Fußgänger bitte drücken - Jette Larsson - E-Book

Fußgänger bitte drücken E-Book

Jette Larsson

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Beschreibung

Jette Larsson ist eine "Hamburger Deern". Sie wurde am 01.04.1968 in Hamburg geboren und hat 40 Jahre in Hamburg gelebt, bis sie nach Niedersachsen geheiratet hat. Jetzt lebt sie mit ihrem Mann und zwei Hunden in der Region Hannover. Sie ist Grundschullehrerin und hat schon als Jugendliche kurze Geschichten verfasst.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 73

Veröffentlichungsjahr: 2018

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IMPRESSUM

Das Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

©2018 Autor: Jette Larsson

Verlag: tredition GmbH

www.tredition.de

Paperback: ISBN 978-3-7469-6837-7

Hardcover: ISBN 978-3-7469-6838-4

E-Book: ISBN 978-3-7469-6839-1

FUSSGÄNGER BITTE DRÜCKEN

 

FUSSGÄNGER BITTE DRÜCKEN!

An einer Fußgängerampel in einem Kurort stand ich mit einem Freund und wartete auf Grün. Wir mussten lange warten, denn es passierte nichts, aber das störte uns nicht, weil wir eifrig ins Gespräch vertieft waren. Plötzlich nahm mein Freund mich in den Arm und drückte mich. Das kam überraschend. Ich fand es lieb, konnte mir aber seine Geste nicht erklären. Er wies auf einen Knopf an der Ampel, auf dem stand: “Fußgänger bitte drücken.“ Ich hatte diesen Knopf noch nie gesehen, und nun hatte mein Freund die Aufforderung wörtlich genommen. Nun drückte er noch den Knopf, die Ampel schaltete schnell auf Grün, und wir konnten die Straße überqueren.

Ich fragte mich, was wohl passieren würde, wenn ich die Aufforderung auch mal wörtlich nehmen und einen neben mir wartenden Fußgänger spontan drücken würde. Aber ich traute mich nicht, das auszuprobieren, denn ich weiß nicht, ob es mir selbst gefallen würde, wenn ein Fremder mich ohne Ankündigung einfach in den Arm nehmen würde.

INHALTSVERZEICHNIS

Kapitel 1: Humorvolles

  1 April! April!

  2 Jetzt ist der Bart ab

  3 Eine rasante Fahrt

  4 Hundeliebe

  5 Der Specht

  6 Die freche Möwe

  7 Fliegen meiden Blau

  8 Wie peinlich!

  9 Theaterprobe

10 Ansteckung

11 Lady

12 Mecklenburg – Vorpommern – voller Charme

13 Erlebnisse in Afrika

14 Ciao und Tschüs

Kapitel 2 : Wissenswertes

  1 Fortschritt

  2 Plädoyer für das Smartphone

  3 Namen

  4 No go

  5 Weihnachtsdekoration

  6 Bitte klingeln!

  7 Hundeversteherin

  8 Die kleine Hexe

Kapitel 3: Philosophisches

  1 Glück

  2 Loben wir doch mehr!

  3 Danke

  4 Humor – was ist das?

  5 Der Stern

  6 Der Stein

  7 Lügen

  8 Freundschaft

  9 Das Lachen in der Kirche

10 Zwischen Himmel und Erde

11 Der Regenbogen

12 Erinnerungen

13 Augen-Blicke

14 Regen

15 Weihnachten früher

16 Spenden

17 Wespen

18 Duzen

19 Die andere Seite

20 Urlaub

21 Ernte

22 Asterix – mon amour

23 Gerade noch einer Unwetterkatastrophe entkommen

HUMORVOLLES

APRIL! APRIL!

Reingelegt! Wieder spüre ich das kribbelnde Lachen im Bauch, das nicht heraus brechen darf, wenn ich meine „Opfer“ sehe.

Schon seit meiner Kindheit bin ich bekannt für meine April-Scherze, aber seltsam! Noch nie hat mich jemand reingelegt. Vielleicht, weil ich aufpasse.

Ich hatte mit meiner Nachhilfeschülerin ausgeheckt, dass ich ihre Mutter anrufen sollte, um zu fragen, ob ihre Tochter heute ihren Termin bei mir, den sie nicht hatte, vergessen habe. Die Mutter selbst ist eine geübte April-Scherz-Person. Sie befand sich gerade auf der Autobahn, als mein Anruf sie erreichte. Sie war erschrocken und sagte, sie würde bei der nächsten Ausfahrt umkehren, um ihre Tochter, die noch schlief, zu wecken. Schnell kam mein „April! April!“ „Gelungen!“, lachte die Mutter.

Nun rief ich Freundin Renate an: „Du darfst meine Neuigkeit jetzt auch erfahren. Ich habe mein Haus verkauft und ziehe zu meinem Freund nach Osnabrück.“ „Das ist ja toll!“, war ihre begeisterte Reaktion. „Und wie viel hast du für dein Haus bekommen?“ Als ich gerade „eine halbe Million“ sagen wollte, prustete ich los: „April! April!“ Sie rief: „Gelungen! Du bist ja eine Hexe!“

April-Scherze können auch gemein sein. Vor wenigen Jahren wollte ich gerade die Praxis meines Zahnarztes betreten, als ein Patient heraus kam und in seinen VW-Bus, der vor der Tür parkte, steigen wollte. “ Entschuldigung, aber haben Sie schon gesehen, dass Ihr einer Reifen platt ist?“ Der Fahrer rief:“ O je, nein!“ und rannte um sein Fahrzeug herum.

Ich lachte: „April! April!“ Er: „Da haben Sie mich aber reingelegt! Na, wenn ich Sie mal wiedersehe…“, und er grinste. Bisher war nur einmal ein „Opfer“ beleidigt.

Woher der Brauch, Leute in den April zu schicken, stammt, ist nicht bekannt. Man weiß nur, dass er zum ersten Mal 1618 in Bayern praktiziert wurde.

JETZT IST DER BART AB!

Kürzlich zog ich in einem Thermalbad meine Bahnen. Da sah ich einen alten Herrn, der seltsam aussah. Er hing am Beckenrand und trug einen Schnurrbart, der seltsam aussah. Er schien angeklebt zu sein. Beide Spitzen hingen gerade herunter, aber während der linke Teil an der richtigen Stelle saß, hatte sich der rechte Teil nach unten verschoben, so dass das ganze Bart-Gebilde schief war.

Es wirkte urkomisch, und um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, schwamm ich ein paar Mal an dem Herrn vorbei und beäugte unauffällig seinen schiefen Schnurrbart.

Ich dachte:„Wenn das Wasser jetzt sein Werk tut und der Bart ab geht, was dann?“

Ich kam dem Geheimnis nicht auf die Spur, musste aber immer wieder schmunzeln und begab mich schließlich unter eine Düse. Vor meinem geistigen Auge tauchte das Gesicht von Kaiser Wilhelm II. auf, der im Gegensatz zu seinen Vorgängern keinen Vollbart, sondern einen Schnurrbart trug.

In der Tat, die Redensart „Jetzt ist der Bart ab!“ entstand um 1890 aus diesem Grund. Heute bedeutet sie: „Nun ist`s aber genug! Nun ist Schluss!“ Ich dachte: “Wie schnell kann dieses Schicksal dem schiefen Bart des alten Herrn widerfahren! Wie das dann wohl aussieht, wenn er nach seinem Bart taucht?“

Und um zu verhindern, dass ich laut los lachte, sagte ich streng zu mir: “Nun ist aber Schluss mit dem heimlichen Hingucken!“

EINE RASANTE FAHRT

Mein Mann und ich waren für ein paar Tage bei Frau Neumann eingeladen. Frau Neumann war eine rüstige 70Jährige, die einen großen Bekanntenkreis hatte, weil sie humorvoll und gastfreundlich war. Es gab da allerdings einen Punkt, an den man nicht rühren durfte. Sie fuhr Auto wie ein Berserker. Frau Neumann wohnte in Obergeiersnest in der Rhön, wo die Straßen schmal und kurvenreich sind. Wir hielten es für angebracht, mit dem eigenen Wagen dorthin zu fahren.

Die Tage mit unserer Gastgeberin waren angenehm. Am letzten Tag verkündete sie uns, sie wolle mit uns in ihrem Wagen einen Ausflug nach Bad Brückenau machen, das wir noch nicht kannten. Vor dieser Fahrt hatten wir höllische Angst, aber wir mussten so tun, als freuten wir uns, um nicht unhöflich zu sein.

Bald ging es los. Frau Neumann sauste um die Kurven, so dass uns Hören und Sehen verging.

Sie war eine versierte Autofahrerin und fuhr sicher, aber wenn sie langsamere Fahrzeuge überholte, schloss ich die Augen und klammerte mich am Griff oberhalb der Tür fest. Unangenehm war auch, dass unsere Fahrerin frische Luft brauchte und die Fenster auf Durchzug gestellt hatte. So nett Frau Neumann auch sonst war, beim Autofahren kannte sie kein Erbarmen.

Als ich sie bat, ein Fenster zu schließen, versteinerte ihr Gesicht, aber das Fenster blieb offen.

So hatte ich mir unseren Ausflug nicht vorgestellt. Ich habe immer gebetet: „Bitte, Gott, lass ein Wunder geschehen!“ Und es geschah wirklich! Plötzlich tauchte ein Wohnwagen vor uns auf. Keine Chance, ihn zu überholen.

Frau Neumann musste bremsen. Nun fuhren wir eine halbe Stunde langsam hinter dem Wohnwagen her. Schließlich waren wir da. In Bad Brückenau brauchte ich erstmal einen starken Kaffee.

Frau Neumann wurde 92 Jahre alt. Sie fuhr bis zu ihrem Tode weiter Auto und, wie mir ihre Tochter erzählte, unfallfrei, allerdings nicht mehr ganz so schnell.

HUNDELIEBE

Gibt es Telepathie zwischen Hund und Mensch? Mein Lieblingshund ist die Golden-Retriever-Hündin der Tante meiner Putzhilfe. Sie heißt Paula, und zwischen uns war es Liebe auf den ersten Blick, als wir uns zuerst begegneten.

Paula ist schon zehn Jahre alt, aber quicklebendig wie ein Welpe. Angeblich ist sie zu dick - sagt der Tierarzt – und deshalb darf ich ihr keinen Hundekuchen geben. Wenn keiner hinschaut, mache ich das trotzdem. Paula verrät mich natürlich nicht! Unsere Begrüßung amüsiert die ganze Straße.

Paula kennt schon das Motorengeräusch meines Autos. Komme ich um die Ecke gefahren und sie ist gerade beim Gassigehen, bleibt sie stehen und bellt freudig los, die Leine in der Schnauze. Das sieht witzig aus, funktioniert aber. Ich steige aus, und dann geht es los! Sie fletscht die Zähne, was gefährlich aussieht, was aber Lächeln bedeutet, springt umher, gibt mir Pfötchen und Küsschen, wedelt wie verrückt mit dem Schwanz und bellt und bellt. Ich streichle sie und sage ihr liebe Worte.