Jürgen Klopp - Elmar Neveling - E-Book

Jürgen Klopp E-Book

Elmar Neveling

4,5

Beschreibung

Im Frühsommer 2015 beendete Jürgen Klopp sein Trainertätigkeit bei Borussia Dortmund, dem Kult-Club, den er innerhalb von sieben Jahren zu zwei Meistertiteln, zum DFB-Pokalsieg und ins Finale der Champions League geführt hatte. Dass Klopps außergewöhnliche Trainer-Karriere noch lange nicht beendet ist, gilt als unbestritten und man darf gespannt sein, welcher Verein des Rennen um den weltweit umworbenen Star-Coach machen wird. Die Autoren Elmar Neveling, Matthias Greulich, Roger Repplinger und Saban Uzun haben sich eingehend mit Klopps Karriere beschäftigt.

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Um die Farbbildtafeln verkürzte eBook-Ausgabe der im Copress-Verlag erschienenen Printausgabe (4., erweiterte Neuauflage, ISBN 978-3-7679-1196-3)

Abbildung Cover: imago/Eibner

Bilder Innenteil:

S. 100 (Thomas Bauer/Designers in Motion); 220–221, 222–223 (Gruppe Nymphenburg Consult AG/Deutschen Markenarbeit GmbH); 226 (Frank Dopheide); 245 (Cristián Gálvez).

DTP-Produktion und Layout (Printausgabe): Verlagsservice Peter Schneider / EDV-Fotosatz Huber, Germering

Umschlaggestaltung: Copress Verlag

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

4., aktualisierte und erweiterte Neuauflage 2015

© 2011, 2012, 2013, 2015 Copress Verlag in der Stiebner Verlag GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten.

Wiedergabe, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags.

www.copress.com

ISBN 978-3-7679-2031-6

Inhalt

Editorial

Meisterfeier in Dortmund:Triumphator Jürgen Klopp

Der Jugendspieler Jürgen Klopp:»Bub, net auf die Gläser, aufs Tor«

von Roger Repplinger

In der »Linde«  Der Latschariplatz  Gerhard Trik bricht sich den Fuß  Astrid Wissingers Klassenfoto  Da bleiben, weg gehen  Das Kloppsche Haus  Klopp und der rote Brustring  F-Jugend  »s’Klopple« hat Talent  Kapitän Klopp  Vespa, orange  Die Meisterfeier  Sportplatz Riedwiesen  Wembley – von weitem  Der Waldplatz  Der Maulwurf  Heimweh

von Saban Uzun

Keiner nannte ihn Norbert  Auto oder Talent?  Kein Seehund  Berthold wird gescheucht  »Walter, rate mal«  Was wichtig ist

Vorbereitung auf die Trainerkarriere:Ein ordentlicher Spieler

von Matthias Greulich

Der Profi Jürgen Klopp: Für britischen Fußball besser geeignet  »Da geht wirklich was!«  Der letzte hat einen Plan  »Lange Bälle und dann einen Kopfball, dass es kracht«  Frank folgt auf Hock

von Roger Repplinger

Als Spieler ganz ordentlich – als Trainer außergewöhnlich  Schiller-platz  Heidels Büro  Frank I  Dennis Weiland im Café Raab  Reinhard Saftig  Schattenkabinett  Frank II  Ufz Krautzun  »Mach ich«  »Gib mir ein Spiel«  Klopps erste Ansprache  Authentisch  Das System  Vertrauen  Der Scout des HSV  Ende

von Roger Repplinger

Knapp  Knapper  Es reicht  Abstieg  Abschied

Die zweite Trainerliebe:Klopp gibt Borussia Dortmund neue Identität

»Hätte weitaus schlimmere Angebote als das vom BVB geben können«  Wenn nur noch imaginärer Torjubel bleibt  Dortmunder Stimmungslage im Sommer 2008: Ein Trainingstag in Brackel  Klopp bringt »die Süd« wieder hinter ihr Team  Rasenschach verpönt  Die irre Aufholjagd im Revierschlager  Derbyheld Alexander Frei  Inventur in der Winterpause  Siegesserie nach Vertragsverlängerung  Die Entwick-lung setzt sich fort  Meistersaison, die Erste  Erster Sieg beim FC Bayern seit zwanzig Jahren  Jugend statt Routine  Trainer des Jahres  So stürmte die Borussia zum Titel: Die Taktik des BVB in der Saison 2010/11  Meistersaison, die Zweite – doch zunächst stockt’s  Viel Aufwand, wenig Ertrag gegen defensive Gegner  Der Knipser fehlt – bis Lewandowski explodiert  Anderes Spiel ohne Taktgeber Sahin  BVB-Express nimmt wieder Fahrt auf – und wie!  »Wir sind alle ein bisschen verknallt in diesen Verein«  Borussen-Durchmarsch lässt schäumende Bayern zurück  Lehrgeld in der Champions League  Von Pokalpleiten bis zum »Finale furioso« gegen die Bayern  Halbfinale mit brisantem Schlussakkord  Klopp sieht »eiskalte« Dortmunder  Herausforderungen bleiben  Entwicklung noch nicht abgeschlossen  Souveräne Auftritte in der Champions League  »Aggressives Potenzial«: Klopp gegen die Schiedsrichter, Teil eins  Vorwurf der »Industrie-Spionage« in Richtung München  Enttäuschungen nach der magischen Nacht gegen Málaga  Robben versetzt Borussia den späten Knockout  Nach dem Gipfel folgt der Abstieg  Götze-Nachfolger wartet auf den Durchbruch  Vizemeister – aber die Bayern nicht mehr in Sichtweite  »Da wird die Luft dünner«  Außer Rand und Band oder: Klopp gegen die Schieds-richter, nächster Akt  Dr. Jekyll und Mr. Hyde  In ungewohn-ter Zuschauerrolle  Raus mit Applaus: Hinspiel-Hypothek wiegt zu schwer  Katastrophale Hinrunde trotz hoher Laufleistung  »Urlaub« in der Champions League  Trost im DFB-Pokal  Letzter – danach geht es aufwärts  Denkwürdige Presse-konferenz  Noch einmal mit dem Lastwagen um den Borsigplatz  Die Schwierigkeit, loszulassen

Halbzeitpause:Kritisches Interview mit Arnd Zeigler

Interview zum Interview mit Arnd Zeigler: »Besondere Nähe zum Spiel dank emotionaler Intelligenz«

Zittern um den BVB-Sieg – ganz ohne Hintergedanken …  »In meiner gesamten Laufbahn noch nie soviel Aufsehen«  Deutschland keine humorfreie Zone  Vertrauensverhältnis zwischen Klopp und seinen Spielern

Spieltaktik, Trainingsarbeit und Entwicklung einer Mannschaft – Die Spielphilosophie von Jürgen Klopp

»Eine bessere Mannschaft muss nicht zwingend gewinnen«  Traumeinstand: Sechs Siege in sieben Spielen  Zunächst die Schotten dicht  Schrittweise Entwicklung des BVB-Spiels  Gefühl für den richtigen Zeitpunkt  »Entscheidend ist nicht die Trainingsform, sondern das Coachen«  Der Autodidakt und die moderne Trainingslehre: Inspirieren lassen ja, kopieren nein  »Ein großer Verfechter davon, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen«  »Wahnsinn, in welchen Tempi wir laufen mussten«  Gerannt für den Urlaub  Fakten, nichts als Fakten  Stetige Entwicklung nicht nur des Spiels, sondern auch der Spieler  Schmelzer zeigte die größte Entwicklung  »La Masia« in Dortmund  Barcelona als Nonplusultra  Konzentration wie bei Albert Einstein  Erfahrung sammeln in Sevilla  »Wahnsinn« Life Kinetik  Die Männer neben Klopp: »Gehirn« und »Auge« unterstützen den Chefcoach  Eine Wellenlänge von Beginn an  »Fleisch gewordener Fußballsachverstand«  Video-Analyse in der Halbzeit  »Wir haben Schmelzer?«  Ein weiterer Nachmittag in Brackel: Trainingstag im Herbst 2011  Konzentration – aber ein bisschen Spaß muss sein  Kicken auf drei Tore  Klopp im Blick des BVB-Fans: Tacheles statt Larifari  »Für mich kommt Klopp direkt hinter Hitzfeld«

Mensch Klopp!

»Das lässt mich total locker bleiben«  Das zweite Gesicht  »Dann gibt’s wieder Dampf«  »Klopp lässt Dampf ab, ist aber nicht nachtragend«  Markenzeichen Jürgen Klopp  Marke ist nicht gleich Marke

Interview mit Frank Dopheide über Markenbildung – »Klopp handelt fünffach wertvoll für die Marke BVB«

Regelmäßige Einzahlung auf das »Markenkonto«  »Klopp ist eine absolute Identifikationsfigur«  Individuell ja, extravagant nein  »Klopp hat ein verbindendes Element«

von Matthias Greulich

Marc Kosicke – der Mann, dem die Trainer vertrauen  Unaufgeregt und mit festem Händedruck  Schutz des Mandanten im Blick  Jürgen Klopp als »TV-Bundestrainer«  Zweifache Auszeichnung, aber …  … in erster Linie ein Fußballlehrer

Interview mit Cristián Gálvez zu Persönlichkeit und Außenwirkung von Jürgen Klopp

»Klopp möchte die Welt ein bisschen besser machen«  »Klopp hat es früh aufgesogen«  Wie Identifikation funktioniert  Klopp und die »aufgeklärte Patriarchie«  Klopps Maxime: Leistung bringen!  Klopp beim »Unternehmen des Aufbaus« – das passt!  Komfortzone ade!

Ausblick:Karriereperspektiven

Zum FC Bayern wie einst Ottmar Hitzfeld? Darf der Klopp das?  Vertrauensbeweis unabhängig vom Tabellenstand  Es wurde Skat »gekloppt«  Als Mittfünfziger in Rente?

Nachspielzeit:Zitate von und über »Kloppo«

Jürgen Klopp über …  Meinungen über Jürgen Klopp von …

Anhang

Steckbrief Jürgen Klopp  Der Herausgeber und die weiteren Autoren

Editorial

Welch ein Kontrast: Noch 2005 stand Borussia Dortmund am Rande der Insolvenz. Der Verein konnte nur deshalb im Profifußball gehalten werden, weil die Anleger des Stadionfonds dem Sanierungskonzept zustimmten. Die Borussia verschwand somit zwar nicht in der Versenkung, dümpelte jedoch in den Folgejahren aufgrund des notwendigen rigiden Sparkurses im sportlichen Mittelmaß umher. Inzwischen ist der BVB wieder eine der ersten Adressen im deutschen Fußball. Die Erinnerungen an die jüngsten Erfolge von Borussia Dortmund sind noch frisch, die Bilder der von Fans und Mannschaft enthusiastisch bejubelten Titelgewinne von 2011 und 2012 noch präsent.

Schwarz-Gelb ist zurück im europäischen Spitzenfußball und treibt seine Konsolidierung voran – dank einer jungen und erfolgreichen Mannschaft, die sportliche wie wirtschaftliche Rendite abwirft. »Nie zuvor war eine Meisterschaft verdienter«, lautete das einhellige Expertenurteil nach dem unerwarteten Titelgewinn 2011. Selten zuvor hatte der Fußball für mehr Begeisterung gesorgt. Ein spielerischer Rausch, der Fußball-Feinschmecker vor Freude Sinnessprünge machen ließ. Ein Rausch ohne Kater im Jahr darauf – ganz im Gegenteil: 2012 wurde nicht nur die Meisterschaft verteidigt, sondern mit dem furiosen 5:2-Pokalsieg über den FC Bayern erstmals in der Vereinsgeschichte auch das Double gewonnen.

Sportlicher Architekt dieser Erfolgsstory ist Trainer Jürgen Klopp, der binnen drei Jahren aus einer mittelmäßigen Bundesliga-Mannschaft ein Meisterteam formte. Ein charismatisch-akribischer Coach, über den Borussias Sportdirektor Michael Zorc sagt, dass »er mein bester Transfer war«. Faszinierend ist vor allem die Art und Weise, wie der Erfolg zustande kam: War die Dortmunder Meisterschaft 2002 noch das Ergebnis von Routine und internationaler Topstars (Tomáš Rosický, Jan Koller, Marcio Amoroso), so war es diesmal eine dynamische Jugendtruppe mit Eigengewächsen wie Mario Götze oder Kevin Großkreutz. Gelebte Identifikation, die den Enthusiasmus um den BVB noch weiter steigerte. Klopp hatte bei Amtsantritt in Dortmund »Vollgas-Veranstaltungen« versprochen – und Wort gehalten.

Es ist an der Zeit, den Mensch und Trainer Jürgen Klopp näher vorzustellen. Was zeichnet diesen Mann aus, der nicht nur von den BVB-Fans geliebt wird, sondern dem bundesweit die Sympathien zufliegen? Der als »TV-Bundestrainer« Millionen von Deutschen das Spiel erklärte, in einer auch für Laien verständlichen Sprache. Der auf dem besten Weg ist, in Dortmund eine ähnliche Ära zu begründen, wie er sie zuvor bereits bei Mainz 05 prägte. Was treibt ihn an, was ist sein Erfolgsgeheimnis und wie wurde er zum Meistertrainer?

Auf diese Fragen will das vorliegende Buch Antworten geben und vermittelt daher einen ausführlichen Eindruck von der Persönlichkeit, dem Werdegang, der Arbeitsweise sowie der taktischen Philosophie des Trainers Jürgen Klopp. Zusätzliche Einblicke geben Gespräche mit Experten, die eine wertvolle Perspektive von außerhalb des Fußballs mitbringen. Dabei behandelt diese in Zeitabschnitten erzählte Biographie nicht die Privatsphäre, sondern die sportlich-menschlichen Inhalte des früheren Spielers und heutigen Fußballlehrers Jürgen Klopp.

Klopp selbst hat bei diesem Buch nicht mitgewirkt. Dafür kommen einige seiner früheren Weggefährten zu Wort, die eine objektive Sicht auf sein Wesen und Wirken geben können. Dabei zeigt sich, dass das oberflächliche Klischee des »Lautsprechers Klopp« nicht greift und hier nicht allein ein Motivator im legeren Outfit am Werk ist.

Das Buch skizziert die bisherigen Stationen Klopps und dokumentiert seine große Liebe zum Spiel. Angefangen von seiner Jugend in Glatten, über die Zeit als Zweitliga-Spieler, bis hin zu seiner inzwischen über vierzehnjährigen Trainerkarriere, in der sich Klopp eine eigene Identität geschaffen hat.

Eine Laufbahn, die er 2015 nach sieben intensiven Jahren bei Borussia Dortmund freiwillig unterbrach. Um sich eine Auszeit zu nehmen und Kräfte zu sammeln – und um vermutlich schon bald eine neue Mannschaft zu ungeahnten Höchstleistungen zu führen.

Jürgen Klopp ist zu einer markanten Trainergröße geworden, die ihre volle Dimension noch längst nicht erreicht hat. Denn die Meisterschaft, so sagte er selbst nach dem Erfolg von 2011, war erst »wie ein Etappensieg bei der Tour de France«. Bis zum Triumphbogen in Paris warten also noch genügend Herausforderungen.

Meisterfeier in Dortmund: Triumphator Jürgen Klopp

Dortmund, 15. Mai 2011. Eine Stadt im Ausnahmezustand, die gesperrte B1 ist von Menschenmassen gesäumt. Geschätzte 400.000 Fans feiern glückselig die siebte Deutsche Meisterschaft ihres BVB. Mannschaft und Verantwortliche fahren im offenen, schwarz-gelben Meisterbus durch die Stadt. Der Zug startet um 12 Uhr am Borsigplatz, der Wiege des BVB im Norden der Stadt. Hier wurde der Verein 1909 im Restaurant »Zum Wildschütz« gegründet. Diesem Ursprung zu Ehren entwickelt sich ein Lied zu dem Hit dieser fulminanten Feier, die schier eine ganze Stadt in Bewegung bringt und sich auch vom einsetzenden Regen nicht beeinträchtigen lässt:

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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