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Wie fühlen sich Besucher im Anne Frank Haus in Amsterdam, dessen riesige Warteschlange ich letztes Jahr sah, im Konzentrationslager Dachau, etc...? Wie fühlt sich das an, kann man von Vermarktung sprechen oder von einem Ort wo das Unsägliche spürbar wird? Wie können wir ermessen, als Besucher oder Betrachter, was diese Gräueltaten, diese Tragödie für den einzelnen Menschen bedeutete? Welche Strukturen ermöglichten ein Verbrechen solcher Art? Diesen Fragen möchte ich nachgehen.
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Seitenzahl: 25
Veröffentlichungsjahr: 2022
Liebe LeserInnen meines Portfolios,
ich habe mich bei der Aufgabe, mich mit dem Holocaust auseinander zu setzen für den Titel „Ist das ein Mensch?“ entschieden, angelehnt an den Titel von Primo Levis1 gleichnamigen Buch. Mein Entsetzen über die Bilder, die sich in meine Seele fressen, sind unaussprechlich.
Meine Frage „Ist das ein Mensch?“, bezieht sich auf die Opfer und die Täter.
Ich frage mich, wo das Menschsein und auch mein Menschsein anfängt und endet. Zu welchen Taten ist der Mensch in der Lage?!
Auch den Umgang heute, mit dem Holocaust, möchte ich untersuchen. Wie fühlen sich Besucher im Anne Frank Haus in Amsterdam, dessen riesige Warteschlange ich letztes Jahr sah, im Konzentrationslager Dachau, etc…? Wie fühlt sich das an, kann man von Vermarktung sprechen oder von einem Ort wo das Unsägliche spürbar wird? Wie können wir ermessen, als Besucher oder Betrachter, was diese Gräueltaten, diese Tragödie für den einzelnen Menschen bedeutete? Welche Strukturen ermöglichten ein Verbrechen solcher Art? Diesen Fragen möchte ich nachgehen.
Der Holocaust [ˈhoːlokaʊ̯st, holoˈkaʊ̯st] (englisch, aus altgriechisch ὁλόκαυστος holókaustos „vollständig verbrannt“; auch Schoah bzw. Schoa, Shoah oder Shoa; hebräisch הַשּׁוֹאָה ha'Schoah für „die Katastrophe“, „das große Unglück/Unheil“) war der nationalsozialistische Völkermord an 5,6 bis 6,3 Millionen europäischen Juden.
Deutsche und ihre Helfer führten ihn von 1941 bis 1945 systematisch durch. Mit dem Ziel, alle Juden im deutschen Machtbereich zu vernichten. Dieses Menschheitsverbrechen gründete auf dem staatlich propagierten Antisemitismus und der entsprechenden rassistischen Gesetzgebung des NS-Regimes.
Gerhard Schoenberner: „Der gelbe Stern: Die Judenverfolgung in Europa 1933-1945“. Seite 316 – 317
Wie sah die Gesellschaft aus, die die „willigen Vollstrecker“ hervorbrachte? Wie konnte es zum Holocaust kommen? Wie sahen die Täter „die Juden“? Hielten sie sie für gefährliche, bösartige Feinde oder betrachteten sie sie als bedauernswerte menschliche Wesen, denen Unrecht widerfuhr?
Daniel Goldhagen schreibt in seinem Buch, dass die Verbindung von Regime und Antisemitismus zu dieser Tragödie geführt hat. Dass diese Verknüpfung also dazu geführt hat, dass das möglich war. In anderen Länder war der Antisemitismus auch vorhanden, aber nicht das Regime, die die Judenvernichtung zum Ziel hatte.
Der Nationalsozialismus war eine faschistische politische Bewegung und Weltanschauung, die sich nach Ende des Ersten Weltkriegs 1918 in Deutschland entwickelte. Seine Anhänger vertraten radikal antisemitsche, und antidemokratische Positionen. Das Ziel der Nationalsozialisten war es, die deutsche „Volksgemeinschaft“ zu schaffen, die nur aus sogenannten Ariern bestand. Juden, Andersdenkende, Behinderte, Sinti und Roma, Kommunisten und Menschen slawischer Herkunft zählten nicht dazu.
Die wirtschaftlichen Probleme, die hohe Arbeitslosigkeit in den zwanziger Jahren boten der Nationalistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) mit ihrem Vorsitzenden Adolf Hitler die Grundlage, ihre Ideologie bei den Massen populär zu machen. Die Ausgrenzung aller nicht „arischer“ Bevölkerungsgruppen war Programm.