Mein geliebtes Peru - Horst Pfeil - E-Book

Mein geliebtes Peru E-Book

Horst Pfeil

0,0

Beschreibung

Eine Erzählung über eine Reise vor 30 Jahren. Die große Gastfreundschaft der Mittelschicht auf der einen Seite. Die nicht absehbare Armut der Ureinwohner auf der anderen Seite. Noch heute wird von der monetären Produktionsgesellschaft (nach John Maynard Keynes) der Lebensraum der Ureinwohner zerstört.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Seitenzahl: 122

Veröffentlichungsjahr: 2017

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Kommen Sie mit auf eine Abenteuerreise nach Peru!

Liebe Leser,

vor nunmehr 30 Jahren begann meine weiteste Flugreise. Von Hamburg über Amsterdam, auf die Karibik Insel Curacao. Nach einem 2-stündigen Zwischenstopp ging es nach Panama-City, dann weiter nach Quito in Ecuador, bis wir nach ca. 19 Stunden in der Hauptstadt Lima landeten. Zeitverschiebung 6 Stunden New Yorker Zeit. Eine DC 10-30 der holländischen Air Line KLM hatte uns sicher über den Atlantik gebracht.

Schon in jungen Jahren hatte ich den Wunsch Südamerika kennen zu lernen. Nun war ich in der Zwischenzeit verheiratet und hatte zwei erwachsene Söhne. Im Berufsleben immer den Blick nach vorn gerichtet. Konnten wir, meine Frau und ich, uns eine vierwöchige Auszeit erlauben, um auf den Spuren einer der größten und ältesten Kulturen zu wandern, die unsere Mutter Erde uns zu bieten hat. Peru ist ein Land der unterschiedlichsten Kulturen, die weit vor Christus von Menschenhand geschaffen wurden. Wenn in der Gegenwart von der Inka-Kultur gesprochen wird, so liegt diese bereits in der Neu-Zeit. Ein Vergleich, der nach meiner Ansicht gerechtfertigt ist. Bereits in der Präinkazeit gab es Hochkulturen, die uns Menschen bis in die Gegenwart Rätsel aufgeben. Und für die heutige, oberflächliche, kapitalistische und kriegerische Menschheit vielleicht für immer unerforscht bleiben werden.

Nach vier Wochen Peru konnte ich auf eine Zeit zurück blicken, die mich demütig machte.

Zurück in Deutschland, flog ich geschäftlich einige Tage später nach Wien. Dort besuchte ich in der Mittagszeit eine Kirche. Wie so oft in meinem Leben hatte ich das Glück, dass ein Tenor für das Abendkonzert probte. Für mich gibt es nichts Schöneres, als mit geschlossenen Augen Musik zu hören. In sich zu kehren, um sich bewusst zu werden, in welchem Reichtum wir in West-Europa leben. Nach meinem heutigen Kenntnisstand hat sich in Peru einiges geändert, aber nach wie vor herrscht das Großkapital. Viele Indios in den Anden fristen, nach meinen Informationen, noch heute ein bescheidenes Dasein.

Folgen Sie bitte, den Erzählungen aus meinem Tagebuch von vor 30 Jahren und einer jahrelangen Arbeit über Peru, von meinem verstorbenen Freund Friedrich Schmidt. Er hat mir dieses Werk mit über 165 DIN A4 Seiten, mit der Schreibmaschine von seiner Frau geschrieben, zu meinem 60ten Geburtstag geschenkt. Er kannte und liebte Peru mit seinen Menschen. In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts, hatte er dort als Elektroingenieur auf der damals größten Zuckerrohrplantage Casa Grande gearbeitet. Ein Gebiet etwa so groß wie Belgien. Er war ein grundehrlicher Mensch, ohne Umschweife hat er seinem Gegenüber seine Meinung gesagt. Ihm war stets das angepasste „Denken und Tun“ zu wider. Er war schon vor 30 Jahren der Zeit voraus und hat mich gewarnt vor den angepassten Deutschen. Die nach dem Motto leben: „Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe.“ Als wir die Empresa in Casa Grande besuchten, stand er zum Schluss auf der Rampe. Rund 30 seiner ehemaligen Mitarbeiter, allesamt Indios, hatten ihn in die Mitte genommen. Sie hielten die Kopfbedeckungen in ihren Händen. Dieser Anblick zeigte, welche Achtung ihm entgegen gebracht wurde. Er hatte sich für die einfachen Indios und deren Familien eingesetzt. Für einen entsprechenden Lohn und ein Dach über dem Kopf gesorgt.

Nach 20 Jahren zeigten diese Menschen, wer Friedrich Schmidt für sie einmal war. Einige Tage nach unserem Besuch in Casa Grande wurde das Wiedersehen in Trujillo, vom Nachmittag bis zum nächsten frühen Morgen gefeiert. Es wurde ein Abschied für immer. Jahre später wurde Friedrich Schmidt nach einem erfüllten Leben abberufen.

Ihr Horst Pfeil

Inhaltsverzeichnis

Peru im Jahr 1987

Geschichte Perus

Landschaften und Klima

Ankunft in Lima

Zum Schluss

Peru im Jahr 1987

Für mich ist Peru ein Land, das wohl auf eine der umfangreichsten Menschheitsgeschichten zurück blickt. Mit seiner Größe von 1.285.200 m2 ist Peru 3,6 Mal größer als die heutige Bundesrepublik nach der Wiedervereinigung mit seinen rund 80 Millionen Einwohnern. In Peru lebten im Jahr 1987 etwa 18,5 Millionen Menschen unterschiedlichster Kulturen. Weitgehend unvermischt 50 % Indios, 40 % Mestizen und ca. 10 % Weiße. Allein im Großraum Limas lebten 1/3 aller Peruaner. Das Land ist in 24 Departamentos eingeteilt, daraus ergeben sich 184 Provinzen, mit ihren 1.321 Distrikten.

Die Mehrheit der Indios gliedert sich in zwei Stämme, die Quechan und die Aymaras. Die offizielle Religion ist katholisch. Der Bevölkerungszuwachs beträgt jährlich 2,5 % und liegt somit höher als das Wachstum in der Landwirtschaft. Durch dieses Verhältnis verschlechtert sich ständig die Ernährungssituation. Obwohl Schulpflicht besteht, sind rund 1/3 der 15 jährigen Kinder Analphabeten. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 70,- $ im Monat, ein Hilfsarbeiter verdient aber nur 70,-DM im gleichen Zeitraum. Das Einkommen eines Lehrers oder Universität Professors liegt zwischen 300,- bis 400,- DM.

Geschichte Perus

Im Norden, in der Nähe von Cajamarca, landeten im April 1532 die Spanier. Unter dem Anführer, einem gewissen Francisco Pizarro. Vermutlich die gleiche Person, die bereits in Andalusien unter der damaligen Königin das friedlich miteinander lebende Volk, Moslems und Juden verfolgte, die letztendlich das Land verlassen mussten. Der letzte Inka König, Atahualpa, wurde von den spanischen Soldaten unter dem Offizier Pizarro in Huascar gefangen genommen und später hingerichtet.

Ab 1809 bildeten sich in Südamerika überall Unabhängigkeitsbewegungen. Die bedeutendsten Führer dieser Bewegungen waren, José de San Martin, die Venezolaner Simon Bolivar und de Sucre. Zwischen 1817 und 1825 führten diese drei Männer zahlreiche und siegreiche Schlachten gegen die Spanier, deren Widerstand in Peru besonders stark ausgeprägt war. Die spanischen Besatzer vermuteten sicherlich noch mehr Gold-, Silber- und Kupfer-Minen. Aus heutiger Sicht betrachtet, sollten sie recht behalten. Schon 1824 wurde Peru unabhängig. Nach vielen Bemühungen, die Demokratie einzuführen, ist das Land 1987 zerrüttet, es herrscht eine Art Diktatur und Demokratie.

Landschaften und Klima

Costa wird der schmale Küstenstreifen am Pazifik genannt. Der immerhin 10 % der gesamten Fläche Perus einnimmt, im Norden etwa 150 km, im Süden 30 km breit ist und eine Höhe bis rund 500 m erreicht. Bedingt durch den Humboldtstrom, entsteht eine kalte, vom Süden nach Norden fließende Meeresströmung. Durch diese Strömung kühlt sich die warme Pazifikluft ab und kondensiert zu Nebel. Dieser reicht aber nicht für ausgiebige Niederschläge an Land aus. Durch aufwändige künstliche Bewässerungssysteme und Tunnel von der Amazonasseite, wurde und wird der Wüstenseite immer mehr Ackerland abgetrotzt und Landwirtschaft ermöglicht. Eine Besonderheit sind sognannte Lomas Hügel, auf denen es durch immerwährenden Nebel in den Sommermonaten zu einem Grasbewuchs kommt.

Ankunft in Lima

8. April 1987

Kurz nach 10 Uhr landeten wir auf dem Flughafen der peruanischen Hauptstadt Lima. In der Ankunftshalle wartete bereits, die vielköpfige Familie Jose Sarangos, sowie Kurt Retkowski und sein Schwager Roberto Alacon. Diese werden für den weiteren Verlauf unserer Tage in Lima, für uns eine wichtige Rolle übernehmen. Ab jetzt werden alle Personen in meinem Buch nur noch mit ihren Vornamen genannt.

Bereits auf dem Vorplatz der Flughafenhalle herrschte ein mehr als reges Treiben. Autobusse, Taxis, PKWs und Menschentrauben, Stimmengewirr lautes Hupen verwandelte den großen Vorplatz in ein Chaos. Unsere Freunde Friedrich und Ilma, waren von der Großfamilie Sarango umringt und in laute Gespräche verwickelt. Nun hatten wir die Aufsicht für alle Koffer übernommen. Doch plötzlich war ein Koffer ständig in anderen Händen. Zum Teil schon im Kofferraum eines fremden Autos. Aber gemeinsam konnten wir, Friedrich und ich, den Koffer in letzter Minute retten. Unsere Freunde verabschiedeten sich von uns und fuhren gemeinsam in das Haus der Familie Sarango. Wir hatten uns schon eine geraume Zeit mit Kurt unterhalten, der seinen Schwager Roberto mitbrachte. Aus finanziellen Gründen konnte sich nicht jeder in Peru Lebende ein Auto leisten. Somit wurde Roberto für uns als Fahrer angeheuert. In diesem Land gilt die Regel: deine Freunde sind auch meine Freunde. Der Flughafen lag außerhalb der Millionenstadt Lima. In Robertos VW-Käfer Baujahr 1960, saßen wir mit unserem Gepäck auf der Rückbank. Vorbei ging es an brachliegendem Gelände, zum Teil mit Müllhalden und notdürftigen Wellblechhütten. Bettelnde Kinder, die an der Straßenkreuzung standen. Hier galt die Regel, alle Türen, Front- und Motorhaube verschließen. Elendsviertel werden auf Spanisch favela genannt. Nach einigen Kilometern sahen wir die ersten Häuserreihen der Stadt Lima.

Vorbei an innerstädtischen Gebäuden und Parks, bis wir einen der besten Stadtteile Limas erreichten. Den Stadtteil Mira Flores mit seinen breiten Prachtstraßen. Mit dem Namen Avenida Arequipa eine überlange Allee, mit jeweils zwei Fahrbahnen in jeder Richtung. In der Mitte ein breiter Gehweg, der links und rechts des Weges von hohen Palmen mit weißen Stämmen umgeben war. Weilten wir in Lima, so wurde Mira Flores unser Hauptstandort. In unmittelbarer Nähe befanden sich die deutsche Botschaft und ein kleines aber sehr feines Einkaufszentrum, das besonders gern von unseren femininen Wesen besucht wurde.

Etwa fünfhundert Meter vor einer weiteren Straßenkreuzung war die Avenida Arequipa zu Ende. An einer Ecke, mit zwei Meter hohen Mauern, hielt Roberto an. Die rechte Ecke führte in eine kleine Nebenstraße. Kurt und Roberto stiegen aus und gingen in diese hinein. Kurt sprach deutsch, um das Warum, ist eine extra Geschichte, dazu später einmal mehr. Er bat uns im Auto zu bleiben. Wir hatten schon von Deutschland aus eine deutschsprachige Pension in Lima gebucht. Konnten uns aber anhand der Mauer, die parallel zur Avenida Arequipa verlief, nicht vorstellen, dass es sich um unsere Pension handelt. Unsere Gedanken kreisten eher um eine Polizeiwache. Kurt und Roberto waren nach einiger Zeit verschwunden. Sicherlich hatten sie sich verfahren und fragten nach dem Weg? Nun waren wir auf das Äußerste angespannt. In solcher Situation, verging die verdammte Zeit nicht. Das ist wohl schon jedem von uns normalen Erdbewohnern passiert – oder Ihnen etwa nicht?

Wir hatten während der Wartezeit völlig übersehen, dass die hohe Mauer an der Straßenseite eine Tür hatte. Aus dieser kamen, in fröhlicher Stimmung, Kurt und Roberto. Dahinter sahen wir zwei in grau Uniformierte, mit lässig über den Schultern hängenden Maschinenpistolen. So einen Empfang hatten wir nicht erwartet. Vielleicht doch eine Polizeistation? Nein, es war die deutschsprachige Pension, unter der Führung von Señora Coletta. Diese hatte sich in der Zwischenzeit hinter den zwei in grau gekleideten Señores positioniert. Von der Geschäftsführerin Coletta wurden wir herzlich begrüßt, unser Gepäck wurde von den grau Uniformierten in den ersten Stock getragen. Es begann das Auspacken. Ein Koffer blieb ungeöffnet und er blieb es über die gesamte Zeit von vier Wochen.

Wir hatten uns über zwei Jahre auf diese Reise vorbereitet. Alles wurde in einem Plan festgehalten. Wo und wann beginnen wir mit unseren Exkursionen, wieviele Tage stehen uns dafür zur Verfügung. Danach richtete sich unsere Kleidung. Keinen Schmuck, einfache Armbanduhren und nie als Yankee auffallen. Schließlich reisten wir nicht als goldbehangene Touristen, die zum Überfall einladen. Wir wollten das Land mit seinen freundlichen Menschen und ihrer großartigen Kultur kennen und lieben lernen. Ein Rat für alle Reisenden , die die sogenannte 3. Welt besuchen: Wer arme Länder aufsucht, wird dort auf Menschen treffen, die in ihrem Leben nie so viel Geld haben werden, um ihr eigenes Land zu bereisen. Wir, die Besucher, werden dort immer als eine reiche Person angesehen, deshalb sollte man sich immer bescheiden benehmen. Das galt schon seit alters her unter den Hanseatischen Kaufleuten. Ein Privileg, das in der heutigen Zeit seine Bedeutung nicht verloren hat.

Wir wurden von Colleta über die Hausordnung informiert und fanden ein geräumiges und sauberes Zimmer mit Dusche und WC vor. Warum Privatpolizei mit Maschinenpistolen das Areal absichert, hatte folgenden Grund: Vor zwei Jahren wurde die deutsche Pension von den Guilleros, dem leuchtenden Pfad, ausgeraubt. Seit dieser Zeit wurde die Pension bewacht. Jeden Tag gab es an der Rezeption ein neues Wort, zu Deutsch Parole genannt. Nur mit dem jeweiligen Wort wurde die Tür am Tor geöffnet. Geriet das Wort in Vergessenheit, so wurde der Besucher von einem Wachposten mit Maschinenpistole abgeholt, während der zweite den Hauseingang absicherte. Böse Zungen behaupteten, dass trotzdem Schutzgeld bezahlt wurde.

Die Wasserversorgung erfolgte über Depositos (Behälter). Diese befanden sich am höchsten Punkt des Gebäudes. Das von den Wasserwerken kommende Wasser, wurde über hauseigene Pumpen in die Depositos gefüllt. Dabei kann es schon einmal vorkommen, dass es bei einem Stromausfall im Haus kein Wasser gibt. Dann ist eine von mir erfundene Trockenwäsche angesagt. Dazu später einmal mehr.

Nach der langen Flugzeit war eine erfrischende Dusche von Nöten. Eine weitere wichtige Erfahrung, betrifft die Wasserspülung auf der Toilette. Jeder, der schon einmal in Spanien auf dem Heiligtum gesessen hat, wird dieses Model auch in Peru vorfinden. Im Fachhandel werden diese auch Schüsseln genannt. Achten Sie bitte auf jeden Fall, nachdem Sie auf der Schüssel Platz genommen haben darauf, ob daneben ein mobiles Behältnis steht. Ist das der Fall und kein Hinweis auf den Verwendungszweck vorhanden, dann, wenn noch möglich, das Personal fragen: „Warum steht dort ein Behälter?“ Die eigene Erfahrung hat mir folgendes gezeigt: Behältnis nicht beachtet, auf der Schüssel Platz genommen, Geschäft erledigt, Papier entnommen und in die Schüssel entgleiten lassen. Großer Fehler: Überschwemmung möglich. Die Rohrsysteme sind dafür nicht geeignet. Ein weiterer und wichtiger Hinweis: Da ab einem gewissen Alter bereits schon eine gewisse Routine vorhanden ist, nach dem Motto linke Hand auf den linken Griff, programmieren Sie grundsätzlich Ihre grauen Zellen an dem Ort neu, wo Sie sich gerade befinden und handeln Sie nach dessen Programm.

Ferner ist die Mitnahme einer kleinen Hausapotheke zu empfehlen. In Deutschlands Globetrotter-Geschäften erhalten Sie Mittel, um verunreinigtes Wasser zu reinigen. Wichtig sind auch Medikamente, wenn Montezumas Rache (Durchfall) zugeschlagen hat. Wir hatten die genannten Mittel dabei, nur für das Wasser haben wir ein Mittel benutzt. Ratsam ist es, vor der Reise einen Arzt in Deutschland aufzusuchen.

Nach ein paar Stunden Schlaf, haben wir den nur ein paar hundert Meter von uns entfernten Pazifik aufgesucht. Schon von Weitem kam uns der bekannte Geruch von Meerwasser entgegen. An der Steilküste, in Limas Stadtteil Mira Flores, hörten wir nun das Rauschen des Pazifiks. In meiner Jugendzeit, wollte ich als Elektriker zur See fahren, aber in der Mitte der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts, lag die Seeschiffahrt in Hamburg noch danieder.

Erst Jahre später hätte ich bei der Oetkerflotte anheuern können, leider kam es für mich zu spät. Ich war im Netz einer weiblichen Person gelandet, mit der ich nun am Hang einer Steilküste in Lima stand. Wenn ich nach 30 Jahren darüber schreibe, habe ich immer noch den Geruch vom Pazifik in der Nase. Auf dem Rückweg vom Wasser zur Pension Alemania, besuchten wir unser erstes Restaurant. Die vordere Ansicht sah wie eine Bayerische Gaststätte aus, aber das Interieur war peruanisch.

Die Bedienung war sehr freundlich und als der Kellner fragte, woher wir kommen und wir ihm sagten: „aus Alemania“,