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Fooki - ein bereits psychiatrieerfahrener Anfang Zwanzigjähriger - steigert sich in seiner Wahlheimat Berlin erstmals mehr und mehr in eine akute manische Episode hinein. Es folgt ein langer, zutiefst chaotischer Sommer voller Irrwege und Verrücktheiten, die ihn quer durch die große Stadt führen. Die Normalität ist außer Kraft gesetzt.
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Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Aaron Herz
Fooki
2007: Odyssee im Kopfraum
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
I
II
Nachsatz
Dank
Impressum neobooks
„Ich bin nicht so gut im Reden
bin lieber still
und wenn ich mal was sage weiß ich dass es keiner hören will"
Thomas D - Sie hacken auf mir rum
Solo (1997)
Folgende Geschehnisse sind wahr. Die Namen handelnder Personen habe ich verfremdet. Temporale und damit zwingend-kausale Zusammenhänge sind mir aufgrund meines damaligen Zustandes durcheinandergeraten. Ebenso kann ich keine verlässlichen Angaben machen, wie viele Tage und Nächte es KONKRET waren, die ich da aus allen Reihen tanzte, als ob es keinen Morgen gäbe, und wie viele Stunden ich netto geschlafen hatte.
„Wir sind auf Odyssee, Odyssee / und keiner weiß, wohin die Reise geht.“
Da ich jegliches Zeitgefühl verlor, handelt meine Aneinanderreihung von Verrückt-heiten in einem Zeitraum von gefühlt „einer verkürzten und zugleich scheinbar unendlich gedehnten Woche von drei Tagen bis zu drei, vier, fünf Monaten“. Diese von mir ausnahmsweise so genannte Woche, war eine solche, in der ich „untergetaucht“ war und ein paar Freunde nach mir suchten. Die Polizei war bald eingeschaltet und später machte sich meine some-kind of Mother (aus Stuttgart), kurze Zeit darauf - in Level 2 - mein besorgter und sich aus meiner Sicht zu diesem Zeitpunkt lediglich juristisch verpflichtet fühlender Spät-Vater (aus Rostock) auf den Weg zu mir - ich wohnte nach meiner Stuttgarter und vor meiner Berliner Zeit drei, ja „nur“ drei der üblichen 18/19 Jahren bei ihm. Später sollte ich erfahren, dass mein Vater, meine Mutter vorschickte, weil er anscheinend nicht mehr an mich herankam. Er war es auch, der die Polizei hinzuzog. Das fürs Protokoll.
ES war im Sommer - ich weiß nicht wann - nicht einmal in welchem MONAT. Die Tage waren noch warm und die Nächte bald schon kalt. Dass es im JAHR 07 spielt, daran erinnere ich mich noch. Denn irgendwann darauf wurde ich eingeliefert und ruhig gestellt, was natürlich ausführlich dokumentiert ist. Ich bekam die Diagnose „bipolare, affektive Störung“ verpasst (gegenwärtig manische Phase mit hochgradig psychotischen Symptomen). Klingt jedenfalls um Einiges besser als meine vorige (denn ich war nicht neu auf dem Gebiet der PSYCHISCH KRANKEN), die da hieß: schizo-affektive Störung (mit der Tendenz zur Paranoiden Schizophrenie). Ich sitze jetzt also im selben Boot wie einst Kurt Cobain, Ernest Hemingway, Friedrich Nietzsche, Virginia Woolf, Georg Cantor, Edgar Allan Poe, Vincent van Gogh, Nina Simone, Frank Sinatra und Amy Winehouse oder wie den noch Lebenden: dem Iron Man-Filmstar Robert Downey Jr., dem belgischen Martial Arts-Actionhelden Jean-Claude van Damme sowie - der nicht mal annähernden Vollständigkeit zuliebe - Axl Rose von Guns'n'Roses und Brian Wilson von den Beach Boys oder auch Prinzessin Leia sowie Sarah Connor (jener aus der Terminator-Reihe, nicht derjenigen, die jetzt auf Deutsch singt). Wow!
