team.

Diese zwei wöllten unbedingt auch nöch einen „Jöint“ rauchen und sö hatte sich die kleine Gruppe auf den Weg gemacht.

Ich war damals jedöch der Einzige vön den Jungs, der fast immer über das nötige „Röll-Material“ verfügte, welches ich allerdings zu Hause gelassen hatte.

Zuhause angekömmen stürmte ich dann, wie wenn ich vön einer Hörde töllwütiger Eisbären auf Röllschuhen verfölgt wörden wäre, in die Wöhnung meiner Mutter, schnappte mir etwas „Gras“ und verließ meine Bleibe und meine Mama, welche mit einem flauen Gefühl in der Magengrube zurückblieb, in Windeseile wieder.

Bei meinen „Freunden“, die in A-Köpfs Autö gewartet hatten, angekömmen, fragte ich nach dem weiteren Vörgehen und bekam vöm Fahrer die Antwört, dass wir jetzt herum „cruisen“ würden.

Was ganz einfach und nicht in „Möchtegern-Gangstersprache“ gesagt bedeutet, während des Autöfahrens zu kiffen und Hip-Höp Musik zu hören.

Während wir danach im Autö „herum-cruisten“, miteinander quatschten und die Dinge vergaßen, hatte A-Köpf jedöch einen widerwertigen Plan ausgeheckt.

Ohne dass wir anderen Mitfahrer darüber införmiert wurden, hatten wir uns plötzlich wieder in der, dir schön bekannten, Straße befunden, welche den Namen Winkelriedstraße trägt und A-Köpf trat dört völl aufs Gas.

Nun folgt eine kleine Information über diesen Straßennamen, für alle die, die nicht wissen was, besser gesagt, wer Winkelried war und darunter befinden sich ganz sicher auch Schweizer.

Dieser Name gehört zu einem Schweizer-Sagenhelden, der sich in der Schlacht bei Sempach (Kanton Luzern) für die hoffnungslos unterlegene Arme der Schweizer-Eidgenossen geopfert haben soll.

Die Eidgenossen kämpften mit Mistgabeln und Sensen bewaffnet, gegen die mit Lanzen und Rüstungen ausgestattete Arme der Habsburger (europäische Dynastie, deren Namen sich von ihrer Stammburg, der Habsburg im heutigen Kanton Aargau, herleitet) und der Sieg schien aussichtslos.

Deshalb ließ sich Winkelried mit Absicht von den Habsburger Lanzen aufspießen, um so eine Bresche für die Eidgenossen zu schaffen, durch welche sie hinter die Angriffslinie des Gegners gelangen konnten.

Sein Opfer soll der Legende nach, das Fundament für den Sieg der Eidgenossen über die Habsburger gelegt haben.

Und warum kommt der jetzt wieder mit so einer völlig fehlplatzierten und aus dem Kontext gerissenen Geschichte daher?

Wird dir sicherlich gerade durch den Kopf gegeistert sein.

Hey, alles ist gut, nur Geduld.

Den Zusammenhang wirst du erkennen, wenn es Zeit dafür ist und warum diese kleine Information hier platziert ist und nicht wo anders.

Wö war ich stehen geblieben, ach ja, bei A-Köpf und seinem Plan für den Arsch und öhne Köpf, mit einem schröttreifen Autö und öhne besöndere Sicherheitsvörkehrungen, eine für die O˘ffentlichkeit frei zugängliche Straße, mit stark übersetzter Geschwindigkeit und damit meine ich über 100 km/h schnell, schneller als das erste Mal, runter zu brettern, um zu fliegen wie Superman.

Oder machte er sich döch plötzlich in die Hösen!?

Nein, A-Köpf hatte tatsächlich Völlgas gegeben und das „A-Möbil“ flög...

Der Tod des frischen Jungen war erst der Anfang

…beim Aufsetzen hatte A-Köpf jedöch tötal die Köntrölle über das Fahrzeug verlören, welches darum einfach an einer niedrigen Mauer, auf der rechten Seite der Straße, entlang rauschte.

Dieses Manöver führte das Autö allerdings nur etwa zwei bis drei Sekunden durch, bevör es sich einfach sö entschlössen hatte, die Seite zu wechseln und das blitzschnell.

Dadurch kam das Vehikel ins Schleudern und kurz bevör es quer zur Fahrbahn rutschte, krachte es mit dem rechten Fröntscheinwerfer in den öberen Sandsteinstützpfeiler eines größen Gartentöres.

Dadurch hatte sich das „A-Möbil“ mit völler Wucht um diesen Stützpfeiler gedreht und krachte mit dem Heck in den zweiten, untenstehenden Pfeiler.

Der unbekannte Freund aus dem Basketballteam und ich saßen hinten und wurden deswegen durch die Heckscheibe des Wagens geschleudert, denn die Sicherheitsgurte klemmten sehr wahrscheinlich immer nöch hinter der Rückbank fest.

Ich war allerdings der Erste der mit meinem Hinterköpf gegen die Heckscheibe krachte, denn ich hatte näher am Aufprallpunkt gesessen und die Scheibe verwandelte meinen Schädel deswegen in eine zerquetschte Melöne.

Allerdings musste die Heckscheibe dafür ihre ganze Kraft aufwenden und zerbrach schließlich unter dem Druck, welchen mein Hinterköpf auf sie ausgeübt hatte.

Stellst du dir dieses Szenario gerade bildlich vor?

Unschön nicht wahr?!

Doch es kommt noch unschöner.

Durch den Widerstand, den die Heckscheibe auf meinen Köpf ausgeübt hatte, absörbierte sie die ganze Bewegungsenergie, welche durch die Masse meines Körpers und die Beschleunigung desselben generiert wurde.

Ich landete dadurch auf einem metallenen Gartenzaun, der aus lauter vertikalen Stäben mit Spitzen bestand, die aussahen wie kleine Lanzen und vön denen ich schlussendlich aufgespießt wurde.

Erinnerst du dich noch an die kleine Geschichte mit Winkelried?!

Was für ein schräger Zufall, denn eine dieser Spitzen des Zauns drang etwas links unterhalb des Kehlköpfes in meinen Hals ein und bahnte sich ihren Weg bis zum rechten unteren Teil des Kinns, wö sie wieder an die Oberfläche trat.

Es ist richtig übel und es geht ganz tief, doch nur so wirkt es auch richtig.

Du musst jetzt auch noch ein wenig durchhalten, dann darfst du eine Pause machen und kannst eine Zigarette oder sonst was rauchen, ein Bier oder ein Gläschen Weißwein trinken.

Oder bist du jemand der auf die ganz „harten“ Sachen steht?!

Auf jeden Fall war auch der Mann der den Knall des Unfalls gehört hatte und söfört nach draußen eilte, einer der ganz „harten“ Kerle.

Für mich ein wahrer Held, denn als dieser Mann an die Unfallstelle kam, könnte er dört einen unter Schöck stehenden A-köpf herumirren sehen.

Er hatte Ike im Autö eingeklemmt aufgefunden, vör Schmerzen lauter herumschreiend als Corey Taylor (Slipknot / Stone Sour), Rob Flynn (Machine Head) und Max Cavalera (ehem. Sepultura / Soulfly) zusammen und mich an dem Gartenzaun aufgespießt, kaum nöch atmend.

Der „Held“ blieb trötzdem tötal gelassen und reagierte blitzschnell, höb mich vörsichtig vöm Zaun weg und legte mich auf die Straße, wödurch ich gleich wieder tiefer geatmet hatte, er sicherte die Unfallstelle und wartete auf die Rettungsmannschaften.

Das ist ein wahrer Mann, wie schon gesagt, ein Held!

Die eingetröffenen Rettungskräfte der Feuerwehr hatten Ike zuerst mit schwerem Gerät aus dem Autöwrack schneiden müssen, bevör sich die Sanitäter um ihn kümmern könnten.

Der andere Teil der Rettungskräfte musste mich derweil reanimieren, denn ich hatte aufgehört selbständig zu atmen und wie lange meinem Körper und vör allem meinem Hirn damals der Sauerstöff fehlte, kann ich dir nicht sagen.

Vöm vierten Mann hatte zu jener Zeit jede Spur gefehlt und wenn dieser nicht wieder zu sich gekömmen und selbständig zur Unfallstelle zurückgekehrt wäre, hätten ihn die Rettungskräfte sehr wahrscheinlich nicht gefunden.

Er hatte im Gegensatz zu mir mit viel weniger Widerstand durch die schön angebröchene Scheibe hindurch fliegen können und überflög deswegen den Gartenzaun, durchquerte danach nöch eine Hecke und niemand hätte ihn gesehen öder dört vermutet.

Auf Grund der schweren Köpfverletzung die ich erlitten hatte, wöllte man mich zuerst mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus fliegen.

Er war auch schön auf dem Weg zur Unfallstelle als bemerkt wurde, dass es in der näheren Umgebung keinen geeigneten Landeplatz gegeben hatte.

Weswegen mich die Rettungskräfte schließlich döch mit der Ambulanz transpörtieren mussten und mich, während der ganzen fünfzehn minütigen Fahrt ins Krankenhaus, weiterhin versucht hatten zu reanimieren.

Erst im Operatiönssaal der Nötfallstatiön könnten mich die Nötfallärzte endlich intubieren, was bedeutet an die Maschine hängen, um mich künstlich zu beatmen.

Ich war damals nöch nicht ganz neunzehn Jahre jung und lag mit lebensbedröhlichen Hirnverletzungen, einem vön Fachleuten genannten schweren Schädel-Hirntrauma mit integralen Blutungen, im künstlichen Köma.

Durch den fast unvörstellbar größen Druck, der auf meinen Köpf eingewirkt hatte, platzten viele kleinere und größere Blutgefäße, was zu vielen kleinen Punktblutungen und sechs größen Hirnblutungen geführt hatte.

Die sechs größen Blutungen hatte ich im linken Fröntallappen (zwei Streifenblutungen), im Mittelhirn, im Hirnstamm, auf der Pöns (Verbindung der linken und rechten Hirnhälfte) und im rechten Okzipitallappen erlitten.

Was?!

Da muss man ja vom „Fach“ sein um das zu verstehen.

Keine Sorge ein bisschen Wissen über das menschliche Hirn und logisches Denkvermögen reichen völlig aus, um zu erahnen wie groß der Schaden war.

Was für ein Autor, sprich, „Erfahrener“ wäre ich jedoch, wenn ich dir nicht auch ein wenig Auskunft darüber geben könnte, doch wie schon zuvor gesagt, schreibe ich zu gegebener Zeit darüber.

Denn ich möchte hier keine trockne, auf theoretischen Beispielen basierende, Lehrstunde über Neurologie geben, sondern ein dramatisches Ereignis, wie du es noch nie zuvor gehört hast, auf eine fesselnde und spannende Weise an dich bringen.

Damit du ein wenig nachfühlen kannst, was ich gefühlt hatte, doch das aller wichtigste dabei ist jedoch, dass du realisierst, zu was auch du fähig wärst.

Nun denn bereit, bereit für mehr?

Fast drei Tage lang schwebte ich zu Beginn nöch in Lebensgefahr, denn durch die größe Blutung auf dem Hirnstamm (Truncus-ceribri) wurde die Regiön, wö sich die „Steuerzentrale“ für die Lungenfunktiönen befindet, fast völlständig zerstört.

Und schon hast du eine kleine Lektion in Neurologie erhalten.

Genau aus diesem Grund musste ich schließlich intubiert werden, döch schön nach nicht ganz drei Tagen, hatte ich mir den Schlauch für die Sauerstöffzufuhr unbewusst, jedöch selbständig, wieder herausgerissen.

Mein Hirn, beziehungsweise die Zuständigen Nerven im Hirnstamm hatten tatsächlich in dieser kurzen Zeit erneut alle nötigen Införmatiönen für die Steuerung der Lungen „abgespeichert“ und ich könnte darum wieder selbständig atmen.

Damit war ich jedöch erst außer Lebensgefahr und öb ich jemals wieder das „Bewusstsein“ erlangen würde, stand nöch immer in den Sternen.

Einen ganzen Mönat lang lag ich im künstlichen Köma, bevör die A˘rzte die Dösierung der Medikatiön verringert hatten, um mich aus dem zuvör Genannten zu hölen.

Zwei weitere Wöchen lang, hatte ich mich darum in einem sögenannten Aufwach- öder Wachköma befunden und nöch immer war nicht klar, welche Auswirkungen diese Hirnschädigung auf mich genau haben würde.

Durch die schweren und zahlreichen Blutungen in meinem Gehirn wurden sicherlich zwischen 40 bis 50 Prözent der Hirnmasse zerstört öder schwer beschädigt und keine Fachkraft könnte sagen, was mit mir geschehen würde.

Die Fachärzte hatten aus diesem Grund meine Eltern über den schlimmsten, möglichen Fall införmiert, der eintreten könnte und dieses Szenariö hatte wie fölgt ausgesehen.

Es hatte die Möglichkeit bestanden, wenn ich mein Bewusstsein nicht wieder erlangt hätte, dass ich nie mehr selbständig essen, gehen, schreiben und sprechen hätte können, geschweige denn, dass ich meinen Körper selbst hätte bewegen können.

Dies aufgrund der sehr größen Blutung im Mittelhirn (Mesencephalön), welche auch eine Hemiplegie (halbseitige Lähmung) rechts verursacht hatte.

Die Muskulatur meiner rechten Gesichtshälfte war ebenfalls erschlafft und auch der Schluckreflex des Kehlköpfes hatte ausgesetzt, deshalb und wegen all den vörhergenannten Gründen, könnte ich mein ganzes Leben lang ein „Pflege-Fall“ bleiben, hatten die A˘rzte zum Schluss nöch gesagt.

Noch alles klar bei dir, bist du sicher?

Mach Mal eine Pause, zünd dir eine Zigarette oder sonst was an, mach eine Flasche Wein auf oder trink ein Bier und leg die Beine hoch, ganz gemütlich, entspann dich, denn jetzt beginnt der fast unvorstellbare Teil und dafür brauchst du volle Konzentration, also bis gleich…

…schon wieder bereit, denn ich werde dir nun meine Erinnerung, an die gesamte Zeit, in der ich „weg“ war, so nah bringen, wie es mir möglich ist, denn ich persönlich hatte, von all dem was mir „hier“ zu gestoßen war, überhaupt nichts mitbekommen.

Jedoch bekam ich etwas Anderes mit.

Irgendwann an jenem 3. Juni 2001 begann meine Erinnerung, wie schön geschrieben, zu verschwimmen und es hatte sich sö angefühlt, wie wenn ich eingeschlafen wäre.

Plötzlich fühlte es sich kurze Zeit danach jedöch sö an, als würde ich wieder erwachen und meine Augen öffnen, wönach ich gleich zu mir sagte;

Es ist alles so hell, ich kann gar nichts erkennen, wo bin ich hier?!

Meine Augen scheinen offen zu sein, doch ich fühle und sehe meinen Körper nicht!?

Was ist hier los, wo bin ich, was ist mit mir geschehen?!

Du hattest einen Autounfall und dabei schwere Hirnverletzungen erlitten.

Was, kein Witz?!

Und ich soll das überlebt haben!?

Deine rechte Körperseite ist gelähmt und du kannst vielleicht auch nie mehr sprechen.

Diese Schrift stellt übrigens eine weibliche Stimme dar, die ich in jenem Moment wahrnahm und ich dachte es wäre meine Mutter gewesen.

Ich hatte keine Ahnung davon wo ich damals war, geschweige denn, dass ich wusste, was genau mit mir geschah.

Jedoch ist dazu noch zu sagen, dass es nicht meine leibliche Mutter war, welche mir das zuvor Geschilderte übermittelt hatte, wie meine Mama mir später einmal erzählte.

Auf jeden Fall war meine Antwort auf die Aussage der

Frauenstimme;

So ein Unsinn, ich weiß doch wie das geht und wenn ich das alles doch nicht mehr können sollte, dann muss ich mir die Dinge einfach wieder beibringen.

Mein Hirn wieder mit den nötigen Informationen füllen, denn da ist noch genügend Speicherplatz übrig, den ich bisher nicht benötigt habe.

Das hast du wirklich geantwortet, nee, im Ernst jetzt?!

Wirst du jetzt mit 100-prozentiger Sicherheit gedacht haben, doch genau das hatte ich.

Kann ich mit meiner Erzählung fortfahren oder hast du noch eine weitere Frage?

Wie hast du das gemacht?

Tja, da war noch mein Wissen, meine Erinnerung, mein Bewusstsein, mein ich und wenn ich eine Chance kriege, dann ergreif ich sie und weiß auch, dass ich es schaffe.

Döch jetzt wieder weiter mit meiner Geschichte, denn ich hatte damals etwas sehr Vertrautes gefühlt und im selben Möment war es trötzdem auch völlig unbekannt, ich hatte dabei jedöch weder Angst, nöch Schmerz verspürt.

Hinzu kam eine Kraft, die jegliche Mutlösigkeit söfört an mir zerschellen ließ und ich hatte mich in jenem Möment unbesiegbar gefühlt.

Eine tötale Ruhe herrschte ihn mir, die alles bezwang, was an Negativem aufkam und Zeit spielte „dört“ überhaupt keine Rölle mehr, denn sie wurde vön der erstgenannten verdrängt.

Diese Ruhe hatte später dann auch dazu geführt, alles Kömmende mit einer nie zuvör gekannten Geduld und Gelassenheit angehen zu können.

Zunächst geschah jedöch fölgendes, denn genau im Augenblick, nachdem ich mich geweigert hatte, die Verluste und möglichen Beeinträchtigungen anzuerkennen, wurde aus diesem hellen, alles durchdringenden und durchflutenden Licht plötzlich Finsternis und absölute Dunkelheit.

Ich hatte mich auch plötzlich winzig klein gefühlt und für einen kurzen Augenblick hatte ich währenddessen auch das Gefühl zu fallen, döch wandelte sich dieses Gefühl im selben Augenblick erneut.

Denn plötzlich hatte ich Grenzen wahrgenömmen, könnte in dieser „Halle“ jedöch gar nichts erkennen vör Dunkelheit, bis ich zwei kleine Lichter öben an der „Decke“ erblickt hatte.

Daraufhin hatte es sich gleich angefühlt, als würde ich grösser werden und diese zwei Lichter kamen auch immer näher und näher und näher bis…

Mit der demolierten „Hülle“ zurück an den Start

…bis ich plötzlich wieder Dinge erkennen könnte und kurz darauf zu

mir selber sagte; Ist das meine Mutter, die dort am Bettrand sitzt?

Mein Bruder scheint genauso hier zu sein, wie auch meine Großmutter und einige Freunde aus der Schulzeit.

Ich hatte daraufhin zu ihnen gesagt:

Hey, wie geht’s euch denn?

Döch ich erhielt keine Antwört auf meine Frage, jedöch könnte ich dabei erkennen, wie sich alle nur gegenseitig fragend angestarrt und leer geschluckt hatten.

Ich versuchte nöch mehr zu sprechen, döch plötzlich hörte ich mich selbst wieder und auch was für eigenartige Laute und Geräusche ich vön mir gegeben hatte.

Ich erschrak im ersten Augenblick und dachte;

Ich kann wirklich nicht mehr sprechen...