Ein Frosch wird wachgeküsst - Josef Rack - E-Book

Ein Frosch wird wachgeküsst E-Book

Josef Rack

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Beschreibung

Die Zeit der Vertreibung und Aussterben der Zeitzeugen inspiriert zum Festhalten der Geschehnisse. Mein Lebenslauf, geprägt durch die widrigen Umstände der Einbürgerung. Kindererlebnisse, Schule, Beruf, Freizeitaktivitäten, speziell auf künstlerischem Sektor.

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Seitenzahl: 64

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Josef Rack

Ein Frosch wird wachgeküsst

Autobiografie, Kreative Entwicklung

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Über den Autor

Familie

Kapitel 1 Vorgeschichte

Kapitel 2 Vertreibung

Kapitel 3 Beruf, Kunst

Kapitel 4 Freizeitaktivitäten

Kapitel 5 Meine Vorlieben

Weitere Bücher des Autors

Impressum neobooks

Über den Autor

3. Buch (Ausgabe speziell überarbeitet für eBook)

Autobiografie, schwerpunktmäßig die künstlerische Entwicklung

mit vielen Fotografien und selbst gemalten Bildern

 (eigenes Bild, 2010)

 Ich fühlte ich mich so, wie in Udo Jürgens Liedtext: „Mit 66 Jahren da fängt das Leben an…“

Mit 66 Jahren erwachte in mir eine neue ungeahnte Leidenschaft, eine neue Fähigkeit entdeckt – Bücher zu schreiben, deshalb der Titel des vorliegenden Buches:

„Ein Frosch wird wachgeküsst“ (Originalfassung vom April 2008, nur Eigenverlag)

Anlass für dieses 3. Buch war der Erfolg der ersten beiden Bücher:

„Der verwandelte Prinz“ (Februar 2008, nur Eigenverlag) und eBook

und „Verkehrte Welt“. (März 2008, nur Eigenverlag) und eBook

Ein Virus hatte mich gepackt (wenn mich meine Frau nicht bremsen würde, säße ich in jeder freien Minute vor dem Laptop)

Autobiografie:

Leben in Ungarn, Vertreibung der Donauschwaben 1946,

neue Heimat - Einquartierung in Bad Friedrichshall Kochendorf. Ländliches Leben. Kindergarten, Schule. Berufliche Tätigkeiten, Techniker, Entwicklung.

Künstlerische Aktivitäten: Studium Gebrauchsgrafik, Herstellung von Kupfer- und Zinn-Reliefs.

Bühnen-Auftritte im Rahmen der Gesangverein-Feierlichkeiten: Sketche und Gesangseinlagen (Playback).

Seit 2008 Buchautor,

und jetzt (Nov. 2013) Erfinden von Witzen (wenn man das so sagen kann).

 Mein Traum-Ziel hat sich inzwischen verwirklicht:

Das 4. Buch, VERLOREN, ein teils biografischer Schicksalsroman-Roman, ist im Nov. 2009 und im Febr. 2011 die Fortsetzung ROSA LEBT erschienen, (Schlosser Verlag) –

diese beiden Bücher gibt es in jedem Buchhandel –

Familie

Ein Frosch wird wachgeküsst

oder - ich küsse mich selbst wach (Der Frosch soll ich sein)

Autobiographie meines Lebens bezüglich meiner künstlerischen Talente

der kleine „Schriftsteller“ 1948 Einschulung (eigenes Bild)

Trotz Handicap – Farbenblindheit – habe ich mich, nach über 50 Jahren, überwunden und aufgerafft, wieder (mit Farben) zu malen,

und, was für mich neu ist, Büchern zu schreiben.

In den ersten 3 Büchern sind meine, speziell zum Thema, selbst gemalten Bilder eingefügt.

Der Text ist von mir erdacht.

Die Autobiografie beruht natürlich auf wahre Begebenheiten.

 Mein ältestes Bild von mir im Kindergarten, ca. 1946, also ca. 5 Jahre alt (eigenes Bild)

Familienbild 1950 (eigenes Bild)

v. links:

Schwester Anna Jg.1939, Mutter Anna Jg. 1920, geb. Schwab

mit Schwester Katharina Jg. 1948, Vater Josef Jg. 1919 und Josef Jg. 1941 (Autor)

 1950 Ausschnitt aus Familienbild (eigenes Bild)

aufgenommen im Fotoatelier De Ponte(Abstammung auch aus Ungarn, Budakeszi)

Man beachte die tollen Schuhe! Die Lederhose (musste speckig sein)

Ich war schon ein Lausbub! Aber in bin stolz darauf –

und bis heute fühle ich mich innerlich immer noch als Lausbub -

(vielleicht entspringt daraus meine Kreativität)

Damals ist man 1 Mal zum Fotografen gegangen und hat ein Familienbild machen lassen,

und dann noch zum Schulanfang.

Kapitel 1 Vorgeschichte

 1975 Vorweihnachtszeit - der Wecker klingelte, -

der Arbeitstag lockte (ein bisschen übertrieben) – ich ließ aber meine Augen noch ein paar Minuten geschlossen.

Wie ein Film lief eine Geschichte vor meinen Augen ab: Ein Märchen, das ich dann für meine Tochter Steffi, damals sieben Jahre, aufs Papier brachte.

Solche Traumeingaben sind mir schon öfter gekommen.

So habe ich zum Beispiel in der Nacht, bevor ich das erste Mal Lotto spielte,

6 Zahlen geträumt. Ich wachte dadurch auf und notierte diese Zahlen.

Ich beteiligte mich neu an einer Spielgemeinschaft. Am nächsten Tag kam ich begeistert mit meinen Traum-Zahlen zur Arbeit. Wir diskutierten über meine Traum- Zahlen. Da wir die Zahl 13 aber schon öfter in den anderen Reihen hatten, veränderte wir diese. Das Ergebnis: Wir hätten an diesem Samstag mit meinen Zahlen fünf Richtige plus richtiger Zusatzzahl gehabt, dafür wurden ca. 200 000 DM ausgezahlt, (Pustekuchen...).

Durch die veränderte Zahl 13 waren es deshalb nur vier Richtige mit Zusatzzahl.

Damals zählte dies nur als normaler Vierer, und die Gewinnsumme war bescheiden.

Solche Phänomene schleichen sich bei mir ab und zu ein.

Das heißt, wenn ich mich mit einer bevorstehenden Aufgabe befasse, rasen mir die Gedanken durch den Kopf, die mich sehr intensiv beschäftigen, aber auch manche Stunde Schlaf rauben. Ich ärgere mich oft, dass ich deswegen stundenlang nicht schlafen kann.

So wie jetzt in dieser Zeit:

Dies ist bereits mein drittes Buch, mit den dazu gehörenden Bildern.

Ich handle wie unter Zwang, verspüre ein starkes Verlangen, meine neu erwachten Fähigkeiten auszuleben.

Ich bin ja schon lange in Rente und habe Zeit für mein neues Hobby (das nur durch meine Frau gebremst wird, sonst würde ich alles andere vernachlässigen).

Darum meine ich: ich habe mich selbst wachgeküsst.

Vor Jahren habe ich bereits angefangen, meine sogenannte „Familienchronik“ zu schreiben.

Dieses über 300 DIN A 4-Seiten-Werk, mit vielen Fotografien ausgeschmückt,

werde ich bei Gelegenheit fortführen und aktualisieren.

Entstanden ist dies aus dem Beweggrund, meinen Nachkommen eine Zusammenfassung meines Lebens und Rückblick in die vergangene Zeit in Schrift und Bild zu hinterlassen.

Aber nicht nur von meinem Leben, sondern auch noch weiter zurück in die Vergangenheit meiner Vorfahren ausgreifend. Angeregt wurde ich dabei von den Erzählungen meiner Eltern und Großeltern bzw. Verwandten.

Für uns Kinder war das ein Einblick in eine vergangene Zeit.

Leider sind diese Informationen sehr spärlich. Damals, als meine Zeitzeugen noch lebten, hatte ich noch nicht die Idee, gezielt Infos zu sammeln, um sie später auf Papier zu bringen.

Bei diesen Leuten (Vertriebene) war es ja gang und gäbe, ihre karge Freizeit nur dazu zu benutzen, um Verwandtschaftsbesuche zu machen, wenn sie überhaupt einmal von zu Hause weggingen.

In Urlaub fahren wie heute, so was gab es damals nicht, - tagsüber Beruf, in der „Freizeit“ Äckerchen, Weinberg, daheim Schweine, Hühner usw. Jeden Tag Arbeit, bis Samstag Spätnachmittag – und sonntags mussten die Tiere natürlich auch gefüttert werden. Man konnte also nur kurzzeitig weggehen. Wenn da in der Straße mal jemand zur Tageszeit schön angezogen vorbeigegangen ist, bemerkte mein Vater gleich gehässig:

„Hat der nichts zu schaffen!“

Je älter diese Leute wurden, je mehr und öfter sprachen sie von ihrer Vergangenheit.

Meine Mutter lebte in ihrer letzten Zeit geistig nur noch in Ungarn.

Kam zu uns sonntags Besuch, da wurden dann alte Erinnerungen ausgetauscht, nur von „Daham“ (von Ungarn) wurde gesprochen, und wenn es schon zum hundertsten Mal war.

Ich, bzw. wir Kinder, konnten das nicht mehr mit anhören, wir Kinder wollten ja zur neuen Zeit gehören. Man wollte sich sogar abgrenzen von den eigenen Angehörigen. Speziell die Großeltern, die Omas hatten ja noch die landestypischen ungarndeutschen Gewänder an: weiter Rock, darüber den glänzenden Lackschurz, und natürlich alles in schwarz. (Dies waren ja in der ersten Zeit die einzigen Kleidungsstücke, die sie aus ihrer alten Heimat mitgenommen hatten) und es war ja ihre Identität.

Wir Jungen waren natürlich zu dumm, dies zu verstehen und taten ihnen leider Unrecht. Das ging soweit, dass man die eigene Oma, die einem beim Spielen mit anderen Kindern (Einheimischen) begegnete, nicht kennen wollte.

Wie gesagt es war Unrecht. Erst später begriff ich: Die Vertriebenen hatten so viel Leid erfahren, wurden Allem beraubt, wurden hier nicht mit offenen Armen empfangen, und das eigene Enkelkind schämt sich seiner Oma… Ich möchte sie heute dafür noch um Verzeihung bitten…

Meine Einstellung änderte sich aber später. Je mehr die Informationsquellen versiegten (verstarben) je mehr machte sich die Angst breit, keine Informationen mehr zu erhalten, umso mehr steigerte sich mein Interesse an „Damals“.

So hoffe ich, dass es meinen Nachkommen auch mal so geht und sie sich darüber freuen noch etwas darüber nachzulesen – (siehe meine Chronik) …