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Manuela Keilholz ist im Juni 1960 im Berliner Ostteil geboren und aufgewachsen. Sie wuchs in ihren ersten Lebensjahren nicht in ihrer Familie auf, sondern war bis zum Schuleintritt immer nur ein Wochenend-Zu-Hause-Kind und wurde in einer DDR-Wochenkrippe bzw. Wochenkinderheim im sozialistischen Sinne erzogen. Danach kam sie in ihre Familie, in der nicht Wärme, Liebe und Umsorgung warteten, sondern Befehlston, Kälte und sexueller Missbrauch. So wurde aus einem eingeschüchterten und Heimweh habenden Mädchen, ein Kind, welches irgendwann überlegte, wo es Zuhause ist. In ihren Ferien erlebte sie all die Dinge, die es in ihrer Familie nicht gab. So fand sie hier Wärme, Liebe und Zuneigung, aber auch Toilettenpapier als Miniausgabe des Neuen Deutschlands, Einkaufen mit dem Handwagen, Bezahlen von Beuteln ohne Kenntnis des Inhaltes, Pilze am Waldboden und Hexenhäusern zwischen hohen Bäumen. Am Ende der Ferien drohte die Heimfahrt nach Berlin und sie freute sich, dass sie zwei Sachen mitnehmen konnte. Die Erinnerung an die Zeit mit Tante Käthe und Onkel Erich und das perfekte Sprechen in dem hier üblichen Dialekt der Oberlausitz. Wenn Sie jetzt schon neugierig geworden sind, dürfen Sie dieses Buch und die vier weiteren Bücher aus der Buchreihe Seelenwärmer nicht verpassen.
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Seitenzahl: 97
Veröffentlichungsjahr: 2020
Erstes Buch meiner Buchreihe
„Seelenwärmer“
Dieses Buch widme ich zwei wichtigen Menschen aus meiner Kinderzeit als ich bei Tante Käthe und Onkel Erich über mehrere Jahre meine Ferientage verbringen durfte. Wie sehr mich diese beiden Menschen prägten, wurde mir erst nach meiner Selbstreflektion und den daraus resultierenden Wegzug von Berlin in den Celler Landkreis bewusst. Hier tickten die Uhren ähnlich, wie damals im ländlichen Oberseifersdorf in der Nähe der Stadt Zittau.
Warum diese Buchreihe?
Wie alles begann
Die Liebschers
Morle hat einen Unfall
Onkel Erich, der Pilzkönig
Chefköchin Käthe
Der Wochenspeiseplan
Tiere vorm Hexenhaus
Waschtag wie im Mittelalter
Freizeitgestaltung am Abend
Meine ersten Winterferien
Spuren im Schnee
Ausflug ins Gebirge
Dorfleben – Faszination und Abenteuer
Der Lockruf des Spechtes
Zuhause – Wo ist das?
Was bleibt, sind Erinnerungen
Zeitreise – Besuch nach über 40 Jahren
Geplatzte Reise
Hinweise zur Autobiografie
Bildteil
2013 begann ich an meiner Autobiografie zu arbeiten und nutzte dazu meine sehr akkurat geführten Therapietagebücher aus den Jahren 2012 bis 2014. Als ich sie mit Hilfe meines heutigen Lebenspartners Gerd Keil fertigstellte, veröffentlichte ich diese 2015 mit dem Titel: „Warum war ich so blind – Rückblick in eine Diktatur und Neuorientierung in die Freiheit“.
Es folgte eine weitere Überarbeitung zum Zeitpunkt als mir klar war, warum ich so blind und nicht im Stande war, irgendetwas an meinem Leben in Frage zu stellen. Deshalb veränderte ich den Titel meiner Ursprungsversion in „Die Reflektion meines (Er)Lebens als Chance für meine Neuorientierung“.
Die aktuelle Version aus 2018 trägt nun den Titel „Die DDR, meine Familie und ich – meine Sichtweisen damals und jetzt“. Darin versuche ich meinen Leser*innen deutlich zu machen, dass vieles in mir immer noch in ständiger Bewegung ist und ich großen Wert darauf lege, dass ich immer nur meine Sichtweisen, die sich dank einer gewinnbringenden Partnerschaft und mit meiner Zuhörerschaft auf den Lesereisen immer wieder verändern.
Als ich mein ganzes Leben nach einem Zusammenbruch und nach meinem Ausstieg aus meinem Berufsleben im Alter von 50+ zu reflektieren begann, weckte ich viele Kindheitserinnerungen, die ich als Kind damals als normal empfunden hatte. Wie ein Hammerschlag kehrte nun so vieles, was damals nur unbewusst wahrgenommen wurde, in mein Bewusstsein zurück.
Vieles von dem war jedoch für mich heute als erwachsene Frau nur rational begreifbar. Ich bemerkte, dass die vielen Emotionen für mich nicht auszuhalten waren, die nun an die Oberfläche traten. Gefühle, die ich nie haben durfte, die mir bereits als Kind im Kinderwochenheim und in meiner Familie, die sehr staatsgetreu erzogen haben, wegkonditioniert wurden. Nun sprudelten sie endlich aus mir heraus und wollten gelebt werden. Viel leichter fiel es mir aber, diese gleich wieder zu verdrängen, zu unterdrücken, um nur keine Träne weinen zu müssen.
Ich geriet während dieser Zeit in eine tiefe Lebenskrise, die keinen meiner Lebensbereiche ausließ. Nach vier Jahren gelang es mir, mein eigenes ICH zu finden und gewann mehr und mehr an innerer Stärke.
2015 spiegelte sich dies auch in meinem Neuanfang in Niedersachsen wider. Ich lernte in einem völlig neuen, mir fremden Umfeld Menschen kennen, die mir zuhörten und bereit waren, mich zu unterstützen. Viele von ihnen sind heute meine Freunde und so lernte ich durch sie erstmals, was Freundschaft überhaupt ist und was sie ausmacht.
In meiner Kindheit und Jugend hatte ich nie eine Freundin und wer meine Autobiografie bereits kennt oder mich auf Lesungen kennengelernt hat, der weiß, wie einsam Kinder unter Kinder sein können, wenn sie Ausgrenzung oder Abgrenzung kennengelernt haben. Als Kind fühlte ich nicht nur diese anhaltende Einsamkeit, sie war ein fest geprägter Teil meines ganzen Lebens und zog sich bis ins Erwachsenalter.
Es fiel mir schwer, die guten Erinnerungen aus meiner Kindheit, meiner Familie und meinem späteren Erleben als Erwachsene nachzuspüren. Ich wollte es nicht wahrhaben, dass die negativen Erfahrungen so stark prägend sein können, obwohl ich damals meine Kindheit nie so negativ wahrgenommen habe. Es war eine normale Kindheit halt.
Und heute? Meine Kindheit gehört zu mir und bei allem Übel, was mit mir und um mich herum geschehen ist, hat sie mich dennoch heute zu der Frau gemacht, die ich heute geworden bin. Eine Frau, die ich heute auch sein darf.
Ich möchte Ihnen liebe Leser*innen und Zuhörer*innen, mit meiner Buchreihe, die Möglichkeit geben, sich in einzelne Teilbereiche meines Lebens nochmal ein Stückchen tiefer einzulesen und aufkommende Fragen nachzuspüren, die sich für Sie aus meiner Autobiografie ergeben haben könnten.
Sie sind mir wichtig und deshalb möchte ich Sie alle an meinem Entwicklungsprozess teilhaben lassen, in dem ich mit einer kleinen Buchreihe einige Lebensabschnitts-Vergrößerungen meiner Autobiografie vornehme.
So wende ich mich in meinen Erzählungen, vorrangig positiven Erinnerungen zu und gebe auch einen kleinen Einblick in meine neuen Wege, die ich mit Gott und im Gottvertrauen lerne, zu gehen.
Diese Erzählungen sollen nach der schweren Kost, die ich meinen Leser*innen und vor allem meinen Zuhörer*innen mit meiner Autobiografie zugemutet habe, nun mit dieser kleine Buchreihe an meine Seelenwärmer teilhaben lassen.
Die Zuhörer*innen meiner zahlreichen Lesungen und Zeitzeugenauftritten an Orten in Ost und West haben mich auf meinem schweren Weg der Erkenntnis und Erleuchtung begleitet und gestärkt, so dass ich heute aufrecht auf meine Vergangenheit zurückblicken kann und diese als unumkehrbar akzeptieren gelernt habe. Nicht mit Wehmut auf Vergangenes zu blicken, sondern meinen Weg mit Gott in Demut gehen und unendliche Freude erlebbar werden lassen. Das beschreibt für mich am besten, wie viel Bewegung noch in mir ist.
An dieser Stelle möchte ich Gerd Keil, meinem Wegbereiter, Lebenspartner oder einfach nur einen von Gott gesandten Engel ganz herzlich danken. Er hat mir mit der Hilfe Gottes meine Blindheit genommen und mich sehend gemacht.
Viele Freunde, die ich nur durch ihn kennengelernt habe, begleiten mich noch immer und weichen mir nicht von meiner Seite. Sie vermitteln mir ein Gefühl des Angenommenseins und Getragenwerdens, dass mich stärkt und mir den inneren Frieden gibt, von dem ich ohne mein autobiografisches Schreiben so nie erfahren hätte.
Durch den nahen Kontakt zu meinen Leser*innen und Zuhörer*innen habe ich viel dazugelernt und andere neue Blickwinkel erfahren, die mich immer wieder zum Nach- und Neudenken anregen. Sie ersetzen mir mehr und mehr, die Arbeit mit Therapeuten und geben mir unsagbar viel Selbstvertrauen, dass mich nun auch ein wenig Stolz in mir aufkommen lässt.
Erst jetzt nach so vielen schweren Jahren harter Arbeit mit Therapeuten, Freunden und meinem Gerd, der mir immer zur Seite steht, gelingt mir nun auch ein emotionales Verarbeiten meiner Vergangenheit.
Mit meinem ersten Buch „Ferienzeit, schönste Zeit“ erinnere ich nun an eine sehr schöne Zeit, die mich für mein Leben im Hier und Jetzt mehr geprägt hatte, als ich es je vermutet hätte. Diese Erinnerungen kamen erst im neuen Umfeld zurück, als ich 2015 Berlin verlassen und in einem ländlichen Ort in Niedersachsen gezogen bin. Ich bemerkte erst hier, dass dieser Ort sehr viele Gemeinsamkeiten mit dem kleinen Ort Oberseifersdorf nahe Zittau hatte. Das Ehepaar Käthe und Erich Liebscher hatte mir über etwa 5 Jahre ein Zuhause mit so viel Liebe gegeben, dass ich mir von meinem Elternhaus so sehr gewünscht hatte.
Ein zweites Buch dieser Buchreihe möchte ich von Herzen meinem geliebten Bruder Mario widmen, der bereits 1980 im Alter von 16 Jahren von einem Lkw-Fahrer übersehen und überrollt wurde. Er fehlt mir noch immer und denke ich an ihn, tut es auch nach fast 40 Jahren immer noch so weh, als wäre er erst gestern von mir gegangen.
Er war der einzige in meiner Familie, der mich wirklich in sein kleines Herz geschlossen hat. Ich liebe ihn noch immer und habe viele schöne Erinnerungen an und mit ihm aufgespürt. Erst jetzt bin ich im Stande über ihn und dem, was uns so eng verband, zu schreiben. Die aufkommenden Emotionen, wie Trauer, Schmerz und Wut, die mich mit seinem plötzlichen Tod und den versteckten und unterdrückten Tränen, die ich mir zu weinen, nie zugestand, ließen auch kein früheres Schreiben über ihn zu.
Bisher habe ich in meinem autobiografischen Buch „Die DDR, meine Familie und ich…“ über mein Leben in der DDR, aber nur wenig über das Umdenken und meinen Neuanfang mit 50plus geschrieben. Es war mir damals nicht im vollen Umfang möglich, einen tieferen Einblick in den an ein Wunder grenzenden Neubeginn mit 50plus zu geben. Denn oft wurde ich gefragt, wie ich es überhaupt ausgehalten habe, so ganz ohne Verständnis in der eigenen Familie, ohne Freunde, die mich durch die schwere Zeit getragen oder zu mir gehalten haben. Wie ist dies möglich gewesen, dass ich in einer völligen Fremde mich so rasch zu Hause fühlte? Deshalb dürfen Sie sich auch auf ein weiteres Buch freuen, dass über die Wunder und Faszination meines Ankommens in der Fremde berichten wird. In diesem Buch werde ich von meinem Wegzug aus Berlin 2015 erzählen und dabei den Fokus auf diesen Neuanfang richten, von dem ich glaubte, allen Schmerz, alle Verletzungen, die mir zugefügt wurden, zurücklassen zu können.
Durch Gerd fand ich auch den Weg in die Kirche und erlebte mit ihm wunderschöne Momente, die mich tief in meinem Herzen berührten und mir so den Weg zum Glauben und zu Jesus Christus ebneten. Wer weiß es schon, vielleicht war Gerd ja auch ein Teil von Gottes Fügung?
So sei auch ein letztes und ich denke sogar mein wichtigstes Buch dieser Reihe meinen Weg zum Glauben an Jesus Christus gewidmet.
Ich glaube, dass er allein der Schlüssel meines inneren Friedens ist, und mich in meinem innersten ICH-SEIN stärkt. Christus als mein Retter, mein Tröster und meine sichere Burg erfahren zu dürfen, das ist für mich die große Gnade Gottes und mein Weg zur Wahrheit.
Dabei möchte ich versuchen, etwas in Worte zu fassen, was für mich noch immer nicht in seiner ganzen Tragweite meiner Selbstfindung mit Worten auszudrücken möglich scheint. Dennoch versuche ich es, weil hierzu immer wieder Fragen an mich herangetragen werden, die ich noch nicht wirklich zu beantworten im Stande bin.
Ich wünsche mir mit diesem Buch etwas annähernd begreiflich zu machen, wie ich einst als kleines geducktes, stilles Heidenkind zur lebensbejahenden Christin werden konnte.
Dieses Buch bedarf noch etwas mehr Geduld und Zeit, um mir selbst über meine eigenen Emotionen klarzuwerden. Ich möchte erst meine Gedanken ordnen, den eigenen Gefühlen noch tiefer nachspüren, bevor ich meine Leserschaft daran teilhaben lassen kann.
Was genau bedeutet mir mein Glaube an Gott? Warum hat es so lange gedauert, bis ich den Weg in die Kirche fand und sich so meine vielen Fragen zu Gott, den Tod und das Leben nach dem Tod fast überrollten und sich mir nach meiner Abkehr meines früheren Umfeldes wieder stellten? Diese und viele weitere Fragen, die mich während der Schreibarbeiten noch beschäftigen, werden sicher viel emotionsgeladene Momente in meinem Herzen, in meiner Beziehung zu Gerd und dem Angenommen und Angekommen sein, hervorbringen.
So manch einer, der mich von früher kennt, glaubt hierbei sicher an ein Verdienst von Missionaren des Christentums, wenn sie von meinem rasanten Weg zum christlichen Glauben lesen oder hören würden.
Deshalb möchte ich Sie, liebe Leser*innen und Zuhörer*innen, wissen lassen: Ich selbst habe Gott in mein Herz gelassen, ich war bereit ihm zuzuhören und machte ganz besondere persönliche Erfahrungen mit Jesus Christus.
Also seien sie gespannt, auf neue positive Eindrücke aus meinem reflektierten und heute gelebten Leben in einer ganz besonderen Buchreihe.
Hinweise zur Veröffentlichung finden Sie in einer Vorankündigung auf meiner Homepage:
www.manuelakeilholz.de
