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Eine Sammlung von skurillen Erlebnissen aus früher Kindheit, rebellischen Erfahrungen in der Schule der 60er Jahre, wilden Erfahrungen im Dunstkreis der Drogen während den 70ern, äusseren Erfahrungen während Reisen in ferne Länder und Kulturkreise sowie innere, in der von Bhagwan geprägten Selbsterfahrungsphase in den 80er Jahren. Ein Stück Zeitgeschichte mit einer grossen Portion Bern drin, einer wunderbaren, alten Stadt, im Zentrum der Schweiz gelegen, wo Schnelligkeit nicht primär zu den gelebten Qualitäten der Bürger zählt.
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Seitenzahl: 258
Veröffentlichungsjahr: 2016
René Eichenberger
Geschichten die das Leben schrub
© 2016 René Eichenberger
Verlag: tredition GmbH, Hamburg
ISBN
Paperback:
978-3-7345-7775-8
Hardcover:
978-3-7345-7776-5
E-Book:
978-3-7345-7777-2
Cover: Markus Kuhn, www.k-plus-h.ch/
Illustrationen: Cla Gleiser, www.verstaendlich.ch
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Eigentlich sollte dieses Buch schon lange geschrieben worden sein. Jedes Mal, wenn ich während der letzten Jahrzehnte Freunden beim geselligen Zusammensein einige der teilweise unglaublich anmutenden Sequenzen erzählte, baten sie mich, doch mal ein Buch über meine gesammelten Erlebnisse zu schreiben. Aber wie es meistens so ist mit Ideen dieser Art, verwirklichen tut man sie selten. Sie bleiben einfach ein schöner Traum. Mir und diesem Buch wäre es beinahe auch so ergangen. Wäre da nicht Nöggi1 gewesen. Ein Zürcher Oberländer, ein stiller Held des Alltags, den ich bei meiner Arbeit kennenlernte. Ein einfacher Mitarbeiter in der Spedition eines international tätigen Familienunternehmens. Einer, der im blauen Kittel seit Jahren zuverlässig seinen Job erledigt. Universell einsetzbar. Einer, der für die Mitarbeiter Jass-, Fussball- und Tischtennisturniere organisiert, ohne selber mitzuspielen. Wenn er mitspielen würde, würde er die Turniere eh meistens gewinnen. Und das ist ihm nicht wichtig. Nöggi ist einer, der bewusst auf Karriere verzichtete, weil er nur 80% arbeiten will, um all seine vielen Hobbys pflegen zu können. Vor vielen Jahren begann er mal damit, Billard zu spielen. Sechs Jahre später war er Vizeeuropameister im Pool-Billard. Mir wurde gesagt, dass er auch ein exzellenter Fussballer und Windsurfer sei. Heute fliegt er mit einem Modellsegler beinahe 500 Kilometer schnell durch die Lüfte. Hier hat er buchstäblich noch etwas Luft gegen oben, da der Weltrekord bei etwas über 700 km/h liegt. Aber ich bin überzeugt, dass Nöggi sich auch hier weiter der Spitze nähern wird. Einfach weil es im unglaublich Spass macht. Als ich ihm über all die Jahre hinweg ein paar meiner Geschichten erzählte, bat er mich im Herbst 2015, endlich mein Buch zu schreiben. Es war kurz bevor er für drei Wochen in Urlaub fuhr. Als er zurückkam, war dieses Buch geschrieben.
Ich widme es all den unscheinbar scheinenden echten Helden des Alltags. Mögen sie den Mut bewahren, so zu sein, wie sie sind, und mögen sie ihre Ideen durchziehen, all den gesellschaftlichen Zwängen zum Trotz.
Amden, Herbst 2016
Schon in früher Kindheit wurde ich mit den Härten des Lebens konfrontiert. Der frühe Tod meines Vaters war für mich lange Zeit fast nicht zu ertragen. Ich war eines dieser Kinder, die sich schon früh ihre eigene Welt erschufen und auf der Basis eines wenig ausgeprägten Urvertrauens immer wieder um ihre Existenzberechtigung gekämpft haben. Dieser dauernde Kampf, das Beobachten des Lebens der anderen, das Dazugehören-Wollen hat mir in den ersten 35 Jahren meines Lebens unglaublich viele Erfahrungen, auch Grenzerfahrungen ermöglicht und hat zu vielen skurrilen Erlebnissen geführt, die ich hier mit Euch Lesern teilen möchte. Erlebnisse aus früher Kindheit, rebellische Erfahrungen in der Schule der 60er Jahre, wo ich mich aufgrund eines fehlenden Vaters immer wieder mit den Autoritäten anlegte, wilde Erfahrungen im Dunstkreis der Drogen während den 70ern, äussere Erfahrungen während Reisen in fernen Ländern und Kulturkreisen und innere, in der von Bhagwan geprägten Selbsterfahrungsphase in den 80er Jahren. So gesehen ist das Buch auch ein Stück Zeitgeschichte mit einer grossen Portion Bern drin, einer wunderbaren, alten Stadt, im Zentrum der Schweiz gelegen, wo Schnelligkeit nicht zu den gelebten Qualitäten der Bürger zählt, ja, wo Entschleunigung quasi Programm ist.
Ich bin einer dieser anfangs kurz beschriebenen Menschen, einer derjenigen, die damit raus gingen, die sich damit schonungslos auseinandersetzten. Viele davon leben in irgendwelchen versteckten Welten am Rand der Gesellschaft. Ihnen möchte ich den Wunsch mitgeben, den Mut zu haben, zu ihrer so empfundenen Andersartigkeit zu stehen und ihre häufig erfrischenden und überraschenden Qualitäten in die Gesellschaft einzubringen. Die sogenannten anderen sind Euch dankbar dafür!
Erstens war mein Bruder zwei Jahre vor mir geboren und machte mich zum ewigen Zweiten. Und zweitens kam nach mir ein süsses Schwesterchen auf die Welt, auf das sich meine Eltern schon lange gefreut hatten. Anders lässt sich die Tatsache nicht erklären, dass mich meine Eltern ganz früh in Mädchenkleider steckten, was in Kombi mit meinen süssen blonden Locken eine engelsgleiche Wirkung zur Folge hatte. Dieser Engel kam dann als Teenie wieder zum Tragen. Aber dazu später mehr.
Da mein zweieinhalb Jahre älterer Bruder Bruno eh die meiste Zeit für mich unerreichbar war, konzentrierte ich mich auf meine Schwester Susi. Als sie mal so als kleiner Engerling im Kinderwagen lag, direkt neben dem Sandkasten postiert, unternahm ich meinen ersten Versuch, sie wegzuräumen. Ich füllte einen kleinen Kessel mit Sand und kippte ihn über ihr hübsches Gesichtchen. Das laute Husten zwang meine Mutter in den Garten, wo sie zuerst mein Schwesterchen vom Sand befreite und mir danach eins hinter die Ohren gab. Diese Strafe förderte meine Liebe zur Schwester in keinerlei Weise. Als sie etwas grösser war, jagte ich Susi häufig die Holzwendeltreppe im Haus drin hoch und drohte ihr, sie in den Mülleimer, in der Schweiz damals als Ochsner-Kübel bekannt, zu stecken. Hei, wie sie jeweils schrie. Wie am Spiess. Das machte mir mächtig Spass. Mein Vater war damals Vertreter von Samen Mauser, einem führenden Samen- und Düngerhändler aus Zürich. Er war für das Schweizer Mittelland zuständig und lieferte hervorragende Verkaufszahlen. Das hatte zur Folge, dass er für mich eigentlich nie erreichbar war. Auch nicht, wenn er zuhause war. Da steckte er in seinem Büro und arbeitete weiter.
Eines Tages fand ich im Keller sogenannte Düngerplättchen rumliegen, die wie braun-grüne Bonbons aussahen. Also brachte ich Susi ein solches Bonbon, welches sie sofort dankbar in ihr Mündchen stopfte. Schon bald schrie sie laut auf. Nach kurzem Nachfragen fand meine Mutter raus, was gelaufen war, und fuhr schnurstracks zum Kinderarzt, um Susis Magen auszupumpen. Als mein Vater nach Hause kam, informierte ihn meine Mutter über den Tatbestand. Obwohl ich davonlief, erwischte mich mein Vater im Garten. Er zerrte mich in die Garage, liess mir die Hosen runter, zog seinen Gurt von der Hose und schlug mir damit meinen Allerwertesten grün und blau. Kein Wunder, dass ich meinen Vater nicht wirklich gerne hatte. Ich war schon in einer blöden Situation. Niemand hatte mich richtig gern, obwohl ich’s ja so gebraucht hätte. Also begann ich, mir meine eigene Welt zusammenzubasteln.
Ich wuchs in einer Einfamilienhaus-Gegend auf. Die Häuschen waren alle im selben 50er Stil gebaut und verfügten über fünfeinhalb relativ kleine Zimmer. In dieser Zeit hatten die meisten Familien vier Kinder, das war damals die Norm. In dieser Zeit war es gang und gäbe, dass sich jeweils zwei Kinder ein Zimmer teilten. Das Schöne daran war für mich der dauernde Austausch mit meinem Bruder Bruno. Wir erzählten uns nachts viele Geschichten, als jeder unter seiner Decke lag. Ich schloss jeweils die Augen und liess meiner Fantasie freien Lauf. Unser direkter Nachbar Weber hatte auch vier Kinder, praktisch im selben Alter wie wir. Herr Weber war Zürcher und Buchhalter. Wir hatten keine enge Nachbarschaft, aber auch nie Probleme miteinander. Man war füreinander da, wenn es nötig war, und half sich gegenseitig, liess sich aber sonst in Ruhe. Als ich so vier Jahre alt war, kam der gleichaltrige Kurt auf mich zu und wollte kämpfen. Da er kräftig und ich sehr dünn war, gab er mir dabei richtig auf die Kappe. Ich vermied fortan weitere Kämpfe mit ihm, die er auch nicht mehr suchte, da er ja jetzt der Platzhirsch war. Wir gingen später zusammen in die Schule, wurden aber nie wirkliche Freunde. Wir waren viel zu verschieden. Ich befreundete mich aber mit Bärnu2, dessen Vater in unserem Dorf zwei Ziegeleien betrieb, welche mit einer Transportbahn untereinander sowie mit einer zentral gelegenen Lehmgrube verbunden waren. Wir spielten oft da herum. In der Grube gab es auch einen kleinen See, der im Winter schnell zufror. Da spielten wir dann Eishockey, was immer ein Riesenspass war, bis mir mal einer den Puck mit voller Wucht in meine späteren Kronjuwelen schoss. Da sah ich nur noch Sternchen. Ein Kollege klärte mich dann auf und sagte: „Kauf Dir doch einen Glöggeler3 – jeder Eishockeyspieler trägt einen!“
Bärnu war während mehrerer Jahre mein bester Freund. Er war richtig cool und sah auch sehr gut aus mit seinen braunen, gut geschnittenen Haaren. Mit ihm zusammen rauchte ich die ersten Zigaretten. Wir zogen uns jeweils ein Paket Twenty am Automaten und pafften, bis uns speiübel wurde davon. Dabei mussten wir immer aufpassen, dass uns niemand sah. Das war aber auch das wirklich Coole daran. Etwas Verbotenes zu tun, darum ging es!
Mein Vater arbeitet wirklich sehr hart für seinen Erfolg, kriegte aber bei Samen Mauser immer mehr Probleme mit Mitarbeitern und Chefs, die ihm seinen Erfolg missgönnten. Darum suchte er sich eine neue Stelle und verkaufte fortan Elektroden fürs Schweissen, was ihm als gelernter Gärtner nicht ganz so einfach fiel. Aber er war weiterhin sehr erfolgreich. In der Zwischenzeit kam noch Doris, meine jüngste Schwester auf die Welt. Sie war eigentlich nicht mehr geplant gewesen. Nun wurde es ein bisschen eng im aus dem Vermögen meiner Mutter finanzierten Einfamilienhaus und mein Vater erfüllte sich einen lang gehegten Wunsch, ein wunderschön gelegenes Haus in Hilterfingen, mit wunderbarem Blick auf den Thunersee und den Niesen vis à vis, einen bekannten, pyramidenförmigen Ausflugsberg im Berner Oberland. Ich war mit Papa nur einmal auf der Baustelle, die wir eigentlich gar nicht hätten betreten dürfen. Es war einer der wenigen Momente, wo ich meinen Vater ganz für mich hatte, und ich fand es abenteuerlich spannend, mit ihm zusammen durch das Haus zu gehen und der Fantasie freien Lauf zu lassen. Ich hätte ein eigenes Zimmer mit Seeblick erhalten, was mir natürlich sehr gut gefiel.
Mein Vater hatte ein sehr aufbrausendes Temperament, das ich von ihm erbte. Ich war als Kind jähzornig und auch ein schlechter Verlierer im Spiel. Wenn ich beispielsweise bei Eile mit Weile4 am Verlieren war, wurde ich sauer, fegte die Figuren vom Tisch oder zog gleich die ganze Tischdecke weg und das Spiel lag am Boden. Einmal hatte mich mein Vater so wütend gemacht, dass ich den Kopf so stark gegen die Doppelscheibe des Wohnzimmers schlug, dass sie zersplitterte und ich darin stecken blieb. Papa musste die restlichen noch im Holzrahmen steckenden Glasteilchen mit einem Spachtel mühsam entfernen, während ich dabei möglichst ohne Regung bleiben musste, um mich nicht zu verletzen. Papa Ernst war oft im Clinch mit meiner Mutter, die eine sehr starke Frau war. Wenn die beiden Streit hatten, schlossen sie die Türe. Wir Kinder sassen dann ganz nahe beieinander, versuchten durchs Milchglas zu erkennen, was da vor sich ging. Die Konflikte der beiden wurden immer sehr lautstark ausgetragen. Wie ich über eine Tante erst viel später rausfand, hatte mein Vater 12 Jahre bevor er mit meiner Mutter zusammenkam, ein Kind mit einer Frau aus Polen. Er war damals Gärtner und sie Hausmädchen in einem Hotel im Wallis. Als mein Papa meine Mutter Hedwig kennenlernte, wurde sie schnell schwanger und sie heirateten ein paar Monate später. Damit war Vaters Traum, die Gründung einer Rosenfarm in Perth, Australien, definitiv ausgeträumt. Dies alles, der grosse Stress bei der Arbeit und das aufbrausende Temperament führten dazu, dass er einen Nebennierentumor produzierte, der operiert werden musste. Bei der OP passierte dann möglicherweise ein Kunstfehler, es gab eine Embolie, an der mein Vater im Alter von 47 Jahren im Tiefenau-Spital zu Bern verstarb.
Es war am 28. Juni 1964 als meine Mutter eines Morgens früh ins Zimmer von mir und meinem Bruder kam. Ganz ernst und mit roten Augen. Sie sagte nur: „Papi ist nun nicht mehr da. Jetzt müsst ihr tapfer sein.“ Wie vorher schon angetönt, hatte ich keine enge Beziehung zu meinem Vater gehabt. Aber ich war unsäglich traurig und fühlte ich mich von da an irgendwie unvollständig.
Später fand dann die Beerdigung statt. Ich weinte sehr. Am traurigsten aber machten mich all die Verwandten, die kamen und meiner völlig verzweifelten Mutter kondolierten. Für sie war ein Lebenstraum geplatzt. Kurz bevor der Sarg mittels einer mechanischen Vorrichtung in die Erde versenkt wurde, versuchte ich den Sargdeckel zu öffnen, um zu schauen, ob mein Vater wirklich da lag und ob er nicht doch eventuell noch atmen würde. Ich wollte seinen Tod einfach nicht wahrhaben.
Nun stand meine Mutter da, mit vier Kindern zwischen drei und zehn Jahren, mit einem Haus, einem relativ neuen Peugeot 404 sowie etwas Erspartem auf dem Bankkonto. Mein Vater hatte leider keine Lebensversicherung abgeschlossen, welche die finanzielle Situation etwas entschärft hätte. Mama war mit der Situation völlig überfordert und liess sich erstmal in eine psychiatrische Klinik einweisen, um zur Ruhe zu kommen und den Schock irgendwie verarbeiten zu können. Wir Kinder wurden während der folgenden Monate getrennt bei Verwandten und unseren grosszügigen Nachbarn Gimelli, welche eine Haushaltsmaschinenfirma besassen, untergebracht. Ich kam zum Onkel Toni nach Solothurn, der dort einen Bauernhof betrieb. Da ging ich dann auch zur Schule. Das gefiel mir gar nicht. Ich kannte niemanden und meine Klassenkameraden sprachen einen komischen Dialekt. Zum Glück war der Bauernhof sehr interessant. Da konnte ich rumstrolchen und viele Entdeckungen machen. Ich war sehr froh, nach einem halben Jahr wieder nach Hause zurückkehren zu können. wir Kinder freuten uns riesig, uns wiederzusehen. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass wir vier bis heute gute Freunde geblieben sind und später nie Konflikte hatten miteinander, auch nicht bei Erbschaften. Als unsere Familie wieder zurück am Hübeliweg war, fand meine Mutter Arbeit. Zuerst 50% bei der FDP, der freisinnigen Partei der Schweiz. Später fand sie dann ihren Traumjob bei der REKA, einer pfiffigen Institution mit eigener Währung und Feriensiedlungen für junge Familien. Meine Mutter arbeitete zuerst als Sekretärin, machte im Laufe der Jahre aber immer mehr interne Kommunikation und war Initiantin und Redaktorin des ersten Mitarbeitermagazins der REKA.
Nachbar Habegger betrieb eine kleine Gärtnerei. Nach dem Tod meines Papas unterstützte Vater Habegger meine Mutter sehr. Er war Mitglied einer Freikirche und ein sehr netter und sozialer Mensch. Jedes Jahr lud er unsere ganze Familie für eine Woche in seine Ferienwohnung in Adelboden ein. Er fuhr uns in seinem Opel Kapitän hoch und holte uns eine Woche später wieder ab, wirklich sehr grosszügig. Er hatte zwei Söhne und eine Tochter. Einmal war ich mit ihm und seinem Sohn Fredi, mit dem ich die ersten 4 Jahre zusammen in die Schule ging, mit Habeggers Opel-Kutsche unterwegs. Beim Warten an einer Ampel sahen wir auf der Ablage hinter unserem Sitz eine Schachtel mit einer Art Bonbons. Fredi bot mir eins an und steckte sich das andere in den Mund. Plötzlich klagten wir beide über Bauchschmerzen und erzählten von den Bonbons. Leider entpuppten sie sich als Schneckenkörner und Habegger fuhr uns beide direkt zum Kinderarzt, der uns die Mägen auspumpte. Dazu schob uns Dr. Rentsch einen Schlauch in den Mund und dann tief in die Kehle. Das war ein wahrhaft tiefgehendes Erlebnis. Das Universum hatte sich revanchiert, wenn ich so an die frühe Zeit mit meiner Schwester Susi zurückdenke.
Die beiden Söhne Max und Fredi waren lustige Kerle. Beide auf ihre Art etwas verrückt. Während Max am liebsten im Winter mit seinem Velo den Weg hochspulte, spielte Fredi häufig für sich alleine Fussball. Wie ein Sportreporter kommentierte er dabei das Geschehen auf dem Fussball- äh Garagenplatz. Er hielt sich an das Fernsehen und spielte gelungene Spielszenen in selber gespielter Zeitlupe nach. Fredi war schon damals ein begeisterter Fan vom Berner Fussballclub, dem BSC Young Boys, kurz YB genannt. Noch heute besucht er, gekleidet in den YB-Farben gelbschwarz, jeden Match seiner Mannschaft. Ein anderes Hobby von ihm waren Bergbahnen. Er schrieb an alle Bergbahnen der Schweiz, welche ihn mit Postern, Stellern und anderem Werbematerial eindeckten. Sein ganzes Zimmer war damit tapeziert. Zudem befanden sich auch drei Modellseilbahnen im Zimmer, mit denen er dauernd spielte. Fredi war nicht der beste Schüler, aber im Kopfrechnen war er Sonderklasse. Der Lehrer machte ab und zu spontan Kopfrechnungswettbewerbe, bei denen der erste, der es wusste, aufstehen und die Antwort ausrufen musste. Fredi stand jeweils schon nach wenigen Sekunden und schrie die Antwort förmlich raus. Ich sah ihn später nur noch selten. Ich freute mich riesig, als er 40 Jahre später an der Beerdigung meiner Mutter erschien und mich spontan umarmte. Ein wahrer Freund!
In der Schule hatte ich immer einen Fensterplatz und konzentrierte mich mehr auf die Fauna und Flora sowie das Geschehen ausserhalb des Klassenzimmers als auf den Unterricht, der mir so was von egal war. In der zweiten Klasse verliebte ich mich in Patrizia, neben der ich eine Zeitlang sitzen durfte. Als mir jedoch ab und zu ein Furz entwich, kündigte sie mir die Nachbarschaft und die Liebe erlosch. Später kam plötzlich eine neue Schülerin in unsere Klasse. Beatrix. Ich war vom ersten Monat an hin und weg. Leider wollte sie von mir nichts wissen, was mich dazu bewog, Selbstmordpläne zu schmieden. Ich stellte mir vor, wie sie an meinem Grab stand, bittere Tränen weinte und erst dann erkannte, was sie mit mir verpasst hatte. Aber auch das ging vorbei. Ich verliebte mich schliesslich in meine Dritt- und Viertklasslehrerin, Frau Dubach. Die hatte etwas Verruchtes, schliesslich rauchte sie auch wie ein Schlot, was damals nicht der Standard war für eine junge Frau. Ich war tief enttäuscht, als ich erfuhr, dass sie was mit dem Oberlehrer Pulver hatte, der sein Pulver quasi in sie verschoss. Da starb ein Traum in mir. Am meisten litt ich zu der Zeit aber, wenn mich meine esoterische Gotte respektive Patentante aus Luzern besuchte. Sie holte mich immer in der Schule ab und küsste mich vor allen Kollegen auf die Stirn. Nachdem mir das dreimal passiert war, wich ich ihr aus. Sie staunte dann jeweils ob der Tatsache, dass ich schon vor ihr zuhause war. Es war dieselbe Gotte, die mir zu Weihnachten immer hautenge Kunstfaserpullover in den schrecklichsten Farben schenkte, welche meinen dünnen Körper noch unvorteilhafter zeigten, als er eh schon war. Ich trug die Pullover jeweils einmal und warf sie dann weg.
Da ich ein ziemlich fauler und geistig häufig abwesender Schüler war, fiel ich in der Prüfung zur Sekundarschule prompt durch. Nach einem weiteren Jahr Primarschule schaffte ich sie ein Jahr später aber dann mit Bravour. Allerdings änderte ich mein Verhalten danach in der Sekundarschule nicht, was mir nach einem Semester eine Verwarnung einbrachte und mich nach einem Jahr zwang, die Schule wieder zu verlassen. Meine Mutter schickte mich von da an auf eine Privatschule in Bern, die Feusi.
Das Gute daran war, dass ich von da an jeden Tag mit dem grünen Vororts-Bähnli, dem sogenannten Graswurm in die grosse Stadt fahren konnte. Und da gab es viel zu entdecken. Im berühmten Berner Kaufhaus Loeb waren zu dieser Zeit grad so kleine Plastic-Armbrüstli mit Saugnapfpfeilen Trumpf. Mit denen konnte man während des Unterrichts andere Schüler anschiessen. Das war ein Gaudi. Und einmal machte mein Freund Franz mit mir den Mut-Test im Bahnhof Bern. Ich musste einen Fingerhut voll Tabasco trinken. Ich rannte nachher wie eine wilde Wespe rum und hatte für einige Stunden jeglichen Geschmacksinn verloren.
In der Feusi war ich auch kein brillanter Schüler und zudem ein richtiger Störenfried. Die Schule hatte ein spezielles System entwickelt. Bei jedem Fehlverhalten eines Schülers, wie Zuspätkommen, Unterricht stören, ungenügende Noten usw. wurde ein sogenannter Schwarzer Zettel ausgestellt, den man dann von den Eltern unterschrieben zurückbringen musste. Ich stellte in den vier Jahren, wo ich da zur Schule ging, einen neuen Schulhausrekord auf. Das bewog mich dazu, meine Mutter zu schützen und die Zettel selber zu unterschreiben. In stundenlanger Arbeit lernte ich, die Unterschrift meiner Mutter makellos zu fälschen. Als die Schule aufgrund einer Rückfrage bei meiner Mutter, die da nur Bahnhof verstand, rausfand, dass ich sie jahrelang betrogen hatte, fiel ich nach 8 ½ Jahren auch zur Feusi raus. Ich hatte aber eine gute Zeit in der Berner Länggasse, wo die Schule damals beheimatet war, gehabt. Da ich den Unterricht oft störte, schmissen mich die Lehrer häufig zur Klasse raus. Da hatte ich Zeit, dieses Quartier gut kennenzulernen. Höhepunkt meiner Erkundungen war immer der Besuch der damals dort ansässigen Chocolat Tobler, wo unter anderem die weltberühmte Toblerone hergestellt wurde. Ich kriegt immer kleine Müsterchen zum Probieren. Ein anderer interessanter Ort war die Allgemeine Bestattungs AG wo es auch immer viel zu sehen gab. Wenn ich rausgeworfen wurde, musste ich häufig an freien Mittwochnachmittagen den Pausenplatz wischen. Einmal fand ich dabei einen vollsilbernen Parker Füllfederhalter, den ich behielt und der damals mein ganzer Stolz war.
Meine Mutter musste die Privat-Schule von ihrer Witwenrente bezahlen. Drum war es für sie hart, zu sehen, wie viel Mist ich die ganze Zeit baute. Ich wusste das innerlich, konnte aber einfach gar nicht anders. Ich hatte viel Geltungsdrang, den ich einfach ausleben musste. Die Rolle des Clowns war quasi meine Positionierung in dieser Schule, in der vor allem Töchter und Söhne wohlhabender Eltern, die es in der normalen Schule nicht geschafft hatten, platziert wurden. Interessanterweise landete ich natürlich in der wildesten Klasse. Ein Mitschüler war Sohn eines erfolgreichen Metzgermeisters, der ihn regelmässig schlug wenn er nicht gehorchte. Peter, wie er hiess, war durch den rüden Umgang zuhause sehr hart geworden und trainierte auch wie ein Wilder – wahrscheinlich, um es später seinem Vater heimzuzahlen. Ich hörte jahrzehntelang nichts mehr von ihm, bis ich erfuhr, dass er ein Starfotograf geworden war, der die schönsten Models für Vogue fotografierte.
Ein anderer Kollege war Milt, ein frecher, drahtiger, rothaariger Kerl, der dauernd mit den Lehrern auf Konfrontationskurs war.
Ich hatte in der Zeit einen einzigen Lehrer, Herrn Kessler, der mich verstand, mir eine gewisse väterliche Liebe entgegenbrachte und bei dem ich auch super Noten schrieb. Kessler sah wie ein Schauspieler aus und zog sich immer sehr gut an. Er hatte richtig Stil. Leider verliess er die Schule nach einem Semester und ging in die Industrie.
Der Verlust von Herrn Kessler, dem adretten Mittvierziger, machte mir sehr zu schaffen. In der Zeit entwickelte ich nervöse Zuckungen, sogenannte Mödeli. Am Anfang äusserte es sich durch Nasenrümpfen, dann Lippen-Belecken, was im Winter zu lästigen Krusten auf den Lippen führte, die dann beim weiten Öffnen meines Mundes immer wieder zu platzen und bluten drohten. Um zu checken, ob dem auch so sei, riss ich meinen Mund testweise immer wieder bis an die Grenze auf. Dabei entwickelte sich ein weiteres Mödeli, das Mundaufreissen. Um es zu kaschieren, tat ich dann so, als gähnte ich und riss den Pultdeckel hoch. Als ich mich geschützt fühlte, riss ich den Mund so richtig kräftig auf und fühlte, wie ein Schütteln durch meinen ganzen Körper ging.
Als sich danach als weiteres Mödeli eine Art Glucksen einstellte – es tönte wie eine gurrende Taube – schickte mich meine Mutter zum Psychiater. Dr. Mathys, so hiess der Arzt, machte mit mir alle möglichen Tests von Farbanalysen über intensive Befragungen bis hin zum berühmten Rorschachtest, bei dem ich eine Art Tintenkleckse beschreiben sollte. Zusätzlich musste ich noch Farbentests machen. Scheinbar ohne Erfolg, denn der gute Psychiater entschied schliesslich, dass ich jeden Morgen und Abend über zwei Jahre hinweg je ein Valium 5 einnehmen musste, um mich zu beruhigen. Das war in der Zeit des heftigen Pubertierens nicht gerade ein Entwicklungsbeschleuniger und es machte mich auch nicht zwingend zu einem besseren Schüler. Heutzutage hätte man mir sicher Ritalin verschrieben.
In dieser Zeit bat mich mal mein Bruder Bruno zu sich ins Zimmer. Er fragte mich, ob ich schon wisse, wie das laufe mit den Männern und Frauen und klärte mich völlig unspektakulär auf, da ja kein Vater oder eine andere männliche Autorität vorhanden war.
Das Fach, das ich am meisten hasste, war Arithmetik. Rechnen, Algebra und Planimetrie waren für mich einfach nur grauenhaft. Dieser Widerwille übertrug sich auch auf Herrn Brand, den Lehrer dieser Fächer. Leider ging er nie in die Industrie, wie es Kessler gemacht hatte, und so musste ich ihn die ganzen vier Jahre aushalten. Wir hassten uns gegenseitig. In der Auswahl seiner Strafen war er nicht sehr kreativ. Er strafte mich immer mit dem mehrmaligen Abschreiben der Hausordnung. Es war gerade in der Zeit meiner ersten Schallplatten und so schrieb ich die Hausordnung auf Vorrat zu den Klängen von Led Zeppelin 2. Die erste Hausordnung schrieb ich noch vollständig ab, bei den weiteren ab Seite zwei nur noch jedes zweite Wort. Dafür schrieb ich die Schrift immer breiter, so dass die Seitenzahl für alle Kopien immer die gleiche war. Lehrer Brand merkte nie was davon. Brand unterrichtete uns auch in Biologie, ein Fach das er sehr liebte. Er ging mit uns häufig raus in die Natur, um Beobachtungen gleich vor Ort machen zu können. Einmal gingen wir Pilze sammeln. Am Schluss nahm Brand alle Pilze zu sich nach Hause. Als wir wiedermal so am Sammeln waren, entdeckte er einen hochgiftigen Knollenblätter-Pilz. Er rief uns zusammen, zeigte uns den Pilz und sagte ernst: „Das ischt ein Knollenblätter, der ischt hochgiftig!“ Sogar die Sporen davon seien sehr gefährlich. An diesem Tag hatte es viele Knollenblätterpilze im Wald. Ich schnappte mir heimlich einen und legte ihn in den Korb, als mich gerade niemand sehen konnte. Brand rief uns wiederum alle zusammen für die Schlusskontrolle. Plötzlich schrie er auf: „Das isch ja ein wahrhaftiger Knollenblätter! Wer hat den hier reingelegt?!“ Ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen und freute mich, dass er den ganzen Korb meist köstlicher Pilze ausleeren musste. Zum Schluss sagte Lehrer Brand aber noch: „Ich weiss ganz genau, dass es einer von euch war. Entweder der Milt, der Hebeisen oder der Eichenberger.“ Wir drei blickten alle unschuldig in Richtung Himmel oder Boden. Ich sah Brand viele Jahre später wieder, als ich nebenbei Taxi fuhr in Bern. Er kannte mich nicht mehr, wohnte aber noch an derselben Strasse im Berner Botschaftsviertel. Als er bezahlte, frage ich ihn, ob er Brand heisse und ob er mich nicht mehr kennen würde. Brand war erstaunt, als ich mich ihm zu erkennen gab. Beim Abschied sagte ich ihm dann noch: „Herr Brand, der mit dem Knollenblätter, anno dazumal, war übrigens ich gewesen!“
Da ich also ein halbes Jahr vor Schulende nochmals von der Schule flog, schickte mich meine Mutter in die Handels- und Berufswahlschule, wo ich meine Sekundarschule schliesslich erfolgreich abschloss. Das Besondere bei dieser Schule war, dass man einen Tag pro Woche in einem Unternehmen schnuppern konnte, um Informationen für die zukünftige Berufswahl aus direkter Erfahrung zu erhalten. Zuerst arbeitet ich in einer Küche, wo ich die ganze Aggressivität der Köche zu spüren kriegte. Danach bei einem Storen-Unternehmen, in welchem der Juniorchef ein Autoverrückter war. Er nahm mich immer mit in seinem Triumph TR6, mit dem wir dann mit zu dieser Zeit unglaublichen 200 Stundenkilometern über die Autobahn donnerten. Das war jeweils ein Riesenspass! Zum Schluss schnupperte ich noch, zusammen mit einer ausnehmend hübschen Klassenkameradin, in einer Volksbibliothek. Wir schnappten uns immer die Aufklärungsbücher mit teils sehr freizügigen Bildern und guckten uns die Literatur mit grossen Augen über Mittag an. Ich war in dieser Zeit Mädchen gegenüber sehr scheu und liess mir leider nichts anmerken, ging aber nach der Mittagspause jeweils etwas länger aufs WC. Wir hatten an der Schule einen Lehrer, Herr Basarde, der es schaffte, trotz einer durch eine Hasenscharte hervorgerufene Sprachstörung zu einem der Lieblingslehrer zu werden. Er kompensierte seine angeborene Schwäche mit einem sehr kreativen Lehrstil. So machte er beispielsweise mal einen Kopfstand, als er uns erklären wollte, wie man beim Bruchrechnen dividiert. Er war auch bei den Eltern sehr beliebt, leider aber trotzdem nicht ganz sauber. Basarde war Trainer beim lokalen Fussballclub und lud mich mal spontan zu einem Elfmetertraining nach der Schule ein. Jeder war mal Schütze und mal Goalie, wie der Torwart in Bern genannt wird. Anschliessend wollte er dass wir uns duschten, da wir ja auch etwas verschwitzt waren. Ich war naiv und dachte mir nichts Böses dabei, vor allem auch, weil Basarde ja verheiratet war und ich seine Frau vom Sehen her kannte. Nach dem Duschen wollte er dann dass jeder dem andern für die nicht versenkten Penaltys eines auf den Allerwertesten gab. Als ich die körperliche Reaktion bei ihm sah, zog ich mich an und dann schnell Leine. Danach hatte ich zum Glück nicht mehr viel mit ihm zu tun, verschwieg dies aber tunlichst, wie es wahrscheinlich viele Opfer tun.
In der Schule lernte ich Donata kennen, eine total aufgestellte und völlig unkomplizierte Frau, Tochter eines bekannten Malermeisters und einer sardischen Mutter, mit der ich eine stille Liebe teilte. Wir riefen uns oft an. Mein Herz klopfte jedes Mal bis zum Hals, wenn ich sie zuhause anrief, in der stillen Hoffnung, dass sie zuhause war. Leider blieb die Liebe platonisch. Vielleicht war es auch besser so. Als ich sie viele Jahre später mal zufälligerweise traf, war sie glückliche Mutter von sechs Kindern.
Kurz bevor meine Schulzeit zu Ende war, brachte mich mein Schulfreund Zehndi, der schon viel Erfahrung mit Mädels hatte, das erste Mal in den Falken, eine damals sehr populäre Studentenkneipe. Wir sassen zu sechst an einem Tisch. Dabei war auch Nathalie, ein hübsches Mädchen, welches den Ruf hatte, in sexuellen Dingen schon sehr erfahren zu sein. Damals war sie oft mit Zehndi zusammen. Er fand, dass es an der Zeit sei, dass ich auch diesbezügliche Erfahrungen machen sollte, und organisierte es so, dass am Schluss nur noch die Frau und ich zurückblieben. Auf dem Weg zum Bahnhof kamen wir in eines der vielen engen Gässchen in der Berner Altstadt. Als niemand rum war, drehte sie sich spontan um zu mir, packte mich und gab mir meinen ersten Zungenkuss. Ich war nachher völlig verwirrt und ging schnurstracks nach Hause. Ich sah Nathalie danach nicht mehr oft. Damals liefen auch die ersten Partys, wo wir bei Moody Blues und Procol HarumsA Salty Dog und A Whiter Shade of Pale die Möglichkeit hatten, eng mit den Mädchen zu tanzen.
Schon mit sieben Jahren schickte mich noch mein Vater zu den Wölfen, der Vorstufe der Pfadfinder. Später wurde ich dann ein richtiger Pfadfinder. Ich blieb in diesem Club, bis ich 17 war. Bei den Wölfen hiess ich Fülli (junges Pferd) und bei den grossen dann Mustang. Die Übungen fanden jeweils am Samstag statt. Meist in freier Natur und oft im Wald. Daneben gab es auch Pfingst- und Sommerlager. Dies war gut für mein ungestümes Wesen. Ich war in dieser Zeit sehr revolutionär und musste einfach alles grundsätzlich anders machen als alle andern. Als ich Venner5 wurde, gab ich meinem Fähnli
